Diskurs 101 - Die "Israelbewegung" in den christlichen Gemeinden – Der christlich-evangelikale Zionismus    1.Teil




Steht das Recht Israels auf den 1948 gegründeten Staat in der Bibel? / Internationales Netzwerk der Versöhnung 00 2010-02-16

Sagt die Bibel, dass der Antichrist ein Jude sein wird?

Müssen die Christen die Juden zur Errettung nach Israel bringen? / Internationales Netzwerk der Versöhnung 01, 2010-04-16

Pressekonferenz Holocaust – Ein Andenken anderer Art / Die authentische jüdische Stimme meldet sich zu Wort 00, 2010-01-27

Neturei Karta verurteilt Israels Attacke auf die Humanitäre Flotte. / 2010-06-11

Israel instrumentalisiert den Holocaust und den Antisemitismus / Prof. Moshe Zuckermann, Tageszeitung "KURIER", 2010-10-21

WikiLeaks enthüllt den echten Nahost-Konflikt. / Ari Shavit, Israelische Tageszeitung Haaretz, 2010-12-03

Schma Jisrael - Höre, ISRAEL - Das Urteil Gottes über sein Volk. /    5. Teil, Diskurs 1015


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Steht das Recht Israels auf den 1948 gegründeten Staat in der Bibel? / Internationales Netzwerk der Versöhnung 00, 2010-02-16)

Sehr geehrter Herr Horak, seit einigen Tagen lese ich in Ihrer Webseite. Wir (das Internationale Netzwerk der Versöhnung Anm. FH) haben uns in dem letzten Jahr sehr stark für das jüdische Volk engagiert, sind aber nach einigen Jahren des Fragens bezüglich der Staatsgründung und der Alijah der Juden aus Rußland, zum Nachdenken und -fragen gekommen. Sie bringen gute Erklärungen. Können Sie uns sagen was die Stelle in Jesaja 66, 7-9 für eine Aussage hat? Denn darauf gründet sich die Theologie der Christlichen Zionisten, dass Israel ein Recht hat auf diesen Staat, weil es so steht. Genauso wie sie sagen dass in Jeremia geschrieben steht, dass die Fischer und die Jäger kommen. Das ist die Grundlage der Bewegungen für die Alijah! Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören. Außerdem haben wir uns auch mit der Lehre des Dispensationalismus auseinandergesetzt und sind da anderer Meinung als Sie es schreiben. Dennoch, es wäre gut wenn Sie weiterhelfen könnten? Mit freundlichen Grüssen Hannelore Weitzel für alle.

Internationales Netzwerk der Versöhnung e.V.
International Network of Reconciliation
(a non profit Organisation)

Hannelore Weitzel intern-netzwerkderversoehnung@gmx.de



(Siehe auch den Diskurs1015; „Schma Jisrael - Höre, ISRAEL: Das Urteil Gottes über sein Volk.” - Was die Propheten wirklich über Israel sagen.)


Ich bedanke mich für Ihren Besuch bei Immanuel.at und Ihre freundlichen Worte. Ich hoffe, Sie haben jene Dokumente gelesen, in welchen ich meine Sicht in Bezug auf Israel und seine Verheißungen durch ihren und unseren Gott erkläre. Zur Sicherheit möchte ich aber hier meine diesbezüglichen Erkenntnisse aus der Schrift noch einmal zusammenfassen.

Israel ist seit zweitausned Jahren ohne Gott

Demnach hat Israel durch die Zurückweisung des Sohnes Gottes – ihres Messias' – vor fast 2000 Jahren vorerst einmal jeden Kontakt zu seinem Gott verwirkt. Damals hat Gott den Tempel und sein Volk Israel verlassen (Mt 27,47-51). Aus biblischer Sicht hat das Volk Israel seit seiner Ablehnung des Messias und in der Folge der Zerstörung des Tempels und damit des Opferaltars in Jerusalem, keine wie immer geartete Verbindung mehr zu seinem Gott. Es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus – wodurch sie aber dann zu Christen werden – können Israeliten bis zur Wiederkunft des Herrn zum Antritt seiner Herrschaft im Tausendjährigen Friedensreich, nicht damit rechnen, dass ein göttliches Wort an sie gerichtet wird. Nachdem der Sohn Gottes von sich sagt:

Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6;

Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht.

1Jh 2,23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 1Jh 2,23;

Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen? 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,22-24;


und alle mosaisch gläubigen Israeliten Jesus Christus als den Sohn Gottes und ihren Herrn – ja sogar als ihren Messias – absolut ablehnen und ihn als Betrüger und Gotteslästerer bezeichnen, haben sie in der Zeit zwischen Tod bzw. Auferstehung des Herrn und seiner Wiederkunft keine Möglichkeit in eine Interaktion – sei es jetzt im Gebet oder mit Opfergaben – mit ihrem Gott zu treten. In Konsequenz der obigen Aussagen des Herrn sind sie daher auch seit fast zweitausend Jahren ein Gott-loses Volk und haben keine Sündenvergebung.

Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!»

Mt 23,32 Und ihr, macht nur das Maß eurer Väter voll! 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? 23,34 Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt 23,35 damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blut Abels, des Gerechten, bis zu dem Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt.

23,36 Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen. 23,37 Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! 23,38 Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen; 23,39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!» Mt 23,32-39;


Erst beim Kommen des Herrn zum Antritt seiner Herrschaft im Tausendjährigen Friedensreich, wenn er Israel aus aller Welt sammeln wird und sie auf ihn blicken und bitter über den weinen werden, den sie am Kreuz durchbohrt haben (Off 1,7; Mt 24,30; Sach 12,10), wird Israel wieder mit seinem Gott versöhnt und unter seinem König David (Jer 30,8-9; Hes 34,23; Hos 3,4-5) das „Haupt unter den Nationen” (Jer 31,7; 2Sam 22,44; Ps 18,44) – also eine Weltmacht – auf Erden werden.

Und genau von dieser Zeit am Beginn des Millenniums – des tausendjährigen Friedensreiches unseres Herrn Jesus Christus – spricht auch die im obigen Kommentar von Frau Weitzel zitierte Bibelstelle aus Jes 66,7-9. In der Schlacht von Harmagedon, von der Jesaja im Vers unmittelbar davor, in Jes 66,6 spricht, wird der Herr seine Feinde vernichten, und ***danach***(!!!) werden die Erlösten aus Israel von ihrem Gott zurückgeführt werden in ihr verheißenes Land. Das ist die neue Geburt Israels, die neue Geburt Zions.

Siehe, ich wende ihr Frieden zu wie einen Strom und die Herrlichkeit der Nationen wie einen überflutenden Bach.

Jes 66,6 Schall eines Getöses von der Stadt her! Schall aus dem Tempel! Schall vom HERRN, der Vergeltung übt an seinen Feinden! 66,7 Ehe sie Wehen hatte, hat sie geboren; ehe Geburtsschmerzen sie ankamen, wurde sie von einem Knaben entbunden. 66,8 Wer hat so etwas je gehört, wer hat dergleichen je gesehen? Wird ein Land an einem einzigen Tag zur Welt gebracht oder eine Nation mit einem Mal geboren? Denn Zion bekam Wehen und gebar auch schon seine Söhne. 66,9 Sollte ich zum Durchbruch bringen und dann nicht gebären lassen? spricht der HERR. Oder sollte ich gebären lassen und dabei den Schoß verschließen? spricht dein Gott. 66,10 Freut euch mit Jerusalem und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Frohlockt mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt! 66,11 Damit ihr saugt und euch sättigt an der Brust ihrer Tröstungen, damit ihr schlürft und euch labt an der Fülle ihrer Herrlichkeit. 66,12 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich wende ihr Frieden zu wie einen Strom und die Herrlichkeit der Nationen wie einen überflutenden Bach. Und ihr werdet saugen. Auf den Armen werdet ihr getragen und auf den Knien geliebkost werden. Jes 66,6-12;


(Siehe auch Kapitel 10: „Das Millennium”)


Das Israel Gottes im Millennium wird „an einem einzigen Tag zur Welt gebracht” und Gott wird ihnen Frieden zuwenden wie einen Strom. Das heutige, von Menschen gegründete Israel, hat nach mehr als 60 Jahren noch immer keinen Frieden. Und wie aus den Ereignissen der letzten Tage zu erkennen ist, will Israel ja gar keinen Frieden. Im Ostteil Jerusalems – also auf jenem Gebiet, welches nach der Besetzung Palästinas durch die Israelis den Palästinensern zum Aufbau ihrer Hauptstadt zugestanden wurde, hat Israel ohne jede Rücksicht selbst Siedlungsbau betrieben. Auf Protest der Palästinenser und Druck der USA wurde Ende 2009 ein Baustopp verhängt.

Doch ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der US-Vizepräsident Joe Biden nach Jerusalem kam, um mit Israel und den Palästinensern über ein Friedensabkommen zu verhandeln, hat der israelische Außenminister Avigdor Liebermann angekündigt, dass der Siedlungsbau im palästinensischen Ostjerusalem doch wieder fortgesetzt wird. Und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu – der vor einigen Jahren von ebendiesem Amt wegen Korruption zurücktreten musste, doch nun wieder gewählt wurde – hat sogar bei seinem heutigen (23.3.2010) Besuch in den USA verkündet, dass Israel vor 3000 Jahren diese Stadt gebaut hat und sie nun weiterbauen wird. Und nach dieser Feststellung hat er mit typisch jüdischer Chuzpe den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas zu neuen „Friedens”-verhandlungen eingeladen. Im anschließenden Gespräch mit US-Präsident Barack Obama dürfte dann auch diesem klar geworden sein, dass Israel in Wahrheit keinen Frieden will – Obama hat Netanjahu bei der Verabschiedung nicht einmal mehr die Hand gereicht.

Und ein Jahr darauf, Ende Februar 2011, hat Netanjahu auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel vor den Kopf gestoßen. Wie die israelische Tageszeitung "Haaretz" berichtet, hat der Premierminister im Kanzleramt angerufen, um sich darüber zu beklagen, dass Deutschland im Uno-Sicherheitsrat einem Resolutionsentwurf zugestimmt habe, der Israels Siedlungspolitik verurteilen sollte. Darüber sei er sehr enttäuscht, soll Netanjahu gesagt haben. Merkels Reaktion sei heftig gewesen, schreibt "Haaretz" und beruft sich dabei auf einen hochrangigen Vertreter der Bundesregierung. "Was erlauben Sie sich", habe die Kanzlerin Netanjahu angefahren, heißt es. "Sie sind derjenige, der uns enttäuscht hat." Er habe nicht das Geringste dafür getan, um dem Frieden näherzukommen, wird Merkel zitiert. Auch hier ist wieder die typisch jüdische Chuzpe und insbesondere auch die biblisch dokumentierte Halsstarrigkeit der Juden zu erkennen. Netanjahu tut damit weder sich noch seinem Land etwa Gutes. Nachdem Israel von allen seinen Nachbarn bereits gehasst wird, hat Netanjahu nun auch die einzigen beiden Länder, welche Israel seit 60 Jahren unterstützen - nämlich die USA und Deutschland zutiefst verärgert.  

Ob damit auch die jährliche Subvention Israels durch die USA mit 2,7 Milliarden Dollar gestrichen ist? Wohl kaum. Dafür sorgen schon die mächtigen jüdischen Banken wie Rothschild, Rockefeller, Israel Moses Seif, Khun Loeb, Lehmann, Goldman Sachs, Warburg, Lazard Brothers. Genau diese Banken sind übrigens auch ua. Eigentümer der FED (Federal Reserve Bank), der US-amerikanischen Notenbank (Zentralbank), welche – als weltweites Unikum – keinesfalls „Federal”, also im Staatbesitz, sondern im Privatbesitz (!!) eben dieser jüdischen Bankiersfamilien ist. Einige dieser Namen haben ja gerade in letzter Zeit im Zuge der, die Weltwirtschaftskrise auslösenden Immobilienkrise in den USA und der Rettung dieser Banken durch Hunderte Milliarden Dollar vom US-amerikanischen Steuerzahler traurige Berühmtheit erlangt. Doch das ist nicht das Einzige, was die FED dem US-amerikanischen Steuerzahler abverlangt. Nachdem sie ja auch für den Druck der Banknoten zuständig ist, kassiert sie auch da recht ungeniert, wie im Dossier: „Die Akte FED” zu lesen ist:

Das „Komitee des offenen Marktes” (FOMC) der FED produziert sogenannte Federal Reserve Noten (die Dollarscheine). Diese Noten werden dann in Form von Obligationen (Schuldverschreibungen) der US-Regierung verliehen, welche der FED als Sicherheit dienen. Die Obligationen werden durch die zwölf regionalen FED-Banken gehalten, welche wiederum die jährlichen Zinsen darauf beziehen. 1992 betrug die Summe solcher Obligationen bereits USD 5’000’000’000’000 und die Zinsen welche die US Regierung und in letzter Konsequenz die US-amerikanische Bevölkerung – finanziert durch Steuergelder – bezahlt, fließt direkt in die Taschen der Besitzer der FED und damit zu den internationalen mächtigen privaten Bankiers. Der Zinsbetrag ist unterdessen auf mehrere Hundert Milliarden US Dollar angewachsen.

You Tube: Die Herrschaft der Zentralbanker, Die Wahrheit über die FED – ZDF

(Siehe auch Diskurs 98: „Das fünfte Königreich im Traum des Nebukadnezar: Amerika?”)


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Eine israelische Siedlung bei Ostjerusalem.
Im Vordergrund die israelische Absperrmauer (8 m hoch, ca. 350 km lang).


Dieses Verhalten der Israelis gegenüber den Palästinensern ist nur dann verständlich, wenn man weiß, dass das heutige Israel schon lange nicht mehr das „Volk Gottes” ist und daher auch nicht von Gott „gesammelt” wurde. Die Sammlung durch Gott wird durch seinen Sohn Jesus Christus – und nicht durch einen Theodor Herzl – erfolgen. Ihr Messias – unser Herr Jesus Christus – wird den Überrest Israels nach der Schlacht von Harmagedon aus aller Welt sammeln und sie ins Land Israel bringen. Er wird ihnen ihren König David wiedererwecken und erst dann - im Millennium - wird Israel „Haupt unter den Nationen” (Jer 30,8-9 31,7) – also eine Weltmacht – werden.

Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von dem äußersten Ende der Erde

Jer 31,7 Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzt über das Haupt der Nationen! Verkündet, lobsingt und sprecht: Gerettet hat der HERR sein Volk, den Überrest Israels! 31,8 Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von dem äußersten Ende der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende, sie alle zusammen; als eine große Volksversammlung kehren sie hierher zurück. 31,9 Mit Weinen kommen sie, und unter Flehen führe ich sie. Ich bringe sie zu Wasserbächen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht stürzen. Denn ich bin Israel wieder zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener. Jer 31, 7- 9;

Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt.

Sach 12,10 Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint. Sach 12,10;


(Siehe auch Kapitel 07: „Die Schlacht von Harmagedon: Das Geschick Israels wird gewendet.”)


Weil aber die Israelis die Schriften des Neuen Testaments ablehnen und sie daher nicht kennen, werden diese Prophezeiungen der Schrift in Israel und auch in manchen christlichen Denominationen immer wieder auf die Gegenwart bezogen. Denn wie so oft, wollen die Israeliten nicht warten, bis ihr Gott die Zeit für gekommen hält, sondern sie wollen die Sache beschleunigen und selbst etwas „nachhelfen”. So verkündete Rabbi Emmanuel Rabinovich bereits kurz nach der Gründung des Staates Israel, am 12. Januar 1952 der Welt:

Unser Endziel ist die Entfachung des Dritten Weltkrieges, der bezüglich Zerstörungen alle früheren Kriege übertreffen wird. (…) Dieser Krieg wird unseren Kampf gegen die Gojim für alle Zeiten beenden. (…) Dann wird unsere Rasse unangefochten die Welt beherrschen.”

(Siehe auch die komplette Ansprache von Rabbi Rabinovich über die Pläne für die jüdische Weltherrschaft:
„Rabbi Rabinovichs Ansprache über die jüdische Weltherrschaft.”)


Doch das Israel Gottes ist noch in weiter Ferne und die heutigen Bewohner Israels sind bis auf wenige Ausnahmen (Messianische Juden, jüdische Christen) in der Mehrheit ebenso gottlos wie die sie umgebenden Nationen, bei denen mit „Allah” (das arabische Wort für „Gott”) ein von Mohammed erfundener Götze angebetet wird, der im Koran gebietet, die Ungläubigen 

–  zu verfolgen (4. Sure 105)

–  zu bekämpfen (8. Sure 40; 9. Sure 3, 12, 29; 48. Sure 17)

–  zu töten und zu kreuzigen (5. Sure 34)

–  ihnen die Köpfe abzuschlagen (8. Sure 13; 47. Sure 5).


Im Gegensatz dazu will der lebendige, wahre und einzige Gott der Bibel, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Gott will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

1Tim 2,3 Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, 2,4 welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 2,5 Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, 2,6 der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. 1Tim 2, 3- 6;


Die Staatengründung Israels im Jahre 1948, welche fälschlich oft als „Sammlung Israels durch seinen Gott” gedeutet wird, findet daher in der Bibel keine wie immer geartete Berechtigung. Diese Auffassung wird auch von den orthodoxen Juden in der Diaspora vertreten, wie die folgende Aussage des Oberrabbiners Moishe Arie Friedmann der glaubenstreuen orthodoxen Juden in Wien bestätigt:

„Unter Benutzung des Holocaust wurde der Staat Israel mit Gewalt gegründet, was dem Willen Gottes widerspricht (Hos 1,7). Als glaubenstreue Juden nehmen wir das uns von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora auf uns. Die Gründung des Staates Israel hat den Juden aber nicht nur auf dieser religiösen Ebene geschadet, die Mittel und Methoden, mit denen Israel zur Sicherung seiner Existenz gegen die Palästinenser vorgeht, schaden allen Juden weltweit und rufen neuen Antisemitismus hervor. Für die glaubenstreuen Juden ist jedoch klar, dass die Diaspora das uns von Gott auferlegte Schicksal bis zum Kommen des Messias ist.”


Den von den Israelis völlig grundlos ausgelösten zweiten Libanonkrieg im Jahre 2006, wo der Libanon durch das israelische Militär mit Kampfjets, Bomben und Granaten angegriffen wurde, ganze Städte zerstört und hunderte Zivilisten getötet wurden, hat Oberrabbiner Friedmann wie folgt kommentiert:

„Meine volle Solidarität und Unterstützung für das libanesische Volk und seine Widerstandskämpfer, allen voran die Hisbollah und ihren Führer Sheikh Hasan Nasrallah, hat Verwunderung und Diskussionen ausgelöst. Ich möchte deshalb klarstellen: Wir haben es hier einerseits mit einem Staat (Libanon) zu tun, dessen Souveränität ohne jeden Grund verletzt wird, sowie eine schiitische Widerstandsbewegung (Hisbollah), deren Existenzrecht unbestreitbar ist, und andererseits mit dem zionistischen Regime (Israel), das weder biblisch noch historisch ein Existenzrecht hat und sowohl völkerrechtlich als auch nach den Grundsätzen unserer jüdischen Religion über keinerlei Legitimation verfügt. Wir beten und hoffen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es zu einem echten Frieden im Nahen Osten kommen wird, vor allem im Heiligen Land, und für eine Beendigung des Blutvergießens unschuldiger Menschen, seien es Christen, Muslims oder Juden. Wir beten für Frieden und Gerechtigkeit im Libanon, Bagdad, Teheran und für ganz Palästina mit einem vom Zionismus befreiten Jerusalem.”

Moishe Arye Friedman, Oberrabbiner der Orthodoxen Antizionistischen Jüdischen Gemeinde in Wien.

(Siehe auch Diskurs 46: „Stellungnahme von Oberrabbiner M. A. Friedmann, Wien.”)


Unter den Toten dieses Krieges befanden sich auch 4 UNIFIL-Offiziere (ein Chinese, ein Finne, ein Kanadier und ein Österreicher), welche seit Jahren im Sperrgebiet zwischen Israel und dem Libanon die Grenzen überwachten. Bei diesem Angriff der Israelis auf den Libanon schoss das israelische Militär auch immer wieder Granaten in die unmittelbare Nähe dieses Beobachtungspostens der UNO. Der österreichische UNO-Offizier hat dann insgesamt 10 (!) Mal das israelische Militär angefunkt, sie mögen doch bitte nicht so nahe zum Posten zielen. Ein elftes Mal konnte er leider nicht mehr funken, da eine israelische Granate den Posten voll getroffen und die 4 Leute getötet hat. Eine Aufklärung wurde versprochen, ist aber bis heute nicht erfolgt. Die UNO hat lieber 4 Tote aus ihren Mitgliedsländern in Kauf genommen, als Israel den Prozess zu machen.

Und eine ähnliche Situation gibt es heute mit dem Iran. Es wird vermutet, dass Teheran entgegen dem Atomwaffensperrvertrag von 1970 eine Atombombe baut. Nachdem Israel befürchtet, das erste Ziel einer solchen iranischen Waffe zu sein, haben sie vor kurzer Zeit verkündet, wenn die USA die Urananreicherungsanlagen im Iran nicht bombardiert und vernichtet, werden sie das selbst tun. Und hier ist es leicht möglich, dass Israel zu diesem Zweck eine von seinen 200 (!!) – ebenfalls entgegen dem Atomwaffensperrvertrag, jedoch mit stillschweigender Billigung der internationalen Staatengemeinschaft – gebauten Atombomben benutzt, um den Erfolg zu garantieren. Und wie beim Libanonkrieg, wird die UNO wahrscheinlich auch hier beide Augen zudrücken und behaupten es wäre Selbstverteidigung gewesen – auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Angriff des Irans erfolgt wäre und damit die Frage unbeantwortet bliebe, ob Teheran – wenn sie denn tatsächlich die Bombe bauen – einen solchen Schritt jemals riskiert hätte.


Israel im Lichte der Bibel.


Nach dem Alten Testament

Gott hat sein Erbarmen vom Haus Israel völlig weggenommen (Hos 1,6). Sie sind nicht mehr sein Volk (Hos 1,9). Nur das Haus Juda wird der Herr retten. Doch nicht durch Krieg, sondern durch seinen Geist (Hos 1,7). Erst im Millennium, wenn der Sohn Gottes seine tausendjährige Herrschaft auf Erden angetreten hat, (Hos 2,1.20; Hes 34,25; Jes 2,4) wird sie der Herr wieder als sein Volk annehmen (Hos 2,25; Jer 31,27-28).

Nach dem Neuen Testament

Es ist Gottes Wille, dass wir auf seinen Sohn hören (Mt 17,5). Dieser Sohn Gottes hat uns gesagt, dass jeder, der ihn verwirft, auch Gott verwirft (1Jh 2,23; Lk 10,16; Jh 5,22-23.15,23). Das heutige Volk Israel leugnet den Sohn Gottes und beschimpft ihn als Betrüger und Gotteslästerer. Durch diese Leugnung des Sohnes hat Israel auch den Vater verworfen und ist somit ein Gott-loses Volk. (Jh 8,24)


Die "Israelfreunde" in den christlichen Gemeinden verkaufen daher ihr Erstgeburtsrecht als Jünger Christi gegen das Linsengericht eines Erfüllungsgehilfen von gottlosen Betrügern. - Es gibt für Israel keine geistliche Umkehr zu ihrem Gott und keine gottgewollte Rückkehr in ihr Land, es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus!! (Mt 23,38-39; Gal 5,4) - (Siehe auch Diskurs 111)




Sagt die Bibel, dass der Antichrist ein Jude sein wird?

Um aber wieder auf die Staatengründung Israels zurückzukommen: diese „Sammlung 1948”, die weiter oben, im Kommentar von Frau Weitzel erwähnte „Alijah” (hebr. für die Einwanderung von – meist europäischen – Juden seit 1948 nach Palästina) hat atheistische Juden aus der ehemaligen Sowjetunion und der ganzen Welt zusammengebracht und ist daher nicht durch Gott erfolgt, sondern war das Werk von Theodor Herzl und seinen Zionisten, welche – wie so oft in der Geschichte Israels, wenn sie von ihrem Gott abgefallen sind (z.B. Berg Horeb/Sinai) – den Zeitpunkt Gottes nicht abwarten wollten und sich selbst wieder ein „goldenes Kalb” - den Staat Israel – gemacht haben.

Unser Herr Jesus Christus hat ihnen schon zu seinen Lebzeiten gesagt, dass die, welche nicht an den Sohn glauben auch den Vater nicht haben und damit - in der doppelten Bedeutung des Wortes - „Gott-los” sind. Sofern sie sich nicht zu Jesus Christus bekehrt haben, sind sie seit fast zweitausend Jahren ohne Vergebung und in ihren Sünden gestorben. Damit werden sie alle - sowohl nach christlichem als auch nach mosaischem Gesetz - in die ewige Verdammnis fahren.

Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht.

1Jh 2,23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 1Jh 2,23;

Jh 15,23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. Jh 15,23;

Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es (der Messias) bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen? 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,22-24;


Und als die Juden damals empört meinten, sie hätten doch Gott zum Vater, offenbarte ihnen der Herr, dass sie in Wahrheit aus ihrem Vater, dem Teufel sind und die Begierden ihres Vaters tun wollen. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist, sondern nur Lüge.

 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.

Jh 8,41 Ihr tut die Werke eures Vaters. Sie sprachen nun zu ihm: Wir sind nicht durch Hurerei geboren; wir haben einen Vater, Gott. 8,42 Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. 8,43 Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. 8,44 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. 8,45 Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 8,46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? 8,47 Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. Jh 8,41-47;


Nachdem sich daher Satan bereits in der Vergangenheit – vor fast 2000 Jahren – seiner Nachkommen unter den Juden bedient hat, um mit Lug und Trug das jüdische Volk seines Messias' zu berauben und ihn von den Römern kreuzigen zu lassen, wäre es naheliegend, dass der Teufel auch in der Zukunft seinen eigenen falschen Messias, den Antichristen, aus der Schar seiner jüdischen Söhne erwählen wird. Auch der Stammbaum des Antichristen (grie: anti= Gegen- aber auch Anstattchristus) wird – wie der unseres Herrn Jesus Christus – vermutlich auf David zurückgehen und er wird behaupten der echte „Messias” zu sein und Jesus Christus als Betrüger und Gotteslästerer hinstellen. Etwas, was die Juden ja schon immer gesagt haben.

Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. - Er ist des Todes schuldig.

Mt 26,63 Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester sagte zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes! 26,64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. 26,65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. 26,66 Was meint ihr? Sie aber antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. 26,67 Dann spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten; einige aber schlugen ihn ins Gesicht. Mt 26,63-67;


Der Teufel wird sich als "Gottvater" ausgeben und seinem wiedererweckten Sohn, dem dämonischen Antichristen, seine eigene Kraft und große Macht geben (Off 13,2). Und dieser falsche Messias wird mit großen Zeichen und Wundern der Lüge auftreten (2The 2,9), welche gerade die Juden – aber leider auch viele christliche Denominationen – als den Beweis seiner Echtheit ansehen werden. Er wird den Juden die Weltherrschaft versprechen und sie mit der Macht und Kraft des Satans auch durchsetzen.

Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr (die Juden) aufnehmen.

Jh 5,43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. Jh 5,43;

Das ist der Antichrist, der leugnet, dass Jesus der Christus ist.

1Jh 2,22 Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 1Jh 2,22;


(Siehe auch Diskurs 86: „Der erste und der zweite Antichrist.”)


Bereits vor 2000 Jahren hat Satan, dem alle Macht über die Reiche dieser Welt übergeben ist, unseren Herrn Jesus Christus versucht, indem er ihm die Weltherrschaft angeboten hat, wenn er ihn, den Satan, anbeten würde.

Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben.

Lk 4,5 Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. 4,6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie. 4,7 Wenn du nun vor mir anbeten willst, soll das alles dein sein. 4,8 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.» Lk 4, 5- 8;


Doch der Sohn Gottes, der echte Messias, hat dieses Ansinnen mit den Worten «Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.» (5Mo 6,13 10,20) zurückgewiesen. Der falsche Messias jedoch wird dieses Angebot gerne annehmen, um damit der ganzen Welt zu beweisen, dass er der "echte Messias", der "Sohn Gottes" sei und damit die Prophezeiungen der Schrift auf die Herrschaft des Messias angeblich erfüllt werden. Er wird auch und gerade jene Verheißungen erfüllen, welche Israel als  "Haupt unter den Nationen" vorhersagen. Doch alle diese Prophezeiungen sind auf das Tausendjährige Reich des Sohnes Gottes in ferner Zukunft bezogen. Es ist also ein totales Plagiat der biblischen Prophezeiungen, welches Satan und der Antichrist der Welt hier vorgaukeln werden.

Und so hat der weiter oben zitierte Rabbi Emanuel Rabinovich, der zwar "von unten" ist, wie unser Herr auch den Rabbinern und Schriftgelehrten seiner Zeit offenbart hat (Jh 8,23-24) - oder aber gerade deswegen - in seiner Ansprache über die Pläne für die jüdische Weltherrschaft anscheinend tatsächlich die Wahrheit gesagt, als er meinte, dass Israel (mit Hilfe des falschen Christus') eine Weltmacht werden wird:

Unser Endziel ist die Entfachung des Dritten Weltkrieges, der bezüglich Zerstörungen alle früheren Kriege übertreffen wird. (…) Dieser Krieg wird unseren Kampf gegen die Gojim für alle Zeiten beenden. (…) Dann wird unsere Rasse unangefochten die Welt beherrschen.”

(Siehe auch die komplette Ansprache von Rabbi Rabinovich über die Pläne für die jüdische Weltherrschaft:
„Rabbi Rabinovichs Ansprache über die jüdische Weltherrschaft.”)


Doch im Unterschied zum Millennium, wo Gott Israel seinen Ruhm verheißt: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen” (Sach 4,6), wird der Antichrist gemeinsam mit Israel und seinen Verbündeten die Welt mit Kampf und Krieg unterjochen und alle Nichtjuden zu Sklaven machen, wie das Rabinovich in seiner Ansprache auch prophezeit.

Alle jene echten Christusgläubigen, welche ihre Bibel kennen und diesen Betrug durchschauen und diesen falschen Christus ablehnen, werden von den übergelaufenen "Geschwistern" und sogar von der eigenen Familie verfolgt, gefangengenommen und sogar getötet werden.

Denn sie werden euch an Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln;

Mt 10,16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben. 10,17 Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch an Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln; 10,18 und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zum Zeugnis. 10,19 Wenn sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 10,20 Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet. 10,21 Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zu Tode bringen. 10,22 Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. Mt 10,16-22;

Die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans.

Off 2,8 Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde: 2,9 Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut - du bist aber reich - und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans. 2,10 Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Bedrängnis haben zehn Tage. Sei treu bis zum Tod! Und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben. Off 2, 8-10;


Und dass es sich hier nicht um die Juden handeln wird, welche weltweit gehasst und verfolgt werden, wie das viele Ausleger – insbesondere jüdische – sehen wollen, bestätigt die Aussage des Herrn hier oben, in Mt 10,22: „Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen.” Um des Namens des Herrn (Christus=Messias) willen können in dieser Zeit dann wohl nur die Christen gehasst werden und nicht die Juden, welche überdies diesen Christus ja nie anerkannt haben und ihn bis heute als Betrüger und Gotteslästerer bezeichnen, der nach dem jüdischen Talmud (Teil der Torah, der jüdischen heiligen Schriften) "in der Hölle schmort".

Auch den jüdischen Schriftgelehrten und Pharisäern hat unser Herr dies noch zu seinen Lebzeiten prophezeit:

Ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln.

Mt 23,29 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr baut die Gräber der Propheten und schmückt die Grabmäler der Gerechten 23,30 und sagt: Wären wir in den Tagen unserer Väter gewesen, so würden wir uns nicht an dem Blut der Propheten schuldig gemacht haben. 23,31 So gebt ihr euch selbst Zeugnis, daß ihr Söhne derer seid, welche die Propheten ermordet haben. 23,32 Und ihr, macht nur das Maß eurer Väter voll! 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? 23,34 Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt, 23,35 damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blut Abels, des Gerechten, bis zu dem Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt. 23,36 Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen. Mt 23,29-36;


Diese Propheten, Weisen und Schriftgelehrten, welche der Herr senden wird, sind die christlichen Prediger, Evangelisten und Bibellehrer der Endzeit, welche von den Juden verfolgt, in ihren Synagogen gegeißelt und einige von ihnen getötet werden. Doch der Herr gibt uns zu diesen - für Christen - düsteren Prophezeiungen auch ermunternde Worte und bestätigt gleichzeitig unten, im Vers Jh 15,23, mit dem Hinweis: „Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater”, dass die Juden, die ihn seit fast 2000 Jahren hassen, damit auch Gott, den Allmächtigen hassen, daher keinen Gott haben und seitdem ein Gott-loses Volk sind.

Wenn die Welt euch haßt, so wißt, daß sie mich vor euch gehaßt hat.

Jh 15,18 Wenn die Welt euch haßt, so wißt, daß sie mich vor euch gehaßt hat. 15,19 Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihre lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. 15,20 Gedenkt des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. 15,21 Aber dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. 15,22 Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde. 15,23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. Jh 15,18-23;

Ich kenne deine Bedrängnis und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans.

Off 2,8 Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde: 2,9 Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut - du bist aber reich - und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans. 2,10 Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Bedrängnis haben zehn Tage. Sei treu bis zum Tod! Und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben. 2,11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod. Off 2, 8-11;


Wenn diese Interpretation richtig ist, wird das Auftreten des Antichristen genau so sein, wie sich die Juden das Erscheinen des Messias immer vorgestellt haben: alle Nationen – die "Gojim" (Nichtjuden) – werden besiegt sein und die jüdische Rasse wird mit dem Messias unangefochten die Welt beherrschen. Nur wird dieser "Messias" nicht der echte Messias sein, der im Tausendjährigen Friedensreich in Frieden und Gerechtigkeit mit Israel als „Haupt unter den Nationen” (Jer 31,7) regieren wird, sondern der Antichrist, der als falscher Messias in der Großen Trübsal mit Krieg und Gewalt die Welt beherrschen wird.

Doch von einem Antichristen wissen die Juden ja nichts, weil sie das Neue Testament ablehnen und daher nicht kennen (Dan 9,27; Jes 28,14-15; Röm 11,25-26). Daher werden auch die Prophezeiungen auf dieses Tausendjährige Friedensreich des Sohnes Gottes – auch und insbesondere jene im Alten Testament – von bestimmten Auslegern unterschlagen oder uminterpretiert. Man kann schließlich keine Prophezeiungen auf ein Millennium in der Zukunft brauchen, wenn man die Erfüllung dieser Prophezeiungen bereits seit 1948 mit der "Sammlung Israels" vortäuschen will.

(Siehe auch Diskurs 66: „Der Amillennialismus: Ist das Tausendjährige Friedensreich eine Fiktion?”)

(Siehe auch Diskurs 1014: „Die Jüdische Anti-Diffamations-Liga schreibt das Neue Testament um.”)


Die mosaische Religion wird dann mit der Unterschiebung eines falschen Gottes und eines falschen Messias' in Israel und weltweit zur Staatsreligion erklärt. Die Prophezeiungen des Alten Testaments auf den Messias werden durch die Macht und Kraft des Satan realisiert und das Neue Testament wird als "Werk von Betrügern" weltweit verboten werden. Der Tempel in Jerusalem wird wieder aufgebaut und der Antichrist wird sich in den Tempel setzen und sich als "Gott" ausgeben. Und „alle die auf der Erde wohnen” werden diesen falschen Messias anbeten.

Und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen.

Off 6,2 Und ich sah: und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen. Off 6, 2;

Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten.

Off 13,8 Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, jeder, dessen Name nicht geschrieben ist im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an. Off 13,8;

So daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei.

2The 2,3 Daß niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; 2,4 der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei. 2The 2, 3- 4;


In Off 13,11 erfahren wir dann von einem zweiten Tier, welches Johannes aus der Erde aufsteigen sah. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm und redete wie ein Drache. Und es übte die ganze Macht des ersten Tieres – des falschen Messias' – vor ihm aus. Wie wir dann dem weiteren Text entnehmen können, ist es dieses zweite Tier, welches die Menschen der ganzen Welt dazu bringt, den falschen Messias anzubeten. Über die Identität dieses zweiten Tieres sind sich die Ausleger bis heute nicht einig. Manche wollen in ihm einen politischen Herrscher sehen, andere wieder sehen gerade in ihm den Antichristen und nicht in dem ersten Tier.

Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, es veranlaßt die Erde und die auf ihr wohnen, daß sie das erste Tier anbeten.

Off 13,11 Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm, und es redete wie ein Drache. 13,12 Und die ganze Macht des ersten Tieres übt es vor ihm aus, und es veranlaßt die Erde und die auf ihr wohnen, daß sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde. 13,13 Und es tut große Zeichen, daß es selbst Feuer vom Himmel vor den Menschen auf die Erde herabkommen läßt; 13,14 und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, wegen der Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben wurde, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dem Tier, das die Wunde des Schwertes hat und wieder lebendig geworden ist, ein Bild zu machen. 13,15 Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres Odem zu geben, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. 13,16 Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, daß man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt; 13,17 und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. 13,18 Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666. Off 13,11-18;

(Siehe auch Diskurs 20: „Der Antichrist: das erste oder das zweite Tier aus Off 13?”)


Hier zeigt es sich, dass eine einseitige Betrachtungsweise nur aus der Sicht der Offenbarung tatsächlich den Blick auf das Wesentliche erschwert. Wenn wir aber dabei bleiben, dass alle diese Geschehnisse rund um den falschen Messias der Versuch des Satans sind, Gott in seinem Handeln nachzuäffen (Luther bezeichnete den Satan deswegen auch als „Affen Gottes”), dann müssen wir diese Prophezeiungen gemeinsam mit den diesbezüglichen Aussagen der Evangelien und darüber hinaus auch des Alten Testaments betrachten. Und da finden wir beim Propheten Maleachi, in Mal 3,23-24, einen wichtigen Hinweis auf ein bestimmtes Kennzeichen beim Erscheinen des Messias.

Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare.

Mal 3,23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. 3,24 Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage. Mal 3,23-24;


Bevor der große Tag des Herrn kommt, wird Gott den Propheten Elia, welcher nicht gestorben, sondern in den Himmel aufgefahren ist (2Kg 2,11), senden, um in Israel die Väter mit den Söhnen und die Söhne mit den Vätern zu versöhnen und zu ihrem Gott zu bekehren. Genau diese Prophezeiung hat auch die Schriftgelehrten im Israel zur Zeit Jesu immer wieder beschäftigt und so war es auch die erste Frage, welche die Juden Johannes dem Täufer gestellt haben: Bist du der Elia?

Was taufst du denn, wenn du nicht der Messias bist, noch Elia, noch der Prophet?

Jh 1,22 Sie sprachen nun zu ihm: Wer bist du? Damit wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? 1,23 Er sprach: Ich bin die «Stimme eines Rufenden in der Wüste: Macht gerade den Weg des Herrn», wie Jesaja, der Prophet, gesagt hat. 1,24 Und sie waren abgesandt von den Pharisäern. 1,25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Was taufst du denn, wenn du nicht der Messias bist, noch Elia, noch der Prophet? 1,26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; mitten unter euch steht, den ihr nicht kennt, 1,27 der nach mir kommt, vor dem ich nicht würdig bin, den Riemen seiner Sandale zu lösen. Jh 1,22-27;


Johannes der Täufer hatte wahrheitsgemäß gesagt, dass er nicht der Messias sei, sondern, dass der Messias – Jesus Christus – bereits unter ihnen war. Aber auch die Jünger des Herrn wollten von diesem wissen, was es denn nun mit der Wiederkunft des Elia auf sich hatte.

Was sagen denn die Schriftgelehrten, daß Elia zuerst kommen müsse?

Mt 17,10 Und die Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, daß Elia zuerst kommen müsse? 17,11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt zwar und wird alle Dinge wiederherstellen. 17,12 Ich sage euch aber, daß Elia schon gekommen ist, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern an ihm getan, was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden. 17,13 Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach. Mt 17,10-13;


Die Antwort des Herrn enthält zwei wichtige Aussagen. Er bestätigt erst einmal die Vorhersage des Propheten Maleachi, dass Elia kommen soll. Doch dann sagt der Herr den Jüngern auch gleich, dass Elia schon gekommen ist, aber die Juden ihn nicht erkannt haben und mit ihm gemacht haben, was sie wollten. Und da verstanden die Jünger, dass er Johannes den Täufer gemeint hat, den König Herodes enthaupten ließ. Aber auch den Juden hat es der Herr offenbart, dass der Täufer der wiedergekehrte Elia war.

Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist Elia, der kommen soll.

Mt 11,13 Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes. 11,14 Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist Elia, der kommen soll. Mt 11,13-14;


Wir sehen also, dass die Wiederkunft des Propheten Elia und die Ankunft des Messias Hand in Hand gehen. Und wie nicht anders zu erwarten, hat auch Satan, der Drache, in seinem Plagiat dieser Ereignisse, dem falschen Messias einen Propheten – den falschen Propheten – zur Seite gestellt. Es ist das zweite Tier, das Johannes oben, in Off 13,11, aus der Erde aufsteigen sah, welches dann in Off 16,13; 19,20 und 20,10 auch als der falsche Prophet bezeichnet wird.

Aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten kamen drei unreine Geister.

Off 16,13 Und ich sah aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten drei unreine Geister kommen, wie Frösche; 16,14 denn es sind Geister von Dämonen, die Zeichen tun, die ausziehen zu den Königen des ganzen Erdkreises, sie zu versammeln zu dem Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen. Off 16,13-14;

Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet – der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat.

Off 19,20 Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet – der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild anbeteten – lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Off 19,20;

Der Teufel wurde geworfen in den Feuer- und Schwefelsee, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind;

Off 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. Off 20,10;


Damit haben wir den Nachweis, dass dieses zweite Tier ebenso wenig der Antichrist sein wird, wie Johannes der Täufer der Messias war. Es wird auch kein politischer Herrscher sein, sondern ebenso ein von Satan wiedererweckter Dämon, wie der Antichrist – der falsche Messias – selbst einer ist. Und ähnlich, wie es die Aufgabe des wiedergekehrten echten Propheten Elia sein wird, das Volk Israel zu seinem Gott und dessen Messias zu bekehren, ist es die Aufgabe dieses falschen Propheten, die Menschen der ganzen Welt zur Anbetung des falschen Messias', des ersten Tieres, zu bringen und sich ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn zu geben so dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat. Und alle Menschen, welche sich das Malzeichen nicht an die rechte Hand oder auf die Stirn geben lassen, weil sie auf den Sohn Gottes, den echten Christus warten, werden getötet werden.

Das Bild des Tieres redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.

Off 13,15 Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres Odem zu geben, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. 13,16 Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, daß man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt; 13,17 und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. 13,18 Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666. Off 13,15-18;


Von ihnen schreibt Johannes in Off 20,4, dass jene, welche um des Zeugnisses Jesu willen getötet worden sind, bei der Ersten Auferstehung, der Auferstehung der Märtyrer, wieder lebendig werden, um mit Jesus im Millennium als Priester zu herrschen.

Und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren.

Off 20,4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. Off 20, 4;


(Siehe auch Diskurs 08: „Die Sammlung Israels: bereits seit 1948 oder erst in der Endzeit?”.)




Die Israelbewegung in den christlichen Gemeinden

(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Müssen die Christen die Juden zur Errettung nach Israel bringen? / Internationales Netzwerk der Versöhnung 01, 2010-04-16)

(...) nochmals kommen wir auf Sie zu mit einer Bitte. Wo steht im Wort Gottes, dass wir als Christen Juden nach Israel bringen müssen, damit sie dort errettet werden können? In den letzten Jahren habe ich das immer wieder gehört und fast geglaubt! Bekannte Bibellehrer teilten öffentlich mit, dass sie keinen Auftrag hätten ihnen (den Juden, Anm. FH) das Evangelium zu bringen, sondern dass ihnen Gott gesagt habe, dass sie nach Israel gebracht werden müssten, von ihnen (den Christen). Deshalb hat man die Organisationen gegründet, weil Gott es ihnen sagte, sie zu gründen. Nun haben wir aber dann ein riesiges Dilemma wenn dem, von Gottes Wort her, nicht so ist!! Dann haben wir als Christen, Juden in den bevorstehenden Krieg und die anschließende Drangsalszeit gebracht und haben wieder Blut an den Händen, als Christen????? Das wäre ein riesiges Drama! Ich weiß mir nicht anders zu helfen im Moment, als Sie zu bitten uns öffentlich zu antworten. Bitte, geben Sie eine Antwort darauf und was getan werden sollte.

Internationales Netzwerk der Versöhnung e.V.
International Network of Reconciliation
(a non profit Organisation)

Hannelore Weitzel intern-netzwerkderversoehnung@gmx.de



Ja, dies ist tatsächlich ein immer größer werdendes Problem in den Gemeinden und Hauskreisen und viele Geschwister sehen das mit großer Betroffenheit. Neben anderen Hinweisen aus dem Kreis der Geschwister, habe ich gerade heute auch ein Mail von einem besorgten Bruder erhalten:

„Mein kurzes Anliegen. Ich bin so sehr besorgt über den Trend innerhalb der Gemeinde Jesu hin zum Judentum. Besonders in den charismatischen Kreisen. Oft denke ich, dort wird mehr von Israel gesprochen als von unserem Herrn Jesus.”

www.horst-koch.de


Um nun die obige Frage von Frau Weitzel auch richtig beurteilen zu können, muss man auch ihre Aussagen aus einem früheren Mail kennen:

„Sie können sich nicht vorstellen wie schwierig es sein kann, die Wahrheit zu finden, wenn man in Deutschland wohnt. Warum? Weil wir hier in unserem schönen Land eine Israelbewegung haben, die sich mit allem was sie hat und ist dafür einsetzt, zu lehren und zu glauben, dass Israel, so wie es jetzt ist, GOTTES Staatsgründung ist und war. Lange bin ich selbst dieser Täuschung oblegen. (...) Wir glaubten was man uns sagte, Israels Gründung heraus aus der Asche des Holocaust. Wir glauben, dass das sicherlich so war, dass jedoch die Staatsgründung, welche 1948 stattgefunden hat, wie wir dann endlich nach langer Suche nach der biblischen Wahrheit und der Hilfe vieler bibelkundiger Männer Gottes (u.a. auch Ihnen) erfahren haben, diese "Sammlung" NICHT Gottes Heimholung war und ist! Es hat uns erschüttert, denn wir wissen, dass die Alijah seitens der Christen die die Juden nach Israel bringen, nur stattfinden konnte, weil die Organisationen mit dem jetzigen Staat Israel einen Vertrag geschlossen haben, dass sie NICHT missionieren werden. Sie haben alle unterschreiben müssen, dass sie NIEMALS etwas von Christus erzählen werden. Sie hätten sonst NIEMALS die Erlaubnis von der Jewish Agency (Israelische Einwanderungsbehörde) bekommen, Juden aus all den Nationen nach Israel zu bringen!!”


Die Israelbewegung in den christlichen Gemeinden und der weltweite „Christian Zionism” (Christlicher Zionismus), führen leider viele Geschwister in die Irre. Wenn „christliche” Organisationen, welche Juden nach Israel bringen, dafür einen Vertrag unterzeichnen müssen, dass sie dort nicht missionieren dürfen, handeln sie damit eindeutig gegen das Gebot des Herrn in Mk 16,15 und sind daher unbiblisch und unchristlich!

Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Mk 16,15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Mk 16,15;


Und genauso wie der Zionismus eine rein politische Ideologie ist, wie etwa Kommunismus oder Sozialismus, und mit Religion – ob nun Judentum oder Christentum – rein gar nichts zu tun hat, sind auch diese Organisationen – auch wenn sie das Wort „christlich” in ihrem Namen führen – rein politische Organisationen und haben nicht nur mit dem Christentum überhaupt nichts zu tun, sondern agieren, wie in der Folge nachgewiesen wird, gerade entgegen den biblischen Grundsätzen der christlichen Lehre. Ihre Vertreter sind auch keine Männer Gottes, sondern Politiker, die die biblischen Aussagen herauspicken, wie sie es gerade brauchen und als „Wahlpropaganda” für ihre Organisation benutzen.

(Siehe auch Diskurs 1012: „Die Bibelzitate der ‘Israelfreunde’ – in der Bibel nachgeschlagen.”)


Dass die Juden im mosaischen Glauben, welche ihre Erkenntnis ausschließlich aus dem Alten Testament beziehen und das Neue Testament – ebenso wie unseren Herrn Jesus Christus(!) – ablehnen, von diesem Missionsgebot nichts wissen, ist einleuchtend. Man kann daher auch nicht den jüdischen Staat dafür verantwortlich machen, sondern es sind die Leiter und Vertreter dieser angeblich christlichen Organisationen, welche sich von jüdischen – und in letzter Zeit immer mehr auch deutschen – Predigern einreden lassen, dass gerade sie, als Deutsche, zu dieser Art von „Wiedergutmachung” verpflichtet wären.

Diese Organisationen – und alle, welche sie unterstützen und befürworten – handeln aber auch gegen ein weiteres Gebot unseres Herrn. Wenn Christen bei der Missionierung in ausländischen Staaten auf Widerstand stoßen und ihre Tätigkeit dort unwillkommen ist, hat uns der Herr eine einfache Regel hinterlassen, welche wir in so einem Fall befolgen müssen.

Auch den Staub, der uns aus eurer Stadt an den Füßen hängt, schütteln wir gegen euch ab;

Lk 10,10 In welche Stadt ihr aber gekommen seid, und sie nehmen euch nicht auf, da geht hinaus auf ihre Straßen und sprecht: 10,11 Auch den Staub, der uns aus eurer Stadt an den Füßen hängt, schütteln wir gegen euch ab; doch dies wißt, daß das Reich Gottes nahe gekommen ist. 10,12 Ich sage euch, daß es Sodom an jenem Tag erträglicher ergehen wird als jener Stadt. Lk 10,10-12;


Das gilt jetzt natürlich nicht nur für Israel, sondern für alle Staaten der Welt, wo Christen abgelehnt und verfolgt werden. Und somit liegt auch hier die Schuld wieder bei den Christen, welche – wie es scheint – die Bibel nicht kennen oder ganz einfach die Warnung des Herrn ignorieren, um hier offenbar irgendeinem persönlichen Erfolg hinterherzulaufen. Es stellt sich daher die Frage, ob diese Leute tatsächlich aus christlichen Motiven agieren – dann sollten sie die Bibel lesen und danach handeln – oder ob sie eher ganz persönliche, weltliche Motive haben und damit aber andere Geschwister mit in die Irre führen, wie das Frau Weitzel weiter oben schildert. Für diese Sicht spricht übrigens auch der Umstand, dass die von ihr erwähnten Bibellehrer verkünden, dass „ihnen Gott gesagt habe”. Derartige Behauptungen, die Gott Worte in den Mund legen, welche nicht der Bibel entnommen sind, sind unter rechtgläubigen Christen immer abzulehnen! Entweder es sind bewußte Unwahrheiten oder diese Worte stammen aus einer ganz anderen „Provenienz”.

Wenn wir nun die Sachlage aus der Sicht der Juden betrachten, müssen wir natürlich die Aussagen des AT heranziehen. Und hier kommen wir auf die konkrete Frage von Frau Weitzel zu sprechen:

„Wo steht im Wort Gottes, dass wir als Christen Juden nach Israel bringen müssen, damit sie dort errettet werden können?”


Um es gleich vorweg zu nehmen: das steht natürlich nirgends in der Bibel. Weder im Neuen Testament und schon gar nicht im AT. Doch was die Juden hier fälschlicherweise als Argument anführen, sind die Prophezeiungen der Bibel auf die echte Sammlung des Volkes Israel durch seinen Gott, am Beginn des Tausendjährigen Friedensreiches unseres Herrn Jesus Christus, am Beginn des Millenniums. Doch wie wir in der Folge sehen werden, kann man gerade diesen Schriftstellen entnehmen, dass Gott nicht in unserer Zeit, sondern erst zu diesem Zeitpunkt in der Zukunft das Geschick Israels wenden wird.

Der Herr wird das Geschick Judas und Israels wenden.

Jer 33,7 Denn ich will das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und will sie bauen wie im Anfang 33,8 und will sie reinigen von aller Missetat, womit sie wider mich gesündigt haben; und will ihnen vergeben alle Missetaten, womit sie wider mich gesündigt und gefrevelt haben. 33,9 Und das soll mein Ruhm und meine Wonne, mein Preis und meine Ehre sein unter allen Völkern auf Erden, wenn sie all das Gute hören, das ich Jerusalem tue. Und sie werden sich verwundern und entsetzen über all das Gute und über all das Heil, das ich der Stadt geben will. Jer 33, 7- 9;


Das heutige Israel ist weit davon entfernt, von aller Missetat gereinigt zu sein. Ebenso wie in allen anderen Staaten der Welt, ist auch in Israel Lüge und Unrecht weit verbreitet. Außerdem liegt es in der Natur der Sache, dass das Geschick Israels von Gott nur einmal gewendet wird und zwar am Beginn des Millenniums. Und wenn nur einmal, dann befindet sich Israel bis dahin weiterhin in seinen Missetaten, mit welchen sie gegen Gott sündigen und freveln. Erst an jenem Tag in der Zukunft wird Gott dem dann demütigen und geringen Überrest des Volkes Israel vergeben und sie brauchen sich ihrer Missetaten, mit denen sie den Bruch mit ihrem Gott vollzogen haben, nicht mehr zu schämen.

Der Rest Israels wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden.

Zeph 3,11 An jenem Tag brauchst du dich nicht mehr all deiner Taten zu schämen, durch die du den Bruch mit mir vollzogen hast. Denn dann werde ich deine hochmütigen Prahler aus deiner Mitte wegnehmen, und du wirst künftig nicht mehr überheblich sein auf meinem heiligen Berg. 3,12 Und ich werde in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen, und sie werden beim Namen des HERRN Zuflucht suchen. 3,13 Der Rest Israels wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden, und in ihrem Mund wird keine trügerische Zunge gefunden werden, sondern sie werden weiden und lagern, und niemand wird sie aufschrecken. Zeph 3,11-13;


Hier in Zeph 3,11-13 geht es vorerst einmal um jene Israeliten, welche nach dem Tag des Zornes Gottes in Israel selbst übriggeblieben sind. Weiter unten erfahren wir dann, wie der Herr die Übriggebliebenen seines Volkes in der ganzen Welt sammelt und zurückführt.

Der Herr hat die Schmach Zions weggenommen und seine Feinde abgewendet.

Zeph 3,14 Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! 3,15 Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen und deine Feinde abgewendet. Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst. 3,16 Zur selben Zeit wird man sprechen zu Jerusalem: Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht sinken! 3,17 Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein. 3,18 Wie an einem festlichen Tage nehme ich von dir hinweg das Unheil, dass du seinetwegen keine Schmach mehr trägst.  Zeph 3,14-18;

Der Herr wird die Zerstreuten sammeln und sie zu Ehren bringen unter den Völkern.

Zeph 3,19 Siehe, zur selben Zeit will ich mit allen denen ein Ende machen, die dich bedrängen, und will den Hinkenden helfen und die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet. 3,20 Zur selben Zeit will ich euch heimbringen und euch zur selben Zeit sammeln; denn ich will euch zu Lob und Ehren bringen unter allen Völkern auf Erden, wenn ich eure Gefangenschaft wenden werde vor euren Augen, spricht der HERR. Zeph 3,19-20;


Mit Zeph 3,14-18 haben wir einen wichtigen Hinweis dafür, dass der gesamte Kontext eine Prophezeiung auf die Endzeit darstellt. In Vers 15 heißt es „Der Herr, der König Israels, ist bei dir” ebenso in Vers 17: „Denn der Herr, dein Gott, ist bei dir”. Damit steht fest: die Aussagen in diesem Text beziehen sich auf die Umkehr und Sammlung des Volkes Israel am Beginn des Millenniums, wenn der Herr Jesus in Jerusalem König sein wird.

Auch die Verheißung: „Wie an einem festlichen Tage nehme ich von dir hinweg das Unheil, dass du seinetwegen keine Schmach mehr trägst” (Zeph 3,18) kann nicht in der Vergangenheit angesiedelt werden. Israel trägt bis heute seine Schmach, seinen Messias zurückgewiesen zu haben. Diese Schmach wird erst dann getilgt werden, wenn sie den Sohn Gottes, unseren Herrn Jesus Christus und ihren Messias mit den Worten begrüßen: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!”. Danach werden ihnen ihre Sünden von Gott vergeben und es wird der Geist der Gnade und des Gebets über sie ausgegossen. Sie werden den ansehen, den sie durchbohrt haben und um ihn klagen.

Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!»

Mt 23,38 Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen; 23,39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!» Mt 23,38-39;

Sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie um ein einziges Kind.

Sach 12,10 Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen. 12,11 Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem, wie die um Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo war. Sach 12,10-11;

Die Übriggebliebenen des Hauses David werden um den Durchbohrten klagen.

Sach 12,12 Und das Land wird klagen, ein jedes Geschlecht besonders: das Geschlecht des Hauses David besonders und die Frauen besonders, das Geschlecht des Hauses Nathan besonders und die Frauen besonders, 12,13 das Geschlecht des Hauses Levi besonders und die Frauen besonders, das Geschlecht Schimis besonders und die Frauen besonders; 12,14 so auch alle andern übriggebliebenen Geschlechter, ein jedes besonders und die Frauen besonders. Sach 12,12-14;


Und auch Hesekiel spricht von dieser Schmach der Israeliten und all ihrer Sünde, mit der sie sich an ihrem Gott versündigt haben, und verheißt, dass sie wieder in ihr Land gesammelt werden. Weiter unten, im Vers Hes 39,29 erkennen wir dann wieder den Bezug zur Endzeit. Es heißt dort: „Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen”. Bis heute ist das Angesicht ihres Gottes vor Israel verborgen und eine Decke hängt vor ihrem Herzen (2Kor 3,15; weiter unten) und sein Geist wirkt wohl unter den Heidenchristen, noch nicht aber im Volk Israel. Israel ist seit fast 2000 Jahren – und bis zur Wiederkunft ihres Messias' – ein Gott-loses Volk, weil sie den Sohn leugnen und dadurch auch den Vater nicht haben:

Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6;

Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht.

1Jh 2,23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 1Jh 2,23;

Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan.

2Kor 3,14 Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 3,15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 3,16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. 2Kor 3,14-16;

Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen.

Hes 39,26 Sie aber sollen ihre Schmach und alle ihre Sünde, mit der sie sich an mir versündigt haben, vergessen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen und niemand sie schreckt 39,27 und ich sie aus den Völkern zurückgebracht und aus den Ländern ihrer Feinde gesammelt und an ihnen vor den Augen vieler Heiden gezeigt habe, dass ich heilig bin. 39,28 Dann werden sie erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie unter die Heiden weggeführt habe und wieder in ihr Land sammle und nicht einen von ihnen dort zurücklasse. 39,29 Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR. Hes 39,26-29;


Die Befreiung von Sünde ist eine der Grundvoraussetzungen für die Ausgießung des Geistes. Der Geist Gottes kann nur dort seine Wirkung entfalten, wo die Sünde vergeben ist. Und die Sünde kann nur dort vergeben werden, wo sie vor Gott bekannt wird und das stellvertretende Opfer unseres Herrn Jesus Christus dafür dankbar in Anspruch genommen wird.

Dieser Zusammenhang ist für uns Heidenchristen seit fast zweitausend Jahren eine Glaubensgewissheit und ist Bestandteil unseres Glaubens. Durch die Ablehnung des Messias ist den Juden diese Sündenvergabe bis heute nicht zugänglich. Doch Gott verheißt, ihnen ihre Sünde „an einem Tag” wegzunehmen und ihrer Missetat nicht mehr zu gedenken. Es wird dies jener Tag sein, wo sie „den sehen werden, den sie durchbohrt haben, und um ihn klagen werden, wie man klagt um ein einziges Kind”, wie es auch oben in Sach 12,10-13 heißt.

Die Übriggebliebenen von Israel werden sich bekehren zu ihrem Gott.

Jes 10,20 Zu der Zeit werden die Übriggebliebenen von Israel und, was entkommen ist vom Hause Jakob, sich nicht mehr verlassen auf den, der sie schlägt, sondern sie werden sich verlassen auf den HERRN, den Heiligen Israels, in Treue. 10,21 Ein Rest wird sich bekehren, ja, der Rest Jakobs, zu Gott, dem Starken. Jes 10,20-21;

Den Übriggebliebenen wird ihre Sünde und Missetat vergeben.

Jer 50,19 Israel aber will ich wieder heim zu seiner Wohnung bringen, dass sie auf dem Karmel und in Baschan weiden und sich sättigen sollen auf dem Gebirge Ephraim und Gilead. 50,20 Zur selben Zeit und in jenen Tagen wird man die Missetat Israels suchen, spricht der HERR, aber es wird keine da sein, und die Sünden Judas, aber es wird keine gefunden werden; denn ich will sie vergeben denen, die ich übrigbleiben lasse. Jer 50,19-20;

Der Herr vergibt die Sünde den Übriggebliebenen seines Erbteils.

Mi 7,18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die übriggeblieben sind von seinem Erbteil; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er ist barmherzig! 7,19 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. 7,20 Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Gnade erweisen, wie du unsern Vätern vorzeiten geschworen hast. Mi 7,18-20;


Nach Bekehrung und Sündenvergabe wird Gott seinen Geist über Israel ausgießen. Waren Bekehrung und Sündenvergabe eine Voraussetzung, so ist die Ausgießung des Geistes Gottes eine Folgewirkung der Wiederannahme Israels durch seinen Gott. Wenn die Gründung des heutigen Staates Israel tatsächlich von Gott befohlen worden wäre – wie das die von Frau Weitzel zitierten Bibellehrer behaupten – dann müsste man alle diese Auswirkungen auch am heutigen Volk Israel beobachten können. Dann würde man erkennen, dass die Verheißung Gottes weiter unten, in Hes 11,19: „Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben” Realität geworden ist.

Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch.

Joel 3,1 Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. 3,2 Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen. Joel 3, 1- 2;

Ich gieße meinen Geist auf deine Kinder und meinen Segen auf deine Nachkommen.

Jes 44,1 So höre nun, mein Knecht Jakob, und Israel, den ich erwählt habe! 44,2 So spricht der HERR, der dich gemacht und bereitet hat und der dir beisteht von Mutterleibe an: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du, Jeschurun, den ich erwählt habe! 44,3 Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen, 44,4 dass sie wachsen sollen wie Gras zwischen Wassern, wie die Weiden an den Wasserbächen. 44,5 Dieser wird sagen »Ich bin des HERRN«, und jener wird genannt werden mit dem Namen »Jakob«. Und wieder ein anderer wird in seine Hand schreiben »Dem HERRN eigen« und wird mit dem Namen »Israel« genannt werden. Jes 44, 1- 5;

Der Herr wird ihnen einen neuen Geist und ein fleischernes Herz geben.

Hes 11,19 Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, 11,20 damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. 11,21 Denen aber, die mit ihrem Herzen ihren Götzen und ihren Gräueln nachwandeln, will ich ihr Tun auf ihren Kopf kommen lassen, spricht Gott der HERR. Hes 11,19-21;

Und der Herr hat seinen Geist über das Haus Israel ausgegossen.

Hes 39,29 Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR. Hes 39,29;


Kann man nun vom heutigen Israel sagen, dass der Geist Gottes über sie ausgegossen wurde und sie „kein Unrecht tun und keine Lüge reden und in ihrem Mund wird keine trügerische Zunge gefunden werden” (Zeph 3,13)? Der vorzeitige Abgang von Ezer Weizmann und Benjamin Netanjahu (der jetzt, 2010, wiedergewählt wurde!) aus den beiden höchsten Staatsämtern – jenem des Staatspräsidenten und des Ministerpräsidenten – wegen Geschenkannahme und Korruption beweist etwas anderes. Und wegen Korruption musste auch Ministerpräsident Ehud Olmert (2006) zurücktreten. Ebenso musste der vorletzte Staatspräsident Israels Moshe Katsav wegen Korruption und Vergewaltigung einer Sekretärin aus dem Amt scheiden. Und auch ein Abgeordneter und Führer der religiösen „Shas-Partei” (Ariel Deri) wurde von einem Gericht wegen Korruption und Betruges verurteilt.

Dabei wollen wir hier gar nicht von den Kriegsverbrechen der Israelis an den Palästinensern mit tausenden von Toten auf beiden Seiten, den Überfall Israels 2006 ohne jeden Grund auf den Libanon (2. Libanonkrieg) und die Bombardierung eines UNIFIL Beobachtungspostens an der Grenze zum Libanon und den dabei mutwillig getöteten 4 UNO-Offizieren sprechen.

Damit kommen wir zu jenen Bibelstellen, welche von den Juden fälschlicherweise immer wieder dazu missbraucht werden, um die Behauptung zu untermauern, dass die Nationen die Juden nach Israel bringen müssten, wie das auch im Mail von Frau Weitzel zum Ausdruck kommt. Wenn wir diese Bibelstellen genauer betrachten, erkennen wir, dass es sich in diesen Texten keinesfalls um das Israel unserer Zeit handeln kann.

Und das nicht nur aufgrund der oben angeführten Nachweise, dass Israel sich noch nicht zu seinem Messias bekehrt hat, dass sie daher auch noch keine Sündenvergabe empfangen haben und dass auch der Geist der Gnade und des Gebets noch nicht über sie ausgegossen wurde, sondern auch und insbesondere, weil die von den Juden reklamierten Bibelstellen hier unten auch von den Heidenvölkern sprechen, welche sich dann alle bekehrt haben und zum Glauben an den Gott Israels gekommen sind. Das wird sich – leider – in unserer Zeit noch nicht ereignen, sondern erst im Millennium, wenn alle Völker die Macht und Herrschaft Gottes am Tag seines Zorns selbst erlebt haben.

Die Völker werden Israel nehmen und es an seinen Ort bringen.

Jes 14,1 Denn der HERR wird sich über Jakob erbarmen und Israel noch einmal erwählen und sie in ihr Land setzen. Und Fremdlinge werden sich zu ihnen gesellen und dem Hause Jakob anhangen. 14,2 Und die Völker werden Israel nehmen und an seinen Ort bringen, und dann wird das Haus Israel sie als Knechte und Mägde besitzen im Lande des HERRN. Und sie werden gefangen halten die, von denen sie gefangen waren, und werden herrschen über ihre Bedränger. Jes 14, 1- 2;


Die „Fremdlinge werden sich zu ihnen gesellen und dem Hause Jakob anhangen”. Dies sind nun keine gottlosen Menschen mehr wie in unseren Tagen. Diese Heiden haben am Tag des Zornes Gottes diesen Gott, seine Macht und Herrlichkeit persönlich gesehen und erlebt. Und so ist es auch zu verstehen, wenn „zehn Männer aus allen Sprachen der Heiden einen jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist”, wie es unten in Sach 8,23 vorausgesagt wird.

Die Heiden sagen zu den Juden: wir gehen mit euch, denn Gott ist mit euch.

Sach 8,20 So spricht der HERR Zebaoth: Es werden noch viele Völker kommen und Bürger vieler Städte, 8,21 und die Bürger einer Stadt werden zur andern gehen und sagen: Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir selber wollen hingehen. 8,22 So werden viele Völker, Heiden in Scharen, kommen, den HERRN Zebaoth in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen. 8,23 So spricht der HERR Zebaoth Zu der Zeit werden zehn Männer aus allen Sprachen der Heiden einen jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist. Sach 8,20-23;

Sie werden deine Söhne in den Armen herbringen und deine Töchter tragen.

Jes 49,22 So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden hin erheben und für die Völker mein Banner aufrichten. Dann werden sie deine Söhne in den Armen herbringen und deine Töchter auf der Schulter hertragen. 49,23 Und Könige sollen deine Pfleger und ihre Fürstinnen deine Ammen sein. Sie werden vor dir niederfallen zur Erde aufs Angesicht und deiner Füße Staub lecken. Da wirst du erfahren, dass ich der HERR bin, an dem nicht zuschanden werden, die auf mich harren. 49,24 Kann man auch einem Starken den Raub wegnehmen? Oder kann man einem Gewaltigen seine Gefangenen entreißen? 49,25 So aber spricht der HERR: Nun sollen die Gefangenen dem Starken weggenommen werden, und der Raub soll dem Gewaltigen entrissen werden. Ich selbst will deinen Gegnern entgegentreten und deinen Söhnen helfen. Jes 49,22-25;

Ihre Kinder werden auf dem Arme getragen, und auf den Knien wird man sie liebkosen.

Jes 66,7 Ehe sie Wehen bekommt, hat sie geboren; ehe sie in Kindsnöte kommt, ist sie eines Knaben genesen. 66,8 Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren. 66,9 Sollte ich das Kind den Mutterschoß durchbrechen und nicht auch geboren werden lassen? spricht der HERR. Sollte ich, der gebären lässt, den Schoß verschließen? spricht dein Gott. 66,10 Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. 66,11 Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an dem Reichtum ihrer Mutterbrust. 66,12 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Ihre Kinder sollen auf dem Arme getragen werden, und auf den Knien wird man sie liebkosen. 66,13 Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden. Jes 66, 7-13;

Die Heiden werden die Söhne Israels von ferne herbringen, samt Silber und Gold für den Herrn.

Jes 60,9 Die Inseln harren auf mich und die Tarsisschiffe vor allem, dass sie deine Söhne von ferne herbringen samt ihrem Silber und Gold für den Namen des HERRN, deines Gottes, und für den Heiligen Israels, der dich herrlich gemacht hat. Jes 60, 9;


Das sind also jene Bibelstellen, welche nach Ansicht der von Frau Weitzel zitierten Bibellehrer belegen sollen, dass die Christen die Juden aus Russland nach Israel bringen müssten. Und hier erkennen wir die perfide Taktik dieser Leute: sie zitieren aus dem Alten Testament Prophezeiungen, welche sich auf eine ferne Zukunft beziehen und behaupten einfach, sie würden bereits heute gelten.

Es gibt für eine solche Vorgangsweise nur zwei Möglichkeiten: Entweder diese „Bibellehrer” kennen die Bibel nicht oder aber sie unterschlagen den Gesamtzusammenhang dieser biblischen Prophezeiungen mit Absicht, um die Geschwister auf einen falschen Weg zu führen. In beiden Fällen sollten sich die leitenden Brüder der Gemeinde vor derartigen Predigten über deren Inhalt informieren lassen und den Zuhörern die Gelegenheit bieten, hier nachzufragen. Ein Frontalvortrag, bei welchem niemand Fragen stellen darf, ist – bei jedem Thema – ein Armutszeugnis für den Vortragenden und meistens der Versuch einer Indoktrination der Zuhörer.

Gerade die Bibel, auf welche sich diese Prediger – ob nun christlich oder jüdisch – im Zusammengang mit der Sammlung Israels immer wieder berufen, liefert den Beweis dafür, dass Israel erst nach der Wiederkunft seines Messias, unseres Herrn Jesus Christus, zum Antritt seiner Herrschaft im Tausendjährigen Friedensreich, ins Land Israel gesammelt und dort zu einem großen Staat werden wird, dem „Haupt unter den Nationen” (Jer 31,7; 2Sam 22,44; Ps 18,44). Und erst dann, wenn sich Israel zu Jesus Christus bekehrt hat, dem Sohn Gottes, den sie bis heute als Betrüger und Gotteslästerer ablehnen, werden die anderen Nationen die Juden von den vier Enden der Welt nach Israel bringen.


Die Verstocktheit des Volkes Israel

Damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile

Mt 13,13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören noch verstehen; 13,14 und es wird an ihnen die Weissagung Jesajas (Jes 6,8-10)  erfüllt, die lautet: «Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen; 13,15 denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.» Mt 13,13-15;

Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan.

2Kor 3,14 Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 3,15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 3,16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. 2Kor 3,14-16;



Fassen wir also die Reihenfolge der Ereignisse zusammen:

o  der Tag des Herrn und des Zornes Gottes (Jes 2,10-22 13,13-14; Hag 2,21-22;

o  die Umgestaltung von Himmel und Erde (Ps 102,26-27; Jes 24,1-6 17-20 51,6-8 65,17 66,22; Hag 2,6; Hbr 12,26-27)

o  der Messias, unser Herr Jesus Christus kommt als König in sein Tausendjähriges Reich (Sach 12,10.12; Mt 23,39)

o  die Juden werden ihn begrüßen mit den Worten: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!» (Mt 23,39)

o  damit bekehrt sich das übriggebliebene Volk Israel zu seinem Gott und dessen Sohn (Jes 10,20-21; 2Kor 3,14-16)

o  durch diese Bekehrung zu ihrem Messias vergibt Gott ihnen alle ihre Sünden (Jer 50,19-20; Mi 7,18-20)

o  nachdem ihre Sünde vergeben ist, wird Gott seinen Geist über sie ausgießen (Jes 44,1-5; Hes 39,29)

o  die in der Welt zerstreuten Israeliten werden gesammelt (Jes 11,11-13; Jer 23,1-8 31,6-8; Mi 2,12-13; Sach 2,5-8)

o  auch die Heiden werden sich bekehren und die Juden in ihr Land bringen (Jes 14,1-2 49,22-23 60,9 66,7-13; Sach 8,20-23)

o  das Tausendjährige Friedensreich des Sohnes Gottes auf Erden (Jes 11,1-16 12,1-6 60,1-22 66,18-24; Hes 37,21-28)


(Siehe auch Kapitel 09: „Die Heimkehr der Übriggebliebenen aus Israel und den Nationen.”.)


Die abschließende Befürchtung von Frau Weitzel:

„Nun haben wir aber dann ein riesiges Dilemma wenn dem, von Gottes Wort her, nicht so ist!! Dann haben wir als Christen, Juden in den bevorstehenden Krieg und die anschließende Drangsalszeit gebracht und haben wieder Blut an den Händen, als Christen????? Das wäre ein riesiges Drama! Ich weiß mir nicht anders zu helfen im Moment, als Sie zu bitten uns öffentlich zu antworten. Bitte, geben Sie eine Antwort darauf und was getan werden sollte.”


ist durchaus verständlich und zeugt vom christlichen Verantwortungsbewusstsein dieser Schwester in Christus. Ein Verantwortungsbewusstsein, welches die zitierten Prediger und Bibellehrer leider völlig vermissen lassen.

Bezüglich der obigen Frage:

„Dann haben wir als Christen, Juden in den bevorstehenden Krieg und die anschließende Drangsalszeit gebracht und haben wieder Blut an den Händen, als Christen?????”

muss man allerdings eines klarstellen: Es war und ist nicht die Aufgabe der christlichen Gemeinde, atheistische Juden aus Russland nach Israel zu bringen. Dieser Irrtum kommt in einem anderen Mail von Frau Weitzel sehr deutlich zum Ausdruck, wenn sie schreibt:

„(...) geht es immer wieder darum, dass die Christen, die Gemeinde, versteht, dass wir einen Auftrag als Gemeinde an den Juden haben, und ganz besonders eben nicht erst jetzt, sondern nach dem sie wieder aus dem Land vertrieben werden (...)”


Hier muss man in aller Deutlichkeit darauf hinweisen, dass die christliche Gemeinde nur einen Auftrag von ihrem Herrn hat:

Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Mk 16,15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! 16,16 Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. Mk 16,15-16;


Wir haben also keinen speziellen Auftrag „an den Juden”, sondern der Herr heißt uns in die ganze Welt zu gehen und das Evangelium von der Errettung durch Gnade zu verkünden. Und wie uns Paulus in 1Tim 2,3-6 sagt, ist es auch der Wille des Vaters, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Gott will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

1Tim 2,3 Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, 2,4 welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 2,5 Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, 2,6 der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. 1Tim 2, 3- 6;


Nach Gottes Willen müssen wir also daran arbeiten, dass alle Menschen (und nicht nur Israel) errettet werden und zum Glauben an unseren Herrn Jesus Christus kommen. Das ist unsere Aufgabe, das ist unser Ziel. Doch der Herr sagt uns auch:

Und wenn jemand euch nicht aufnehmen noch eure Worte hören wird – geht hinaus aus jenem Haus oder jener Stadt.

Mt 10,14 Und wenn jemand euch nicht aufnehmen noch eure Worte hören wird – geht hinaus aus jenem Haus oder jener Stadt, und schüttelt den Staub von euren Füßen! 10,15 Wahrlich, ich sage euch, es wird dem Land von Sodom und Gomorra erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als jener Stadt. Mt 10,14-15;


Und wenn dann Frau Weitzel weiter oben schreibt, dass diese Christen im Staat Israel einen Vertrag unterschreiben mussten, „dass sie NIEMALS etwas von Christus erzählen werden”, kann die Gemeinde nach dem obigen Gebot des Herrn ihren weltweiten Auftrag gerade in Israel nicht ausführen. 

Die Befürchtung, dass wir als Christen wieder Blut an den Händen haben, weil wir Juden nach Israel gebracht haben, ist demnach auch völlig unbegründet. Denn, wie bereits erwähnt, ist das einerseits kein Auftrag der Gemeinde, sondern diese Christen handeln in eigener, persönlicher Verantwortung. Andererseits haben wir als Gemeinde sehr wohl den Auftrag, den Menschen das Evangelium von Jesus Christus, den einzigen Weg zu ihrer Errettung, zu bringen. Und gerade wenn wir dies nicht machen, haben wir nach der Schrift tatsächlich Blut an den Händen:

Wenn du Gottlose nicht gewarnt hast, werden sie um ihrer Sünde willen sterben, aber ihr Blut werde ich von deiner Hand fordern.

Hes 3,18 Wenn ich zu dem Gottlosen spreche: «Du mußt sterben!» und du hast ihn nicht gewarnt und hast nicht geredet, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Weg zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, dann wird er, der Gottlose, um seiner Schuld willen sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. 3,19 Du aber, wenn du den Gottlosen gewarnt hast und er ist von seiner Gottlosigkeit und von seinem gottlosen Weg nicht umgekehrt, dann wird er um seiner Schuld willen sterben, du aber hast deine Seele errettet Hes 3,18-19;


Ebenso, wie man nun den Versuch mancher Prediger und Bibellehrer, den Geschwistern einzureden, dass sie die atheistischen Juden aus Russland nach Israel bringen müssten, durch ein entsprechendes Studium der Schrift hätte erkennen und widerlegen können, wird uns auch die Frage „was getan werden sollte” von der Bibel beantwortet. Zuallererst müssen wir erkennen, dass es bei den fleischlichen Nachkommen Abrahams immer zwei gegenläufige Charakterlinien gegeben hat und Gott unter ihnen seine Auswahl getroffen hat.

Das beginnt schon bei Abrahams eigenen Söhnen: Isaak, der Sohn von Sarah, der Freien, und Stammvater der Juden. Und Ismael, der Sohn von Hagar, der Magd, und Stammvater der Araber. Ismael war der Versuch der unfruchtbaren Sarah, zu einem Sohn zu gelangen, auch wenn Abraham ihn mit ihrer Magd Hagar gezeugt hat. Isaak war der von Gott Verheißene, den Abraham mit 100 Jahren gezeugt und Sarah mit 90 Jahren geboren hat und auf dem der Segen Gottes lag.

In der Folge sehen wir das dann auch bei den Söhnen Isaaks: Esau, der sogar sein Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsen verkauft hat und es dann aber wieder haben wollte, als es zu spät war (1Mo 25,29-34), und Jakob, der an seinem Gott festhielt und von diesem dafür – sogar gegen dem Willen seines Vaters – gesegnet und belohnt wurde (1Mo 27,27-29). Er erhielt von Gott den Namen „Israel”.

Auch bei Mose und seinem Bruder Aaron können wir das sehr gut erkennen. Als Mose vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg Horeb (Sinai) bei Gott war, um die Gesetzestafeln in Empfang zu nehmen, behauptete ein Teil des Volkes, dass Mose ohnehin nicht mehr zurückkehren werde und sie bedrängten Aaron, dass er ihnen einen neuen Gott machen sollte. Aaron, als Stellvertreter seines Bruders, hat dann diesem Drängen nachgegeben und machte den Israeliten ein goldenes Kalb. Und sie tanzten drum herum, fielen auf ihre Knie und beteten es an (2Mo 32,1-35).

Auch unser Herr Jesus Christus hat beide Seiten erlebt. Die Einen, welche ihm „Hosianna” zuriefen und Palmen auf den Weg streuten, und die Anderen, welche dem Pilatus „kreuzige ihn” zugerufen haben. Diese haben ihn einen Gotteslästerer und Betrüger genannt und ans Kreuz geliefert. Er hat dann auch unter den Ersteren seine Jünger auserwählt und den Letzteren offenbart, dass sie Söhne des Teufels sind (Jh 8,44).

Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen.

Jh 10,24 Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei heraus. 10,25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir; 10,26 aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. Jh 10,24-26;


Und so erkennen wir auch bis heute diese beiden Gruppen unter den Juden. Einerseits jene, welche sich die Dinge selbst richten wollen und dann im Nachhinein die Prophezeiungen so zurechtbiegen, damit sie irgendwie „passen”. Sie haben 1948 – entgegen den Aussagen der Schrift und dem Willen Gottes – Palästina mit Waffengewalt besetzt, die Einwohner vertrieben und einen zionistischen Staat gegründet. Sie sind in der nachfolgenden Prophezeiung des Propheten Hosea „das Haus Israel”, über das sich Gott nicht mehr erbarmt und ihnen sein Erbarmen völlig weggenommen hat.

Doch ich rette das Haus Juda nicht durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg.

Hos 1,5 Und es wird geschehen an jenem Tag, da zerbreche ich den Bogen Israels in der Ebene Jesreel. – 1,6 Und sie wurde wieder schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Gib ihr den Namen Lo-Ruhama! [Nicht-Erbarmen]  Denn ich erbarme mich künftig  über das Haus Israel nicht mehr, sondern nehme ihnen mein Erbarmen völlig weg. 1,7 Aber über das Haus Juda erbarme ich mich und rette sie durch den HERRN, ihren Gott. Doch ich rette sie nicht durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg, durch Pferde und durch Reiter. Hos 1, 5- 7;

Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.

Sach 4,6 Da antwortete er und sprach zu mir: Dies ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen. Sach 4, 6;


Sie haben damals die Lüge verbreitet, dass dies die Sammlung des Volkes Israel durch Gott gewesen sei und sie sind es auch, welche heute die Christen an der Nase herumführen und behaupten, in der Bibel würde geschrieben stehen, dass die Christen die Juden aus der ganzen Welt nach Israel bringen müssten. Wie wir sehen, wurden beide Lügen von den Christen in den USA und Europa freudig aufgenommen und das zionistische Regime in Jerusalem mit Sympathie und finanzieller Unterstützung überhäuft.

Ganz anders hingegen das vom Propheten benannte „Haus Juda”, über das sich Gott erbarmt und sie retten wird, aber nicht durch Waffen und Krieg. Das sind die orthodoxen glaubenstreuen Juden, welche auf ihren Gott vertrauen und demütig annehmen was der Allmächtige ihnen zugedacht hat. Sie sind nicht nach Israel gegangen, sondern sind in der Diaspora geblieben, wie es die Schrift gebietet. Sie werden erst dann zurückkehren, wenn die Prophezeiungen in Erfüllung gehen und ihr Messias gekommen ist und sie wieder in ihr Land zurückführt. Und wenn der Eindruck nicht täuscht, dann sind es auch gerade diese glaubenstreuen Juden in der weltweiten Diaspora, aus deren Nachkommen ein Überrest entkommen und umkehren wird zu ihrem Gott und seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus.

Ein Überrest wird umkehren, ein Überrest Jakobs, zu dem starken Gott.

Jes 10,20 An jenem Tag wird es geschehen: Da wird der Überrest Israels, und was vom Haus Jakob entkommen ist, sich nicht mehr länger auf den stützen, der es schlägt, sondern es wird sich auf den HERRN, den Heiligen Israels, stützen in Treue. 10,21 Ein Überrest wird umkehren, ein Überrest Jakobs, zu dem starken Gott. 10,22 Denn wenn auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres wäre: nur ein Überrest davon wird umkehren. Vernichtung ist beschlossen, einherflutend mit Gerechtigkeit. 10,23 Denn der Herr, der HERR der Heerscharen, vollzieht festbeschlossene Vernichtung inmitten der ganzen Erde. Jes 10,20-23;


Auch diese orthodoxen Juden werden von den Zionisten verleumdet und als „Affen” und ärger beschimpft (Diskurs 46) und müssen sich gegen die Verlogenheit und die Betrügereien aus Jerusalem zur Wehr setzen, wie der nachfolgende Beitrag (Link von H. Weitzel) zeigt.



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(Pressekonferenz Holocaust - Ein Andenken anderer Art: Die authentische jüdische Stimme meldet sich zu Wort 00, 2010-01-27)

Religiöse Juden – Überlebende und Opfer des Holocaust – stellen zum ersten Mal, seit der Gründung der Bundesrepublik in Deutschland, ihre Sicht der Geschichte dar und werden darauf hinweisen, dass die Führung des zionistischen Staates keinerlei Recht dazu hat, die jüdischen Opfer des Zweiten Weltkrieges für ihre politischen Machtoptionen und Winkelzüge oder gar als „Alibi” für die Unterdrückung des palästinensischen Volkes zu missbrauchen, zumal dieses Volk ganz gewiss keinerlei Verantwortung für die Verbrechen des Hitler-Regimes zu übernehmen hat. Ein Plädoyer für Gerechtigkeit und die religiöse Überzeugung, dass Gott letztlich auch der Lenker von Geschichte ist. Gleichzeitig ein Appell für einen Neuanfang der Beziehungen zwischen Juden und nicht-jüdischen Deutschen auf der Grundlage gegenseitigen Respekts. Welche Lehren zieht das religiöse Judentum aus dem Holocaust? Und: Wo steht das Thora–treue Judentum heute bezüglich eines schleichenden Genozids am palästinensischen Volk?

Darüber sprechen und diskutieren:
Oberrabbiner Mosche Ber Beck (USA), Holocaustüberlebender
Rabbi Jisrael David Weiss (USA), Großeltern in Auschwitz ermordet
Rabbi Ahron Cohen (UK), Holocaustüberlebender
Rabbi Jouseph Antebi (Jerusalem, NL, Berlin), Opfer zionistischer Verfolgung
Reuven Cabelman (Berlin, Antwerpen), Berliner Sprecher der Neturei Karta International
Organisator der Pressekonferenz Moderation: Christoph Hörstel (Neue Mitte)

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Video der Pressekonferenz





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(Neturei Karta verurteilt Israels Attacke auf die Humanitäre Flotte / 2010-06-11)

Weltweit protestieren Bürger gegen die Attacke auf die Humanitäre Flotte

Demonstrationen und Proteste finden in internationalen Städten wie London, New York, Washington DC, Montreal und Jerusalem statt.

Die neuesten Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Website (englisch):

Presseaussendung vom 31. Mai 2010

"Das echte orthodoxe Judentum der ganzen Welt verurteilt eindeutig das kaltblütige Gemetzel, welches die zionistische Besatzungsmacht gegen unschuldige, friedliche und freiheitsliebende, edelgesinnte Aktivisten angerichtet hat, welche sich dem Frieden und den humanitären Rechten verpflichtet haben," sagte Rabbi David Feldman von Neturei Karta International. "Diese brutale Attacke erfolgte in internationalen Gewässern und gegen Schiffe, welche humanitäre Hilfe für unsere Brüder, die palästinensischen Einwohner im besetzten Gazastreifen geladen hatten." Es war ohne Zweifel ein illegaler Akt, welcher in einer ernsthaften Art und Weise die von G-tt gegebenen grundsätzlichen Menschenrechte sowie Recht und Gesetz verletzt.”

Rabbi Feldman setzte fort: "Unglücklicherweise kann man von den Zionisten nur ein derartiges Verhalten erwarten. Die gesamte Existenz ihres Staates war von allem Anfang an auf Ketzerei, Raub und Mord aufgebaut. Sie unterdrückten, ermordeten und vertrieben ein ganzes Volk aus seinem Land."


Freedom March
Rabbis von Neturei Karta nahmen am Gaza Freiheits
Marsch in Gaza City, am 27. Dezember 2009 teil.


„Das alles schmerzt uns, insbesondere, weil es im Namen des gesamten jüdischen Volkes getan wurde und im Namen der jüdischen Religion. Die Wahrheit ist, dass die Torah gerade das Gegenteil von dem sagt, was sie tun. Die Torah lehrt uns Barmherzigkeit, die Torah verbietet Mord, und die Torah verbietet Raub. Gemäß der Torah muss das ganze Land vom Jordan bis zum Mittelmeer dem palästinensischen Volk zurückgegeben werden.” „Die Juden sind aufgrund des göttlichen Ratschlusses im Exil und jeder Versuch einer Beendigung dieser Verordnung des Allmächtigen ist eine Rebellion gegen G-tt. Und die Torah lehrt uns, dass eine Auflehnung gegen G-tt nicht erfolgreich sein kann.”

„Wir halten es für unbedingt erforderlich, klar und unmissverständlich festzuhalten, dass der Staat "Israel" nicht das jüdische Volk und schon gar nicht die jüdische Religion repräsentiert. Sie haben keinerlei Recht, weder in unserem Namen noch im Namen der Heiligen Torah zu sprechen.  Sie entweihen das Heilige Land mit ihren Gräueln, Gemetzeln und zahllosen anderen Aktionen, welche von diesem unrechtmäßigen Staat ausgehen. Die gegenwärtige Existenz dieses Staates ist auch deswegen unrechtmäßig, weil die Heilige Torah strikt und ausdrücklich jedwede jüdische Staatsmacht über das Heilige Land verbietet. Als die zionistische Bewegung vor etwa hundert Jahren entstand, haben uns alle unsere Rabbis davor gewarnt, irgend eine Verbindung mit ihnen einzugehen.”

Freedom March
Mitglieder von Neturei Karta haben sich dem
Viva Palästina Hilfskonvoi nach Gaza im Juli 2009 angeschlossen.
Sie spendeten einen Lastwagen mit medizinischer Hilfe.


„Die Zionisten mit ihrem pervertierten Judaismus haben den Namen der Juden und die Torah in der ganzen Welt beschmutzt. Sie sind die ärgsten Feinde G-ttes, der Torah und des treuen jüdischen Volkes, welches immer und unter allen Umständen glaubenstreu zu seinem G-tt gestanden ist. Infolgedessen sind die Zionisten die wesentliche Ursache der gegenwärtigen Verschärfung des weltweiten Antisemitismus.”

„Die Juden haben über Jahrhunderte immer ausgezeichnete Beziehungen zu ihren arabischen Nachbarn gehabt. Die vergangenen Jahrhunderte, in welchen das Sephardische Judentum in blühenden Gemeinschaften überall in der arabischen Welt gelebt hat, war ein goldenes Zeitalter zwischen unseren Völkern. Wer beendete dieses goldene Zeitalter? Einzig der politische Zionismus. Tatsächlich gibt es bis heute einige arabische und moslemische Länder, in welchen jüdische Gemeinden friedlich in ihrer Mitte leben. Und sogar die Palästinenser (von beiden großen Parteien) haben erklärt, dass sie kein Problem mit Juden haben, welche unter ihnen wohnen; sie sind nur gegen den politischen Zionismus.”

„Wir möchten unser tiefstes Mitgefühl den Familien der ermordeten Unschuldigen ausdrücken, ebenso wie unsere vom Herzen kommenden Wünsche für eine rasche Wiedergenesung der von den zionistischen Besatzungskräften verwundeten Menschen. Der Himmel sende ihnen vollständige und schnelle Heilung.”

„Wir hoffen und wir beten für ein friedliches und schnelles Ende des zionistischen Staates. Dann wird es den Juden möglich sein, friedlich in Palästina unter einer palästinensischen Regierung zu leben, genau so, wie sie bis heute innerhalb von anderen arabischen Ländern leben.”

„Mögen wir die Erfüllung der Verheißung der Propheten in der Offenbarung von Gottes Königtum über die ganze Welt erleben dürfen, wo ihm dann alle Völker in Einheit dienen werden.”

Neturei Karta International

Neturei Karta International
P. O. Box 1316, Monsey, NY 10952
www.nkusa.org


(Siehe auch Diskurs 46: „Stellungnahme von Oberrabbiner M. A. Friedmann, Wien.”)

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"Israel instrumentalisiert den Holocaust und den Antisemitismus"  / Prof. Moshe Zuckermann, Tageszeitung KURIER, 2010-10-21

Er wurde 1949 als Sohn polnischer Holocaust-Opfer in Tel Aviv geboren und greift Israel immer wieder scharf an. Die Kernthese von Moshe Zuckermann, Professor für Geschichte und Philosophie, der soeben ein neues, komplexes Buch herausgebracht hat, (Antisemit; Promediaverlag, 208 S, 15,90 Euro): Viele Juden und die Politik Israels „instrumentalisieren den Holocaust und den Antisemitismus, um Kritiker mundtot zu machen”.

KURIER: Schießen Sie da nicht übers Ziel? 

Moshe Zuckermann: Nein. Schauen Sie, Antisemitismus gibt es natürlich, und er gehört bekämpft, wo immer er seine widerliche Fratze zeigt. Was ich aber meine, ist der Antisemitismus-Vorwurf, aus dem die Mächtigen politisches Kapital schlagen und mit dem sie Kritik abschmettern wollen. Wer Israel kritisiert, ist deswegen nicht automatisch Antisemit. Da ging jeder Maßstab verloren. Die barbarische Unrechtspolitik Israels gegenüber den Palästinensern beim Namen zu nennen, muss möglich sein. 

Sie meinen, dass dies außerhalb der arabischen Welt zu wenig passiert?

Ja, vor allem in Deutschland ist es bis in die hohe Politik hinein ein Tabu, Israel zu kritisieren. Vor allem bei der deutschen Linken hat sich eine blinde Solidarität mit dem Judentum entwickelt. Dabei haben Leute wie Michel Friedman oder Henry M. Broder (beides zionistische Juden, die mit Israelkritikern scharf ins Gericht gehen. FH) keine Ahnung von der israelischen Realität. Ich spreche in diesem Zusammenhang von einem Philosemitismus, der auf dem gleichen Ressentiment fußt und daher nichts anderes als ein gewendeter Antisemitismus ist.

Bekommen Sie für Ihre Thesen nicht Applaus von einer Seite, die Sie gar nicht wollen?

Natürlich ist das schon seit Jahren so, doch die Alternative wäre, dass ich das, was ich für richtig und wichtig halte, nicht sage. Aber ich lasse mich nicht vereinnahmen und mundtot machen.

Wie sehen Sie die Rolle Israels im Nahost-Konflikt mit den Palästinensern?

Israel stellt sich nach 40 Jahren Okkupationsregime immer noch als Opfer dar. Letztlich geht es um eine simple Frage: Will Israel existieren oder nicht verstehen, dass es auf den eigenen Abgrund zutreibt. Dementsprechend gibt es nur zwei Möglichkeiten. Israel gibt die besetzten Gebiete zurück mit der Gefahr eines Bürgerkrieges. Oder eben nicht, dann droht ein regionaler Krieg, der – mit neuen Waffen geführt – den halben Nahen Osten in Schutt und Asche legen würde. Das wäre dann das Ende des Staates Israel und des Zionismus.

Moshe Zuckermann


(Dieses Interview führte Walter Friedl in der österreichischen Tageszeitung "KURIER" vom 21. Oktober 2010.)




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WikiLeaks enthüllt den echten Nahost-Konflikt / Ari Shavit, Israelische Tageszeitung Haaretz, 2010-12-03

Julian Assange ist ein gefährlicher Verbrecher. Der seltsame Mann mit dem langen blonden Haar und dem misanthropischen Gesichtsausdruck ist nicht nur ein Informationsterrorist neuer Art. Er ist nicht nur ein trügerischer Anarchist, der die größte Macht der Erde erniedrigt. Er ist nicht nur ein hemmungsloser Größenwahnsinniger, der die moderne Diplomatie verdirbt und die globale Ordnung erschüttert. Julian Assange ist ein gefährlicher Verbrecher, weil er das herrschende Dogma in Bezug auf alles, was das Verständnis des Nahen Ostens im 21. Jahrhundert betrifft, aufgesprengt hat.

Das Dogma besagt folgendes: Das Kernproblem im Nahen Osten ist der israelisch-palästinensische Konflikt. Das Kernproblem innerhalb des israelisch-palästinensischen Konflikts ist die Besatzung. Das Kernproblem der Besatzung sind die Siedlungen. Demzufolge müsse man lediglich die Siedlungen stoppen, damit die Besatzung verschwindet, der israelisch-palästinensische Konflikt gelöst und der Nahe Osten stabil wird.

Im vergangenen Jahrzehnt wurde das Dogma fixiert und heilig gesprochen. Es wurde zu einer Art unerschütterlichem Glaubenssatz. Dies war die Wahrheit, auf die man sich im Weißen Haus, im Elysee-Palast und in Downing Street Nr. 10 einschwor. Dies war die Wahrheit, von der in der Washington Post, in Le Monde und im Guardian berichtet wurde. Dies war die Wahrheit von höchstem moralischem Gewicht, die die Weltanschauung der aufgeklärten Eliten im Westen geprägt und die Politik der westlichen Mächte geleitet hat.

Dann kam Julian Assange und sprengte das Dogma. Die geheimen Berichte, die WikiLeaks veröffentlicht hat, beweisen, dass nicht die Siedlungen, nicht die Besatzung und nicht der israelisch-palästinensische Konflikt die Kernprobleme des Nahen Ostens sind. Die geheimen Emails beweisen, dass die Welt, über die man in Washington, Paris und London spricht, eine Phantasiewelt ist. Assange hat bewiesen, dass keinerlei Verbindung besteht zwischen dem wirklichen Nahen Osten und dem Nahen Osten, von dem man in der Washington Post, in Le Monde und im Guardian spricht. Er legte die Tatsache offen, dass die gesamte arabische Welt heute nur mit einem einzigen Problem beschäftigt ist: Iran, Iran, Iran.

Kein Zweifel: Julian Assange ist ein gefährlicher Verbrecher. Allerdings ist Assange nicht gefährlich, weil er in das Informationssystem des Pentagon eingedrungen ist, sondern weil er den Mangel an intellektueller Geradlinigkeit der westlichen Intelligenz offengelegt hat. Assange ist nicht gefährlich, weil er in nicht gekanntem Ausmaße Staatsgeheimnisse hat durchsickern lassen, sondern weil er vor uns allen aufgedeckt hat, dass der hegemoniale Diskurs im Westen oberflächlich und verlogen ist. Assange ist nicht gefährlich, weil er die Bündnispartner des Westens blamiert hat, sondern weil er bewiesen hat, dass der Westen von einer politischen Korrektheit befallen ist, der ihn von der politischen Wirklichkeit abschneidet. Assange hat uns allen einen riesigen Spiegel vor das Gesicht gehalten, der zeigt, wie dumm wir in den vergangenen Jahrzehnten gewesen sind. Ein falsches Dogma hat uns daran gehindert, die historische Herausforderung zu erkennen, die vor uns steht.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Siedlungen sind in der Tat ein Unglück. Die Besatzung ist unerträglich. Der israelisch-palästinensische Konflikt ist gefährlich. Aber nachdem der Misanthrop uns die Augen geöffnet hat, dürfen wir sie nicht wieder verschließen. Man muss die geheimen Emails immer wieder lesen und verstehen, was sie besagen. Es gibt keine Chance für den gegenwärtigen diplomatischen Prozess, sagen sie. Es gibt keine Chance für die Unterzeichnung eines israelisch-palästinensischen Friedensabkommens, solange Abu Mazen [Mahmoud Abbas] im bedrohlichen Schatten Ahmadinejads lebt. Es gibt keine Chance, zu einem regionalen Frieden zu gelangen, solange die arabische Welt unter dem sich drehenden Schwert Teherans lebt. 

Schließlich ist, genau wie der ägyptische Präsident und der saudische König und die Golffürsten es flüstern, der Iran der Kern des Problems. Der Iran ist die Quelle des Gifts und die Quelle der Panik. Solange der Iran erstarkt, atomar aufrüstet und den Nahen Osten bedroht, hat der Frieden keine Chance.

Die Lektion ist eine bittere. Wenn der Iran atomar aufrüstet, wird der Frieden verschwinden. Ein atomarer Iran würde die Aussichten auf eine Versöhnung zwischen Israelis und Arabern endgültig zunichte machen. Daher muss die Friedenstaube in Bezug auf den Iran sehr falkenhaft sein. Wer nach Frieden strebt, muss mit dem Iran umgehen. 

Auch das Gegenteil ist wahr: Jeder, der eine Versöhnung mit Ahmadinejad anstrebt, betrügt den Frieden. Wer gegenüber den Ayatollahs nachgibt, lässt Mubarak und Abu Mazen im Stich. Es stimmt: Das Einfrieren des Siedlungsbaus würde dem Kampf gegen die Zentrifugen helfen. Aber nur das Einfrieren der Zentrifugen würde die Auflösung der Siedlungen ermöglichen. Sobald man sich aus den Trümmern des Dogmas erhebt, ist die strategische Tagesordnung völlig klar - der Iran zuerst.

Haaretz, 03.12.10 

Moshe Zuckermann

Ari Shavit ist Senior-Korrespondent der israelischen Tageszeitung Haaretz und Mitglied des Redaktions-Beirates.




Es wäre ja geradezu ein Wunder, wenn Haaretz nicht den Standpunkt der USA verteidigen würde. Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, hat mit der Veröffentlichung der Geheimdokumente aus dem Pentagon ein wenig Licht in die Hintergründe der US-amerikanischen Politik – und nicht nur dieser – gebracht. Und schon wird er als „Verbrecher”, „Misanthrop” (Menschenhasser), Informationsterrorist, trügerischer Anarchist, hemmungsloser Größenwahnsinniger etc. beschimpft.

Auch wenn man den Rest des Artikels von Ari Shavit nicht gelesen hat, weiß man nach diesen ersten Zeilen, daß der echte Misanthrop nicht in London, sondern in Jerusalem, bei Haaretz sitzt. Offensichtlich ist in Israel nicht nur die Meinungs- und Redefreiheit eingeschränkt, nachdem den Einwanderern von der Jewish Agency (Jüdische Einwanderungsbehörde) das Predigen des Evangeliums und das Reden über Jesus Christus in Israel verboten wird. Es scheint in Israel auch ein Kapitalverbrechen zu sein, wenn man die Lügengebäude der US-amerikanischen Politik etwas entzaubert.

Doch ebenfalls in diesen ersten Sätzen lässt sich auch schon das eigentliche Ziel dieser gespielten Entrüstung erkennen. Es geht hier gar nicht um die Probleme, welche die USA mit diesen Enthüllungen haben, sondern – wie könnte es in Israel anders sein – um die Probleme Israels und wie diese ganze Affäre dazu genutzt werden kann, um für Israel daraus Profit zu schlagen. Und so wird Julian Assange zwar als „gefährlicher Verbrecher” bezeichnet, aber nicht deshalb, weil er Staatsgeheimnisse an die Öffentlichkeit bringt, sondern, weil er angeblich den wahren Hintergrund des Nahostkonfliktes aufgedeckt hat.

Und dann nutzt Ari Shavit sehr elegant und gekonnt – ganz in der Art der Rede des Mark Anton an das römische Volk - den Schwung der Ereignisse und lenkt den immer stärker werdenden Druck, welchen die internationale Staatengemeinschaft auf Israel wegen des Siedlungsbaus in Jerusalem ausübt, auf die Araber und letztlich auf den Iran. Demnach ist der Siedlungsbau zwar ein „Unglück”, die Besetzung der palästinensischen Gebiete „unerträglich” und der israelisch-palästinensische Konflikt „gefährlich”. Doch der Kern des Problems sind nicht die Juden, welche dies alles zu verantworten haben, sondern die Araber und hier insbesondere der Iran.

Es ist aus der Sicht Shavits natürlich auch nicht Israel, welches den Frieden mit all diesen Problemen und der Weigerung daran etwas zu ändern bisher verunmöglicht hat, sondern wie er schreibt: „Der Iran ist die Quelle des Gifts und die Quelle der Panik. Solange der Iran erstarkt, atomar aufrüstet und den Nahen Osten bedroht, hat der Frieden keine Chance.” Dass Israel entgegen dem Atomsperrvertrag und mit stillschweigender Billigung der UNO selbst bereits 200 einsatzbereite Atomsprengköpfe verfügbar hat und damit den Iran wahrscheinlich erst gezwungen hat, zur Selbstverteidigung ebenfalls atomar aufzurüsten, das verschweigt Ari Shavit etwas verschämt.

Schließlich stellt Shavit einen kausalen Zusammenhang her, welcher jedem, der die Entwicklung im Nahen Osten verfolgt, durchaus bekannt vorkommt. Er stellt den Bau Teherans von Zentrifugen zur Herstellung von atomwaffenfähigem Uran dem Siedlungsbau in Jerusalem gegenüber und meint: „Es stimmt: Das Einfrieren des Siedlungsbaus würde dem Kampf gegen die Zentrifugen helfen. Aber nur das Einfrieren der Zentrifugen würde die Auflösung der Siedlungen ermöglichen.”

Dieser Zusammenhang erinnert doch sehr an die Aussage des Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas, der auf die Frage, warum er dem Siedlungsbau Israels nicht zustimmt, sinngemäß meinte: „Israel hält unser Land besetzt und baut auf diesem Land seine Siedlungen. Wenn wir dem Siedlungsbau zustimmen, würde es Frieden geben. Aber wir würden damit gleichzeitig unser Land verlieren. Daher: Nur die Rückgabe unseres Landes durch Israel würde unsere Zustimmung zum Siedlungsbau ermöglichen.”

Doch die israelische Regierung weiß sehr genau, dass der Iran hier nicht mitspielt und hat daher auch bereits Pläne ausgearbeitet, wo in dem von Israel besetzten palästinensischen Westjordanland weitere Siedlungen gebaut werden sollen. Gerade Haaretz hat einen internen Bericht der israelischen Zivilverwaltung im besetzten Westjordanland veröffentlicht, demzufolge die Zivilverwaltung, die dem Verteidigungsministerium angeschlossen ist, Karten skizziert hat, auf denen Flächen gekennzeichnet sind, die sich für den Bau neuer Siedlungen eignen. Insgesamt sind etwa 10% der gesamten Fläche des Westjordanlandes markiert.


Siedlungsbau

Und ebenso wie Ari Shavit am Ende seines Artikels in Haaretz den Schluss zieht: „Sobald man sich aus den Trümmern des Dogmas erhebt, ist die strategische Tagesordnung völlig klar - der Iran zuerst.”, gilt daher analog auch für die Palästinenser: wenn man die Konsequenzen auf beiden Seiten berücksichtigt, ist auch hier die strategische Tagesordnung völlig klar - Israel muss zuerst den Siedlungsbau einstellen.



Die Bibelzitate der „Israelfreunde” in der Bibel nachgeschlagen. /    2. Teil, Diskurs 1012

Bericht aus dem Lager der Israelbewegung. /    3. Teil, Diskurs 1013

Die jüdische Anti-Diffamations-Liga schreibt das Neue Testament um. /    4. Teil, Diskurs 1014

Schma Jisrael - Höre, ISRAEL - Das Urteil Gottes über sein Volk. /    5. Teil, Diskurs 1015

Die Staatsgründung Israels 1948: Im Alten Testament prophezeit! /    6. Teil, Diskurs 1016