Diskurs 1132 – Sagt die Bibel für die Endzeit das Bürgerkriegschaos in Syrien voraus?    2. Teil




Syrien: Sagt die Bibel das Bürgerkriegschaos voraus? / Informationsdienst TOPIC 00, 2012-08-08

Gesamtübersicht über Zeitperioden und Ereignisse der Endzeit.

Die alttestamentlichen Prophezeiungen über die Zerstörung von Damaskus.

Die echten Prophezeiungen der Bibel über die Endzeit.

Bürgerkriege in der Endzeit?

Liste der Kriege und bewaffneten Konflikte 2012

Wie nahe ist die Wiederkunft unseres Erlösers? / Kommentar Anonym 00, 2013-04-04

Sind wir bereits am "Anfang der Wehen"? / Kommentar UL 00, 2013-04-21

Hat das Kriegsgeschehen in Syrien prophetische Hintergründe? /    1. Teil, Diskurs 113

Wie und warum die Große Trübsal beginnt: "Der Anfang der Wehen."  /   Diskurs 1133



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Syrien: Sagt die Bibel das Bürgerkriegschaos voraus? / Informationsdienst TOPIC 00, 2012-08-08)

Syrien droht im Chaos des Bürgerkrieges zu versinken. Verblüffende Parallelen zu biblischer Prophetie sehen christliche Beobachter in den USA. Sie verweisen auf alttestamentliche Propheten. So heißt es im Jesaja-Buch (17,1): „Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern ein zerfallener Steinhaufen.” Und der Prophet Jeremia schreibt (49,24-25): „Damaskus ist verzagt und wendet sich zur Flucht; es zittert und ist in ängsten und Schmerzen wie eine Frau in Kindnöten. Wie ist sie nun verlassen die berühmte und fröhliche Stadt!” Zwar halten manche Bibelwissenschaftler besonders die Jesaja-Stelle für einen Hinweis auf die historische Zerstörung von Damaskus durch die Assyrer im Jahr 732 vor Christus, doch andere halten sie für eine endzeitliche Voraussage. So schrieb der christliche Bestsellerautor Joel C. Rosenberg (Washington) bereits im Juni, diese Prophezeiungen seien noch nicht erfüllt. Der Zusammenhang der Jesaja- und Jeremia-Stellen deute auf die Endzeit hin, in der es um Gottes Gericht über Israels Nachbarn gehe.

Informationsdienst TOPIC / Ulrich Skambraks (Kreuztal bei Siegen). Postfach 1544.0-57206 Kreuztal



Wir haben hier eine ganz ähnliche Situation wie im 1. Teil dieses Dokuments, Diskurs 113 (Hat das Kriegsgeschehen in Syrien prophetische Hintergründe?), wo auch ein Buchautor - der Journalist David Dolan - meinte, das Kriegsgeschehen in Syrien den alttestamentlichen Prophezeiungen in Jesaja 17, Psalm 83 und Hesekiel 38-39 zuordnen zu müssen. Und es ist auch bezeichnend, dass es auch hier wieder "christliche Beobachter in den USA" sind, welche ebenfalls anhand von alttestamentlichen Bibelstellen die Endzeit erklären wollen. Wie wenn wir nicht seit zweitausend Jahren das Neue Testament hätten, welches gerade die Endzeit viel genauer und verständlicher beschreibt (z.B. Endzeitrede des Herrn im Evangelium des Matthäus, Kapitel 24 und 25).

Doch wie es scheint, weiß man unter den US-Auslegern mit den neutestamentlichen Texten nicht viel anzufangen. Damit soll nicht gesagt werden, dass das Alte Testament nicht auch einige wichtige Aussagen - speziell über Israel - zur Endzeit zu machen hätte. Doch wie wir gleich sehen werden, haben wir im Neuen Testament Hinweise nicht nur in den Briefen - insbesondere des Paulus - sondern wir haben auch ganz konkret in der Offenbarung des Johannes ein ganzes prophetisches Buch, welches sich fast ausschließlich mit diesem Zeitabschnitt der Weltgeschichte befasst.

Allerdings ist die Interpretation der Aussagen der Offenbarung zugegebenermaßen schwierig. Insbesondere dann, wenn man keinen Gesamtüberblick über die Abläufe und Ereignisse der Endzeit hat. Und um eine solche Gesamtschau zu erhalten, muss man erst einmal sämtliche eschatologischen Texte, sowohl des Neuen als auch des Alten Testaments überprüfen, inwieweit sie von ihrem Kontext her tatsächlich der Endzeit zuzurechnen sind. Wenn diese inhaltliche Prüfung abgeschlossen ist, stellt sich die weitaus schwierigere Aufgabe, diese Texte untereinander an- und einzuordnen, um eine textkonforme aber gleichzeitig auch logische Abfolge der beschriebenen Ereignisse zu erhalten.

Wie man leicht erkennen kann, werden sich Leute, welche in kurzer Zeit viele Bücher schreiben wollen, weil sie damit ihren Unterhalt verdienen, mit diesen zeitraubenden Arbeiten nicht abmühen, sondern eben über das schreiben, was ihnen durch das Lesen einiger weniger Bibelstellen gerade so ins Auge fällt. Damit schlagen sie aber die ernsten Worte des Paulus in den Wind, welcher uns warnt, mit dem Worte Gottes Handel zu treiben (2Kor 2,17).

Zum besseren Verständnis der Aussagen weiter unten in diesem Diskurs, soll nun hier gleich vorneweg eine derartige Gesamtübersicht eingefügt werden, wie sie hier bei Immanuel.at bereits seit fast zwanzig Jahren den Lesern zur Verfügung steht.


Gesamtübersicht über Zeitperioden und Ereignisse der Endzeit.
Die große Trübsal
1. Siegel: der erste Antichrist (erste 3½ Jahre)
Der Anfang der Wehen:
2. Siegel: Nation gegen Nation, die Menschen schlachten einander ab
3. Siegel: Hungersnot und Erdbeben, Dürre und Lebensmittelknappheit
Der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte
Die Große Trübsal:
4. Siegel: Tod und Hades halten Ernte
5. Siegel: Die Märtyrer im Himmel
6. Siegel: Die große Finsternis
Die Wiederkunft des Menschensohns
Die Entrückung: Auferweckung der Toten in Christo und Entrückung mit den Lebenden
Die Versiegelung der 144.000
Die toten Gläubigen aus der Großen Trübsal im Himmel
7. Siegel: Stille im Himmel

Der Tag des Herrn
Die Posaunengerichte 1-6
Die zwei Zeugen Gottes
Die 7. Posaune
Tötung der zwei Zeugen Gottes durch den wiedererweckten Antichrist / Der Fall Jerusalems
Die Herrschaft des dämonischen Antichrists (zweite 3½ Jahre)
Der Tag des Zornes Gottes
Die Schalengerichte 1-6
Das Strafgericht über Himmel und Erde / Israel wohnt sicher zur Zeit des Strafgerichts
Die 7. Zornesschale: Die Umgestaltung von Himmel und Erde
Der Untergang Babylons
Die Schlacht von Harmagedon

Das Millennium
Das Lohngericht im Himmel / Die Erste Auferstehung
Die Heimkehr der Übriggebliebenen aus Israel und den Nationen
Dem Messias ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden
Gottes neuer, ewiger Bund mit Israel / Die Ausgießung des Geistes über Israel
Die Übriggebliebenen aus Jakob besiegen alle ihre Feinde
Der Wiederaufbau Israels / Der Einzug des Herrn in den Tempel

Das Ende der Welt
Satan sammelt die Völker / Der Letzte Kampf
Die Allgemeine Auferstehung / Das Weltgericht
Der Tod und sein Reich vernichtet
Das Vergehen von Himmel und Erde

Die Neue Schöpfung
Der neue Himmel und die neue Erde / Das Meer ist nicht mehr
Das himmlische Jerusalem / Die Hütte Gottes bei den Menschen
Die Stadt bedarf keiner Sonne oder des Mondes
Die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm / Es ist keine Nacht mehr

(Siehe auch Tabelle 14: „Die Offenbarung - nach Ereignissen gegliedert.)”



Im Gegensatz zur Beteuerung vieler Theologen, dass man die prophetischen Darstellungen in der Offenbarung nicht chronologisch interpretieren könne, weil sie zeitlich in völlig unterschiedlicher Reihenfolge aufscheinen, zeigt sich bei genauerer Prüfung, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Off 12 und hier auch nur zum Teil) haben wir in diesem prophetischen Buch einen ziemlich genauen chronologischen Ablauf des endzeitlichen Geschehens. Und genau das dokumentiert sich auch in der obigen Übersicht.

(Siehe auch Tabelle 11: „Die Chronologie in der Johannes-Offenbarung.”)


Demnach gliedert sich die Endzeit im Wesentlichen in 5 Zeitperioden, deren Inhalte in den Dokumenten bei Immanuel.at ausführlich behandelt werden (Inhaltsverzeichnis). Nachdem es aber immer wieder unterschiedliche Interpretationen dieser Bibeltexte gibt, soll hier kurz auf die wichtigsten Auslegungsrichtungen und ihre Hintergründe hingewiesen werden.


Die Große Trübsal.

Die "Große Trübsal" (Drangsal, Bedrängnis) ist jene Zeitperiode, welche bereits vom Propheten Daniel in Dan 12,1 prophezeit wird und auf welche der Herr Jesus in Mt 24,21 Bezug nimmt. Dieser Zeitabschnitt der Endzeit beinhaltet die Herrschaft des ersten Antichristen und ist für Christen deshalb von großer Bedeutung, weil in diesem Zusammenhang die Wiederkunft des Herrn und die Entrückung der christlichen Gemeinde erwartet wird.

(Siehe auch Kapitel 03: „Die Große Trübsal.”)


Bei der Erwähnung der großen Bedrängnis in Mt 24,21 verheißt der Herr auch im Zuge dieser Prophezeiung seine Wiederkunft in Mt 24,30-31. Und obwohl er dort im Vers 29-31 ganz ausdrücklich davon spricht, dass er "gleich nach dieser Bedrängnis jener Tage" zur "Sammlung der Auserwählten" (Entrückung) kommen wird, behaupten weite Teile der Ausleger - sowohl in Europa als auch besonders in den USA -, dass die Wiederkunft des Herrn und damit die Entrückung der Gemeinde bereits vor der Großen Trübsal erfolgen wird.

Diese Interpretation widerspricht nicht nur ganz eindeutig diesen Aussagen des Herrn in Mt 24,21-31, sondern auch Paulus sagt uns in 2The 2,1-3, dass dieser Tag der Ankunft (Wiederkunft) des Herrn und unsere Vereinigung mit ihm (Entrückung) erst dann kommt, wenn vorher der Abfall (die Große Trübsal) und der Mensch der Gesetzlosigkeit (Antichrist) gekommen sein wird. Das bedeutet, dass die Wiederkunft des Herrn und die Entrückung der Gemeinde erst nach der Großen Trübsal und der Herrschaft des ersten Antichrist erfolgen wird.

(Siehe auch Kapitel 04: „Die Große Finsternis.”)


Der Tag des Herrn.

Die Große Trübsal umfasst im Wesentlichen die Siegelgerichte (Off 6,1-17), welche jedoch noch keine echten Gottesgerichte zu sein scheinen, sondern sich eher als vom Menschen verursachte Naturkatastrophen darstellen. Dagegen ist der darauffolgende "Tag des Herrn" (Tag des Zornes Gottes) jener Zeitabschnitt, in welchem die tatsächlichen Gottesgerichte, die Posaunen- und Schalengerichte, über die Menschheit hereinbrechen. Weil nun aber da wie dort von "Gerichten" die Rede ist, unterscheiden viele Ausleger nicht weiter und fassen dies alles unter dem Begriff der "Großen Trübsal" zusammen. Und daraus ergibt sich dann - so kurios das klingen mag - eine falsche Interpretation des Zeitpunkts der Entrückung.

Wir haben nämlich in 1The 5,9 die Verheißung des Paulus: „Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erlangen des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus”. Und hier meint man nun diesen "Zorn" mit der Großen Trübsal identifizieren zu müssen. Doch die Große Trübsal ist noch nicht der Zorn Gottes. Diesen finden wir erst danach, am Tag des Herrn (Tag des Zornes Gottes). Da jedoch diese Ausleger nicht berücksichtigen, dass zwischen der Großen Trübsal und dem Tag des Herrn zu trennen ist, weil es zwei verschiedene Zeitperioden und Ereignisse sind, kommen sie zur falschen Auffassung, dass die Entrückung vor der Großen Trübsal stattfinden wird.

(Siehe auch Diskurs 61: „Ist die Große Trübsal identisch mit dem Tag des Herrn und des Zornes Gottes?”)


Wenn man jedoch diese beiden Zeitabschnitte sauber trennt: die Große Trübsal mit den Siegelgerichten 1-5; sodann die Wiederkunft des Herrn und die Entrückung der Gemeinde beim 6. Siegel und anschließend der Tag des Herrn (Tag des Zornes Gottes) mit den Posaunen- und Schalengerichten, ergibt sich die korrekte Sicht: Wiederkunft und Entrückung nach der Großen Trübsal (Siegelgerichte), aber vor dem Tag des Herrn/Zornes Gottes. Und damit stimmt sowohl die Aussage des Herrn, dass er nach der Bedrängnis kommt, als auch jene des Paulus, dass wir als christliche Gemeinde nicht zum Zorn (am Tag des Herrn) bestimmt sind, weil wir zwar nach der Großen Trübsal, aber noch vor dem Tag des Zornes Gottes entrückt werden.

(Siehe auch Kapitel 05: „Der Tag des Herrn.”)


Das Millennium.

Das Millennium (das tausendjährige Friedensreich des Herrn Jesus), ist nach der Bibel das letzte irdische Reich vor dem Ende der Welt unter der Herrschaft des Sohnes Gottes. Für diese Zeitperiode haben wir in der Bibel ganz konkrete und detaillierte Prophezeiungen im Hinblick auf die Situation für Mensch und Umwelt. Dennoch versuchen manche Denominationen diese biblischen Tatsachen umzuinterpretieren oder ganz zu leugnen (Amillennialismus).

(Siehe auch Kapitel 10: „Das Millennium.”)

(Siehe auch Diskurs 63: „Die Lebensbedingungen im Tausendjährigen Reich.”)


Die Gründe dafür sind unterschiedlich, doch die Hauptströmung dieser christlichen Denkrichtung vertritt die Auffassung, dass Israel durch die Ablehnung des Messias vor zweitausend Jahren seine Stellung als Volk Gottes zur Gänze verloren hat und an seine Stelle die christliche Gemeinde als das "neue Israel" getreten ist. Und nachdem gerade diese vielen Prophezeiungen auf das Millennium dem dann lebenden und zu seinem Gott wieder umgekehrten Volk Israel eine große Zukunft verheißen (Haupt unter den Nationen Jer 31,7), leugnet man diese Prophezeiungen über das Millennium gleich ganz, um die eigene, falsche Sicht aufrecht erhalten zu können.

Auch eine andere, eher politische Gemeinschaft leugnet das Millennium. Allerdings aus einem ganz anderen Grund. Der Umstand, dass das Volk Israel in den biblischen Prophezeiungen auf das Millennium eine derart überragende Stellung einnimmt, hat die jüdischen Zionisten auf den Gedanken gebracht zu behaupten, dass all diese Prophezeiungen nicht erst im Millennium, sondern bereits in unserer Zeit in Erfüllung gehen würden. Von der angeblichen "Sammlung Israels" (Staatengründung 1948) über die gewaltsame Besetzung Palästinas als "Israelischer Besitz seit dreitausend Jahren", bis hin zur erfundenen "Geistessegnung" der Israelis durch Gott.

Und diese falsche Doktrin predigen die zionistischen Juden auch in den evangelikalen und anderen christlichen Gemeinden in Europa (speziell in Deutschland) und in den USA. Dadurch, dass die Geschwister in den Gemeinden die biblischen Hintergründe kaum kennen und diese zionistischen Juden mehr oder weniger als "sakrosankt" bewundern, haben die Zionisten hier relativ leichtes Spiel. Nachdem in Israel die dort noch geduldeten Palästinenser bereits mehr Kinder zur Welt bringen als die Israelis selbst, benötigt der zionistische Staat mehr jüdische Einwohner um nicht die Mehrheit zu verlieren. Und so predigt man den Christen, dass "Gott gesagt hat", sie müssten die finanziellen Mittel bereitstellen, um die atheistischen Juden aus ganz Europa - speziell aus Russland - in einer "Heimholung" (Alija) nach Israel zu bringen.

(Siehe auch Diskurs1013: „Bericht aus dem Lager der "Israelbewegung".”)


Das Ende der Welt.

Nach den tausend Jahren des Millenniums spricht die Bibel von einer letzten, eher kurzen Zeitperiode auf diesem Planeten. Das Ende der Welt wird eingeleitet mit der Loslösung Satans, der im Millennium im Abgrund gebunden war. Nunmehr lässt Gott ihn wieder frei, um die Menschen, welche in den vergangenen tausend Jahren den Frieden und den Segen, aber auch die Gerechtigkeit der Herrschaft Gottes erlebt haben, auf ihr Gottvertrauen zu prüfen. Doch wie uns die Bibel sagt, wird Satan leider Menschen finden "wie der Sand des Meeres" (Off 20,7-10), welche ihm nachfolgen und mit ihm in den letzten Kampf gegen Gott und Jerusalem ziehen werden.

(Siehe auch Kapitel 11: „Das Ende der Welt - Der Letzte Kampf.”)


Auferstehung und Weltgericht.

Nachdem dieser Letzte Kampf durch Gott mit Feuer vom Himmel beendet und Satan in die ewige Verdammnis geschickt wurde, erfolgt die Auferstehung (Wiedergeburt) aller Toten und das Weltgericht. Die auferstandenen Toten werden zuerst nach ihren Taten (Werksbücher) und dann nach der geistlichen Grundlage ihres Tuns (Buch des Lebens) beurteilt. Wer nicht entspricht, wird in die ewige Verdammnis geworfen, wo schon Satan und seine dämonischen Engel sind. Alle Menschen, welche im Gericht bestehen, werden zum ewigen Leben im Licht bei Gott in die Neue Schöpfung, das neue Jerusalem eingehen, während die erste Schöpfung, der existierende Kosmos verschwindet.

(Siehe auch Kapitel 13: „Das Weltgericht.”)


Nachdem das Ende der Welt sowohl für Ausleger als auch für das breite Publikum ein eher bedrückendes Thema ist, haben sich noch wenige Prediger und Buchautoren damit im Detail auseinandergesetzt. Es wäre ja damit - wie man meint - kein Geld zu verdienen. Was übrigens nicht stimmt: das Kapitel "Das Weltgericht" bei Immanuel.at hat in allen drei veröffentlichten Sprachen eine der höchsten Leserzahlen dieser Website.

Durch die relative Unbekanntheit der Materie gibt es für biblische Aussagen zum Ende der Welt glücklicherweise auch noch nicht viele falschen Lehren. Außer dem von der katholischen Kirche völlig frei erfundenen Dogma des "Fegefeuers". Hier hat man im 15. und 16. Jhdt. in der katholischen Kirche mit dem "Ablass" (Bulle Unigenitus / 1343) den Gläubigen das Geld für den Bau des Petersdomes aus der Tasche gezogen, indem man behauptete, sie müssten nicht in die ewige Verdammnis, sondern gegen eine Ablasszahlung würden sie nur einige Millionen Jahre(!) im Fegefeuer sitzen müssen.

(Siehe auch Kapitel 11: „Das Ende der Welt.”)


Die Neue Schöpfung.

Nach Auferstehung und Weltgericht, welche beide nicht mehr auf Erden, sondern bereits in der geistlichen Dimension stattfinden, ersetzt Gott das gegenwärtige Universum - die erste Schöpfung - durch eine zweite, die Neue Schöpfung. Auf der neuen Erde dieser zweiten Schöpfung wird das "himmlische Jerusalem", eine Stadt in der Form eines riesigen Berges und so groß wie halb Europa aus dem Himmel von Gott herabkommen.

(Siehe auch Kapitel 14: „Die Neue Schöpfung.”)


Einige Ausleger, wie z.B. die Zeugen Jehovas, wollen bei ihren Mitgliedern eine besondere Heilserwartung wecken und behaupten, dass die neue Schöpfung auf dieser alten Erde errichtet wird. Sie haben offenbar die diesbezüglichen Bibelstellen - speziell in Off 21 - nicht gelesen. Aber auch in anderen Denominationen hat man die Angaben über die Größe dieser Stadt des neuen Jerusalems völlig missverstanden. In Off 21,14-16 heißt es:

Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich: 12.000 Stadien.

Off 21,10 Und er führte mich im Geist hinweg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herabkam, 21,11 und sie hatte die Herrlichkeit Gottes. Ihr Lichtglanz war gleich einem sehr kostbaren Edelstein, wie ein kristallheller Jaspisstein; 21,12 und sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, welche die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels sind: 21,13 Nach Osten drei Tore und nach Norden drei Tore und nach Süden drei Tore und nach Westen drei Tore.

21,14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. 21,15 Und der mit mir redete, hatte ein Maß, ein goldenes Rohr, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer zu messen.

21,16 Und die Stadt ist viereckig angelegt, und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf 12000 Stadien; ihre Länge und Breite und Höhe sind gleich. Off 21,10-16;


Durch diese Aussage in Off 21,16: "ihre Länge und Breite und Höhe sind gleich" haben sich viele Ausleger verleiten lassen zu behaupten, dass das himmlische Jerusalem ein Würfel (Kubus) sei. Dass diese Größenangaben auch auf eine Pyramide bzw. einen Berg zutreffen, hat man dabei jedoch nicht bedacht. Nun wissen wir aber aus den Berichten über das Millennium, dass auch das irdische Jerusalem im Millennium auf einem hohen Berg stehen wird (Mi 4,1-2; Hes 40,2; Ps 48,2-3; Jes 40,9). Und auch die Seiten des irdischen Jerusalems sind viereckig und gleich lang, nämlich 4500 Ellen oder 2.220 Meter (Hes 48,16).

Und nachdem das Millennium eine Vorschau (Abbild) auf die Neue Schöpfung ist, muss auch das neue Jerusalem ein Berg sein. Ein pyramidenförmiger Berg mit der Länge, Breite und Höhe von 12.000 Stadien, d. s. ca. 2.220 km. Die Seiten des himmlischen Jerusalems sind damit genau tausendmal so lang, wie die Seiten des im Millennium gebauten, irdischen Jerusalems.

Siehe auch Diskurs 02: „Irdisches und himmlisches Jerusalem.”)

Siehe auch Tabelle 12: „Das irdische und das himmlische Jerusalem.”)


Soweit ein kurzer Überblick des endzeitlichen Geschehens nach den biblischen Texten und die damit immer wieder anzutreffenden unterschiedlichen Auslegungsrichtungen.


Die alttestamentlichen Prophezeiungen über die Zerstörung von Damaskus.

Wenn wir uns nun die im eingangs zitierten Bericht erwähnten "christliche Beobachter in den USA" und deren Hinweise auf alttestamentliche Propheten im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien betrachten, erkennen wir eine der grundlegenden Schwächen derartiger Interpretationen. Es wird dort z.B. die Prophezeiung aus Jes 17,1 zitiert: „Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern ein zerfallener Steinhaufen.” Aus dieser Aussage werden dann sofort "Verblüffende Parallelen" zum aktuellen Geschehen abgeleitet und damit der Eindruck erweckt, es würde sich hier, in unserer Zeit, eine alttestamentliche Prophezeiung erfüllen.

Liest man jedoch diesen Vers gemeinsam mit seinem Kontext, erkennt man eine ganz andere Bedeutung dieser Aussagen:

Da wird die Herrlichkeit Jakobs armselig sein und das Fett seines Fleisches mager werden.

Jes 17,1 Ausspruch über Damaskus. Siehe, Damaskus hört auf, eine Stadt zu sein, und wird ein Trümmerhaufen. 17,2 Verlassen sind die Städte von Aroer, sie werden den Herden preisgegeben; die lagern dort und niemand schreckt sie auf. 17,3 Und verschwinden wird die feste Stadt aus Ephraim und das Königtum aus Damaskus. Und dem Überrest von Aram ergeht es wie der Herrlichkeit der Söhne Israel, spricht der HERR der Heerscharen. 17,4 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird die Herrlichkeit Jakobs armselig sein und das Fett seines Fleisches mager werden. 17,5 Es wird sein, wie wenn einer bei der Ernte Getreidehalme zusammenfaßt und sein Arm ähren abmäht. Es wird sein, wie wenn einer ähren sammelt in der Talebene Refaim. Jes 17, 1- 5;


Wenn man schon den Vers 1 der Gegenwart zuordnet, dann muss das natürlich auch für den nachfolgenden Kontext gelten. Im Vers 4 haben wir aber die Prophezeiung, dass zur gleichen Zeit, in der Damaskus ein Trümmerhaufen wird, „die Herrlichkeit Jakobs armselig sein und das Fett seines Fleisches mager werden” wird. Das bedeutet, dass zur gleichen Zeit Israel (Jakob) darniederliegt und das Volk sich in Drangsal befindet. Betrachtet man jedoch das heutige Israel, ist gerade das Gegenteil der Fall.

Israel steht in voller Blüte und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass es diesen Zustand auch gegen eventuelle Angreifer verteidigen wird. So droht die Regierung in Jerusalem mit einem Bombenangriff auf den Iran, um die dort vermutete Herstellung einer Atombombe zu stoppen. Dabei beruft man sich auf den Atomwaffensperrvertrag von 1968, aus welchem Nordkorea 2003 ausgetreten ist, den Israel selbst aber - ebenso wie Pakistan und Indien - gar nicht erst unterzeichnet hat und ebenfalls wie diese Länder in den letzten 20 Jahren still und heimlich Atomsprengköpfe produziert. Heute hat Israel bereits 400(!) einsatzbereite Atombomben auf Lager. Dass Israel seine Atombomben dann bei einem Angriff auf den Iran natürlich auch gleich einsetzen könnte, wird sowohl von Israel als auch von der Weltöffentlichkeit peinlichst verschwiegen.

Die tatsächliche Erfüllung dieser Prophezeiung im Buch Jesaja findet man, wenn man die anschließenden Verse 2 bis 4 auch liest (und zitiert!). Neben Damaskus wird im Vers 3 auch Ephraim (Nordisrael) genannt. Es wird also sowohl die feste Stadt aus Ephraim (Israel), als auch das Königtum aus Damaskus (Syrien) verschwinden. Und diese Situation finden wir im Jahr 732 v.Chr., als Ephraim-Israel (König Pekach) und Aram-Damaskus (König Rezin) die Tributzahlungen an die Assyrer (König Tiglat-Pileser III.) nicht mehr zahlen wollten und sich gegen die Assyrer erhoben. Tiglat-Pileser ging daraufhin gegen Israel vor und eroberte Galiläa und das Ostjordanland. Anschließend eroberte er 732 v.Chr. Damaskus und machte das ganze Aramäergebiet zu syrischen Provinzen.

Man sieht also, dass bei dieser Interpretation von Jes 17,1 auf die heutige Situation in Syrien, der alte Trick von unseriösen Buchautoren zur Anwendung kommt, welche einen einzelnen Vers aus seinem Kontext reißen und darauf dann eine ganze "Endzeit-Story" aufbauen.

Auch das Zitat von Jer 49,24-25 ist vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen. Diese zwei Verse sind Teil des "Ausspruchs über Damaskus", von Jer 49,23-27. Und diese Prophezeiung ist ihrerseits Teil der Prophezeiungen Gottes gegen die Nationen, welche in Jer 46,1 mit dem Ausspruch über Ägypten beginnt und dann weiter über die Philister (Jer 47), Moab (Jer 48), Ammon (Jer 49,1-6), Edom (Jer 49,7-22), Damaskus (Jer 49,23-27), Kedar und Hazor (Jer 49,28-33), Elam, (Jer 49, 34-39) und schließlich Babel (Jer 50 und 51) die damalige Völkerwelt umfassen.

Zuschanden geworden sind Hamat und Arpad; denn sie haben eine böse Nachricht vernommen.

Jer 49,23 Über Damaskus: Zuschanden geworden sind Hamat und Arpad; denn sie haben eine böse Nachricht vernommen. Sie verzagen. Am Meer ist Besorgnis, man kann sich nicht beruhigen. 49,24 Damaskus ist schlaff geworden. Es hat sich umgewandt, um zu fliehen, und Schrecken hat es ergriffen. Angst und Wehen haben es erfaßt wie eine Gebärende. 49,25 Wie ist sie verlassen, die Stadt des Ruhms, die Stadt meiner Freude! 49,26 Darum werden an jenem Tag ihre jungen Männer auf ihren Plätzen fallen und alle Kriegsmänner umkommen, spricht der HERR der Heerscharen. 49,27 Und ich werde ein Feuer anzünden in den Mauern von Damaskus, und es wird die Paläste Ben-Hadads verzehren. Jer 49,23-27;


Das Buch Jeremia wurde in Jahre 605 v. Chr. geschrieben (Jer 36,1-2) und diese Prophezeiung über Damaskus bezieht sich daher auf die noch im selben Jahr stattgefundene Schlacht bei Karkemisch, in welcher Babylon mit König Nebukadnezar dem Pharao Necho von Ägypten eine schwere Niederlage zufügte. Die Kunde davon ("böse Nachricht" V 23) ist in die Städte Damaskus, Harmat und Arpad gelangt und hat dort Schrecken ausgelöst, weil man erwartet hat, dass Nebukadnezar anschließend auch in Damaskus jeden Widerstand ersticken (V 25-27) und Damaskus endgültig zerstören wird. Auch die Erwähnung der Zerstörung der von Ben Hadad (~890-870 v.Chr. König von Damaskus) erbauten Paläste (V 27) weist darauf hin, dass es sich hier keinesfalls um das heutige Damaskus handeln kann.

(Siehe auch Tabelle 03: „Die historischen Weltreiche und ihre Auswirkungen auf Israel.”)


Es gibt also zwischen diesen beiden Prophezeiungen weder einen direkten Zusammenhang (einmal Assyrien mit Tiglat-Pileser, das andere Mal Neubabylonien mit Nebukadnezar) noch "verblüffende Parallelen" zu den aktuellen Ereignissen. Und schon gar keinen Hinweis auf die Endzeit oder auf Bürgerkriege. Es sind zwei völlig verschiedene Ereignisse, mehr als 120 Jahre voneinander getrennt, welche im Gegensatz zu den Behauptungen des mit den historischen Fakten offensichtlich nicht so vertrauten Autors, in historisch belegter Weise auch zur Gänze in Erfüllung gegangen sind. Diese Angriffe der Assyrer und Babylonier nun auf das Jahr 2012 umzudeuten, wo Damaskus von der eigenen Bevölkerung zerstört wird, ist nicht nur völlig absurd, sondern beweist wieder einmal wie rücksichtslos gewisse "christliche Bestsellerautoren" im Wort Gottes herumfuhrwerken, um für ihre Bücher schreierische Schlagzeilen zu bekommen.


Die echten Prophezeiungen der Bibel über die Endzeit.

Wenn wir uns nun jenem Teil der Bibel zuwenden, in welchem wir konkretere Aussagen über die Ereignisse der Endzeit finden, nämlich dem Neuen Testament und hier insbesondere auch der Offenbarung des Johannes, können wir feststellen, dass es dort derartige Prophezeiungen über isolierte Ereignisse in der Völkerwelt gar nicht mehr gibt. Während im Alten Testament das Handeln Gottes sich immer über Israel ableiten lässt, hat Israel seit der Verwerfung seines Messias die Verbindung zu Gott - den Bund - gebrochen und damit - bis zu seiner Umkehr im Millennium - diese zentrale Stellung verloren.

Diesen meinen Bund haben sie gebrochen.

Jer 31,31 Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund: 31,32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand faßte, um sie aus dem Land ägypten herauszuführen, - diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war, spricht der HERR. Jer 31,31-32;


Seitdem Gott durch das Loskaufopfer seines Sohnes für die Sünden der ganzen Welt allen Menschen Vergebung angeboten hat, ist es das globale Geschehen, welches in den Mittelpunkt der biblischen Prophezeiungen gerückt ist. Es sind nicht mehr Einzelkriege welche vorhergesagt werden als Gerichte Gottes gegen die Völker wegen ihres Verhaltens zu Israel oder aber auch gegen Israel, wenn Israel von seinem Gott abgefallen ist .

Im NT befassen sich die Prophezeiungen nunmehr mit weltweiten Katastrophen und globalen Gerichten. Ob durch die Menschen selbst verursacht, wie die Siegelgerichte in der Großen Trübsal (Off 6,1-17), mit ihrer Konsequenz von etwa 2 Milliarden Toten (Off 6,8) oder tatsächliche Gottesgerichte wegen der Bosheit und Unbußfertigkeit der Menschen, wie die Posaunen- und Schalengerichte (Off 8,8-16,21) am Tag des Zornes Gottes (Tag des Herrn) mit etwa 2,5 Milliarden Menschen, welche dabei getötet werden (Off 9,15).

(Siehe auch Tabelle 14: „Die Offenbarung - nach Ereignissen gegliedert.)”


Aber auch die Aussagen in der Endzeitrede des Herrn in den Evangelien (z.B. Mt 24), welche in der Exegese fälschlicher Weise oft auf Land und Volk Israel eingeschränkt werden, lassen bei genauerer Betrachtung eindeutig erkennen, dass es sich dabei um weltweite Ereignisse handelt.

Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich.

Mt 24,6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. 24,7 Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. 24,8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. Mt 24. 6- 8;


(Siehe auch Tabelle 17: „Die Chronologie der endzeitlichen Ereignisse.)”


Von derartigen Kriegen finden wir auch in der Offenbarung, bei den Siegelgerichten der Großen Trübsal, konkrete Hinweise:

Ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und die Menschen dahin zu bringen, daß sie einander schlachteten.

Off 6,3 Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm! 6,4 Und es zog aus ein anderes, ein feuerrotes Pferd; und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und die Menschen dahin zu bringen, daß sie einander schlachteten; und ihm wurde ein großes Schwert gegeben. Off 6, 3- 4;


Auch hier kann man davon ausgehen, dass es sich dabei nicht nur um einzelne lokale Kriege handelt, denn wenn der "Frieden von der Erde" genommen wird, so handelt es sich dabei mit Sicherheit um ein globales Ereignis. Und dass diese Prophezeiungen hier in der Offenbarung und jene in der Endzeitrede des Herrn, oben in Mt 24, den selben Hintergrund haben, erkennt man, wenn man den Kontext beider Prophezeiungen genau überprüft und vergleicht.

(Siehe auch Diskurs 05: „Die Parallelität der Ereignisse von Mt 24 und Off 6 und 7.)”


Die obige Prophezeiung des Herrn in Mt 24,7: "Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich" (nach der Elberfelder Übersetzung), hat Luther jedoch mit: "Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere" übersetzt und erweckt damit tatsächlich den Eindruck, als würden hier alle Völker der Welt gegeneinander kämpfen - also ein Weltkrieg.

Bei einer Überprüfung des griechischen Originaltextes zeigt sich allerdings, dass Luther hier - wie nicht selten in seinen Übersetzungen - eher Interpretation denn Translation betrieben hat. Denn in der griechischen Übersetzung des Originaltextes bei Nestle-Aland heißt es: "Denn aufstehen wird Volk gegen Volk und Reich gegen Reich" - also ganz ähnlich der Elberfelder Übersetzung. 

Und wie wir im Folgenden gleich sehen werden, kann das den Wortsinn dieses Textes völlig verändern. Mit seiner Übersetzung: "ein Volk (Königreich) gegen das andere" legt Luther hier eine falsche Fährte, die bisher in der Exegese kaum wahrgenommen wurde.



Bürgerkriege in der Endzeit?

Wenn wir uns nun die Aussage des Herrn, oben in Mt 24,7 (Elberfelder) ansehen: "es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich", kommt doch bei erfahrenen Auslegern ein gewisser Verdacht auf. Es gibt keinen Zweifel, dass diese Prophezeiung weltweite Bedeutung hat. Und doch - oder gerade deshalb - stellt sich die Frage wieso der Herr hier "Nation gegen Nation" und "Königreich gegen Königreich" formuliert. Soll das etwa bedeuten, dass "Nation gegen Königreich" oder "Königreich gegen Nation" ausgeschlossen werden soll? Und wenn das so sein sollte: warum sollte bei weltweiten Kriegen eine derartige Konstellation nicht möglich sein?

Und hier greift nun eine zugegebenermaßen etwas vage Vermutung Platz: Wenn es weltweit Kriege gibt, in welchen sich die Menschen gegenseitig abschlachten (Off 6,4) und es dabei aber dennoch um Kriege "Nation gegen Nation" und "Königreich gegen Königreich" geht, kann es also kein Weltkrieg im herkömmlichen Sinn sein. Wenn man jedoch davon ausgeht, dass der Herr diese Formulierung bewusst gewählt hat, um genau diese Interpretation eines Weltkriegs auszuschließen, bleibt nur die Erklärung, dass damit Bürgerkriege gemeint sind. Und zwar Bürgerkriege weltweit, in welchen jede Nation, jeder Staat, jedes Königreich gegen sich selbst kämpft. Und das wären nun einmal Bürgerkriege und nichts anderes.

Dass diese Vorstellung auch in der Realität durchaus möglich scheint, bestätigen einerseits die aktuellen Kriege in Nordafrika und im Nahen Osten, wo sich die Völker gegen Diktatoren und korrupte Politiker erhoben haben. Andererseits aber auch die Proteste, Demonstrationen und Streiks gegen den aufgezwungenen Sparkurs der Politik in den verschiedenen Schuldnerländern der Europäischen Union, wie Griechenland, Portugal, Spanien, Italien. Hier scheint die "Bombe" gelegt, nur die Lunte noch nicht gezündet zu sein. Ein kleiner Funke würde genügen, um eine europaweite "Explosion" herbeizuführen, bei der auch die Bürger dieser Länder den Kampf gegen die eigene Regierung - also gegen Polizei und Militär - aufnehmen.

Die Bürger der gemäßigten Geberländer, wie Deutschland, Frankreich, Österreich etc., sind im Moment noch relativ unbeteiligt, weil es allen noch immer recht gut geht. Wenn es aber zum Ausfall von Rückzahlungen der Schuldnerländer kommen sollte und die Geberländer damit Hunderte Milliarden Euro als Verlust abschreiben müssen ("Schuldenschnitt"), wird sich auch hier die Situation verschärfen. 

Wenn dann zusätzlich auch noch die heißgelaufenen Notenpressen der EZB eine bisher in der EU noch nie gekannte Inflation (Teuerung) herbeiführen, werden das auch die Bürger dieser Länder nicht ohne Demonstrationen und Proteste hinnehmen. Bis hin zur Stürmung von Banken, nicht nur um ihr gefährdetes Geld (wie in Zypern) abzuheben, sondern auch um gegen die Ignoranz und Gier der Bankmanager zu protestieren.

Wenn hier nun einige Leute - wie der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt - die Behauptung aufstellen "Deutschland hat noch keinen einzigen Penny an die Griechen bezahlt"1), dann ist das mit einem einfachen Beispiel leicht zu widerlegen. Nehmen wir ein Zweifamilienhaus, in dem die Familie des einen Hauseigentümers ihr ganzes Geld verprasst hat und jetzt eine Hypothek auf ihren Hausanteil aufnehmen muss, um überleben zu können. 

Doch auch dieses Geld wird verjubelt und so erklärt sich der Nachbar bereit, auch auf seine Haushälfte eine Hypothek aufzunehmen um der verschuldeten Familie zu helfen. Wenn nun dieser großzügige Nachbar seiner Familie erklären würde, sie hätten noch keinen einzigen Penny an die verschuldeten Nachbarn bezahlt, ist er entweder ein Betrüger seiner eigenen Familie oder er hat schlicht und einfach das Prinzip des bargeldlosen Zahlungsverkehr noch nicht begriffen.

Bedenkt man nun, dass einerseits eine jener Banken, bei welchen diese "Nachbarn" (Eurozone) ihre "Hypotheken" aufnehmen, nämlich die EZB (Europäische Zentralbank), im Eigentum eben dieser Nachbarn (der nationalen Zentralbanken) ist und von ihnen finanziert wird. Andererseits aber auch die Verluste dieser Bank - ob tatsächliche oder durch Inflation "erwirtschaftete" - natürlich auch durch diese Eigentümer, also durch die "Nachbarn" (Staat = Steuerzahler) abzudecken sind, dann erkennt man recht deutlich, dass sich hier die Katze in den Schwanz beißt. Jede "Hypothek", welche die heutigen Entscheidungsträger so leichtfertig verteilen, ist eine Hypothek in die Zukunft, eine unverantwortliche Belastung der heutigen jungen Generationen in diesen Staaten, welche mit den Folgen dieser Politik einmal leben müssen.

Denn die durch alle diese Einflussfaktoren ausgelöste sukzessive Verarmung der Bevölkerung, wird gemeinsam mit der in manchen Ländern zu erwartenden Lebensmittel- und Wasserknappheit zu Plünderungen von Supermärkten (wie z.B. vor Kurzem in Spanien) und Nahrungsmittellagern (Griechenland 2011) und zu Raubzügen gegen die Reichen in diesen Ländern führen. Und das ist nun genau der Hintergrund, vor dem sich Bürgerkriege relativ schnell entwickeln.

"Lernen Sie Geschichte"

(Bruno Kreisky, ehem. Bundeskanzler von Österreich)

Die Gründung der Europäischen Union war - ähnlich wie der Rußlandfeldzug der Nazis - der Beweis dafür, dass Politiker aus der Geschichte nichts gelernt haben. Während Hitler die Erfahrungen Napoleons im russischen Winter herunterspielte und meinte das besser machen zu können, hat man in der EU den Zusammenbruch großer Staatenbünde, wie das Habsburgerreich, die Sowjetunion oder Jugoslawien völlig ignoriert (Lk 11,17).

Voves

In Österreich haben unlängst die zwei führenden Politiker der Regierungsparteien (Sozialisten und Konservative) in der Steiermark (ein österreichisches Bundesland) im Rahmen ihrer "Reformpartnerschaft" gemeinsam beschlossen, einzelne benachbarte Gemeinden zu einer Gemeinde zusammenzulegen, um Verwaltungskosten einzusparen.

Doch da hatten sie die Rechnung ohne die Bürger gemacht. Bei den folgenden Wahlen haben beide Parteien an Stimmen verloren, sodass jetzt sogar der bisherige sozialdemokratische Landeshauptmann freiwillig zurückgetreten ist. Man hat ihm nicht verziehen, dass er die Bürger einer Region mit jenen einer anderen zusammenlegen wollte.

Und da träumt man in der EU bis heute davon, jahrhundertealte europäische Nationen mit Verträgen und Verordnungen vereinen und vereinheitlichen zu können. Das Erwachen wird katastrophal sein.


Doch auch dann, wenn diese Interpretation der biblischen Texte richtig sein sollte, bedeutet das noch lange nicht, dass bereits das gegenwärtige Geschehen damit im Zusammenhang steht. Zum Einen sprechen diese Prophezeiungen von weltweiten Ereignissen ("der Friede wird von der Erde genommen" (Off 6,4). Dazu wären selbst Europa und Nordafrika keine adäquaten Äquivalente. Da zählt natürlich auch der amerikanische, asiatische und australische Kontinent dazu.

Andererseits gibt es in der seriösen Bibelexegese eine Regel für derartige Situationen: es müssen immer mindestens zwei "Zeugen" auftreten, um die Richtigkeit derartiger Aussagen zu bestätigen. Und nachdem der Herr in Mt 24,7 nicht nur von Nationen und Königreichen, sondern auch von Hungersnöten und Erdbeben spricht, müssen auch diese Prophezeiungen "da und dort" erfüllt sein, um diese Texte eindeutig zuordnen zu können.

Wenn sich das dann alles tatsächlich erfüllen wird, können wir mit Sicherheit wissen, dass wir "am Anfang der Wehen" stehen, wie der Herr in Mt 24,7 auch sagt. Und dann - erst dann - kann man vom Beginn der Endzeit sprechen. Und nicht früher.

(Siehe auch Diskurs 114: „Brüssel sieht Kriegsgefahr in Europa.”)



Liste der Kriege und bewaffneten Konflikte 2012


Beginn Einstufung 2011
Afrika
Algerien
Äthiopien (Ogaden)
Burundi
Côte d'Ivoire
Kongo-Kinshasa (Ostkongo)
Mali
Nigeria (Boko Haram)
Nigeria (Nigerdelta)
Senegal (Casamance) 
Somalia
Sudan (Darfur)
Sudan (Südkordofan und Blauer Nil)
Sudan/Südsudan
Südsudan
Uganda
Zentralafrikanische Republik
1992
2006
2011
2011
2005
2012
2011
2003
1990
1988
2003'
2011
2012
2010
2009
2006
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Krieg
Krieg
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Krieg
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Krieg
Asien
Indien (Assam)
Indien (Kaschmir)
Indien (Manipur)
Indien (Naxaliten)
Indien (Tripura)
Myanmar
Pakistan (Belutschistan)
Pakistan (Taliban)
Philippinen (Mindanao)
Philippinen (NPA)
Thailand (Südthailand)
Thailand / Kambodscha
1990
1990
2005
1997
1999
2003
2005
2007
1970
1970
2004
2008
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Krieg
Krieg
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Vorderer und Mittlerer Orient
Afghanistan
Algerien
Irak
Iran (Kurdistan)
Israel (Palästina)
Jemen (Al-Qaida)
Jemen (Stammeskrieger)
Libyen
Russland (Tschetschenien)
Südossetien
Syrien
Tadschikistan
Türkei (Kurdistan)
1978
1992
1998
2007
2000
2010
2011
2011
1999
2008
2011
2010
2004
Krieg
Krieg
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Krieg
Krieg
Krieg
Bewaffneter Konflikt
Krieg
Lateinamerika
Kolumbien (FARC)
Mexiko (Drogenkrieg)
1965
2006
Krieg
Krieg

(AKUF Analysen, Nr. 11, Dezember 2012)

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(Futuretrillionaire)


Die Schwarmbildung.

In der Tierwelt unseres Planeten gibt es das allgemein gültige Gesetz der Schwarmbildung. Überall dort, wo es einen Überfluss an Nahrung und wenige natürliche Feinde gibt, bilden sich automatisch Schwärme (Heuschrecken, Geier, Büffelherden, etc.), die das Gebiet überfallen und es kahl fressen.

Vor diesem verhaltensspezifischen Hintergrund sollte man die Politiker der EU und insbesondere die Regierungen in Deutschland und manchen anderen EU-Staaten darauf hinweisen, dass in dieser Beziehung - wie die Geschichte zeigt - auch der Mensch eine Tierspezies ist. Wenn daher diese Länder bei ihren hohen Wohlstands- und Sozialstandards ihre Grenzen nicht mehr kontrollieren wollen, werden auch sie und ihre Bürger mit diesem allgemeinen Naturgesetz zu rechnen haben.



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Wie nahe ist die Wiederkunft unseres Erlösers?/ Kommentar Anonym 00, 2013-04-04)

Ihre Beobachtungen hinsichtlich des Papstes (Diskurs 115: Wird der letzte Papst der falsche Prophet des Antichristen sein? / FH) finde ich sehr interessant und es hat mir neue Sichtweisen aufgezeigt. Eine Diskussion über die Römisch Katholische Kirche ist ja eigentlich schon beinahe sinnlos. Wie absolut unverständlich ist es, an dieses menschliche und vor allem Lichtjahre von der Bibel entfernte "Glaubens"-konstrukt zu glauben?! Aber zeigt doch die öffentliche Darstellung, die Vermarktung, Beliebtheit, Verbreitung usw. einer so leicht zu widerlegenden Irrlehre (alleine die Veränderung der 10 Gebote, bzw. das Entfernen des zweiten ist so offensichtlich), wie es wirklich um diese Welt bestellt ist. Der breite Weg ist eben sehr beliebt... 

Abschließend möchte ich Ihnen gerne persönlich oder viel besser gesagt "direkt" als Christ eine Frage stellen: Ich weiß, dass alles immer Spekulation bleiben wird, da: 
"Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat;" (Apg. 1,7) und 
"Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater." (Mat. 24,36). Aber gleichzeitig auch: "Also auch ihr, wenn ihr dies alles SEHET, so merket, daß er nahe vor der Türe ist." (Mat. 24,33). 

(...) Wenn meine Info stimmt gibt es auf dieser Welt so viel Krieg wie 1945 und was da für Brennpunkte zu sehen sind (Nordkorea, Iran und natürlich Israel). Mein größte Hoffnung - neben meinem eigenen Seelenheil- ist es, dass Jesus auch meine Kinder im Buch des Lebens stehen werden!! Hier nun meine Frage: Wie SEHEN (Mat. 24,33) sie das alles und was meinen Sie wie nahe ist die Wiederkunft unseres Erlösers?? Monate, Jahre, Jahrzehnte... Meine Einschätzung ist, dass wir keine 10 Jahre mehr warten müssen.

Der Besucher will anonym bleiben



Danke für Ihren Besuch bei Immanuel.at und Ihren Kommentar. - Ja, auch ich habe immer mehr den Verdacht, dass viele Menschen – ob Katholiken oder andere -  sukzessive ihre geistige Urteilsfähigkeit verlieren und durch diese mehr oder weniger kritiklose Einstellung immer mehr den Betrügern dieser Welt – egal jetzt in welchem Bereich - auf den Leim gehen.

Hinsichtlich der zeitlichen Einschätzung der Endzeitereignisse sehen Sie das schon richtig. Es sind allerdings meist jene Leute, welche zu bequem sind, sich mit der Bibel ausführlich und intensiv auseinander zu setzen, welche sich auf Mt 24,36 berufen und darauf, dass von Tag und Stunde nur der Vater weiß. Denn wie uns der Herr Jesus 3 Verse vorher versichert, können uns die weltlichen Ereignisse zeigen, ob die Zeit gekommen ist oder nicht.

So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, daß es nahe an der Tür ist

Mt 24,32 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, daß der Sommer nahe ist. 24,33 So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, daß es nahe an der Tür ist. 24,34 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist. 24,35 Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen. 24,36 Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein. Mt 24,32-36;


Hier gibt es ja unter den „Israelfreunden” viele, welche im Vers 24,32 eine Bestätigung für die Gründung des Staates Israel sehen wollen, indem sie den „Feigenbaum” als Israel interpretieren und die „grünen Blätter” als den gegründeten Staat Israel. Und genau das ist eines der stärksten Argumente jener, die meinen Israel sei noch immer Volk Gottes.


Israel im Lichte der Bibel.


Nach dem Alten Testament

Gott hat sein Erbarmen vom Haus Israel völlig weggenommen (Hos 1,6). Sie sind nicht mehr sein Volk (Hos 1,9). Nur das Haus Juda wird der Herr retten. Doch nicht durch Krieg, sondern durch seinen Geist (Hos 1,7). Erst im Millennium, wenn der Sohn Gottes seine tausendjährige Herrschaft auf Erden angetreten hat, (Hos 2,1.20; Hes 34,25; Jes 2,4) wird sie der Herr wieder als sein Volk annehmen (Hos 2,25; Jer 31,27-28).


Nach dem Neuen Testament

Es ist Gottes Wille, dass wir auf seinen Sohn hören (Mt 17,5). Dieser Sohn Gottes hat uns gesagt, dass jeder, der ihn verwirft, auch Gott verwirft (1Jh 2,23; Lk 10,16; Jh 5,22-23. 15,23). Das heutige Volk Israel leugnet den Sohn Gottes und beschimpft ihn als Betrüger und Gotteslästerer. Durch diese Leugnung des Sohnes hat Israel auch den Vater verworfen und ist somit ein Gott-loses Volk. (Jh 8,24)


Die "Israelfreunde" in den christlichen Gemeinden verkaufen daher ihr Erstgeburtsrecht als Jünger Christi gegen das Linsengericht eines Erfüllungsgehilfen von gottlosen Betrügern. – Es gibt für Israel keine geistliche Umkehr zu ihrem Gott und keine gottgewollte Rückkehr in ihr Land, es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus!! (Mt 23,38-39; Gal 5,4) – (Siehe auch Diskurs 111)


(Siehe auch Diskurs 1016: „Die Staatsgründung Israels 1948: Im Alten Testament prophezeit!)”


Tatsächlich meint der Herr mit dem "Feigenbaum" oben, in Mt 24,32, nicht Israel, sondern - wie aus dem gesamten Kontext zu erkennen ist - einen ganz normalen Feigenbaum, an dessen Erblühen im Frühling man tatsächlich erkennen kann, dass der Sommer nahe ist. Der Beweis für diese bewusste Fehlinterpretation durch diese Leute ist die Parallelstelle in LK 21,29-30, wo der Herr sagt: „Seht den Feigenbaum und alle Bäume”. Wenn also der Feigenbaum den Staat Israel symbolisieren sollte, müssten auch alle anderen Staaten ("alle Bäume") „erblühen”. Und wie Sie ganz richtig schreiben („gibt es auf dieser Welt so viel Krieg wie 1945”), sind wir gerade heute sehr weit davon entfernt. Wir haben zwar keinen Weltkrieg, aber viele Staaten dieser Welt befinden sich im internen Kriegszustand.

Aber nun zu Ihrer Frage: "Wie nahe ist die Wiederkunft unseres Erlösers?". Das ist zwar keine leichte Frage, nachdem aber die Bibel immer wieder nur mit der Bibel ausgelegt werden soll und der Herr hier sagt: „Wenn ihr das alles seht”, sollten wir uns „das alles” in den Aussagen davor ansehen.

Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören

Mt 24,6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. 24,7 Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. 24,8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. 24,9 Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen. 24,10 Und dann werden viele verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen; 24,11 und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; 24,12 und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; 24,13 wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. Mt 24, 6-13;


Hier spricht der Herr am Beginn, in Mt 24,6, von Kriegen: „Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.” Und im Sinne des weiter oben Gesagten könnte das durchaus auf unsere Zeit zutreffen. Das könnte also der Anfang sein.

Dann heißt es weiter in Mt 24,7: „Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein.” Wenn wir auch an manchen Orten dieser Welt Hungersnöte und Erdbeben haben – was man ja zugegebenermaßen auch mit „da und dort” gleichsetzen kann - bin ich persönlich der Meinung, dass es derartige Situationen auch schon bisher weltweit immer wieder gegeben hat, sodass sich m.E. der Umfang dieser Hunger- und Erdbebenkatastrophen noch wesentlich mehr ausweiten müsste, um diesen Aussagen zu entsprechen.

Es ist ähnlich wie mit den davor vom Herrn genannten Kriegen. Wobei hier auffällig ist, dass der Herr von „Nation gegen Nation” und „Königreich gegen Königreich” spricht und man sich als aufmerksamer Leser fragen muss, warum es nicht auch „Nation gegen Königreich” und „Königreich gegen Nation” sein kann. Wenn diese Varianten bewusst ausgeschlossen wurden, dann spricht der Herr hier eindeutig von Bürgerkriegen und damit wären wir auch wieder ziemlich genau in unserer Zeit.

Doch auch wenn das so wäre, dürften wir – zumindest in Europa – erst ganz am Anfang dieser Entwicklung sein, im Gegensatz zu den Staaten des „arabischen Frühlings” in Nordafrika und den Kämpfen um die Macht in den Staaten im mittleren Afrika. Um der Bedeutung dieser Aussage des Herrn zu entsprechen, müssten sich m.E. nicht nur bei uns hier in Europa derartige Bürgerkriege ereignen (was sich bei der gegenwärtigen Lage geradezu aufdrängt), es müssten auch auf den anderen Kontinenten ("der Friede wird von der Erde genommen"/Off 6,4) die Völker gegen die Herrschenden (Politik, Polizei, Militär) aufstehen.

Es müssten somit also nicht alle Völker gegeneinander, wie bei einem Weltkrieg, sondern jedes Volk gegen sich selbst kämpfen - eben Bürgerkriege. Und die Auslöser von Bürgerkriegen sind vielfältiger Natur und lassen meist zu Beginn eine derartige Dramatik gar nicht erkennen, wie Unzufriedenheit der Bevölkerung mit politischen Entscheidungen (Homo-Ehe in Frankreich), mit ungerechter Entlohnung (landesweite Streiks in Deutschland, Dänemark), mit unverhältnismäßigen Sparmaßnahmen (Proteste in Griechenland, Spanien) etc. etc. Und das müsste dann weltweit sein, denn zum Unterschied von „Hungersnöten und Erdbeben” sprach der Herr hier nicht von „da und dort”.

Wenn der Herr nun in Mt 24,8 sagt: „Alles dies aber ist der Anfang der Wehen”, dann sollten wir wirklich noch einige Jahre abwarten um einerseits die Entwicklung überprüfen zu können, ob diese Prophezeiungen tatsächlich auf unsere Zeit zutreffen und uns andererseits auf den „zweiten Teil” ab Mt 24,9 vorzubereiten, wo gerade wir Christen in der Großen Trübsal/Bedrängnis vom jüdischen Antichristen und den dann weltweit mitherrschenden Zionisten verfolgt und um des Namens des Herrn willen (weil wir „Christen” sind) gehasst werden (Mt 24,9).

(Siehe auch Tabelle 19: „Die Verfolgung der Christen in der Endzeit.”)


Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird.

Mt 24,21 Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. 24,22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. 24,23 Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder dort! so glaubt es nicht! 24,24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. 24,25 Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Mt 24,21-25;


Bei Ihrer abschließenden Frage: „Was meinen Sie wie nahe ist die Wiederkunft unseres Erlösers?”, müssen wir berücksichtigen, dass der Herr ja erst nach der Großen Trübsal/Bedrängnis, also nach all diesen hier beschriebenen kommenden Ereignissen erscheinen wird.

Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen.

Mt 24,29 Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. 24,30 Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. 24,31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden he], von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. Mt 24,.29-31;


Für die dann in Drangsal und Verfolgung befindlichen Christen wird es dann die nahe Erlösung sein. Warten wir also die Entwicklung ab und prüfen wir anhand des prophetischen Wortes, ob "der Sommer schon nahe ist".

(Siehe auch Diskurs 16: „Findet die Entrückung vor der Großen Drangsal statt?”)



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Wie nahe ist die Wiederkunft unseres Erlösers?/ Kommentar Anonym 01, 2013-04-21)

Ich möchte Sie bestimmt nicht belästigen aber ich denke es geschieht bald etwas Großes! Die Dinge entwickeln sich - aus meiner bescheidenen Sicht - gerade sehr schnell. Ich bin so verwegen und behaupte (bei aller Klarheit über die Warnung Gottes den Tag zu ermitteln!) dass sich das Zeitfenster in maximal 5 Jahren ERKENNBAR schließen wird!

Der Bombenanschlag in Boston:
Wohin läuft der Hase? Er schlägt Haken, aber das GEISTIGE Ziel zeichnet sich ab: ... Ein Nachbar von Tamerlan, Albrecht Ammon, sagte in einem Interview, Zarnajew habe den USA sehr kritisch gegenüber gestanden. Die Vereinigten Staaten gebrauchten die Bibel als Entschuldigung dafür, andere Länder zu überfallen, soll er gesagt haben.

Und die USA sind so fair und KÜMMERN sich "völlig neutral" um Täter und Opfer: Elf von ihnen liegen im Beth Israel Deaconess Medical Center - zusammen mit Dschochar Zarnajew.

Wie ist Ihre Einschätzung! Ich bitte Sie sehr um eine kurze Stellungnahme!

Gott steh uns bei!

Der Besucher will anonym bleiben



Vorweg: Sie belästigen mich nicht. Lästig sind nur unnötige Fragen und davon kann bei diesem Thema wohl keine Rede sein! Nachdem die Fragestellung im nachfolgenden Besucherkommentar der Ihren hier ganz ähnlich ist, möchte ich beide Kommentare weiter unten gemeinsam beantworten.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Sind wir bereits am "Anfang der Wehen"? / Kommentar UL 00, 2013-04-21)

Es ist fast schon erschreckend, wie präzise die Prophezeiungen über die Endzeit eintreffen. Ich habe mich erst jüngstens wieder einmal damit beschäftigt, weil ich nachforschen wollte, was in Bezug auf den Finanzcrash und den gewollten Zusammenbruch des Euroraumes in der Bibel zu finden ist.

Auch die Bestrebungen der selbsternannten "Machtelite" (Bilderberger, Rothschild) hin zum Überwachungsstaat, Abschaffung des Bargeldes einschließlich totaler Finanzkontrolle (RFID-Chip) sind sehr interessant zu beobachten.

Mich erstaunt eigentlich nur, dass es momentan sehr schnell zu gehen scheint. Begleitend hört man fast wöchentlich von neuen Erdbeben und Katastrophen. Die "Wehen" laufen auf Hochtouren.

Was halten Sie von dieser Entwicklung? Könnte 2014 mit den beiden "Blutmonden" an den beiden jüdischen Festtagen, etwa schon die nächste Stufe der Voraussagungen beginnen? Sind wir kurz vor der Vertragsschließung mit Israel?

Würde dann die siebenjährige Trübsalszeit beginnen? Kann man überhaupt schon solche Aussagen treffen?

UL



Danke für Ihren Besuch bei Immanuel.at und Ihren Kommentar. Ich möchte Ihre Fragen gemeinsam mit dem Kommentar des Besuchers weiter oben beantworten.

Was in Ihren beiden Kommentaren durchaus richtig ist, ist die Beobachtung, dass in den letzten Jahren weltweit Katastrophenszenarien vermehrt festzustellen sind. Das gilt nicht nur für Naturkatastrophen, wie Überschwemmungen, riesige Waldbrände, Erdbeben und Vulkanausbrüche, sondern durchaus auch für die vom Menschen verursachten Krisen, wie Kriege, Umweltverschmutzung, Genmanipulation, Pandemien (HIV, Vogelgrippe, Rinderseuche), Weltwirtschaftskrise, Finanzcrash etc. und die daraus resultierende sukzessive Verunsicherung, Verarmung und Entwurzelung der Bevölkerung.

Doch ganz unabhängig davon - wie es zumindest scheint - ereignen sich weltweit auch Tragödien im kleineren und auch im familiären Rahmen. Es werden Kinder in den Schulen von Amokläufern erschossen (USA, Russland), der katholische Klerus missbraucht die anvertrauten Kinder und vergewaltigt sie,  Bomben- und Selbstmordanschläge werden verübt und man hört immer öfter Berichte, wonach Männer ihre Frauen und Frauen ihre Kinder töten.

Es werden Frauen in brutalster Weise vergewaltigt, sodass sie an den Folgen sterben und erst gestern wurde von einem fünfjährigen(!) Mädchen in Indien berichtet, welches von zwei Männern mit "anderer sexueller Ausrichtung", wie solche und andere Perverse wie Lesben, Schwule, Sado-Masochisten etc. von manchen "Gutmenschen" unserer Tage auch genannt werden, entführt und tagelang vergewaltigt wurde.

Hinzu kommt der weltweite Trend, dass jeder jeden betrügt. Ob nun Steuerzahler das Finanzamt betrügen, indem sie in Steueroasen ausweichen, Unternehmen ihre Kunden, indem sie Geräte mit geplanter Obsoleszenz  ("Ablaufdatum") herstellen, Banken ihre Anleger, indem sie ihnen hochriskante Wertpapiere aufschwatzen, bis hin zum globalen Betrug der Staaten an ihren Bürgern, indem sie mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen und den unausweichlichen Bankrott aufgrund von Kredit- und Zinszahlungen dann "ausgleichen", indem sie den Sparern ihr Geld mit behördlicher Verordnung stehlen.

(Siehe auch Info: „Wenn der Staat zum Räuber wird: Zwangsenteignung und innere Unruhen.”)


Wir erleben also derzeit in allen Bereichen eine Radikalisierung der Gesellschaft, welche den scheinheiligen Sprüchen mancher Sonntagsprediger vom "Frieden in der Welt" oder auch von einem "Europa auf christlichem Fundament" ganz einfach Hohn spricht.

(Siehe auch Diskurs 114: „Der Kampf gegen unsichtbare Welten für ein Europa auf christlichem Fundament?”)


Doch das alles nun bereits als "Wehen" der Endzeit zu interpretieren, würde einer gefährlichen Unterschätzung der Bosheit der gottlosen Menschen gleichkommen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil uns die Bibel in diesem Zusammenhang eine ganz andere Kategorie von Terror und Trübsal prophezeit.

Wir hatten gerade im vorigen Jahrhundert in deutschen Landen ein gutes Anschauungsbeispiel, wie sich solche "Reiche des Bösen" entwickeln. In einem ersten Schritt muss die Bevölkerung verarmen und an den Rand der Verzweiflung getrieben werden. Diese Situation hatten wir in Deutschland und Österreich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg in der Zwischenkriegszeit.

Die Menschen hatte keine Arbeit, nicht zuletzt auch durch den damaligen Finanzcrash kein Geld, sie hatten Hunger und sahen keinen Ausweg. In dieser Atmosphäre tritt dann in der zweiten Phase der "große Retter" auf. Er schafft Arbeitsplätze, organisiert die Strukturen neu und stabilisiert das Land. Er ist erfolgreich, die Menschen jubeln ihm zu und er ist bald der unumschränkte Herrscher.

Doch dieser Platz, den damals Hitler eingenommen hatte, ist in der Gegenwart noch nicht besetzt. Und das ist nicht nur ein Widerspruch zum obigen Schema, sondern auch im Gegensatz zu den diesbezüglichen Prophezeiungen der Bibel. In der Bibel wird uns allerdings nicht ein Herrscher irgendeines Landes vorhergesagt, sondern ein Weltherrscher: Der Antichrist.

(Siehe auch Diskurs 1122: „Die Protokolle der Weisen von Zion - 3. Protokoll”)


Wenn wir nun das oben geschilderte Prinzip der politischen Machtübernahme den biblischen Kriterien des Antichristen als Weltherrscher gegenüberstellen, müsste also zuallererst die Welt in eine Krise geführt werden. Die Menschen dieser Welt müssten verarmen, Hunger und Ausweglosigkeit müssten sich breit machen. Wäre das möglich?

Wenn wir unsere Lehren aus der Finanzkrise richtig gezogen habe, dann wissen wir, dass es heutzutage nicht mehr nur die militärische Macht ist, welche ganze Staaten zu Fall bringen kann, sondern auch die Macht der Finanzwirtschaft. Wir haben erlebt, wie die von den Banken finanzierten Ratingagenturen mit einer einzigen Stellungnahme ganze Staaten in den Bankrott treiben können.

Und nun gibt es weltweit fast keinen Staat mehr, der nicht von den Krediten der Banken abhängig ist. Und selbst jene wenigen Länder, welche - etwa durch Erdölvorkommen - finanziell abgesichert sind, müssen ihr Geld ja irgendwie veranlagen. Und das geschieht Großteils bei Banken. Es ist daher auch diese globale Hochfinanz, welche die wahre Macht in dieser Welt ausübt.

Wie der Kommentator UL oben richtig schreibt, haben Rockefeller & Co und die ihnen hörigen nationalen Notenbanken der Welt bereits die totale Finanzkontrolle und wenn es ihnen gefällt, können sie durch unendliche Geldvermehrung eine Mega-Inflation auslösen, wodurch die Bürger am Ende für ihre Ersparnisse gerade einmal ein paar Brötchen bekommen. Und genau das ist sichtlich im Gange.

Die US-amerikanische Notenbank FED (Federal Reserve Bank), welche sich zwar "federal", also "bundes-staatlich" nennt, jedoch als weltweites Unikum in den privaten Händen von hauptsächlich neun jüdischen Bankiersfamilien ist (Rothschild London, Paris, Lazard Freres Paris, Warburg Amsterdam, Hamburg, Israel Moses Seif Bank Italien, Lehman Brothers New York, Khun Loeb New York, Goldman Sachs New York,  Rockefeller New York, JP Morgan Bank New York), hat seit der, durch die Lehman Brothers Investmentbank ausgelöste Weltwirtschaftskrise jede Zurückhaltung aufgegeben und lässt ihre Notenpressen auf vollen Touren laufen.

(Siehe auch Diskurs 109: „Babylon die Große - die Globale Hochfinanz.”)


Auch die EU hat diesen "amerikanischen" Weg eingeschlagen. Was nicht verwundert, ist doch der ehemalige Vizepräsident von Goldman Sachs International, Mario Draghi, heute der Chef der Europäischen Zentralbank und somit der Manager der EU-Finanzkrise. Und so hat auch die EZB seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 das Tempo ihrer Gelddruckmaschinen beschleunigt um den Finanzbedarf der maroden Staaten in der Eurozone abdecken zu können.

Und hier wird deutlich, dass Rockefeller & Co - insbesondere durch die rege Tätigkeit von Goldman Sachs, dem internationalen Bankenriesen, der für seine Korruption und seinen Insiderhandel berüchtigt ist - nun über immensen Einfluss auf praktisch jede größere westliche Volkswirtschaft weltweit verfügt. Und auch die wirtschaftliche Übernahme Europas wurde nun durch die Einschleusung von Goldman Sachs Agenten in den einflussreichsten Positionen der EU gefestigt:

(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Goldman Sachs festigt seine wirtschaftliche Übernahme Europas / Kopp Online 00, 2012-11-27)


Belgien: Karel Van Miert: früherer EU-Wettbewerbskommissar und internationaler Berater von Goldman Sachs

Deutschland: Otmar Issing: ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Bundesbank (Chefvolkswirt) und EZB-Ratsmitglied

Irland: Peter Sutherland; früherer Generalstaatsanwalt von Irland, war maßgeblich an den Rettungspaketen für Irland beteiligt, gehört als so genannter »Non-Executive Director« zum Goldman Sachs-Vorstand

Frankreich: Antonio Borges: leitet bis zu dieser Woche die Europa-Abteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF), früherer stellv. Vorstandschef von Goldman Sachs International

Italien: Mario Monti: Der italienische Regierungschef gehört zum internationalen Beratergremium von Goldman Sachs und ist der europäische Vorsitzende von David Rockefellers Trilateraler Kommission

Mario Draghi: Der neue Direktor der Europäischen Zentralbank war zuvor Geschäftsführer von Goldman Sachs International

Griechenland: Loukas Papadimos: war bis Mai 2012 griechischer Ministerpräsident. In seine Zeit als Chef der griechischen Zentralbank fallen die fragwürdigen Derivatgeschäfte mit Goldman Sachs, mit denen Griechenland das wahre Ausmaß seiner Schulden vertuschte

Petros Christodoulou; Leiter der griechischen Schuldenagentur, begann seine Karriere bei Goldman Sachs ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Bundesbank (Chefvolkswirt) und EZB-Ratsmitglied

(Quelle: KOPP Online)



Ganz ähnlich läuft es auch in Japan. Man kann daher sagen, dass die Welt längst bankrott und in den Händen von Rockefeller & Co ist, die Staaten und ihre Bürger wissen es nur noch nicht.

(Siehe auch Diskurs 112: „Die Protokolle der Weisen von Zion - die Analyse”)


Und wenn einmal die Staaten in der Hand der Geldgeber sind, dann sind im Prinzip auch Politik, Militär, Polizei und Geheimdienste in deren Hand und müssen sich fügen. Die Staatsverschuldung der USA beläuft sich z.B. gegenwärtig offiziell auf 16,8 - inoffiziell auf 73,2 Billionen(!) US-Dollar und Rockefeller & Co drängen die US-Regierung aus verständlichen Gründen (mehr Kredite, mehr Zinserträge) ja nicht zu sparen.

Die Financiers der EU-Staaten sind derzeit die EZB, die EU und der IWF (Internationaler Währungsfond). Sie gehen noch ziemlich zivilisiert mit den Schuldnerländern um und lassen ihnen Großteils volle Entscheidungsfreiheit. Obwohl jedoch Länder wie z.B. Deutschland einen konsequenten Sparkurs verfolgen, verlangt die Kommission - nach dem Modell der USA - weniger zu sparen, was natürlich weitere Kredite und noch mehr Abhängigkeit von den Banken zur Folge hat.

(Siehe auch Diskurs 101: „Sagt die Bibel, dass der Antichrist ein Jude sein wird?”)


Wiewohl nun eine Interpretation all dieser obigen Zusammenhänge als den, in der Bibel prophezeiten "Anfang der Wehen" (Kriege, Hungersnöte, Erdbeben) nicht möglich scheint, dürfte dieser weltweite Verlust an Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit und Altruismus durchaus ein Vorzeichen dieser endzeitlichen Entwicklung sein. So hat das auch schon Paulus prophezeit, als er seinem Lieblingsschüler Timotheus Ratschläge fürs Leben gab:

Die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, mehr das Vergnügen liebend als Gott.

2Tim 3,1 Dies aber wisse, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; 3,2 denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, 3,3 lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, 3,4 Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, 3,5 die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen. Und von diesen wende dich weg! 

3,6 Denn von diesen sind die, die sich in die Häuser schleichen und lose Frauen verführen - die mit Sünden beladen sind, von mancherlei Begierden getrieben werden, 3,7 immer lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können -. 3,8 Auf die Weise aber wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, so widerstehen auch sie der Wahrheit, Menschen, verdorben in der Gesinnung, im Blick auf den Glauben unbewährt. 3,9 Sie werden aber nicht weiter vorwärtskommen, denn ihr Unverstand wird allen offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war. 2Tim 3, 1- 9;


So wie Paulus hier die Menschen "in den letzten Tagen" charakterisiert, könnte man meinen, dies sei eine Beschreibung der überwiegenden Mehrheit unserer heutigen Zeitgenossen. Die Liebe der meisten ist erkaltet  (Mt 24,12), sogar Richter sind schon bestechlich und so nimmt auch die Gesetzlosigkeit überhand. Neid und Gier sind weit verbreitet. Man gönnt sich selbst alles, dem Anderen nicht einmal mehr einen "guten Tag". Anstatt dessen wird einem ein unpersönliches "Hallo" entgegengebellt. Doch das ist nur ein kleines Zeichen der tatsächlichen Umwälzung in der Gesellschaft.

Die vielen Morde und Selbstmordanschläge in den letzten Jahren werden schon gar nicht mehr registriert und man könnte meinen, dass nicht nur das Motto "Geiz ist geil", sondern auch die Aufforderung "Mord ist geil" ausgegeben wurde. Nachdem man bereits Kindern über das Internet Zugriff zu Pornofilmen gestattet, überlässt man Mädchen ab 14(!) Jahren die Verantwortung, ob sie das Kind in ihrem Bauch abtreiben, also töten lassen wollen und bezeichnet sie vorsichtshalber als "junge Frauen". Und auch hier galten die USA als Vorbild.


Auch das Verbot in der EU (2009) von Kreuzen im Klassenzimmer hat man von den USA übernommen. Während in den USA nach dem Gesetz in jedem Klassenzimmer die Nationalflagge stehen muss und auch sonst bei jedem nichtigen Anlass auf Gebäuden und Häusern gehisst und selbst im Knopfloch getragen wird, darf in Schulen kein Kreuz aufgehängt werden und Schüler sollen in der Schule nicht einmal Kreuze als Anhänger tragen. 

(Siehe auch Diskurs 110: „Der latente Christenhass in den USA.”)


Nachdem der Schweizer Migrantenverein "Secondos Plus" die Abschaffung der Schweizer Kreuz Fahne fordert, weil das Kreuz einen christlichen Hintergrund habe und für ein multikulturelles Land nicht angemessen sei, sind jetzt auch in der EU Stimmen laut geworden, die fordern, dass alle EU-Staaten, welche ein Kreuz in ihrer Nationalflagge haben, dieses entfernen. Da wundert es schon nicht mehr, dass man sich in der EU einst auch geweigert hat, einen Gottesbezug in die Präambel der Verfassung aufzunehmen. 

Die christlichen Prediger und Buchautoren treiben Handel mit dem Wort Gottes und lassen sich für ihre Tätigkeit bezahlen, obwohl sie für ihre Erkenntnis - wenn sie tatsächlich aus der Bibel und vom Heiligen Geist ist - nichts bezahlt haben. In den christlichen Volkskirchen werden "Ehen" von Homosexuellen getraut und auch in den evangelikalen Gemeinden werden Homosexuelle nicht nur aufgenommen, sondern sogar als Gemeindeleiter eingesetzt. Da ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, wenn gottlose Atheisten als "Prediger" in diese Gemeinden eingeladen werden. 

(Siehe auch Diskurs 99: „Predigtzyklus Pfarrei Sempach.”)


Und so kann man die Fragen der beiden obigen Besucher auch relativ einfach beantworten. Wir müssen nicht auf  ein Zeitfenster in 5 Jahren oder den Blutmond im nächsten Jahr warten. Es scheint, dass die letzten Tage, wie sie Paulus oben, in 2Tim 3,1-9 beschreibt, bereits begonnen haben. Was noch nicht begonnen hat, ist der "Anfang der Wehen". Diese weltweiten Katastrophen der Großen Trübsal und die anschließenden Gerichte Gottes am Tag des Herrn, in welchen jeweils fast zwei Milliarden Menschen umkommen werden (Off 6,8; Off 9,18), sind dann einfach die Folge davon, dass die Menschen Gott verworfen, alle Schranken geöffnet und jede Moral untergraben haben.

Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie brechen den ewigen Bund.

Jes 24,3 Die Erde wird leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet. 24,4 Das Land verdorrt und verwelkt, der Erdkreis verschmachtet und verwelkt, die Höchsten des Volks auf Erden verschmachten. 24,5 Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund. 24,6 Darum frißt der Fluch die Erde, und büßen müssen es, die darauf wohnen. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab, so dass wenig Leute übrigbleiben. Jes 24, 3- 6;


(Siehe auch Diskurs 55: „9/11: Wie konnte Gott so etwas zulassen? / Interview mit Anne Graham”)


Mit diesen wenigen gläubigen und gottesfürchtigen Leuten die übrig bleiben, wird Gott dann im Tausendjährigen Friedensreich seines Sohnes einen neuen Anfang auf Erden machen. Sie sind die Nachkommen der wenigen aufrichtig suchenden und die Wahrheit erkennenden Menschen in unserer heutigen Zeit. 

(Siehe auch Tabelle 14: „Die Offenbarung - nach Ereignissen gegliedert.”)


Hat das Kriegsgeschehen in Syrien prophetische Hintergründe? /    1. Teil, Diskurs 113

Der Anfang der Wehen. /    Diskurs 1133





1)
Die Aussage des gegenwärtigen griechischen Finanzministers Dimitris Avramopoulos, der unlängst der deutschen Regierung ausrichten ließ, dass Deutschland keinen Cent der an Athen geleisteten Rettungsgelder zurückerhalten wird, zeigt, wie naiv diese Ansicht des Altkanzlers ist. Avramopoulos sagte, sie werden die 240 Milliarden als Reparationszahlung für den Zweiten Weltkrieg einbehalten und sogar noch weitere finanzielle Forderungen stellen.