Diskurs 132 – Das biblische Christentum und sein jüdischer Messias (= grie.: Christos / der Gesalbte).



Das biblische Christentum.

Der Glaube an Jesus Christus - der feste Punkt im All.

Die Freiwilligkeit des christlichen Glaubens

Im Reiche Gottes gibt es nur völlige Freiwilligkeit. / Wilhelm Busch, Buch WB00, Seite 123ff

Der Alleinvertretungsanspruch des biblischen Christentums.



Das biblische Christentum.

Wie bereits im Diskurs 131 erwähnt, ist der christliche Glaube keine Religion. "Religion" leitet sich aus dem lateinischen Wort "religio" ab und hat mehrere Bedeutungen. Im Begriff "Religion" bedeutet es nach Cicero: "Die gewissenhafte Einhaltung überlieferter Regeln". Und hier haben wir den tieferen Sinn einer Religion und damit aller Weltreligionen: ein von Menschen einzuhaltender und zu praktizierender Ritus. D.h. der Mensch muss tätig werden (z.B. Opfer erbringen oder gewisse Handlungen setzen) und erwartet im Gegenzug eine Bevorzugung irgendwelcher Art.

Der christliche Glaube ist gerade das Gegenteil: Gott selbst wurde tätig (1Jh 4,10) und hat seinen Sohn gesandt, der nach dem Willen des Vaters (Lk 22,42) als Opfer für die Sünden der Menschen in den Tod gegangen ist (Gal 1,4). Der Mensch muss nur noch dieses Opfer im Geist als für seine eigenen Sünden erbracht annehmen und vor dem Vater im Gebet geltend machen. Damit ist er von Sünde befreit und kann wieder als Gerechter vor Gott stehen und um den Heiligen Geist bitten (Lk 11,13).

(Siehe auch Diskurs 51: "Der Empfang des Heiligen Geistes - wie geschieht das?")


Nach biblisch-christlichem Glauben gibt es nur einen einzigen Gott. Und deshalb kann es auch nur eine einzige Religion geben. Diese Religion war die abrahamitisch-mosaische Religion. Sowohl Abraham als auch Mose hatten direkten Kontakt zu diesem einen und einzigen Gott. In Konsequenz sind alle anderen Religionen dieser Welt menschliche Erfindungen und haben keine wie immer geartete Bedeutung.

Die abrahamitisch-mosaische Religion war eine Religion, die ausschließlich für das Volk Israel und alle jene Nichtisraeliten bestimmt war, welche zum mosaischen Glauben konvertieren wollten, dessen Gebote einhielten und sich beschneiden ließen. Alle anderen Religionen dieser Welt haben dieses System von Regeln und Geboten mehr oder weniger übernommen, ohne jedoch dessen geistliche Inhalte und vor allem, ohne dessen neuere Entwicklung zu kennen.

Und das gilt nun auch für die Juden. Sie kennen zwar diese neuere Entwicklung ihres mosaischen Glaubens, – den "Neuen Bund" – sie haben es jedoch fatalerweise abgelehnt dies zu akzeptieren. Damit haben sie aber ihren Alten Bund mit Gott gebrochen. Deshalb hat Gott diesen Bund aufgelöst und sie vor zweitausend Jahren verlassen (Mt 27,50-51). Doch wie schon so oft, denken die Juden, sie könnten die Tatsache, dass sie ihr Gott verlassen hat, ganz einfach ignorieren und weitermachen, als ob nichts geschehen wäre.

Das war schon ihre Taktik vor dreitausend Jahren, als Mose auf dem Berg Horeb, bei Gott war und sie meinten, er würde nicht mehr zurückkehren. Sie ignorierten das, machten sich ein goldenes Kalb und beteten ganz einfach das goldene Kalb an.

Und so ist es auch in unserer Zeit. Die Bibel prophezeit, dass Israel aus aller Welt, wohin sie Gott, nachdem sie den Bund mit ihm gebrochen haben, zerstreut hat (Diaspora), von seinem Gott wieder gesammelt wird. Doch den Juden dauerte das zu lange. So haben sie sich unter Theodor Herzl und seinen Zionisten selbst gesammelt und das Land Israel mit Mord und Totschlag wieder besetzt, ohne, dass sie Gott in irgend einer Weise dazu aufgefordert, geschweige denn geführt hätte, wie das die Bibel sagt (Hos 1,7).

Und so entstand 1948 der Staat Israel, das neue "goldene Kalb" der Juden. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Gott Israel verlassen hat, dann wäre das der beste Beweis. Es ist aber auch der Beweis dafür, dass Gott den Bund mit Israel aufgelöst hat und daher auch die mosaische Religion, welche sich auf diesen Bund gründet, keine Gültigkeit mehr besitzt. Und hier kann man nun natürlich zurecht fragen, ob eine solche schwerwiegende Aussage auch von der Bibel gestützt wird. Genau das soll in der Folge nachgewiesen werden.

Wie bereits weiter oben dargelegt, hat Gott seinen Sohn zuerst "zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel" gesandt, damit er, als ihr Messias, die Prophezeiungen erfüllen und das "Königreich", das tausendjährige Friedensreich, aufrichten sollte. Doch die Juden haben ihn abgelehnt und zum Tod am Kreuz verurteilt. Wenn die Juden ihn angenommen hätten, hätte die Weltgeschichte einen vollkommen anderen Verlauf genommen.

Aber sie haben ihn nicht angenommen (Jh 5,43) und damit ihr Schicksal und den Lauf dieser Welt völlig verändert. Eine dieser Veränderungen war die Entscheidung Gottes, den Tempel in Israel und das Volk Israel zu verlassen (Mt 27,50-51) und den Alten Bund aufzulösen (Hbr 8,7-9). Doch es wäre nicht unser allmächtiger und gnädiger Gott und Vater im Himmel, wenn er mit dieser gerechten Entscheidung nicht auch eine Möglichkeit zur Rettung geschaffen hätte.

Und zwar nicht nur zur Rettung der Juden, sondern zur Rettung aller Menschen. Das Grundproblem aller Menschen war und ist, unsere Unfähigkeit, die Gebote Gottes gänzlich zu erfüllen. Durch den schwachen Glauben (Lk 17,6) erliegen wir immer wieder den Versuchungen des Satans. Doch das Vergehen gegen die Gebote Gottes ist Sünde und Sünde wird mit dem Tod bestraft (Röm 6,23).

(Siehe auch Exkurs 08: "Der erste und der zweite Tod.")


Auch wenn das nicht der erste, der physische Tod ist, sondern der sogenannte "zweite Tod" (Off 21,8) , also die Verurteilung beim Letzten Gericht zur ewigen Verdammnis. Und hier hat Gott, um nicht gleich alle Menschen verdammen zu müssen, in der alten mosaischen Religion anstatt des Todes des sündigen Menschen, den stellvertretenden Tod von Tieren, also z.B. das Opfer von fehlerlosen einjährigen Lämmern (Opferlamm) befohlen, um die Sünde des Menschen zu sühnen.

Als die Juden jedoch seinen Sohn abgelehnt haben, hat Gott jene Prophezeiung erfüllt, welche da sagt:

Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist.

Jes 28,16 Darum spricht Gott der Herr: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht. Jes 28,16;

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.

Ps 118,22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. 118,23 Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Ps 118,22-23;


Die Bauleute, die jüdischen Schriftgelehrten und das mosaische Glaubensgebäude, haben den Stein, ihren Messias, verworfen, und so hat ihn Gott zum Eckstein gemacht, d.h. zu jenem Stein im Fundament, welcher das gesamte Gebäude trägt und zusammenhält. Und obwohl nun die jüdischen Schriftgelehrten die Tora und alle Schriften genau kannten, die Bedeutung dieser Prophezeiung hatten sie offenbar nicht verstanden (Mt 5,17).

Und so kam es zu diesem Paradigmenwechsel im Glauben an den einen und einzigen Gott. Der alte mosaische Glaube war außer Kraft gesetzt, er konnte keine Sünden mehr vergeben. Und auch das hat ihnen unser Herr Jesus Christus gesagt, aber da wollten sie ihn schon nicht mehr verstehen:

Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,21 Er sprach nun wieder zu ihnen: Ich gehe hin, und ihr werdet mich suchen und werdet in eurer Sünde sterben; wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen. 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen? 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,21-24;

Wer in seinen Sünden - also ohne Sündenvergebung-  stirbt, wird beim Letzten Gericht zur ewigen Verdammnis verurteilt. Und genau das ist das Schicksal aller Juden, der Söhne des Reichs, denen das Reich genommen und einem anderen Volk gegeben wurde, das seine Früchte bringt.

Aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.

Mt 8,11 Ich sage euch aber, dass viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tisch liegen werden in dem Reich der Himmel, 8,12 aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Mt 8,11–12;

Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringen wird.

Mt 21,33 Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun darum setzte und eine Kelter darin grub und einen Turm baute; und er verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. 21,34 Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte zu empfangen. 21,35 Und die Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie. 21,36 Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten ihnen ebenso.

21,37 Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen! 21,38 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe. Kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen! 21,39 Und sie nahmen ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.

21,40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen Weingärtnern tun? 21,41 Sie sagen zu ihm: Er wird jene Übeltäter übel umbringen, und den Weinberg wird er an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit. 21,42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, nd er ist wunderbar in unseren Augen»?

21,43 Deswegen sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringen wird. 21,44 Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; aber auf wen er fallen wird, den wird er zermalmen.

21,45 Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, daß er von ihnen redete. 21,46 Und als sie ihn zu greifen suchten, fürchteten sie die Volksmengen, denn sie hielten ihn für einen Propheten. Mt 21,33-46;



Wie man sieht, sitzen die Juden zwischen zwei Stühlen: im mosaischen Glauben des Alten Bundes können sie keine Sünden mehr vergeben bekommen. Nicht nur, weil dieser Bund von Gott aufgelöst wurde, sondern auch, weil die Sündopfer nur am Brandopferaltar im Tempel in Jerusalem – und nur dort (5Mo 12,13-14)! – erbracht werden dürfen. Doch dieser Tempel und der Brandopferaltar wurden vor zweitausend Jahren zerstört (Lk 21,5-6).

(Siehe auch Diskurs 111:"Die Zerstörung des Tempels")


Andererseits kann die Sündenvergebung im Neuen Bund des christlichen Glaubens nur im Glauben an das stellvertretende Loskaufopfer des Sohnes Gottes am Kreuz für die Sünden aller Menschen erlangt werden. Und das lehnen die Juden ab.

Daher hat ihnen der Herr oben, in Jh 8,24 auch gesagt: "Wenn ihr nicht glauben werdet, dass ich es (der Messias) bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. Und wer in seinen Sünden sterben muss, der hat keine Vergebung für seine Sünden und wird beim Letzten Gericht zur ewigen Verdammnis verurteilt.

Allerdings wäre es nun ein Fehler – dem leider einige christliche Denominationen erliegen – zu glauben, dass damit der mosaische Glaube und Israel von Gott auf ewig verworfen wäre. Diese Gott‒losigkeit des Volkes Israel geht vom Tod des Sohnes Gottes, als der Vater den Tempel verlassen hat, bis zum Beginn des Millenniums, wenn sich der übrig gebliebene Rest der Israeliten wieder zu ihrem Gott und seinem Sohn Jesus den Christus (den Messias) bekehren.

Wer die Bibel kennt, weiß daher, dass das Christentum nur ein "Einschub" in der Geschichte Gottes mit Israel ist. Im Millennium wird sich der Rest Israels zu Jesus Christus bekehren, Gott wird ihnen ihren König David auferwecken (Jer 30,8-9) und Israel wird zum "Haupt der Nationen" (Jer 31,6-8) in den tausend Jahren des Friedensreiches des Sohnes Gottes werden.

(Siehe auch Diskurs 121: "Das Christentum: Ein Einschub in der Geschichte Gottes mit Israel.")


Deshalb hat auch unser Herr Jesus Christus gesagt;

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Mt 5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 5,18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. 5,19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. 5,20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Mt 5,17-20;

(Siehe auch Diskurs 131: "Das Judentum und seine Sicht von Jesus des Christus’ [=hebr.: Messias].")


Für das Christentum gelten also genau die selben Gebote und Gesetze wie im mosaischen Glauben! Das ist es, was der Herr hier sagt. Der Sold der Sünde – also ungesühnte und unvergebene Nichtbeachtung der Gebote und Gesetze – ist noch immer der (zweite) Tod. Was sich jedoch geändert hat ist die Art der Sühne und der Vergebung.

War es im mosaischen Glauben ein Tier (Opferlamm), dass stellvertretend für den Menschen sein Leben lassen musste, ist es im christlichen Glauben der Sohn Gottes selbst, der sein Leben für die Sünder gegeben hat. Hatten die Juden viele Opfergesetze für die verschiedensten Sünden und Vergehen, so gilt im Christentum das eine Opfer des Sohnes Gottes für alle Sünder und alle Sünden, welche im Gesetz genannt sind.

Das ist der Neue Bund, das ist das Christentum. War im Alten Bund das Kennzeichen der Zugehörigkeit die Beschneidung, ist es im Neuen Bund der Glaube. Der Glaube an Jesus Christus und sein stellvertretendes Opfer am Kreuz für die Sünden der ganzen Welt. Wer es annehmen will, der hat Sündenvergebung und ist gerettet. Wer es nicht annehmen will, auf dem bleibt der Zorn Gottes und er geht in die Verdammnis.

Ein weiterer Unterschied zum mosaischen Religion ist – wie bereits weiter oben erwähnt –, dass der christliche Glaube eben keine Religion ist. Es ist eine Relation, eine Beziehung zu oder eine Verbindung mit Gott als unserem Vater im Himmel, der raumzeitlosen Dimension, in der Gott und seine Engel leben. Deshalb hat uns auch der Sohn Gottes gesagt:

Und ihr sollt niemand euren Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater: der im Himmel.

Mt 23,9 Und ihr sollt niemand euren Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater: der im Himmel. Mt 23,9;


Wir sollen also niemand auf Erden unseren Vater nennen, weil unser Vater im Himmel ist. – Damit ist aber auch klar, dass sämtliche katholischen Päpste, welche sich in schamloser Weise sogar "Heiliger Vater" nennen lassen – eine Bezeichnung, welche unser Herr Jesus Christus ausschließlich im Gebet für Gott verwendet hat (Jh 17,11) – allein schon aus diesem Grund in die Hölle fahren werden.

Die Mitglieder des Neuen Bundes erkennt man also daran, dass sie an Jesus Christus glauben. Sie sind Kinder – Söhne und Töchter – des lebendigen Gottes, der ihr Vater im Himmel ist. Und diese Beziehung, diese Verbindung ist geistiger Natur. Wie uns auch der Herr sagt:

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.

Jh 4,23 Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Jh 4,23-24;


Im christlichen Glauben gibt es also keinen Ritus, keine Liturgie, keine "Messen", keine Priester, Bischöfe, Päpste usw. Und das biblische Christentum kennt auch keine "Gotteshäuser", wie die Kirchen, Moscheen oder Tempeln bei den Religionen. Denn der eine und einzige Gott hat uns gesagt:

»Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen?«.

Apg 7,48 Aber der Höchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht (Jesaja 66,1-2): 7,49 »Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen?«, spricht der Herr, »oder was ist die Stätte meiner Ruhe? 7,50 Hat nicht meine Hand das alles gemacht?«. Apg 7,48-50;


Und Paulus schreibt uns im ersten Brief an die Korinther:

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?

1Kor 3,16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 3,17 Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören, denn der Tempel Gottes ist heilig – der seid ihr. 1Kor 3,16-17;


Und schließlich erklärt uns der Sohn Gottes selbst, wie das zu verstehen ist:

Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

Jh 14,22 Spricht zu ihm Judas, nicht der Iskariot: Herr, was bedeutet es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? 14,23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. 14,24 Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat. 14,25 Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. 14,26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Jh 14,22-26;


Durch den Heiligen Geist in uns wird also Vater und Sohn in uns wohnen. Und deshalb sind wir (unser Geist) der Tempel Gottes. All diese anderen menschlichen Erfindungen in den Religionen dienen nur dazu, in der materiellen Welt der Menschen zu beeindrucken, sich selbst bei anderen Menschen zu rühmen. Das alles ist dem unsichtbaren Gott, der Geist ist, ein Gräuel.

Religion ist, wenn der Mensch versucht Gott zu erreichen. Im biblischen Christentum kommt Gott zum Menschen. Gott ist unser Heiliger Vater im Himmel und es gibt daher durch den Heiligen Geist in uns eine Relation, eine direkte, geistige Beziehung zu dem einen und einzigen Gott.

Wenn der Mensch ohne Sünde ist – d.h. er muss vorher beten und um die Vergebung seiner Sünden im Namen des Loskaufopfers des Herrn Jesus bitten – und wenn er bereit ist, der Wahrheit die Ehre zu geben, dann geht er in einen Raum, in dem er ungestört ist, verschließt die Tür, setzt sich hin und beginnt im Geist mit seinem Vater im Himmel zu sprechen.

Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.

Mt 6,5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Versammlungen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten (oder an der "Klagemauer"!/ FH) , damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. 6,6 Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. 6,7 Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen erhört werden. 6,8 Seid ihnen nun nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Mt 6, 5- 8;


So hat das auch Gottfried Daniel Pomacher, ein Erweckungsprediger aus dem Wuppertal gesehen, als er sagte:

"Das Christentum besteht nicht in Worten sondern in der Kraft des Heiligen Geistes in den Gläubigen. Nicht jene sind die Säulen des Tempels, die sich öffentlich in Gebeten mit "Herr, Herr" die Bewunderung ihrer Zuhörer verschaffen, sondern jene, welche zuhause, in ihrem stillen Kämmerlein und ohne einen einzigen Zuhörer, ihre Gebete an den Herrn richten, sind die wahren Träger der Gemeinde."


Das ist die einzige Möglichkeit für jeden Menschen mit Gott zu sprechen (beten) und von ihm auch gehört zu werden. Alle anderen "Gebete" – zu wem auch immer – gehen in die Leere und gelangen nicht zu Gott. Das Christentum ist daher keine Religion, sondern eine Relation. Eine Beziehung oder Verbindung des Menschen zu seinem Vater im Himmel, dem allmächtigen Gott und zu seinem Sohn Jesus Christus.

Und wie hier nun auch leicht erkennbar, ist die katholische Kirche, welche in der Welt gemeinhin als die Vertreterin des Christentums gesehen wird, keine christliche Kirche. Der biblisch-christliche Glaube basiert weder auf Regeln noch auf Ritus oder Liturgie. Der wahre christliche Glaube kennt weder Priester noch Bischöfe, Kardinäle oder gar Päpste. Der echte christliche Glaube ist eine Beziehung zu Gott als unseren himmlischen Vater und zu Jesus Christus, seinen Sohn, als unseren Retter.


Der Glaube an Jesus Christus - der feste Punkt im All.


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"Gebt mir einen festen Punkt im All, und ich werde die Welt aus den Angeln heben."


Der griechische Mathematiker Archimedes von Syrakus (287 v. Chr. – 212 v. Chr.) hat als erster das Hebelgesetz entdeckt und diese bemerkenswerte theoretische Feststellung getroffen.

In der Realität dieser Welt ist der Glaube an Jesus Christus das, was diese Welt wirklich aus den Angeln hebt. Wenn der Sohn Gottes sagt:

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.

– hebt er damit alle biologischen und physikalischen Gesetze unserer raumzeitlichen Welt auf. Die Kraft, mit welcher der Mensch dieses Wunder realisieren kann, heißt Glaube. Der Glaube ist eine Kraft im Menschen, wie auch die Liebe, der Hass, die Eifersucht etc. Doch während Liebe, Hass und Eifersucht meist ungewollt "ausbrechen", kann der Mensch die Kraft des Glaubens selbst aktivieren. Im christlichen Glauben muss er dazu Gott und dem Sohn Gottes vertrauen. Vertrauen – genau das ist in der Bibel mit "Glauben" gemeint.

Bei den Wundern, welche der Herr auf Erden gewirkt hat, sagte er immer "Dein Glaube (dein Vertrauen in mich) hat dir geholfen".

Mt 9,22 Sei guten Mutes, Tochter! Dein Glaube hat dich geheilt.

Mk 10,52 Geh hin, dein Glaube hat dich geheilt!

Lk 7,50 Dein Glaube hat dich gerettet. Geh hin in Frieden!

Lk 17,19 Steh auf und geh hin! Dein Glaube hat dich gerettet.

Mt 15,28 O Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst!

Und aus diesem Vertrauen, aus diesem Glauben, ergibt sich dann eine Überzeugung. Das ist der Glaube eines rechtgläubigen Christen: Überzeugung.

Wer an ihn (Jesus Christus) glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet.

Jh 3,17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. 3,18 Wer an ihn glaubt (Ps 118,22-23), wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nichtgeglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Jh 3,17-18;

Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.

Jh 6,35 Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten. Jh 6,35;

Wer an mich glaubt, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Jh 7,38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. 7,39 Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war. Jh 7,38-39;

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.

Jh 11,25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; 11,26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das? Jh 11,25-26;

Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun.

Jh 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. Jh 14,12;


Jesus spricht zu ihm: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Jh 14,6)

Und es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein auserwählter Sohn; den sollt ihr hören!

Lk 9,35 Und es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein auserwählter Sohn; den sollt ihr hören! 9,36 Und als die Stimme geschah, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und verkündeten in jenen Tagen niemandem, was sie gesehen hatten. Lk 9,35-36;

Der Glaube des wahren Christen ist seine Überzeugung, dass Jesus Christus der Sohn Gottes und der Retter dieser Welt ist.



Doch der Sohn Gottes ist nicht nur der Retter der Welt, er ist auch der Richter der Welt. Gerade weil er aus eigenem Willen durch seinen Tod diese Welt gerettet hat, hat Gott, der Vater, auch alle Macht im Himmel und auf Erden an den Sohn übergeben. Und er – Jesus Christus – ist es auch, der am Ende dieser Welt, beim Weltgericht, jeden einzelnen Menschen danach beurteilen wird, ob sich dieser Mensch in seinem irdischen Leben zum Glauben an den Sohn Gottes entschieden hat oder nicht.

Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.

Mt 28,18 Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Mt 28,18;

Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben

Jh 5,22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, 5,23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Jh 5,22.23;


Wie wollen nun jene Menschen vor diesem Gericht bestehen, dessen Richter sie auf Erden verleugnet haben? Diese Menschen sind "Selbstmörder". Sie haben die eine und einzige Möglichkeit verworfen, welche sie auf dieser Welt von Sünde befreien und erlösen kann. Sie haben den einzigen Mittler, der sie vor ihrem Gott vertreten kann, verleugnet und als nicht existent erklärt. Sie werden den zweiten Tod sterben.

Einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus.

1Tim 2,3 Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, 2,4 welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 2,5 Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, 2,6 der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. 1Tim 2, 3- 6;

Jeder, der den Namen des Herrn Jesus anrufen wird, wird errettet werden.

Röm 10,9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10,10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. 10,11 Denn die Schrift sagt: «Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.» (Jesaja 28,16). 10,12 Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen; 10,13 «denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.» (Joel 3,5). Röm 10, 9-13;


Sollte man mit solchen Menschen Mitleid haben? Sie sind Mörder! Nämlich Selbstmörder. Und da kann es kein Mitleid geben. Weder bei Gott, noch bei den Menschen.

Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Hurer und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Off 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Hurer und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. Off 21, 8;


Es gibt bei Immanuel.at ein Dokument, welches die wesentlichen Ereignisse in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Schöpfung Gottes in übersichtlicher, weil komprimierter Form darstellt. Es ist dies die Tabelle 09, welche ich den interessierten Lesern wärmstens empfehle sich anzusehen. Lassen Sie sich vom Ausdruck "Tabelle" nicht abschrecken! Es ist nur eine Aufstellung, welche in horizontaler Richtung die vergleichbaren Erscheinungsformen eines bestimmten Ereignisses in verschiedenen Zeitepochen und in vertikaler Richtung die verschiedenen Ereignisse in jeder dieser Zeitperioden darstellt.

Das Wesentliche an dieser Darstellung ist aber ihre biblische Authentizität, welche jeweils durch die Referenzlinks zu den betreffenden Bibelstellen nachgewiesen wird. Sie haben dadurch die nachprüfbare Sicherheit, die originalen biblischen Zusammenhänge vor sich zu haben. Diese Arbeit wurde in jahrelanger biblischer Recherche und Analyse erstellt und bietet dem Leser die Möglichkeit eines Gesamtüberblicks und damit eine außerordentliche Vertiefung seiner biblischen Erkenntnisse.



Die Freiwilligkeit des christlichen Glaubens

Dass Jesus Christus die Welt gerettet hat, heißt aber natürlich nicht, dass die Welt jetzt schon gerettet wäre. Die Welt verbleibt weiterhin in der Macht des Satans. Es geht um die Möglichkeit der Rettung für jeden einzelnen Menschen. Und zwar um die finale Rettung - die Rettung vor dem zweiten Tod.

(Siehe auch den Diskurs 1042: „Sind alle Regierungen der Welt von Gott eingesetzt?”)


Der erste Tod ist der normale biologische, physische Tod des Körpers. Doch der Geist stirbt nicht und daher hat jeder Mensch eine ewige Existenz und wird in der Auferstehung (Wiedergeburt) wieder lebendig werden, um im Gericht vor seinem Richter, dem Sohn Gottes zu erscheinen. Und dort fällt dann die Entscheidung, ob er ins Reich Gottes eingehen darf oder ob er in die ewige Verdammnis, in die äußerste Finsternis geworfen wird (Mt 25,30), wo auch der Satan mit seinen Engeln ist. Das ist dann der zweite Tod.


Die ewige Existenz jedes Menschen.

Jeder einzelne Mensch, der bei seiner körperlichen Geburt die Fruchtblase seiner Mutter lebend verlässt – der also "aus Wasser (Fruchtwasser, amniotische Flüssigkeit) geboren" ist (Jh 3,5) – erhält von Gott (Jh 4,24) einen menschlichen Geist (1Kor 2,11) mit ewiger Existenz (Mt 25,46). Im ersten, zeitlich-irdischen Teil seiner Existenz – in seinem Leben, hat der Mensch die Möglichkeit, sich völlig frei und ohne Zwang mit dem ihm von Gott gegebenen Geist zu entscheiden, ob er diesem Gott, dem Schöpfer allen Lebens, sein ganzes Vertrauen und seine ganze Liebe schenken will.

Nach dem Tod des Menschen wird sein Körper wieder zu Staub, aus dem er geschaffen wurde (1Mo 2,7), sein Geist jedoch fährt ins Totenreich (Dan 12,2; 1Ptr 3,18-19; 1Kor 15,23-24), wo er die Zeit bis zu seiner Auferstehung in einem schlafähnlichen Zustand verbringt (1The 4,15-16).

Bei der Auferstehung (Röm 6,4-5), der " Wiedergeburt aus dem Geist" (Mt 19,28; 1Ptr 3,18; Jh 3,7), erhält der Mensch wieder einen Körper (1Kor 15,43-44; Mt 22,30; Jh 3,8; Röm 8,10-11), ähnlich wie jener des Sohnes Gottes nach dessen Auferstehung (Jh 20,26-27).

Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib.

1Kor 15,42 So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 15,43 Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. 15,44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. 15,45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele« (1. Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. 15,46 Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche. 15,47 Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. 15,48 Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen. 15,49 Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. 1Kor 15,42-49;


Mit diesem Körper steht der Mensch dann beim Weltgericht vor dem Sohn Gottes, der im Auftrag Gottes (Jh 5,22. 26-27) jeden Menschen nach dessen irdischen Taten und nach seiner Entscheidung in seinem Leben für oder gegen Gott, richten wird (Röm 2,16).

Jeder, der sich in seinem Leben für Gott und zum Glauben an seinen Sohn Jesus Christus entschieden hat (Jh 17,3), hat die Möglichkeit, vor diesem Gericht den sühnenden Tod des Sohnes Gottes stellvertretend für die Sünden aller Menschen auch für die Tilgung seiner eigenen Sünden – die Vergehen gegen die Gebote Gottes – in Anspruch zu nehmen (Jh 3,16) und wird daher begnadigt (Jh 5,24). Jenen Menschen, die diesen Glauben nicht angenommen haben, können ihre Sünden nicht vergeben werden und werden daher verurteilt (Jh 3,36).

Nach dem Weltgericht werden diese verurteilten Menschen ihre ewige Existenz in der Finsternis (Mt 22,13) der Verdammnis des ewigen Feuers (Mt 18,8) verbringen, mit Heulen und Zähneknirschen (Mt 13,49-50) darüber, weil sie es zu Lebzeiten abgelehnt haben zum Glauben zu kommen und der nunmehrigen Erkenntnis, dass sie dies nun nie mehr nachholen können und ihr Zustand nie mehr geändert werden kann.

Die Begnadigten hingegen werden ihr ewiges Leben (Mt 25,46) in der Neuen Schöpfung, im Licht Gottes auf einer neue Erde (Off 20,11) und unter einem neuen Himmel, die Gott geschaffen hat (Off 21,1-3. 5), verbringen.

Der Sohn Gottes sagte:

"Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein." Jh 14,15-17;

Jesus sagte: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit." Jh 11,25-26;


Unter diesem Aspekt hat schon der bekannte Evangelist und Prediger Wilhelm Busch seinen Zuhörern gesagt: „Sie brauchen die Botschaft, die ich Ihnen sage, nicht anzunehmen. Sie können’s lassen, sich zu Jesus zu bekehren. Aber machen Sie sich klar, dass Sie damit die Hölle wählen! Sie haben die völlige Freiheit!” (Leute die nicht glauben können)

(Siehe auch Diskurs 22; „Gibt es die Unsterblichkeit der Seele?”)



Für all jene, welche es gerne kurz und modern haben wollen:
Der Geist des Menschen ist die "Software" – das Betriebssystem –, welches die "Hardware" – den Körper – funktionieren lässt. Bei Laufzeitende der Hardware wird die Software in der cloud abgespeichert. Am Ende der Welt erhält die Software dann eine neue Hardware mit unbegrenzter Laufzeit.




Die Aufnahme ins Reich Gottes nennt die Bibel "ewiges Leben", weil die Alternative, die ewige Verdammnis in der Hölle, nicht als "Leben", sondern bloß als Existenz bezeichnet werden kann. Das Urteil beim Letzten Gericht ist davon abhängig, ob sich dieser Mensch zu Lebzeiten zu Jesus Christus bekehrt hat. Dies deshalb, weil vor Gott jede Missachtung seiner Gebote – jede Sünde – nur mit dem (zweiten) Tod des Menschen gesühnt werden kann. Und nachdem jeder Mensch gesündigt hat, ist die gesamte Menschheit vor Gott des Todes schuldig.

(Siehe auch Kapitel 13: „Das Weltgericht.”)


Doch nachdem Gott vor zweitausend Jahren den Bund mit Israel aufgelöst hat, weil sie seinen Sohn, ihren Messias, ans Kreuz geliefert haben, hat er einen Neuen Bund mit allen Menschen geschlossen: der Tod seines Sohnes am Kreuz sollte in Hinkunft als stellvertretender Tod für die Sünden jedes Menschen gelten, soferne sich dieser Mensch zum Glauben an den Sohn Gottes und dessen stellvertretendes Opfer (Loskaufopfer) bekehrt hat.

(Siehe auch Diskurs103: „Der Neue Bund Gottes mit allen Menschen.”)


Wir sehen also, bei Gott gibt es keinen Zwang. Es ist eine völlig freiwillige Entscheidung jedes einzelnen Menschen, ob er sich nun bekehren will oder nicht. Doch diese Entscheidung muss jeder Mensch in seinem Leben treffen. Wenn er sich bekehrt, ist er gerettet, bekehrt er sich nicht, geht er in die Verdammnis.

Das hat auch schon der von mir sehr geschätzte, doch leider bereits verstorbene Evangelist und Prediger Wilhelm Busch seinen Zuhörern immer wieder vor Augen geführt:



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Im Reiche Gottes gibt es nur völlige Freiwilligkeit. / Wilhelm Busch, Buch WB00, Seite 123ff)

Sehen Sie: Wer nicht glauben will, der braucht auch nicht! Darf ich Ihnen das mal sagen? In der Kirche gibt es immer noch allerlei Zwang. Im Reiche Gottes gibt es nur völlige Freiwilligkeit. Wer ohne Gott leben will, darf das! Gott bietet sich uns an. Aber wir können ihn ablehnen. Wollen Sie ohne Gott leben? Dürfen Sie! Wollen Sie ohne Frieden mit Gott leben? Dürfen Sie! Wollen Sie ohne Gebet leben? Dürfen Sie! Wollen Sie ohne Bibel leben? Dürfen Sie! Wollen Sie Gottes Gebote übertreten? Dürfen Sie! Wollen Sie die Sonntage entheiligen, huren, saufen, lügen, stehlen? Dürfen Sie! Wer diesen Heiland, den Gott geschickt hat, um Sünder zu erretten, nicht will, der darf ihn ablehnen. Wer in die Hölle laufen will, der darf das. Bei Gott gibt es keinen Zwang. Nur machen Sie sich bitte klar, dass Sie dann die Folgen auf sich nehmen müssen. Gott bietet Ihnen durch Jesus Vergebung der Sünden und Frieden an. Sie können sagen: "Ich brauch es nicht! Ich will es nicht!". Dann dürfen Sie so leben. Dann glauben Sie aber nicht, dass Sie in den letzten 5 Minuten Ihres Lebens - im Sterben - noch werden fassen können, was Gott Ihnen ein ganzes Leben lang angeboten hat. Sie dürfen Gottes Friedensangebot in Jesus ablehnen, dann müssen Sie aber in alle Ewigkeit ohne Frieden mit Gott leben. Und das ist die Hölle.

Die Hölle ist der Ort, wo man Gott wirklich endgültig los ist. Da werden Sie nicht mehr eingeladen. Da ruft Sie nichts mehr. Da wollen Sie vielleicht beten, aber dann können Sie nicht mehr. Da wollen Sie vielleicht den Namen Jesus anrufen, aber er fällt Ihnen nicht mehr ein. Sie brauchen die Botschaft, die ich Ihnen sage, nicht anzunehmen. Sie können's lassen, sich zu Jesus zu bekehren. Aber machen Sie sich klar, dass Sie damit die Hölle wählen! Sie haben die völlige Freiheit!

"Und ihr habt nicht gewollt!" sagte Jesus zu den Jerusalemern. Er zwang sie nicht. Aber was sie wählten, das war schauerlich! (Mt 23,37-38)

Wilhelm Busch

Wilhelm Busch (1897-1966) war Jugendpfarrer in Essen, Evangelist, Prediger, Schriftsteller und Autor.

Dieser Auszug ist dem Buch "Jesus unser Schicksal", von Wilhelm Busch, Schriftenmissions-Verlag Gladbeck/Westfalen entnommen. ISBN 3-7958-0364-0



Der Alleinvertretungsanspruch des biblischen Christentums.


Jede Religion, die nicht Jesus Christus als den Sohn Gottes und einzigen Mittler

zwischen Gott und den Menschen im Mittelpunkt ihres Glaubens hat, ist eine falsche Religion (1Tim 2,5).

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Jedes Gebet, welches nicht ausschließlich an Jesus Christus oder den Gott der Bibel gerichtet ist, richtet sich an Götzen und ist Gott ein Gräuel (Jer 10,2-5).

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Der christliche Glaube, mit der Bibel als alleiniger Glaubensgrundlage und ohne irgendwelche, von Menschen erfundene Zusätze, ist daher die einzige Möglichkeit in dieser Welt, welche die Menschen zum Glauben an das sühnende Kreuzesopfer des Sohnes Gottes führt und damit durch die Sündevergebung den Zugang zu dem einen und einzigen Gott der Bibel ermöglicht (1Jh 2,23).