Diskurs 110 - Der latente Christenhass in den USA.




Die neue Toleranz / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, S 12

Mein verbohrter Vater / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, S 15ff

Warum Juden die Homo-Ehe fördern. / Artikel Brother Nathanael Kapner 00, 2013-04-01

Ärzteblatt wirbt um Verständnis für Kinderschänder / Informationsdienst TOPIC 00, 2012-01-10

Die Liebe Gottes / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, S 81

Die Nächstenliebe. / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, S 82

Gott liebt die Sünder. / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, S 92f

Zusammenfassung

Das bestgehütete Geheimnis der Hölle.

Sucht Gott die Sünder? / Kommentar Ingmar Bauer 00, 2012-02-11

Die Große Trübsal – Gottes dritte und letzte Vernichtungswelle /    Diskurs 1133



Mit ihrem Buch "Die neue Toleranz" haben die beiden Autoren Josh McDowell und Bob Hostetler ein Thema aufgegriffen, welches in christlichen Kreisen - speziell bei uns hier in Europa - noch viel zu wenig beachtet wird. Hierzulande ist das auch eher unter der Bezeichnung "Antidiskriminierung" bekannt. Und obwohl dieses Buch aus dem Jahre 1999 (deutsche Übersetzung) stammt und meistens alles, was in den USA Verbreitung findet, in spätestens zehn Jahren auch nach Europa überschwappt, hat es in der hier dargestellten Dimension offenbar noch nicht europaweit Fuß gefasst.

In der Folge werden daher einige besonders typische Ausschnitte aus diesem Buch zitiert und der Versuch unternommen, die darin aufgezeigte amerikanische Herangehensweise an dieses Problem mit einer in Europa - insbesondere im deutschsprachigen Raum -  zu erwartenden Reaktion zu vergleichen.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Die neue Toleranz / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, CLV - Bielefeld)

(…) Shannon Berry, ein Erstklässler an einer Grundschule in Florida, begann während der Pause mit einer Klassenkameradin über ihren gemeinsamen Glauben an Jesus Christus zu sprechen. Ein Lehrer, der das Gespräch mithörte, nahm beide zur Seite und rügte sie, indem er ihnen einschärfte, dass sie »in der Schule nicht über Jesus sprechen dürfen«.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im US-Bundesstaat New York, als ein Lehrer einer dritten Klasse ein Mädchen am Bibellesen während der Pausen hinderte. Dem weinenden Kind wurde gedroht und ihm gesagt, dass es das verbotene Buch nie wieder zur Schule mitbringen dürfe.

Der Viertklässler Raymond Raines beging den Fehler, seinen Kopf vor dem Mittagessen zu neigen, um ein stilles Gebet zu sprechen. Sein Verhalten führte jedoch dazu, dass er ins Büro des Rektors gehen und sich dort eine Verwarnung einholen musste: Wenn er wieder – auch still – zu beten versucht, wird er bestraft.

Solche Erfahrungen sind nicht auf junge Kinder oder auf öffentliche Schulen begrenzt. Ein 14-jähriges Mädchen kam im Geschichtsunterricht in ihrer konfessionellen Schule in Probleme. Die Klasse wurde aufgefordert, eine Verfassung für ein fiktives Land zu schreiben. Die Diskussion entwickelte sich zu einer Debatte, als das Mädchen sich höflich gegen den Vorschlag aussprach, die Verfassung solle die Freiheit der sexuellen Präferenz enthalten und daran festhielt, dass sexuelle Präferenz keine spezielle Erwähnung in der Verfassung verdiene. Fast umgehend wurde sie von einer Klassenkameradin unterbrochen, die sagte: »Du bist eine Frömmlerin!« Der Lehrer schritt ein, um weiteren Beschimpfungen zuvorzukommen, doch der Schaden war bereits angerichtet; die Eltern des 14-jährigen Mädchens mussten ihr fortan helfen, mit dem unverdienten Etikett fertig zu werden, das ihre Klassenkameradin ihr verpasst hatte.

Entnommen dem Buch "Die neue Toleranz" S 12, CLV - Christliche Literatur Verbreitung 33661 Bielefeld
http://www.clv-server.de/pdf/255271.pdf



Während die neue Toleranz in den USA - und ganz ähnlich auch in Israel - sichtlich in erster Linie den religiös-christlichen Hintergrund zum Ziel hat, zeigt sich das in Europa eher in einer Welle der Antidiskriminierung in Bezug auf Ausländerfragen und Homosexualität.

(Siehe auch Diskurs 1014: „Die jüdische Anti-Diffamations-Liga schreibt das Neue Testament um.


So hat z.B. die britische Kinderschutzbehörde The National Children’s Bureau (NCB) einen 366-seitigen Maßnahmenkatalog herausgegeben, der Rassismus bei Kleinkindern(!) bekämpfen soll. Falls ein dreijähriges Kind im Kindergarten auf scharfe Speisen mit „Bäh” oder „Igitt” reagiert, könnte dies eine rassistische Äußerung sein, die darauf abzielt, fremdartige Speisen abzulehnen. Besonders achten sollten Erzieher darauf, wenn Kleinkinder rassistische Schimpfwörter verwendeten. Kindergärten sollten „so viele Zwischenfälle wie nur möglich” den Behörden melden, heißt es im NCB-Katalog.
(Quelle: Spiegel Online 08.07.08)

„Was den Schutz der freien Rede betrifft, ist Kanada inzwischen zu einem Witz geworden!” Diese ernüchternde, aber auch erschreckende Feststellung äußerte vor Kurzem der australische Jura-Professor James Allen von der Queensland-Universität.

Wie sehr Allen recht hat, zeigen Fälle aus der letzten Zeit. Derzeit sieht sich der Journalist Mark Steyn vor dem "Menschenrechtstribunal" der kanadischen Provinz British-Columbien angeklagt. Steyn hatte einen Artikel geschrieben, in dem er darauf hinwies, dass der Islam aufgrund des Geburtenüberhanges seiner Gläubigen den wohlhabenden, aber recht kinderarmen Westen überrollen und einnehmen werde. Diese Aussage wurde Steyn zum Verhängnis. Muslime klagten den Journalisten vor dem "Menschenrechtstribunal" wegen Beleidigung an. 

Eine solche Anklage ist nicht "ohne". Denn ein Verfahren vor dem "Menschenrechtstribunal" verkehrt alle Rechtsprinzipien. Während der Kläger alle Gerichtskosten vom Staat bezahlt bekommt, muß der Beklagte - auch wenn er den Prozess gewinnt - seine Gerichtskosten selbst bezahlen. Diese Maßnahme soll im Zusammenhang mit den kanadischen Antidiskriminierungsgesetzen dazu beitragen, Kritiker von sexuellen Ausrichtungen (z.B. Homosexualität) oder Weltanschauungen rechtzeitig mundtot zu machen.

Wer sich demnach in Kanada traut, etwas Kritisches zu sagen, riskiert ein Verfahren vor dem "Menschenrechtstribunal". So wurde der Jugendpastor Stephen Boission im November 2007 verurteilt, weil er sich in einem Leserbrief kritisch zur Homosexualität geäußert hat. Das Tribunal sah es als erwiesen an, dass dieser Leserbrief "Hass und Verachtung" gegenüber Schwulen schüre, und verurteilte den Christen Boission zu einer Geldstrafe von 7.000 kanadischen Dollar und zu einem Entschuldigungsbrief in der Zeitung.

Auch, wenn diese beiden Fälle aus deutscher Sicht im fernen Kanada angesiedelt sind, haben sie durchaus auch hierzulande Bedeutung. „Denn angelsächsische Länder, wie die USA, Kanada, England etc. sind mit ihren scharfen Antidiskriminierungs-Gesetzen modellgebend auch für die europäische Antidiskriminierungs-Politik.”
(Quelle: Freundesbrief der EAD 6/8)

In Schweden trat im Herbst 2002 ein Antidiskriminierungsgesetz in Kraft, in dem u. a. jede ablehnende Äußerung gegen Homosexualität und Homosexuelle mit Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren bedroht ist. Dies soll auch dann gelten, wenn Homosexualität unter Berufung auf die Bibel als Sünde bewertet wird. Das Gesetz hat dazu geführt, dass der Pastor einer Pfingstkirche, Ake Green, der in einer Predigt Homosexualität als „Krebsgeschwulst” in der Gesellschaft bezeichnet hatte, angeklagt und in erster Instanz zu einem Monat Gefängnis verurteilt wurde. Auf seine Berufung hin wurde er vom Hauptgericht in Götz freigesprochen. Eine auf religiösen Texten beruhende Predigt könne nicht als Hetze gegen Teile der Bevölkerung verstanden werden. Das Urteil ist jedoch nicht rechtskräftig; außerdem planen einflussreiche politische Kreise eine Verschärfung des Gesetzes. Dann wäre es für Christen nicht mehr möglich, Sünde beim Namen zu nennen, ohne sich straf- und zivilrechtlicher Verfolgung auszusetzen.

Und nun schildern die Autoren von "Die neue Toleranz" in ihrem vorliegenden Buch, in einer wirklich prägnanten Geschichte über eine amerikanisch-christliche Familie, die Kluft zwischen den Generationen im Hinblick auf die christlichen Werte in den USA.

(Siehe auch Diskurs 55: „Warum lässt Gott das Leid zu?”)



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Mein verbohrter Vater / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, CLV - Bielefeld)

(…) Am nächsten Samstag befreiten Nancy und ihr Mann Chuck mit Matt (ihren 16-jährigen Sohn / Anm.) zusammen den Garten vom Herbstlaub. Als sie harkten und Blätter einsammelten, kam ihr Nachbar Jim herüber und gesellte sich zu ihnen.

»Wenn ihr hier fertig seid, habe ich noch einen Rasen zum Harken für euch«, sagte Jim mit einem Lachen und nickte in Richtung seines Grundstücks.

Alle lachten, nur Matt, der Sohn, schüttelte den Kopf. »Nein, danke«, sagte er. »Ein Garten reicht!«

»Im Ernst, Chuck«, sagte Jim, »ich wollte wissen, ob ich am Montag mal dein Laubgebläse ausleihen könnte. Ich habe den Tag frei und werde einen Arbeitstag im Garten einlegen.«

»Sicher, kein Problem. - Wie kommt es, dass du am Montag frei hast?«

»Es ist der Feiertag der Schwulen«, erklärte Jim. »Wir alle bekommen den Tag frei.«

»Du machst wohl Witze! Sie schließen euer Büro für diesen Schwulen-Umzug?«

»Nun, das Management ist heute empfindlich für solche Sachen. Natürlich ist das nicht mein Ding«, fügte Jim schnell hinzu, »aber ich freue mich über die freie Zeit.«

Chuck schüttelte seinen Kopf. »Ich kann es nicht fassen. Man fragt sich wirklich, wo diese Welt hinkommen kann.«

»Leben und leben lassen, das hab ich doch schon immer gesagt«, meinte Jim.

Chuck rang mit den Händen. »Oh, versteh mich nicht falsch. Ich habe nichts persönlich gegen sie. Ich mag nur nicht, dass sie ihren Lebensstil dem Rest der Gesellschaft aufdrängen, mit ihren roten Bändern und Schwulen-Umzügen und der Forderung nach Schwulenrechten«

»Ja«, sagte Jim, »aber hast du je einmal darüber nachgedacht, dass sie vielleicht nicht so extrem aufdringlich wären, wenn mehr Menschen sie so akzeptieren würden, wie sie sind?«

»He, warte mal«, konterte Chuck. »Ich sagte nicht, dass ich sie als Menschen nicht akzeptieren könnte. Ich bin nur mit ihrem Lebensstil nicht einverstanden. Homosexualität ist falsch. Wir sollten sie nicht feiern, das darf doch wohl nicht wahr sein.«

»Aber ihre Lebensweise steht für ihre Identität«, argumentierte Jim. »Sie möchten nur sie selbst sein, ohne dass Leute sie verurteilen und verdammen.« Er unterbrach und lächelte. »Wie dem auch sei – kann ich heute Abend kommen und dein Laubgebläse holen?«

Chuck lächelte ebenfalls und nickte. »Auf jeden Fall.« »Danke«, sagte Jim im Weggehen. »Bis später dann.«

Erst als Jim wieder im Haus war, bemerkte Chuck, dass sein Sohn ihn anstarrte.

»Ich kann es nicht fassen, Papa«, sagte Matt mit finsterem Blick und bestürztem und anklagenden Ton.

»Was?«, antwortete Chuck. »Was meinst du?«

»Mir sagst du immer, dass wir ein Zeugnis für die Leute sein sollen, dass wir ein gutes Beispiel für Christsein vorleben müssen, und dann redest du so mit unserem Nachbarn?«

Chuck war schockiert. »Wovon sprichst du? Alles, was ich sagte, war …«

»Alles, was du sagtest, war«, unterbrach Matt, »dass Menschen nicht das Recht haben sollen, zu leben und zu glauben, wie und was ihnen gefällt. Aber geht es im ganzen Christentum nicht gerade darum? Menschen so zu lieben und zu akzeptieren, wie sie sind? Sagt es nicht auch die Goldene Regel so – andere so behandeln, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst? Möchtest du nicht mit Respekt behandelt werden? Wenn ja, dann musst du andere Menschen genauso behandeln.«


Chuck war platt. Noch nie hatte sein Sohn so mit ihm gesprochen.

»Natürlich muss ich andere Menschen mit Respekt behandeln«, sagte er. »Das tue ich. Aber das bedeutet nicht, dass ich mit ihrem Glauben übereinstimmen und ihre Lebensweise unterstützen muss. Das ist ein Unterschied.«

»So?«, fragte Matt. »Was denn für ein Unterschied? Kannst du wirklich sagen, du akzeptierst und respektierst jemanden, wenn du seinen Glauben als falsch und seinen Lebensstil als unmoralisch abstempelst? Denk mal nach, Papa. Es macht einfach keinen Sinn. Wie kannst du dich Christ nennen und so intolerant sein? Fordert die Bibel uns nicht auf, gerade nicht so zu sein?

»Du verstehst nicht, Matt«, fuhr Chuck fort. »Es ist nicht intolerant, Menschen zu sagen, was die Bibel über ihre Lebensweise sagt. Du weißt, was ich schon so oft gesagt habe: "Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder." Mehr will ich gar nicht sagen.«

Matt schüttelte seinen Kopf. »Was bist du altmodisch, Papa. Du bist total selbstgerecht und richtend. Du hörst dich an wie einer der Pharisäer in der Bibel, über die sich Jesus immer aufgeregt hat. Wenn Glauben und Lebensstil von jemanden sich nicht mit deinen Auffassungen decken, hast du Recht und sie sind falsch. Wenn das nicht intolerant ist, dann weiß ich nicht, was überhaupt intolerant ist!« Matt wandte sich seiner Mutter zu, die mit offenem Mund neben ihnen stand, und sagte zu ihr: »Ich kann es nicht glauben. Mein eigener Vater – so verbohrt.« Er warf seine Harke hin und stürmte ins Haus.

Entnommen dem Buch "Die neue Toleranz" S 15ff, CLV - Christliche Literatur Verbreitung 33661 Bielefeld
http://www.clv-server.de/pdf/255271.pdf



Die Erwähnung der "Goldenen Regel" in der anklagende Frage des Sohnes in der obigen Geschichte:

»Aber geht es im ganzen Christentum nicht gerade darum? Menschen so zu lieben und zu akzeptieren, wie sie sind? Sagt es nicht auch die Goldene Regel so – andere so behandeln, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst?«


mag vielleicht in früheren Zeiten hilfreich gewesen sein, in unserer heutigen Zeit ist sie jedoch völlig fehl am Platz. Stellen wir uns nur einmal vor, einer dieser Homosexuellen würde in homosexueller "Nymphomanie" wollen, dass ihm die Männer seiner Umgebung nach Weise der Schwulen "beglücken". Nach dieser Goldenen Regel "andere so behandeln, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst", müsste er dann auch alle Männer, die ihm begegnen, "beglücken" dürfen. In einer halbwegs normalen Umgebung, würde er wahrscheinlich soviele Tritte in seinen hinteren "Glücksbereich" bekommen, wie noch nie. Und darum soll es nun auch im ganzen Christentum gehen?

Hier zeigt sich die große Gefahr, in welche sich Christen, insbesondere christliche Eltern,  in unserer Zeit begeben, wenn sie nicht vorbereitet sind, derartige Fragen verständlich, aber auch in aller Offenheit - und Härte, wenn es sein muss - zu beantworten. In dieser obigen Geschichte hätte der Vater (Chuck) eine gute Möglichkeit gehabt, seinem 16-jährigen Sohn (Matt) die Situation etwas klarer vor Augen zu führen, als der Sohn meinte:

»Alles, was du sagtest, war«, unterbrach Matt, »dass Menschen nicht das Recht haben sollen, zu leben und zu glauben, wie und was ihnen gefällt. Aber geht es im ganzen Christentum nicht gerade darum? Menschen so zu lieben und zu akzeptieren, wie sie sind?«


Es ist dies der alte Trick, den Christen einreden zu wollen, dass sie alle Menschen, ob Serienmörder, Betrüger, Kinderschänder oder andere Verbrecher, lieben und akzeptieren müssten. Hier hätte der Vater ansetzen und dem Sohn z.B. folgendes Argument entgegenhalten müssen:

„Du meinst also, dass Menschen das Recht haben sollten, zu leben und zu glauben, wie und was ihnen gefällt. Dann stell dir bitte einmal folgende Situation vor: Als du ein Junge von drei Jahren warst, hätte dich ein Mann entführt und dich vergewaltigt (gerade vor einer Woche - Dezember 2011 - ist eine derartiges Verbrechen durch die Medien gegangen). Und zwar ganz einfach deshalb, weil es ihm "so gefallen" hat.

Es war eben seine "sexuelle Ausrichtung" kleine Jungs zu vergewaltigen. Und damit du weißt was das tatsächlich ist - denn viele Menschen denken da eher an "Spielereien" und machen sich kein richtiges Bild davon: wenn ein erwachsener Mann einen kleinen Jungen von drei Jahren vergewaltigt, dann zwängt er seinen Penis in das After des Kindes, sodass die Haut und manchmal sogar der Darm aufgerissen wird und das Kind unter furchtbaren Schmerzen schreit.

Wenn dir also das widerfahren wäre, wärst du auch noch der Meinung, dass dieser Mann das Recht hat, so zu leben, wie es ihm gefällt? Wärst du auch noch der Meinung, dass "sexuelle Ausrichtung" Privatsache und jedem Einzelnen überlassen bleiben sollte? Und würdest du mich dann auch anklagen, wenn ich diesen Verbrecher als perversen Kriminellen bezeichnen und seine Bestrafung fordern würde?

Und zu deiner Information - weil du dir vielleicht auch darüber noch keine Gedanken gemacht hast - bei homosexuellen Männern, also Schwulen, ist der "Vorgang" völlig identisch, nur dass das dann völlig freiwillig geschieht und das After größer ist, sodass dabei keine Verletzungen entstehen.”


Das wäre also eine adäquate Reaktion gewesen, mit welcher der Sohn wohl kaum so leicht fertig geworden wäre. Doch was hat der Vater getan? Anstatt Courage als Christ zu beweisen, hat er sich verteidigt: »Natürlich muss ich andere Menschen mit Respekt behandeln«, »Du verstehst nicht, Matt«, »Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder.« - Jeder, der behauptet diesen erwähnten Kinderschänder tatsächlich zu lieben, ist entweder ein heuchlerischer Lügner oder selbst abartig veranlagt.

Und hier gibt es möglicherweise eine nicht geringe Anzahl von Geschwistern in den christlichen Gemeinden, welche die obigen Erklärungen gerne zensuriert hätten. "So etwas sagt/schreibt man nicht, das darf man gar nicht aussprechen", etc. Diesen Leuten sei gesagt, dass es eben diese ihre Einstellung ist, welche die Augen vor der Realität verschließt und die Wahrheit verbergen will, welche dafür verantwortlich ist, dass ihre Kinder in die Fänge der weltlichen Betrüger geraten, wo ihnen derartige Perversitäten als "sexuelle Ausrichtung" eingeredet wird, deren Ausleben jedem Menschen freistehen müsse.

Mir ist durchaus bewusst, dass mich hier manche schwulen oder lesbischen "Geschwister" (das gibt es leider auch schon in manchen evangelikalen Gemeinden!) der Diskriminierung beschuldigen werden. Das wäre nicht das erste Mal, dass diese Website von solchen Leuten als "schwulenfeindlich" klassifiziert und davor gewarnt wird. Doch man muss den leichtgläubigen und oberflächlichen Menschen in den Gemeinden klar machen, dass sie mehr Zivilcourage an den Tag legen müssen und dass sie vor allem viel öfter selbst in der Bibel lesen müssen, um zu erkennen, was die Bibel wirklich sagt.

Sie sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie Männer mit Männern Schande trieben.

Röm 1,22 Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden 1,23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren. 1,24 Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, 1,25 sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen. 1,26 Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt, 1,27 und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst. Röm 1,22-27;


Die neue Toleranz.

Seit geraumer Zeit wird weltweit und auf allen Ebenen die neue Toleranz gepredigt. Die an sich begrüßenswerte Zielsetzung einer solchen Geisteshaltung hat sich jedoch in den letzten Jahren ins Gegenteil verkehrt. Anstatt zu unrecht ausgegrenzte Personen und Verhaltensweisen in die Gesellschaft zu integrieren, nutzen verschiedene Gruppen die Gunst der Stunde, um ihre in der Vergangenheit zurecht abgelehnten Ansichten zur Norm zu erheben.

Dabei werden die bisherigen Säulen der Gesellschaft, wie Ehe, Familie, Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit zum Auslaufmodell erklärt und sukzessive mit Homo-Ehe (Röm 1,26-32), Patchwork-Familie, Betrug und Korruption durchsetzt (2Tim 3,1-4). Damit wird aber vor allem auch Kindern und Jugendlichen eine völlig falsche Lebensorientierung anerzogen, was sich später bitter rächen wird. 

Es bleibt nur zu hoffen, dass die "Massenverblödung" der Gesellschaft (Peter Scholl-Latour) noch nicht zu weit fortgeschritten ist, um diese Gefahr zu erkennen und ihr Widerstand entgegen zu setzen. Es kann nicht sein, dass in einer Demokratie des 21. Jahrhunderts einige wenige abartig veranlagte Personen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung ihren Willen aufzwingen.




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(Warum Juden die Homo-Ehe fördern. / Artikel Real Jew News - Brother Nathanael Kapner 00, 2013-04-01)

Der Weg ist frei!

Mit den Anhörungen des Obersten Gerichtshofs der US von vergangener Woche - und der ausdrücklichen Bestätigung durch Obama - stehen die Juden in vorderster Front bei der Förderung von Homo-Ehen.

Jüdische Führer, wie die Milliardäre Sheldon Adelson, Michael Bloomberg und Marc Stern vom Amerikanischen Jüdischen Komitee haben sich alle als Befürworter dessen erklärt, was traditionell als sexuelle Verdorbenheit angesehen wurde.

Sogar Elena Kagan vom Obersten Gerichtshof - ja, jüdisch und angeblich lesbisch - ist in den Ruf gekommen, "Harvard zu verschwulen", als sie als Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät "Kurse für transsexuelle Gesetzgebung" eingeführt hat.

Es sind insbesondere zwei jüdische Gruppen: die Anti-Diffamations Liga gemeinsam mit der Amerikanischen Lehrervereinigung, welche die homosexuelle Agenda in unseren öffentlichen Schulen gefördert haben.

Bücher wie "Daddy's Neuer Zimmergenosse" (Ken), "Daddy's Hochzeot" (Daddy heiratet Ken), "King und King", sind Bestandteil des ADL Frühförderprogramms, welches das Bewusstsein von beeinflussbaren kleinen Kindern formen soll, damit sie abartigen Sexualverkehr akzeptieren und annehmen.

Doch die Juden selbst ziehen es vor, ihre Kinder auf private Schulen zu entsenden. Das gibt ihren Kindern bessere Voraussetzungen für die Zulassung zu Ivv-League Universitäten (Zusammenschluss von acht amerikanischen Spitzenuniversitäten) und bewahrt sie vor der homosexuellen Propaganda.

Glauben Sie mir, denn ich bin als Jude aufgewachsen, es ist eines der schlimmsten Dinge welche einem jüdischen Sohn oder einer Tochter widerfahren könnte, wenn sie ihren Eltern bekennen müssen, dass sie schwul bzw. lesbisch sind.

Wie man sieht, ist die Ansicht der Juden über die eigene Heirat sakrosankt und von allergrößter Bedeutung für das Fortbestehen der jüdischen Rasse.

[Zitat: "Ich werde dir das Allerwichtigste sagen, an das du dich erinnern musst. Nach all dem, was ich in der Welt gelernt habe ist es das: was immer auch geschehen mag, du wirst ein jüdisches Mädchen heiraten" [das Publikum lacht] "Das ist richtig, deine Mutter hatte recht. Du heiratest einen jüdischen Jungen.
Es gibt insgesamt nichts Wichtigeres als dies. Und es gibt noch einen anderen Grund, warum du besser ein jüdisches Mädchen heiraten solltest. So wird dir deine Mutter nicht beide Beine brechen."]

Tatsächlich ist nach meiner eigenen jüdischen Erziehung nichts "fröhliches" (im Englischen bedeutet "gay" sowohl schwul als auch fröhlich) bei zwei Männern, welche jeder in des Anderen Rektum Sex haben und zwei Frauen, welche mit einem Dildo den Vorgang der Zeugung imitieren.

Und während der Torah Lesungen am Sabbath hörten wir die Stelle aus Levitikus (3. Mose 18,22): "Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Gräuel ist es, spricht der Herr.".

Warum also fördern Juden die Homo-Ehe? Es ist für die Goys (Nichtjuden), das ist der Grund.

Ich werde nie den Tag vergessen, als ein Schwulenfilm nach Brookline in Massachusetts kam, mit homosexuellen Bildern, die über der ganzen Stadt verteilt waren.

Als ich voll Abscheu auf der anderen Straßenseite stand, kam ein chassidischer (strenggläubiger) Rabbi des Wegs. Ich zeigte auf das Bild und sagte: "Ist es nicht grässlich, dass wir mit diesen lüsternen Abbildungen und Überschriften angegriffen werden?"

Der Rabbi lachte und sagte verächtlich: "Das ist für die Goys (Nichtjuden)! Wem kümmert's!"

Wie man sieht, haben Juden keine spezielle Vorliebe für Tunten, Transvestiten und Crossdressern. Sie bezeichnen sie als "Dreck", als abstoßend.

Aber um eine christliche Kultur in Amerika zu demontieren, welche sich dem Judentum widersetzt, da kommt das den Juden gerade recht.

Homosexualität ist für die Goys! Aber die Herrschaft ist für die Juden.


Real Jew News - Brother Nathanael




Kinderadoption durch Homosexuelle?

Bei der Frage der Kindesadoption durch schwule und lesbische Paare muß in einer kulturell hoch entwickelten Gesellschaft das Wohl des Kindes stets im Vordergrund stehen. Jedes Kind hat ein naturgegebenes Menschenrecht auf einen Vater und eine Mutter. Beide Geschlechter haben völlig unterschiedliche Eigenschaften, welche beim Heranwachsen eines Kindes für sein Wohl und seine Charakterprägung wichtig und unverzichtbar sind.

Was jedoch die Befürworter einer Adoption durch Schwule oder Lesben im Auge haben, ist leider nicht das Wohl des Kindes, sondern das psychologische Wohl von gleichgeschlechtlichen Paaren, welche durch die Adoption eines Kindes das verdrängen wollen, was ihnen von Natur aus nicht gegeben ist: nämlich die gemeinsame Zeugung von Nachwuchs.

Abgesehen davon, daß man damit schon wieder einmal die Leistungen der Frauen und Mütter beim Heranwachsen der Kinder diskriminiert, wird hier eines der elementarsten Menschenrechte – das Recht jedes Kindes auf einen realgeschlechtlichen Vater und eine realgeschlechtliche Mutter (auch bei einer Adoption!!) – völlig ignoriert und das noch völlig entscheidungsunfähige Kind in eine Zukunft gezwängt, welche es im späteren Alter völlig ablehnen könnte, was aber dann nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.




(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Ärzteblatt wirbt um Verständnis für Kinderschänder. / Informationsdienst TOPIC 00, 2012-01-10)

Das Deutsche Ärzteblatt ist ein offizielles Organ der deutschen Ärzteschaft. Das Medizinerblatt erscheint wöchentlich mit einer verkauften Auflage von über 400.000 Exemplaren. In seiner Internet-Ausgabe, aerzteblatt.de (Dtsch. Ärztebl. 2011; 108 (37): A 1898-1902), berichtete das Organ vor einiger Zeit über den Stand von „Forschung und Theorie beim sexuellen Kindesmissbrauch”. Autor des Beitrages ist der ehemalige Direktor des Institutes für Sexualwissenschaft im Klinikum der Goethe-Universität in Frankfurt, Prof. Dr. med. habil. Volkmar Sigusch. Darin stellt der weltweit angesehene Wissenschaftler Pädophilen - also Erwachsenen mit sexuellen Neigungen zu Kindern und Jugendlichen - praktisch einen „Persilschein” aus. Er schreibt: „Ein Mensch, der pädophile Neigungen hat, kann so wenig dafür, wie der, der erwachsene Frauen begehrt. Außerdem hat sein Begehren die seelische Funktion, einen unbewussten Konflikt einzudämmen oder abzuwehren, der den Zusammenhalt seiner Person bedroht, beispielsweise durch schwere Depressionen … Pädophilie heißt ja, dieser Mensch fühlt sich nur wohl, fühlt sich nur geborgen, wenn seine mehr oder weniger unbewusste Sehnsucht nach der eigenen als verloren erlebten Kindheit durch das kindliche Leben mit Kindern erfüllt wird.”

Sigusch lässt in seinen Ausführungen durchblicken, dass nur das Ausleben sexueller Neigung für den Pädophilen eine wirkliche Hilfe sein. Verhinderungs-Therapien würden kaum etwas bewirken: „Dass Pädophile durch eine Therapie darauf verzichten, ihre sexuellen Wünsche zu realisieren, gehört eher zu den Glücksfällen.” Solche „Glücksfälle” seien fast nur Patienten mit einer „hohen Moralität und Religiosität”. Laut Sigusch habe die „neosexuelle Revolution” der letzten Jahrzehnte „viele der vordem als pervers angesehene Praktiken in ein mildes öffentliches Licht gerückt - nicht aber die Pädophilie. Sie ist eines der letzten sexuellen Tabus …” Obwohl Sigusch klarstellt,, dass zwischen der kindlichen Sexualität und der eines Erwachsenen ein unüberwindbarer Abgrund klafft, machen aber gerade seine Ausführungen auf der wichtigen Gesellschaftsebene der Mediziner Stimmung dafür, die Pädophilie milder zu bewerten. 

Nach ähnlichem Muster wurde in den 1970ern Homosexualität gesellschaftsfähig gemacht. 1973 strich die Amerikanische Psychiater-Vereinigung Homosexualität aus der Liste der psychischen Störungen. Seitdem wird homosexuelles Leben im sogenannten christlichen Abendland mehr und mehr gesellschaftsfähig.

Eine der Schlüsselfiguren der damaligen Entscheidung war der Professor für Psychiatrie Robert L. Spitzer. In einem Interview mit der deutschen Ärztin für Kinder- und Jugendmedizin Dr. med. Christl R. Vonhold machte der Amerikaner deutlich, dass eine Einordnung als psychische Störung sehr davon abhänge, wie eine Gesellschaft „Fehlfunktionen” bewerte. Da die Gesellschaft Homosexualität mehr und mehr akzeptiere, sei dies auch keine zu behandelnde psychische Störung mehr, wie es vor 1973 der Fall war. Wohl ähnlich könnte es jetzt mit der Pädophilie ablaufen. Sigusch schreibt dazu „In einer wirklich liberalen Gesellschaft könnte auch der Pädophile offen zu seinem Begehren stehen; es auszuleben könnte aber selbst dann nicht toleriert werden. Erkannt würde jedoch die Tragik dieser Menschen, die ein Leben lang trotz greifbarer Nähe auf das verzichten müssen, was ihnen im Leben am liebsten ist.”

Informationsdienst TOPIC / Abo-Verwaltung: RZS, Walbergraben 1, D-35614 Asslar.



Die Aussage des Herrn Professors am Ende dieses Beitrages: „… die Tragik dieser Menschen, die ein Leben lang trotz greifbarer Nähe auf das verzichten müssen, was ihnen im Leben am liebsten ist” erinnert mich an die „Tragik” eines Bankräubers, der in einer Bankfiliale gerade ganz normal eine Überweisung aufgibt und auch „trotz greifbarer Nähe auf das verzichten muss, was ihm im Leben am liebsten ist” - nämlich das viele Geld der Bank.

Auch für ihn würde das Ausleben seiner Neigung eine „wirkliche Hilfe” sein und „in einer wirklich liberalen Gesellschaft” könnte ja schließlich auch er „offen zu seinem Begehren stehen”?? - Nun habe ich mir auch noch den Vorwurf eingehandelt, "kinderschänderfeindlich" und ein Pädophilenhasser zu sein. Und das, obwohl scheinheilige Plappermäuler das Wort des Herrn von der Feindesliebe auf alle Verbrecher der Welt beziehen wollen. Sei's drum.

(Siehe auch Diskurs 75: „Müssen Christen ihre Feinde lieben?”)


Aber zurück zu dem hier kommentierten Buch "Die neue Toleranz", in welchem nun die beiden Autoren Josh McDowell und Bob Hostetler eine Strategie anzubieten versuchen, mit welcher man die Bedrohung durch diese neue Toleranz in die Schranken weisen könnte. Und hier kommen sie gerade bei diesem Thema auf die Liebe Gottes und die Liebe zu den Menschen zu sprechen.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Die Liebe Gottes / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, CLV - Bielefeld)

(…) In ähnlicher Weise können wir den wahren Wert unserer Mitmenschen kennen, wenn wir darauf schauen, wie sehr Gott sie wertschätzte. Gott erwies seine große Liebe zu den Menschen darin, dass er Christus sandte, der uns auf Kosten seines Lebens errettete (Römer 5,10). Diese liebende Handlung sollte in uns eine hingegebene Liebe, Respekt und Annahme unseren Mitmenschen gegenüber hervorrufen. Wir kennen den wahren Wert jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes unter uns – unabhängig von ihren Fehlern oder Schwächen, ihren Glaubensansichten oder Verhaltensweisen, ihren Sünden oder Unzulänglichkeiten –, weil Gott uns sehen ließ, wie sehr er sie wertschätzt, indem er seinen einzigen Sohn sandte, um einen grausamen Tod zu ihrer Errettung zu sterben

Andere so zu lieben, wie Christus uns geliebt hat, bedeutet, ihren unendlichen und wesentlichen Wert als Menschen völlig getrennt von ihren Glaubensauffassungen, Verhaltensweisen, Lebensweisen oder Wahrheitsansprüchen zu erkennen. Ob ein Mensch ein Leben der Tugend oder des Lasters führt, ist er doch im Bilde Gottes geschaffen und eine unbezahlbare Seele, für die Christus starb. Wie sie auch aussehen, was sie auch glauben, was sie auch tun, wie ihr Lebensstil auch aussehen mag, alle Menschen sind von unermesslichem Wert. Und wenn wir so lieben, wie Christus uns geliebt hat, werden wir andere auf dieser Grundlage akzeptieren und respektieren.

Entnommen dem Buch "Die neue Toleranz" S 81, CLV - Christliche Literatur Verbreitung 33661 Bielefeld
http://www.clv-server.de/pdf/255271.pdf



Obwohl die Autoren vorgeben, in ihrem Buch gegen die neue Toleranz zu argumentieren, sind sie - wie der obige Text zeigt - offenbar voll in die Falle dieses Trends gegangen. Wie anders wäre es zu erklären, wenn es da im obigen Ausschnitt heißt:

„Wie sie (die Menschen Anm.) auch aussehen, was sie auch glauben, was sie auch tun, wie ihr Lebensstil auch aussehen mag, alle Menschen sind von unermesslichem Wert. Und wenn wir so lieben, wie Christus uns geliebt hat, werden wir andere auf dieser Grundlage akzeptieren und respektieren.”


Das sind doch eben jene Ansichten, die in der eingangs geschilderten Geschichte der Sohn Matt, der diese neue Toleranz - die völlige Beliebigkeit des Handelns - verteidigt hatte, seinem Vater an den Kopf geworfen hat: dass alle Menschen "das Recht haben sollen, zu leben und zu glauben, wie und was ihnen gefällt." 

Und dann wird hier wieder einmal die große Liebe Gottes zu allen Menschen bemüht und daraus abgeleitet, dass somit auch die Christen alle Menschen zu lieben hätten. Dabei wird jedoch übersehen, dass die Liebe Gottes zwar groß ist, aber nicht so groß, dass er allen Menschen ihre Sünden vergeben hätte! Das kommt durch das schlampige Lesen des Evangeliums. Es wird völlig übersehen, dass Christus nicht hätte sterben müssen, wenn Gottes Liebe so groß, quasi "unendlich" gewesen wäre, dass er allen Menschen alle ihre Sünden vergeben hätte. Doch die absolute Gerechtigkeit Gottes, verlangt für jede Sünde des Menschen ein Opfer, eine gerechte Strafe. Und diese Gerechtigkeit Gottes hat Priorität. Sie ist absolut und daher größer als seine Liebe.

Die Liebe Gottes besteht nun darin, dass er seinen eingeborenen Sohn gesandt hat, der als stellvertretendes Opfer für die Sünden aller Menschen sein Leben gab. Und mit diesem Opfer wurde auch der Gerechtigkeit Gottes Genüge getan. Doch wenn es oben heißt, dass auch wir alle Menschen so lieben sollten wie Christus sie geliebt hat: „wie sie auch aussehen, was sie auch glauben(!!), was sie auch tun, wie ihr Lebensstil auch aussehen mag”, so zeugt das abermals von der völligen Unkenntnis des Evangeliums. Sehen wir uns doch einmal an, was der Herr beispielsweise den jüdischen Schriftgelehrten und Pharisäern, die nicht an ihn geglaubt haben, gesagt hatte:

Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?

Mt 23,27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr gleicht übertünchten Gräbern, die von außen zwar schön scheinen, inwendig aber voll von Totengebeinen und aller Unreinigkeit sind. 23,28 So scheint auch ihr von außen zwar gerecht vor den Menschen, von innen aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit. 23,29 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr baut die Gräber der Propheten und schmückt die Grabmäler der Gerechten 23,30 und sagt: Wären wir in den Tagen unserer Väter gewesen, so würden wir uns nicht an dem Blut der Propheten schuldig gemacht haben. 23,31 So gebt ihr euch selbst Zeugnis, daß ihr Söhne derer seid, welche die Propheten ermordet haben. 23,32 Und ihr, macht nur das Maß eurer Väter voll! 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? Mt 23,27-33;

Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel.

Jh 8,43 Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. 8,44 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Jh 8,43-44;


Hier sehen wir, dass Christus diese Anderen, die nicht an ihn geglaubt haben, keinesfalls geliebt hat und wie daher auch wir solche Menschen beurteilen sollten. Er hat ihnen auf den Kopf zugesagt, dass sie Söhne des Teufels sind und dass sie in die Hölle fahren werden. Wer hier von Liebe spricht, ist genau so ein Heuchler, wie das nach den Worten unseres Herrn diese Schriftgelehrten und Pharisäer waren und ist somit auch ein Sohn des Teufels.

Doch nun wird im oben zitierten Buchtext - schon wieder in völliger Unkenntnis der Zusammenhänge - davon gesprochen: „Diese liebende Handlung (des Kreuzesopfers Jesu Anm. FH) sollte in uns eine hingegebene Liebe, Respekt und Annahme unseren Mitmenschen(!) gegenüber hervorrufen” (Hervorhebung von mir FH). Und damit werden schon wieder alle Mitmenschen, „wie sie auch aussehen, was sie auch glauben, was sie auch tun, wie ihr Lebensstil auch aussehen mag” angesprochen.

Wer das Evangelium kennt, weiß, dass dieses Loskaufopfer des Sohnes Gottes wohl die Voraussetzung dafür geschaffen hat, dass die Menschen gerettet werden können. Doch so einfach, wie das die beiden Autoren im obigen Text sehen wollen, ist es wohl nicht. Wie uns unzählige Bibelstellen sagen, sind die Menschen durch den Tod des Herrn nicht "automatisch" gerettet, wie das die beiden Autoren insinuieren. Das wird auch in der Evangelisation immer wieder vergessen zu erwähnen: dass der Mensch erst einmal umkehren und zum Glauben an Jesus Christus als den Sohn Gottes kommen muss und dieses Loskaufopfer für seine Sünden persönlich in Anspruch nehmen muss.

Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben

Jh 3,36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Jh 3,36;

1Jh 5,12 Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. 1Jh 5,12;

Jh 11,25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; 11,26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das? Jh 11,25-26;

Jh 12,44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; Jh 12,44;

Jh 12,46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; 12,47 und wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, daß ich die Welt richte, sondern daß ich die Welt errette. Jh 12,46-47;


Wie uns gleich die erste Bibelstelle oben sagt, ist es nicht "jeder Mann, jede Frau, unsere Mitmenschen" welche durch diese "liebende Handlung" errettet werden, sondern nur jene Menschen, welche zum Glauben an Jesus Christus kommen und diese "liebende Handlung" des stellvertretenden Opfers für ihre Sünden auch annehmen. Und wie uns diese Johannesstelle auch sagt: all die vielen Anderen, die nicht glauben, werden das Leben nicht sehen und der Zorn Gottes bleibt auf ihnen. Das heißt sie gehen in die Verdammnis.

Hier ist also keine Rede davon, dass der Christ "die Anderen" oder gar "alle Menschen" lieben sollte, sondern nur von den Gläubigen, von den Geschwistern in Christus. Diese sollen wir natürlich lieben, doch das nun im Zusammenhang mit der neuen Toleranz, mit Antichristen, Homosexuellen und anderen Gottlosen als Gegenstrategie anzubieten, ist nicht nur absurd, sondern lässt auch das fehlende Verständnis der Autoren für diese Aussagen unseres Herrn erkennen.

Schließlich die Aussage: "Ob ein Mensch ein Leben der Tugend oder des Lasters führt, ist er doch im Bilde Gottes geschaffen und eine unbezahlbare Seele, für die Christus starb" ist nicht nur nach menschlich-moralischen Kriterien ein Nonsense, sondern widerspricht eindeutig dem Evangelium. Christus ist für jene gestorben, welche sich zu ihm bekehren, welche zum Glauben an ihn kommen, Buße tun und sein Opfer für ihre Sünden annehmen. Alle anderen Menschen bleiben unerrettet. Auch wenn sie im Bilde Gottes geschaffen sind, sie haben den Geist Gottes verworfen und werden das ewige Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihnen. Sie zu lieben würde bedeuten die Perlen des Kreuzesopfers unseres Herrn vor die Säue zu werfen.

Sie sind Feinde des Kreuzes Christi, ihr Gott ist der Bauch und ihre Ehre ist in ihrer Schande.

Phil 3,18 Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, daß sie die Feinde des Kreuzes Christi sind: 3,19 deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen. Phil 3,18-19;


Und wie nicht anderes zu erwarten, wird bei diesem Thema dann auf die Nächstenliebe eingegangen.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Die Nächstenliebe / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, CLV - Bielefeld)

(…) Ein religiöser Gesetzesexperte fragte Jesus einmal: »Welches ist das größte Gebot in dem Gesetz?« Jesus antwortete: »"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." Dies ist das größte und erste Gebot« (Matthäus 22,36-38). Das erste Gebot, das Jesus zitierte, stammt aus dem 6. Kapitel des 5. Buches Mose. Moses erklärte vor dem ganzen Volk: »Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein! Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft« (5. Mose 6,4-5). Jesus erklärte, dass es das größte Gebot sei, Gott als den einzigen wahren Gott an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen und ihn völlig zu lieben.

Die Christen des 20. Jahrhunderts haben gut daran getan, der Kultur der neuen Toleranz diese Botschaft zu verkündigen! »Höre, Kultur der neuen Toleranz! Der Herr ist unser Gott«, verkünden wir stolz. »Der Herr ist die eine und einzige absolute Wahrheit!« Wenn nur unsere relativistische Kultur unsere Verkündigung hören und den einen wahren Gott anerkennen würde!

Doch beachten wir, dass Jesus hier nicht aufhörte. Seine Antwort an die religiösen Führer war noch nicht zu Ende. Nachdem er 5. Mose 6,4-5 zitiert hatte, sagte er: »Das zweite aber ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten« (Matthäus 22,39-40). Gerade hier haben wir Christen missverstanden, was wirkliche Liebe ist und somit versäumt, angemessen auf die Herausforderung der neuen Toleranz zu reagieren. Doch hier können wir auch die Kraft finden, die neue Toleranz zu durchdringen und dieser Kultur eine christusgemäße Spur aufzuprägen.

Was bedeutet es, den Nächsten zu lieben wie sich selbst? Wir antworten vielleicht: »Andere an die erste Stelle setzen« oder »andere so behandeln, wie man selbst von ihnen behandelt werden möchte«. Und ich bin sicher, dass das dazugehört. Es bedeutet jedoch viel mehr. Ich habe festgestellt, dass die folgende kurze Definition christusgemäßer Liebe mir geholfen hat zu verstehen, wie ich andere lieben kann wie mich selbst. Einfach gesagt: Christliche Liebe macht mir Gesundheit, Glück und geistliches Wachstum eines anderen Menschen ebenso wichtig wie dieselben Anliegen für mich selbst.

Entnommen dem Buch "Die neue Toleranz" S 82, CLV - Christliche Literatur Verbreitung 33661 Bielefeld
http://www.clv-server.de/pdf/255271.pdf





In Mt 22,39 steht: „Das zweite (Gebot) aber ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!»”. Und hier gehen die beiden Autoren neuerlich in die Toleranzfalle, indem sie den Begriff "Nächster" als Synonym für "alle Menschen" einsetzen und behaupten: „Gerade hier haben wir Christen missverstanden, was wirkliche Liebe ist”. Was wohl wieder besagen soll, dass wir als Christen alle Menschen lieben sollten. Doch es wird hier - weder in der Bibelstelle noch im Text der Autoren - nicht erklärt, wer dieser Nächste ist. Erst im Gleichnis vom barmherzigen Samariter erklärt der Herr, wer tatsächlich der Nächste ist.

Hier einmal dieses Gleichnis in seinem vollen Wortlaut:

Der barmherzige Samariter.

Lk 10,25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 10,26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 10,27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« 10,28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben.

10,29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster?10,30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halbtot liegen.

10,31 Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. 10,32 Desgleichen auch ein Levit: als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. 10,33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; 10,34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 10,35 Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir es bezahlen, wenn ich wiederkomme.

10,36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? 10,37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen! Lk 10,25-37;


Ebenso wie die Verpflichtung des Christen zur Vergebung der Schuld oft in unbiblischer Weise verallgemeinert wird und alle Christen verpflichtet werden, allen Menschen "automatisch" und ungebeten alles zu vergeben, wird auch das Gleichnis des Herrn vom barmherzigen Samariter in seiner Aussage über den „Nächsten” bewusst oder unbewusst in seiner Bedeutung verkehrt und das Gegenteil von dem behauptet, was der Herr hier eigentlich gesagt hatte.

(Siehe auch Diskurs 18: „Die Vergebung: Gottes und der Christen Geschäft?”)


In diesem Gleichnis fragt der Schriftgelehrte den Herrn am Beginn des Textes (Lk 10,29): „Und wer ist mein Nächster?” Und am Ende des Gleichnisses (Lk 10,36) stellt der Herr diesem Schriftgelehrten die Frage: „Was meinst du, wer von diesen dreien (Priester, Levit, Samariter) der Nächste dessen geworden ist, dem, der unter die Räuber gefallen war?” Und der Schriftgelehrte antwortete: „Der die Barmherzigkeit an ihm übte. Jesus aber sprach zu ihm: Geh hin und handle du ebenso!”

Der Nächste ist also der, der die Barmherzigkeit an dem übte, der unter die Räuber gefallen war. Es ist also der Samariter der Nächste des Überfallenen, den dieser Überfallene nach dem zweiten Gebot daher auch lieben sollte, wie sich selbst.

Die Nächsten des Christen sind daher nicht "die Anderen", "die Armen" oder gar alle Menschen dieser Welt. Sondern es sind ausschließlich jene Menschen, welche uns in unserem Leben in schwierigen Zeiten geholfen haben. Das sind nach diesem Gebot des Herrn unsere Nächsten, welche wir daher auch lieben müssen wie uns selbst!!

Und hier erkennen wir auch den Unterschied zum säkularisierten Verständnis. Während dieses versucht – in Umkehrung des Wortsinnes – den Eindruck zu vermitteln, dass in diesem Gleichnis der Überfallene der Nächste des Samariters ist und postuliert, dass daher die Armen der ganzen Welt die "Nächsten" der Christen sind, meint der Herr hier einerseits die ganz persönliche Hilfe in unserer unmittelbaren Umgebung und gebietet andererseits jenen, denen geholfen worden ist, ihre Helfer zu lieben „wie sich selbst”.

Das Gebot der Nächstenliebe ist also nach den Worten des Herrn in diesem Gleichnis: Liebe die Menschen, welche dir geholfen haben und zeige ihnen ebenso deine Liebe wie sie dir ihre Liebe gezeigt haben, indem sie dir geholfen haben. Nächstenliebe ist daher keine Kategorie des Mitleids sondern eine solche der Dankbarkeit. Dass wir jenen Menschen helfen sollen, die unserer Hilfe bedürfen, ist für einen Christen wohl eine Selbstverständlichkeit. Jedoch haben wir kein Gebot, diese Menschen zu lieben wie uns selbst.



Die Nächstenliebe.

Ähnlich, wie die falsche Interpretation der "geringsten meiner Brüder" aus Mt 25,40, ist die völlige Sinnumkehr des biblischen Begriffes der "Nächstenliebe" durch Kirchen, Prediger und Hilfsorganisationen, eine der größten Betrügereien, um bei leichtgläubigen Zeitgenossen Mitleid zu erregen und ohne viel Aufwand Spendengelder zu scheffeln.

Nach den Worten des Herrn Jesus Christus im Gleichnis vom barmherzigen Samariter, ist das Gebot der Nächstenliebe nicht die Liebe und Unterstützung von Hilfsbedürftigen, wie uns das die scheinheilige katholische Kirche immer wieder einreden will, sondern es ist – umgekehrt – die Liebe zu jenen Menschen, welche uns geholfen haben.

In diesem Bibeltext fragt ein Zuhörer den Herrn, wer denn dieser "Nächste" sei, den man lieben sollte. Und der Herr erzählt ihm dieses Gleichnis, in welchem ein Mann überfallen und ausgeraubt wurde und verletzt auf der Straße liegt. Zwei jüdische Kleriker gingen achtlos an ihn vorüber und erst ein Mann aus Samarien, der als Dritter an ihm vorbeikam, hat ihm geholfen.

Und aus diesem Gleichnis leitet nun der Herr in Lk 10,36-37 die Antwort auf die Frage ab, wer denn der Nächste eines Menschen sei:

"Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!"

Der Samariter ist also der "Nächste" dieses Verletzten. Und deshalb muss auch dieser Verletzte den Samariter – den Nächsten (Mt 22,39) – lieben, weil der ihm geholfen und ihn versorgt hat. Daher lautet also das Gebot der Nächstenliebe: Liebe jene Menschen, welche dir geholfen haben und zeige ihnen ebenso deine Liebe wie sie dir ihre Liebe gezeigt haben, indem sie dir behilflich waren.

Die Nächstenliebe ist daher keine Kategorie des Mitleids sondern eine solche der Dankbarkeit.

Das ist es also, was dieses Gleichnis des Herrn Jesus besagt. Und es sagt auch: wenn jemand persönlich zu dir kommt oder du ihm persönlich begegnest und er dich persönlich um deine Hilfe bittet oder du siehst, dass er persönlich hilfsbedürftig ist, dann sollst du ihm, als rechtgläubiger Christ, persönlich helfen. Und er sollte dich dann, als rechtgläubiger Christ – nach Mt 22,39 –, aus Dankbarkeit persönlich lieben, wie er sich selbst liebt.

Wer das nicht bedenkt, unterstützt Gottlose, Götzendiener, Verbrecher und Terroristen! (Lk 9,60)

Das ist nun etwas ganz Anderes, als diese Spendenaktionen für Flüchtlinge, welche wir nie kennen lernen und die gar nicht wissen, wer ihnen geholfen hat. Dabei wird das meiste Geld nicht für die Flüchtlinge, sondern für Gehälter, Logistik und andere Aufwendungen dieser "Hilfsorganisationen" ausgegeben.

In der Vergangenheit hat sich die katholische Kirche mit fremden (Spenden‒) Geldern als große Helferin deklariert und die Menschen haben aus Dankbarkeit den götzendienerischen ("Maria", verstorbene "Heilige") katholischen Glauben angenommen.

In Zukunft werden die moslemischen Flüchtlinge – und ihre vielen Kinder! – eher das Gegenteil tun. Sie werden – ähnlich, wie einst die katholische Kirche die Indios in Südamerika bei sonstiger Todesstrafe zum katholischen Glauben gezwungen hat – mit demokratisch legitimierter Mehrheit in den Parlamenten, die Katholiken per Gesetz zwingen, zum Islam zu konvertieren.

Dieser Trend zeigt sich aber auch schon in der Gegenwart, wo gottlose "Gutmenschen" und politisch korrekte Leute die Christen per Gesetz zwingen wollen, das Symbol des Christentums – das Kreuz – aus ihrer öffentlichen Umgebung zu entfernen.




(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Gott liebt die Sünder / Buch von Josh McDowell und Bob Hostetler, CLV - Bielefeld)

(…) Die Methode, die ich vorschlage, bestreitet nicht die persönliche Evangelisation von Mensch zu Mensch; die ist genauso bedeutsam wie eh und je. Diese Methode ist auch kein Ersatz für das Lehren der Wahrheit; ich habe mein Leben der Aufgabe gewidmet, der Welt die Wahrheit zu sagen. Was ich vor Augen habe, ist eine Ergänzung zur »Aktions-Evangelisation« und die Basis, von der aus die Wahrheit effektiver weitergesagt werden kann. Professor John D. Woodbridge meinte:

„Wir müssen bedenken, dass wir einem dreieinen Gott dienen, der Sünder liebt: »Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.« Dieser bekannte Vers (Johannes 3,16) zeigt in großartiger Weise Gottes Retterliebe. Für »die Welt« könnten wir »den Vergewaltiger« einsetzen, »den Homosexuellen«, »den Ehebrecher«, »den säkularen Humanisten«, »den kapitalistischen Räuberbaron«, »den militaristischen Kriegshetzer«. Gott liebt diese Menschen wirklich. Er liebte sie so sehr, dass er seinen eingeborenen Sohn für sie gab. Und auch wir sollen sie lieben, obwohl wir wissen, dass Sünde wirklich betrüblich für Gott ist (Psalm 5,6-7; 7,11; Maleachi 1,3)”. (Professor John D. Woodbridge)

Entnommen dem Buch "Die neue Toleranz" S 92f, CLV - Christliche Literatur Verbreitung 33661 Bielefeld
http://www.clv-server.de/pdf/255271.pdf



Missbräuchlich verwendete Bibelzitate erkennt man meist daran, dass entweder ein Vers aus seinem relevanten Kontext gerissen wurde, oder aber bewusst nicht vollständig zitiert wird. Das Letztere ist hier der Fall. Der Vers in Jh 3,16 lautet in seiner Gänze:

Jh 3,16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Jh 3,16;


Und bei der Betrachtung des kompletten Verses erkennen wir gleich, warum der Autor den zweiten Teil des Verses unterschlagen hat: es könnte seine Interpretation vom "Gott, der alle Sünder liebt" etwas stören, wenn man da lesen könnte, dass nur der, der an den Sohn glaubt, das ewige Leben hat. Nach neuesten Schätzungen sind von den 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten maximal 1% echte, errettete Christusgläubige. Das heißt, etwa 6.93 Milliarden Menschen glauben nicht an Jesus Christus als den Sohn Gottes und ihren Erlöser und fahren in die Hölle. Das sind jene Menschen, welche Gott nicht liebt und welche der Autor offenbar verschämt unter den Tisch fallen lassen wollte.

Als biblischen Nachweis dafür haben wir hier das Gleichnis des Herrn vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Der Vater steht in diesem Gleichnis für Gott, der Sohn, der sich sein Erbteil auszahlen ließ und den Vater verließ, ist der Sünder, der fern von Gott seine Talente verprasst. Erst als der Sohn alles Geld vergeudet hatte, kehrte er reumütig zu seinem Vater zurück un sprach: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen”. Und der Vater nahm ihn dann mit Freuden auf.

Wie uns der Herr hier zeigt, hat der Vater keinesfalls nach dem Sohn gesucht oder ihn gar gebeten wieder zurück zu kommen, wie uns das manche Prediger von Gott einreden wollen. Gott sucht niemanden. Ganz im Gegenteil, der Mensch muss Gott suchen, dann lässt sich Gott von ihm finden (Ps 14,2.53,3.69,33; Röm 3,11). Wie der Vater dem Sohn im Gleichnis, gibt auch Gott den Menschen volle Freiheit. Es gibt keinen Zwang bei Gott. Der Mensch kann sich frei entscheiden. Und wie die meisten Menschen, kann er sich in völliger Freiheit von Gott abwenden. Wenn er jedoch von seinem Weg des Unglaubens umkehrt und sich zu Jesus Christus bekehrt, dann ist ihm Gottes Liebe gewiss. Denn wer den Sohn Gottes nicht hat, hat auch den Vater nicht.

Es stellt sich hier daher die Frage, warum manche Prediger immer wieder derartige Unwahrheiten unter das Gemeindevolk bringen, obwohl sie eigentlich wissen müssten, dass dies nicht die Wahrheit ist. Und da gibt es eine ganz einfache Antwort: diese Leute schreiben Bücher, halten Predigten und veranstalten Seminare. Und das alles gegen Honorar. Und wie man weiß, verkauft sich eine positive Nachricht besser, als die Information, dass allein aus unserer Zeit 6,93 Milliarden Menschen in die Hölle fahren werden.

Und der gute Herr Professor fährt dann fort mit seinem Sermon: „Für »die Welt« könnten wir »den Vergewaltiger« einsetzen, »den Homosexuellen«, »den Ehebrecher«, »den säkularen Humanisten«, »den kapitalistischen Räuberbaron«, »den militaristischen Kriegshetzer«. Gott liebt diese Menschen wirklich.”

(Siehe auch Diskurs 99: „Das Weltgericht: Wer sind "die geringsten meiner Brüder" in Mt 25,40?”)


Liebt Gott tatsächlich Vergewaltiger, Homosexuelle, Ehebrecher oder Räuber? Es ist dies ähnlich wie die Behauptung Satans im Garten Eden, in 1Mo 3,4: „Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!” Diese Aussage war insoweit richtig, als sich Satan hier auf den ersten, den physischen Tod bezog. Und Adam und Eva sind ja dann aufgrund des Sündenfalls tatsächlich nicht gestorben. Was ihnen die Schlange aber nicht verraten hat, ist, dass Gott in seinem Gebot in 1Mo 2,17 „aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du sterben!” nicht den ersten sondern den zweiten Tod - also die Fahrt in die Verdammnis nach Auferstehung und Gericht - gemeint hat.

(Siehe auch Exkurs 08: „Der erste und der zweite Tod.”)


Von diesem zweiten Tod heißt es in der Offenbarung des Johannes 21,8: „Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod”. Und hier können wir nun tatsächlich „»den Vergewaltiger« einsetzen, »den Homosexuellen«, »den Ehebrecher«, »den säkularen Humanisten«, »den kapitalistischen Räuberbaron«, »den militaristischen Kriegshetzer«” etc. etc.. Sie alle fahren mit in die Hölle, in den Feuersee, wenn sie sich nicht bekehrt haben.

Wie wir also sehen, liebt Gott solche Menschen erst dann, wenn sie sich entschieden haben, zum Glauben an seinen Sohn zu kommen. Das heißt, wenn sie von ihren Sünden umkehren, Buße tun und das stellvertretende Opfer für ihre Sünden annehmen. Dann erfahren sie die Liebe Gottes. Nicht eher. - Nachdem aber derartige Aussagen die "Bekehrungsrate" dieser Prediger behindern könnte, verraten sie nicht, dass diese ehemaligen Verbrecher erst dann errettete Christen sind, wenn sie sich bekehrt haben. Dann allerdings müssen auch wir sie lieben.

Alle anderen Menschen, die nicht an Christus glauben, werden das ewige Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihnen. Sie sind Feinde Gottes und sie zu lieben würde bedeuten das Kreuzesopfers unseres Herrn zu verleugnen.

Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht.

1Jh 2,23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 1Jh 2,23;

Jh 15,23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. Jh 15,23;

Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6;


Die biblische Dreieinigkeit.

Es gibt nur den einen und einzigen Gott in seinen drei Instanzen: Gott Vater als gesetzgebende Instanz, vergleichbar mit der Legislative in der menschlichen Gesellschaft, der Geist Gottes als Vollzugsinstanz, ähnlich der Exekutive und der Sohn Gottes als richterliche Instanz, ähnlich der Justiz. Gott hat den Menschen das Gesetz (die Gebote) gegeben (2Mo 24,12), der Heilige Geist registriert deren Einhaltung durch die Menschen, schreitet aber nur ein, wenn menschliche Aktionen den Plan Gottes beeinträchtigen könnten (2The 2,7) und der Sohn Gottes wird im Letzten Gericht/Weltgericht jeden einzelnen Menschen richten (Jh 5,22).

Die eigenständige geistliche Persönlichkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist und deren gleichzeitige Präsenz (Jh 14,10-11) im Geist des einen Gottes (Jh 4,24), kann im Zeitalter der Quantenverschränkung - der "spukhaften Fernwirkung" wie das Einstein nannte - und der vielen Beispiele in der Bibel von Manifestationen im Geist von Menschen (Mk 1,23-25; 5,6-8; Lk 11,24; aber auch Jh 14,23; 17,26!), nur für völlig uninformierte Zeitgenossen eine Frage sein.

Die Methode, derartige Zusammenhänge mit den alten Weisheiten der Kirchenväter erklären zu wollen (Konzil von Nicäa etc.), war schon bei deren Behauptung, die Erde wäre der Mittelpunkt des Universums ein Fehler (Die Schöpfung) und käme heute dem Versuch gleich, die Quantenmechanik mit den Gesetzen der klassischen Physik zu erklären.

Der eigentliche Grund, warum die Unitarier die Dreieinigkeit ablehnen (Es gibt keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit / CH. Spurgeon), ist einerseits der Umstand, dass man sich weigert, die Göttlichkeit des Sohnes Gottes, unseres Herrn Jesus Christus zu akzeptieren. Jesus Christus als Gott (Ps 45,7-8; Jh 20,28; Phil 2,5-8; 2Ptr 1,1; 1Jh 5,20) und sowohl seine Präexistenz (1Mo 1,26; 11,7) als auch seine Postexistenz bei Gott (Jh 14,23; 17,26!), würde ihr ganzes falsches Glaubensgebäude vom "Menschen Jesus" als "Glaubenskämpfer", "Kumpel" oder "Leidensvorbild" in Frage stellen und ad absurdum führen.

Andererseits aber, wurde die Dreieinigkeit - die "Trinität" - von der katholischen Kirche seit Jahrhunderten nach dem Gutdünken und dem "Gefühl" der alten Kirchenväter (Konzil von Nicäa etc.) und nicht nach den Aussagen der Bibel interpretiert. Dadurch war es den Vertretern des "Eingottglaubens" - den Unitariern - leicht möglich, diese Interpretation anhand der Bibel in Frage zu stellen.

Leider hat man aber dabei nicht die Gelegenheit genutzt, um die Bibel eingehend zu studieren und die tatsächlichen Aussagen über die Wesenheit Gottes, seines Sohnes und des Heiligen Geistes festzustellen, sondern hat die oberflächlichen Argumente nur benutzt, um dieses - ebenfalls falsche - Trinitätsdogma der katholischen Kirche anzugreifen.




Zusammenfassung


Man kann die Beispiele in dem hier kommentierten Buch sicherlich nicht verallgemeinern. Vor allem auch deshalb nicht, weil das Buch bereits vor 13 Jahren (1998) von den beiden Autoren verfasst wurde. Aber dennoch ist es erschreckend festzustellen, wie weit der Christenhass in den USA schon damals gediehen war. Wenn ein Kruzifix im Urin eines "Künstlers" als Attraktion ausgestellt wird, ein Kind im Schulbus seine Bibel nicht mehr lesen darf und auf Universitäten christliche Seminare verboten werden, dann können das keine Einzelaktionen mehr sein, sondern müssen durch eine breitere Schicht der Bevölkerung unterstützt werden.

Es zeigt sich damit, dass die USA schon damals ihrem Ruf als "Homeland" des Antichrists gerecht wurde. Nicht zuletzt auch durch jene Christen, welche z.B. in gut bezahlten Chören Anbetungs-Lieder singen und sich wie Stars produzieren. Im privaten Bereich halten sie jedoch um jeden Preis an der Todesstrafe fest und votieren gegen die von Präsident Obama vorgeschlagene Einführung einer Krankenversicherung für Arme und Mittellose, speziell aus dem Bereich der farbigen Bevölkerung.

Das scheint auch das Bild zu sein, das viele US-Amerikaner in der Öffentlichkeit abgeben, ob nun Präsidenten, Senatoren, Geschäftsleute oder Prediger. Sie sind scheinheilig. Sie zeigen sich zwar gerne und oft mit der Bibel in der Hand oder auf dem Schreibtisch, ihre Handlungen sprechen aber eine andere Sprache.

Leider argumentieren dann auch die Autoren dieses Buches nicht immer von einem biblischen Standpunkt aus. So schreiben sie:

„Und wer nicht mehr an absolute Wahrheit glaubt, wird seinen moralischen Kompass verlieren, seine Fähigkeit, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Und das Kind (oder der Erwachsene) der nicht zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann, wird keine Kraft haben, um der Versuchung zu widerstehen und sich für das Richtige zu entscheiden.” (S 24)


Es ist wohl richtig, dass die Welt versucht uns Christen den Glauben an die absolute Wahrheit, den moralischen Kompass, zu nehmen. Doch anstatt darüber zu klagen, sollte man die Bibel in den Vordergrund stellen. Auch wenn wir die Bibel im hintersten Kämmerlein lesen müssten: sie ist unser moralischer Kompass, nicht die Welt. Doch hier kommt bereits am Beginn eine Haltung zum Vorschein, welche sich dann wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Man sieht die Situation nicht aus biblisch-christlicher Sicht, sondern aus weltlicher Sicht. So heißt es dort:

„In einer Kultur, in der die neue Toleranz regiert, werden Sie und Ihre Kinder immer mehr dahingehend unter Druck gesetzt werden, über Ihren Glauben zu schweigen … und sich wegen Ihres Glaubens unterlegen zu fühlen. Von Ihnen und Ihren Kindern wird erwartet werden, »Ihre Moral« dem Privatbereich vorzubehalten. Sie und Ihre Kinder werden von Jurys ausgeschlossen und aus dem öffentlichen Geschehen verbannt werden, weil Ihre Meinungen als von der Religion gefärbt und somit als »voreingenommen« betrachtet werden.” (S 54)


Die Autoren beklagen sich also hier, dass sie von weltlichen Jurys ausgeschlossen werden. Ja welcher rechtgläubige Christ hat denn ein solches Verlangen in einer weltlichen Jury mitzuwirken? Und: natürlich sind die Meinungen von Christen von ihrer Religion gefärbt. Das ist doch keine Frage! Oder legen die Autoren im weltlichen Bereich eine andere Meinung an den Tag? Diese weltliche Betrachtungsweise ist auch im folgenden Abschnitt - speziell durch das "wir" - zu erkennen, mit welchem sich die Autoren sichtlich mit der weltlichen Seite identifizieren, anstatt auf der christlichen Seite zu stehen.

„Von wenigen Ausnahmen abgesehen, erstellen wir jetzt unsere Maßstäbe und beurteilen die Moral nach einem weitaus flexibleren Wahrheitskonzept, einem Konzept, das behauptet, es gebe nichts Absolutes – alle Wahrheit sei relativ und subjektiv und Recht und Unrecht von Mensch zu Mensch und von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Solch eine Ansicht spiegelt sich in folgenden oft gehörten Aussagen wider: »Niemand hat das Recht, mir zu sagen, was Recht oder Unrecht ist!«” (S 52)


"Wir" - wenn sie damit uns Christusgläubige meinen - erstellen unsere Maßstäbe nach dem Konzept der Bibel. Egal, was da die Welt auch immer behaupten mag. Aber das ist halt das Problem der Autoren: sie können sich von der Attraktivität des weltlichen Bereiches nicht trennen und benehmen sich hier wie kleine Kinder, die jetzt beleidigt sind, weil sie nicht mehr im Sandkasten mitspielen dürfen.

Aber das ist wohl die Folge davon, dass die Autoren die falsche Auffassung vertreten, dass sie, als Christen, alle Menschen lieben müssten. Damit ihnen diese Liebe etwas leichter fällt, hätten sie halt gern, dass alle Menschen so agieren würden wie Christen. Der Fehler ist: sie trennen nicht zwischen denen die draußen sind und jenen die drinnen sind. Doch ebenso, wie uns die Bibel sagt, dass wir uns untereinander – also unter Christen – lieben sollten (auch unsere Feinde, die wir unter den Geschwistern haben!) und nicht die ganze Welt lieben müssen, sind auch christliche Verhaltensregeln nur innerhalb von christlichen Kreisen anzuwenden. Wir haben nicht zu beurteilen was jene tun, die „draußen” sind, wie schon Paulus sagt:

Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind?

1Kor 5,11 Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger (z.B. Homosexueller Anm. FH) ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen nicht einmal zu essen. 5,12 Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? 5,13 Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus! 1Kor 5,11-13;


Und auch der Herr sagt uns unten, in Mt 18,15-17, dass wir jene unter den Geschwistern, die vom rechten Weg abweichen und nicht umkehren wollen - wie z.B. uneinsichtige Homosexuelle -, aus der Gemeinde ausschließen und sie wie die "Heiden und Zöllner" behandeln sollen, welche Paulus oben als jene bezeichnet, die "draußen" sind.

Wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner!

Mt 18,15 Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 18,16 Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde! 18,17 Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! Mt 18,15-17;


Neben vielen richtigen Aussagen, welche die beiden Autoren in diesem Buch machen, kann man durchgehend einen gefährlichen Trend feststellen, welcher sich in den letzten Jahren auch immer stärker in Europa bemerkbar macht. Er ist auf den ersten Blick kaum wahrnehmbar und Christen mit geringer Bibelkenntnis und wenig Unterscheidungsvermögen fällt das überhaupt nicht auf. Im Gegenteil, sie finden diesen "neuen Glauben" positiv und aufbauend.

Und es gibt leider auch immer mehr evangelikale Prediger, die dem entgegenkommen und den christlichen Glauben als Okkasion anbieten. Sie verheißen das ganze Heil völlig kostenlos und ohne Aufwand. Es ist das sogenannte "Wohlstandsevangelium", welches da verbreitet wird und dessen Prediger - wie etwa ein Ulrich Parzany in Deutschland (Siehe auch ProChrist und Ulrich Parzany) - machen unseren großen Gott so klein, dass man am Ende meinen könnte, Gott müsste sich bei den Ungläubigen entschuldigen, weil sie noch nicht zum Glauben gekommen sind.

Doch dabei geht es nicht um Umkehr und Buße, sondern um "Quoten". Nicht nur im Fernsehen, wo diese falschen Prediger den christlichen Glauben im "Bauchladen" anbieten, sondern auch in manchen evangelikalen Gemeinden, wo man nicht die Qualität sondern die Quantität der Mitglieder fördert und damit Werbung macht.

(Siehe auch Message: „Willow Creek Community Church: Ein schockierendes Bekenntnis”)


Wenn hier weiter oben Professor Woodbridge in seinem Beitrag meint:

„Für »die Welt« könnten wir »den Vergewaltiger« einsetzen, »den Homosexuellen«, »den Ehebrecher«, »den säkularen Humanisten«, »den kapitalistischen Räuberbaron«, »den militaristischen Kriegshetzer«. Gott liebt diese Menschen wirklich.” (S 93)

erweckt er den Eindruck, dass Gott die Verbrecher der ganzen Welt liebt. Egal was sie tun und wie sie handeln, sie sind Gottes "Lieblinge" und ihr Platz ist im Himmel. Und das stellvertretende Opfer Jesus Christi? - Das wäre demnach gar nicht notwendig gewesen. In seinem Bemühen, Gottes Liebe möglichst billig - ja völlig kostenlos - anzubieten, unterschlägt dieser Mann die Tatsache, dass Gott alle diese Verbrecher natürlich nicht liebt. Ganz im Gegenteil, wie Paulus in dem von Woodbridge weiter oben selbst zitierten Vers Röm 5,10 sagt, sind sie bis zu ihrer Bekehrung - wenn sie sich überhaupt bekehren - Gottes Feinde und sein Zorn bleibt auf ihnen, solange sie nicht umkehren, all ihren Verbrechen absagen und bereuen und sich für den Glauben an den Sohn Gottes entscheiden. 

Jene Prediger, welche von einer derartigen unendlichen Liebe Gottes sprechen, welche ja zwangsläufig auch bedingungslos sein müsste, bedenken nicht, dass sie damit die Gerechtigkeit Gottes völlig negieren. Gott müsste dann allen Menschen ohne jeden Unterschied alle ihre Sünden vergeben, egal wie sie sich in ihrem Leben verhalten haben. Und da kämen diese falschen Prediger in die Situation, dass sie sich dann im Himmel neben Massenmördern wie Hitler, Stalin und Mao wiederfinden würden, die ohne Umkehr und Buße, nur aufgrund der "unendlichen" und "bedingungslosen" Liebe Gottes in den Himmel gelangt wären und dort mit jenen Verbrechen fortfahren würden, welche sie schon auf Erden begangen haben.

Wer also über eine unendliche Liebe Gottes spricht, kennt entweder das Evangelium nicht oder es fehlt ihm der Intellekt, dessen Aussagen zu verstehen. Daher: unser Gott ist ein absolut gerechter Gott, der auf die Sühne jeder einzelnen Sünde jedes Menschen besteht. Nachdem das jedoch den Tod jedes Sünders zur Folge haben würde, Gott aber will, dass alle Menschen die Möglichkeit zu ihrer Errettung haben, hat er seinen Sohn gesandt, der als Sohn Gottes und selbst Gott, durch seinen Tod die einzig adäquate Sühne für die Sünden aller Menschen erbringen konnte. 

Und genau das ist der Unterschied: Jeder, der an den Sohn Gottes glaubt, dieses stellvertretende Opfer auch für seine eigenen Sünden annimmt und umkehrt, der ist gerettet. Jeder der das nicht tut, ob das nun ein unbescholtener Bürger oder ein Schwerverbrecher ist, bleibt in der absoluten Gerechtigkeit Gottes schuldig und geht in die Verdammnis. Und diese 6,93 Milliarden Verdammten müssen wir Christen ganz sicher nicht lieben.





Nachtrag

Zum Beweis dafür, dass es aber auch in den USA rechtgläubige Prediger gibt, welche genau dieses Thema der falschen Lehre in den Gemeinden in ganz ausgezeichneter Weise aufzeigen und verständlich erklären, sei hier der von einer Besucherin übermittelte Link zu einem Video auf Youtube angefügt:

Das bestgehütete Geheimnis der Hölle, warum moderne Evangelisation oft versagt. (mit deutscher Übersetzung)




(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Sucht Gott die Sünder? / Kommentar Ingmar Bauer 00, 2012-02-11)

Lieber Herr Horak, vielen Dank für Ihre vielen guten Texte zu einem besseren und tieferen Verständnis des Evangeliums.

Zu Ihren letzten beiden Diskursen (Diskurs 110, Diskurs111) möchte ich zwei Anmerkungen machen.
In Diskurs 110 schreiben Sie: "Gott sucht niemanden." Ich verstehe, wie Sie das meinen, und stimme Ihnen zu.
Gott sucht keinesfalls bittend, bettelnd und verzweifelt nach den Menschen, auch wenn sie reuelose Mörder, Ehebrecher und Götzendiener sind, weil er sie angeblich unendlich lieben würde.

Aber es wird Ihnen vielleicht jemand Lk 19,1-10 entgegenhalten:

Lk 19,1 Dann kam er nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Lk 19,1-10

Natürlich ist Zachäus kein reueloser Mörder, Ehebrecher oder Götzendiener und er sucht seinerseits Jesus. Alle Menschen, die unwillig zur Umkehr sind, ermahnt Gott nur mit den Worten: Das Reich Gottes ist nahe. (Lk 10,11) (…)

Ingmar Bauer ingmarbauer@yahoo.de



Danke für Ihren Besuch bei Immanuel.at und Ihren Kommentar!

Ich freue mich über Ihren Kommentar, nicht nur weil er Ihre Schriftkenntnis zeigt, sondern weil Sie auch - was in den Zuschriften leider sehr selten der Fall ist - entsprechende Bibelstellen als Beleg anführen.

Nun aber zu Ihren Fragen.

Sie beziehen sich auf meinen Hinweis im Diskurs 110: „Gott sucht niemanden. Ganz im Gegenteil, der Mensch muss Gott suchen, dann lässt sich Gott von ihm finden (Ps 14,2.53,3.69,33; Röm 3,11).” Und dann zitieren Sie die Aussage unseres Herrn in Lk 19,10, wo er sagt: "denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist."

Abgesehen von den Parallelstellen, welche ich zu meinem Hinweis angeführt habe und welche diesen bestätigen, ist eigentlich die von Ihnen zitierte Geschichte von Zachäus, dem Zöllner, die beste Erklärung für diese Sicht der Dinge. Zachäus hat den Herrn gesucht. Er stieg sogar auf einen Baum, um ihn besser sehen zu können. Und er nahm den Herrn freudig in seinem Haus auf und tat Buße, indem er gelobte alles unrecht genommene Geld zurückzuzahlen. Es war also Zachäus, der gesucht hatte.

Wenn der Herr dann gesagt hat, er sei gekommen zu suchen und zu retten was verloren ist, erklärt sich das auch aus diesem Geschehen. Als Zachäus den Herrn in der Menge sah, waren gewiß eine Menge neugieriger Leute auf der Straße. Aber außer Zachäus war offenbar keiner dabei, welcher Gott gesucht hat. Und so wurde auch kein anderer vom Herrn besucht als Zachäus. Und so ist m.E. auch die Aussage des Herrn hier zu interpretieren: Der Herr ist gekommen Menschen zu suchen, die Gott suchen. Der Mensch muss zuerst Gott suchen, dann lässt sich Gott von ihm finden.

Abgesehen davon, muß Gott nach der Schrift die Menschen gar nicht mehr suchen, denn er hat in seiner Allwissenheit alle jene, welche sich in ihrem Leben für Gott bzw. das Loskaufopfer seines Sohnes entscheiden werden, bereits vor Grundlegung der Welt erkannt, auserwählt und vorherbestimmt zur Sohnschaft (ins "Buch des Lebens" eingetragen) (Eph 1,3-6). (Diese Stelle verwenden leider die Calvinisten fälschlicherweise für ihre "willkürliche" Auswahl der Menschen durch Gott.)

(Siehe auch Diskurs 100: „Johannes Calvin: Die echte und die falsche Prädestination.


Diese bereits erfolgte Auswahl ist auch der Grund, weshalb der Herr in Jh 17,9 zum Vater betet: „Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, denn sie sind dein und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, mein - und ich bin in ihnen verherrlicht.” - Alle Menschen, die in ihrem Leben Gott wahrhaftig suchen werden, hat Gott in seiner Allwissenheit bereits vor Grundlegung der Welt auserwählt und sie sind sein und er hat sie seinem Sohn gegeben.

Doch die Namen dieser Auserwählten, die in das "Buch des Lebens" eingetragen sind, können durchaus auch wieder daraus gelöscht werden (2Mo 32,32-33; Ps 69,29; Off 13,8).”). Und damit wären auch sie verloren.

(Siehe auch Diskurs 62: „Wann werden die Namen der Gerechten in das Buch des Lebens eingetragen?