Diskurs 127 – Wird der Antichrist ein Moslem sein?




Wird der Antichrist ein Moslem sein?

Der Koran.

Der islamische Mahdi.

Der jüdische Messias.

Der jüdische Antichrist.

Der christliche Erlöser.

Die Demokratie– Falle.



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Wird der Antichrist ein Moslem sein? / Kommentar von HerbL 00, 2017– 10– 12)


Guten Tag Herr Horak,

ich bin immer wieder fasziniert von Ihrer klaren Sicht der Dinge die am Ende der Zeit auf uns zukommen werden.
Zum Thema: Wer ist der Antichrist? – gibt es inzwischen eine Unmenge an Material und Spekulationen.

Sehr beeindruckt hat mich aber in letzter Zeit besonders das Buch: "Der islamische Antichrist" von Joel Richardson.

Joel Richardson schreibt sehr überzeugend – mit guter Beweisführung aus der Schrift – , dass der kommende alleinige Weltenherrscher auch von den gläubigen Moslems (Mahdi) herbeigesehnt wird und mit ihm zusammen der "Jesus" auftreten wird (falscher Prophet). Er ist damit auch nicht der einzige Autor, der mehr oder weniger davon überzeugt ist, dass der Antichrist aus einem islamischen Land kommen wird, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Mich hat besonders überzeugt, dass er diese These allein aus dem Koran und der Bibel stammenden Prophetien über diese Zeit zusammen führt:

"Die Bibel sagt voraus, in den letzten Tagen wird ein charismatischer Führer auftreten, um im Namen des Friedens eine globale Anhängerschaft aufzurichten. Auch der Islam erwartet einen Mann, der sich erheben wird, um die Nationen anzuführen, und dabei eine Ära des Friedens verspricht. Joel Richardsons faszinierende Einblicke und Analysen legen nahe, dass es sich bei dem islamischen Mahdi und dem Antichristen aus der Bibel um ein und dieselbe Person handelt. Es scheint, als käme der falsche Christus eher aus dem Herzen des Nahen Ostens hervor – als aus Europa, wie oftmals angenommen wurde."

Mit einem islamischen Herrscher würde sich auch der Satz aus Joh.16,2 erfüllen: "Ja es kommt die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meint Gott einen Dienst zu widmen" und Offb. 20: "und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten"

Ein Zitat aus einer Kundenrezension: "Christen und Juden, die sich dagegen auflehnen, werden nach der Bibel und nach der islamischen Eschatologie beseitigt! Christen und Juden, die wissen, dass dieser Antichrist widergöttlich ist, werden sich gegen ihn auflehnen. Und Muslime verkennen die widergöttliche Natur ihres Helden, weil der Antichrist für sie der Mahdi ist, der den Islam als antichristlichste aller Religionen groß werden lässt."

Was halten Sie von dieser These?
Vielen Dank für Ihre Antwort schon im Voraus.
Herliche Grüße
HerbL



Vielen Dank für Ihren Besuch bei Immanuel.at und Ihren Kommentar.

In den vergangenen Monaten hatte ich zwei ähnliche Anfragen und daher denke ich, dass es für die Leser bei Immanuel.at hilfreich sein könnte, wenn dieses Thema auch einmal getrennt von den allgemeinen Endzeitereignissen, wie Große Trübsal, Christenverfolgung und Gottesgerichte in der Endzeit, separat behandelt und analysiert werden würde.

Lassen Sie mich daher gleich mit Ihrer ersten Aussage beginnen:

(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)


Joel Richardson schreibt sehr überzeugend – mit guter Beweisführung aus der Schrift – , dass der kommende alleinige Weltenherrscher auch von den gläubigen Moslems (Mahdi) herbeigesehnt wird und mit ihm zusammen der "Jesus" auftreten wird (falscher Prophet). Er ist damit auch nicht der einzige Autor, der mehr oder weniger davon überzeugt ist, dass der Antichrist aus einem islamischen Land kommen wird, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Mich hat besonders überzeugt, dass er diese These allein aus dem Koran und der Bibel stammenden Prophetien über diese Zeit zusammen führt.



Ja, wie gesagt, ich hatte in der letzten Zeit bereits ähnliche Anfragen und es ist ja auch durchaus verständlich, dass sich rechtgläubige Christen – und nicht nur diese – darüber Gedanken machen, ob die gegenwärtige Situation in Europa und Afrika, mit der Terrorgefahr durch den politischen Islam, nicht nur der Beginn einer viel umfassenderen – weil totalen – Weltherrschaft des in der Bibel prophezeiten Antichristensein könnte.

Für den analytischeren Beobachter lässt sich allerdings zuerst einmal sagen, dass der "Mahdi" (al– mahdi) im Koran des Mohammed mit keinem Wort erwähnt wird. Infolgedessen kann auch "diese These allein aus dem Koran" – wie Sie oben schreiben – gar nicht abgeleitet werden. Und natürlich ist auch in der Bibel keine Rede von einem "Mahdi" bzw. einem islamischen Propheten.

Andererseits ist auch der "Prophet" Mohammed in der Bibel mit keinem Wort erwähnt, obwohl dieser von sich selbst sagt, ein "Gesandter Gottes" zu sein und sich damit mit Jesus Christus, dem Sohn Gottes gleichstellt, der von sich sagt:

Der Vater, der mich gesandt hat.

Jh 6,44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. Jh 6,44;

Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben.

Jh 5,22 Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 5,23 damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Jh 5,19– 30;



Der Koran.

Doch wie im Diskurs 123 nachgewiesen wird, ist der Koran nun einmal keine vertrauenswürdige Quelle, weil Mohammed seine Texte zum großen Teil – teils wörtlich – von der Bibel abgeschrieben hat und jene Aussagen, welche keinerlei Ähnlichkeit – weder mit der Tora, noch mit dem Neuen Testament – haben und damit aus einer dritten Quelle, anzunehmenderweise von Mohammed selbst stammen, erstaunlich viele Gebote und Verbote enthalten, welche die Stellung und die Macht des "Gesandten" unter seinen Anhängern begründeten.

Auch der Umstand, dass Mohammed im Koran bei der Beurteilung der christlichen Lehre ein schwerer Fehler unterlaufen ist, indem er die, von der katholischen Kirche im Konzil von Ephesus (431 n. Chr.) erfundene, unbiblische "Maria", mit dem Heiligen Geist verwechselt und sie, gemeinsam mit Gottvater und Gottes Sohn, als die "Dreieinigkeit" der Christen interpretiert, macht den Koran nicht glaubwürdiger. Diesen Irrtum kann man wohl schwerlich dem Erzengel Gabriel zuschreiben, welcher angeblich dem Mohammed diese Texte in einer Höhle übergeben haben soll.

Ebensowenig könnte man dem Erzengel Gabriel vorwerfen, dass ihm das körperliche Wesen eines Engels fremd wäre, weil er dem Mohammed falsche Informationen über diesen Zustand in der Ewigkeit bezüglich der koranischen "72 Jungfrauen" gegeben hätte:

Mohammed und die Ewigkeit.

(Auszug aus Diskurs 123: "Der Prophet Mohammed, der Koran, die Bibel und das wahre Christentum")

Und dann kommen wir auch noch zu den berühmten 72 Jungfrauen, die angeblich im Paradies auf den muslimischen Märtyrer nach seinem Tod warten, damit er kommt, um sie zu entjungfern. Wobei Mohammed in einer "Hadith des Propheten" ebenfalls verspricht, dass die Jungfrauen nach der Entjungferung gleich wieder zu Jungfrauen werden und der Märtyrer eine ständige Erektion haben wird (WikiIslam / Deutsch).

Mohammed
Mohammeds Aufstieg in den Himmel mit seinem Pferd (Frau??) Buraq

Hier haben wir einerseits den moralisch völlig verwerflichen Umstand, dass versucht wird, junge Männer mit sexuellen Versprechungen zu verführen, damit sie ihr Leben für den Machterhalt eines selbsternannten "Propheten" und später dann für die Machtausweitung einer falschen Religion opfern. Andererseits aber, sind es gerade diese "Verheißungen" des Koran, welche dokumentieren, dass Mohammed absolut keine Ahnung vom Leben in der Ewigkeit hatte.

Wie nämlich auch der Koran bestätigt, beginnt nach der Auferstehung die Ewigkeit. Die Menschen, welche in der Ewigkeit leben werden, werden natürlich auch ewig leben. Wenn nun also die Menschen in der Ewigkeit ewig leben werden, wird keiner mehr sterben und daher müssen auch keine Menschen mehr geboren werden. Infolgedessen wird es in der Ewigkeit keine Zeugung und damit auch keinen Geschlechtsverkehr mehr geben. Die Menschen werden deshalb auch keine Geschlechtsorgane mehr haben und es wird nicht mehr Mann und Frau geben, sondern sie werden alle sein wie die Engel – also geschlechtsneutral.

Wenn Mohammed das Neue Testament genauer gelesen hätte, hätte er diesen Zusammenhang vom Sohn Gottes erklärt gefunden. Diesen hatten damals die Juden eine Fangfrage stellen wollen und ihm die berühmte biblische Geschichte von den sieben Brüdern und der einen Frau erzählt:

Nun in der Auferstehung: Wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie ja alle gehabt.

Mt 22,23 An demselben Tage traten Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn 22, 24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt (5.Mose 25,5): »Wenn einer stirbt und hat keine Kinder, so soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« 22,25 Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder; 22,26 desgleichen der zweite und der dritte bis zum siebenten. 22,27 Zuletzt nach allen starb die Frau. 22,28 Nun in der Auferstehung: Wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. 22,29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes.

22,30 Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. Mt 22,23– 30;


Wie wir sehen, ist Mohammed in die gleiche Falle getappt, wie die Juden damals. Doch während die Sadduzäer die Auferstehung an sich leugneten, hat Mohammed Auferstehung und ewiges Leben aus dem Neuen Testament zwar übernommen, allerdings deren Konsequenzen, nämlich die künftige Unnotwendigkeit von Nachwuchs, übersehen. Und so hat er sträflicherweise selbst erfundene "paradiesische Zustände" versprochen, damit junge Menschen für ihn in den Tod gehen.

Wie man sieht: Logik war weder die Stärke des "Propheten" von damals, noch ist sie eine herausragende Eigenschaft seiner Anhänger von heute.


(Siehe auch Diskurs 36: "Ist der Islam eine friedliche Religion?")


Insgesamt ist also der Koran als wenig glaubwürdig anzusehen und daher sind "Prophezeiungen" aus dem Koran nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen.



Der islamische Mahdi.

Soweit zur Glaubwürdigkeit des Koran. Was nun den "Mahdi" betrifft, wird dieser Name – wie bereits erwähnt – im Koran des Mohammed mit keinem Wort erwähnt und entstammt daher der nachkoranischen Zeit. Aber auch da hat man Anleihen in der Bibel genommen. Nachdem etwa ab dem 9. Jahrhundert n. Chr. auch das Neue Testament besser bekannt und verbreitet war, haben die verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen – und deren gab und gibt es viele, ähnlich wie bei den christlichen Denominationen – in Anlehnung an die christliche Religion einen eigenen "Erlöser" erfunden. Es sollte ein Nachkomme Mohammeds sein, der in der Endzeit das Unrecht dieser Welt beseitigen wird.

 

Der Mahdi (arabisch المهدي, DMG al– Mahdī ‘der Rechtgeleitete’; im Persischen und einigen arabischen Dialekten auch als Mehdi ausgesprochen) ist nach traditioneller islamischer Glaubensauffassung ein Nachkomme des Propheten Mohammed, der in der Endzeit auftauchen und das Unrecht auf der Welt beseitigen wird. Der Glaube an das Erscheinen des Mahdi ist sowohl ein zentraler Bestandteil der schiitischen Konfession als auch in den chiliastischen Erwartungen im sunnitischen Islam verbreitet und wird entsprechend in den kanonischen Traditionssammlungen in Form von Hadithen dargestellt.
(WIKIPEDIA)



Darauf bezieht sich dann wohl auch im Kommentar des obigen Besuchers die von ihm zitierte Passage aus dem Buch "The Islamic Antichrist" ["Der islamische Antichrist"] von Joel Richardson:

"Die Bibel sagt voraus, in den letzten Tagen wird ein charismatischer Führer auftreten, um im Namen des Friedens eine globale Anhängerschaft aufzurichten. Auch der Islam erwartet einen Mann, der sich erheben wird, um die Nationen anzuführen, und dabei eine Ära des Friedens verspricht. Joel Richardsons faszinierende Einblicke und Analysen legen nahe, dass es sich bei dem islamischen Mahdi und dem Antichristen aus der Bibel um ein und dieselbe Person handelt. Es scheint, als käme der falsche Christus eher aus dem Herzen des Nahen Ostens hervor – als aus Europa, wie oftmals angenommen wurde."


Und hier muss man konkretisieren, dass die Bibel keinesfalls von einem "Führer" spricht und auch nicht von einer "globalen Anhängerschaft". Die Bibel Alten Testaments prophezeit einen jüdischen Messias, der am Ende der Zeiten eine Weltherrschaft aufrichten wird. Und im Neuen Bund (NT) wird berichtet, dass es sich dabei um den Sohn Gottes handelt, der in Jesus von Nazareth vor rund zweitausend Jahren in Israel, als Jude, Mensch geworden ist. Allerdings haben die Juden damals ihren Messias nicht anerkennen wollen, haben ihn als Betrüger und Gotteslästerer bezeichnet und den Römern ans Kreuz geliefert.

Er ist jedoch von den Toten auferstanden und zurückgekehrt zu seinem Vater in den Himmeln und wird von dort wieder kommen, um seine Weltherrschaft anzutreten und als letztes weltliches Reich ein tausendjähriges Friedensreich (Das Millennium) ohne Kriege auf diesem Planeten aufzurichten. Dabei wird er keine globale Anhängerschaft haben, sondern es wird nach wie vor Völker geben, welche sich der Herrschaft des Sohnes Gottes nicht unterwerfen wollen und dafür auch bestraft werden (Sach 14,17).

Es ist daher auch falsch – oder zumindest oberflächlich in der Bibel recherchiert – , wenn Richardson oben meint: "dass es sich bei dem islamischen Mahdi und dem Antichristen aus der Bibel um ein und dieselbe Person handelt. [Islam’ s savior is called the Mahdi. However, the man in the Bible is the Antichrist.]. Der Islam sieht seinen Mahdi in Gegenposition zum Messias der Juden und zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes und Erlöser der Christen und nicht als den biblischen Antichristen.

(Siehe auch Diskurs 123: "Der Prophet Mohammed, der Koran, die Bibel und das wahre Christentum")



Der jüdische Messias.

Aber auch die Juden erwarten ihren Messias (hebräisch für Gesalbter, griechisch: Christos) zur Aufrichtung einer jüdischen Weltherrschaft (Königreich) gemäß den Aussagen des Tanach (AT). Zum Unterschied zum Islam sind das jedoch echte Prophezeiungen Gottes des Allmächtigen, welche bereits vor zweitausend Jahren mit dem Erscheinen dieses Messias als Mensch und Sohn Gottes in Erfüllung gegangen sind. Leider haben ihn die Juden damals teilweise nicht erkannt, großteils aber direkt abgelehnt und zum Tod verurteilt.

Daher warten die Juden auch heute noch auf ihren "echten" Messias. Und es wird nach den Prophezeiungen des Neuen Testaments tatsächlich ein weiterer – falscher – Messias kommen, nämlich der so genannte "Antichrist". Er wird sich als der, von den Juden erwartete, echte Messias ausgeben und eine weltweite Schreckensherrschaft  errichten. Doch der Sohn Gottes wird ihn dann bei seiner Wiederkunft vernichten und anschließend sein Friedensreich aufrichten.

Durch die Ablehnung ihres echten Messias’ – des Sohnes Gottes – vor zweitausend Jahren und seiner Verurteilung zum Tod, haben die Juden ihren Bund mit Gott gebrochen und Gott hat diesen Bund aufgelöst und einen neuen Bund durch den Opfertod seines Sohnes mit allen Menschen gegründet. In Hinkunft soll im Namen dieses "Loskaufopfers" jeder Mensch, der dies von Gott erbittet, seine Sünden vergeben bekommen. Er wird vor Gott als von Sünden befreiiter Gerechter dastehen und im Gericht nicht verurteilt werden.

(Siehe auch Diskurs 30: "Warum musste Jesus am Kreuz sterben?")


Diese Möglichkeit der Sündenvergebung durch den Glauben an den Sohn Gottes, haben natürlich auch die Juden. Doch für die orthodoxen Juden – und für ihre zwei Großrabbinen Israels – ist der christliche Glaube eine Beleidigung: "Kruzifixe sind eine Beleidigung für Juden. Das Kreuz ist gegen die jüdische Religion und der Anblick des Kreuzes ist für einen Juden verboten" (Israel Meir Lau, Großrabbiner von 1993– 2003). Aber auch ohne dieses gottlose Verbot haben die Juden – ob mosaisch oder gottlos, wie auch der große Rest der israelischen Bevölkerung – keinen Zugang zu Gott. Sie sind seit zweitausend Jahren und bis zum Millennium Gott– los.

Dieses Kreuzesverbot hat auch den katholischen Papst dazu gebracht, bei seinem Besuch der beiden Großrabbinen in Israel, das Kreuz, welches er an einer Kette um den Hals trägt, in Anwesenheit der Großrabbinen in seinem Zingulum (Bauchbinde) zu verstecken.

Papst Franziskus   Papst Franziskus   Papst Franziskus


Für ihren Bundesbruch vor zweitausend Jahren wurden die Juden von Gott schwer bestraft. Während des ersten Jüdischen Krieges (66– 74 n.Chr.) wurde im Jahr 70 der Tempel und die ganze Stadt Jerusalem von den Römern unter Titus dem Erdboden gleich gemacht. Sechszig Jahre später, im 3. Jüdischen Krieg (Bar– Kochba– Aufstand/132– 135), wurde dann das restliche jüdische Siedlungsgebiet in Judäa zerstört und ganz Israel in die Diaspora verbannt. Erst in unserer Zeit – im Jahr 1948 – kam es durch die Zionisten unter Theodor Herzl, wieder zur Einwanderung der Juden nach Palästina.

(Siehe auch Diskurs 111: "Der pseudochristliche Betrug an den Israeliten.")



Der jüdische Antichrist

Gerade der Zionismus ist ja eine politische Richtung im Judentum, welche den jüdischen Nationalstaat in Palästina bereits zu Beginn des vorigen Jahrhunderts geplant und dann 1948 ausgeführt hat. In Verfälschung der biblischen Prophezeiungen wurde das dann als die von Gott verheißene "Sammlung Israels" verkündet und damit auch das Erscheinen des "Messias" in unmittelbare Nähe gerückt.

Und auch dafür hat man natürlich einen Plan ausgearbeitet, wie man diesen falschen Messias zur Macht verhelfen und mit ihm zur Weltherrschaft gelangen wollte. Die Details dieses Plans sind den "Protokollen der Weisen von Zion" zu entnehmen, wo es z.B. heißt (Klammerbegriffe von mir):

"Damit die Massen nicht zu ruhiger Überlegung gelangen, werden wir sie durch Zerstreuungen, Spiele, Unterhaltungen und Leidenschaften ablenken. In Bälde werden wir Wettbewerbe aller Art auf dem Gebiete der Kunst (Filmfestspiele, Oscar– Verleihungen etc.) und des Sports (Olympische Spiele, Weltmeisterschaften etc.) ausschreiben. Das Interesse für diese Dinge wird sie dann endgültig von den Fragen ablenken, bezüglich derer wir mit ihnen im Kampf stehen. Indem die Menschen sich nach und nach das selbstständige Denken abgewöhnen, werden sie schließlich ganz in die Richtung unserer Ideen sprechen, weil wir die einzigen sein werden, die neue Gedanken– Richtungen hervorbringen." (13. Protokoll).


Die Zionisten wollen also den Massen "das selbständige Denken abgewöhnen", um zuerst heimlich und dann immer dreister ihren "König" einzuführen und auf den Thron zu setzen: Das wird auch am Ende der Protokolle ganz klar bestätigt:

"In der Person des Königs, der mit unbeugsamen Willen Herr seiner selbst und der Menschheit sein wird, werden alle die Verkörperung des Schicksals und seiner unbekannten Pfade erblicken. Niemand wird wissen, was der König mit seinen Anordnungen erreichen will, niemand wird wagen, seinen unbekannten Weg zu durchkreuzen.
Selbstverständlich muss die geistige Höhe des Königs der Bedeutung der ihm anvertrauten Pläne entsprechen. Daher wird der König den Thron erst besteigen, wenn unsere Weisen seine Fähigkeiten festgestellt haben.
Damit das Volk seinen König kennt und liebt, muss er zu ihm auf den öffentlichen Plätzen sprechen. Dies führt zu der sehr notwendigen Vereinigung der Kräfte, die sich heutzutage durch den Terror von einander trennen. Dieser Terror war für uns bisher unerlässlich, denn nur dank ihrer Trennung konnten wir uns die beiden Kräfte unterwerfen.
Der König der Juden darf sich von keiner Leidenschaft, insbesondere nicht von der Sinnlichkeit beherrschen lassen; tierische Triebe, die seine geistigen Fähigkeiten schwächen könnten, darf er niemals aufkommen lassen. Sinnlichkeit zerstört mehr als jede andere Leidenschaft die Fähigkeit des Geistes und die Klarheit des Blickes; sie lenkt das Denken auf die schlechteste und am meisten tierische Seite der menschlichen Natur ab.
Der Weltherrscher aus dem heiligen Samen Davids, die Säule der Menschheit, muss alle seine persönlichen Neigungen dem Wohle seines Volkes opfern.
Unser oberster Herrscher muss untadelig sein." (24. Protokoll)


Beim Lesen der obigen Aussagen muss man bedenken, dass diese Protokolle vorgeblich etwa vom Beginn des vorigen Jahrhunderts stammen und der aufmerksame Zeitgenosse durchaus einige Parallelen der dort angekündigten Maßnahmen auch in unserer heutigen Zeit der "Handy– Generation" erkennen kann.

(Siehe auch Diskurs 112: "Die Protokolle der Weisen von Zion – die Analyse")


Aber wir finden auch in der Bibel Hinweise darauf, dass der kommende falsche Messias – der Antichristus – ein Jude sein wird. Als Jesus erkannt hatte, dass die Juden ihn tatsächlich ablehnen und zur Kreuzigung an die Römer ausliefern werden, hat er zu den Juden gesagt:

Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr (die Juden) aufnehmen.

Jh 5,43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. Jh 5,43;


Diese Prophezeiung bedeutet Folgendes: Ebenso wie der Sohn Gottes, der Messias der Juden, im Auftrag Gottes zu den Juden gekommen ist, sie ihn jedoch abgelehnt und zum Tod verurteilt haben, wird ein anderer – ebenso als "Messias" – in seinem eigenen Namen – also ohne Vollmacht Gottes – zu den Juden kommen, den sie aber aufnehmen werden.

Aus diesem Text geht also klar hervor, dass ein falscher Messias kommen wird. Und es wird ausdrücklich betont, dass er zu den Juden kommen wird. Es ist also kein Mahdi, der zu den Moslems kommt und (noch) nicht der Erlöser Jesus Christus, der zu den Christen kommt. Es ist ein falscher Messias, der zu den Juden kommen wird.

Und auch Paulus weist in seinem zweiten Brief an die Thessalonicher darauf hin, dass sich der "Mensch der Gesetzlosigkeit", wie er ihn nennt, in den (wieder aufgebauten jüdischen) Tempel setzen und behaupten wird, dass er Gott sei.

So daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei.

2The 2,3 Daß niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; 2,4 der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei. 2The 2, 3– 4;


Und Paulus konkretisiert hier schon etwas deutlicher, welcher Provenienz dieser "Mensch der Gesetzlosigkeit" sein wird. Er nennt ihn: "Sohn des Verderbens". In der Bibel ist der Name "Verderber" ein Name Satans (Hbr 11,28) und "Sohn des Verderbens" meint daher "Sohn Satans".

Jesus Christus st also als Sohn Gottes zu den Juden gekommen und sie haben ihn abgelehnt. Ein anderer wird als "Sohn Satans" zu ihnen kommen und den werden sie aufnehmen. Und er wird es auch sein, der zuerst den Tempel in Jerusalem wieder aufbauen wird, dann aber das tägliche Opfer (tamid) abschaffen, sich in den Tempel setzen und behaupten wird, dass er Gott sei.

(Siehe auch Diskurs 86: "Der erste und der zweite Antichrist.")



Der christliche Erlöser.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist vor zweitausend Jahren am Kreuz gestorben. Nach drei Tagen ist er wieder auferstanden und zum Vater in die Himmeln aufgefahren. Und von dort wird er wiederkommen. Diese Wiederkunft haben wir in der Bibel mehrfach bestätigt:

Sie werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels.

Mt 26,64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels. Mt 26,64;


Mk 14,61 Er aber schwieg und antwortete nichts. Wieder fragte ihn der Hohepriester und spricht zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten? 14,62 Jesus aber sprach: Ich bin es; und ihr werdet sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen mit den Wolken des Himmels. Mk 14,61– 62;


Hier oben, in Mt 14,61, ist es der Hohenpriester, der Jesus befragt, ob er denn der Sohn Gottes sei. Und in seiner Antwort bejaht der Herr nicht nur diese Frage, sondern er bestätigt dem ganzen Sanhedrin auch gleich, dass er nun zum Vater gehen wird und dann später, "mit den Wolken des Himmels", wiederkommen wird.

Genau diese Information bekommen auch die Jünger, als sie den auferstandenen Herrn sehen, wie er vor ihnen in den Himmel entrückt wurde.

Dieser Jesus wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Apg 1,6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? 1,7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; 1,8 aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.

1,9 Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. 1,10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. 1,11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen. Apg 1, 6– 11;


Nach diesen Texten ist das untrügliche Kennzeichen der Wiederkunft des Herrn auf diese Welt, nach Tod, Auferweckung und Himmelfahrt – also nach bisher fast zweitausend Jahren –, sein Erscheinen auf "den Wolken des Himmels". Wir können also davon ausgehen, dass alle Prophezeiungen, welche den Herrn "auf den Wolken des Himmels" kommend darstellen, dieses Ereignis betreffen.

Einen ersten derartigen Hinweis finden wir in den Evangelien. Hier schildert der Herr den Jüngern dieses Ereignis und lässt sie auch gleichzeitig die Vorzeichen dieser seiner Wiederkunft wissen.

Der Menschensohn kommt in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Lk 21,25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, 21,26 und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 21,27 Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Lk 21,25– 27;

Sie werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels.

Mt 24,29 Sogleich aber nach der Trübsal jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 24,30 Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. 24,31 Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Mt 24,29– 31;


Nachdem wir erfahren haben, wie der Herr wiederkommen wird, erfahren wir auch wann er wiederkommt. In seiner Aussage oben, in Mt 24,29, sagt der Herr, das dies gleich nach der Trübsal jener Zeit geschehen wird. Dies ist die so genannte "Große Trübsal" und auch dafür haben wir in der Bibel Bestätigungen:

Es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist.

Dan 12,1 Zu jener Zeit wird Michael, der große Engelfürst, der für dein Volk eintritt, sich aufmachen. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen. Dan 12,1;

Eine große Trübsal, wie sie nie gewesen ist bis jetzt vom Anfang der Schöpfung.

Mk 13,19 Denn in diesen Tagen wird eine solche Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist bis jetzt vom Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und auch nicht wieder werden wird. Mk 14,19


Es wird also eine Trübsal sein, wie sie noch nie gewesen ist auf Erden.Und gleich nach dieser Trübsal wird der Sohn Gottes wiederkommen. Nun wissen wir also wie und wann der Herr wiederkommen wird. Fehlt nur noch die Antwort auf die Frage wozu er kommen wird. Und das erfahren wir gleich in den nächsten Versen der obigen Bibelstelle Mk13,21, nämlich in Mk 13,27:

Und dann wird er die Engel senden und wird seine Auserwählten versammeln.

Mk 13,24 Aber zu jener Zeit, nach dieser Bedrängnis, wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, 13,25 und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 13,26 Und dann werden sie sehen den Menschensohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit. 13,27 Und dann wird er die Engel senden und wird seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Mk 13,24– 27;


Er wird seine Engel senden und sie werden seine Auserwählten versammeln über den ganzen Planeten. Wohlgemerkt, das ist nicht die Allgemeine Auferstehung am Ende der Welt, sondern die so genannte "Entrückung" oder "Vorentrückung" der christlichen Gläubigen bei der Wiederkunft des Herrn, nach der Großen Trübsal. Danach kommt noch das Millennium, das tausendjährige Friedensreich des Sohne Gottes – jenes Reich, welches als "Königreich" des Messias im Alten Testament prophezeit wird. Und erst dann kommt das Ende der Welt mit der Allgemeinen Auferstehung.

Wer sind nun aber diese Auserwählten die der Herr sammeln lässt? Dies sagt uns Paulus in seinem ersten Brief an die Thessalonicher:

Zuerst werden die Toten in Christus auferweckt und dann mit den Lebenden entrückt.

1The 4,15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. 4,16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. 4,17 Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. 1The 4,15– 17;


Es sind die Toten in Christus – also alle jene Menschen, welche zu Lebzeiten zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind und gestorben sind. Sie werden als erste auferweckt. Und dann werden sie gemeinsam mit den, von den Engeln auf der ganzen Welt gesammelten Lebenden, welche ebenfalls an Christus glauben, in die Luft, dem Herrn entgegen entrückt. Diese alle werden mit dem Herrn in den Himmel auffahren. Das steht zwar nicht hier, aber man kann es aus folgender Schriftstelle schließen:

Die aus der großen Trübsal gekommen sind, standen vor dem Thron.

Off 7,9 Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, 7,10 und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm! 7,11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Gestalten und fielen nieder vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an 7,12 und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 7,13 Und einer der Ältesten fing an und sprach zu mir: Wer sind diese, die mit den weißen Kleidern angetan sind, und woher sind sie gekommen? 7,14 Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.

7,15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. 7,16 Sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten; es wird auch nicht mehr auf ihnen lasten die Sonne oder irgendeine Hitze; 7,17 denn das Lamm mitten auf dem Thron wird sie weiden und leiten zu den Quellen des lebendigen Wassers, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Off 7, 9– 17;


Hier hat der Johannes eine Vision im Himmel. Er sieht eine große Schar von Menschen aus allen Völkern und Nationen dieser Welt, die vor dem Thron Gottes stehen. Und er fragt den Ältesten, wer denn diese Leute seien. Der Älteste sagt, dass es jene Menschen sind, die aus der großen Trübsal gekommen sind. Nachdem alle Menschen, die nicht an Jesus Christus glauben, nicht in den Himmel kommen können, sind dies also die entrückten toten Christen aller Zeiten und die lebenden Christusgläubigen aus der Großen Trübsal. Sie sind vor dem Thron – also im Himmel.

Zusätzlich bestätigt der Umstand, dass es hier in Off 7,14 heißt: "… die gekommen sind aus der großen Trübsal", einmal mehr, dass die Entrückung nach – und zwar "sogleich" (Mt 24,29) nach – der Großen Trübsal stattfindet und nicht vor der Trübsal, wie einige Prediger den christlichen Gemeinden immer wieder vortäuschen wollen. Die Christen werden also die Große Trübsal durchstehen müssen. Und dass es nicht mehr viele sind, welche diese Drangsal überleben werden, lässt Paulus oben in 1The 4,15 und 17 erkennen, indem er von den Überlebenden als von jenen spricht, die "übrigbleiben".

(Siehe auch Diskurs 126: "Sind alle Religionen gleich? – Die Position des Christentums.")



Die Demokratie– Falle

Das wäre also der Ablauf der Ereignisse, wie sie in der Bibel prophezeit werden. In den Details kann das natürlich da oder dort abweichen, aber im Großen und Ganzen ist das für jeden biblisch orientierten Christusgläubigen relativ klar und überzeugend. Lässt sich hier aber in irgendeiner Weise ein Zusammenhang zur Gegenwart herstellen? Gerade die Flüchtlingskrise mit der Massenzuwanderung – großteils von Moslems und moslemischen Familien – ist ja letztlich der Grund dieser Frage, ob der Islam ein Zeichen der Endzeit sein könnte.

(Siehe auch Diskurs 1133: "Wie und warum die Große Trübsal beginnt: "Der Anfang der Wehen.")

(Siehe auch Diskurs 122: "Noch 224 Jahre bis zum Millennium.")


Doch dazu ist es offensichtlich noch zu früh. Aber wir haben die Möglichkeit, durch Vergleiche mit ähnlichen geschichtlichen Ereignisse diese Frage zumindest annäherungsweise zu beurteilen. Wenn wir für die Zeit vor dem Erscheinen des Antichristen eine vergleichbare historische Begebenheit suchen, finden wir in der europäischen Geschichte einige Beispiele.

Ob das nun die Oktoberrevolution von 1917 in Russland ist, wo Lenin mit seiner "Partei des Proletariats" (Sowjetunion) an die Macht gekommen ist oder die Weltwirtschaftskrise 1929/30 in Deutschland, in deren späteren Verlauf Hitler mit seiner "Nationalsozialistischen Partei" (Drittes Reich) die Macht übernommen hat. In beiden Fällen ist der Machtergreifung ein Krise vorangegangen, welche die Bevölkerung in ihren Grundfesten erschüttert und für die neue politische Richtung gefügig gemacht hat.

Stellen wir uns nun folgendes Szenario vor: Allein im Jahr 2016 hat die Europäische Union insgesamt über 1 Million Flüchtlinge aufgenommen. Viele davon sind Familien mit Kindern. Und da diese Familien sehr fruchtbar sind, werden es im Laufe der Jahre noch viel mehr Kinder – also Bürger – werden. Diese europäischen Bürger sind zum überwiegenden Teil Moslems.

Und diese Moslems bleiben Moslems. Das ist nicht so, wie bei den scheinheiligen europäischen Christen, die ihr Christsein gerade dann wiederentdecken, wenn sie ein Unglück trifft oder wenn es ans Sterben geht. Ein Islamgläubiger wechselt so schnell nicht seinen Glauben. Alle diese Kinder werden in 15– 20 Jahren erwachsen sein und sich natürlich in demokratischen politischen Parteien zusammenschließen.

Doch hier schnappt nun die Demokratie– Falle zu. In der Demokratie hat immer der die Macht, der die meisten Stimmen, also die Mehrheit hat. Ob das nun Homosexuelle, Terroristen (wie die Hamas im Gazastreifen) oder islamgläubige Moslems (wie in der Türkei) sind.  Und so pünktlich, wie diese Moslems am Freitag in die Moschee gehen, werden sie auch zu politischen Veranstaltungen und zu den Wahlen gehen.

Die Folge davon ist natürlich, dass die Islam– Partei bald stärkste Partei im Parlament ist. Und alle National– Europäer, die meinen, dass sich die Moslems bis dahin konvertiert oder zumindest gemäßigt hätten und sozusagen "europäisiert" wurden, sollten sich das aus dem Kopf schlagen.

Als stärkste Partei würden sie die Regierung stellen und Gesetze beschließen. Und nachdem Moslems schon heute nicht gewillt sind, die Demokratie und ihre Gesetze anzuerkennen, werden sie ihr eigenes Gesetz, die Scharia, einführen (wer nicht weiß was die Scharia ist, sollte einmal im Internet recherchieren!). Und in der Scharia gibt es keine Trennung von Religion und Politik. Islam und Scharia bilden ein totalitäres System, welches die Gesellschaft in jedem Bereich ordnet (siehe Türkei, Saudi Arabien).

Scharia

Ausschreitungen: Muslime fordern radikale Islam‒Gesetze


Und genau das könnte nun in ganz Europa zu Bürgerkriegen und zu einer Krise führen, welche dann der Nährboden für die Übernahme und Machtergreifung durch den Antichristen, den jüdischen "Messias" wäre. Er würde mit israelischer und amerikanischer Unterstützung Europa – wieder einmal – befreien und den Islam verjagen. Er würde in Israel als der lang ersehnte "Messias" und in den christlichen europäischen Gemeinden als der "wiedergekommene Jesus Christus" bejubelt, verehrt und angebetet werden.

Die Ansicht vieler Politiker, dass die Demokratie die beste aller möglichen Regierungsformen sei, ist daher schlicht und einfach falsch. Es gibt eine Regierungsform, welche diesen Politikern in ihrer Gottlosigkeit natürlich nicht geläufig ist: die Theokratie. Das ist die Gottesherrschaft. Die Menschen werden eine derartige Regierung im Millennium, dem tausendjährigen Friedensreich unseres Herrn Jesus Christus erleben. Da wird es keine Kriege mehr geben. Ja sie werden nicht einmal mehr lernen Kriege zu führen.

Schwerter zu Pflugscharen und Spieße zu Sicheln. Man wird nicht mehr Krieg führen.

Mi 4,3 Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. 4,4 Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des HERRN Zebaoth hat es geredet. 4,5 Ein jedes Volk wandelt im Namen seines Gottes, aber wir wandeln im Namen des HERRN, unseres Gottes, immer und ewiglich! Mi 4, 3– 5;


Die Theokratie – die Herrschaft Gottes über seine Schöpfung – das ist und bleibt die beste aller Regierungsformen. – Doch Gott hat den Menschen Wahlfreiheit gewährt. Sie können tun, was sie für richtig halten. Sie benötigen dazu nicht einmal eine Mehrheit. Jeder entscheidet für sich selbst und übernimmt dann aber auch die Verantwortung für diese seine Entscheidung.

Das hat auch schon der bekannte Evangelist und Prediger Wilhelm Busch seinen Zuhörern gesagt: "Sie brauchen die Botschaft, die ich Ihnen sage, nicht anzunehmen. Sie können’ s lassen, sich zu Jesus zu bekehren. Aber machen Sie sich klar, dass Sie damit die Hölle wählen! Sie haben die völlige Freiheit!" (Diskurs 55)