Diskurs 133 – Das vierte Weltreich Daniels in unserer Zeit – eine erstaunliche Entdeckung.



Die Weltreiche in der Bibel.

Das vierte Reich.

Die Demokratien.

Die zehn Hörner/Könige.

Das elfte Horn: der Antichrist.



Die Weltreiche in der Bibel.

Das Römische Reich ist eines der historischen Weltreiche, welche bereits lange vor ihrer Entstehung in der Bibel prophezeit wurden. Wir wollen uns hier konkret mit diesen Prophezeiungen beim Propheten Daniel, in Dan 2 und Dan 7 befassen.

Nachdem die folgende Analyse eine profunde Schriftkenntnis voraussetzt, es jedoch auch weniger versierten Lesern ermöglicht werden soll, den Aussagen zu folgen,  werden die behandelten biblischen Texte großteils wörtlich zitiert. Bevor wir aber in die Analyse dieser Danielprophezeiungen einsteigen, hier zur besseren Übersicht eine Tabelle mit den historischen Weltreichen in ihrem biblischen Umfeld. Der Text dazu aus Off 17:

Die sieben Häupter sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt, und es sind sieben Könige.

Off 17,9 Hier ist Sinn, zu dem Weisheit gehört! Die sieben Häupter sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt, und es sind sieben Könige. 17,10 Fünf sind gefallen, einer ist da, der andre ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muss er eine kleine Zeit bleiben. 17,11 Und das Tier, das gewesen ist und jetzt nicht ist, das ist der achte und ist einer von den sieben und fährt in die Verdammnis. 17,12 Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie für eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier. 17,13 Diese sind eines Sinnes und geben ihre Kraft und Macht dem Tier. Off 17,9-13;







Ägyptisches
Reich



Assyrisches
Reich



Babylonisches
Reich



Medopersisches
Reich



Griechisches
Reich



Römisches
Reich



Antichristliches
Reich



Millennium
(Friedensreich)



Letzter
Kampf


Off
17





9-11;
Thutmosis
1.
Haupt/König
gefallen


9-11;
Assurnasirpal
2.
Haupt/König
gefallen


9-11;
Nebukadnezar
3.
Haupt/König
gefallen


9-11;
Kores (Cyrus)
4.
Haupt/König
gefallen


9-11;
Alexander
5.
Haupt/König
gefallen


9-11;
Augustus
6.
Haupt/König
ist da


8-11;
 Gesetzloser   |    Tier (Meer) 
7.
Haupt/König
wird kommen
Große Trübsal      |       Tag des Herrn


JESUS CHRISTUS

Off 20,4-7;



8-11;
Satan (Tier)
8.
Haupt/König war der 7.

Off
6





















2;

E
N
T










2The 2
Mt 24
Off 7





















1-8
29
14









Hes

31,2-11;



















R
Ü


39,1-13;




38,1-13;
Jes
10





5-16;
















C
K
U











Dan 2













32. 37-38;
Haupt
Gold


32. 39;
Brust, Arme
Silber


32. 39
Bauch Lenden
Kupfer


33. 40
Schenkel
Eisen


33. 41-43
Füße
Eisen, Ton

N
G


42. 44
Zehen
Eisen, Ton
zehn Könige

34-35. 44-45
Berg
ohne Zutun Stein







Dan 7
















4;
Löwe
Adlerflügel
|
|

5;
Bär
auf einer Seite
|
|

6;
Panther
vier Köpfe
|
|

7;
Ungeheuer
Eisenzähne
10 Hörner
|

8;
kleines Horn
Lästermaul
|
|


11;
dem Feuer
übergeben
|
|

13-14;
Menschensohn









Off
13




19
20















V
2;
Löwenrachen




V
2;
Bärenfüße




V
2;
Panthergestalt




V
1;
zehn Hörner




V
3. 14;
zum Tod
geschlachtet
aber geheilt



V
1-2;
7 Köpfe
lebendig im Feuersee
20;







2-6;






7-10;


Im eingangs zitierten Bibeltext, aus Off 17,9, werden sieben Häupter erwähnt, welche auch sieben Berge (Königreiche) und sieben Könige sind. In der obigen Tabelle sind diese sieben prophezeiten Reiche den sieben historischen Weltreichen zugeordnet und im Zusammenhang mit weiteren biblischen Prophezeiungen dargestellt.

Wir finden diese 7 Reiche als Häupter/Könige auch noch in drei Prophezeiungen der Offenbarung des Johannes:

Und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen.

Off 12,1 Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. 12,2 Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt. 12,3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, 12,4 und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind fräße. Off 12,1-4;

Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen.

Off 13,1 Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen. 13,2 Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht. 13,3 Und ich sah eines seiner Häupter, als wäre es tödlich verwundet, und seine tödliche Wunde wurde heil. Und die ganze Erde wunderte sich über das Tier, 13,4 und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämpfen? 13,5 Und es wurde ihm ein Maul gegeben, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ihm wurde Macht gegeben, es zu tun zweiundvierzig Monate lang. 13,6 Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen. 13,7 Und es wurde ihm gegeben, zu kämpfen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm gegeben Macht über alle Stämme und Völker und Sprachen und Nationen. 13,8 Und alle, die auf Erden wohnen, werden ihn anbeten, alle, deren Namen nicht vom Anfang der Welt an geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist. Off 13,1-8;

Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner.

Off 17,1 Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir zeigen das Gericht über die große Hure, die an vielen Wassern sitzt, 17,2 mit der die Könige auf Erden Hurerei getrieben haben; und die auf Erden wohnen, sind betrunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei. 17,3 Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner. Off 17,1-3;


In allen diesen Prophezeiungen beziehen sich die 7 Häupter/Könige auf die 7 Weltreiche, welche weiter oben in der Tabelle dargestellt sind. Während oben, in Off 12 und 17, der Satan (Drache/Tier in der Wüste) selbst beschrieben wird, ist es in Off 13 der, vom Satan aus den Toten auferweckte Antichrist, in welchem sich Satan selbst manifestieren wird. Mit diesen 7 Häuptern wird auch dokumentiert, dass die Reiche dieser Welt vom Satan beherrscht und gelenkt werden.

(Siehe auch Diskurs 128: "Die echten Außerirdischen, die unsere Welt beherrschen.")

Jene beiden Prophezeiungen, mit welchen wir uns hier im Detail beschäftigen wollen, sind die, ebenfalls in der Tabelle weiter oben zitierten Kapitel 2 und 7 aus dem Buch Daniel. Zur Dokumentation sind diese Texte hier im Anschluss eingefügt. In diesen beiden Prophezeiungen sind nur vier Weltreiche erwähnt (Babylon, Medopersien, Griechenland und Rom), jedoch erfahren wir hier, dass die zehn Hörner aus dem vierten Reich hervorgehen werden. Für eine detaillierte Auslegung sei auf Diskurs 93 verwiesen. – Hier nun einmal die Prophezeiung im Traum König Nebukadnezars und seine Deutung durch Daniel.

(Siehe auch Diskurs93: "Die ersten vier Weltreiche bei Daniel")

Nebukadnezars Traum vom Standbild.

Dan 2,31 Du, König, hattest einen Traum, und siehe, ein großes und hohes und hell glänzendes Bild stand vor dir, das war schrecklich anzusehen. 2,32 Das Haupt dieses Bildes war von feinem Gold, seine Brust und seine Arme waren von Silber, sein Bauch und seine Lenden waren von Kupfer,2,33 seine Schenkel waren von Eisen, seine Füße waren teils von Eisen und teils von Ton. 2,34 Das sahst du, bis ein Stein herunterkam, ohne Zutun von Menschenhänden; der traf das Bild an seinen Füßen, die von Eisen und Ton waren, und zermalmte sie. 2,35 Da wurden miteinander zermalmt Eisen, Ton, Kupfer, Silber und Gold und wurden wie Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, dass man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, wurde zu einem großen Berg, so dass er die ganze Welt füllte. Dan 2,31-35;

Die Deutung des Traums.

Dan 2,36 Das ist der Traum. Und seine Deutung wollen wir vor dem König ansagen: 2,37 Du, o König, du König der Könige, dem der Gott des Himmels die Königsherrschaft, die Macht und die Stärke und die Ehre gegeben hat 2,38 – und überall, wo Menschenkinder, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels wohnen, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gesetzt -, du bist das Haupt aus Gold. 2,39 Und nach dir wird ein anderes Königreich erstehen, geringer als du, und ein anderes, drittes Königreich, aus Bronze, das über die ganze Erde herrschen wird. 2,40 Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen, deshalb weil das Eisen alles zermalmt und zerschmettert; wie das Eisen, das alles zertrümmert, wird es all jene zermalmen und zertrümmern. Dan 2,36-40;


Die Interpretation dieser Prophezeiungen dürfte ja den meisten Lesern geläufig sein, so nicht, bitte Diskurs 98 lesen. Für unsere Analyse hier müssen wir nur die Aussagen aus Dan 2,40 festhalten; "Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen, deshalb weil das Eisen alles zermalmt und zerschmettert; wie das Eisen, das alles zertrümmert, wird es all jene zermalmen und zertrümmern".

(Siehe auch Diskurs 98: "Das fünfte Königreich im Traum des Nebukadnezar")


Als zweiten Text hier nun die Prophezeiung in Dan 7, vom Traum, den Daniel selbst einige Zeit später hatte:

Und vier große Tiere stiegen aus dem Meer herauf, jedes verschieden vom anderen.

Dan 7,1 Im ersten Jahr Belsazars, des Königs von Babel, sah Daniel einen Traum nd Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Dann schrieb er den Traum auf, die Summe der Ereignisse berichtete er.  7,2 Daniel fing an und sprach: Ich schaute in meinem Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde des Himmels wühlten das große Meer auf.

7,3 Und vier große Tiere stiegen aus dem Meer herauf, jedes verschieden vom anderen. 7,4 Das erste war wie ein Löwe und hatte Adlerflügel; ich sah hin, bis seine Flügel ausgerissen wurden und es von der Erde aufgehoben und wie ein Mensch auf seine Füße gestellt und ihm das Herz eines  Menschen gegeben wurde. 7,5 Und siehe, ein anderes, ein zweites Tier, war einem Bären gleich. Und es war auf der einen Seite aufgerichtet und hatte in seinem Maul drei Rippen zwischen seinen Zähnen. Und man sprach zu ihm so: Steh auf, friß viel Fleisch! 7,6 Nach diesem schaute ich, und siehe, ein anderes, wie ein Leopard: das hatte vier Vogelflügel auf seinem Rücken. Und das Tier hatte vier Köpfe, und Herrschaft wurde ihm gegeben.

7,7 Nach diesem schaute ich in Gesichten der Nacht: und siehe, ein viertes Tier, furchtbar und schreckenerregend und außergewöhnlich stark, und es hatte große eiserne Zähne; es fraß und zermalmte, und den Rest zertrat es mit seinen Füßen. Und es war verschieden von allen Tieren, die vor ihm waren, und es hatte zehn Hörner. Dan 7, 1- 7;

Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.

Dan 7,8 Als ich aber auf die Hörner achtgab, siehe, da brach ein anderes kleines Horn zwischen ihnen hervor, vor dem drei der vorigen Hörner ausgerissen wurden. Und siehe, das Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul; das redete große Dinge. 7,9 Da sah ich: Throne wurden aufgestellt, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer. 7,10 Da ergoss sich ein langer feuriger Strom und brach vor ihm hervor. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.

7,11 Ich sah auf um der großen Reden willen, die das Horn redete, und ich sah, wie das Tier getötet wurde und sein Leib umkam und in die Feuerflammen geworfen wurde. 7,12 Und mit der Macht der andern Tiere war es auch aus; denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lang ein jedes leben sollte. 7,13 Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. 7,14 Ihm wurde gegeben Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende. Dan 7,8-14;

Die Deutung des Traums.

Dan 7,15 Ich, Daniel, war entsetzt, und dies Gesicht erschreckte mich. 7,16 Und ich ging zu einem von denen, die dastanden, und bat ihn, dass er mir über das alles Genaueres berichtete. Und er redete mit mir und sagte mir, was es bedeutete. 7,17 Diese vier großen Tiere sind vier Königreiche, die auf Erden kommen werden. 7,18 Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich empfangen und werden’s immer und ewig besitzen.

7,19 Danach hätte ich gerne Genaueres gewusst über das vierte Tier, das ganz anders war als alle andern, ganz furchtbar, mit eisernen Zähnen und ehernen Klauen, das um sich fraß und zermalmte und mit seinen Füßen zertrat, was übrig blieb; 7,20 und über die zehn Hörner auf seinem Haupt und über das andere Horn, das hervorbrach, vor dem drei ausfielen; und es hatte Augen und ein Maul, das große Dinge redete, und war größer als die Hörner, die neben ihm waren. 7,21 Und ich sah das Horn kämpfen gegen die Heiligen, und es behielt den Sieg über sie, 7,22 bis der kam, der uralt war, und Recht schuf den Heiligen des Höchsten und bis die Zeit kam, dass die Heiligen das Reich empfingen.

7,23 Er sprach: Das vierte Tier wird das vierte Königreich auf Erden sein; das wird ganz anders sein als alle andern Königreiche; es wird alle Länder fressen, zertreten und zermalmen. 7,24 Die zehn Hörner bedeuten zehn Könige, die aus diesem Königreich hervorgehen werden. Nach ihnen aber wird ein anderer aufkommen, der wird ganz anders sein als die vorigen und wird drei Könige stürzen. 7,25 Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit. 7,26 Danach wird das Gericht gehalten werden; dann wird ihm seine Macht genommen und ganz und gar vernichtet werden. 7,27 Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen. Dan 7,15-27;


Die ersten drei Weltreiche können sowohl beim Traum des Nebukadnezar als auch im Traum Daniels eindeutig identifiziert werden: Das erste Reich sind die Chaldäer (Babylonier) mit Nebukadnezar II. selbst als König. Das zweite Reich ist das Medo-persische Reich mit Darius III. als König. Und das dritte Reich ist das griechische Reich mit Alexander dem Großen als König. Das vierte Reich müsste demnach also das Römische Reich mit seinen Herrschern sein.

Um das zu verifizieren, konzentrieren wir uns jetzt auf dieses vierte Reich und lassen aber vorher eine Meinung aus WIKIPEDIA zu Wort kommen.


Das vierte Reich

(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(WIKIPEDIA – Die Vier-Reiche-Lehre)

Die Vier-Reiche-Lehre stammt aus dem Buch Daniel der Bibel. Sie basiert insbesondere auf Dan 2 EU und 7 EU, in denen Daniel einen Traum des babylonischen Königs Nebukadnezar II. über die Zukunft deutet bzw. selbst eine Vision hat, deren Bedeutung ihm offenbart wird. (…)

Interpretationen.
In der darauffolgenden Zeit und bis durch das Mittelalter hindurch hat man versucht, diese vorchristlich prophezeiten Königreiche mit konkreten Herrschaftsreichen in Verbindung zu bringen. Das erste Reich konnte man aufgrund der biblischen Aussagen noch recht unzweifelhaft mit dem babylonischen Reich Nebukadnezars identifizieren. Als die darauffolgenden Reiche gelten zumeist das Mederreich/Perserreich, das Alexanderreich und das Römische Reich. Das Römische Reich passt auch insofern als viertes Reich, als das vierte Reich ein geteiltes Königreich sein sollte. Tatsächlich kam es im Römischen Reich dazu, dass das Reich ab 395 n. Chr. von zwei Kaisern regiert wurde und schließlich in das Weströmische und das Oströmische Reich zerfiel. (…)

Translatio imperii.
An die Vier‒Reiche‒Lehre knüpft die mittelalterliche Theorie der translatio imperii (Übertragung der Herrschaft) an. Mit ihr wurde der Übergang der römischen Herrschaft auf die Herrscher des Heiligen Römischen Reichs begründet.


WIKIPEDIA.



In den obigen Aussagen bei WIKIPEDIA kann man sehr gut jenes Problem erkennen, welches Bibelausleger seit Jahrhunderten mit diesen Prophezeiungen haben. Einerseits ist die Interpretation des vierten Reichs auf das Römische Weltreich evident und kann vernünftigerweise nicht bestritten werden. Andererseits aber ergeben sich aus den Folgeaussagen in diesen Prophezeiungen Hinweise darauf, dass im (Zeit-) Rahmen dieses Weltreichs der Antichrist zu erwarten ist (Dan 2,41-42; 7,7-8).

Und hier ist unschwer dieser jahrhundertealte Widerspruch für die Deutung zu erkennen: das Römische Reich gehört längst der Vergangenheit an, während der Antichrist – dem Herrn sei’s gedankt – sich noch immer nicht gezeigt hat. Um nun einen Konnex zwischen der Gegenwart und dem Römischen Reich herzustellen, könnten wirr – speziell in den europäischen Sprachen – auch heute noch durchaus einige Hinweise auf das Römische Reich vorweisen. Da wären z.B. Ausdrücke in der Judikatur, die in ihren Grundlagen teilweise und im Ansatz noch auf die römische Gerichtsbarkeit erinnern (Lex, Codex, Jurisdiktion etc.) und auch im militärischen Bereich (General, Kapitän, Korporal etc.).

Dennoch dürfte das nicht genügen, um eine Fortdauer des Römischen Reiches bis in unsere heutige Zeit – und darüber hinaus – nachzuweisen. Andererseits sind auch Aussagen über dieses vierte Reich in Dan 7, 23: "es wird alle Länder fressen, zertreten und zermalmen" als Realitäten – gerade in unserer Zeit der Befriedung auf allen Ebenen – völlig undenkbar.

Es ist also nicht verwunderlich, dass es hier zahlreiche Auslegungen gibt, die aber alle diesen "Zeitsprung" über fast zweitausend Jahre nicht erklären können. Und das ist nun unser Ausgangspunkt für einen anderen, völlig neuen Lösungsansatz.


Die Demokratien.

Wenn wir unsere gegenwärtige Welt betrachten, dann gibt es heute keine Königreiche mehr. Es gibt zwar Länder, welche eine königliche Familie haben, wie Großbritannien, Schweden, Belgien, Dänemark, Liechtenstein, Niederlande, Norwegen etc. etc..

Doch das sind alles konstitutionelle oder parlamentarische Monarchien, in welchen die Königshäuser nur Repräsentationsfunktion haben. Die politische Macht haben die Regierungen und die Parlamente, denn es sind dies alles Demokratien. Es gibt in Europa nur mehr Demokratien (und einige Scheindemokratien). Und das beschränkt sich nicht nur auf Europa. Wenn wir uns die Welt betrachten, dann gibt es als Regierungsformen im weitaus größerem Ausmaß Demokratien und nur ganz wenige Nicht-Demokratien.

Dabei ist es interessant festzustellen, dass die Demokratie zwar ihre "Wiege" in Griechenland hatte – unter Perikles erlebte Athen eine lange demokratische Friedenszeit (449-431 v. Chr.). Doch als sich griechische Städte erhoben und sich mit Hilfe Spartas gegen die Herrschaft Athens wandten und sie beendeten, war auch die Demokratie Athens zu Ende.

Weniger beachtet, kam es auch im antiken Rom zu Ansätzen von Demokratie. Um 500 v. Chr. wurde der König vom römischen Adel gestürzt. An seine Stelle traten zwei jeweils auf ein Jahr gewählte Konsuln und ein Parlament (gesetzgebende Versammlung) mit 300 Mitgliedern (der Senat). Das war eine ganz anderer politischer Stil, als ihn die Herrscher der drei Reiche davor praktizierten.

Aber auch im Umgang mit seinen besiegten Feinden verhielt sich Rom ganz anders als seine Vorgänger. Während Babylonier, Perser und Griechen die Völker besiegten, beraubten und mit Tribut belegten, hat Rom nach seinen Siegen den Völkern oft die Unabhängigkeit belassen. Wobei es sogar vorkam, dass sich Königreiche freiwillig in die römische Herrschaft eingliedern ließen, weil sie sich Schutz und Unterstützung erwarten konnten. Soweit also die Demokratie im antiken Römischen Reich.

Und jetzt machen wir einen Sprung in die Gegenwart und fragen uns, ob uns das nicht irgendwie bekannt vorkommt? Gerade hier, in der Europäischen Union, haben wir eine ganz ähnliche Situation. Weshalb sind denn diese europäischen Staaten der Union beigetreten? War es nicht deshalb, weil unsere Politiker sich Schutz und (finanzielle) Unterstützung erwartet haben? Und warum drängen denn nach wie vor weitere Staaten in die Union?

Wir sehen also, diese demokratische Politik der friedlichen Eingliederung von Völkern und Ländern anstelle von Kriegen, hat sich damals bewährt und wird bis heute praktiziert. Auch wenn im Römischen Reich dann durch Augustus das Kaisertum eingeführt und Senat und Volksversammlung zu Statisten degradiert wurden – Rom hat diese demokratische Politik der "friedlichen Assimilation" ins Leben gerufen.

Daher stellt sich nun die Frage, ob diese lang gesuchte "Transformation" des vierten, des Römischen Reiches, nicht eben diese Staatsform der Demokratie – die weltweite Herrschaft der Demokratie – sein könnte. Wenn das die richtige Interpretation ist, dann könnten wir endlich eine zeitliche Positionierung vornehmen und damit den zeitlichen Horizont dieser Prophezeiungen bestimmen. Denken wir an Dan 7,23: "Das vierte Tier wird das vierte Königreich auf Erden sein; das wird ganz anders sein als alle andern Königreiche; es wird alle Länder fressen, zertreten und zermalmen".

Ist es nicht gerade diese Staatsform einer Demokratie, die alle Länder "frisst"? Zumindest in der entwickelten Welt wäre ein Staat ohne Demokratie undenkbar. Und jede Nicht-Demokratie wird "zertreten". Denken wir an die französische Revolution, an das Habsburger Reich, an die Sowjetunion, an das Tito-Jugoslawien, die DDR. Alles Nicht-Demokratien, welche aufgelöst - "zertreten" – wurden.

Oder sehen wir in die kürzere Vergangenheit. Beginnend mit dem "arabischen Frühling", mit Tunesien, Libyen, Ägypten, über Afghanistan, Irak, Syrien, bis hin zu den innerafrikanischen Staaten: alles Nicht-Demokratien aus welchen die Menschen flüchteten. Und gerade jetzt, in unseren Tagen: Mexiko, wo es täglich 40 Morde gibt und die Kriminalität regiert, sodass die Menschen in die USA flüchten und Präsident Trump eine Mauer errichten will.

Oder Venezuela, mit seinem korrupten Präsidenten, wo die Menschen in die angrenzenden südamerikanischen Staaten flüchten, sodass dort bereits Soldaten aufgestellt werden, um die Fluchtbewegung aufzuhalten. Sie alle waren bzw. sind Pseudo- oder Nicht-Demokratien. Und sie werden "zertreten", wie wenn ein Panzer über einen Fußball fährt: da geht die Luft raus, dort flüchten die Menschen aus ihren Ländern.

Das "Weltreich" der Demokratie ist nun tatsächlich ganz anders als die vorangegangenen historischen Weltreiche. Während man die eisernen Zähne beim Römischen Reich noch auf die eiserne Ausrüstung und die Stärke des Militärs beziehen konnte, ist es bei der Demokratie die absolute Alternativlosigkeit in der heutigen Zeit.

Wir haben zwar heute noch einige Staaten mit Nicht-Demokratien, wie z. B.: Nordkorea (Diktatur), Saudi Arabien (absolute Monarchie), China (Pseudo-Demokratie) und einige andere Länder mit der Herrschaft von Oligarchen, War-Lords oder Stammesfürsten. Doch schlussendlich werden auch sie keine Wahl haben: diese Prophezeiung wird sich erfüllen: die Demokratie wird alle Länder "fressen".

Machen wir also abschließend zu diesem Teil der Analyse einen Faktencheck.

Dieses vierte Reich hat in den Prophezeiungen im Buch Daniel folgende Eigenschaften – zuerst Dan 2:

Dan 2,40 Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen, deshalb weil das Eisen alles zermalmt und zerschmettert; wie das Eisen, das alles zertrümmert, wird es all jene zermalmen und zertrümmern.

Hier liegt der Schwerpunkt am Ende des Satzes:  "wird es all jene zermalmen und zertrümmern". Diese Aussage bezieht sich natürlich in erster Linie auf das Römische Weltreich. Mit "all jene" sind die vorherigen drei Weltreiche gemeint, welche sich martial, also mit Kriegen verbreitet haben.

In der weiteren Folge aber ist dieses vierte Reich dann auch das Weltreich der Demokratie. Und die Demokratie verbreitet sich mental, also in den Köpfen der Menschen. Die "Stärke" in der Demokratie ist die Mehrheit an Wählerstimmen und damit die Macht in den Parlamenten. Und auf diese Art wird die Demokratie auch alle jene Länder "zermalmen und zertrümmern", welche vormals auch Teil dieser historischen drei Weltreiche waren. – Und jetzt Dan 7:

Dan 7,23 Er sprach: Das vierte Tier wird das vierte Königreich auf Erden sein; das wird ganz anders sein als alle andern Königreiche; es wird alle Länder fressen, zertreten und zermalmen

Und auch in diesem Text heißt es: "es wird alle Länder fressen, zertreten und zermalmen". Also es geht hier nicht um einen begrenzten geografischen Bereich der Welt. Es geht um alle Länder dieser Erde.

Dieser neue Lösungsansatz in der Interpretation des vierten Weltreichs aus Dan 2,40ff bzw. Dan 7,23ff erscheint vorerst einmal ungewöhnlich, weil die Prophezeiung von einem "Reich" spricht und die Demokratie kein Reich an sich ist. Aber deshalb heißt es ja dann auch von diesem Reich: "es wird ganz anders sein als alle anderen Königreiche".

Und wenn wir uns den Text ansehen, dann sehen wir, dass diese Interpretation bis hierher alle Bedingungen dieser Prophezeiungen erfüllt:

o Das vierte Tier wird das vierte Königreich auf Erden sein; das wird ganz anders sein als alle andern Königreiche.

Das Weltreich der Demokratie ist wahrlich in jeder Beziehung anders als die anderen drei (vier) historischen Weltreiche. Es führt keine Kriege, besetzt keine Länder. Sein Herrscher, sein Souverän, ist kein König und kein Kaiser, sondern das Volk. Seine Grenzen sind weltweit und seine Bürger sind die ganze Menschheit.

o es wird alle Länder fressen, zertreten und zermalmen,

Die Demokratie hat alle anderen Reiche (Habsburger Reich, Sowjetunion, Tito-Jugoslawien, sämtliche europäischen Königreiche) "zermalmt und zertrümmert". Und: die Demokratie ist tatsächlich ein "Weltreich". Denn hätte man alle Demokratien dieser Welt z.B. ins Habsburger Reich oder in die Sowjetunion eingegliedert, dann wäre das natürlich auch ein Weltreich gewesen.


Doch nun haben wir noch einige Aussagen im Traum des Nebukadnezar, welche sich auf das vierte Reich beziehen und welche auf den ersten Blick diesem Deutungsversuch ein Ende zu bereiten scheinen.

Dass du aber die Füße und Zehen teils von Ton und teils von Eisen gesehen hast, bedeutet: Das wird ein zerteiltes Königreich sein;

Dan 2,41 Dass du aber die Füße und Zehen teils von Ton und teils von Eisen gesehen hast, bedeutet: Das wird ein zerteiltes Königreich sein; doch wird etwas von des Eisens Härte darin bleiben, wie du ja gesehen hast Eisen mit Ton vermengt. 2,42 Und dass die Zehen an seinen Füßen teils von Eisen und teils von Ton sind, bedeutet: Zum Teil wird’s ein starkes und zum Teil ein schwaches Reich sein. 2,43 Und dass du gesehen hast Eisen mit Ton vermengt, bedeutet: Sie werden sich zwar durch Heiraten miteinander vermischen, aber sie werden doch nicht aneinander festhalten, so wie sich Eisen mit Ton nicht mengen lässt. Dan 2,41-43;


Es wird also ein zerteiltes Königreich sein. In der konventionellen Exegese deutet man das auf die Trennung im Römischen Reich. Wie kann aber nun eine Demokratie – und noch dazu eine weltweite – "zerteilt" sein? Doch diese Frage ist nur dann schwierig zu beantworten, wenn man sich in den ausgefahrenen Geleisen bewegt.

Es geht hier nicht mehr um die Auseinandersetzung zwischen einzelnen Staaten, um Kriege mit Siegern und  Besiegten. Das ist die alte, die "martiale" Deutung. In der neuen, der "mentalen" Deutung liegt die Macht in den Köpfen der Menschen. Es geht um Politik, um demokratische Politik. Das Weltreich der Demokratie ist ein politisches Weltreich! Und deshalb muss auch diese "Zerteilung" (partei-) politischer Natur sein.

Nun haben wir in der Demokratie viele politische Parteien, doch diese Trennung hier geht nur in zwei Richtungen: "zum Teil wird’s ein starkes und zum Teil ein schwaches Reich sein". Nachdem es dann in Vers Dan 2,43 heißt, dass diese Teilung bis zu den einzelnen Menschen reicht, ja bis zu Ehepaaren, welche zwar miteinander Kinder zeugen, jedoch offensichtlich in der (politischen) Gesinnung unversöhnlich bleiben, haben wir einen Lösungshinweis.

Wenn wir uns unsere heutigen politischen Parteien in der Demokratie ansehen, dann geht das Spektrum von ganz links bis ganz rechts. Dem aufmerksamen Beobachter wird jedoch nicht entgangen sein, das in der letzen Zeit in allen Demokratien weltweit eine Konzentration an den Außenrändern stattfindet. Die politischen Parteien der Mitte – Sozialdemokraten, Konservative im Wesentlichen – nehmen immer mehr an Wählerstimmen und damit an Bedeutung ab und die politischen Ränder, rechts wie links, legen zu.

Wenn diese Interpretation richtig ist, dann könnte in den nächsten Jahren folgende Entwicklung zu erwarten sein:

- die allgemeine Aggressivität, Rücksichtslosigkeit – und damit natürlich auch die extreme politische Gesinnung – nehmen zu, die Mitte des politischen Spektrums verschwindet sukzessive,

- es gibt nur mehr zwei wirklich große Parteien, wie in der Demokratie üblich, regiert die Partei mit der Mehrheit (der "starke" Teil),

- die Menschen werden kein Vertrauen mehr zueinander haben, sie werden sich gegenseitig belügen, betrügen und denunzieren,

- die gegensätzlichen Positionen prallen immer stärker aufeinander, die Situation eskaliert bis hin zu Bürgerkriegen.


Ob diese Polarisierung der Menschen – und damit auch der Politik – nun durch die bekannten links/rechts-extremen Denkrichtungen erfolgt oder ob etwa hier religiöses Gedankengut (Antichrist) eine religiöse (nicht christliche!!) versus einer areligiösen Politik die Oberhand gewinnt, bleibt aber noch immer ungewiss. In der Bibel jedenfalls finden wir nur allgemeine Hinweise auf eine derartige Entwicklung in der Menschheitsgeschichte.

So haben wir in den Aussagen des Herrn in seiner Endzeitrede (z.B. Mt 24), eindeutige Hinweise auf weltweite Kriege.

Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich.

Mt 24,6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. 24,7 Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. 24,8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. Mt 24. 6- 8;


(Siehe auch Tabelle 17: „Die Chronologie der endzeitlichen Ereignisse.)”


Und von derartigen Kriegen spricht auch Johannes in seiner Offenbarung, bei den Siegelgerichten der Großen Trübsal:

Ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und die Menschen dahin zu bringen, daß sie einander schlachteten.

Off 6,3 Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm! 6,4 Und es zog aus ein anderes, ein feuerrotes Pferd; und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und die Menschen dahin zu bringen, daß sie einander schlachteten; und ihm wurde ein großes Schwert gegeben. Off 6, 3- 4;


Auch hier kann man davon ausgehen, dass es sich dabei nicht nur um einzelne lokale Kriege handelt, denn wenn der "Frieden von der Erde" genommen wird, so handelt es sich dabei mit Sicherheit um ein globales Ereignis. Und dass diese Prophezeiungen hier in der Offenbarung und jene in der Endzeitrede des Herrn, oben in Mt 24, den selben Hintergrund haben, erkennt man, wenn man den Kontext beider Prophezeiungen genau überprüft und vergleicht.

(Siehe auch Diskurs 05: „Die Parallelität der Ereignisse von Mt 24 und Off 6 und 7.)”


Die obige Prophezeiung des Herrn in Mt 24,7: "Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich" (nach der Elberfelder Übersetzung), hat Luther jedoch mit: "Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere" übersetzt und erweckt damit tatsächlich den Eindruck, als würden hier alle Völker der Welt gegeneinander kämpfen – also ein Weltkrieg.

Bei einer Überprüfung des griechischen Originaltextes zeigt sich allerdings, dass Luther hier – wie nicht selten in seinen Übersetzungen – eher Interpretation denn Translation betrieben hat. Denn in der griechischen Übersetzung des Originaltextes bei Nestle-Aland heißt es: "Denn aufstehen wird Volk gegen Volk und Reich gegen Reich" – also ganz ähnlich der Elberfelder Übersetzung. 

Und wie wir im Folgenden gleich sehen werden, kann das den Wortsinn dieses Textes völlig verändern. Mit seiner Übersetzung: "ein Volk (Königreich) gegen das andere" legt Luther hier eine falsche Fährte, die bisher in der Exegese kaum wahrgenommen wurde.

Wenn wir uns nun die Aussage des Herrn, oben in Mt 24,7 (Elberfelder) ansehen: "es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich", kommt doch bei erfahrenen Auslegern ein gewisser Verdacht auf. Es gibt keinen Zweifel, dass diese Prophezeiungweltweite Bedeutung hat. Und doch – oder gerade deshalb – stellt sich die Frage wieso der Herr hier "Nation gegen Nation" und "Königreich gegen Königreich" formuliert. Soll das etwa bedeuten, dass "Nation gegen Königreich" oder "Königreich gegen Nation" ausgeschlossen werden soll? Und wenn das so sein sollte: warum sollte bei weltweiten Kriegen eine derartige Konstellation nicht möglich sein?

Und hier greift nun eine, in den letzten Jahren immer konkreter gewordene Vermutung Platz: Wenn es weltweit Kriege gibt, in welchen sich die Menschen gegenseitig abschlachten (siehe oben, Off 6,4) und es dabei aber dennoch um Kriege "Nation gegen Nation" und "Königreich gegen Königreich" geht, kann es also kein Weltkrieg im herkömmlichen Sinn sein.

Wenn man jedoch davon ausgeht, dass der Herr diese Formulierung bewusst gewählt hat, um genau diese Interpretation eines Weltkriegs auszuschließen, bleibt nur die Erklärung, dass damit Bürgerkriege gemeint sind. Und zwar Bürgerkriege weltweit, in jedem Land, bei welchen jede Nation, jeder Staat, jedes Königreich gegen sich selbst kämpft. Und das wären nun einmal Bürgerkriege und nichts anderes.



Die zehn Hörner/Könige.

Wenn wir damit nun das vierte Reich in den Prophezeiungen von Dan 2 und 7 als "Weltreich der Demokratie" richtig interpretiert haben, müssen natürlich auch die folgenden Aussagen über die zehn Hörner/Könige -in Dan 2,42 zehn "Zehen" -entsprechend erklärt werden können.

Dan 7,24 Die zehn Hörner bedeuten zehn Könige, die aus diesem Königreich hervorgehen werden. Nach ihnen aber wird ein anderer aufkommen, der wird ganz anders sein als die vorigen und wird drei Könige stürzen. 7,25 Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit. 7,26 Danach wird das Gericht gehalten werden; dann wird ihm seine Macht genommen und ganz und gar vernichtet werden. 7,27 Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen. Dan 7,15-27;

Nachdem in diesem Text ab dem zweiten Satz der Antichrist mit seinem Erscheinen und seinem Untergang in der Zukunft beschrieben wird, müssen wir uns hier vorerst nur mit dem ersten Satz in Dan 7,24 beschäftigen, wo es heißt: "Die zehn Hörner bedeuten zehn Könige, die aus diesem Königreich hervorgehen werden".

Und hier gilt es einmal grundsätzlich festzuhalten, dass diese Könige nicht nacheinander "hervorgehen", wie das einige Ausleger sehen wollen, um damit diese zeitliche Distanz von zweitausend Jahren – vom Römischen Reich bis in unsere Zeit – zu erklären. Als einen dieser zehn Könige wollen diese Leute dann auch den König des "Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation" sehen (siehe oben, bei WIKIPEDIA: Translatio imperii).

Nein, diese zehn Könige "herrschen" zur selben Zeit. Das geht aus den Aussagen im Folgesatz aus Dan 7,24 hervor: "Nach ihnen aber wird ein anderer aufkommen, der wird ganz anders sein als die vorigen und wird drei Könige stürzen." Wenn er also drei Könige stürzen wird, dann müssen diese drei Könige auch – zur gleichen Zeit – präsent sein.

Aber nun zu den Königen selbst. Nachdem der elfte König – wie er ab Dan 7,24 beschrieben wird – ganz eindeutig eine Person ist und nachdem er drei von den zehn Königen stürzen wird, können wir davon ausgehen, dass beide, sowohl der elfte König, als auch die zehn Könige, Einzelpersonen sind. Die Handlungsweise, welche dem elften König ab Dan 7,25 zugeschrieben wird, kann nur einer Person zugeordnet werden und wenn er die drei Könige stürzt, so kann man auch nur einen König als Person stürzen.

Wenn unsere Interpretation des vierten Weltreiches als die weltweite Demokratie richtig ist, dann sind diese Könige – einschließlich des elften Königs – die politischen Führer von großen demokratischen Staaten (z.B. USA, Kanada, Russland, China, Australien, Argentinien, Brasilien, Indien) oder Staatenbünden (z.B. EU). Wobei es auch durchaus denkbar ist, dass sich in Zukunft noch weitere Staatengemeinschaften bilden.


Das elfte Horn: der Antichrist.

Der erste Antichrist – der Mensch der Gesetzlosigkeit (des Frevels).

Der elfte König wird in den meisten Auslegungen als der Antichrist gedeutet und bei Immanuel.at konnte das ebenfalls bestätigt werden. Zusätzlich konnte er hier aufgrund eines Hinweises unseres Herrn Jesus Christus (Jh 5,43), als Jude identifiziert werden: er wird als "Messias" nach Israel kommen und sich in den Tempel setzen  – das werden die Juden nur von einem Juden akzeptieren. Und daraus kann jetzt wieder – in unsrem Zusammenhang hier – geschlossen werden, dass er später als Führer Israels auftreten wird.

In Dan 7,24 wird er nun wie folgt beschrieben: "Nach ihnen (den zehn Königen) aber wird ein anderer aufkommen, der wird ganz anders sein als die vorigen und wird drei Könige stürzen". Diese Formulierung  gleicht auffallend der Beschreibung des vierten Tieres im vorherigen Vers Dan 7,23: "Er sprach: Das vierte Tier wird das vierte Königreich auf Erden sein; das wird ganz anders sein als alle andern Königreiche; es wird alle Länder fressen, zertreten und zermalmen".

Wir sollten daher auch hier davon ausgehen, dass dieser elfte König weder von seiner Person noch von seinem Handeln her mit dem zu vergleichen ist, was bisher unter einem "König" oder einem Staatsführer verstanden wurde. Und hier ist man in der Interpretation des biblischen Antichristen bei Immanuel.at bereits einen Schritt weiter als die konventionelle Exegese.

Ausgehend von der Tatsache, dass in der konventionellen Bibelexegese immer nur von einem einzigen Antichristen gesprochen wird, ist man als unvoreingenommener Bibelleser erstaunt festzustellen, dass dieser einzige Antichrist in der Bibel plötzlich zweimal stirbt. Wie in den folgenden Bibelstellen nachgewiesen wird, spricht Paulus auf der einen Seite vom Antichristen - den "Gesetzlosen", wie er ihn nennt -, "den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes".

Der Gesetzlose wird vernichtet durch den Herrn Jesus bei seiner Ankunft zur Entrückung der Seinen.

2The 2,7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist; 2,8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; 2,9 ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge 2,10 und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, daß sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Errettung nicht angenommen haben. 2,11 Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, daß sie der Lüge glauben, 2,12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit. 2The 2, 7-12;


Wie davor, in 2The 2,1-6, zu ersehen, erklärt Paulus hier den Thessalonichern die Wiederkunft des Herrn zur Entrückung der Seinen. Und wie wir dann oben, in 2The 2,8, erfahren, wird der Herr Jesus bei dieser Gelegenheit den Antichristen mit dem "Hauch seines Mundes" beseitigen. Auf der anderen Seite jedoch prophezeit Johannes in seiner Offenbarung, dass der Antichrist – dort als das "Tier aus dem Meer" bezeichnet – am Ende seines Wirkens, gemeinsam mit seinem falschen Propheten, in den Feuersee geworfen wird.

Nun wissen wir aber aus der Schrift, dass nur verurteilte Geistwesen, also auferstandene und beim Letzten Gericht verurteilte Menschen oder gefallene Engel des Satans und auch der Satan selbst mit seinem falschen Propheten in den Feuersee geworfen werden können. Menschliche Wesen können nur getötet werden. Und aus diesem Grund muss es sich beim zweiten Antichristen um ein Geistwesen, einen Dämon, handeln.

Das Tier wird nach der Schlacht von Harmagedon lebendig in den Feuersee geworfen.

Off 19,20 Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet - der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild anbeteten – lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Off 19,20;


Und nun könnte man meinen, dass der "Gesetzlose" und das "Tier aus dem Meer" zwei verschiedene Gestalten sind und Paulus und Johannes in ihren Aussagen von zwei völlig unterschiedlichen Ereignissen und zwei völlig verschiedenen Personen sprechen. Wenn da nicht bei einem Vergleich der Textstellen folgende Gemeinsamkeiten erkennbar wären:

-  Beide kommen in der Wirksamkeit des Satans, der ihnen Kraft und Macht und dem Tier sogar seinen Thron gibt (2The 2,9; Off 13,2)

-  Sie überheben sich über alles, was Gott heißt und lästern Gott, seinen Namen und die, welche im Himmel wohnen (2The 2,4; Off 13,6)

-  Sie behaupten, selbst Gott zu sein und lassen sich von den Menschen anbeten (2The 2,4; Off 13,8)


Es ist also so gut wie sicher, dass in diesen beiden Prophezeiungen ein und dieselbe Person angesprochen wird. Also ein neues Rätsel? Am Beginn ja, aber wenn man den Kontext dieser zwei Prophezeiungen genauer betrachtet, lässt sich dieses Dilemma einfach lösen. Aufgrund der Interpretationen hier bei Immanuel.at wissen wir auch, dass der Antichrist tatsächlich in jeder Beziehung unvergleichbar sein wird.

Er hat seinen ersten Auftritt als herrschsüchtiger Mensch (des Frevels/der Gesetzlosigkeit, 2The 2,3-4) und wird am Ende seiner Herrschaft vom Sohn Gottes bei dessen Kommen zur Entrückung der Gemeinde getötet (siehe oben 2The 2,8), vom Satan wiedererweckt (Off 13,3) und danach als Dämon die Welt beherrschen. Die Menschen werden nicht bemerken, dass er ein Dämon ist. Sie werden nur sehen, dass er wieder lebt und Satan, der ihn wiedererweckt hat, als Gott und den Antichristen selbst als den "Messias" bewundern und anbeten (Off 13,4).

Damit hat Satan das Plagiat auf Tod und Auferstehung des Sohnes Gottes vollendet und die gesamte Menschheit wird – nach biblischen Vorbild -  denken, dass nun der "Christus" im Namen Gottes tausend Jahre herrschen wird. Tatsächlich wird es der Antichrist im Namen Satans sein, der die Welt nur kurze Zeit (Off 17,12) mit lügenhaften Wundern betrügt und beherrscht.

(Siehe auch Diskurs 93: "Der erste Antichrist, der Sohn des Verderbens.")


Aufgrund der  Hinweise des Paulus’ in 2The 2,1-3, des Herrn Jesus in Mt 24,29-31 und des Johannes in Off 7,14 wissen wir, dass das Kommen des Herrn und die Entrückung erst nach der Großen Trübsal stattfinden. Die Theorie einer "Vorentrückung" ist also nur mit mangelnder Schriftkenntnis zu erklären. Wenn wir nun aber aus Off 7,14, wo es heißt: "Diese sind’s, die aus der großen Trübsal kommen" schließen können, dass die Ereignisse davor retrospektiv mit den Aussagen des Herrn in Mt 24 über die Große Trübsal zu sehen sind, können wir eine Parallelität der Ereignisse feststellen.

(Siehe auch Diskurs 05: "Die Parallelität der Ereignisse von Mt 24 und Off 6 und 7.")


Und mit dieser vergleichenden Analyse als Basis, lässt sich nun der erste, der menschliche Antichrist, mit einiger Sicherheit als der "Reiter auf dem weißen Pferd" in Off 6,1-2 identifizieren. Dieser gesetzlose, herrschsüchtige Mensch, wird vom Sohn Gottes bei dessen Wiederkunft (Off 6,12-17, Mt 24,29-31) getötet und vom Satan als Dämon wiedererweckt (Off 13,3). Er beginnt in Off 13,1 als das "Tier aus dem Meer" und damit als der zweite, der dämonische Antichrist, seine Herrschaft.

Nachdem wir nun den Anfang der Großen Trübsal – das Erscheinen des ersten, menschlichen Antichrists – und und deren Ende – das Erscheinen des zweiten, des dämonischen Antichrists und damit den Beginn des Tags des Zornes Gottes – identifiziert haben, hier nun eine Zusammenfassung der Ereignisse in der Großen Trübsal:


Zusammenfassunhg

Der erste, menschliche Antichrist (der Mensch der Gesetzlosigkeit, des Frevels, der Reiter auf dem weißen Pferd)

o  Zuerst muss der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn des Verderbens geoffenbart werden. (2The 2,1-4)

o  Ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen. (Off 6,2)

o  Und stark machen wird er einen Bund für die Vielen, eine Woche lang; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. Und auf dem Flügel von Greueln kommt ein Verwüster, bis festbeschlossene Vernichtung über den Verwüster ausgegossen wird. (Dan 9,27)


Die Große Trübsal (Drangsal, Bedrängnis)

o  Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. (Dan 12,1; Mt 24,21)

o  Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht – wer es liest, der merke auf! (Mt 24,15)

o  Und von der Zeit an, in der das regelmäßige Opfer abgeschafft wird, um den verwüstenden Greuel einzusetzen, sind es 1290 Tage. (Dan 12,11)

o  Diese sind’s, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes. (Off 7,14)


Die Wiederkunft des Herrn (der Tag der Offenbarung des Herrn, die Ankunft des Herrn)

o  Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete: und es geschah ein großes Erdbeben; und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum, geschüttelt von einem starken Wind, seine Feigen abwirft. (Off 6,12-13)

o  Sogleich aber nach der Trübsal jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. (Mt 24,29)

o  Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. (Mt 24,30)

o  Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel. (1The 4,16)

o  Und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; (2The 2,8)


Die Entrückung (Vereinigung mit dem Herrn)

o  Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. (Mt 24,31)

o  Und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. (1The 4,16-17)

o  Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm. (2The 2,1)


Der zweite, dämonische Antichrist (das Tier aus dem Meer, das kleine Horn)

o  Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. (Off 13,1)

o  Während ich auf die Hörner achtete, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn zwischen ihnen empor, und drei von den ersten Hörnern wurden vor ihm ausgerissen; und siehe, an diesem Horn waren Augen wie Menschenaugen und ein Mund, der große Worte redete. (Dan 7,8)



Der zweite Antichrist – der auferweckte Dämon des Satans.

Nachdem der erste Antichrist als Mensch vom Sohn Gottes bei seinem Kommen zur Entrückung der Gemeinde getötet wurde, wird er von Satan wieder auferweckt und vollendet nun auf Erden das Plagiat des Satans auf den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Diese Erkenntnis stammt ursprünglich von Barney Blankenship, einem evangelikalen amerikanischen Juden, der bei Immanuel.at einen Beitrag geschrieben hat (Diskurs 77: "Ein Geheimnis – Babylon die Große.")

Er hat sich aber auch mit dem "Tier aus dem Meer" im griechischen Originaltext befasst und im Diskurs 86: "Der erste und der zweite Antichrist."  die Zahl "666" mit den Strong-Nummern analysiert. Er schreibt dort:

"(…)
Deshalb ist es naheliegend, dass einer der Gründe für das Zählen (Berechnen) der Zahl des Tieres der Umstand ist, dass sie – als einen Bestandteil und in ihr eingegliedert – die Zahl eines Menschen beinhaltet. Daher schließt das ‘berechnete Gesamtergebnis der Zahl 666’ des Tieres sowohl die Zahl des Tieres, als auch die Zahl des menschlichen Antichrists mit ein – und die zwei werden eins."
(…)

Barney Blankenship bezieht sich hier natürlich auf Off 13. Wenn man nun weiß, dass das Meer die Domäne des Satans ist, muss es sich bei einem "Tier", wenn es "aus dem Meer" kommt, zwangsläufig um einen Dämon handeln. Seine Zahl ist nun "666" und wie Barney schreibt, bedeutet das, dass es auch die Zahl eines Menschen ist – nämlich die des ersten, menschlichen Antichristen. Und nachdem schon Luther gesagt hat, dass der Satan der "Affe Gottes" ist, weil er in seiner Gier Gott gleich zu sein, diesen Gott immer wieder imitiert, ist es nun nicht mehr schwer zu erkennen, dass es sich hier um des Teufels Plagiat von Tod und Auferstehung Jesu handelt.

Dieser zweite, dämonische Antichrist – das "Tier aus dem Meer" – wird in Off 13 prophetisch angekündigt. Wie bereits erwähnt, werden die Menschen nicht erkennen, dass er ein Dämon ist. Ebenso wie unser Herr Jesus Christus nach seiner Auferstehung als Mensch erschienen ist und wie ein Mensch gehandelt hat, ist auch der auferweckte Antichrist nicht als Wesen der anderen Dimension zu erkennen.

(Siehe auch Exkurs 07: "Der geistliche Leib.")


Die erste spektakuläre Aktion des zweiten Antichristen wird es sein, die zwei Zeugen Gottes in Jerusalem zu töten.  Nach Off 11,1-6 wird Gott zwei Zeugen auf die Erde senden, welche in Jerusalem weissagen werden. Sie werden die Israeliten auffordern, wieder zu ihrem Gott umzukehren. Zu diesem Dienst wird Gott seine zwei Zeugen mit der Gabe der Unbezwingbarkeit und mit der Macht über die Natur ausstatten. Sie werden 42 Monate lang alle Angriffe ihrer Feinde auf sie abwehren. Erst als der zweite, der dämonische Antichrist auftritt, kann dieser sie besiegen (Off 11,7-10).

(Siehe auch Kapitel 03: "Die zwei Zeugen.")

(Siehe auch Kapitel 01: "Der Antichrist tötet die zwei Zeugen in Jerusalem.")


Dieser dämonische Antichrist wird auf Erden bei allen Völkern und Nationen großen (politischen/religiösen?) Einfluss genießen. Er wird die Menschenmassen mit seinen Wundern der Lüge überzeugen. Allerdings dürfte er keine absolute Macht erlangen, da er am Ende seiner Herrschaft, wenn er wieder einen Krieg gegen den Sohn Gottes und die himmlischen Heere bestreiten will, irgendwelche teuflischen Geister zu den zehn Königen (Off 17,12-14) der Welt senden muss, damit sie mit ihren Heeren mit ihm kämpfen (Off 16,13-14).

(Siehe auch Kapitel 07: "Die Schlacht von Harmagedon – Die Sammlung zur Schlacht.")


Diese Schlacht von Harmagedon verliert nun der dämonische Antichrist und wird mit seinem falschen Propheten vom Sohn Gottes in den Feuersee geworfen (Off 19,20-21).

Danach übernimmt unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, in seinem messianischen Friedensreich für tausend Jahre die Herrschaft in dieser Welt, bevor dieser Himmel und diese Erde – nach Allgemeiner Auferstehung und Weltgericht - einem neuen Himmel und einer neuen Erde in der zweiten Schöpfung Gottes weichen müssen.