Diskurs 1112 – Ist Jesus in Israel am Werk, seine Verheißungen zu erfüllen?




Ist Jesus in Israel am Werk, seine Verheißungen zu erfüllen? / Kommentar Elisheva Damkani Israel, 00, 2013-08-08

Die Staatsgründung 1948  war und ist NICHT Gottes Heimholung! / Kommentar Hannelore Weitzel, 00, 2010-05-24

Aussendung Moishe Arye Friedmann, Oberrabbiner der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde, Wien / M.A. Friedmann, 2002-07-13

Die tatsächliche Verheißung Jesu für Israel und alle rechtgläubigen Christen dieser Welt.

Klage über Zion

Der pseudochristliche Betrug an den Israeliten     -   1. Teil Diskurs 111

Die Bünde Gottes, von Jacob Damkani   Diskurs 1111

Christen verteidigen das Evangelium gegen die "Israelfreunde"     -   3. Teil  Diskurs 1113

Die Lehre der Messianischen Juden - die Analyse.      -  4. Teil  Diskurs 1114



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Ist Jesus in Israel am Werk, seine Verheißungen zu erfüllen? / Kommentar J. und E. Damkani 00, 2013-08-08)

Es ist gut, dass Sie die Bibel studieren, aber wenn es um Gottes Wahrheit geht, muss ich Ihnen sagen, dass Sie Gottes Liebe, Treue und Kraft sehen müssen, um Seinen ewigen Bund, welcher mit Israel geschlossen wurde, zu halten und dass Er ihnen Seine Verheißungen ewig halten wird.

Haben Sie jemals begriffen, dass das Straucheln Israels über den Stein, welchen der Herr in Zion gelegt hat, mit Gottes Absicht zu tun hat, die Welt zu segnen? Sie müssen die Realität erkennen, dass gerade durch Israels Ungehorsam den Heiden die Rettung gebracht wurde, umso mehr ihre Annahme...! (Römer 11,15) Wenn Sie noch nicht gesehen haben, dass Gott am Werk ist, um sie wieder zu Sich zu wenden (Sacharia 13,9)

Wenn Sie der Kirche erlaubt haben, Sie fehlzuleiten in dem Glauben, dass Israel nur eine andere Nation ist und dass sie Gott verlassen haben, wie erklären Sie Jeremia 31,35-37 oder Psalm 89,30-37, und wie können Sie Matthäus 23,39 übersehen?

Sehen Sie denn nicht Jesus, der Israel verheißen hat, dass sie sich Ihm am Ende zuwenden werden, können Sie nicht erkennen, dass Er am Werk ist, Seine eigene Verheißung in Israel lebendig werden zu lassen, das Gott zurück in ihr Land der Verheißung wiedereingesetzt hat, als vertrocknete Gebeine, doch bewegt von den Gläubigen aus den Nationen, welche ihre Aufgabe erfüllen, Israel zur Eifersucht zu reizen, wodurch Israel zum Glauben an seinen eigenen Messias kommt, den einzigen Weg zu Gott, sehen Sie nicht. Römer 11,1?

Die Jünger mussten noch in Jerusalem mit der Predigt beginnen, Paulus ging immer zuerst in die Synagoge und er schrieb: "Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen  hineingekommen sein wird;…" Römer 11,25

Es gäbe hier noch so viel über Gottes Treue zu Israel zu sagen und ich habe wirklich nicht die Zeit, Sie zu überzeugen. Wie Sie ganz klar gesagt haben, gibt uns Gott die Freiheit unsere eigene Wahl zu treffen. Es sieht so aus, als ob Sie sich Ihre eigene Meinung gebildet hätten…

Wir sind keine Theologen, aber diese wunderbare Wahrheit verstehen wir und leben mit ihr - indem wir das Evangelium mit all unserer Kraft predigen - dem Juden zuerst.

In Seinem Dienst, Jacob und Elisheva Damkani

E. Damkani [elisheva@trumpetofsalvation.org]


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http://www.trumpetofsalvation.org/

 



Danke für Ihren Kommentar, der sich auf dem 1. Teil dieses Diskurses (Diskurs 111) bezieht, und für Ihre interessanten Aussagen.

Sie schreiben am Beginn Ihres Kommentars:

"Es ist gut, dass Sie die Bibel studieren, aber wenn es um Gottes Wahrheit geht, muss ich Ihnen sagen, dass Sie Gottes Liebe, Treue und Kraft sehen müssen, um Seinen ewigen Bund, welcher mit Israel geschlossen wurde, zu halten und dass Er ihnen Seine Verheißungen ewig halten wird."


Ja, ich studiere die Bibel bereits seit über 40 Jahren und gerade deswegen ist meine Exegese immer und unbedingt von den Aussagen der Bibel abgeleitet und diese Bibelkonformität kann anhand der im Text zitierten Bibelreferenzen jederzeit nachgeprüft werden.

Aufgrund dieser jahrzehntelangen Erfahrung darf ich Sie darauf hinweisen, dass Sie einem grundlegenden Irrtum unterliegen, wenn Sie schreiben: "dass Sie Gottes Liebe, Treue und Kraft sehen müssen, um Seinen ewigen Bund, welcher mit Israel geschlossen wurde, zu halten (…)". Dieser Bund wurde vor zweitausend Jahren gebrochen und Sie versuchen hier damit sichtlich, Gott die Schuld für die Auflösung dieses alten Bundes zuzuweisen. 

Doch es war nicht Gott, sondern Israel, welches diesen Bund vor zweitausend Jahren gebrochen hat, als sie geleugnet haben, dass Jesus von Nazareth der Sohn Gottes ist, ihn verachtet haben (Lk 10,16), töten ließen (Mt 26,63-68) und ihn bis heute als Betrüger und Gotteslästerer beschimpfen und hassen (Jh 15,23).

Mit all diesem Fehlverhalten haben sie aber neben dem Sohn auch den Vater verworfen (1Jh 2,23) und genau das war der Grund, weshalb Gott diesen alten Bund, den er mit ihren Vätern schloss und den sie nicht gehalten haben, aufgelöst hat (Jer 31,31-33). Jener neue Bund, den Gott hier in Jer 31,31 verheißt mit Israel zu schließen, ist der neue Bund den der Sohn Gottes vor zweitausend Jahre mit seinem Blut am Kreuz begründet hat. (Lk 22,19-20)

Wenn Sie all diese Bibelstellen genau prüfen, werden Sie bei objektiver Betrachtungsweise zwangsläufig zur Erkenntnis gelangen, dass Israel seit zweitausend Jahren Gott-los ist. (Sollten Sie Verständnisprobleme haben, bitte informieren Sie mich, ich bin gerne bereit, Ihnen anhand weiterer Bibelstellen zusätzliche Hinweise zu geben.)

Israel im Lichte der Bibel.


Nach dem Alten Testament

Gott hat sein Erbarmen vom Haus Israel völlig weggenommen (Hos 1,6). Sie sind nicht mehr sein Volk (Hos 1,9). Nur das Haus Juda wird der Herr retten. Doch nicht durch Krieg, sondern durch seinen Geist (Hos 1,7). Erst im Millennium, wenn der Sohn Gottes seine tausendjährige Herrschaft auf Erden angetreten hat, (Hos 2,1.20; Hes 34,25; Jes 2,4) wird sie der Herr wieder als sein Volk annehmen (Hos 2,25; Jer 31,27-28).


Nach dem Neuen Testament

Es ist Gottes Wille, dass wir auf seinen Sohn hören (Mt 17,5). Dieser Sohn Gottes hat uns gesagt, dass jeder, der ihn verwirft, auch Gott verwirft (1Jh 2,23; Lk 10,16; Jh 5,22-23. 15,23). Das heutige Volk Israel leugnet den Sohn Gottes und beschimpft ihn als Betrüger und Gotteslästerer. Durch diese Leugnung des Sohnes hat Israel auch den Vater verworfen und ist somit ein Gott-loses Volk. (Jh 8,24)


Die "Israelfreunde" in den christlichen Gemeinden verkaufen daher ihr Erstgeburtsrecht als Jünger Christi gegen das Linsengericht eines Erfüllungsgehilfen von gottlosen Betrügern. – Es gibt für Israel keine geistliche Umkehr zu ihrem Gott und keine gottgewollte Rückkehr in ihr Land, es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus!! (Mt 23,38-39; Gal 5,4) – (Siehe auch Diskurs 111)




Was nun die Liebe Gottes betrifft: lassen Sie sich von pseudochristlichen Predigern nichts über die "unendliche" und "bedingungslose" Liebe Gottes erzählen. Wenn Gott die Menschen unendlich und bedingungslos lieben würde, hätte er uns alle unsere Sünden in dieser unendlichen (ohne Ende) und bedingungslosen (ohne Bedingungen) Liebe vergeben und Jesus Christus hätte nicht am Kreuz sterben müssen. Dann hätte Gott auch einem Hitler, Stalin, Mao oder wie die Massenmörder dieser Welt sonst noch alle heißen, alle ihre Verbrechen (unendlich) ohne Buße und Umkehr (bedingungslos) vergeben müssen und es würde gar keiner Hölle bedürfen.

Doch so ist es eben nicht. Gott liebt die Menschen, aber weder unendlich noch bedingungslos. Unser Gott ist ein Gott der absoluten Gerechtigkeit (Ps 89,15) und besteht für jede Missachtung seiner Gebote - für jede Sünde - auf der Bestrafung. Und weil diese Strafe der (zweite) Tod des Menschen wäre und Gott die Menschen liebt, hat er seinen Sohn stellvertretend für uns am Kreuz geopfert, damit jeder, der dieses Loskaufopfer annimmt, nicht sterben muss. Gott liebt alle jene Menschen, welche sich zu seinem Sohn bekehren und dessen stellvertretendes Opfer für ihre Sünden annehmen. Sie können auch mit dieser Liebe - und der Treue - des Vaters rechnen. Alle anderen nicht!.

(Siehe auch Exkurs 08: „Der zweite Tod.”)


Sodann schreiben Sie:

"Haben Sie jemals begriffen, dass das Straucheln Israels über den Stein, welchen der Herr in Zion gelegt hat, mit Gottes Absicht zu tun hat, die Welt zu segnen? Sie müssen die Realität erkennen, dass gerade durch Israels Ungehorsam den Heiden die Rettung gebracht wurde, umso mehr ihre Annahme...! (Römer 11,15) Wenn Sie noch nicht gesehen haben, dass Gott am Werk ist, um sie wieder zu Sich zu wenden (Sacharia 13,9)"


Hier stimme ich Ihnen, respektive Paulus in Röm 11,15, durchaus zu, wenn er schreibt: "Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anders sein als Leben aus den Toten?" Im Originaltext bei Paulus erkennen wir auch, dass Israel nicht nur "gestrauchelt" ist, sondern Paulus schreibt selbst, dass Israels "Verwerfung" die Versöhnung der Welt ist. Gott hat also Israel verworfen und damit den alten Bund aufgelöst.

Allerdings muss ich hier die von Ihnen dargestellte verkehrte Interpretation dieses Textes korrigieren. Sie stellen das so dar, als ob Israel deshalb von Gott verworfen wurde, damit Gott die Welt retten konnte. Erlauben Sie mir die Bemerkung: Gott hätte des Ungehorsams Israels nicht bedurft, er hätte die Welt auch ganz ohne Israel retten können, wenn das sein Wille gewesen wäre.

Israel hatte die freie Wahl, den Sohn Gottes anzunehmen oder abzulehnen. Und hier Gott eines falschen Spiels zu beschuldigen, dass er, Gott, Israel dazu gezwungen hätte, seinen Sohn ermorden zu lassen, um die Welt zu retten, kommt dem obigen Versuch gleich, Gott die Schuld für die Auflösung des alten Bundes zuzuschreiben.

In Ihrem nächsten Argument gehen Sie von der falschen Vorstellung aus, dass mich irgendeine "Kirche" fehlgeleitet hätte.

"Wenn Sie der Kirche erlaubt haben, Sie fehlzuleiten in dem Glauben, dass Israel nur eine andere Nation ist und dass sie Gott verlassen haben, wie erklären Sie Jeremia 31,35-37 oder Psalm 89, 30-37, und wie können Sie Matthäus 23,39 übersehen?"


Ich bin bibelgläubiger Christ - und allein daraus lässt sich erkennen, dass es heute keine Kirche auf dieser Welt mehr gibt, welche diesem Anspruch entsprechen könnte. Mein Glaube ist biblisch und wohl begründet. Und ich bejahe natürlich, dass Israel Gottes auserwähltes Volk ist. Was Sie jedoch auch hier wieder übersehen, ist der Umstand, dass Israel - wie Sie selbst zitieren (Röm 11,15) - vor zweitausend Jahren von Gott verworfen wurde.

Alle Israeliten, welche sich daher nicht für den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus entscheiden, sind bis heute in ihren Sünden gestorben und werden in die Hölle fahren (Jh 8,24). Doch unser Gott ist ein absolut gerechter Gott und daher haben auch alle Israeliten - auch wenn sie von Gott verworfen sind - die gleiche Möglichkeit zur Errettung, wie sie alle anderen sündigen Menschen auch haben: den Glauben an das Loskaufopfer des Sohnes Gottes für die Sünden aller Menschen (auch der Juden!). Wer daran glaubt, ist errettet. Wer nicht daran glaubt, ist verloren. Ob Jude oder Nichtjude.

Nun aber zu den von Ihnen zitierten Bibelstellen (wofür ich übrigens sehr dankbar bin, es gibt nur selten Kommentatoren mit Bibelzitaten):

Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen, dann soll auch Israel aufhören, eine Nation zu sein.

Jer 31,35 So spricht der HERR, der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht, der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen, HERR der Heerscharen ist sein Name: 31,36 Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen, spricht der HERR, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage. 31,37 So spricht der HERR: Wenn die Himmel oben gemessen und die Grundfesten der Erde unten erforscht werden können, dann will ich auch die ganze Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben, spricht der HERR. Jer 31,35-37;


Sie werden in den über 200 Dokumenten auf meiner website keine einzige Aussage finden, dass Israel keine Nation mehr wäre. Israel ist seit zweitausend Jahren verworfen und Gott-los, doch sie sind weiterhin eine Nation und ein Überrest davon wird im Millennium, im Tausendjährigen Friedensreich unseres Herrn Jesus Christus, umkehren und zum Glauben an den Sohn Gottes kommen (Jes 10,21-22).

Erst dann, wenn sie den Sohn mit den Worten begrüßen: "Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn" (Mt 23,38-39), wird die Nation Israel in den neuen Bund, der bereits seit zweitausend Jahren auf sie wartet, eintreten und der Vater wird sie wieder aufnehmen und sie werden wieder Volk Gottes sein.

Und genau für diese Zeit in der Zukunft gelten alle diese Prophezeiungen der Sammlung Israels in sein Land durch den Herrn, ihren Gott - und nicht 1948 durch einen Theodor Herzl (Sach 8,1-8). Und diese gottgewollte Sammlung wird dann auch nicht mit der Vertreibung und Ausrottung der ansässigen Bevölkerung erfolgen, sondern gemäß den Prophezeiungen Gottes, ohne Krieg und ohne Waffen und ohne Mord und Totschlag (Hos 1,7; Mi 2,12-13).

Einige Geschwister haben diese Problematik erkannt und schreiben sehr besorgt darüber:


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Die Staatsgründung, welche 1948 stattgefunden hat, diese "Sammlung" war und ist NICHT Gottes Heimholung!)

„Sie können sich nicht vorstellen wie schwierig es sein kann, die Wahrheit zu finden, wenn man in Deutschland wohnt. Warum? Weil wir hier in unserem schönen Land eine Israelbewegung haben, die sich mit allem was sie hat und ist dafür einsetzt, zu lehren und zu glauben, dass Israel, so wie es jetzt ist, GOTTES Staatsgründung ist und war. Lange bin ich selbst dieser Täuschung oblegen. (…) Wir glaubten was man uns sagte, Israels Gründung heraus aus der Asche des Holocaust. Wir glauben, dass das sicherlich so war, dass jedoch die Staatsgründung, welche 1948 stattgefunden hat, wie wir dann endlich nach langer Suche nach der biblischen Wahrheit und der Hilfe vieler bibelkundiger Männer Gottes erfahren haben, diese "Sammlung" NICHT Gottes Heimholung war und ist! Es hat uns erschüttert, denn wir wissen, dass die Alijah seitens der Christen die die Juden nach Israel bringen, nur stattfinden konnte, weil die Organisationen mit dem jetzigen Staat Israel einen Vertrag geschlossen haben, dass sie NICHT missionieren werden. Sie haben alle unterschreiben müssen, dass sie NIEMALS etwas von Christus erzählen werden. Sie hätten sonst NIEMALS die Erlaubnis von der Jewish Agency (Israelische Einwanderungsbehörde) bekommen, Juden aus all den Nationen nach Israel zu bringen!!”

Internationales Netzwerk der Versöhnung e.V.
(a non profit organisation)
International Network of Reconciliation

Hannelore Weitzel intern-netzwerkderversoehnung@gmx.de



„Mein kurzes Anliegen. Ich bin so sehr besorgt über den Trend innerhalb der Gemeinde Jesu hin zum Judentum. Besonders in den charismatischen Kreisen. Oft denke ich, dort wird mehr von Israel gesprochen als von unserem Herrn Jesus.”

www.horst-koch.de


(Siehe auch Kapitel 09: „Die Heimkehr der Übriggebliebenen aus Israel und den Nationen”)

(Siehe auch Kapitel 10: „Das Millennium”)


Für das Zitieren von Psalm 89,30-37 bin ich Frau Damkani außerordentlich dankbar! Der Psalmist spricht hier von David, dem Gesalbten Gottes und damit von seinem Volk Israel. Und während sich der von Ihnen zitierte Teil des Textes auf die ferne Zukunft - das Tausendjährige Reich - bezieht, finden wir im unmittelbar anschließenden Kontext einige Prophezeiungen Gottes für die vergangenen zweitausend Jahre Israels.

Du aber hast verworfen und verstoßen, bist sehr zornig gewesen gegen deinen Gesalbten.

Ps 89,39 Du aber hast verworfen und verstoßen, bist sehr zornig gewesen gegen deinen Gesalbten. 89,40 Preisgegeben hast du den Bund mit deinem Knecht, hast zu Boden geworfen und entweiht seine Krone. 89,41 Du hast niedergerissen all seine Mauern, hast seine Burgen in Trümmer gelegt. 89,42 Es haben ihn alle ausgeplündert, die des Weges vorübergehen. Er ist zum Hohn geworden seinen Nachbarn. 89,43 Du hast erhöht die Rechte seiner Bedränger, hast erfreut alle seine Feinde. 89,44 Auch hast du zurückweichen lassen die Schärfe seines Schwertes und hast ihn nicht bestehen lassen im Kampf. 89,45 Du hast aufhören lassen seinen Glanz und zur Erde gestürzt seinen Thron. 89,46 Du hast verkürzt die Tage seiner Jugend, mit Schmach hast du ihn bedeckt. Ps 89,39-46;


Hier erkennen wir die Verwerfung Israels durch Gott (Vers 39), die Auflösung des alten Bundes (Vers 40), die Vernichtung Jerusalems und des Tempels durch die Römer im Jahre 70 (Verse 41-43), die anschließenden Jüdischen Kriege gegen die Römer (Vers 44) und schließlich (135/Bar-Kochba-Aufstand) die Vertreibung Israels aus seinem Land und die Leiden der Diaspora mit Pogromen und dem Holocaust in unserer Zeit (Verse 45-46).

Was nun Matthäus 23,39 anbelangt, habe ich bereits weiter oben dargelegt, dass sich dieser Text auf den "Überrest" Israels bezieht, der sich im Millennium bekehren wird (Jes 10,21-22).

Elisheva Damkani schreibt dann weiter:

"Sehen Sie denn nicht Jesus, der Israel verheißen hat, dass sie sich Ihm am Ende zuwenden werden, können Sie nicht erkennen, dass Er am Werk ist, Seine eigene Verheißung in Israel lebendig werden zu lassen, welches Gott zurück in ihr Land der Verheißung wiedereingesetzt hat, als vertrocknete Gebeine, doch bewegt von den Gläubigen aus den Nationen, welche ihre Aufgabe erfüllen, Israel zur Eifersucht zu reizen, wodurch Israel zum Glauben an seinen eigenen Messias kommt, den einzigen Weg zu Gott, sehen Sie nicht Römer 11,1?"


Wie Sie völlig richtig Mt 23,39 zitieren: "Jesus, der Israel verheißen hat, dass sie sich Ihm am Ende zuwenden werden", Und "am Ende" meint wirklich am Ende, im letzten Reich dieser Welt vor dem Ende der Welt, im Millennium und nicht schon in unseren Tagen!

Diese falsche Interpretation der Prophezeiungen, mit welcher man versucht, alle diese Verheißungen für Israel auf unsere heutigen Tage vorzuverlegen, wird insbesondere von der "Israelbewegung" in den christlichen Gemeinden und von den Zionisten in Israel verbreitet. Die Ersteren aus biblischer Unwissenheit und die Letzteren aus politischem Kalkül.

(Siehe auch Diskurs 1013: „Bericht aus dem Lager der "Israelbewegung".”)


Von zionistischer Seite will man damit der christlichen Welt vorgaukeln, dass Israel noch immer das wahre Volk Gottes ist und daher aller Ehre und Unterstützung durch die Nationen würdig ist. In den christlichen Gemeinden - inklusive den Messianischen Juden - fällt man auf diesen Trick rein und betet das heutige Gott-lose Israel und die Juden förmlich an und unterstützt sie - insbesondere die USA und Deutschland - finanziell und ideell, teilweise unter Missachtung von weltweit gültigen Auflagen.

So hat Israel die USA gedrängt, die Atomwaffenproduktion im Iran zu verhindern und als Drohung in den Raum gestellt, dass ansonsten Israel selbst dieses Land angreifen und die Anlagen mit Bomben vernichten werde. Und das, obwohl Israel selbst bereits 400 Atomsprengköpfe besitzt, welche sie - mit Wissen und stillschweigender Billigung der Staatengemeinschaft der UNO - genauso illegal produziert haben wie jetzt der Iran.

Und da heißt es im obigen Kommentar: "Sehen Sie denn nicht Jesus, (…) dass Er in Israel am Werk ist?". Bei der Beurteilung dieser Aussage gehe ich jetzt fairerweise von der Annahme aus, dass dies keine zionistische Propaganda, sondern schlicht und einfach der Naivität mancher Geschwister zuzuschreiben ist, die mit viel guten Absichten aber ohne großen biblischen und weltpolitischen Hintergrundwissen agieren.

Denn das ist genau jene Botschaft, welche auch der Antichrist (1Jh 2,22-23) - griechisch: Anti-Christos, hebräisch: maschiach / Anti-Messias - verbreiten wird, der ja als Anti-Messias nicht im Namen Gottes, sondern in des Satans Namen (Jh 5,43) zu den Israeliten kommt. Er wird beide, Gott und seinen Sohn Jesus Christus  leugnen und behaupten, dass er der echte Messias sei und selbst die "Sammlung" Israels 1948 bewirkt hätte und dass er nun gekommen sei, um die alten Prophezeiungen zu erfüllen und Israel mit Gewalt und Brutalität zum "Haupt der Nationen", also zur Weltmacht zu führen (Jer 31,7-8).

Man wird dann in Israel und in der Welt - wie heute auch - nicht erkennen, dass diese Prophezeiung auf den Sohn Gottes, unseren Herrn Jesus Christus und seine Weltherrschaft im Tausendjährigen Friedensreich, dem Millennium, bezogen ist. Man wird den angeblichen "Messias" in Israel bewundern und auch in den christlichen Gemeinden als den vor der Großen Trübsal - wie heute von vielen Predigern leider immer noch fälschlich gelehrt wird - wiedergekommenen "Sohn Gottes" feiern und ihn anbeten.

Er wird mit Gefangenen aus allen Nationen den Tempel größer und schöner als je zuvor wieder aufbauen und behaupten, dies sei die Erfüllung der Prophezeiungen inSach 6,12-15. Er wird sich selbst in den Tempel setzen und behaupten er wäre Gott (2The 2,3-4;Dan 11,36;Off 13,6-8). In Israel und in den Ländern in welchen er herrschen wird, wird er die mosaische Religion als Staatsreligion (Synagoge des Satans,Off 2,9;3,9) einführen und möglicherweise sogar das Neue Testament verbieten. 

Die ehemals christlichen Gemeinden werden sich vielleicht als "messianische" Gemeinden umbenennen und die verbliebenen echten Christen werden verfolgt und in Konzentrationslager gebracht werden, weil sie sich weiter nach dem Namen ihres Herrn benennen (Mt 10,17.22; 23,33-34).

So oder so ähnlich wird sich dieser größte Betrug aller Zeiten abspielen und damit ist dann der große Abfall vom lebendigen Gott der Bibel gekommen und auf Erden die Große Trübsal vor der Wiederkunft unseres Herrn eingeleitet (2The 2,1-3). 

Wenn man allerdings die Aussage von Jacob Damkani in einem seiner Lehrbriefe liest:

„Hier in Israel ist das Wort "Missionar" ein sehr böses Wort. Wenn du den Religiösen sagst, dass du ein Missionar bist, werden sie dich töten!”

hat man den Endruck, dass für Christen in Israel diese Zeit bereits begonnen hat.

(Siehe auch Tabelle 19: „Die Verfolgung der Christen in der Endzeit”)


Ein weiterer Irrtum findet sich gleich anschließend im obigen Kommentar, wenn es dort heißt: "Israel (…) das Gott zurück in ihr Land der Verheißung wiedereingesetzt hat". Wie allgemein bekannt, war es nicht Gott, der Israel "wiedereingesetzt" hat, sondern Theodor Herzl und seine Zionisten, welche - wie einst am Horeb mit dem goldenen Kalb - den Zeitpunkt Gottes wider einmal nicht abwarten konnten und sich selbst "gesammelt" haben.

Mit den dann zitierten "vertrockneten Gebeinen" bezieht sich die Kommentatorin offensichtlich auf Hes 37,1-14. In jüdischen und Kreisen der "Israelfreunde" interpretiert man diesen Text symbolisch und behauptet, diese vertrockneten "Gebeine" seien das heutige Israel und das lebendig werden dieser Gebeine symbolisiere das Wiedererstarken Israels in der heutigen Zeit.

Tatsächlich unterschlägt man damit die Aussagen im biblischen Kontext. In Hes 37,9 spricht Gott zu Hesekiel von diesen vertrockneten Gebeinen: „(…) So spricht der Herr, HERR: Komm von den vier Winden her, du Odem, und hauche diese Erschlagenen an, dass sie wieder lebendig werden!”.

Es sind also keinesfalls die Israelis unserer Zeit, die eines natürlichen Todes sterben und nicht wegen ihres Glaubens getötet werden. Dieser Text ist nicht symbolisch sondern absolut wörtlich zu interpretieren: Es sind die Erschlagenen des Volkes Israel aus der Vergangenheit, welche hier von Gott wieder zum Leben erweckt werden und aus ihren Gräbern(!) (Hes 37,12) auferstehen.

Und diese Sicht wird auch im Vers Hes 37,11, bestätigt, wenn Gott dem Hesekiel erklärt: "Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine, sie sind das ganze Haus Israel." Das "Haus Israel" aber sind hier daher alle jene Israeliten, welche sich in ihrem Leben an die Gebote ihres Gottes gehalten haben. Gerade deswegen wurden viele von ihnen in der Frühzeit von ihren eigenen Königen, später dann von den Regierungen und dem Mob in den Ländern der Diaspora getötet.

Um nun die, von der Kommentatorin als Beweis zitierte Aussage des Paulus in Röm 11,1: "Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen!" richtig zu verstehen, müssen wir uns auch seine Erklärungen im Kontext unmittelbar danach ansehen:

«Ich habe mir siebentausend Mann übrigbleiben lassen, die vor Baal das Knie nicht gebeugt haben.»

Röm 11,1 Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen! Denn auch ich bin ein Israelit aus der Nachkommenschaft Abrahams, vom Stamm Benjamin. 11,2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat. Oder wißt ihr nicht, was die Schrift bei Elia sagt? Wie er vor Gott auftritt gegen Israel: 11,3 «Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten nach meinem Leben. » 11,4 Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? «Ich habe mir siebentausend Mann übrigbleiben lassen, die vor Baal das Knie nicht gebeugt haben.» Röm 11, 1- 4;


Paulus führt hier als Bezugsquelle die Beschwerde des Elia (1Kö 19,14.18) an, welcher sich bei Gott über das damalige Volk Israel beklagt hatte. Israel hatte den Bund Gottes verlassen, die Altäre niedergerissen und die Propheten Gottes mit dem Schwert umgebracht. Nur er, Elia, ist übriggeblieben und auch ihn trachten sie nach dem Leben.

Und Gott sagt dem Elia dann in 1Kön 19,18: "Aber ich habe 7000 in Israel übriggelassen alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat." - Und genau das interpretiert Paulus dann auch auf seine Zeit - und dies hat bis heute Gültigkeit:

So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Auswahl der Gnade entstanden.

Röm 11,5 So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Auswahl der Gnade entstanden. 11,6 Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade. 11,7 Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auswahl hat es erlangt, die übrigen jedoch sind verstockt worden, 11,8 wie geschrieben steht: «Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag.» 11,9 Und David sagt: «Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung! 11,10 Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!» Röm 11, 5-10;


Gott hat also Israel insgesamt - als eine Nation - nicht verstoßen, weil er sich einen Überrest ihres Samens übriggelassen hat. Dieser Überrest sind jene Israeliten aus allen Stämmen Israels, welche sich im Millennium wieder zu ihrem Gott bekehren werden, dem Sohn Gottes als ihren Messias nachfolgen werden und in die ihnen von Gott geschenkte Sabbatruhe (Hbr 4,9-10) kommen werden. Dies sind die "natürlichen Zweige", die wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum. (Röm 11,24)

Der Rest des Volkes jedoch - von damals bis heute und bis zum Millennium, wenn sie sich nicht zu Jesus Christus bekehrt haben - bleibt unbekehrt, hat keine Vergebung ihrer Sünden (Jh 8,24) und geht daher in die Verdammnis. Und auch das bestätigt Paulus kurz vor seinen obigen Aussagen im Römerbrief, indem er Jesaja (Jes 10,22) zitiert:

«Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, nur der Überrest wird errettet werden.» 

Röm 9,27 Jesaja aber ruft über Israel: «Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, nur der Überrest wird errettet werden. 9,28 Denn indem er das Wort vollendet und abkürzt, wird der Herr es auf der Erde ausführen.» 9,29 Und wie Jesaja vorher gesagt hat: «Wenn nicht der Herr Zebaoth uns Nachkommenschaft übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich geworden.» Röm 9,27-29;


Es ist also diese Nachkommenschaft, die Gott in seiner Allwissenheit zur Zeit des Paulus vorher erkannt (Röm 8,29), ausgewählt (Buch des Lebens) und übriggelassen hat (Röm 11,4-5), welche Paulus meint, wenn er in Röm 11,1 schreibt: "Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen!".  Diese Nachkommenschaft wird jedoch erst in der Zukunft geboren werden, wenn die Endzeit vorüber ist und das Tausendjährige Friedensreich unseres Herrn Jesus Christus anbricht.

(Siehe auch Diskurs 69: „Die Prädestination und die Auserwählten.”)


Nichtsdestoweniger ist es eine Tatsache, dass der Same dieses zukünftigen Überrests seit zweitausend Jahren in vielen israelitischen Familien vorhanden sein muss. Die Kinder und Kindeskinder dieser jüdischen Männer und Frauen werden - ja müssen sogar - die Endzeit überleben, damit dieser Same seine Verheißung nach Gottes Willen erfüllen kann.

Allerdings geht man wahrscheinlich Fehl in der Annahme, dass diese Juden im heutigen Staat Israel zu finden wären. Nachdem diese Auswahl Gottes, auf welche sich Paulus weiter oben, in Röm 11,5 bezieht, ja in irgendeiner Weise in diesen Menschen erkennbar sein muss, sind die Träger dieser göttlichen Verheißung m.E. jene Juden, welche sich als Einzige geweigert haben, 1948 in den neu gegründeten Staat Israel - dem  "Baal" unserer heutigen Zeit - einzuwandern. 

Es sind die glaubenstreuen orthodoxen Juden in der ganzen Welt, die in der Diaspora verblieben sind, weil sie nach ihren Schriften wissen, dass eine gottgewollte Rückkehr in ihr Land erst dann möglich ist, wenn der Messias gekommen ist, wie die folgende Aussage des Oberrabbiners Moishe Arie Friedmann der glaubenstreuen orthodoxen Juden in Wien bestätigt:


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Aussendung Moishe Arye Friedmann, Oberrabbiner der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde, Wien 13. 7. 2002)

„Unter Benutzung des Holocaust wurde der Staat Israel mit Gewalt gegründet, was dem Willen Gottes widerspricht (Hos 1,7). Als glaubenstreue Juden nehmen wir das uns von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora auf uns. Die Gründung des Staates Israel hat den Juden aber nicht nur auf dieser religiösen Ebene geschadet, die Mittel und Methoden, mit denen Israel zur Sicherung seiner Existenz gegen die Palästinenser vorgeht, schaden allen Juden weltweit und rufen neuen Antisemitismus hervor. Für die glaubenstreuen Juden ist jedoch klar, dass die Diaspora das uns von Gott auferlegte Schicksal bis zum Kommen des Messias ist.

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Austria Presse Agentur ‒ APA, 13. 7. 2003



Soweit zum korrekten Verständnis von Röm 11,1ff. Und hier zeigt es sich, dass man bei der Interpretation von biblischen Texten wesentlich tiefer ins Studium einsteigen muss, als manche Geschwister sich das so vorgestellt haben. Dies ist die Ursache für viele falsche Lehren, wenn nur ein Teil des Textes zitiert wird - etwa Röm 11,1 - ohne den Kontext und den größeren Zusammenhang zu berücksichtigen und dann darauf ein ganzes Glaubensgebäude aufgebaut wird

Schließlich schreibt die Kommentatorin:

"Die Jünger mussten noch in Jerusalem mit der Predigt beginnen, Paulus ging immer zuerst in die Synagoge und er schrieb: "Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen  hineingekommen sein wird;..." Römer 11,25


Und damit soll offensichtlich das Verkündigungsprinzip der Messianischen Juden: "Dem Juden zuerst" (Röm 1,16; 2,10) und die ausschließliche Evangelisation der Juden begründet werden. Dass nun die Jünger mit der Predigt in Jerusalem begonnen haben und nicht einmal nach Samarien gehen sollten, ergibt sich aus den Aussagen des Herrn in Mt 10,5-6:

Geht nicht auf einen Weg der Nationen, geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!

Mt 10,5 Diese zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach: Geht nicht auf einen Weg der Nationen, und geht nicht in eine Stadt der Samariter; 10,6 geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel! Mt 10, 5- 6;


Hier erkennen wir, dass Jesus vom Vater den Auftrag hatte, zuerst den Juden das Heil anzubieten. Dies wird auch von der Begegnung des Herrn mit der kanaanäischen Frau bestätigt, deren Text - ebenso wie die Predigt des Petrus in Apg 3,26 - keinen Zweifel an dieser Tatsache lässt:

Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

Mt 15,21 Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegenden von Tyrus und Sidon zurück; 15,22 und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. 15,23 Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlaß sie! Denn sie schreit hinter uns her. 15,24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 15,25 Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! 15,26 Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. 15,27 Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. 15,28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an. Mt 15,21-28;


Als es aber dann klar war, dass der Satan in Israel mehr Anhänger hatte als Gott und die Juden den Sohn Gottes ablehnten und ihn als Beelzebul (Oberster der Dämonen / Mt 12,24) beschimpften, hat der Vater den Auftrag geändert. Ab diesem Zeitpunkt und bis heute gilt der Verkündigungsauftrag "bis ans Ende der Erde" (Apg 1,6-8).

Wahrlich, ich sage euch, daß die Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich Gottes.

Mt 21,28 Was meint ihr aber hierzu? Ein Mensch hatte zwei Söhne, und er trat hin zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh heute hin, arbeite im Weinberg! 21,29 Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht. Danach aber gereute es ihn, und er ging hin. 21,30 Und er trat hin zu dem zweiten und sprach ebenso. Der aber antwortete und sprach: Ich gehe, Herr; und er ging nicht. 21,31 Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sagen: Der erste. Jesus spricht zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß die Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich Gottes. Mt 21,28-31;

Euch musste das Wort Gottes zuerst gesagt werden.

Apg 13,44 Am folgenden Sabbat aber kam fast die ganze Stadt zusammen, das Wort Gottes zu hören. 13,45 Als aber die Juden die Menge sahen, wurden sie neidisch und widersprachen dem, was Paulus sagte, und lästerten. 13,46 Paulus und Barnabas aber sprachen frei und offen: Euch musste das Wort Gottes zuerst gesagt werden; da ihr es aber von euch stoßt und haltet euch selbst nicht für würdig des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden. Apg 13,44-46;


Es gibt also tatsächlich keinen biblischen Auftrag, das Evangelium "dem Juden zuerst" zu verkündigen. Aufgrund der fortgeschrittenen und immer konkreter werdenden endzeitlichen Erkenntnisse jedoch, wird gerade der Staat Israel (Zionisten) in der Endzeit eine machtpolitisch überragende Rolle spielen.

(Siehe auch Diskurs 101: „Die "Israelbewegung" in den christlichen Gemeinden” – Der christlich-evangelikale Zionismus)


Nachdem dadurch für viele Israeliten eine Umkehr unmöglich werden wird, scheint es angezeigt, den Juden das Evangelium tatsächlich vorrangig und uneingeschränkt zu verkündigen, um jenen Wenigen, welche noch offen sind dafür, eine Bekehrung zu ermöglichen.

Die Bibel sagt zwar, dass sich ein Überrest des Volkes Israel erst im Millennium bekehren wird. Doch Gott will, dass alle Menschen - also auch die heutigen Israelis - errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1Tim 2,3-4).

Und so schenkt es Gott in seiner Gnade, dass einzelne Israeliten auch in der heutigen Zeit, solange die Vollzahl der Nationen noch nicht hineingekommen ist, sich zu Jesus Christus als ihren Messias und Retter bekehren. Wie die Kommentatorin völlig richtig schreibt:

"den einzigen Weg zu Gott".

(Siehe auch Diskurs 111: „Als Jude habe ich mein Leben Jesus Christus übergeben. /  David Libbre USA”)


Eine letzte Sache möchte ich noch richtig stellen. Am Ende des Kommentars heißt es: "Wie Sie ganz klar gesagt haben, gibt uns Gott die Freiheit unsere eigene Wahl zu treffen. Es sieht so aus, als ob Sie sich Ihre eigene Meinung gebildet hätten...".

Dies ist ein absolutes Missverständnis! Gott gibt uns die Freiheit uns für oder gegen den Glauben an seinen Sohn zu entscheiden. Das kann niemand für uns tun, das müssen wir ganz persönlich in eigener Verantwortung entscheiden.

Wir haben jedoch keinesfalls die Wahl, zu glauben was wir wollen. Das wäre die Methode dieser Welt: jeder macht was er will und interpretiert dann die Gesetze so um, dass er im Recht ist. - Nein, der Glaube eines Christen ist ausschließlich an das Wort Gottes, die Bibel, gebunden. Lässt sich eine christliche Meinung voll und ganz aus der Bibel begründen, dann ist sie biblisch wahr und jeder tut gut daran, sich an ihr zu orientieren.

Doch viele der heutigen Christen erachten es nicht der Mühe Wert, ihre Meinung anhand der Aussagen der Bibel zu überprüfen. Sie übernehmen ganz einfach alles das, was ihnen Andere vorplappern und plappern es dann ungeprüft nach.

Und ja: ich habe mir meine Meinung gebildet. Aber nicht in der Aneinanderreihung von privaten Ansichten diverser Pastoren, Prediger und Vortragender, sondern auf Basis eines über 40-jährigen Bibelstudiums und nach Prüfung und Gegenprüfung vieler Parallelstellen und themenrelevanter biblischer Texte (Siehe auch die Tabellen auf meiner Website).

Der Aussage im letzten Satz: "indem wir das Evangelium mit all unserer Kraft predigen - dem Juden zuerst." kann ich natürlich nur zustimmen. Auch wenn die Juden bereits vor zweitausend Jahren das Evangelium als Erste gepredigt bekommen haben und es ebenso wie unseren Herrn Jesus Christus damals abgelehnt und verworfen haben. Damit haben sie aber auch den Vater verloren (1Jh 2,23) und sind daher seither - wie alle anderen Völker (nicht Bürger!) dieser Welt auch - ein Gott-loses Volk.

(Siehe auch Diskurs 1042: „Sind alle Regierungen der Welt von Gott eingesetzt?”)


Doch wie oben nachgewiesen wurde, ist die Basis für die Verkündigung des Evangeliums in Israel nicht Röm 11,1 oder "dem Juden zuerst" und damit falsche, unbiblische Schmeicheleien für die heutigen Juden, weil Israel nur in einem Teil seiner zukünftigen Nachkommen - dem Überrest - nicht verstoßen wurde. Nachdem es aber der Wille Gottes ist, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1Tim 2,3-4), können wir darauf vertrauen, dass es auch unter den heutigen Israelis noch manche gibt, welche diese Gnade Gottes annehmen und sich bekehren werden. Und das - nur das - ist die biblische Grundlage für die christliche Evangelisation des jüdischen Volkes - wie auch für alle anderen Völker.

Wie man nun aus den Berichten von Jacob Damkani entnehmen kann, ist die Verkündigung des Evangeliums in Israel ein unglaublich schwieriger und mühsamer Dienst und ich wünsche ihm und seiner Frau Elisheva dafür den Segen unseres Herrn und viel Erfolg.

(Siehe auch Diskurs 1016: „Die Staatsgründung Israels 1948: Im Alten Testament prophezeit!” / Jacob Damkani: Die Josefsgeschichte)




Die tatsächliche Verheißung Jesu für Israel und alle rechtgläubigen Christen dieser Welt.

In dem folgenden Gleichnis steht der Hausherr für Gott den Vater und der Sohn ist unser Herr Jesus Christus. Der Weinberg ist das Volk Israel. Die Weingärtner sind die Herrscher, die Könige und Hohenpriester Israels. Die Knechte sind die Propheten Gottes - der letzte von ihnen Johannes der Täufer. Die Frucht ist der Glaube des Volkes an den Gott der Bibel.

Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringen wird.

Mt 21,33 Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun darum setzte und eine Kelter darin grub und einen Turm baute; und er verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. 21,34 Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte zu empfangen. 21,35 Und die Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie. 21,36 Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten ihnen ebenso.

21,37 Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen! 21,38 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe. Kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen! 21,39 Und sie nahmen ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. 

21,40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen Weingärtnern tun? 21,41 Sie sagen zu ihm: Er wird jene Übeltäter übel umbringen, und den Weinberg wird er an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit. 21,42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen»? 

21,43 Deswegen sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einem  Volk gegeben werden, das seine Früchte bringen wird. 21,44 Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; aber auf wen er fallen wird, den wird er zermalmen.

21,45 Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, daß er von ihnen redete. 21,46 Und als sie ihn zu greifen suchten, fürchteten sie die Volksmengen, denn sie hielten ihn für einen Propheten. Mt 21,33-46;



 

DAS  GLEICHNIS  VOM  UNFRUCHTBAREN  WEINBERG
(Jes 5,1-7)

Singen will ich von meinem Freund, das Lied meines Liebsten von seinem Weinberg:
Einen Weinberg hatte mein Freund auf einem fetten Hügel.
Und er grub ihn um und säuberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit Edelreben.
Er baute einen Turm in seine Mitte und hieb auch eine Kelterkufe darin aus.
Dann erwartete er, daß er Trauben bringe.
Doch er brachte schlechte Beeren.

~~~~~~~~~~~

Und nun, Bewohner von Jerusalem und Männer von Juda,
richtet doch zwischen mir und meinem Weinberg!
Was war an meinem Weinberg noch zu tun, und ich hätte es nicht an ihm getan?
Warum habe ich erwartet, daß er Trauben bringe, und er brachte schlechte Beeren?
Nun, so will ich euch denn mitteilen, was ich mit meinem Weinberg tun werde:

~~~~~~~~~~~

Seinen Zaun will ich entfernen, daß er abgeweidet wird,
seine Mauer niederreißen, daß er zertreten wird.
Ich werde ihn zur Wüstenei machen.
Er soll nicht beschnitten und nicht behackt werden,
in Dornen und Disteln soll er aufgehen.
Und ich will den Wolken befehlen, daß sie keinen Regen auf ihn regnen lassen.

~~~~~~~~~~~

Denn der Weinberg des HERRN der Heerscharen ist das Haus Israel,
und die Männer von Juda sind die Pflanzung seiner Lust.
Und er wartete auf Rechtsspruch, und siehe da: Rechtsbruch;
auf Gerechtigkeit, und siehe da: Geschrei über Schlechtigkeit.



(Siehe auch Diskurs 1015: „Schma Jisrael - Höre, ISRAEL: Das Urteil Gottes über sein Volk.”)



KLAGE ÜBER ZION.

Zion, du Freude und Braut Gottes (Jes 62,5), was hast du aus dir gemacht? Du hast deinen Mann (Hos 2,18-22) verraten, seinen Sohn, den er zu deiner Rettung gesandt hatte, töten lassen (Mt 26,63-68) und damit seinen Bund gebrochen (Jer 31,31-33). Nun hat Gott den Bund mit dir aufgelöst und dich dahingegeben in deinen Sünden. Der Tempel ist vernichtet, der Opferaltar zerstört. Dort wo du jeden Tag die Vergebung und die Gnade deines Gottes erwirkt hast (Ex 29,38-39), blieb kein Stein auf dem anderen (Mt 24,1-2). Seither sterben deine Söhne und Töchter alle in ihren Sünden (Jh 8,24) und gehen in die Verdammnis. 
Was hast du aus dir gemacht Tochter Zion?

--- + ---

Man hat deine Kinder gerufen, doch sie antworten nicht. Sie wollen nicht erkennen, dass sie verlassen (Mt 23,37) und Gott-los sind (1Jh 2,23; Jh 15,23). Sie wollen nicht umkehren (Hos 3,4-5; Mt 23,37-38) und Buße tun, damit ihr Gott sich ihrer erbarmt und ihnen in seiner Gnade vergibt (Gal 5,4), wenn sie dem Sohn zurufen: „Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn” (Mt 23,38-39). Anstatt dessen haben sie sich neue Gebote nach ihren eigenen Wünschen gemacht (Jer 8,7-8; 1Kö 9,6-8) und meinen damit Gott dienen zu können. Doch ihr Gott hört sie nicht mehr (Jes 1,15). 
Was hast du aus dir gemacht Tochter Zion?

--- + ---

Wer hat so etwas je gehört: Israel, das von Gott auserwählte Volk hat seinen Gott verworfen (Hes 5,5-8). Sie hören nicht mehr auf seine Worte, sondern setzen auf ihre eigene Kraft und Einsicht. Sie wollten nicht warten, bis ihr Gott sie wieder aus aller Welt in ihr Land bringt und haben sich selbst gesammelt. Sie haben das Land mit Krieg und Mord in Besitz genommen - jenes Land welches ihnen ihr Gott ohne Krieg, ohne Bogen und Schwert wieder anvertrauen wollte (Hos 1,7; Mi 2,12-13). Sie haben sich damit wieder ein goldenes Kalb gemacht und tanzen drum herum wie in alten Zeiten am Berg Horeb. 
Was hast du aus dir gemacht Tochter Zion?

--- + ---

Und es wird noch schlimmer kommen. Den Sohn, der im Namen ihres Gottes, seines Vaters gekommen ist, haben sie nicht aufgenommen. Einen Anderen, der in seinem eigenen Namen kommen wird, den werden sie dann aufnehmen (Jh 5,41-43). Der wird ihnen Macht und Einfluss bringen und sie vollends von ihrem Gott weg und in die Irre führen. Dieser Verführer wird den Tempel wieder aufbauen und sich hineinsetzen (2Thes 2,3-4). Er wird sich als Gott ausgeben und sie werden ihn als ihren Messias anbeten (Off 2,9; Mt 23,34; Christenverfolgung).
Das hat ihnen schon Mose prophezeit: 
Deut 31,29 „Denn ich habe erkannt, dass ihr nach meinem Tod ganz und gar zu eurem Verderben handeln und von dem Weg abweichen werdet, den ich euch befohlen habe. Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände.” Deut 31,29.

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Und so musst du am Ende wieder zerstreut werden und es wird geschehen, wie geschrieben steht:

Deut 28,62 Als ein geringes Häuflein werdet ihr übrigbleiben, statt dass ihr wie die Sterne des Himmels an Menge geworden wärt, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast. - 28,63 Und es wird geschehen: wie der HERR sich über euch freute, euch Gutes zu tun und euch zahlreich werden zu lassen, so wird der HERR sich über euch freuen, euch zugrunde zu richten und euch zu vernichten. Und ihr werdet aus dem Land herausgerissen werden, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.

28,64 Und der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Und du wirst dort andern Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, weder du noch deine Väter - Göttern aus Holz und Stein. 28,65 Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen, und deine Fußsohle wird keinen Rastplatz finden. Und der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele. 28,66 Und dein Leben wird in Gefahr schweben, du wirst dich Nacht und Tag fürchten und deines Lebens nicht sicher sein. 28,67 am Morgen wirst du sagen: Wäre es doch Abend! und am Abend wirst du sagen: Wäre es doch Morgen! - wegen des Zitterns deines Herzens, mit dem du zitterst, und wegen des Anblicks dessen, was deine Augen erblicken müssen.

28,68 Und der HERR wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückkehren lassen, auf dem Weg, von dem ich dir gesagt habe: Du sollst ihn nie mehr wiedersehen! Und ihr werdet euch dort euren Feinden als Sklaven und als Sklavinnen zum Kauf anbieten, aber es wird kein Käufer da sein. Deut 28,62-68;  *)

Was hast du nur aus dir gemacht Tochter Zion?


*) Unglaubwürdig?? Ebenso wie heute die Syrer aus ihrem zerstörten Land nach Deutschland fliehen, um dort Arbeit zu suchen, werden in der Endzeit die Israelis aus dem verwüsteten Israel (Jes 49,19) nach Ägypten flüchten, um sich dort zur Arbeit anzubieten.







Der pseudochristliche Betrug an den Israeliten     -   1. Teil Diskurs 111

Die Bünde Gottes, von Jacob Damkani   Diskurs 1111

Christen verteidigen das Evangelium gegen die "Israelfreunde"     -   3. Teil  Diskurs 1113

Die Lehre der Messianischen Juden - die Analyse.      -  4. Teil  Diskurs 1114