Diskurs 107 - Die geleugnete, die falsche katholische und die echte biblische Dreieinigkeit.




Ist Jesus Christus nur Mensch gewesen? / Kommentar Jedida MD 00, 2011-06-12

Das Trinitätsdogma der katholischen Kirche.

Der Vater.

Der Heilige Geist.

Der Sohn Gottes. / Kommentar Jedida MD 01, 2011-06-12

Die Präexistenz Jesu Christi.

Zusammenfassung.

Ist die Dreieinigkeit nur ein Handeln Gottes in drei Personen?   -   Diskurs 1072 - Teil 2

Ist der Glaube an die Dreieinigkeit heilsnotwendig?   -   Diskurs 82



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Ist Jesus Christus nur Mensch gewesen? / Kommentar SM00, 2011-06-12)

Schalom, lieber Bruder! danke für deine kostenfrei HP und die vielen wertvollen Informationen! Ich befand mich letzte Woche in diesem Beitrag: Schma Jisrael - Höre, ISRAEL: Das Urteil Gottes über sein Volk. in dem sie einem Juden auf sehr ausführliche Weise ihren Messias Jeschua erklärt und "nachgewiesen" haben. Das ist genau das, was ich schon längere Zeit im Sinn habe: ein Evangelium für die Juden zu schreiben.

Nun wollte ich dich fragen, ob du mir deine Ausführungen dazu zur Verfügung stellen würdest, um dies zu verwirklichen? Gerne gebe ich natürlich die Quelle an. Was mir allerdings nicht zusagt ist dein letzter Absatz:

Übrigens: im Glaubensbekenntnis der Juden in 5Mo/Deut 6,4: „Höre Israel, der Ewige (JHWH) ist unser Gott, der Ewige allein” steht das hebräische Wort für „Gott” (Elohim) im Ausdruck „JHWH, unser Gott” in der Mehrzahl, so dass die Übersetzung wörtlich „JHWH, unsere Götter” heißt. Eine sehr gute Analyse dieses Hintergrunds findet sich bei http://www.amzi.org/html/schma_israel.html

Du bezeichnest das als sehr gute Analyse - ich bezeichne es als das genaue Gegenteil - leider! Es ist wirklich schade, dass sich Christen auf so vielen Gebieten einfach nicht einig werden können!!! Wenn wir uns schon über ein einzelnes hebräisches Wort nicht einig sind, dann kann das ja auch nichts werden. Der eine baut auf diese Erklärung sein ganzes Gottesbild auf, der zweite auf die andere Auslegung - so wird das nie was! Ich halte mich da lieber an die folgenden Ausführungen, die mich mehr überzeugt haben: „Der Herr (Jahwe), unser Gott, ist e i n Gott!” Mak.12:29  und die Schriftgelehrten bestätigten Jeschua mit den Worten: „Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denn Er ist  e i n e r, und es ist kein anderer außer ihm!” 12:32 Der biblische Gott Jahwe Echad  „Höre Israel: Jahwe ist unser Gott, Jahwe  a l l e i n !”   > Jahwe Echad 5.Mo.6:4  Die Bedeutung des Wortes echad, das hier verwendet wird ist „ein Einzelner und kein Zweiter” (Pred.4:8) Echad ist ein numerisches Adjektiv, meint niemals eine zusammengesetzte Einheit und bezeichnet den Gott Israels als vom Wesen her eine Person.

(…) Und darum geht es doch den Trinitariern: Sie wollen doch einen Mehrpersonen-Gott beweisen, einen Gott, der aus drei gleichen Teilen besteht und die Einzelteile haben den gleichen Stellenwert, wie die Gesamtheit – und das ist mit Jahwe Echad nicht gemeint

(…) Wenn du alle Texte eh kennst, so wunderts mich doch, dass du am katholischen Dogma eines dreiköpfigen hypostatischen Götterwesens nach babylonischen Vorbild festhältst???


Jedida MD info@liebezurwahrheit.dehttp://liebezurwahrheit.de



Das Trinitätsdogma der katholischen Kirche.

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Das katholische Trinitätsdogma postuliert die Wesens-Einheit von Gott Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist. Diese werden als drei aus Gott entsprungene, gleich große Personen oder Hypostasen (Wesen) der Trinität, nicht aber als drei Substanzen oder drei Götter aufgefasst.

Die Dreieinigkeit von Gott-Vater, Gott-Sohn und  Gottes Geist, welche hier bei Immanuel.at vertreten wird, unterscheidet sich vom Trinitätsdogma der katholischen Kirche und anderen Deutungen grundlegend. Hier wird den vielen Versuchen von Theologen und Exegeten in Vergangenheit und Gegenwart, sich mit diesem Thema zu profilieren und alle denkbaren "Komplikationen" hinein zu interpretieren, eine Absage erteilt. Aufgrund von biblischen Aussagen, welche weiter unten angeführt werden, wird auf jedwede sophistische Interpretation verzichtet und werden die Dinge ganz einfach so gesehen, wie sie uns in der Schrift überliefert sind.

Und die Schrift besagt, dass diese drei Wesen - die "Dreiheit" - in der himmlischen Dimension ebenso geistliche göttliche Wesen sind, wie drei Menschen hier auf Erden drei menschliche Wesen sind. Und ebenso wie die drei beispielhaften Menschen von Aussehen, Charakter und Fähigkeiten unterschiedlich sind, sind auch diese drei göttlichen Wesenheiten von unterschiedlicher Natur. Gott-Vater ist - nach der Bibel - (wie übrigens der Name schon besagt) der Schöpfer, Herrscher und Machthaber, während Gott-Sohn (das "Wort") und Heiliger Geist - ebenfalls nach der Bibel - eine untergeordnete, ausführende Stellung einnehmen. Sie sind daher auch nicht „drei gleich große Personen”, wie dies das katholische Dogma fälschlich postuliert. 

Was nun die "Einheit" dieser drei geistlichen Wesen betrifft, welche in der Diskussion immer wieder zu Spekulationen und Streitigkeiten Anlass gibt, wird damit in der Schrift offensichtlich eine "normale" Gegebenheit in der himmlischen Dimension dokumentiert, welche wir zwar im menschlichen Bereich nur schwer nachvollziehen können. Aber es sind nichtsdestoweniger biblische Tatsachen, welche durch viele Bibelstellen belegt sind.

Nachdem wir Menschen auf dieser Welt meist nur in physischen und damit materiellen Zusammenhängen denken, weigert sich unser Verstand eine Vereinigung von drei materiellen Personen in einer Person zu akzeptieren. Wenn wir diese Bezeichnung der "Einheit in der Dreiheit" aber z.B. auf das Wasser anwenden, wird das Ganze für uns schon viel verständlicher. Wasser kann ja - je nach Umfeld - im flüssigen, festen (Eis) und gasförmigen (Dampf) Aggregatzustand auftreten. Es sind also drei verschiedene Zustände, welche auch unterschiedliche Eigenschaften haben und dennoch ist es nur ein Element. Und es würde wohl niemandem einfallen, zu behaupten, Wasser kann es nur in flüssiger Form geben oder dass Eis und Dampf zwei vom Wasser unterschiedliche Elemente wären. Und ähnlich ist es auch mit der biblischen Dreieinigkeit.

Doch wie wir aus der Schrift wissen, ist Gott nicht materiell, sondern Geist (Jh 4,24). Und auch die beiden anderen Wesenheiten sind in der himmlischen Dimension Geist. Auf Erden können sie aber auch in materieller Gestalt erscheinen, wie z.B. Gott der Ewige dem Hesekiel im Thron am Fluss Kebar (Hes 1,26), der Sohn Gottes nach seiner Auferstehung den Jüngern (Jh 1,32), der Heilige Geist bei der Taufe Jesu (Jh 20,26) und schließlich alle drei, als sie dem Abraham erschienen sind (1Mo 18,2). In der geistlichen Wesensform scheint es jedoch eine der Eigenschaften der Wesenheiten zu sein, dass ein Geist einem anderen Geist oder auch einem Menschen innewohnen kann. Und so wohnte auch Gott der Allmächtige im Geist seines Sohnes auf Erden (Jh 12,44.13,20. 14,8-11)

Glaubst du nicht, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist?

Jh 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. 14,9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? 14,10 Glaubst du nicht, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke. 14,11 Glaubt mir, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen! Jh 14, 8-11;


Aber auch die Dämonen, d.s. ehemalige Engel, welche zur Zeit Jesu nach dem verlorenen Kampf im Himmel gegen Michael und seine Engel gemeinsam mit Satan auf die Erde geworfen wurden und die Jesus aus vielen Menschen ausgetrieben hat, haben im Geist von Menschen Unterschlupf gefunden (Mt 8,28-32; Mk 1,34.16,9).

(Siehe auch Exkurs 06: „ Vom Angesicht Gottes in den Feuersee - die vier Stationen Satans.


Der Geist Gottes und das Wort Gottes sind also integrative Anteile im Geist des einen und einzigen Gottes JHWH und damit göttlichen Charakters. Aufgrund der Aussagen der Bibel wissen wir aber, dass Gott beide, das Wort und den Geist, auch desintegrieren, also entsenden kann. Und das soll nun in den folgenden Ausführungen nachgewiesen werden


Der Vater.

Die von Jedida MD angeführten Bibelstellen bezüglich Gott dem Allmächtigen, sind natürlich richtig und dem kann auch nicht widersprochen werden. Genau das geht ja auch aus der Aussage des Herrn in Mk 12,29-30 hervor:

Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist ein Herr.

Mk 12,29 Jesus antwortete ihm: Das erste ist: «Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist ein Herr; 12,30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!» Mk 12,29-30;


Genau dies ist ja auch das Glaubensbekenntnis der Juden, aus 5Mo 6,4: „Höre, Israel: Der HERR (JHWH)  ist unser Gott (Elohim), der HERR  (JHWH) allein”. Doch die Bezeichnung "Elohim" in der Aussage „JHWH, ist unser Gott” steht im hebräischen Urtext in der Mehrzahl, so dass die Übersetzung wörtlich lautet: „Der Herr (JHWH), sind unsere Götter (Elohim), der Herr (JHWH) allein”. Und daher haben wir auch hier wieder den Nachweis einer Dreieinigkeit in der Schrift. Das Problem sind also nicht die Aussagen der Schrift über Gott den Einen und Einzigen, sondern die Unfähigkeit - oder Unwilligkeit - der Antitrinitarier den Zusammenhang zu begreifen.

Die Behauptung der Antitrinitarier, „dass der Glaube an den einen, einzigen und alleinigen Gott wichtigster Glaubenspunkt im Urchristentum war”, wird aber nicht nur durch das AT bestätigt. Wir haben auch im NT genügend Hinweise auf diesen Glaubensgrundsatz.

Denn einer ist euer Vater, nämlich der im Himmel.

Mt 23,8 Ihr aber, lasst ihr euch nicht Rabbi nennen! Denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder. 23,9 Ihr sollt auch nicht jemanden auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, nämlich der im Himmel. 23,10 Lasst euch auch nicht Meister nennen; denn einer ist euer Meister, der Christus. 23,11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 23,12 Wer sich aber selbst erhöhen wird, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigen wird, wird erhöht werden. Mt 23, 8-12;

Denn Gott ist einer.

Röm 3,21 Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: 3,22 Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, 3,23 denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes 3,24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. 3,25 Ihn hat Gott hingestellt als einen Sühneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden 3,26 unter der Nachsicht Gottes; zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist. 3,27 Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 3,28 Denn wir urteilen, dass der Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke. 3,29 Oder ist Gott der Gott der Juden allein? Nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen. 3,30 Denn Gott ist einer. Er wird die Beschneidung aus Glauben und das Unbeschnittensein durch den Glauben rechtfertigen. 3,31 Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz. Röm 3,21-31;

Dass kein Gott ist als nur einer.

1Kor 8,2 Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, so hat er noch nicht erkannt, wie man erkennen soll; 8,3 wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. 8,4 Was nun das Essen von Götzenopferfleisch betrifft, so wissen wir, dass es keinen Götzen in der Welt gibt und dass kein Gott ist als nur einer. 8,5 Denn wenn es auch sogenannte Götter gibt im Himmel oder auf Erden - wie es ja viele Götter und viele Herren gibt - 8,6 so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn. 1Kor 8, 2- 6;

Gott aber ist nur einer.

Gal 3,18 Denn wenn das Erbe aus dem Gesetz kommt, so kommt es nicht mehr aus der Verheißung; dem Abraham aber hat Gott es durch Verheißung geschenkt. 3,19 Was soll nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt - bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung galt - angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. 3,20 Ein Mittler aber ist nicht Mittler von einem; Gott aber ist nur einer. 3,21 Ist denn das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes? Das ist ausgeschlossen. Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte, dann wäre wirklich die Gerechtigkeit aus Gesetz. 3,22 Aber die Schrift hat alles unter die Sünde eingeschlossen, damit die Verheißung aus Glauben an Jesus Christus den Glaubenden gegeben werde. 3,23 Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. 3,24 Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. 3,25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister; 3,26 denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben in Christus Jesus. 3,27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, ihr habt Christus angezogen. Gal 3,18-27;

Denn einer ist Gott.

1Tim 2,1 Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, 2,2 für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. 2,3 Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, 2,4 welcher will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 2,5 Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, 2,6 der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. 2,7 Dafür bin ich eingesetzt worden als Herold und Apostel - ich sage die Wahrheit, ich lüge nicht - als Lehrer der Nationen in Glauben und Wahrheit. 1Tim 2, 1- 7;

Ein Gott und Vater aller.

Eph 4,3 Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: 4,4 Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung! 4,5 Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 4,6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist. 4,7 Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade nach dem Maß der Gabe Christi gegeben worden. Eph 4, 3- 7;


Diese 6 Schriftstellen sprechen tatsächlich alle davon, dass es nur einen Gott und Vater aller gibt. Wenn wir allerdings den Kontext dieser 6 Schriftstellen genauer lesen, erkennen wir, dass in jedem einzelnen dieser Texte – zugleich mit der Erwähnung des einen und einzigen Gottes – der Sohn, unser Herr Jesus Christus, genannt wird.

Auch die folgenden Hinweise, welche nachweisen, dass beide - das Wort, der spätere Sohn Gottes, und der Geist Gottes - von Gott dem Vater entsandt wurden und daher vor ihrem Erscheinen auf Erden bei Gott waren, bestätigen ihr göttliches Wesen.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Jh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 1,2 Dieses war im Anfang bei Gott. 1,3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.1,4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt. Jh 1, 1- 5;

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.

Jh 1,14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. - 1,15 Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir geworden, denn er war eher als ich. Jh 1,14-15;

Er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes.

Off 19,11 Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit.19,12 Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst; 19,13 und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Off 19,11-13;

Und der Vater, der mich gesandt hat, er selbst hat Zeugnis von mir gegeben.

Jh 5,36 Ich aber habe das Zeugnis, das größer ist als das des Johannes; denn die Werke, die der Vater mir gegeben hat, daß ich sie vollbringe, die Werke selbst, die ich tue, zeugen von mir, daß der Vater mich gesandt hat. 5,37 Und der Vater, der mich gesandt hat, er selbst hat Zeugnis von mir gegeben. Ihr habt weder jemals seine Stimme gehört, noch seine Gestalt gesehen, 5,38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch; denn dem, den er gesandt hat, dem glaubt ihr nicht. Jh 5,36-38;

Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen.

Jh 8,42 Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Jh 8,42;


Dass "das Wort" Fleisch, also Mensch wurde, ist durch das Einwirken des Geistes Gottes geschehen, der in der Kraft Gottes die Maria, die Mutter Jesu, überschattet hat, wie das Lk 1,35 berichtet.

Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten.

Lk 1,30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. 1,31 Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. 1,32 Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; 1,33 und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein. 1,34 Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies zugehen, da ich von keinem Mann weiß? 1,35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden. Lk 1,30-35;

Denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geist.

Mt 1,18 Mit dem Ursprung Jesu Christi verhielt es sich aber so: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Josef verlobt war, wurde sie, ehe sie zusammengekommen waren, schwanger befunden von dem Heiligen Geist. 1,19 Josef aber, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht öffentlich bloßstellen wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen. 1,20 Während er dies aber überlegte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht,   Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen! Denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geist. Mt 1,18-20;


Und damit haben wir auch gleich den Hinweis, dass auch der Heilige Geist im Auftrag Gottes entsandt werden kann, wie auch in den folgenden Bibeltexten.

Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben.

Jh 14,16 und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, 14,17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Jh 14,16-17;

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist.

Jh 16,13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. 16,14 Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. 16,15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, daß er von dem Meinen nimmt und euch verkündigen wird. Jh b16,13-15;

Der Vater, der vom Himmel gibt, gibt den Heiligen Geist denen, die ihn bitten!

Lk 11,13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten! Lk 11,13;


Der Heilige Geist.

Es gibt auf dieser Website schon einige Diskussionen mit Antitrinitariern (Die Dreieinigkeit: ein unbiblisches Denkschema? Diskurs 26, Diskurs 262, Diskurs263) und obwohl die Vertreter dieser Sicht - ihrem Namen nach - ja eine Göttlichkeit von Sohn und Heiliger Geist bestreiten, wurde von ihnen bisher in diesen Argumentationen die Göttlichkeit des Heiligen Geistes noch nie groß hinterfragt. Es ging in diesen Diskussionen hauptsächlich um die Göttlichkeit Jesu Christi. Und da stellt sich natürlich die Frage, warum man eine Dreieinigkeit ablehnt, aber offenbar eine "Zweieinigkeit" - nämlich Gott Vater und Heiliger Geist - für die Antitrinitarier kein Problem zu sein scheint.

Und damit stellt sich auch die Frage, ob da nicht etwa der Sack geschlagen wird, wenn der Esel gemeint ist? Will meinen, dass es diesen Leuten gar nicht um die Dreieinigkeit geht, sondern um den alten Versuch der Juden und der "Israelfreunde", Jesus Christus als Messias und erst recht als göttliches Wesen wegzudiskutieren?

(Siehe auch den Diskurs 82: „Ist der Glaube an die Dreieinigkeit heilsnotwendig?”)


Es ist auch auffallend, dass es sich bei Antitrinitariern oft um besonders israelophile (israelfreundliche) Christen handelt, welche u.a. aus Gemeinden mit jüdischen Predigern der "Israelbewegung" kommen. Und nachdem die Juden unseren Herrn Jesus Christus schon seit zweitausend Jahren als Betrüger und Gotteslästerer beschimpfen, ist natürlich die Ablehnung von Jesus Christus als Sohn Gottes und selbst göttliches Wesen bei diesen Geschwistern nicht verwunderlich.

Nicht so beim Heiligen Geist. Im Gegensatz zum Sohn Gottes, wird der Geist Gottes im AT (der jüdischen Tora) schon bei der Schöpfung in 1Mo 1,2 erwähnt und unzählige Male wird berichtet, dass der Geist Gottes bestimmten Menschen innewohnte und sie erfüllt hatte (z.B. 2Mo 31,3.35,31; 2Chr 15,1.25,20 etc. etc.). Und nachdem das daher auch die Juden so sehen, haben offenbar auch die Antitrinitarier damit kein Problem.

Den biblische Nachweis, dass gerade der Geist Gottes ein integrativer Teil Gottes des Ewigen ist, finden wir bei Paulus, in 1Kor 2,11:

So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.

1Kor 2,10 Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. 2,11 Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. 2,12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Ding> kennen, die uns von Gott geschenkt sind. 2,13 Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten. 1Kor 2,10-13;


Wenn also der Heilige Geist die Tiefen Gottes erforscht und als Einziger erkennt, was in Gott ist, dann muss er zwingend in Gott immanent sein. Nachdem aber mit den Bibelstellen weiter oben nachgewiesen werden konnte, dass Gott den Geist auch entsenden und dieser selbstständig handeln kann, ist er auch als Person anzusehen.

Der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen.

Jh 14,26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Jh 14,26;


Auch der Umstand, dass Paulus - ebenfalls im ersten Korintherbrief - schreibt, dass der Geist nach eigenem Ermessen und in freier Willensentscheidung handelt, bestätigt den Personenstatus des Geistes Gottes.

Alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.

1Kor 12,8 Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; 12,9 einem anderen aber Glauben in demselben Geist, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist, 12,10 einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen aber Auslegung der Sprachen. 12,11 Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will. 1Kor 12, 8-11;


Der Sohn Gottes.

Womit wir bei der eigentlichen Frage dieser immer sehr engagiert geführten Diskussion wären: Ist Jesus Christus, der Sohn Gottes, nur und ausschließlich Mensch gewesen oder war er selbst auch Gott? Dazu schreibt die obige Kommentatorin:

(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Ist Jesus Christus nur ein Mensch gewesen? / Kommentar SM01, 2011-06-13)

Um Wahrheit zu finden habe ich erst einmal das betrachtet, was uns die Schrift zu Gott Jahwe im AT und dann im NT offenbart. Dann suchte ich zu ergründen, ob er sich selbst als Retter (Messias) ankündigte. Dazu fand ich die Ankündigung der Zeugung eines Sohnes an einem bestimmten Tag, (Ps 89,27-29; Hbr 1,5; Ps 2) (…) sowie die Prophezeiungen über den Knecht Gottes, der seinen Auftrag ausführen würde und den er dazu übernatürlich mit seinem Geist salben würde. Dieser sei ein Mann aus dem Hause David und ein Prophet wie Mose. (die Texte kennst du ja selbst)

Meine Suche danach, ob Gott an irgendeiner Stelle sagen würde, dass er selbst es sei, der kommen würde, war vergebens, wenngleich er sich selbst als den Retter und Heiland bezeichnet, so sagt er doch nirgends, dass er selbst der Messias sei oder dass er in einer anderen Gestalt oder gar Hypostase kommen würde oder sich gar in einem Menschen inkarnieren würde. Die Erkenntnis des Sohnes Jeschua im AT war damit auch schon abgeschlossen. (…)

Das Trinitätsdogma beinhaltet die Wesenseinheit der drei Hypostasen. Diese Einheit würde bedeuten, dass alle die gleiche Stellung und Wertigkeit haben. Doch leider bezeugt die Schrift etwas anderes. Wie kann der Mensch Jeschua wesenseins mit Gott sein, wenn er ihn als „seinen Gott”(Mat.27:46, Joh.20:17) und als „sein Haupt” (1.Kor.11:3b; 15:28) bezeichnet oder wenn er vom Vater sagt: „Der Vater ist größer als ich!”

(…) Ich bekenne Jeschua vor den Menschen als Erlöser, als Heiland, als Richter und auch Lebengeber, denn auch diese Vollmacht Leben zu geben hat er vom allmächtigen Gott erhalten und hat sie nicht aus sich selbst. Joh.17:2

Jedida MD info@liebezurwahrheit.dehttp://liebezurwahrheit.de



Diese Auffassung hat der Antitrinitarier Anonym im Diskurs 26 sehr prägnant auf den Punkt gebracht, wenn er schreibt:

„Jesus Christus wurde durch den Geist Gottes gezeugt (Hbr 1,5, Lk 1,35) und war Mensch (1Tim 2,5). Vorstellungen, welche darüber hinausgehen, sind unbiblisch.”


Im obigen Kommentar von Jedida MD ist zu erkennen, dass man den Antitrinitariern alle möglichen Argumente liefern kann, doch wenn sie "Dreieinigkeit" hören oder lesen, ist das bei ihnen wie ein "Pawlow'scher Reflex": sie denken sofort an das Trinitätsdogma der katholischen Kirche und achten nicht mehr darauf, was man tatsächlich sagt oder schreibt.

Dann meint diese Kommentatorin weiter, dass sie im AT und auch im NT nach Aussagen über den Sohn Gottes gesucht habe, oder ob sich Gott „selbst als Retter (Messias) ankündigte” oder „ob Gott an irgendeiner Stelle sagen würde, dass er selbst es sei, der kommen würde”. Und damit wird natürlich versucht, die Göttlichkeit des Sohnes infrage zu stellen.

Dass sie hier im AT nicht fündig wurde, ist - wenn man die Bibel kennt - nicht verwunderlich. Schreibt uns doch Paulus im Römerbrief, dass dies ein Geheimnis war, das ewige Zeiten verschwiegen war und daher gerade im AT keine konkrete Aussagen darüber zu finden sind.

Die Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch verschwiegen war.

Röm 16,25 Dem aber, der euch zu stärken vermag nach meinem Evangelium und der Predigt von Jesus Christus, nach der Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch verschwiegen war, 16,26 jetzt aber offenbart und durch prophetische Schriften nach Befehl des ewigen Gottes zum Glaubensgehorsam an alle Nationen bekanntgemacht worden ist, 16,27 dem allein weisen Gott durch Jesus Christus, ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen Röm 16,25-27;


Doch für den Bibelkenner gibt es auch im AT Hinweise, wie z.B. beim Propheten Micha:

Und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.

Mi 5,1 Und du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her. Mi 5, 1;


Hier wird prophezeit, dass aus Bethlehem, der Geburtstadt Jesu, der Messias hervorgehen wird. Und der Psalmist prophezeit in Ps 45,7-8, dass Gott der Ewige selbst seinen Erstgeborenen gesalbt hat und er daher der Gesalbte, der Messias ist. Und diesen nennt der Psalmist einen Gott und bestätigt, dass sein Thron für immer und ewig ist:

Dein Thron, o Gott, ist immer und ewig. Darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt.

Ps 45,7 Dein Thron, o Gott, ist immer und ewig, ein Zepter der Geradheit ist das Zepter deiner Herrschaft. 45,8 Gerechtigkeit hast du geliebt und Gottlosigkeit gehaßt: darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten. Ps 45, 7- 8;


Doch genau den Hinweis, welche die Kommentatorin gesucht hat, dass nämlich Gott sagt, dass er selbst kommen wird, finden wir im NT in zweifacher Form:

Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.

Kol 1,15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. 1,16 Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch und zu ihm hin geschaffen; 1,17 und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Kol 1,15-17;


Oben, in Kol 1,15, offenbart uns Paulus, dass Jesus Christus das Bild des unsichtbaren Gottes ist. Gott ist Geist und daher per se gestaltlos und für den Menschen unsichtbar. Um sich den Menschen bildlich darzustellen, hat Gott seinen Sohn gesandt und ist in seiner Gestalt zu den Menschen gekommen.

Friede von dem, der ist, der war und der kommt und von den sieben Geistern und von Jesus Christus.

Off 1,4 Johannes den sieben Gemeinden, die in Asien sind: Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, 1,5 und von Jesus Christus, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut. Off 1, 4- 5;


In der Aussage oben, in Off 1,4: „Friede von dem, der ist und der war und der kommt” ist nicht die Rede vom Sohn, sondern von Gott dem Vater persönlich, denn es heißt ja anschließend in Vers Off 1,5 „und von Jesus Christus”. Dieser Gott, der ist und der war, der Ewige und Allmächtige, er wird auch selbst kommen. Und zwar in seinem Sohn Jesus Christus, um im Tausendjährigen Reich zu regieren.


Die Präexistenz Jesu Christi.

Die Göttlichkeit des Sohnes Gottes lässt sich in der Bibel mit seiner Präexistenz vor seiner Menschwerdung auf Erden nachweisen. Vorab sei erwähnt, dass die weiter oben zitierten Bibelstellen von dem "einen und einzigen Gott" natürlich als Glaubensfaktum zu betrachten sind und es daher auch keine „Drei Götter”-Interpretation und keinen Polytheismus geben kann.

Das heißt aber andererseits, dass eine Präexistenz der beiden anderen Personen – hier also des Herrn Jesus – nur in und mit dem einen und einzigen Gott – dem Vater - denkbar ist. Daher wollen wir zuerst jene Schriftstellen betrachten, welche diese Einheit von Vater und Sohn implizieren.

Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir.

Jh 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. 14,9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? 14,10 Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke. 14,11 Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen! 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. 14,13 Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. 14,14 Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. Jh 14, 8-14;

An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin.

Jh 14,15 Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; 14,16 und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, 14,17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. 14,18 Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch. 14,19 Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich: weil ich lebe, werdet auch ihr leben. 14,20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. 14,21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. Jh 14,15-21;

Das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters.

Jh 14,22 Judas, nicht der Iskariot, spricht zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? 14,23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 14,24 Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. 14,25 Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch weile. 14,26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. 14,27 Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam. 14,28 Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich. Jh 14,22-28;


Aus den obigen drei Abschnitten des Johannesevangeliums geht eindeutig hervor, dass der Sohn im Vater und der Vater im Sohn ist. Dies ist nun aber nicht so zu verstehen, dass Gott-Vater selbst als Mensch Jesus Christus auf Erden gewesen wäre.

Die Aussage des Herrn in Jh 14,9: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen”, meint also nicht, dass die physische Gestalt des Herrn Jesus identisch mit jener des Vaters gewesen wäre. Es ist vielmehr so, dass die äußere Gestalt für die Identität Gottes völlig irrelevant ist. Gott ist Geist und daher für uns Menschen unsichtbar. Andererseits ist es aber durchaus so, dass Gott diesen ganz bestimmten physischen Körper seines Sohnes gewählt hat, um sich den Menschen sichtbar zu offenbaren. Vorher hat kein Mensch je Gott gesehen, da jeder Mensch hätte sterben müssen, der Gott in seiner Herrlichkeit erblickt hätte. Und auch nachher hat bisher nie mehr ein Mensch Gott gesehen.

Die eigentliche Präsenz des Vaters war aber im Geist des Sohnes. Nach der Taufe des Herrn durch Johannes kommt der Geist des Vaters in Mt 3,16 in Gestalt einer Taube auf Jesus herab.

«Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe».

Mt 3,16 Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm geöffnet, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und auf sich kommen. 3,17 Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe. Mt 3,16-17;


Und es war dann auch dieser Geist des Vaters, der zum Geist des Sohnes sprach und es waren die Worte des Vaters, welche der Sohn redete. Daher konnte der Herr Jesus in Jh 14,24 auch sagen: „das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters”.

Hier darf aber wieder nicht daraus geschlossen werden, dass der Sohn nur ein Sprachrohr, eine Marionette des Vaters war. Wie wir oben gesehen haben, ist der Sohn eine eigene Person und hat völlige Entscheidungsfreiheit. Doch ebenso wie etwa ein Bräutigam bei der Hochzeit der Aufforderung des Pastors freiwillig und mit Freuden nachkommt und sein Jawort ausspricht, spricht auch der Sohn Gottes aus, was ihn der Vater im Geist zu sagen heißt.

Allerdings kann mit der bisherigen Argumentation bestenfalls nachgewiesen werden, dass zu Lebzeiten des Herrn Jesus der Vater in ihm immanent war und er daher in diesem Sinne Göttlichkeit besaß. Eine Präexistenz Jesu Christi als und in Gott ist damit noch nicht bewiesen. Hier müssten wir Aussagen in der Schrift finden, welche eine Gemeinschaft des Sohnes mit dem Vater – möglichst weit – vor der Geburt Jesu dokumentieren.

Und hier haben wir einmal das Zeugnis des Herrn selbst in Jh 6,38:

Ich bin vom Himmel herabgekommen.

Jh 6,36 Aber ich habe euch gesagt, dass ihr mich auch gesehen habt und nicht glaubt. 6,37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen; 6,38 denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 6,39 Dies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tag. 6,40 Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Jh 6,36-40;

Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur der, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen

Jh 3,12 Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? 3,13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur der, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen. 3,14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden,3,15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe. Jh 3,12-15;


Wenn der Herr vom Himmel herabgekommen ist, muss er in Konsequenz vor seinem irdischen Leben im Himmel beim Vater gewesen sein.

Aber auch bei Paulus stoßen wir u. a. auf eine Aussage über den Herrn in seinem ersten Brief an die Korinther:

Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

1Kor 8,5 Denn wenn es auch sogenannte Götter gibt im Himmel oder auf Erden - wie es ja viele Götter und viele Herren gibt - 8,6 so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn. 1Kor 8, 5- 6;


Dieser Hinweis ist deshalb interessant, weil er ja besagt, dass alle Dinge durch Jesus Christus sind. Und wenn wir diese Aussage ernst nehmen wollen, dann müssen „alle Dinge” wirklich alle Dinge – also die gesamte Schöpfung, der gesamte Kosmos – sein.

Genau diese Präzisierung bekommen wir dann auch wieder von Paulus in seinem Brief an die Kolosser:

Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.

Kol 1,15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. 1,16 Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch und zu ihm hin geschaffen; 1,17 und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Kol 1,15-17;


Alles – in den Himmeln und auf der Erde – ist durch Jesus Christus geschaffen worden. Und er ist vor allem gewesen und alles besteht durch ihn.

Dies heißt nun nicht nur, dass der Sohn Gottes vor seiner Menschwerdung existiert hatte, sondern dass er sogar vor aller Schöpfung war und alle Schöpfung durch ihn erst geschaffen wurde. Nachdem nun aber die Schöpfung nur durch Gott erfolgt sein kann, ist damit bestätigt, dass der Sohn bereits vor dem Zeitpunkt der Schöpfung, in der Gestalt des "Wortes", welches das "es werde" Gottes aussprach, Teil des einen und einzigen Gottes gewesen ist.

Dafür gibt es auch im AT Hinweise, wie beim Propheten Micha:

Und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.

Mi 5,1 Und du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her. Mi 5, 1;


Hier wird prophezeit, dass aus Bethlehem, der Geburtstadt Jesu, der Messias hervorgehen wird. Und dann sagt der Prophet:

„seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her”.


Und auch der Psalmist prophezeit in Ps 45,7-8, dass Gott der Ewige selbst seinen Erstgeborenen gesalbt hat und er daher der Gesalbte (Messias) ist. Und hier heißt es vom Sohn:

Darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten.

Ps 45,7 Dein Thron, o Gott, ist immer und ewig, ein Zepter der Geradheit ist das Zepter deiner Herrschaft. 45,8 Gerechtigkeit hast du geliebt und Gottlosigkeit gehaßt: darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten. Ps 45, 7- 8;


Dies bestätigt auch die, von der Besucherin in ihrem obigen Kommentar zitierte Bibelstelle (Hbr 1,5) im Hebräerbrief (Brief an die Juden). Dessen Verfasser hat gerade die Behauptung der Juden, dass Jesus zwar eventuell ein Engel, aber keinesfalls Gott gewesen sein kann, mit sämtlichen Argumenten - vor allem auch aus dem Alten Testament - widerlegt. Gerade deshalb wäre es auch befremdlich gewesen, wenn wir hier - wie Jedida MD schreibt - keinen Hinweis auf die Göttlichkeit des Sohnes Gottes finden sollten. Und so ist es dann auch. Wenn man nur drei Verse weiter liest, steht in Hbr 1,8:

Von seinem Sohn spricht Gott: «Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit.»

Hbr 1,5 Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: «Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt»? und wiederum: «Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein»? 1,6 Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: «Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!» 1,7 Und von den Engeln zwar spricht er: «Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme», 1,8 von dem Sohn aber: «Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches»; 1,9 du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten.» Hbr 1, 5- 9;


Gott der Allmächtige selbst nennt also oben, in Ps 45,8, seinen Sohn einen Gott und der Prophet Micha bestätigt: „seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her”. Und genau das hat auch unser Herr Jesus Christen den Juden zu verstehen gegeben, als sie an seiner Präexistenz zweifelten:

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.

Jh 8,53 Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? 8,54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts; mein Vater ist es, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. 8,55 Und ihr habt ihn nicht erkannt, ich aber kenne ihn; und wenn ich sagte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich euch gleich sein: ein Lügner. Aber ich kenne ihn, und ich bewahre sein Wort. 8,56 Abraham, euer Vater, jubelte, daß er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.

8,57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? 8,58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich. 8,59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus. Jh 8,53-59;


Hier sagt Jesus den Juden: „Abraham, euer Vater, jubelte, daß er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.” Und ebenso wie Jedida MD  oben meint „Dieser (Jesus) sei ein Mann aus dem Hause David und ein Prophet wie Mose” sagten auch damals die Juden: „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?”. Und hier antwortet der Herr den Juden: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.” – Diese Antwort gilt dann auch für die Antitrinitarier, sofern sie sich nicht auch dem Vorwurf des Herrn aussetzen wollen, Lügner zu sein.

Christus Jesus, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.

Phil 2,5 Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 2,6 der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. 2,7 Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, 2,8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. Phil 2, 5- 8;


Damit ist sowohl die Präexistenz, wie auch die Göttlichkeit Jesu Christi durch AT und NT eindeutig erwiesen.

Doch durch seine Geburt ist Christus nicht Mensch geworden um zu regieren, sondern um die Menschen zu retten. Um der absoluten Gerechtigkeit des Vaters Genüge zu tun, musste er als stellvertretendes Opfer für alle Sünden aller Menschen sterben. Und deshalb hat er auf seine Göttlichkeit freiwillig verzichtet und ist ein sterblicher Mensch geworden. Nachdem ein Gott nicht sterben kann, hat Jesus Christus, der Sohn Gottes und selbst Gott, aus Liebe zu uns Menschen auf seine Göttlichkeit eine kurze Zeit verzichtet, um durch seinen Tod am Kreuz dieses Loskaufopfer zur Errettung aller Menschen erbringen zu können.

Doch wir haben noch weitere Texte in der Bibel, welche nicht nur die Präexistenz des Herrn Jesus bestätigen, sondern auch den Umstand, dass er als „Wort Gottes” den Schöpfungswillen des Ewigen ausgeführt und damit durch ihn alle Welten gemacht wurden.

Im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat;

Hbr 1,1 Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, 1,2 hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; 1,3 er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt, hat sich  zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat; Hbr 1, 1- 3;


Wenn es also in 1Mo 1,3 heißt „Und Gott sprach”, so war es das Wort Gottes, die zweite Person der Dreieinigkeit, unser Herr Jesus Christus, welcher hier im Namen seines Vaters wirkte.

Das "Wort" finden wir dann auch in der Offenbarung und an anderen Stellen bei Johannes:

Off 19,11 Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. 19,12 Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand  kennt als nur er selbst; 19,13 und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Off 19,11-13; (Also Jesus Christus)

Jh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (Also Jesus Christus)

1Jh 2,13 Ich schreibe euch, Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. (Also Jesus Christus)


Zu guter Letzt bekommen wir diesen Zusammenhang auch noch von Johannes am Beginn seines Evangeliums sehr ausführlich und konkret bestätigt:

Alles wurde durch das Wort, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.

Jh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 1,2 Dieses war im Anfang bei Gott. 1,3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. 1,4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.

1,6 Da war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name Johannes. 1,7 Dieser kam zum Zeugnis, dass er zeugte von dem Licht, damit alle durch ihn glaubten. 1,8 Er war nicht das Licht, sondern er kam, dass er zeugte von dem Licht. 1,9 Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. 1,10 Er war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht. 1,11 Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; 1,12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 1,13 die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

1,14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. - 1,15 Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir geworden, denn er war eher als ich. - 1,16 Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade. 1,17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. 1,18 Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht. Jh 1, 1-18;


Johannes spricht hier von dem „Wort” und im weiteren Kontext ist erkennbar, dass er vom Herrn Jesus spricht. Und auch Johannes bestätigt: „Alles wurde durch dasselbe (das „Wort”= Jesus Christus), und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist”.

Und dann bekommen wir hier genau jene Aussage, nach welcher wir gesucht haben:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott”.

-  Wie schon Paulus, sagt auch Johannes, dass der Sohn Gottes vor aller Schöpfung gewesen ist: „Im Anfang war das Wort!”.

-  Wie schon Paulus, sagt auch Johannes, dass durch den Sohn Gottes alles geschaffen wurde: „Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist”.

-  Auch unsere obige Schlussfolgerung, dass der Sohn daher bereits vor aller Schöpfung bei und in dem einen und einzigen Gott gewesen sein muss, wird hier bestätigt: „Und das Wort war bei Gott”.

-  Und schließlich bekommen wir hier die eindeutige und unanfechtbare Antwort auf unsere eingangs gestellte Frage hinsichtlich der Göttlichkeit Jesu Christi: „Und das Wort war Gott”.


Es kann also aufgrund dieser Beweisführung anhand der Schrift keinen Zweifel mehr geben:

Jesus Christus, der Sohn Gottes, hatte eine Präexistenz vor seiner Menschwerdung. Er war sogar vor aller Schöpfung. Er war in Gott und er war selbst Gott. Allerdings war er nicht Gott, der Vater, sondern er war als göttliches Wesen das "Wort", das später als Sohn Gottes Mensch werden sollte.

Und wie uns der Herr unten, in Jh 17,1-5 sagt, hatte er nicht nur diese Präexistenz, sondern er hat auch in gleicher Weise eine Postexistenz. Nach seiner Auferweckung und der Auffahrt zum Vater wurde er wieder mit jener Herrlichkeit verherrlicht, welche er hatte, ehe die Welt war.

Verherrliche mich bei dir selbst, Vater, mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war!

Jh 17,1 Dies redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche, 17,2 wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, dass er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe! 17,3 Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. 17,4 Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte. 17,5 Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war! Jh 17, 1- 5;


Aufgrund dieser Erkenntnisse können wir nun zum Beginn dieser Analyse zurückkehren. Wie der Herr in Mt 23,9 selbst sagt, ist nur einer unser Vater, nämlich der im Himmel. Er selbst bezeichnet sich dort als „Meister”.

Einer ist euer Vater, nämlich der im Himmel.

Mt 23,9 Ihr sollt auch nicht jemanden auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, nämlich der im Himmel. 23,10 Lasst euch auch nicht Meister nennen; denn einer ist euer Meister, der Christus. Mt 23, 9-10;


Auch bei Johannes haben wir Aussagen des Herrn, wo er bestätigt, dass der Vater größer ist als alle und auch größer ist als er selbst.

Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle.

Jh 10,27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 10,28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. 10,29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. 10,30 Ich und der Vater sind eins. Jh 10,27-30;

Denn der Vater ist größer als ich.

Jh 14,28 Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich. Jh 14,28;


Und diese Aussage finden wir auch ganz oben bei Paulus, in 1Kor 8,4, der immer wieder darauf hinweist, dass ”kein Gott ist als nur einer”.

Alle diese Texte bezeugen eindeutig, dass Jesus Christus – obwohl selbst ein Teil dieses einen Gottes und daher göttlich – seinem Vater untergeordnet ist, wie auch ein Sohn seinem Vater unterstellt ist. Daraus kann jedoch weder abgeleitet werden, dass er nicht Gott wäre – wie weiter oben nachgewiesen wurde – noch kann man daraus schließen, dass wir Menschen ihn nicht besonders zu berücksichtigen hätten und besser daran tun, uns nur dem Vater direkt zuzuwenden.

Wie die nachfolgenden Texte beweisen, hat es der Vater ganz im Gegenteil für gut befunden, seine ganze Macht dem Sohn zu übergeben. Und hier können wir davon ausgehen, dass Gott dieses sein Wort nicht brechen oder widerrufen wird.

Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.

Jh 3,35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. 3,36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Jh 3,35-36;

Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater.

Mt 11,25 Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen geoffenbart hast. 11,26 Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir. 11,27 Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater; und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn, und der, dem der Sohn ihn offenbaren will. Mt 11,25-27;

Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.

Mt 28,17 Und als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 28,18 Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Mt 28,17-18;

Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. 14,7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Jh 14, 6- 8;


Alle Macht ist dem Sohn übergeben und wer glaubt, er könnte dennoch über den Vater direkt irgend etwas erreichen, begeht einen fatalen Irrtum. Der Vater hat sich aus der Machtausübung völlig zurückgezogen und sie dem Sohn übergeben. Nur was wir im Namen des Sohnes bitten, ist vor dem Vater wohlgefällig. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt auch nicht den Vater.

Der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, daß ich von Gott ausgegangen bin.

Jh 16,23 Und an jenem Tag (der Auferstehung des Herrn /Anm.) werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. 16,24 Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei! 16,25 Dies habe ich in Bildreden zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildreden zu euch sprechen, sondern euch offen von dem Vater verkündigen werde.

16,26 An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten werde; 16,27 denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, daß ich von Gott ausgegangen bin. 16,28 Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Jh 16,23-28;



Die Aussage des Herrn oben, in Jh 16,27, dokumentiert die Grundlage unseres christlichen Glaubens. Was bedeutet denn "glauben an Jesus Christus"? Genau das, was uns der Herr hier sagt:

weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, daß ich von Gott ausgegangen bin”.


Das ist der echte und wahre Glaube an Jesus Christus. Und gerade dies stellen die Antitrinitarier nicht nur infrage, sondern sie leugnen es auch ganz offensichtlich und verführen rechtgläubige Christen, damit auch diese von ihrem Glauben an Jesus Christus abfallen.



Sie haben wahrhaftig erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, daß du mich gesandt hast.

Jh 17,5 Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war! 17,6 Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. 17,7 Jetzt haben sie erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir ist; 17,8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, daß du mich gesandt hast. Jh 17, 5- 8;

Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Jh 5,22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, 5,23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Jh 5,22-23;

Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.

1Jh 2,22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 2,23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 2,24 Ihr! Was ihr von Anfang an gehört habt, bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben. 1Jh 2,22-24;


Der obige Text aus 1Jh 2,22-24; spricht vom Antichrist, der leugnet, dass Jesus der Christus ist. Dies ist eine jener Stellen, welche vermuten lassen, dass der Antichrist als ein „Anstattchristus” auftreten wird. Er wird von sich behaupten der echte „Christus”, der echte „Sohn Gottes” zu sein und wird dies mit Zeichen und Wundern zu beweisen versuchen. Natürlich muss er dann leugnen, dass Jesus der wahre Christus, der wahre Sohn Gottes gewesen ist.

Diese Strategie kann allerdings nur dann aufgehen, wenn das Bild des Jesus von Nazareth bis dahin schon entsprechend negativ besetzt ist. Eine mögliche Form dieser vorbereitenden „Rufschädigung” wäre natürlich, Jesus die Gottessohnschaft insofern abzuerkennen, als man seine Göttlichkeit leugnet und ihn zum gewöhnlichen Menschen degradiert. Wenn sich diese Ansicht durchsetzt, wäre es dem Antichristen bei seinem Kommen ein Leichtes, durch seine satanischen Zauberkräfte den Eindruck zu erwecken, dass er jetzt der echte „Christus/Messias”, der echte „Sohn Gottes” und Satan der „Gottvater” ist.

Und hier schreibt jetzt Jedida MD in ihrem Kommentar weiter oben:

„Ich bekenne Jeschua vor den Menschen als Erlöser, als Heiland, als Richter und auch Lebengeber, denn auch diese Vollmacht Leben zu geben hat er vom allmächtigen Gott erhalten und hat sie nicht aus sich selbst. Joh.17:2”

Es ist interessant, dass manche Menschen ganz nahe an der Wahrheit sind, dann aber immer wieder am eigentlichen Text vorbei lesen. Drei Verse nach der von Jedida MD hier genannten Bibelstelle, in Jh 17,5, gäbe es die Antwort auf ihre Aussage, wenn der Herr sagt:

Verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war!

Jh 17,5 Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war! Jh 17, 5;


Welche Herrlichkeit sollte der Mensch "Jeschua" wohl gehabt haben "ehe die Welt war"? Und wieso sollte der Mensch "Jeschua" bei Gott gewesen sein "ehe die Welt war", wenn er doch erst um 6 v.Chr. als Mensch in Israel geboren wurde?

Diese ganze Argumentation der Antitrinitarier ist so lächerlich und so durchschaubar, nämlich dass hier - offensichtlich durch falsche jüdische Prediger geschürt - die Göttlichkeit des Sohnes Gottes geleugnet werden soll. Diese Juden leiden unter dem "Jesus-Syndrom": sie wissen im Unterbewusstsein, dass sie des Gottesmordes schuldig sind. Aber sie wollen nicht zugeben, dass sie ihren Messias, den Sohn Gottes vor zweitausend Jahren zum Tod verurteilt haben. Sie beschimpfen ihn bis heute als Betrüger und Gotteslästerer und indoktrinieren auch leichtgläubige Christen, diese Lehre im Christentum zu verbreiten. Es ist die Saat des Bösen, des Antichristen, welche hier ausgesät wird.

Abgesehen davon ist es doch eigenartig, dass einem Kind aus der Verbindung zweier verschiedener Menschenrassen jeder bestätigen wird, dass in ihm die Gene beider Elternteile integriert sind und es physisch (Hautfarbe, Körperbau), psychisch (Mentalität, Charakter) und auch geistig (Intelligenz, Talente) prägen. Nur dem Kind aus der Verbindung zwischen Gott und Mensch wird solches abgesprochen und behauptet, der Sohn Gottes hätte ausschließlich die Gene seiner Mutter ererbt und sei daher nur Mensch und nicht Gott.

Wer nicht an dem Sohn glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Jh 3,35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. 3,36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Jh 3,35-36;


Wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater, wer den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht und der Zorn Gottes bleibt auf ihn.

Speziell auch aufgrund dieser letzten Aussage in Jh 3,36 ist zu erkennen, dass die Diskussion über die Dreieinigkeit völlig obsolet ist. Wie immer man Gott-Vater, Sohn und Heiligen Geist sehen will, entscheidend ist eines allein: Ob wir an Jesus Christus, den Sohn Gottes – und zwar als Sohn Gottes und selbst Gott - glauben und ihm gehorchen. Tun wird das, werden wir auch den Heiligen Geist haben und mit ihm die richtige Erkenntnis über den einen und einzigen Gott, unseren Vater im Himmel. Gehorchen wir dem Sohn nicht, können wir Gott nicht gefallen und alle theologischen Spitzfindigkeiten können uns nicht vor dem Zorn Gottes retten.

Ein beliebter Vergleich in diesem Zusammenhang ist jener der Zeugen Jehovas:

„Geradeso, wie der Mond das Sonnenlicht widerspiegelt, sein Licht jedoch der Lichtquelle, der Sonne, nicht ebenbürtig ist, so ist Jesus ein Abglanz der Herrlichkeit Gottes, ohne dass seine Herrlichkeit derjenigen Gottes ebenbürtig ist”.

Diese Aussage ist einmal insofern falsch, als uns die Schrift genau das Gegenteil lehrt:

Der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters.

Mt 16,27 Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. Mt 16,27;

Wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters.

Mk 8,38 Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. Mk 8,38;


Bei seinem Kommen wird der Herr nicht ein „Abglanz” der Herrlichkeit Gottes sein, sondern er kommt genau in dieser unverminderten Herrlichkeit seines Vaters.

Des weiteren geht aber der obige Vergleich auch von der Logik her an den eindeutigen Aussagen der Heiligen Schrift völlig vorbei. Wenn wir schon bei der „Sonne” dieses Vergleichs bleiben wollen, dann ist es faktisch so, dass das Sonnenlicht – also die Strahlung der Sonne – eine Folge der Kernumwandlung auf der Sonnenoberfläche ist. Daraus folgert, dass die wirkliche Quelle des Sonnenlichts die Fusion der Helium-/Wasserstoffatome ist.

Ebenso wie uns nun die Sonne ohne Kernfusion weder Licht noch Wärme spenden würde, würde uns ohne Jesus Christus von Gott weder Gnade noch Barmherzigkeit zuteil. Erst durch den stellvertretenden Tod des Sohnes Gottes am Kreuz für unsere Sünden, können wir von Gott Sündenvergabe erlangen und seine Liebe und Barmherzigkeit erlangen.

Deshalb hat ja Gott der Allmächtige seinen Sohn Jesus Christus als Licht in die Welt gesandt, wie die folgenden Schriftstellen bezeugen.

In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Jh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 1,2 Dieses war im Anfang bei Gott. 1,3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. 1,4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Jh 1, 1- 5;

Ich bin das Licht der Welt.

Jh 8,12 Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben. Jh 8,12;

Ich bin als Licht in die Welt gekommen.

Jh 12,46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; 12,47 und wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt errette.

12,48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag. 12,49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll; 12,50 und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Was ich nun rede, rede ich so, wie mir der Vater gesagt hat. Jh 12,46-50;


Wer dieses Licht, das uns der Vater in die Welt gesandt hat, verwirft, der verwirft Gott selbst und wird am letzten Tag durch alle jene Worte, die er wohl gelesen hat, aber nicht annehmen wollte, gerichtet werden.

Und nun behauptet der weiter oben zitierte Anonym im Diskurs 26:

Jesus Christus wurde (…) gezeugt und war Mensch. Vorstellungen, welche darüber hinausgehen, sind unbiblisch.”


Wenn wir uns allerdings die nachstehenden biblischen Schriftstellen ansehen, kommen wir zu einem ganz anderen Ergebnis:

Christus Jesus, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.

Phil 2,5 Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 2,6 der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. 2,7 Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, 2,8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. 2,9 Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, 2,10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, Phil 2, 5-10;

Darum nun suchten die Juden ihn zu töten, weil er sich selbst Gott gleich machte.

Jh 5,17 Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. 5,18 Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich so selbst Gott gleich machte. Jh 5,17-18;


Während Paulus oben im Brief an die Philipper bestätigt, dass Christus Jesus in der Gestalt Gottes und Gott gleich war, berichtet Johannes, dass die Juden genau das bestritten haben und den Herrn sogar töten wollten, weil er sagte, dass Gott sein Vater sei und damit zum Ausdruck brachte, dass er selbst auch Gott sei.

Wir sehen also, die Ansicht, Jesus Christus sei nicht Gott sondern nur Mensch gewesen, hat es schon damals unter den Juden gegeben. Und genau dieser Vorwurf, dass er Mensch sei und behauptet er wäre Gott, war ja dann auch der Grund, weswegen der Hohepriester Kaiphas Jesus als Gotteslästerer zum Tod verurteilt hat.

Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört.

Mt 26,59 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; 26,60 und sie fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten. Zuletzt aber traten zwei falsche Zeugen herbei 26,61 und sprachen: Dieser sagte: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn wieder aufbauen.

26,62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Was zeugen diese gegen dich? 26,63 Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester sagte zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes! 26,64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels.

26,65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. 26,66 Was meint ihr? Sie aber antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. 26,67 Dann spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten; einige aber schlugen ihn ins Gesicht 26,68 und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist es, der dich schlug? Mt 26,59-68;


In Jh 20,28-29 haben wir dann aber die Geschichte mit dem „ungläubigen Thomas”:

Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!

Jh 20,26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und trat in die Mitte und sprach: Friede euch! 20,27 Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

20,28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 20,29 Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben! Jh 20,26-29;


Thomas sagt hier zum Herrn: „Mein Herr und mein Gott!”. Und während Johannes in der Offenbarung (Off 22,9) berichtet, dass der Engel, vor dem er niederfiel, weil er ihn für Gott hielt, zu ihm sagte: „Siehe zu, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an!”, erwiderte Jesus hier: „Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben!”. Jesus hat hier dem Thomas also nicht widersprochen, als der ihn als seinen Gott bezeichnet hat.

Auch Petrus schreibt in seinem zweiten Brief:

Die Glauben mit uns empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilandes Jesus Christus:

2Ptr 1,1 Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, denen, die einen gleich kostbaren Glauben mit uns empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilandes Jesus Christus: 2Pir 1, 1;


Und schließlich spricht es Johannes in seinem ersten Brief auch ganz konkret aus, dass Jesus Christus der wahrhaftige Gott ist:

Wir sind in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.

1Jh 5,20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 1Jh 5,20;


Dies sind eindeutige und auf Basis der Schrift nicht widerlegbare Beweise dafür, dass Jesus Christus neben dem Vater, der größer ist als er, selbst auch Gott ist.

Jeder nun, der leugnet, dass Jesus Christus Gott ist und behauptet, er sei nur Mensch gewesen, beschuldigt ihn daher genau jener "Gotteslästerung", deretwegen ihn der Hohepriester zum Tod verurteilt hat. Er verurteilt ihn somit aufs Neue und schlägt ihm damit ebenso ins Angesicht, wie es die Juden damals taten und stempelt den Retter der ganzen Menschheit obendrein zu einem Betrüger und Hochstapler.

Du, der du ein Mensch bist, machst dich selbst zu Gott.

Jh 10,33 Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst. Jh 10,33;



Zusammenfassung:

Die Dreieinigkeit wie sie die Bibel darstellt, zeigt, dass beide, Sohn und Heiliger Geist von Gott kommen – und daher vorher bei Gott und in Gott gewesen sind - und dass beide von Gott in diese Welt zu den Menschen gesandt wurden – und daher räumlich (nicht geistig!) getrennt von Gott, als eigene personenhafte Wesen existieren und agieren können.

Diese Aussagen finden wir in folgenden Schriftstellen bestätigt:

Für den Sohn in Jh 8,42:

Ich bin von Gott ausgegangen und er hat mich gesandt.

Jh 8,42 Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Jh 8,42;

Ich bin vom Himmel herabgekommen um den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat.

Jh 6,36 Aber ich habe euch gesagt, dass ihr mich auch gesehen habt und nicht glaubt. 6,37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen; 6,38 denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 6,39 Dies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tag. 6,40 Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Jh 6,36-40;

Ich und der Vater sind eins.

Jh 10,27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 10,28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. 10,29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. 10,30 Ich und der Vater sind eins. Jh 10,27-30;


Für den Heiligen Geist in Jh 15,26:

Der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht und vom Sohn gesendet wird.

Jh 15,26 Wenn der Beistand gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen. Jh 15,26;



Die biblische Dreieinigkeit.

Es gibt nur den einen und einzigen Gott in seinen drei Instanzen: Gott Vater als gesetzgebende Instanz, vergleichbar mit der Legislative in der menschlichen Gesellschaft, der Geist Gottes als Vollzugsinstanz, ähnlich der Exekutive und der Sohn Gottes als richterliche Instanz, ähnlich der Justiz. Gott hat den Menschen das Gesetz (die Gebote) gegeben (2Mo 24,12), der Heilige Geist registriert deren Einhaltung durch die Menschen, schreitet aber nur ein, wenn menschliche Aktionen den Plan Gottes beeinträchtigen könnten (2The 2,7) und der Sohn Gottes wird im Letzten Gericht/Weltgericht jeden einzelnen Menschen richten (Jh 5,22).

Die eigenständige geistliche Persönlichkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist und deren gleichzeitige Präsenz (Jh 14,10-11) im Geist des einen Gottes (Jh 4,24), kann im Zeitalter der Quantenverschränkung - der "spukhaften Fernwirkung" wie das Einstein nannte - und der vielen Beispiele in der Bibel von Manifestationen im Geist von Menschen (Mk 1,23-25; 5,6-8; Lk 11,24; aber auch Jh 14,23; 17,26!), nur für völlig uninformierte Zeitgenossen eine Frage sein.

Die Methode, derartige Zusammenhänge mit den alten Weisheiten der Kirchenväter erklären zu wollen (Konzil von Nicäa etc.), war schon bei deren Behauptung, die Erde wäre der Mittelpunkt des Universums ein Fehler (Die Schöpfung) und käme heute dem Versuch gleich, die Quantenmechanik mit den Gesetzen der klassischen Physik zu erklären.

Der eigentliche Grund, warum die Unitarier die Dreieinigkeit ablehnen (Es gibt keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit / CH. Spurgeon), ist einerseits der Umstand, dass man sich weigert, die Göttlichkeit des Sohnes Gottes, unseres Herrn Jesus Christus zu akzeptieren. Jesus Christus als Gott (Ps 45,7-8; Jh 20,28; Phil 2,5-8; 2Ptr 1,1; 1Jh 5,20) und sowohl seine Präexistenz (1Mo 1,26; 11,7) als auch seine Postexistenz bei Gott (Jh 14,23; 17,26!), würde ihr ganzes falsches Glaubensgebäude vom "Menschen Jesus" als "Glaubenskämpfer", "Kumpel" oder "Leidensvorbild" in Frage stellen und ad absurdum führen.

Andererseits aber, wurde die Dreieinigkeit - die "Trinität" - von der katholischen Kirche seit Jahrhunderten nach dem Gutdünken und dem "Gefühl" der alten Kirchenväter (Konzil von Nicäa etc.) und nicht nach den Aussagen der Bibel interpretiert. Dadurch war es den Vertretern des "Eingottglaubens" - den Unitariern - leicht möglich, diese Interpretation anhand der Bibel in Frage zu stellen.

Leider hat man aber dabei nicht die Gelegenheit genutzt, um die Bibel eingehend zu studieren und die tatsächlichen Aussagen über die Wesenheit Gottes, seines Sohnes und des Heiligen Geistes festzustellen, sondern hat die oberflächlichen Argumente nur benutzt, um dieses - ebenfalls falsche - Trinitätsdogma der katholischen Kirche anzugreifen.




Ist die Dreieinigkeit nur ein Handeln Gottes in drei Personen?    Diskurs 1072 - Teil 2