Diskurs 1114 – Die Lehre der Messianischen Juden - die Analyse.




Lehrbrief der Messianischen Juden von Jacob Damkani / Kommentar J. und E. Damkani Israel, 00, 2013-09-02

Der Brandopferaltar im Tempel.

Die Zerstörung des Tempels.

Israel ist seit zweitausend Jahren Gott-los.

Die Lehre der Messianischen Juden.

Der Alte Bund.

Das Königreich.

Der Überrest.

Der Neue Bund.

Nachwort.

Christliche Evangelisation in Israel.

Der pseudochristliche Betrug an den Israeliten.     -   1. Teil  Diskurs 111

Die Bünde Gottes, von Jacob Damkani    Diskurs 1111

Ist Jesus in Israel am Werk, seine Verheißungen zu erfüllen?     -   2. Teil  Diskurs 1112

Christen verteidigen das Evangelium gegen die "Israelfreunde"     -   3. Teil  Diskurs 1113



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Lehrbrief der Messianischen Juden. von J. Damkani / Kommentar J. und E. Damkani Israel,  00, 2013-09-02)

(...) Ich weiß, dass diese Dinge für Sie wichtig sind und ich schätze das. Und auch wenn wir unterschiedliche Prioritäten und verschiedene Benennungen haben, können wir das doch nicht wirklich alles ausdiskutieren. Es gibt so viele Leute hier draußen, welche auf das Evangelium warten, das muss immer unsere erste Priorität sein, seit Gott uns aufgerufen hat gerade das zu tun: das Evangelium zu predigen, dem Juden zuerst.

Ich habe einen Lehrbrief gefunden, welchen Jacob vor einiger Zeit gelehrt hat - über die Bünde - und ich denke, das erklärt sehr gut - viel besser, als das was ich vorher versucht habe (im Diskurs 1112 / Anm. FH) -, wie wir die Dinge sehen. Und nachdem Sie sorgfältig Ihre Bibel studieren, bin ich sicher, dass Sie damit übereinstimmen werden. Ich habe es hier beigefügt.

Viel Segen für Sie,

Elisheva


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http://www.trumpetofsalvation.org/

 



Vielen Dank Elisheva, dass Sie sich die Mühe gemacht haben und mir diesen interessanten Artikel Ihres Mannes herausgesucht haben. Das Angebot, diesen Lehrbrief zu studieren und seine Aussagen anhand der Bibel zu prüfen, habe ich gerne aufgegriffen. Einerseits, weil ich mich in der letzten Zeit auch mit den verschiedenen Bünden Gottes intensiv beschäftigt habe und andererseits, weil gerade die Lehren der Messianischen Juden bei Immanuel.at bisher leider nur in Randbemerkungen oder Fußnoten und noch nie in ihrem Kern behandelt wurden und ich daher auch im Interesse meiner Leser sehr dankbar bin, hier endlich kompetente Aussagen und Lehrinhalte des Messianischen Judentums zur Verfügung zu haben.

(Siehe auch Diskurs 103: ”Der Bund Gottes mit allen Menschen.”)


Wie nicht anders zu erwarten argumentiert Jacob Damkani in seiner Arbeit mit sehr viel Erfahrung und umfassender Kenntnis des Alten Testaments. Was mich an seiner Darstellung besonders interessiert hat, war jedoch die ganz spezielle Sicht, welche Messianische Juden von der Bibel - Alten und Neuen Testaments - haben.

Den gesamten Text dieses Lehrbriefes habe ich ins Deutsche übersetzt (Die Bünde Gottes, von Jacob Damkani) und ebenfalls ins Netz gestellt, damit man einerseits meine Zitate überprüfen kann und andererseits interessierte deutschsprachige Leser diese Arbeit auch  nachlesen können. In meinem Kommentar hier werde ich nur jeweils jene Teile einfügen, welche mir in diesem Zusammenhang beim Studium aufgefallen sind und wichtig erschienen und welche ich im Detail hinterfragen werde.

Und hier gibt es gleich auf der ersten Seite der Ausführungen von J. Damkani einige interessante Aussagen, welche einen Einblick darüber geben können, was Messianische Juden - im Gegensatz zu vielen Christen - unter Evangelisierung der Juden verstehen. Er schreibt:

”Zu meinem Leidwesen verstehen eine Menge Christen nicht wirklich, dass Juden zu keiner anderen Religion bekehrt werden müssen; sie müssen ihr Erbe und ihren jüdischen Glauben nicht verlassen, denn wenn Gott jeder Volksgruppe eine Identität gegeben hat, hat er dem jüdischen Volk eine wirklich klare Identität gegeben. Sie haben es nicht nötig, ihre Identität zu verlassen und etwas anderes zu werden, Christen zu werden. In den Köpfen des jüdischen Volkes ist das Christentum etwas anderes, als du denkst, dass Christentum ist.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Abraham/04)


Nun, das ist auch etwas anderes, als ich bisher gedacht habe, dass Messianisches Judentum ist. Eine Evangelisation, die den Juden sagt, dass sie sich gar nicht bekehren müssen, unterschlägt das Fundament des christlichen Glaubens, nämlich Jesus Christus und seinen Tod am Kreuz für die Sünden aller Menschen - auch der Juden!

Die mosaische Religion ist wohl die rechte Religion. Allerdings haben sich unter die Lehrer Israels, von den Schriftgelehrten des Sanhedrin vor zweitausend Jahren, bis zum kleinsten Rabbi der heutigen Zeit, Leute gemischt, die nicht Gott dienen, sondern dem Satan.

Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.

Jh 8,43 Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. 8,44 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Jh 8,43-44;

Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen?

Mt 3,7 Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Mt 3, 7;

Otternbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid?

Mt 12,34 Otternbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. 12,35 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor. Mt 12,34-35;

Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?

Mt 23,32 Und ihr, macht nur das Maß eurer Väter voll! 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? Mt 23,32-33;


Und sie werden von ihrem spirituellen Vater so gelenkt, dass sie das mosaische Alte Testament in Vorbereitung auf den kommenden Antichristen interpretieren. Man behauptet ganz einfach, Jesus von Nazareth, der echte Messias, wäre ein Betrüger und Gotteslästerer gewesen und schon kann man alle Prophezeiungen des Tanach - des Alten Testaments - auf einen erst noch kommenden, falschen Messias uminterpretieren.

Was daher dringend erforderlich ist, ist den Juden endlich klar zu machen, dass sie von den meisten ihrer religiösen Lehrer seit zweitausend Jahren betrogen werden. Solange das jüdische Volk diesen Betrug nicht erkennt, werden sie trotz rechter Religion einem falschen Glauben anhangen, in ihren Sünden sterben und in der Verdammnis enden. 

Dies ist biblische Realität, das müssen wir den Juden sagen. Wer sie lehrt, "sie müssen ihr Erbe und ihren jüdischen Glauben nicht verlassen", verkennt vollkommen den Ernst der Situation und führt dieses Volk nur noch tiefer in die Irre, im falschen Glauben, sie "hätten es nicht nötig" umzukehren. Genau das Gegenteil ist der Fall!

Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,21 Er sprach nun wieder zu ihnen: Ich gehe hin, und ihr werdet mich suchen und werdet in eurer Sünde sterben; wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen. 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen? 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,21-24;


Die Juden - wenn sie gerettet werden wollen - haben gar keine andere Möglichkeit, als ihr "Erbe und ihren jüdischen Glauben" zu verlassen. Dazu muss man nur ein wenig die mosaische Religion und die Geschichte Israels kennen.


Der Brandopferaltar im Tempel

Wie man unter mosaisch gläubigen Juden weiß, hat das alte Israel seinem Gott im Tempel in Jerusalem gedient. U.a. auch mit Tieropfern zu den verschiedenen Anlässen am Brandopferaltar des Tempels. Und zwar, wie von Gott geboten, nur an diesem Brandopferaltar und nur in diesem Tempel in Jerusalem. Es durften an keinem anderen Ort Opfer erbracht werden.

Hüte dich, daß du ja nicht deine Brandopfer an jeder Stätte opferst, die du siehst!

5Mo 12,13 Hüte dich, daß du ja nicht deine Brandopfer an jeder Stätte opferst, die du siehst! 12,14 Sondern an der Stätte, die der HERR in einem deiner Stämme erwählen wird, dort sollst du deine Brandopfer opfern, und dort sollst du alles tun, was ich dir gebiete. 5Mo 12,13-14;


Abgesehen von all den anlassbezogenen Opferzeremonien, gab es aber noch das sogenannte "tägliche" oder "beständige" Opfer (tamid). Gemeint ist damit das Morgen- und Abendopfer im Tempel. Es müssen für dieses Opfer täglich zwei einjährige Lämmer am Altar des Tempels geopfert werden, als Zeichen dafür, dass Gott im Tempel wohnt und mitten unter den Söhnen Israels ist (2Mo 29,38-46).

Im Vertrauen auf dieses Opfer konnte jeder Israelit um Vergebung seiner Schuld bitten, ohne an der Opferzeremonie persönlich teilnehmen zu müssen. Der Begriff tamid heißt wörtlich "das Beständige" und bedeutet die "ständige Vergebung der (vergebbaren) Sünden, die Gott dem Israeliten aufgrund dieses täglichen Opfers gewährt".


Die Zerstörung des Tempels.

Am 1. Juli 69 n. Chr. wurde Titus, der Sohn des damaligen römischen Kaisers Vespasian, als Oberkommandierender der Armee zur Beendigung des jüdischen Krieges gegen Jerusalem geschickt, wo er im April 70 n. Chr. ein Heer von vier Legionen und zahlreichen Hilfstruppen verbündeter Könige aufmarschieren ließ (Josephus, Bell, 5,40-6,120). Titus ließ die Stadt belagern und mit einer hohen Mauer einschließen (Josephus, Bell, 5,130-135.491-511; Tacitus, Hist. 5,1.10-14).

Anfang September 70 wurde dann Jerusalem durch ein Blutbad, das Titus vergeblich zu vermeiden suchte(!) und durch Hungersnot erobert. Der Tempel in den sich 6000 Juden aufgrund eines prophetischen Orakels, das die endgültige Errettung des Heiligtums prophezeite (Josephus, Bell, 6,285f), zurückgezogen hatten, wurde durch Brandlegung zerstört (Bell 6,220-270). Nach Josephus soll Titus bis zuletzt vergeblich versucht haben, die Zerstörung des Tempels zu verhindern (Bell, 6,241.266). Auf diese Weise wollte Titus von persönlicher Schuld am Unglück der Juden entlastet werden. Doch die Soldaten hatten sich in blinder Wut seinem Befehl widersetzt (Bell, 6,254-259). Die Stadt machte man dem Erdboden gleich. Lediglich die Türme der Zitadelle wurden geschont und verstärkt, um dort das Militär zu stationieren.

Wenn man die obigen Berichte der Geschichtsschreiber betrachtet, war es ganz gewiss nicht die weltliche Macht - nämlich der römische Heerführer Titus -, welche den Tempel vernichten wollte. Ganz im Gegenteil, wie Josephus schreibt, hat Titus seinen Truppen den Befehl gegeben, gerade den Tempel nicht zu zerstören. Doch dieser ganze Krieg wurde nicht auf weltlicher Ebene entschieden. Es war Gott der Allmächtige, der beschlossen hatte, dass sowohl die Stadt (Lk 19,41-44) als auch der Tempel (Mt 24,1-2) zerstört werden mussten. Und so machte Titus wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben die Erfahrung, dass sich römische Legionäre weigerten, einen Befehl ihres Heerführers auszuführen und den Tempel stürmten und ihn niederbrannten.

Doch warum hat nun Gott die Vernichtung dieser Stadt und des Tempels beschlossen? Bei einer, auf den ersten Blick etwas unscheinbaren Aussage des Herrn, erkennen wir bei näherer Betrachtung ganz unerwartete Zusammenhänge. Hier unten, in Jh 8,24, sagte der Herr den Pharisäern, die ihn beschuldigten für seine Behauptung, dass er der Sohn Gottes sei, nur sich selbst als Zeuge zu haben und nachdem es nach jüdischem Gesetz immer mindestens zweier Zeugen bedufte, dass sein Zeugnis nicht wahr wäre:

Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,21 Er sprach nun wieder zu ihnen: Ich gehe hin, und ihr werdet mich suchen und werdet in eurer Sünde sterben; wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen. 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen? 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,21-24;


Im obigen Bibeltext erwähnt der Herr sowohl in Jh 8,21 als auch in Jh 8,24 die Prophezeiung: "ihr werdet in euren Sünden sterben". Für die Pharisäer, zu denen er dies sagte, war gerade diese Aussage ein weiterer Beweis dafür, dass dieser Jesus aus Nazareth nur Lügen verbreitete und keine Ahnung von den mosaischen Geboten hatte. Hatten sie doch die im Gesetz (Tora) vorgeschriebenen Opferzeremonien des Sündopfers und des Schuldopfers, welche sie von Sünden befreien konnten. Und darüber hinaus hatten sie das "tamid", das tägliche, beständige Opfer im Tempel, durch welches ihnen Gott die ständige Vergebung der vergebbaren Sünden gewährt.

Weder die Pharisäer von damals noch die Mehrheit der heutigen Ausleger haben den furchtbaren Ernst erkannt, der diesen wenigen Worten zugrunde liegt. Gerade hier haben wir den Schlüssel für das Verständnis des Handelns Gottes an seinem Volk aus Israel. Bei einer vordergründigen Betrachtung kann man einmal erkennen, dass natürlich nicht der Herr ahnungslos war, sondern dass in Wahrheit die Pharisäer keine Ahnung davon hatten, dass 40 Jahre später weder Tempel noch Altar existieren werden und es daher den Priestern nicht mehr möglich sein wird, die vorgeschriebenen Opfergaben im Tempel am Opferaltar zu erbringen.

Die Folge davon war, dass alle Israeliten ab der Zerstörung des Tempels und des Opferaltars - und bis heute(!) - keine Möglichkeit der Sündenvergebung haben und so - wie es der Herr prophezeit hatte - in ihren Sünden gestorben sind. Und sowohl nach mosaischer als auch nach christlicher Lehre, sind alle diese vielen Menschen verloren und werden die Ewigkeit in der Verdammnis verbringen.

Wenn wir aber dann in unserer Betrachtung tiefer gehen, erkennen wir einen noch viel ernsteren Hintergrund. Während sich viele Israeliten zur Zeit Jesu mit ihrer Ablehnung des Nazareners ganz im Rahmen des mosaischen Gesetzes und im Gebot ihres Gottes wähnten, hatten sie genau diesen Weg verlassen. Der jüdische Sanhedrin, unter seinem Hohenpriester Kaiphas, hat Jesus verurteilt, weil er ihnen bestätigt hatte, dass er der Sohn Gottes sei:

Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert: Er ist des Todes schuldig.

Mt 26,63 Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester sagte zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagst, ob du der Christus (Messias) bist, der Sohn Gottes! 26,64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. 26,65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. 26,66 Was meint ihr? Sie aber antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Mt 26,63-66;


Sie hatten ihn des Todes für schuldig befunden, weil er sagte, dass er der Sohn Gottes sei. Um sich nicht selbst die Hände zu beschmutzen, sondern die Exekution den Römern zuzuschieben, hat der Sanhedrin - die religiöse Führung Israels - die Anschuldigung verbreitet, dieser Jesus hätte gesagt, er wäre der König der Juden (Jh 18,33-35). Damit war für die römische Gerichtsbarkeit der Straftatbestand der Aufruhr und des Angriffs auf die Autorität des Kaisers in Rom gegeben, auf welchen nach römischen Recht der Tod am Kreuz stand (Jh 19,12).

Doch mit der Leugnung dieses Jesus als ihren Messias, seiner Verurteilung zum Tod und seiner Auslieferung an die Römer zur Kreuzigung, hatten die Juden auch ihren Gott verleugnet - und verloren.

Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.

1Jh 2,22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 2,23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 2,24 Ihr! Was ihr von Anfang an gehört habt, bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben. 1Jh 2,22-24;

Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6;

Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Jh 5,22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, 5,23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Jh 5,22-23;

Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.

1Jh 5,10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich; wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott über seinen Sohn bezeugt hat. 5,11 Und dies ist das Zeugnis: daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 5,12 Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. 1Jh 5,10-12;


Neben anderen Schrifthinweisen sind auch diese obigen Prophezeiungen der Nachweis dafür, dass Israel seit diesem Zeitpunkt keine Verbindung mehr zu seinem Gott hat und damit - in der doppelten Bedeutung des Wortes - "Gott-los" ist.

Sie haben den HERRN verlassen, haben den Heiligen Israels verworfen.

Jes 2,2 Hört, ihr Himmel, und horch auf, du Erde! Denn der HERR hat geredet: Ich habe Kinder großgezogen und auferzogen, sie aber haben mit mir gebrochen. 1,3 Ein Rind kennt seinen Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn. Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht. 1,4 Wehe, sündige Nation, schuldbeladenes Volk, Geschlecht von Übeltätern, verderbenbringende Kinder! Sie haben den HERRN verlassen, haben den Heiligen Israels verworfen, sie haben sich nach hinten abgewandt. - 1,5 Wohin wollt ihr noch geschlagen werden, die ihr eure Widerspenstigkeit nur vermehrt? Das ganze Haupt ist krank, und das ganze Herz ist siech. Jes 1, 2- 5;


Israel ist seit zweitausend Jahren Gott-los.

Und hier erkennen wir nun den Grund, warum Gott Stadt und Tempel in Jerusalem von den Römern zerstören ließ: Nach der Tötung seines Sohnes am Kreuz, hat Gott den Tempel, die Stadt und das Volk Israel verlassen. Im nachfolgenden Bericht aus Mt 27,45-51 über den Tod Jesu am Kreuz, finden wir dafür zwei konkrete Hinweise.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke.

Mt 27,45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; 27,46 um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli, Eli, lemá sabachtháni? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 27,47 Als aber einige von den Umstehenden es hörten, sagten sie: Der ruft den Elia. 27,48 Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. 27,49 Die übrigen aber sagten: Halt, laßt uns sehen, ob Elia kommt, ihn zu retten! 27,50 Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. 27,51 Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, Mt 27,45-51;


Die letzten Worte des Herrn am Kreuz waren: ”Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?”. Es war jener Moment, in welchem die Sünde der ganzen Welt auf den Sohn Gottes gelegt wurde und der Heilige Geist des Vaters den Sohn verlassen musste, weil er nicht mit unvergebener Sünde in einem Körper sein kann. Das war einerseits jenes Ereignis, für dessen Erfüllung der Sohn Gottes in die Welt gekommen war: um für die Sünden aller Menschen das stellvertretende und Gott wohlgefällige Opfer zu erbringen.

Andererseits aber war dieser Todesschrei eine Prophezeiung für die Juden, welche ab nun genau in dieser Situation waren. Wie ihnen ihr Messias prophezeit hatte: ”Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben” (Jh 8,24), hatten sie keine Sündenvergebung mehr, weil Gott sie verlassen hatte. Und auch der Umstand, dass der Vorhang im Tempel, der das Heilige vom Allerheiligsten, in dem Gott wohnte (2Mo 26,33), getrennt hat, in zwei Stücke von oben bis unten zerrissen wurde, war die Bestätigung dafür, dass Gott den Tempel verlassen hatte und das Volk Israel, das zum Mörder seines Sohnes geworden war, ab nun Gott-los war.

Und auch das hat ihnen der Herr noch zu seinen Lebzeiten prophezeit:

Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!»

Mt 23,32 Und ihr, macht nur das Maß eurer Väter voll! 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? 23,34 Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt 23,35 damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blut Abels, des Gerechten, bis zu dem Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt.

23,36 Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen. 23,37 Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! 23,38 Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen; 23,39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!» Mt 23,32-39;


Aus biblischer Sicht hat daher das Volk Israel seit seiner Ablehnung des Messias und in der Folge der Zerstörung des Tempels und damit des Opferaltars in Jerusalem, in der Zeit zwischen Tod und Wiederkunft des Herrn zum Antritt seiner Herrschaft im Tausendjährigen Friedensreich, keine Möglichkeit in eine Interaktion - sei es jetzt im Gebet oder mit Opfergaben - mit seinem Gott zu treten. Sie haben daher auch keine Sündenvergabe, es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus - wodurch sie aber dann zu Christen werden.


Die Lehre der Messianischen Juden.

Daher ist eine Evangelisation, welche den Juden sagt, "sie müssen ihr Erbe und ihren jüdischen Glauben nicht verlassen" und "Sie haben es nicht nötig, (...) Christen zu werden" absolut falsch. Mit einer derartigen "Evangelisation" ändert sich für die Juden absolut nichts: sie bleiben Gott-los, wie sie es in den vergangenen zweitausend Jahren auch schon waren und sind daher ohne Vergebung in ihren Sünden gestorben - wenn sie nicht eine echte Bekehrung zu Jesus Christus erlebt haben.

Und dann schreibt J. Damkani über die Liebe Gottes:

”Gott liebt uns. Er liebt uns außerordentlich mit großer Liebe, mit unfehlbarer Liebe. Unsere eigene Liebe ist sehr von den Umständen abhängig; unsere Gefühle wechseln, unsere Einstellung wechselt, unsere Persönlichkeit ändert sich. Er ändert sich nicht. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Seine Liebe übersteigt unseren winzig kleinen Verstand den wir haben. Seine Liebe ist etwas Großartiges, ehrfurchtgebietend, mächtig, wahr und immerwährend. Und Er liebt uns so sehr, dass Er uns nach seinem eigenen Aussehen, nach seinem eigenen Bilde erschuf. Er will, dass wir auf diese Liebe vertrauen und zuversichtlich sind.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Abraham/09)”


Diese Passage über die Liebe Gottes ist nicht nur sehr schön formuliert, man hat auch den Eindruck, dass es echt ist. Ganz im Gegensatz zu nicht wenigen Predigern und Evangelisten in unseren deutschsprachigen Landen, verwendet er keine Superlative wie: "Die unendliche Liebe Gottes" oder "Die bedingungslose Liebe Gottes", mit welchen man bei uns versucht sich gegenseitig zu übertrumpfen.

Die Bibel sagt uns wohl, dass uns Gott liebt - sonst hätte er nicht seinen Sohn für unsere Sünden ans Kreuz gehen lassen. Aber sie spricht weder von einer "unendlichen" noch von einer "bedingungslosen" Liebe Gottes. Jeder, der der Semantik seiner Sprache halbwegs mächtig ist, wird sofort erkennen, dass eine derartige Liebe weder zeitliche Grenzen noch moralische Bedingungen kennt - weil sie eben unendlich und bedingungslos ist.

Das heißt aber, dass so eine Liebe Gottes alle Verbrecher, Massenmörder, Gottesleugner, Tyrannen und was es sonst noch an üblem Gesindel gibt, vom Anbeginn der Welt bis zu ihrem Ende (unendlich!!) ohne Reue und Bekehrung (bedingungslos!!) in das ewige Leben eingehen lassen müsste. Das ist natürlich Unsinn, aber nachdem viele Prediger das immer und immer wieder verkünden, glauben es die Leute schließlich und realisieren nicht, dass bei einer unendlichen und bedingungslosen Liebe, Gott allen Menschen alle ihre Sünden ohne irgendeine Gegenleistung vergeben müsste und es wäre dann kein Opfer mehr erforderlich - und Jesus Christus hätte nicht am Kreuz sterben müssen.

Dass dieses Opfer Jesu Christi dennoch erforderlich war, ist der Beweis dafür, dass Gott in erster Linie ein Gott der absoluten Gerechtigkeit ist und seine Gerechtigkeit ein Opfer für alle unsere Sünden gefordert hat. Dieses Opfer hätte eigentlich jeder Einzelne von uns erbringen müssen, doch Gott hat in seiner Liebe zu uns Menschen seinen Sohn gesandt, der als Einziger für alle unsere Sünden durch seinen Tod am Kreuz bezahlen konnte. 

Wer dieses Loskaufopfer für seine Sünden nicht im Glauben annimmt, kann sich weder auf eine unendliche noch auf eine bedingungslose Liebe Gottes - geschweige denn auf "die Identität des jüdischen Volkes" - berufen, sondern er wird nach der Gerechtigkeit Gottes verurteilt und das Reich Gottes nicht sehen.

Und damit erkennen wir die Tragweite und die große Gefahr derartiger gedankenloser Sprechblasen von "Evangelisten", welche nicht die Menschen zu Gott, sondern sich selbst zu Ruhm und Ansehen bringen wollen. Doch wiewohl wir uns dieser Liebe Gottes wohl bewusst sein müssen, ist es zumindest ebenso wichtig, dass wir unsere eigene Liebe zu Gott immer wieder hinterfragen.

Wie J. Damkani auch völlig richtig schreibt:

”Es war die Heiligkeit Gottes, die die Sünde nicht tolerieren konnte, welche Adam und Eva aus seiner Gegenwart ausgestoßen hat. In anderen Worten, Gott muss Sünde richten.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Abraham/06)


Ja, es war die Heiligkeit und die absolute Gerechtigkeit Gottes, die Sünde - die Missachtung der Gebote Gottes (2Mo 20,3-17; Mt 5,21-48) - nicht dulden kann. Und zwar nicht nur beim Adam und Eva, sondern bei allen Menschen, die je gelebt haben und je leben werden. Nur wer dieses stellvertretende Opfer des Sohnes Gottes am Kreuz im Glauben annimmt, kann dieser Gerechtigkeit Gottes genügen und ist gerettet.

Die biblische Dreieinigkeit.

Es gibt nur den einen und einzigen Gott in seinen drei Instanzen: Gott Vater als gesetzgebende Instanz, vergleichbar mit der Legislative in der menschlichen Gesellschaft, der Geist Gottes als Vollzugsinstanz, ähnlich der Exekutive und der Sohn Gottes als richterliche Instanz, ähnlich der Justiz. Gott hat den Menschen das Gesetz (die Gebote) gegeben (2Mo 24,12), der Heilige Geist registriert deren Einhaltung durch die Menschen, schreitet aber nur ein, wenn menschliche Aktionen den Plan Gottes beeinträchtigen könnten (2The 2,7) und der Sohn Gottes wird im Letzten Gericht/Weltgericht jeden einzelnen Menschen richten (Jh 5,22).

Die eigenständige geistliche Persönlichkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist und deren gleichzeitige Präsenz (Jh 14,10-11) im Geist des einen Gottes (Jh 4,24), kann im Zeitalter der Quantenverschränkung - der "spukhaften Fernwirkung" wie das Einstein nannte - und der vielen Beispiele in der Bibel von Manifestationen im Geist von Menschen (Mk 1,23-25; 5,6-8; Lk 11,24; aber auch Jh 14,23; 17,26!), nur für völlig uninformierte Zeitgenossen eine Frage sein.

Die Methode, derartige Zusammenhänge mit den alten Weisheiten der Kirchenväter erklären zu wollen (Konzil von Nicäa etc.), war schon bei deren Behauptung, die Erde wäre der Mittelpunkt des Universums ein Fehler (Die Schöpfung) und käme heute dem Versuch gleich, die Quantenmechanik mit den Gesetzen der klassischen Physik zu erklären.

Der eigentliche Grund, warum die Unitarier die Dreieinigkeit ablehnen (Es gibt keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit / CH. Spurgeon), ist einerseits der Umstand, dass man sich weigert, die Göttlichkeit des Sohnes Gottes, unseres Herrn Jesus Christus zu akzeptieren. Jesus Christus als Gott (Ps 45,7-8; Jh 20,28; Phil 2,5-8; 2Ptr 1,1; 1Jh 5,20) und sowohl seine Präexistenz (1Mo 1,26; 11,7) als auch seine Postexistenz bei Gott (Jh 14,23; 17,26!), würde ihr ganzes falsches Glaubensgebäude vom "Menschen Jesus" als "Glaubenskämpfer", "Kumpel" oder "Leidensvorbild" in Frage stellen und ad absurdum führen.

Andererseits aber, wurde die Dreieinigkeit - die "Trinität" - von der katholischen Kirche seit Jahrhunderten nach dem Gutdünken und dem "Gefühl" der alten Kirchenväter (Konzil von Nicäa etc.) und nicht nach den Aussagen der Bibel interpretiert. Dadurch war es den Vertretern des "Eingottglaubens" - den Unitariern - leicht möglich, diese Interpretation anhand der Bibel in Frage zu stellen.

Leider hat man aber dabei nicht die Gelegenheit genutzt, um die Bibel eingehend zu studieren und die tatsächlichen Aussagen über die Wesenheit Gottes, seines Sohnes und des Heiligen Geistes festzustellen, sondern hat die oberflächlichen Argumente nur benutzt, um dieses - ebenfalls falsche - Trinitätsdogma der katholischen Kirche anzugreifen.



Und wenn wir dann den Herrn Jesus lieben und seine Worte halten, wird der dreieinige Gott persönlich in uns wohnen und unsere Liebe mit seiner Liebe stärken,

Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
(Jh 14,23)


Der Alte Bund.

Und dann kommt J. Damkani auf den Bund Gottes mit Abraham und Israel und die Frage zu sprechen, wer den Bund gebrochen hat.

”Wer hat dann diesen Bund gebrochen? Schauen wir in 1. Mose 17,14, wo es heißt: "Ein unbeschnittener Männlicher aber, der am Fleisch seiner Vorhaut nicht beschnitten ist, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk; meinen Bund hat er ungültig gemacht!" Also wer bricht den Bund? Ein nur acht Tage altes Baby - oder sein Vater, der ihn nicht beschnitten hat. Nur eine Person, die nicht beschnitten ist, ist nicht im Bund. So lange du als acht Tage altes Baby, das überhaupt nichts versteht, beschnitten wurdest, bist du im Bund. Es hat nichts zu tun mit dem Gesetz, nichts zu tun mit den Geboten, nichts zu tun mit irgendwelchen Ritualen und Traditionen, nichts zu tun mit den Lehren irgendeines Rabbis, nichts zu tun mit irgendetwas außer mit Gott. Kannst du einmal einen Blick darauf werfen? Und lobe Gott für seine bedingungslose Liebe und seinen bedingungslosen Bund. Es hat nichts mit dir zu tun aber es hat alles mit Ihm zu tun. Er hat seine Nation nie aufgegeben oder verlassen. Sie sind immer noch sein Volk und sie werden immer sein Volk sein. Das hat nichts mit ihnen zu tun.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Abraham/26)

”Sie sind immer noch sein Volk, auch wenn sie von ihm weg sind und ihm den Rücken zukehren und ihn anspucken.”  (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Abraham/30)


Bezüglich der Beschneidung hat uns Paulus ganz klare Worte hinterlassen:

Siehe, ich, Paulus, sage euch, daß Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden laßt.

Gal 5,1 Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und laßt euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten! 5,2 Siehe, ich, Paulus, sage euch, daß Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden laßt. 5,3 Ich bezeuge aber noch einmal jedem Menschen, der sich beschneiden läßt, daß er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. 5,4 Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen. 5,5 Wir nämlich erwarten durch den Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit. 5,6 Denn in Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern der durch Liebe wirksame Glaube. Gal 5, 1- 6;


Wie Paulus hier auch sagt, hat in Christus Jesus weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern der durch Liebe wirkende Glaube. Und jeder, der denkt und lehrt, er wäre durch diese Beschneidung in irgendeiner Weise Teil eines Bundes und damit vor Gott gerechtfertigt, ist von Christus abgetrennt und aus der Gnade gefallen und verführt jene, die seine Lehre aufnehmen. Und genau das ist die Antwort auf die Frage, die sich den Juden - nach Damkani - tief im Innersten stellt: "Warum machen wir das alles durch, was wir durchmachen? Warum all diese Probleme?"

Die Juden haben ihren Bund vor zweitausend Jahren gebrochen und Gott hat ihn aufgelöst. Die Zerstörung des Tempels, des Sündopferaltars, die Vernichtung Jerusalems und die Vertreibung aller Juden aus ihrem Land in die Diaspora war die Strafe Gottes für diese Untat. Seit dieser Zeit gibt es diesen Alten Bund mit Israel nicht mehr. Aber es gibt einen Neuen Bund für alle Menschen, gegründet mit dem Blut, das der Sohn Gottes auf dem Kreuz für uns vergossen hat (Lk 22,19-20). Und nur wer diesen Neuen Bund im Glauben annimmt - seit zweitausend Jahren und bis zum Ende der Welt - ist von seinen Sünden erlöst, gerettet und wird in die Ewigkeit Gottes eingehen.

Leider spricht Damkani hier dann doch noch von der "bedingungslosen Liebe und dem bedingungslosen Bund" Gottes. Wie bereits weiter oben erläutert, ist die Liebe Gottes so groß, dass er seinen eigenen Sohn am Kreuz für die Sünden der ganzen Welt hat sterben lassen. Doch Gottes Liebe ist nicht bedingungslos, sonst hätte es eben dieses stellvertretenden Opfers des Sohnes gar nicht bedurft. Gott hätte in einer "bedingungslosen" Liebe allen Menschen alle ihre Sünden (ohne jede Bedingung) vergeben und unser Herr Jesus Christus hätte nicht sterben müssen.

Wir haben es also auch hier mit einer nicht reflektiertren Äußerung zu tun und das gilt auch für den, von Damkani hier oben so gesehenen, "bedingungslosen Bund", den er aber dann gleich selbst widerlegt, indem er nachweist, dass es Bedingung diese Bundes war, die jüdischen Kinder mit acht Tagen zu beschneiden.

Wie hier ganz deutlich zu erkennen ist, sind die Argumente des Autors durchaus biblisch - allerdings leider großteils nur auf dem Alten Testament und dem alten Bund gegründet. Mit der Verwerfung des Messias', unseres Herrn Jesus Christus, haben die Juden jedoch - trotz Beschneidung - ihren Bund mit Gott gebrochen, weil sie mit der Tötung des Sohnes Gottes das oberste Gebot jedes Bundes mit Gott gebrochen haben:

Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
(5Mo 6,5)


Wer das Neue Testament liest, erkennt diese Realität in hunderten von Aussagen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Israel im Lichte der Bibel.


Nach dem Alten Testament

Gott hat sein Erbarmen vom Haus Israel völlig weggenommen (Hos 1,6). Sie sind nicht mehr sein Volk (Hos 1,9). Nur das Haus Juda wird der Herr retten. Doch nicht durch Krieg, sondern durch seinen Geist (Hos 1,7). Erst im Millennium, wenn der Sohn Gottes seine tausendjährige Herrschaft auf Erden angetreten hat, (Hos 2,1.20; Hes 34,25; Jes 2,4) wird sie der Herr wieder als sein Volk annehmen (Hos 2,25; Jer 31,27-28).


Nach dem Neuen Testament

Es ist Gottes Wille, dass wir auf seinen Sohn hören (Mt 17,5). Dieser Sohn Gottes hat uns gesagt, dass jeder, der ihn verwirft, auch Gott verwirft (1Jh 2,23; Lk 10,16; Jh 5,22-23. 15,23). Das heutige Volk Israel leugnet den Sohn Gottes und beschimpft ihn als Betrüger und Gotteslästerer. Durch diese Leugnung des Sohnes hat Israel auch den Vater verworfen und ist somit ein Gott-loses Volk. (Jh 8,24)


Die "Israelfreunde" in den christlichen Gemeinden verkaufen daher ihr Erstgeburtsrecht als Jünger Christi gegen das Linsengericht eines Erfüllungsgehilfen von gottlosen Betrügern. – Es gibt für Israel keine geistliche Umkehr zu ihrem Gott und keine gottgewollte Rückkehr in ihr Land, es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus!! (Mt 23,38-39; Gal 5,4) – (Siehe auch Diskurs 111)



Schließlich versucht der Autor das bekannte Scheinargument der Juden ins Spiel zu bringen, um Israel von seiner Schuld am Tod des Sohnes Gottes weißzuwaschen, wenn er schreibt:

”Zu meinem Bedauern machen die meisten Leute von der Kirche - in erster Linie von der katholischen Kirche - Israel für die Kreuzigung Jesu verantwortlich, worauf auch die vielen Verfolgungen der Juden zurückzuführen sind. Und sie verstehen nicht, wenn Israel nicht den Herrn ans Kreuz geliefert hätte, wo sie selbst dann heute wären. Ohne Jesu Kreuzigung würde es keine Errettung geben, keine Erlösung, keine Vergebung, keine Versöhnung der Menschen zurück zu Gott. Niemand kann Israel die Schuld geben, denn die Römer sind nicht weniger schuldig und das Evangelium sagt uns ganz klar, dass beide, Juden und Heiden schuldig sind. Aber das Christentum hält Israel für verantwortlich und diese Nation wurde wieder und wieder von der Kirche im Namen Jesu verfolgt. Doch dies hat der Herr getan und es ist wunderbar in unseren Augen.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Der Tag/10)


Es ist ungefähr so, wie wenn jemand den Vater seines Freundes ermordet und den Vorwürfen des Sohnes dann mit dem Argument begegnet, wenn er nicht den Vater umgebracht hätte, wäre der Sohn jetzt nicht so reich, weil er nichts geerbt hätte.

Wenn man das Neue Testament aufmerksam studiert, ist sehr leicht zu erkennen, dass Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens den Auftrag von Gott hatte, nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel zu gehen:

Geht nicht auf einen Weg der Nationen, geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!

Mt 10,5 Diese zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach: Geht nicht auf einen Weg der Nationen, und geht nicht in eine Stadt der Samariter; 10,6 geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel! Mt 10, 5- 6;


Dies wird auch von der Begegnung des Herrn mit der kanaanäischen Frau bestätigt, deren Text - ebenso wie die Predigt des Petrus in Apg 3,26 - keinen Zweifel an dieser Tatsache lässt:

Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

Mt 15,21 Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegenden von Tyrus und Sidon zurück; 15,22 und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. 15,23 Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlaß sie! Denn sie schreit hinter uns her. 15,24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 15,25 Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! 15,26 Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. 15,27 Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. 15,28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an. Mt 15,21-28;


Das Königreich.

Als es aber dann klar war, dass der Satan in Israel mehr Anhänger hatte (Mt 12,34.23,33) als Gott und die Juden den Sohn Gottes ablehnten und ihn als Beelzebul (Oberster der Dämonen / Mt 12,24) beschimpften, hat der Vater den Auftrag geändert. Ab diesem Zeitpunkt und bis heute gilt der Verkündigungsauftrag "bis ans Ende der Erde" (Apg 1,6-8).

Wahrlich, ich sage euch, daß die Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich Gottes.

Mt 21,28 Was meint ihr aber hierzu? Ein Mensch hatte zwei Söhne, und er trat hin zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh heute hin, arbeite im Weinberg! 21,29 Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht. Danach aber gereute es ihn, und er ging hin. 21,30 Und er trat hin zu dem zweiten und sprach ebenso. Der aber antwortete und sprach: Ich gehe, Herr; und er ging nicht. 21,31 Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sagen: Der erste. Jesus spricht zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß die Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich Gottes. Mt 21,28-31;


Es ist also nicht Gott, der an der Verwerfung und Ermordung seines Sohnes durch Israel schuldig wäre, weil er damit die Welt retten wollte, wie man das in jüdischen Kreisen gerne sehen möchte. Die Rettung wurde zuerst Israel angeboten, doch wie so oft in seiner Geschichte hat Israel die Führung Gottes zurückgewiesen. 

Und die Aussage von Frau Damkani in ihrem eingangs zitierten Kommentar: "(...) seit Gott uns aufgerufen hat gerade das zu tun: das Evangelium zu predigen, dem Juden zuerst" widerspricht ganz einfach den Aussagen der Bibel. Wie Paulus hier unten bestätigt, wurde den Juden bereits vor zweitausend Jahren das Evangelium zuerst gepredigt, doch sie haben es abgelehnt und lehnen es bis heute ab.

Zu euch mußte notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden.

Apg 13,46 Paulus aber und Barnabas sprachen freimütig: Zu euch mußte notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden; weil ihr es aber von euch stoßt und euch selber des ewigen Lebens nicht für würdig haltet, siehe, so wenden wir uns zu den Nationen. Apg 13,46;


Doch auch wenn die Juden ihren Messias damals angenommen hätten, wäre auch die nichtjüdische Welt gerettet gewesen. Denn wie Damkani selbst zitiert, hat Gott verheißen:

In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!

1Mo 12,1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! 12,2 Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! 12,3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! 1Mo 12, 1- 3;


Gott verheißt hier dem Abraham, dass in seinem Namen auch alle Geschlechter der Erde gesegnet und damit errettet werden sollen. Bei dieser Gelegenheit erkennen wir auch, dass diese Verheißung - 1Mo 12,3 -, welche von den Juden und den "Israelfreunden" den Christen und der Welt gegenüber immer wieder gerne auf das heutige Israel bezogen wird, gar nicht Israel gegolten hat, sondern Abraham, dem geistlichen Erzvater aller rechtgläubigen Menschen. (Röm 9,8)

Es hätte also in jedem Fall die ganze Welt die Möglichkeit zur Bekehrung und Errettung erhalten. Erst dann, als Israel den Messias abgelehnt und ans Kreuz geliefert hatte, hat Gott Israel verworfen, den Bund aufgelöst und diese Untat zum Segen für die ganze Welt gemacht, wonach "die Zöllner und Huren den Juden vorangehen in das Reich Gottes".

Den ganzen Erkenntnisdefizit bezüglich des Neuen Testaments erkennt man aber, wenn Damkani auf die Frage dieses Reiches Gottes zu sprechen kommt:

”Aus der Sicht Gottes ist Zeit ein wichtiges Element. Am Ende der Zeit kommt Er wieder. Dieses Mal geht es nicht um einen anderen Mose, einen anderen Jesaja; dieses Mal kommt der Messias selbst und bietet ihnen das Königreich. Vom Beginn seines Wirkens bis zum Ende spricht Jeschua über das Königreich. Die Gleichnisse haben mit dem Königreich zu tun und seine Lehre hat mit dem Königreich zu tun. Vom Anfang bis zum Ende bietet Er an, dass Israel das Königreich Gottes auf Erden ist. Und wie ihr wisst, sie weisen ihn wieder zurück. Sie weisen Gott zurück, der sie aus Ägypten geführt hat und sie verlangten einen König. Sie weisen ihn zurück, als der Messias kommt und ihnen das Königreich anbietet. Aber hat Gott dieses Volk aufgegeben? Sagte Er ihnen, sie würden durch Heiden ersetzt werden, durch einen Haufen von Christen? Hat Er das getan? Nein, Gott bewahre. Wenn das geschehen wäre, könnte Er eines Tages zu diesen Christen kommen, um ihnen zu sagen, dass sie nicht gut genug wären und sie durch Muslime austauschen.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Neuer Bund/22)


Wenn unser Herr Jesus Christus wiederkommt, wird er nicht Israel das Königreich anbieten, sondern den falschen Messias töten, den jüdischen Antichristen, der dann im neu erbauten Tempel in Jerusalem sitzen und vorgeben wird, er wäre Gott (2The 2,3-4.7-12). Und dann wird er die Seinen, nämlich das Volk, das seine Früchte gebracht hat ("einen Haufen von Christen" wie sie Damkani nennt), aus den Toten auferwecken und gemeinsam mit den noch lebenden christlichen Gläubigen entrücken (1The 4,16-17).

Das Reich Gottes aber haben die Israeliten ein für alle Mal verloren, als sie den Sohn Gottes zurückgewiesen und damit den Bund Gottes gebrochen haben. Das hat ihnen auch der echte Messias zu seinen Lebzeiten bestätigt..

Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringen wird.

Mt 21,33 Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun darum setzte und eine Kelter darin grub und einen Turm baute; und er verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. 21,34 Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte zu empfangen. 21,35 Und die Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie. 21,36 Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten ihnen ebenso.

21,37 Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen! 21,38 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe. Kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen! 21,39 Und sie nahmen ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.

21,40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen Weingärtnern tun? 21,41 Sie sagen zu ihm: Er wird jene Übeltäter übel umbringen, und den Weinberg wird er an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit. 21,42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen»?

21,43 Deswegen sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringen wird. 21,44 Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; aber auf wen er fallen wird, den wird er zermalmen.

21,45 Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, daß er von ihnen redete. 21,46 Und als sie ihn zu greifen suchten, fürchteten sie die Volksmengen, denn sie hielten ihn für einen Propheten. Mt 21,33-46;



DAS  GLEICHNIS  VOM  UNFRUCHTBAREN  WEINBERG
(Jes 5,1-7)

Singen will ich von meinem Freund, das Lied meines Liebsten von seinem Weinberg:
Einen Weinberg hatte mein Freund auf einem fetten Hügel.
Und er grub ihn um und säuberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit Edelreben.
Er baute einen Turm in seine Mitte und hieb auch eine Kelterkufe darin aus.
Dann erwartete er, daß er Trauben bringe.
Doch er brachte schlechte Beeren.

~~~~~~~~~~~

Und nun, Bewohner von Jerusalem und Männer von Juda,
richtet doch zwischen mir und meinem Weinberg!
Was war an meinem Weinberg noch zu tun, und ich hätte es nicht an ihm getan?
Warum habe ich erwartet, daß er Trauben bringe, und er brachte schlechte Beeren?
Nun, so will ich euch denn mitteilen, was ich mit meinem Weinberg tun werde:

~~~~~~~~~~~

Seinen Zaun will ich entfernen, daß er abgeweidet wird,
seine Mauer niederreißen, daß er zertreten wird.
Ich werde ihn zur Wüstenei machen.
Er soll nicht beschnitten und nicht behackt werden,
in Dornen und Disteln soll er aufgehen.
Und ich will den Wolken befehlen, daß sie keinen Regen auf ihn regnen lassen.

~~~~~~~~~~~

Denn der Weinberg des HERRN der Heerscharen ist das Haus Israel,
und die Männer von Juda sind die Pflanzung seiner Lust.
Und er wartete auf Rechtsspruch, und siehe da: Rechtsbruch;
auf Gerechtigkeit, und siehe da: Geschrei über Schlechtigkeit. Jes 5:1- 7;

(Siehe auch Diskurs 1112: „Klage über Zion”)


Aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.

Mt 8,11 Ich sage euch aber, dass viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tisch liegen werden in dem Reich der Himmel, 8,12 aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Mt 8,11–12;

(Siehe auch Diskurs 94; ”Das Reich Gottes und seine Erben: Die Erben.”)



Der Überrest.

Israel ist nicht mehr Volk Gottes. Volk Gottes ist jenes Volk, das seine Früchte bringt - seit zweitausend Jahren. Doch wie Paulus in Röm 11,5 schreibt, ist in Israel ein Überrest nach Auswahl der Gnade entstanden:

So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Auswahl der Gnade entstanden.

Röm 11,4 Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? «Ich habe mir siebentausend Mann übrigbleiben lassen, die vor Baal das Knie nicht gebeugt haben (1Kö 19,18) 11,5 So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Auswahl der Gnade entstanden. 11,6 Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade. 11,7 Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auswahl hat es erlangt, die übrigen jedoch sind verstockt worden, 11,8 wie geschrieben steht: «Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag.» 11,9 Und David sagt: «Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung! 11,10 Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!» Röm 11, 4-10;

Aber ich habe 7000 in Israel übriggelassen, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben.

1Kö 19,18 Aber ich habe 7000 in Israel übriggelassen, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben und jeden Mund, der ihn nicht geküßt hat. 1Kö 19,19;


Was Israel sucht - das Reich Gottes - das hat es nicht erlangt. Es ist von ihnen genommen worden. Aber sie haben die Auswahl erlangt. Einige wenige, welche diesen Samen über die Generationen in sich tragen, der erst geboren werden wird, wenn der Messias wiederkommt und seine Herrschaft im Millennium antritt. Sie sind es, für welche alle diese Verheißungen für Israel (z.B. Jesaja Kapitel 41 und 42; Jeremia 23,3-8; Kapitel 31) - welche die Zionisten in Israel so unverschämt für sich in Anspruch nehmen obwohl sie keine einzige der damit verbundenen Bedingungen erfüllen - Geltung haben.

Allerdings geht man wahrscheinlich Fehl in der Annahme, dass diese Juden im heutigen Staat Israel zu finden wären. Nachdem diese Auswahl Gottes, auf welche sich Paulus oben, in Röm 11,5 bezieht, ja in irgendeiner Weise in diesen Menschen erkennbar sein muss, sind die Träger dieser göttlichen Verheißung m.E. jene Juden, welche sich als Einzige geweigert haben, 1948 in den neu gegründeten Staat Israel - den "Baal" unserer heutigen Zeit - einzuwandern.

(Siehe auch Diskurs 1016; ”Die Staatsgründung Israels 1948: Im Alten Testament prophezeit!”)


Es sind die glaubenstreuen orthodoxen Juden in der ganzen Welt, die in der Diaspora verblieben sind, weil sie nach ihren Schriften wissen, dass eine gottgewollte Rückkehr in ihr Land erst dann möglich ist, wenn der Messias gekommen ist, wie die folgende Aussage des Oberrabbiners Moishe Arie Friedmann der glaubenstreuen orthodoxen Juden in Wien bestätigt:

(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Aussendung Moishe Arye Friedmann, Oberrabbiner der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde, Wien 13. 7. 2002)

”Unter Benutzung des Holocaust wurde der Staat Israel mit Gewalt gegründet, was dem Willen Gottes widerspricht (Hos 1,7). Als glaubenstreue Juden nehmen wir das uns von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora auf uns. Die Gründung des Staates Israel hat den Juden aber nicht nur auf dieser religiösen Ebene geschadet, die Mittel und Methoden, mit denen Israel zur Sicherung seiner Existenz gegen die Palästinenser vorgeht, schaden allen Juden weltweit und rufen neuen Antisemitismus hervor. Für die glaubenstreuen Juden ist jedoch klar, dass die Diaspora das uns von Gott auferlegte Schicksal bis zum Kommen des Messias ist.

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"Echte RABBIS haben immer Zionismus und den Staat Israel bekämpft."


Austria Presse Agentur ‒ APA, 13. 7. 2003


(Siehe auch Diskurs 46: ”Die authentische jüdische Stimme meldet sich zu Wort.”)


Ihre Nachkommen sind die "Braut" (Jes 62,5), mit der sich der Allmächtige verloben wird in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Barmherzigkeit (Hos 2,18-22). Der Rest des Volkes jedoch - von damals bis heute und bis zum Millennium, wenn sie sich nicht zu Jesus Christus bekehrt haben - bleibt unbekehrt, hat keine Vergebung ihrer Sünden (Jh 8,24) und geht daher in die Verdammnis. Und auch das bestätigt Paulus kurz vor seinen obigen Aussagen im Römerbrief, indem er Jesaja (Jes 10,22) zitiert:

«Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, nur der Überrest wird errettet werden.» 

Röm 9,27 Jesaja aber ruft über Israel: «Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, nur der Überrest wird errettet werden. 9,28 Denn indem er das Wort vollendet und abkürzt, wird der Herr es auf der Erde ausführen.» 9,29 Und wie Jesaja vorher gesagt hat: «Wenn nicht der Herr Zebaoth uns Nachkommenschaft übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich geworden.» Röm 9,27-29;


(Siehe auch Diskurs 15: ”Wer ist die 'Braut des Lammes?”)


Es ist also diese Nachkommenschaft, die Gott in seiner Allwissenheit zur Zeit des Paulus vorher erkannt (Röm 8,29), ausgewählt (Buch des Lebens) und übriggelassen hat (Röm 11,4-5), auf die sich Paulus bezieht, wenn er in Röm 11,1 schreibt: "Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen!".  Diese Nachkommenschaft wird jedoch erst in der Zukunft geboren werden, wenn die Endzeit vorüber ist und das Tausendjährige Friedensreich unseres Herrn Jesus Christus anbricht.

Denn nicht alle, die aus Israel sind, die sind Israel.

Röm 9,1 Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wobei mein Gewissen mir Zeugnis gibt im Heiligen Geist, 9,2 daß ich große Traurigkeit habe und unaufhörlichen Schmerz in meinem Herzen; 9,3 denn ich selbst, ich habe gewünscht, verflucht zu sein von Christus weg für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch; 9,4 die Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen; 9,5 deren die Väter sind und aus denen dem Fleisch nach der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen.

9,6 Nicht aber als ob das Wort Gottes hinfällig geworden wäre; denn nicht alle, die aus Israel sind, die sind Israel, 9,7 auch nicht, weil sie Abrahams Nachkommen sind, sind alle Kinder, sondern «in Isaak wird dir eine Nachkommenschaft genannt werden». 9,8 Das heißt: Nicht die Kinder des Fleisches, die sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Nachkommenschaft gerechnet. Röm 9, 1- 8;

Siehe, ich gebe Leute aus der Synagoge des Satans, von denen, die sich Juden nennen und es nicht sind.

Off 3,9 Siehe, ich gebe Leute aus der Synagoge des Satans, von denen, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen; siehe, ich werde sie dahin bringen, daß sie kommen und sich niederwerfen vor deinen Füßen und erkennen, daß ich dich geliebt habe. Off 3, 9;



Der Neue Bund.

Nachdem aber Gott im Neuen Bund will, dass alle Menschen - also auch die Juden - zur Erkenntnis der Wahrheit (1Tim 2,3-4) - also zur Erkenntnis des Herrn Jesus Christus (Jh 14,6-7) - kommen und errettet werden, hat er in seiner Gnade auch den verstockten Israeliten die Vergebung ihrer persönlichen Sünden durch das stellvertretende Opfer des Sohnes Gottes angeboten.

Die Vergebung, welche die Priester Israels bis vor zweitausend Jahren am Opferaltar im Tempel mit der zweimal täglichen Opferung eines Lammes für die Sünden des ganzen Volkes von Gott erbaten (tamid), wurde nun im Neuen Bund durch das einmalige Opfer des "Lammes Gottes", des Herrn Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der ganzen Welt vor Gott gebracht und für alle jene Menschen - auch die Juden - von Gott angenommen, welche dieses Loskaufopfer für sich im Glauben in Anspruch nehmen.

Daher ist es für die Juden wichtig zu erkennen, dass Gott ganz anders handelt, als sie selbst es immer tun. Bei Gott gibt es keine "Sippenhaftung", wie man das in Israel in Bezug auf die heutigen Deutschen immer wieder erlebt. Im Gegensatz zu den Juden, die "nicht vergeben können", hat Gott schon längst vergeben. Es ist nicht Gott, der sie davon abhält zu ihm zurückzukommen, sondern es ist das heutige Volk Israel, das die Schuld seiner Väter nicht eingestehen und sich davon distanzieren will und daher von sich aus wieder einmal die Gnade seines Gottes ablehnt.

Auch wenn in Israel das Sprichwort gegolten hat: "Die Väter haben unreife Trauben gegessen, und die Zähne der Söhne sind stumpf geworden", Gott rechnet die Schuld der Väter nicht an. Es gilt hier das Wort des Jeremia, der diese Zeit vorhersah und ihnen ankündigte, dass sie den Bund Gottes brechen werden, doch diese ihre Schuld wird ihren Söhnen nicht zugerechnet werden.

Jeder Mensch, der unreife Trauben ißt, dessen Zähne sollen stumpf werden.

Jer 31,29 In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: Die Väter haben unreife Trauben gegessen, und die Zähne der Söhne sind stumpf geworden; 31,30 sondern jeder wird wegen seiner eigenen Schuld sterben: Jeder Mensch, der unreife Trauben ißt, dessen Zähne sollen stumpf werden.

31,31 Siehe, Tage kommen, spricht der HERR

da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund:


31,32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand faßte, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, - diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war, spricht der HERR. 31,33 Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Jer 31,29-33;


Israel hat den alten Bund gebrochen, als sie den Sohn Gottes ans Kreuz geliefert haben. Doch diese Schuld der Väter rechnet Gott den Nachkommen nicht an. Mit dem Blut des Sohnes Gottes (Lamm Gottes) am Kreuz hat Gott mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen Neuen Bund geschlossen (Hbr 9,11-15).

Und ebenso, wie der Bund, den Gott mit ihren Vätern geschlossen hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte, mit dem Blut des Opferlammes geschlossen wurde -

Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid.

2Mo 12,12 Und ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten erschlagen vom Menschen bis zum Vieh. Auch an allen Göttern Ägyptens werde ich ein Strafgericht vollstrecken, ich, der HERR. 12,13 Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: so wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage. 2Mo 12,12-13;


- wurde auch der Neue Bund im Blut des Lammes Gottes, unseres Herrn Jesus Christus geschlossen:

Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch [die Apostel waren Juden!!} vergossen wird.

Lk 22,19 Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis! 22,20 Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. Lk 22,19-20

Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Mt 26,27 Und er nahm einen Kelch und dankte und gab ihnen den und sprach: Trinkt alle daraus! 26,28 Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Mt 26,27-28;


Nicht wie der alte Bund, den Gott mit ihren Vätern geschlossen hatte und den diese gebrochen haben, sondern einen neuen Bund, mit dem Haus Israel und dem Haus Juda, aber auch mit allen Menschen, welchen Gott sein Gesetz in ihr Inneres gelegt und es auf ihr Herz geschrieben hat (1Tim 2,3-6; Röm 5,18).


Möge Gott schenken, dass möglichst viele Juden das endlich verstehen! Amen.



Nachwort.

Das letzte Kapitel seines Lehrbriefes übertitelt J. Damkani mit "Jeschua - Die Erlösung". Nach einer Darstellung, dass man Jesus in Israel nicht "Yeshu" nennen sollte, weil dies dort ein Fluch ist ("möge sein Name und seine Erinnerung ausgelöscht werden"), sondern besser Jeschua, was auch der richtige Name des Herrn war und "Erlösung" bedeutet, kommt Damkani auch hier wieder darauf zu sprechen, warum man in Israel nicht an Jesus Christus glauben kann.

Im Anschluss an einen Rückblick in der Geschichte auf die Kreuzfahrer, die Inquisitoren und die Leiden der Juden in den Pogromen im frühen Mittelalter, zitiert er 5Mo 13,1-11 und die Gebote des Mose hinsichtlich der falschen Propheten und erklärt, dass die Juden gar nicht anders können, als diesen Jesus aus Nazareth als Verführer und Verräter Gottes zu sehen:

”Wenn die Leute diese Passage (5Mo 13,1-11) lesen, denken insbesondere die religiösen Menschen - obwohl Jeschua Zeichen und Wunder tat, all seine wunderbaren Werke tat - alles, was sie denken können ist, dass er nur gekommen ist, um uns zum Abfall vom Gott Israels zu anderen Göttern zu verführen. Dass er gekommen ist, um uns die steinernen, hölzernen und tönernen Statuen zu bringen, die Medaillons und Glasbilder, welche man in den Kirchen sieht. Alles was sie denken können, ist, dass Jeschua gekommen ist, um das Volk Israel zu verleiten andere Götter anzubeten. Wenn Israel auf die heutige Kirche schaut, insbesondere die katholische Kirche, wie sie kommen und sich vor den Kreuz beugen, sich dabei über ihrem Herzen bekreuzigen, weitergehen und sich vor den Statuen verbeugen, denkt Israel, dass dies Anbetung von Götzen und Statuen ist, die von Händen gemacht wurden. Wenn sie diese Passage (5Mo 13,1-11) lesen, denken sie, dass dies genau das ist, was Jesus getan hat. Jeschua ist gekommen, um uns zum Abfall vom Gott Israels zu bringen, der uns aus Ägypten herausgeführt hat und Jeschua hat uns andere Götter gebracht, die mit Händen gemacht wurden, Statuen, Holzkreuze. Und versteht ihr die Strafe, welche das Gesetz dafür vorsieht? Du nimmst so eine Person und steinigst sie zu Tode. Das ist, was sie wörtlich denken. Sie denken, wir kommen und präsentieren ihnen Jeschua, den Verräter des Gottes Israels, welcher andere Götter in Israel einführt und der getötet werden sollte. Gott sei Dank leben wir in einem demokratischen Staat und sie können das heutzutage nicht mehr tun.

Es könnten aber Tage kommen, wo sie es wirklich tun könnten; dieses Land bewegt sich sehr schnell in jene Richtung, wo Teheran und der Iran bereits sind. Die religiösen Parteien gewinnen mehr Macht und Raum im israelischen Parlament. Sie gewinnen bei jeder Wahl mehr Sitze und haben starken Einfluss auf die israelische Regierung. Das alles ist auf den Hunger und Durst im Herzen dieser Nation zurückzuführen. Wohin gehen die Leute? Sie gehen zur Religion. Dort werden eine Menge religiöse Seminare abgehalten und die weltlichen Menschen nehmen daran teil. Durch die Verkündigung dieser Rabbis werden sie in die absolute Angst getrieben und dazu bewegt, zu bereuen und besser zum Gesetz des Mose zu kommen. Es wird immer schwieriger in den Straßen. Manche Leute können sehr gewalttätig werden. Die Religiösen haben mindestens sieben Radiostationen und sie reden immer über uns in den Radiostationen. Mein Name wird über Radiowellen verbreitet. Sie haben ein derartiges System, wenn wir uns am Strand oder am Marktplatz treffen und uns auch nur einer von den religiösen Typen sieht, ruft er in der Radiostation an und die verlautbaren es an ihre Leute. Es dauert nur Minuten, bis rund 20-30 Religiöse aus allen Richtungen kommen und dich angreifen. Kannst du dir vorstellen welches Netzwerk sie in diesem Land aufgebaut haben? Aber der Herr ist über all dem.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Jeschua Erlösung/04)


Wie leider allgemein üblich, wird auch hier die katholische Kirche (als "die Kirche") mit dem Christentum schlechthin gleichgesetzt und damit die wahre Christenheit - und vor allem unser Herr Jesus Christus selbst - mit all den Verbrechen und Glaubensfälschungen belastet, welche sich die katholische Kirche im Laufe ihrer Geschichte hat zuschulden kommen lassen.

(Siehe auch Diskurs 115: ”Wird der letzte Papst der falsche Prophet des Antichristen sein?”)


Bezüglich der Wunder, die Jesus in Israel gewirkt hat, hat ihnen schon der Herr selbst nachgewiesen, dass es nicht "Gesetzestreue" war, welche die Juden davon abgehalten hat an ihn zu glauben, sondern schlicht und einfach Unwillen und Bosheit.

Wenn in Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären, die unter euch geschehen sind, längst hätten sie in Sack und Asche Buße getan. 

Mt 11,21 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Betsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären, die unter euch geschehen sind, längst hätten sie in Sack und Asche Buße getan. 11,22 Doch ich sage euch: Tyrus und Sidon wird es erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als euch. Mt 11,21-22;

Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.

Jh 8,43 Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. 8,44 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. 8,45 Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 8,46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? 8,47 Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. Jh 8,43-47


Die Argumentation, dass die Juden aufgrund der Gebote des Mose nicht an Jesus glauben können, übersieht einmal die vielen Prophezeiungen in den Prophetenbüchern (z.B. Jesaja Kapitel 11; 53; Jeremia Kapitel 23,5-8; 31; Micha Kapitel 5; Dan 7,13-14), aber auch einige Prophezeiungen in der Tora (Pentateuch / 5 Bücher Mose), welche zumindest für die heutigen Juden eventuelle Unklarheiten schnell beseitigen könnten. So z.B. die Prophezeiung auf den Opfertod des Messias, welche die Juden seit Jahrtausenden in ihrem Gesetz nachlesen können.

Wir haben im 4. Buch Mose (Num) den Bericht über den Aufstand des Volkes Israel, als sie am Berg Hor waren und kein Brot und kein Wasser hatten. Und sie beschwerten sich wieder einmal bei Mose und Aaron: ”Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben?” Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und die Schlangen bissen das Volk und es starb viel Volk aus Israel. 

Als das Volk seine Sünde erkannte, betete Mose zum Herrn. Und Gott hieß ihn eine Schlange aus Bronze zu machen und sie auf eine Stange zu nageln und mitten im Lager aufzurichten.

Wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.

4Mo 21,4 Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Weg; 21,5 und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung. 21,6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel. 21,7 Da kam das Volk zu Mose, und sie sagten: Wir haben gesündigt, daß wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zu dem HERRN, daß er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose betete für das Volk.21,8 Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. 21,9 Und Mose machte eine Schlange von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben. 4Mo 21, 4- 9;


Das war die allererste Prophezeiung auf den sühnenden Kreuzestod des Sohnes Gottes. - Und sie steht in der jüdischen Tora!!  Ebenso wie damals die eherne Schlange erhöht wurde und jenen Israeliten, welche auf sie gesehen haben, ihre Sünden vergeben und sie vor dem sicheren Tod gerettet wurden, wurde auch der Menschensohn auf dem Kreuz erhöht. Und wer an dieses stellvertretende Opfer glaubt, dem werden seine Sünden vergeben und er ist errettet und hat ewiges Leben. Das hat ihnen auch der Herr bestätigt:

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden.

Jh 3,14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, 3,15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe. 3,16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 3,17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. 3,18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Jh 3,14-18;


Was also Mose  im 4. Buch (Num) als Prophezeiung auf den Sohn Gottes schreibt (4Mo 21,4-9), das ist den Juden egal, was er aber im 5. Buch (Deut) an Geboten verkündete (5Mo 13,1-11), an das halten sie sich. Da wird doch jedem objektiven Betrachter klar, das hier nur jene Texte aus der Tora zitiert werden, welche die Ablehnung dieses Jesus von Nazareth rechtfertigen sollen.  

Doch auch in diesem, von den Israelis angeblich so ernst genommenen 5. Buch, macht Mose eine Prophezeiung, welche einen ganz speziellen Blick auf Israel - gerade in unserer Zeit - erlaubt.

Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN

5Mo 31,28 Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Aufseher, daß ich diese Worte vor ihren Ohren rede und den Himmel und die Erde gegen sie als Zeugen aufrufe! 31,29 Denn ich habe erkannt, daß ihr nach meinem Tod ganz und gar zu eurem Verderben handeln und von dem Weg abweichen werdet, den ich euch befohlen habe. Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände. 5Mo 31,28-29;


Wahrscheinlich passt auch dieses Testament des Mose nicht in das Bild, welches man in Israel heute sich selbst und der Welt vermitteln will. Man wird hier wieder andere Gründe finden, warum auch dieser Text für Israel nicht relevant ist.

Was man in Israel - wie auch Damkani schreibt - noch immer nicht begriffen hat oder begreifen will, ist die Tatsache, dass wir es im Neuen Testament mit einem neuen Bund zu tun haben. Wer behauptet, er könne das nicht glauben, weil er dem alten Bund des Mose verpflichtet wäre, müsste auch diesen Sinai Bund verwerfen, weil ja der Bund des Abraham noch davor war und man daher diesem Bund verpflichtet sein müsste. 

Wieso hatte man bei der Einführung des Mose-Bundes nicht auf den Bund Abrahams bestanden? Wieso hatte man damals nicht argumentiert, dass der Sinai Bund des Mose zum Abfall vom Gott Abrahams und Israels verführt? Doch damit hatte man keine Probleme in Israel. War Abraham also weniger wichtig als Mose? Wohl kaum. Also warum hat man den Bund des Mose angenommen? Weil er in der Bibel steht? Der neue Bund des Sohnes Gottes steht auch in der Bibel! 

Und hier erkennen wir die Wurzel jenes Problems, welches seit zweitausend Jahren immer das gleiche ist: Man will diesen Jesus aus Nazareth nicht als den Sohn Gottes, den Überbringer eines neuen Bundes Gottes für alle Menschen akzeptieren. Abraham hatte man akzeptiert, Mose hatte man akzeptiert, aber wer war Jesus? 

Mit diesem Neuen Bund für alle Menschen würde ja Israel seine einzigartige Stellung verlieren. Man könnte nicht mehr auf alle anderen Menschen hinabsehen, wie das z.B. auch Yitzhak Shamir, Ministerpräsident von Israel 1983-1984 und 1986-1992, nach Newsweek, 11. April 1988 sehr klar formuliert hat:

”Und von der Höhe dieses Berges hinunter und aus der Sicht unserer tausendjährigen Geschichte sagen wir ihnen: ihr gleicht den Heuschrecken, verglichen mit uns.

Das ist die wahre Mentalität des Volkes Israel. Das ist jene Hybris, welche auch schon vor zweitausend Jahren bewirkte, dass sie sogar den von Gott bestätigten Sohn (Mt 3,16-17. 17,5) zurückgewiesen haben und von den Römern töten ließen. 

Doch ob Israel das nun akzeptieren will oder nicht: sie haben als Volk die Auswahl verloren. Seitdem der Vorhang im Tempel von oben bis unten zerrissen wurde (Mt 27,50-51), hat Gott nicht nur den Tempel. sondern auch dieses Volk verlassen. Es ist wohl ein kleiner Überrest ausgewählt worden, doch dieser Same wird erst geboren werden, wenn der Messias - der echte Messias - nach der antichristlichen Trübsal wiederkommt um seine Herrschaft im Tausendjährigen Friedensreich anzutreten.

Aber vorher wird noch der falsche jüdische Messias kommen. Er wird Jesus Christus, den Sohn Gottes, ebenso verächtlich behandeln, wie das die heutigen Israelis tun. Er wird behaupten, dass Jesus nicht der Sohn Gottes sondern ein Betrüger und Gotteslästerer war (1Jh 2,22) und dass er selbst der "echte" Messais sei. Er wird den Tempel wieder aufbauen, schöner und größer als je zuvor, und wird sich hineinsetzen und behaupten, dass er "Gott" sei.

Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.

Jh 5,39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; 5,40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 5,41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 5,42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 5,43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. Jh 5,39-43;


Unser Herr vergleicht hier diesen "Anderen" mit sich selbst. Der Sohn Gottes ist als Messias gekommen, also wird dieser Andere, der Sohn des Satans, auch als Messias kommen - als falscher Messias. Und wie der echte Messias wird auch er ein echter Jude sein, weder blond, noch blauäugig.

”Aber wir glauben an einen unveränderlichen Gott. Sein Wort zu Abraham, Isaak und Jakob ist ein ewiges Wort. Israel hat das Ziel in der ersten Runde verfehlt. Und auch in der zweiten Runde, als der Messias selbst kam, verfehlten sie das Ziel. Aber die Propheten sagen sehr klar: Er wird noch einmal zurückkommen. Und wenn er zurückkommen wird, in er dritten Runde, wird sich jedes Knie beugen und jede Zunge bekennen. Sie werden ihn anerkennen. Sie werden ihn anerkennen, als von ihrem eigenen Fleisch und Blut, nicht ein blonder, blauäugiger Yeshua. Sie werden zum Verständnis kommen, wer Er wirklich ist, genau wie die Brüder von Joseph. Erinnert ihr euch an die Brüder von Joseph? Sie wollten ihn zuerst töten, dann landeten sie ihn als Sklaven nach Ägypten zu verkaufen; dann hatten sie Hunger und Durst und kamen um etwas Brot zu kaufen. Sie kamen um Brot von Joseph zu erbitten. Wenn sie ihn ansahen, war alles, was sie denken konnten, dass er ein Ägypter war, ein Heide. Ebenso, wie die Juden auf Jeschua schauen und alles, was sie darüber denken können, ist der blonde, blauäugige Jesus, Heide, Europäer, etwas, das die westliche Welt entwickelt hat.(Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Neuer Bund/23)


(Siehe auch Diskurs 1016: ”Die Staatsgründung Israels 1948: Im Alten Testament prophezeit!”)


Und er wird Israel endlich das bringen, was man schon so lange erwartet hat: das "Königreich", die antichristliche Weltherrschaft in Imitation der Prophezeiungen der Bibel auf das Friedensreich des Sohnes Gottes - ähnlich wie schon die Staatsgründung Israels 1948 eine Imitation der Prophezeiungen auf die Sammlung Israels durch Gott war.

”Denn das hat mit seinem Namen zu tun, mit seinen Absichten, mit seinem Plan, die endgültige Erlosung und das Heil zu bringen: Königreich auf Erden, das hat mit der Nation zu tun, welche er für sich erwählt hat.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Neuer Bund/05)

”Aus der Sicht Gottes ist Zeit ein wichtiges Element. Am Ende der Zeit kommt Er wieder. Dieses Mal geht es nicht um einen anderen Mose, einen anderen Jesaja; dieses Mal kommt der Messias selbst und bietet ihnen das Königreich. Vom Beginn seines Wirkens bis zum Ende spricht Jeschua über das Königreich. Die Gleichnisse haben mit dem Königreich zu tun und seine Lehre hat mit dem Königreich zu tun. Vom Anfang bis zum Ende bietet Er an, dass Israel das Königreich Gottes auf Erden ist.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Neuer Bund/22)


Nachdem dies alles ganz genau ins Wunschbild der Israelis - und übrigens auch der "Israelfreunde" in vielen evangelikalen Gemeinden - passt, wird der Antichrist mit Freuden und Jubel aufgenommen werden. Er wird in seinem Herrschaftsbereich die mosaische Religion in der antichristlichen Interpretation als Staatsreligion einführen (Mt 10,17; Mt 23,34), möglicherweise sogar das Neue Testament verbieten und die wenigen echten Christen, die noch verblieben sind, wird man verfolgen, in den Synagogen geißeln und ins Gefängnis sperren.

Die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans.

Off 2,9 Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut - du bist aber reich - und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans. Off 2, 9;


(Siehe auch Diskurs 112: ”Die Protokolle der Weisen von Zion - die Analyse.”)


So oder so ähnlich wird sich das abspielen, wenn man den Aussagen des Neuen Testaments auf den Grund geht. Schade nur, dass die Juden das Neue Testament kaum lesen. Sie könnten sonst all das erkennen und vielleicht ihre Sicht ändern.


Christliche Evangelisation in Israel.

In vielen christlichen Gemeinden Deutschlands hat die "Israelbewegung" (der evangelikale christliche Zionismus) Fuß gefasst. Eine Organisation, welche sich zum Ziel gesetzt hat, mit Hilfe und mit der finanziellen Unterstützung der Gemeindemitglieder, in einer "Alijah" (hebr.= Heimholung) genannten Aktion, Juden aus Russland und anderen Staaten nach Israel zu bringen. Sie folgen damit einem Auftrag des Amerikaners Steve Lightle (Seattle / Washington), welcher verkündete, dass er 1974 eine Vision des Herrn über die Rückführung der Juden aus den USSR empfangen hätte. Als biblische Beweise werden von den Predigern dieser Alijah den Geschwistern Prophezeiungen aus dem Alten Testament genannt, welche besagen, dass die Juden von den Heiden nach Jerusalem gebracht werden würden. Überprüft man diese Zitate jedoch näher, kann man schnell erkennen, dass sich alle diese Prophezeiungen nicht auf unsere heutige Zeit, sondern auf das Tausendjährige Reich unseres Herrn Jesus Christus in noch ferner Zukunft beziehen.

Frau Hannelore Weitzel (Internationales Netzwerk der Versöhnung e.V.) war viele Jahre in dieser Bewegung tätig und hat - wie die anderen Geschwister in der Gemeinde auch - diesen Predigern geglaubt und war der festen Überzeugung, hier im Willen Gottes zu handeln. Bis ihr eines Tages einige Unstimmigkeiten in der Auslegung des Wortes Gottes aufgefallen sind und sie sich selbst in der Bibel diese Prophezeiungen durchgelesen hat. Und wie sie selbst schreibt:

”Wir dachten damals auch, man solle Juden nach Israel bringen. Wir "glaubten" an die "Vision" von Steve Lightle! Wir dachten wir dürfen mit den Juden "nur einen Dialog" führen, so erzählte man uns. Doch dann auf einmal hat GOTT geredet! Was wir zu diesem Zeitpunkt damals, in den Jahren 1997 - 2001, nicht wussten, war, dass Operation Exodus, Exodus, viele andere noch, und auch die ICEJ (International Christian Embassy Jerusalem / Internationale Christliche Botschaft Jerusalem) mit dem Staat Israel, bzw. mit der Jewish Agency einen Vertrag unterschreiben mussten, dass sie NICHTS von JESUS CHRISTUS erzählen werden!

Dass sie also diese Arbeit nur tun durften, und noch dürfen, weil man den SOHN GOTTES bei diesem Unternehmen außen vor lassen musste. Mit diesem "Vertragsbündnis", einem Einverständnis gegenüber dem Staat Israel auf dessen  Forderungen einzugehen, haben sie klar den Missionsbefehl, den JESUS CHRISTUS der Gemeinde gegeben hat, außer Kraft gesetzt! (Matth. 28, 18 - 20)


Diese christlichen Organisationen dürfen also die "Heimholung" (alija) der Juden aus Rußland und anderen Ländern nur finanzieren und durchführen, wenn sie sich gegenüber der israelischen Einwanderungsbehörde (Jewish Agency) vertraglich verpflichten, dass sie in Israel nicht evangelisieren werden. Das bedeutet also, dass die christliche Evangelisation im Staat Israel verboten ist.

Jacob Damkani hält in seinem Hotel (Hotel Gilgal) in Tel Aviv Seminare und Vorträge, welche auch von gläubigen Christen aus evangelikalen Gemeinden in Deutschland und anderen Europäischen Ländern besucht werden. Er lehrt sie dort u.a. in den Straßen der Städte Israels zu evangelisieren und bereitet sie wortgewandt und mit viel Eifer darauf vor, die Angriffe der Israelis durch Beschimpfungen, Verfluchungen, Bespucken und teilweise sogar rohe Gewalt (die Religiösen), als "das Aufnehmen des Kreuzes" und als "lauter Freude" zu sehen. 

”Wir sind nicht verärgert über irgend etwas, das in den Straßen vor sich geht: dich anschreien, dich beschimpfen, dir fluchen, dich bespucken, was auch immer. Achtet es für lauter Freude; betrachtet euch als Botschafter Gottes, als das königliche Priestertum. Bedenkt die Privilegien, aber auch die Pflichten, die Gott euch gegeben hat.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Der Tag/23)


Dass dies auch durchaus der Realität entspricht, beweist ein Bericht einer deutschen Gruppe, welche Mea Shearim, einem Stadtteil von Jerusalem, einen Besuch abstattete:

”Es fing alles ganz wunderbar an. Wir hatten Zeit zu unserer freien Verfügung, die ganze Gruppe stieg in Mea Schearim aus dem Bus aus und wir begaben uns auf einen Spaziergang durch dieses orthodoxe Viertel Jerusalems. Nach kurzer Zeit hielt ein Wagen an neben uns und der Fahrer winkte mich zu sich. Er fragte mich was das denn bedeutete, was da auf unserem T-Shirt stand. Es war aus dem Buch Ruth (1,16) ”Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott”. Da es Hebräisch geschrieben war, antwortete ich ihm, er müsse das doch lesen können. Er bejahte dies freundlich, hatte aber einfach wissen wollen, ob ich denn auch wüßte, was da steht. Ich versicherte ihm, dass mir bewusst ist, was da stand und dass ich Israel, das auserwählte Volk Gottes von Herzen liebe. Ich erklärte ihm, wie wir diesen Vers verstehen. Er fand das ganz prima, verabschiedete sich sehr freundlich und fuhr weiter.

Wir gingen dann eine gute Stunde durch den Stadtteil und sahen uns einfach um, beteten und segneten die Menschen, die uns begegneten. Wir sprachen so gut wie niemanden an. Als unsere freie Zeit zur Neige ging, machten wir uns langsam auf den Rückweg. In einer Seitenstrasse sprach uns ein junger orthodoxer Jude an - seine unfreundliche Art und die entsprechenden Handbewegungen machten uns deutlich, wie wichtig es für ihn war, dass wir von hier weggingen. Wir wollten zurück zum Bus. Nachdem wir zweimal abgebogen waren, kamen in der Nähe der Hauptstrasse plötzlich immer mehr junge religiöse Juden auf uns zu und forderten uns ganz heftig auf zu verschwinden. Die Menge, der wir uns gegenüber fanden, wuchs rasch an. Wir gingen - immer noch ohne mit ihnen zu sprechen - in Richtung des vereinbarten Treffpunktes.

Die Menge war völlig aufgebracht und wurde immer aggressiver. Neben ihrem Geschrei flogen jetzt die ersten Gegenstände. Zunächst ein Becher Wasser auf meinen Rücken, dann flog ein Ei an mir vorbei und traf einen meiner vor mir gehenden Brüder am Hinterkopf. Der Angriff war gestartet. Jetzt bekam ich Stockhiebe von hinten in die Beine und in die Hüfte und kurz darauf traf mich von hinten ein vermutlich etwas größerer Stein am Kopf. Zuletzt zerrissen sie mir noch, ebenfalls von hinten kommend, das T-Shirt. Nach dem überqueren einer großen Kreuzung, kamen dann aber endlich zwei Soldaten und brachten uns sicher zum Bus.”

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(Siehe auch Diskurs 102: ”Der Evangelisations-Tourismus nach Isarel.”)


Diese jungen Leute "sprachen so gut wie niemanden an", "sahen sich einfach um und beteten und segneten die Menschen, die ihnen begegneten". Und dann waren sie plötzlich von einer Menge religiöser Juden umringt, welche sie beschimpften und mit Gegenständen bewarfen. Dabei hätte vorher eine kurze Information bei Wikipedia unter dem Stichwort "Mea Shearim" genügt, um vor einem solchen Desaster gewarnt zu sein:


Me'a Sche'arim liegt heute im Westteil Jerusalems. Seine Bewohner sind an einer möglichst wortgetreuen Auslegung der Tora und des Talmud interessiert und in diverse Gemeinden aufgespalten. Weitgehende Einigkeit herrscht in Bezug auf die strikte Einhaltung der Schabbat-Ruhe, der Riten der jüdischen Feiertage und der Ablehnung des säkularen Staates Israel.

Touristen werden auf den Zufahrtsstraßen zum Viertel durch mehrsprachige Hinweisschilder auf die herrschende Kleidungs- und Verhaltensordnung hingewiesen. So sollen z. B. Frauen das Viertel nicht in Hosen betreten. Auch Touristengruppen sind unerwünscht. Toleriert werden einzelne Besucher, die in angemessener Haltung das Viertel respektvoll durchqueren. Am Schabbat sind sämtliche elektrischen Anlagen ausgeschaltet, die ein Mensch in dieser Zeit bedienen müsste, sogar der Geldautomat. Man darf dann auch kein Handy und keinen Fotoapparat benutzen. Von ultraorthodoxen Juden im Stadtteil Me'a Sche'arim (u.a.) wird auch heutzutage Jiddisch als Alltagssprache gesprochen.

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Mehrere Tafeln in Mea Shearim warnen Frauen
und Touristen, dass es streng verboten ist,
unanständig bekleidet zu sein

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Die Hauptstraße von Mea Shearim


WIKIPEDIA


Was hat man sich hier nur bei den Verantwortlichen dieses "Evangelisations-Tourismus" gedacht? In einem Bezirk in Jerusalem, welcher fast ausschließlich von orthodoxen Juden bewohnt und verwaltet wird, wo Touristengruppen unerwünscht und christliche Evangelisation überhaupt verboten ist, mit einer Gruppe von 50 Christen aufzutreten, welche alle orange T-Shirts tragen, auf welchen sie sich in Hebräisch anbiedern: "Dein Volk ist mein Volk" - ?!

Der Umstand nun, dass in Israel der Staat die christliche Evangelisation verbietet und die Bürger - wie Damkani selbst schreibt: ”Wenn du den Religiösen sagst, dass du ein Missionar bist, werden sie dich töten” - christliche Missionare sogar töten würden, beweist nun ganz eindeutig, dass die überwiegende Mehrheit im Volk Israel die Christen und ihren Christus hasst. Das hat uns auch unser Herr bereits zu seinen Lebzeiten prophezeit:

Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen;

Jh 15,20 Gedenkt des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. 15,21 Aber dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen,

weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat.


15,22 Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde. 15,23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. 15,24 Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie sie gesehen und doch sowohl mich als auch meinen Vater gehaßt. Jh 15,20.24;


Weil Israel Gott, den Vater, nicht kennt, der den Sohn gesandt hat, ist Israel seit zweitausend Jahren Gott-los. Das ist die Realität der Bibel und das hat unser Herr Jesus Christus auch immer wieder ganz klar zum Ausdruck gebracht (1Jh 2,23; Lk 10,16; Jh 5,22-23.15,23).

Und daran können auch noch so euphemistische Deutungsversuche von J. Damkani, wie der folgende, nichts ändern:

”Der Grund, warum wir uns mit dieser Lehre über die Bünde und den Stein, den der Herr in Zion gelegt hat, beschäftigen, ist, damit wir verstehen können, wie viel das Evangelium und die Erlösung mit Israel zu tun hat. Es gibt eine Menge Christen, die in dieses Land kommen und egal wie oft man ihnen erklärt, sich dessen bewusst zu sein, wie sie das Evangelium diesem Volk präsentieren, halten sie weiter Reden über das Christentum. Sie reden weiter darüber, wie man ein Christ wird. Sie versuchen weiter, die Leute zu überzeugen, Christen zu werden. Aber Jeschua ist nicht gekommen, um der Welt eine neue Religion zu bringen. Jeschua wurde im Rahmen der Bünde dem Volk Israel verheißen, innerhalb der ganzen Aussagen über den Stein, den der Herr in Zion gelegt hat. Israel hat Jeschua nicht verworfen um über diesen Stein zu stolpern, sondern um den Heiden die Erlösung zu ermöglichen; nicht um eine neue Religion in die Welt zu bringen, sondern um die Menschen mit Gott zu versöhnen.” (Die Bünde Gottes, von J. Damkani, Der Tag/36)


Ja - und mit einer solchen Geisteshaltung wäre dann Adolf Hitler als der Gründer des Staates Israel zu sehen?! Denn wenn er nicht 6 Millionen Juden im Holocaust hätte ermorden lassen, hätte die internationale Staatengemeinschaft 1948 nie zugestimmt, dass das jüdische Militär die Palästinenser aus ihrem eigenen Land, Palästina, vertrieben, die Häuser, landwirtschaftlichen Geräte und sämtliche Vorratslager requiriert und das alles dann der Welt als den neuen Staat Israel präsentiert hat.

Und die "Israelfreunde" in den christlichen Gemeinden und Organisationen in Deutschland sind begeistert davon und haben keine Ahnung, was hier tatsächlich vor sich geht. - Was denken sich diese Leute bloß?


Obwohl wir uns nun als Christen an das Gebot unseres Herrn in Mt 28,19 halten müssen -

”Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern”

- müssen wir auch dem anderen Gebot des Herrn, welches er in diesem Zusammenhang ausgesprochen hat, unbedingt Folge leisten:

In welche Stadt ihr aber gekommen seid, und sie nehmen euch nicht auf, da geht hinaus.

Lk 10,10 In welche Stadt ihr aber gekommen seid, und sie nehmen euch nicht auf, da geht hinaus auf ihre Straßen und sprecht: 10,11 Auch den Staub, der uns aus eurer Stadt an den Füßen hängt, schütteln wir gegen euch ab; doch dies wißt, daß das Reich Gottes nahe gekommen ist. 10,12 Ich sage euch, daß es Sodom an jenem Tag erträglicher ergehen wird als jener Stadt. Lk 10,10-12;


Die Verkündigung des Evangeliums darf nicht in eine Belästigung für die Menschen ausarten. Gott der Allmächtige zwingt niemanden sich zu bekehren. Es ist und muss immer und überall - auch in Israel !!- die freie Entscheidung jedes einzelnen Menschen bleiben, sich für den christlichen Glauben zu interessieren und dann das Angebot Gottes in seinem Sohn Jesus Christus anzunehmen und zum Glauben zu kommen.

Und es ist das gute und von Gott zugesicherte Recht jedes einzelnen Menschen, dieses Angebot abzulehnen. Solche Menschen dann trotzdem immer wieder zu "evangelisieren" und mit dem Glauben zu belästigen, deklassiert das Loskaufopfer des Sohnes Gotte am Kreuz als "Ausverkauf" und bringt das Evangelium in Misskredit


(Siehe auch Diskurs 1111: ”Die Bünde Gottes, von Jacob Damkani”)



Der pseudochristliche Betrug an den Israeliten.     -   1. Teil  Diskurs 111

Die Bünde Gottes, von Jacob Damkani    Diskurs 1111

Ist Jesus in Israel am Werk, seine Verheißungen zu erfüllen?     -   2. Teil  Diskurs 1112

Christen verteidigen das Evangelium gegen die "Israelfreunde"     -   3. Teil  Diskurs 1113