Diskurs 102 – Der Evangelisations-Tourismus nach Israel.




Wir beteten und segneten die Menschen. / Bericht aus Mea Shearim/Israel bei "Trumpet of Salvation" Matthias 00, 2010-08-20.

Der mörderische Hass in einem Meer von Gesichtern / Bericht aus Mea Shearim bei "Trumpet of Salvation" Greg 00, 2010-08-20.

Das Evangelium für die Juden / Trumpet of Salvation (Posaune der Rettung), Jakob Damkani 00, 2010-08-20

(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Wir beteten und segneten die Menschen. / Bericht aus Mea Shearim - Israel, bei "Trumpet of Salvation", Matthias 00, 2010-08-20)

Es fing alles ganz wunderbar an. Wir hatten Zeit zu unserer freien Verfügung, die ganze Gruppe stieg in Mea Schearim aus dem Bus aus und wir begaben uns auf einen Spaziergang durch dieses orthodoxe Viertel Jerusalems. Nach kurzer Zeit hielt ein Wagen an neben uns und der Fahrer winkte mich zu sich. Er fragte mich was das denn bedeutete, was da auf unserem T-Shirt stand. Es war aus dem Buch Ruth (1,16) „Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott”. Da es Hebräisch geschrieben war, antwortete ich ihm, er müsse das doch lesen können. Er bejahte dies freundlich, hatte aber einfach wissen wollen, ob ich denn auch wüßte, was da steht. Ich versicherte ihm, dass mir bewusst ist, was da stand und dass ich Israel, das auserwählte Volk Gottes von Herzen liebe. Ich erklärte ihm, wie wir diesen Vers verstehen. Er fand das ganz prima, verabschiedete sich sehr freundlich und fuhr weiter.

Wir gingen dann eine gute Stunde durch den Stadtteil und sahen uns einfach um, beteten und segneten die Menschen, die uns begegneten. Wir sprachen so gut wie niemanden an. Als unsere freie Zeit zur Neige ging, machten wir uns langsam auf den Rückweg. In einer Seitenstrasse sprach uns ein junger orthodoxer Jude an - seine unfreundliche Art und die entsprechenden Handbewegungen machten uns deutlich, wie wichtig es für ihn war, dass wir von hier weggingen. Wir wollten zurück zum Bus. Nachdem wir zweimal abgebogen waren, kamen in der Nähe der Hauptstrasse plötzlich immer mehr junge religiöse Juden auf uns zu und forderten uns ganz heftig auf zu verschwinden. Die Menge, der wir uns gegenüber fanden, wuchs rasch an. Wir gingen - immer noch ohne mit ihnen zu sprechen - in Richtung des vereinbarten Treffpunktes.

Die Menge war völlig aufgebracht und wurde immer aggressiver. Neben ihrem Geschrei flogen jetzt die ersten Gegenstände. Zunächst ein Becher Wasser auf meinen Rücken, dann flog ein Ei an mir vorbei und traf einen meiner vor mir gehenden Brüder am Hinterkopf. Der Angriff war gestartet. Jetzt bekam ich Stockhiebe von hinten in die Beine und in die Hüfte und kurz darauf traf mich von hinten ein vermutlich etwas größerer Stein am Kopf. Zuletzt zerrissen sie mir noch, ebenfalls von hinten kommend, das T-Shirt. Nach dem überqueren einer grossen Kreuzung, kamen dann aber endlich zwei Soldaten und brachten uns sicher zum Bus.

In meinem Inneren war ich erstaunlicherweise sehr ruhig und gefasst. Der Friede Gottes ruhte regelrecht in mir. Ich hatte immer schon eine sehr grosse Liebe zu diesen Menschen und in unserem Gebetskreis für Israel beten wir jede Woche für sie und ganz Israel. Nun aber schien diese Liebe plötzlich von mir zu weichen und mit etwas Neuen ersetzt zu werden. Gott hat mir diese vorige Liebe durch eine neue und noch viel intensivere Liebe ersetzt. Im Bus konnte ich über diese aggressiven, religiös fanatischen Gläubigen nur noch weinen. Damals gingen sie Jesus, ihrem Messias ans Leben, jetzt wollten sie mir und uns allen ans Leder. In diesem Moment fielen mir die wunderbaren Worte Jesu, als er am Kreuz hing, ein: „Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun”. (…)

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(http://www.trumpetofsalvation.org/fileadmin/testimonies/de_In_Mea_Shearim_Matthias.pdf)



Diese jungen Leute "sprachen so gut wie niemanden an", "sahen sich einfach um und beteten und segneten die Menschen, die ihnen begegneten". Und dann waren sie plötzlich von einer Menge religiöser Juden umringt, welche sie beschimpften und mit Gegenständen bewarfen. Dabei hätte vorher eine kurze Information bei Wikipedia unter dem Stichwort "Mea Shearim" genügt, um vor einem solchen Desaster gewarnt zu sein:

Me'a Sche'arim liegt heute im Westteil Jerusalems. Seine Bewohner sind an einer möglichst wortgetreuen Auslegung der Tora und des Talmud interessiert und in diverse Gemeinden aufgespalten. Weitgehende Einigkeit herrscht in Bezug auf die strikte Einhaltung der Schabbat-Ruhe, der Riten der jüdischen Feiertage und der Ablehnung des säkularen Staates Israel.

Touristen werden auf den Zufahrtsstraßen zum Viertel durch mehrsprachige Hinweisschilder auf die herrschende Kleidungs- und Verhaltensordnung hingewiesen. So sollen z. B. Frauen das Viertel nicht in Hosen betreten. Auch Touristengruppen sind unerwünscht. Toleriert werden einzelne Besucher, die in angemessener Haltung das Viertel respektvoll durchqueren. Am Schabbat sind sämtliche elektrischen Anlagen ausgeschaltet, die ein Mensch in dieser Zeit bedienen müsste, sogar der Geldautomat. Man darf dann auch kein Handy und keinen Fotoapparat benutzen. Von ultraorthodoxen Juden im Stadtteil Me'a Sche'arim (u.a.) wird auch heutzutage Jiddisch als Alltagssprache gesprochen.

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Mehrere Tafeln in Mea Shearim warnen Frauen
und Touristen, dass es streng verboten ist,
unanständig bekleidet zu sein

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Die Hauptstraße von Mea Shearim




Was hat man sich hier nur bei den Verantwortlichen dieses "Evangelisations-Tourismus" gedacht? In einem Bezirk in Jerusalem, welcher fast ausschließlich von orthodoxen Juden bewohnt und verwaltet wird, wo Touristengruppen unerwünscht und christliche Evangelisation überhaupt verboten ist, mit einer Gruppe von 50 Christen aufzutreten, welche alle orange T-Shirts tragen, auf welchen sie sich in Hebräisch anbiedern: "Dein Volk ist mein Volk" - ?!

Stellen wir uns einmal vor, dies würden Moslems in deutschen Städten tun. 50 türkische Moslems, die kein Wort Deutsch sprechen, aber mit deutschsprachigen Transparenten mit dem Text "Dein Land ist mein Land" durch München oder Köln "spazieren" und für die Leute, welchen sie begegnen, zu Allah beten und sie im Namen des Islam segnen. Da sieht das dann wohl ganz anders aus. Da würde man das dann vielleicht sogar als gefährliche Drohung betrachten.

Und hier stellt sich überhaupt die Frage, wieso diese Gruppe erst nach Israel fahren muss, um Ungläubige zum Christentum zu bekehren? Wir haben im deutschsprachigen Raum fast 4 Millionen Muslime, welche evangelisiert werden sollten. Sind ihnen diese zu minder? Hier müssten sie wahrscheinlich auch keine tätlichen Angriffe befürchten und wenn, wäre die deutsche Polizei im Handumdrehen zur Stelle.

Was um alles in der Welt hat diese Leute - die nicht einmal Hebräisch sprechen - dazu bewogen, in Israel evangelisieren zu wollen? Wie bekannt, verlangt die jüdische Einwanderungsbehörde (Jewish Agency) von jedem, der nach Israel einwandern will, eine vertragliche Verpflichtung, dass er in Israel nicht christlich predigen und evangelisieren, ja nicht einmal von Jesus Christus sprechen wird. Bei Touristen erspart man sich das (noch), weil sie nur einen kurzen Aufenthalt haben.

(Siehe auch Diskurs 1013: „Bericht aus dem Lager der Israelbewegung.”)


Jetzt behaupten aber diese Christen, dass sie die Juden lieben. Ist das wirklich so? Gehen diese Männer z.B. auch bei der Liebe zu ihrer Frau so vor, dass sie sie bis aufs Blut reizen, so dass sie aggressiv wird, sie beschimpft und mit Gegenständen bewirft? Ist das Liebe? Oder ist das eher fehlgeleiteter Ehrgeiz und Befriedigung von falschen Zielsetzungen?

Ist das Liebe - und noch dazu Liebe zu ihren Feinden, wie das diese Leute behaupten -, wenn ein Mensch, ein Israeli, welchen sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen haben, durch ihre Provokationen plötzlich erst zu ihrem Feind gemacht wird und nicht nur aggressiv reagiert, sondern tatsächlich vor Wut "kocht" und eine ganze Volksmenge dann fast bereit wäre diese Christen zu töten? Der Herr sagt in Lk 6,27: „Aber euch, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen” aber nicht „provoziert Unbeteiligte und macht sie euch so zu Feinden, damit ihr sie dann "lieben" könnt”. Das wäre eine scheinheilige Liebe.

Im Gegensatz dazu ging es dem obigen Autor selbst aber danach recht gut, wenn er schreibt: „In meinem Inneren war ich erstaunlicherweise sehr ruhig und gefasst. Der Friede Gottes ruhte regelrecht in mir.” Glaubt dieser Mensch wirklich, dass der Friede Gottes in ihm ruhen kann, wenn er gerade zuvor eine ganze Volksmenge zur Weißglut gebracht hat und nur knapp einem blutigen Massaker entgangen ist?

Oder zeigt das nicht eher, dass es sich hier nicht um Liebe zu seinen Feinden, sondern um Eigenliebe - also Egoismus - und ein interessantes Erlebnis gehandelt hat, mit dem man dann daheim renommieren kann? - Auch wenn man diesem Menschen nun Aufrichtigkeit zugesteht und er tatsächlich so etwas wie Liebe gefühlt haben sollte, muss diesen Leuten doch klar sein, dass man ihre Aktionen auch anders sehen kann/wird und sie daher in eben dieser christlichen Liebe ein derartiges Verhalten vermeiden sollten!

Was bewegt eigentlich diese Menschen, im Ausland zu evangelisieren? Sind bereits alle Mitglieder ihrer Familie rechtgläubige Christen? Haben sie schon alle ihre Nachbarn zum Christentum bekehrt? Oder ist ihnen diese Evangelisierungsarbeit zu wenig ruhmvoll? Lieben sie eigentlich alle ihre Feinde zuhause, in der Familie, in der Arbeit, im Büro, sodass sie jetzt schon gezwungen sind ins Ausland zu gehen um sich dort durch ihr Verhalten Menschen zu Feinden zu machen, welche von ihnen gar nichts wissen wollten - die sie dann "lieben" können?

Das erinnert doch sehr an die bekannte Geschichte vom Feuerwehrlehrling, der aus lauter Gram, weil es im eigenen Ort nie gebrannt hat, dann im Nachbarort selbst Feuer gelegt hat, um so als Erster löschen zu können und berühmt zu werden. Dabei ging es ihm also nicht darum, die Häuser seines Ortes vor Feuer zu schützen, sondern darum, sich selbst zu produzieren. Allerdings mit dem Unterschied, dass unsere Missionare hier keinen Mangel an Ungläubigen unter den 350 Millionen Europäern haben dürften, so dass sie schon den Nahen Osten evangelisieren müssten.

Auch ist das jüdische Volk zwar stur, halsstarrig und unweise, aber viel zu intelligent, als dass man bei ihnen mit dem christlichen Glauben im "Bauchladen" hausieren gehen könnte, anstatt sie mit stichhaltigen Argumenten zu überzeugen. Doch nachdem viele christliche Prediger ihren Glauben als Okkasion anbieten, womit sie das ganze Heil völlig kostenlos garantieren wollen, ist es in den Augen der Juden Schmonzes. Was bei den Juden nichts kostet ist auch nichts wert.

Man muss mit den religiösen Juden - möglichst in Einzelgesprächen - tacheles reden und ihnen vor Augen führen, dass sie ja in Jerusalem keinen Tempel und keinen Opferaltar haben und daher für die Vergebung ihrer Sünden kein Sündopfer nach dem mosaischen Ritus erbringen können. Und weil sie das stellvertretende Opfer des Sohnes Gottes am Kreuz für ihre Sünden auch nicht annehmen wollen, werden sie in ihren Sünden ohne Vergebung sterben und auch nach mosaischem Glauben in die Hölle fahren. Daher ist der christliche Glaube das Teuerste, was dem Menschen je angeboten wurde. Der Umstand, dass es uns nichts kostet, hat seine Begründung darin, dass der horrende Preis dafür bereits vom Sohn Gottes für uns bezahlt worden ist.

Das von den Juden immer wieder vorgebrachte Argument, dass in ihrem Glaubensbekenntnis "Schma Yisrael" in Deut 6,4: „Höre, Israel: Der HERR (JHWH) ist unser Gott, der HERR allein!” nur von einem Gott die Rede ist und nichts von einem "Sohn" steht, ist schlicht und einfach falsch. In diesem Text steht das hebräische Wort für Gott: "Elohim" in der Mehrzahl, ähnlich wie bei cherub/cherubim, seraf/serafim, tefil/tefilim, pur/purim, ulpan/ulpanim, sofer/sofrim, oleh/olim etc. etc. Die korrekte wörtliche Übersetzung lautet daher: „JHWH, unsere Götter”.



Auch der nächste Bericht eines Teilnehmers an dieser Reise dokumentiert die Gefährlichkeit dieses Unterfangens.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Der mörderische Hass in einem Meer von Gesichtern / Bericht aus Mea Shearim - Israel, bei "Trumpet of Salvation", Greg 00, 2010-08-20)

(…) Unsere Gruppe von 50 Leuten hatte sich aufgeteilt in Kleingruppen von zwei bis sechs. Wir waren im ganzen Stadtteil verteilt. Die Anti-Missionare rannten jedem nach, der ein orangefarbenes T-Shirt anhatte und fingen an, uns anzugreifen. Sie schrien uns voller Wut an, wir sollten aus ihrer Gegend verschwinden. Sie stießen und schlugen uns, sie warfen Steine nach Männern und Frauen und sie schlugen sowohl Männer als auch Frauen mit Stöcken, die bestimmt 2,5 cm Durchmesser hatten. Drei unserer Frauen wurden sogar zu Boden geworfen. Zwei Frauen wurden geschlagen mit diesen 2,5 cm dicken Stöcken und eine andere wurde im Genick von einem Stein in der Größe einer Männerfaust getroffen. Marlies wurde am Bein verletzt aber sie ging großartig damit um. Ich kann es nicht fassen, dass sie wirklich die Frauen geschlagen haben. Sie würden eine Frau nie berühren aus Angst davor, sich zu verunreinigen, aber sie schlagen sie mit einem Stock?!

Ein Mann, der mit in meiner Kleingruppe unterwegs war, wurde plötzlich von 20 Haridim (Ultraorthodoxe Juden / FH) umlagert. Sie pressten ihn gegen eine Wand und schwärmten um ihn herum wie Bienen, so als wollten sie ihn stechen. Sie boxten und schlugen auf ihn ein. Mit Stöcken schlugen sie ihm in den Rücken und auf die Beine. Sie rissen ihm das T-Shirt fast vollständig vom Leib. Sie versuchten wirklich, ihn umzubringen! Einer von ihnen warf ihm einen Stein an den Kopf, genau hinter einer Synagoge. Er mußte danach drei Tage Bettruhe haben. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist mir klar, dass jemand, der einem anderen einen großen Stein an den Kopf wirft, diesen Fremden umbringen möchte. Es ist sehr erstaunlich, dass Matthias, der von dem Stein getroffen wurde, sagt, er liebe die Ultra-Orthodoxen nun sogar noch mehr als vor dem Angriff.

Ich wurde gestoßen und einmal schlug mich ein Mann mit einem Stock mit voller Wucht in den Rücken. Eine Sekunde später merkte ich, dass mein Rücken sich nun besser anfühlte. Es war wie eine kostenlose Massage. Vor dem Schlag hat mir meine Rücken echte Probleme gemacht, aber sofort nachdem er mich geschlagen hatte, fühlte er sich richtig gut an.

Meine bleibende Erinnerung an diesen Vorfall wird wohl der mörderische Hass sein, der uns von einem Meer von Gesichtern entgegenschlug. Sie folgten uns immer weiter, stießen uns und schrien uns an.

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(http://www.trumpetofsalvation.org/fileadmin/testimonies/de_In_Mea_Shearim_Greg.pdf)



Wahrscheinlich werden auch die Juden von Mea Shearim die Provokationen durch diese Touristen nicht so schnell vergessen. Sie sind mit einer Reisegruppe von 50 Personen in den wahrscheinlich strengst mosaisch-religiösen Stadtteil Jerusalems eingefallen, obwohl gerade dort Touristengruppen unerwünscht sind. Sie haben die ohnehin etwas enge Hauptstraße bevölkert, bekleidet mit alles andere als dezenten orangefarbigen T-Shirts mit pseudochristlichen Werbeslogans. Und das mitten unter einer Bevölkerung, welche aus religiösen Gründen großteiils dunkle Kleidung trägt und wo schon hosentragende Frauen einen religiösen Verstoß darstellen.

Daran ist zu messen, wie sehr diese Christen die Juden dort "lieben". Wenn sie sich schon nicht vorher über Sitten und Gebräuche ihres Gastlandes informiert haben, haben sie auch dort, vor Ort, keinerlei Anstalten gemacht, sich dem Anstand und der Würde der Einwohner anzupassen. Sie haben sich benommen wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Und das gilt jetzt nicht nur in Bezug auf die speziellen mosaischen Vorschriften, sondern auf die ganz normale Rücksichtnahme eines halbwegs gebildeten Mitteleuropäers auf die Kultur und die Religion seines Gastlandes!

Es ist also definitiv nicht die Liebe zu den Juden, welche diese Leute nach Israel geführt hat. Es ist eher das Bedürfnis sich zu produzieren und zu provozieren. Die christliche Liebe zeigt sich im Vorhinein, indem ich mir über die Menschen Gedanken mache, mich vorbereite, um nicht in weltlichen Dingen selbst Anstoß zu erregen. Und nicht im Nachhinein, wenn ich sie mir zu Feinden gemacht habe, indem ich sie angeblich "liebe", weil sie mich beschimpft, bespuckt und mit Gegenständen beworfen haben.

Und dann wird argumentiert, dass wir ja den Auftrag von unserem Herrn hätten, das Evangelium in der ganzen Welt zu predigen.

Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.

Mk 16,15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. 16,16 Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. Mk 16,15-16;


Das ist völlig richtig, doch muss man sich fragen. welche Vorstellung diese Christen von unserem Herrn haben. Wenn wir mit diesem Gebot - wie in den islamistischen Ländern - in den sicheren Tod geschickt werden, würden wir bald keine Prediger des Evangeliums mehr haben. Das kann unser Herr nicht wollen und er hat es auch nicht gewollt.

(Siehe auch Diskurs 753: „Müssen Christen ihre Feinde lieben? – Teil 3: Die christliche Auslandsmission.”)


Wir haben nämlich für solche Fälle vom Herrn ein weiteres Gebot:

Auch den Staub, der uns aus eurer Stadt an den Füßen hängt, schütteln wir gegen euch ab;

Lk 10,10 In welche Stadt ihr aber gekommen seid, und sie nehmen euch nicht auf, da geht hinaus auf ihre Straßen und sprecht: 10,11 Auch den Staub, der uns aus eurer Stadt an den Füßen hängt, schütteln wir gegen euch ab; doch dies wißt, daß das Reich Gottes nahe gekommen ist. 10,12 Ich sage euch, daß es Sodom an jenem Tag erträglicher ergehen wird als jener Stadt. Lk 10,10-12;


Wenn wir also in eine Stadt kommen, wo wir unwillkommen sind, sollen wir deren Einwohner nicht weiter behelligen, sondern umkehren, die Stadt verlassen und auch den Staub ihrer Straßen von unseren Füssen abschütteln. Doch viele katholische und z.T. auch christliche Auslandsmissionare unterschlagen dieses Herrengebot, weil sie sich einbilden, das Himmelreich durch Leistungen, durch Leiden oder gar durch ihren "Märtyrertod" erkaufen zu können.

So gelten auch die beiden deutschen evangelikalen Bibelschülerinnen, welche im Juni dieses Jahres (2010) im Jemen ermordet wurden, als Parade-Märtyrerinnen, von welchen ihre Freunde schreiben, dass sie „die Toten beneiden, weil sie sich für Gottes Reich eingesetzt hätten, ehrenhaft gefallen seien und jetzt bei Jesus verweilen dürften.”

(Siehe auch Diskurs 56: „Sind die verstorbenen Christen bereits im Himmel?”)


Und auch aus katholischen Kreisen liest man in letzter Zeit immer wieder von katholischen Missionaren und Missionarinnen, welche bei ihrem Einsatz im Ausland verschleppt und getötet wurden. Der Chef der Päpstlichen Missionswerke (Missio) in Österreich, Monsignore Leo Maasburg bestätigt denn auch: „Manche Schwestern beten um den Märtyrertod. Das ist das höchste Zeugnis für sie”. Seiner Meinung nach sei der Märtyrertod: „das Hingeben des eigenen Lebens für die Menschen. Gewaltlos und ohne dass man sich und andere in die Luft sprengt.” Allerdings betont er dann: „Ich darf niemand zum Heroismus oder Märtyrertum verpflichten” und unterscheidet sich damit doch noch von den islamistischen Koran-Lehrern, welche ihre Schüler als Selbstmordattentäter in alle Welt schicken.

Diese "Rettung durch Leiden" ist jedoch ein fataler (katholischer) Irrtum. Mit dieser Geisteshaltung werden sie nach der Auferstehung, beim Letzten Gericht, nicht als Märtyrer, sondern als Selbstmörder entlarvt werden, die wegen ihres persönlichen Ruhmes vor den Menschen - und nicht vor Gott - das Leiden und sogar den Tod gesucht haben. Damit haben sie Gott ihr Leben gestohlen, mit welchem sie in ihrer Heimat ohne Lebensgefahr noch viele Menschen hätten bekehren können.

Und dann zitieren solche "Christen" auch immer wieder den Ausspruch unseres Herrn Jesus Christus am Kreuz: „Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun” (Lk 23,34), wie das z.B. auch die Ehefrau des in der Türkei ermordeten Missionars Tillmann Geske im türkischen Fernsehen getan hat (Diskurs753). Hier zeigt sich wieder einmal, dass viele Christen keine Ahnung von der Bibel haben. Sie haben vielleicht einmal so darübergelesen und sich einige einprägsame Verse gemerkt. Darüber nachgedacht und verstanden haben das nur die Wenigsten.

Diese Aussage des Herrn in Lk 23,34 ist an die Römer gerichtet, die ihn gekreuzigt haben. Denn wie jeder Bibelkenner weiß, trifft ja gerade sie keinerlei Schuld. Sie wussten nicht, dass er der Sohn Gottes war. Sie haben nur das ausgeführt, was der jüdische Sanhedrin und sein Hohepriester Kaiphas beschlossen hatten: den Tod des Sohnes Gottes, ihres Messias. Denn wenn sie ihn anerkannt hätten, wäre es mit ihrer eigenen Macht zu Ende gewesen. Sie hätten sich dem Messias unterordnen müssen und hätten ihren ganzen Einfluss und Ihre Reputation in Israel verloren. Deshalb hat ihnen auch der Herr gesagt, dass sie Söhne des Teufels sind.

Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.

Jh 8,44 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Jh 8,44;

Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?

Mt 23,32 Und ihr, macht nur das Maß eurer Väter voll! 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? Mt 23,32-33;


Und hier kommen wir nun zu jenem Ereignis, welches unsere Israel-Missionare scheint's verschlafen haben: Isreal benötigt keine christliche Missionierung! Sie wurden bereits missioniert. Und zwar vom besten Missionar aller Zeiten - unserem Herrn Jesus Christus. Doch Israel hat damals nicht nur diese Missionierung zurückgewiesen, sondern auch gleich den Missionar ermorden lassen.

Und weil sie seinen Sohn als Gotteslästerer und Betrüger beschimpft und getötet haben, hat Gott die Juden damals verworfen. Das hat ihnen unser Herr auch ganz klar und unmissverständlich zu erkennen gegeben:

Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es (der Messias) bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen? 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,22-24;

Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Jh 5,22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, 5,23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Jh 5,22-23;

Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.

1Jh 2,22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 2,23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 1Jh 2,22-23;

Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.

1Jh 5,10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich; wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott über seinen Sohn bezeugt hat. 5,11 Und dies ist das Zeugnis: daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 5,12 Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. 1Jh 5,10-12;


Neben vielen anderen Schrifthinweisen sind auch diese obigen Prophezeiungen, insbesondere die Aussage des Sohnes Gottes: „Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht”, der Nachweis dafür, dass das heutige Israel, welches bis heute nicht an Jesus Christus, den Sohn Gottes und ihren Messias glaubt, keine Verbindung zu seinem Gott hat und damit - in der doppelten Bedeutung des Wortes - „Gott-los” ist. Sofern sie sich nicht zu Jesus Christus bekehrt haben - womit sie dann jüdische Christen sind -, sind sie seit fast zweitausend Jahren alle ohne Vergebung und in ihren Sünden - und damit unerrettet - gestorben. Und dem "Schlachtruf" der Israeliten gegen die Christen; „Höre Israel: Der Ewige hat keinen Sohn!” muss man in Konsequenz als rechtgläubiger Christ entgegenhalten: „Wach auf Israel! Dein Gott hat dich verlassen!”

Das ganze Haus Israel ist geistlich öde und ohne Gott gelassen, bis sie zum wiedergekommenen Sohn Gottes sprechen: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!»

Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!»

Mt 23,32 Und ihr, macht nur das Maß eurer Väter voll! 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? 23,34 Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt 23,35 damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blut Abels, des Gerechten, bis zu dem Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt.

23,36 Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen. 23,37 Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! 23,38 Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen; 23,39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!» Mt 23,32-39;


Erst beim Kommen des Herrn zum Antritt seiner Herrschaft im Tausendjährigen Friedensreich, wenn er den Rest Israels aus aller Welt sammeln wird (Jer 31,6-8; Mi 2,12-13; Zeph 3,19-20; Jes 11,11-13) und sie auf ihn blicken und bitter über den weinen werden, den sie am Kreuz durchbohrt haben, wird Israel wieder mit seinem Gott versöhnt und unter seinem wiedererweckten König David (Jer 30,8-9; Hes 34,23; Hos 3,4-5) das „Haupt unter den Nationen” (Jer 31,7; 2Sam 22,44; Ps 18,44) – also eine Weltmacht – auf Erden werden.


Israel im Lichte der Bibel.


Nach dem Alten Testament

Gott hat sein Erbarmen vom Haus Israel völlig weggenommen (Hos 1,6). Sie sind nicht mehr sein Volk (Hos 1,9). Nur das Haus Juda wird der Herr retten. Doch nicht durch Krieg, sondern durch seinen Geist (Hos 1,7). Erst im Millennium, wenn der Sohn Gottes seine tausendjährige Herrschaft auf Erden angetreten hat, (Hos 2,1.20; Hes 34,25; Jes 2,4) wird sie der Herr wieder als sein Volk annehmen (Hos 2,25; Jer 31,27-28).


Nach dem Neuen Testament

Es ist Gottes Wille, dass wir auf seinen Sohn hören (Mt 17,5). Dieser Sohn Gottes hat uns gesagt, dass jeder, der ihn verwirft, auch Gott verwirft (1Jh 2,23; Lk 10,16; Jh 5,22-23. 15,23). Das heutige Volk Israel leugnet den Sohn Gottes und beschimpft ihn als Betrüger und Gotteslästerer. Durch diese Leugnung des Sohnes hat Israel auch den Vater verworfen und ist somit ein Gott-loses Volk. (Jh 8,24)


Die "Israelfreunde" in den christlichen Gemeinden verkaufen daher ihr Erstgeburtsrecht als Jünger Christi gegen das Linsengericht eines Erfüllungsgehilfen von gottlosen Betrügern. – Es gibt für Israel keine geistliche Umkehr zu ihrem Gott und keine gottgewollte Rückkehr in ihr Land, es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus!! (Mt 23,38-39; Gal 5,4) – (Siehe auch Diskurs 111)




Nachdem also Israel nach dem Zeugnis der Bibel seit zweitausend Jahren ein gottloses Volk ist, verkündet jeder, der heute in Israel ein T-Shirt mit der Aufschrift trägt "Euer Gott soll mein Gott sein", damit sein Bekenntnis zur Gottlosigkeit. Und wer diese Leute dazu auffordert, solches zu tun, verführt sie zum Abfall vom christlichen Glauben.




(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Das Evangelium für die Juden / Trumpet of Salvation (Posaune der Rettung), Jakob Damkani 00, 2010-08-20)

Viele Jahre hat die Kirche das Evangelium Christi in einer völlig christlichen Weise interpretiert und gedacht, dass die Offenbarung Gottes erst mit Jeshuas (Jesu) Ankunft begann. Das alte Testament war nicht wichtig für sie und sie haben dem Plan Gottes, der besagte, dass Jesus in Bethlehem geboren werden und am Passahfest gekreuzigt werden sollte, keine Beachtung geschenkt. Da man diese wichtigen Wahrheiten einfach wegließ, wurde das Evangelium für das Volk, zu dem Jesus gekommen ist, immer fremder.

Nun ist es unsere Aufgabe, das reine Evangelium des Neuen Testamentes zu verkündigen und zu verstehen, dass Jesus ein Jude ist, dass Er zuerst zum Volk Israel kam, dass das Evangelium den Juden zuerst gilt und dass alle Seine Jünger Juden waren. Wir müssen sehen, dass Seine Botschaft eine Fortsetzung der Botschaft der Propheten war und Sein Leben die Erfüllung aller Verheißungen Gottes an Israel. Der Bund, den Gott mit Israel durch Jesus schloss, war schon lange Zeit vor Seiner Ankunft vorhergesagt.

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Jakob Damkani / Trumpet of Salvation (Posaune der Rettung)


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http://www.trumpetofsalvation.org/



Den obigen Aussagen auf der Website von Jakob Damkani, dem Leiter dieser Israelbewegung "Trumpet of Salvation" (Posaune der Rettung), kann man vollinhaltlich zustimmen. Bis auf ein einziges Wort - ja sogar nur bis auf einen einzigen Buchstaben! Im zweiten Absatz heißt es: „(…) dass das Evangelium den Juden zuerst gilt”. Und nun weiß jeder rechtgläubige Christ, der seine Bibel kennt, dass dies falsch ist. Hier müsste es heißen: "galt".

(Siehe auch Diskurs 1114: „Jacob Damkani: Die Lehre der Messianischen Juden - die Analyse..”)


Jesus Christus ist damals wohl zuerst zu den Juden gekommen und wollte ihnen das Evangelium, die "Frohe Botschaft" bringen. Doch die Juden haben nicht nur seine Botschaft zurückgewiesen, sondern auch ihn als Betrüger und Gotteslästerer zum Tode verurteilt und von den Römern kreuzigen lassen. Und weil die Juden den Sohn Gottes, der im Namen seine Vaters gekommen ist, verworfen haben, hat damals auch Gott die Juden verworfen. Die Zerstörung des Tempels und der Stadt Jerusalem im Jahre 70 geben ein beredtes Zeugnis davon (Mt 24,1-2).

Wenn allerdings in nicht allzu ferner Zukunft ein anderer im eigenen Namen mit Zeichen und Wundern der Lüge (2The 2,7-12) kommen wird, dann werden sie - die Juden und leider auch viele Christen - ihn nicht verwerfen, sondern mit Jubel und Begeisterung als den vermeintlich endlich gekommenen Messias aufnehmen. - Welche Ironie der Geschichte!

Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.

Jh 5,39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; 5,40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 5,41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 5,42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 5,43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. Jh 5,39-43;


Und das hat ihnen auch schon Mose im Heiligen Geist, kurz vor seinem Tod prophezeit, dass sie in der Endzeit ihren Gott verlassen und sich zum Bösen kehren und den Herrn damit reizen werden:

Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände.

5Mo 31,28 Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Aufseher, daß ich diese Worte vor ihren Ohren rede und den Himmel und die Erde gegen sie als Zeugen aufrufe 31,29 Denn ich habe erkannt, daß ihr nach meinem Tod ganz und gar zu eurem Verderben handeln und von dem Weg abweichen werdet, den ich euch befohlen habe. Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände. 5Mo 31,28-29;


Das Urteil Gottes (5Mo 31,19) über die Nation Israel hat Mose dann im "Lied des Mose" niedergeschrieben: „Denn sie sind eine Nation, die allen Rat verloren hat; keine Einsicht ist bei ihnen. Wenn sie weise wären, würden sie das verstehen, würden ihr Ende bedenken” (5Mo 32,28-29).

(Siehe auch Diskurs 101: „Die Israelbewegung in den christlichen Gemeinden - Sagt die Bibel, dass der Antichrist ein Jude sein wird?”)


Doch sie sind leider nicht weise und bedenken daher auch nicht ihr Ende. Die Juden sind seit fast zweitausend Jahren ein Volk ohne Gott. Und wie diese Prophezeiungen besagen, werden sie in der kommenden Endzeit den Antichristen als ihren "Messias" anbeten.

Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die erst vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten.

5Mo 32,15 Da wurde Jeschurun fett und schlug aus. Du wurdest fett, dick, feist! Und er verwarf den Gott, der ihn gemacht, und verachtete den Fels seiner Rettung. 32,16 Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde Götter, durch Greuel kränkten sie ihn. 32,17 Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die erst vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten. 32,18 Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest du und vergaßest den Gott, der dich geboren. 32,19 Und der HERR sah es und verwarf sie aus Unwillen über seine Söhne und seine Töchter. 32,20 Er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende ist; denn eine Generation voller Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist. 5Mo 32,15-20;

Und selbst auf den Gott seiner(!) Väter wird er nicht achten.

Dan 11,36 Und der König wird nach seinem Belieben handeln, und er wird sich erheben und sich groß machen gegen jeden Gott, und gegen den Gott der Götter wird er unerhörte Reden führen. Und er wird Erfolg haben, bis die Verfluchung vollendet ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen. 11,37 Und selbst auf den Gott seiner Väter wird er nicht achten, und weder auf den Schatz der Frauen noch auf irgendeinen Gott wird er achten; sondern er wird sich über alles erheben Dan 11,36-37;


(Siehe auch Diskurs 86: „Der erste und der zweite Antichrist.”)


Und daran können nun auch die Aktionen eines Jakob Damkani und seiner Jünger leider nichts ändern. Wie unser Herr prophezeit hat, wird es eine Umkehr des Volkes Israel erst bei seiner Wiederkunft geben:

Mt 23,39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht:
«Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!»
Mt 23,39;



Erst wenn unser Herr Jesus Christus kommt und den Rest der dann neuerlich in der ganzen Welt zerstreuten Juden wieder sammelt (Jer 31,6-8; Mi 2,12-13; Zeph 3,19-20; Jes 11,11-13) und sie auf ihn blicken und bitter über den weinen werden, den sie am Kreuz durchbohrt haben (Off 1,7; Mt 24,30; Sach 12,10), wird Israel wieder mit seinem Gott versöhnt sein. Bis dahin werden die meisten Juden Jesus Christus weiterhin als einen Betrüger, Gotteslästerer und falschen Messias beschimpfen und Gott wird ihrer weiterhin nicht gedenken.

Die einzige Möglichkeit der Rettung für die Juden ist – wie für alle anderen Menschen auch – die Bekehrung zu Jesus Christus und die Annahme seines stellvertretenden Opfers für ihre Sünden. Das ist ein Angebot Gottes für jeden Menschen, also auch für jeden Juden. Doch dafür bedarf es keiner bühnenreifen Auftritte auf den Straßen Jerusalems und keiner provokanten Zurschaustellung von unpassenden Werbe-T-Shirts. Damit wird kein einziger Jude gerettet, sondern nur das Evangelium verunglimpft.

Wenn der Heilige Geist einem Menschen das Herz für Gott geöffnet hat, dann wird dieser Mensch von selbst und in aller Stille den Weg zu einem rechtgläubigen Christen finden, der ihm in Liebe und Wahrheit die Frohe Botschaft verkünden kann. Es sind diese Juden die umkehren, welche Jesaja als den Überrest Jakobs bezeichnet.

Ein Überrest wird umkehren, ein Überrest Jakobs, zu dem starken Gott.

Jes 10,21 Ein Überrest wird umkehren, ein Überrest Jakobs, zu dem starken Gott. 10,22 Denn wenn auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres wäre: nur ein Überrest davon wird umkehren. Vernichtung ist beschlossen, einherflutend mit Gerechtigkeit. Jes 10,21-22;


Zu diesem "Überrest Jakobs" gehören aber nun auch nicht alle der sogenannten "Messianischen Juden". Messianische Juden beanspruchen das Recht, sich auf ihre Art auszudrücken, die "das jüdische Erbe und den originalen jüdischen Kontext des Glaubens an Yeshua beinhaltet". Sie sind zwar Juden, die glauben, dass Jesus der Messias Israels war, manche von ihnen1) lehnen aber mehrere christliche Glaubensgrundsätze, wie z.B. die Dreieinigkeit ab. Damit leugnen sie aber die Göttlichkeit Jesu Christi und degradieren sein Kreuzesopfer für die Sünden der Welt zu einem Justizirrtum. Sie sind daher glaubensmäßig keine Christen sondern Juden.

(Siehe auch Diskurs 82: „Ist der Glaube an die Dreieinigkeit heilsnotwendig?”)


Und ebenso wie die Juden, können auch sie ihre Sünden nach mosaischem Gesetz nicht mit einem Tieropfer (Sündopfer) vergeben bekommen, weil seit fast zweitausend Jahren weder ein Tempel noch ein Opferaltar in Jerusalem vorhanden ist. Nachdem sie aber dem Sohn Gottes seine Göttlichkeit absprechen und damit ein vor Gott entsprechendes und wohlgefälliges Opfer des Herrn am Kreuz für ihre Sünden ablehnen, werden ihnen ihre Sünden auch nicht nach dem neutestamentlichen, christlichen Glauben vergeben. Wie es daher der Herr schon den Juden prophezeit hat, werden auch diese Toraobservanten Messianischen Juden - wenn sie nicht zum Glauben daran kommen, dass ihr Gott in seinem Sohn selbst am Kreuz für sie gestorben ist - unerrettet in ihren Sünden sterben (Jh 8,22-24).

Wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.

Jh 12,44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; 12,45 und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Jh 12,44-45;

Ich und der Vater sind eins.

Jh 10,27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 10,28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. 10,29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. 10,30 Ich und der Vater sind eins. Jh 10,27-30;

Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes.

Kol 1,15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. 1,16 Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; 1,17 und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Kol 1,15-17;


Gerade jene Stelle im Neuen Testament, welche als Beweis für ihre Sicht angeführt wird, Röm 1,16, widerlegt die Auffassung dieser Toraobservanten Messianischen Juden:

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden.

Röm 1,16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. Röm 1,16;



Diese „Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden” ist eben gerade der stellvertretende Kreuzestod des Sohnes Gottes, der auch Gott war, für die Sünden der Welt, ohne dem es keine Rettung gibt. Und auch der Versuch, die Juden bei der Verkündigung mit dem Hinweis auf den zweiten Teil dieses Verses in irgendeiner Form zu priorisieren, weil es dort heißt „den Juden zuerst”, ist fehl am Platz. Denn damit ist ja genau dieses Evangelium vom Loskaufopfer Jesu Christi gemeint, welches den Juden bereits vor fast als zweitausend Jahren zuerst verkündet worden ist. Doch leider wollen diese das bis heute nicht annehmen.

Doch das Evangelium ist eine Frohbotschaft und keine Zwangsbotschaft. Menschen, die das Evangelium nicht hören wollen, müssen es auch nicht hören. Sie dann trotzdem damit zu konfrontieren, sie zu reizen, mit ihnen zu streiten, ja vielleicht sogar mit ihnen zu raufen - wie das in Mea Shearim geschah - ist völlig kontraproduktiv und entgegen dem Gebot unseres Herrn (Mt 10,14-15). Das sind die falschen Zuhörer - und möglicherweise auch die falschen Verkündiger. Hier muss man den Ort sofort verlassen - und wäre am besten gar nicht hingefahren.

Obwohl nun diese selbsternannten Israel-Retter den christlichen Kirchen vorwerfen, die Botschaft der atl. Propheten nicht zu berücksichtigen, kennen sie selbst diese Prophezeiungen der Propheten des Alten Testaments - bis hin zu Mose - offensichtlich auch nicht. Und in einer gewissen Überheblichkeit und um die Bewunderung der Leute auf sich zu lenken, kümmern sie sich nicht um die Entscheidung Gottes in Bezug auf Israel, fuhrwerken frisch und fröhlich in der Heilsgeschichte herum und haben die Ernsthaftigkeit des christlichen Glaubens noch gar nicht richtig begriffen. Sie sind wie die Heuchler beim Beten, die sich in aller Öffentlichkeit produzieren, damit sie von den Menschen gesehen werden, anstatt in Bescheidenheit, in der Stille ihrer Kammer und im Geist zu ihrem Gott zu beten.

Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.

Mt 6,5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. 6,6 Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. Mt 6, 5- 6;

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.

Jh 4,23 Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Jh 4,23-24;


Auch Gottfried Daniel Pomacher, ein Erweckungsprediger aus dem Wuppertal, hat diese Art von "Öffentlichkeitsarbeit" verurteilt, als er sagte:

„Das Christentum besteht nicht in Worten sondern in der Kraft des Heiligen Geistes in den Gläubigen. Nicht jene sind die Säulen des Tempels, die sich öffentlich in Gebeten mit "Herr, Herr" die Bewunderung ihrer Zuhörer verschaffen, sondern jene, welche zuhause, in ihrem stillen Kämmerlein und ohne einen einzigen Zuhörer, ihre Gebete an den Herrn richten, sind die wahren Träger der Gemeinde.”


Man kann nur hoffen, dass die Wünsche dieser Israel-Missionare nicht in Erfüllung gehen. Denn mit "Dein Volk ist mein Volk" würden sie ebenfalls zu einem Volk von Gottlosen werden und mit "Dein Gott ist mein Gott" zu einem Volk ohne Gott.





 

1)MESSIANISCHE JUDEN.
Toraobservante Richtung - die Thora und Gebote werden ausgelebt, genauso wie die üblichen jüdischen Feiertage. Die Thora wird nicht als "abgelöst" betrachtet. Diese grenzen sich sehr stark von den "nicht haltenden" messianischen Juden ab, und meistens werden mehrere christlichen Dogmen abgelehnt (wie Dreieinigkeit, Kirche als neues Volk Israel etc.), dadurch werden sie sowohl von den gläubigen Juden nicht akzeptiert, was für alle Richtungen gilt, als auch von den meisten Christen abgelehnt, da die Anerkennung der Dreieinigkeit sehr starken Einfluss auf die Akzeptanz religiöser Gruppierungen als im Kern christlich ausübt. Die gesetzestreuen messianischen Juden bezeichnen sehr oft andere messianische Juden als "Christen jüdischer Abstammung" und nur sich selbst als "Messianische Juden". (Wikipedia)






Die Israelbewegung in den christlichen Gemeinden. - Der christlich-evangelikale Zionismus.    1. Teil, Diskurs 101

Die Bibelzitate der "Israelfreunde" in der Bibel nachgeschlagen.   2. Teil, Diskurs 1012

Bericht aus dem Lager der Israelbewegung.   3. Teil, Diskurs 1013

Die jüdische Anti-Diffamations-Liga schreibt das Neue Testament um.   4. Teil, Diskurs 1014

Schma Jisrael - Höre, ISRAEL:  Das Urteil Gottes über sein Volk.   5. Teil, Diskurs 1015

Die Staatsgründung Israels 1948: Im Alten Testament prophezeit!   6. Teil, Diskurs 1016