Diskurs 26 - Die Dreieinigkeit: ein unbiblisches Denkschema? - 1. Teil





Dieses Dokument musste gelöscht werden!


Jener Besucher, welcher vor fast 14 Jahren mit mir in den Diskursen 26 und 262 über die biblische Dreieinigkeit diskutiert hatte, hat sich darauf berufen, dass seine Texte sein Eigentum wären und mich aufgefordert, sämtliche seiner Kommentare zu löschen.

Wie leicht vorstellbar, sind dann jedoch ohne diese Fragen und Aussagen des Diskussionspartners meine Antworten und Kommentare nur schwer verständlich.

Nachdem mir der Mann dann auch mit seinem Anwalt gedroht hat und ich keineswegs die Absicht habe hier einen langwierigen Rechtsstreit zu führen, habe ich daher diese beiden Diskurse zur Gänze gelöscht.

Dies war umso leichter, als im Diskurs 1072: „Ist die Dreieinigkeit nur ein Handeln Gottes in drei Personen?”  (20.04.2012) eine wesentlich aktuellere und detailliertere Diskussion über dieses Thema für jene Leser vorliegt, welche sich für die biblische Dreieinigkeit interessieren.

(Siehe auch Diskurs 82: „Ist der Glaube an die Dreieinigkeit heilsnotwendig?”)


Wien, am 10.10.2014




Die biblische Dreieinigkeit.

Es gibt nur den einen und einzigen Gott in seinen drei Instanzen: Gott Vater als gesetzgebende Instanz, vergleichbar mit der Legislative in der menschlichen Gesellschaft, der Geist Gottes als Vollzugsinstanz, ähnlich der Exekutive und der Sohn Gottes als richterliche Instanz, ähnlich der Justiz. Gott hat den Menschen das Gesetz (die Gebote) gegeben (2Mo 24,12), der Heilige Geist registriert deren Einhaltung durch die Menschen, schreitet aber nur ein, wenn menschliche Aktionen den Plan Gottes beeinträchtigen könnten (2The 2,7) und der Sohn Gottes wird im Letzten Gericht/Weltgericht jeden einzelnen Menschen richten (Jh 5,22).

Die eigenständige geistliche Persönlichkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist und deren gleichzeitige Präsenz (Jh 14,10-11) im Geist des einen Gottes (Jh 4,24), kann im Zeitalter der Quantenverschränkung - der "spukhaften Fernwirkung" wie das Einstein nannte - und der vielen Beispiele in der Bibel von Manifestationen im Geist von Menschen (Mk 1,23-25; 5,6-8; Lk 11,24; aber auch Jh 14,23; 17,26!), nur für völlig uninformierte Zeitgenossen eine Frage sein.

Die Methode, derartige Zusammenhänge mit den alten Weisheiten der Kirchenväter erklären zu wollen (Konzil von Nicäa etc.), war schon bei deren Behauptung, die Erde wäre der Mittelpunkt des Universums ein Fehler (Die Schöpfung) und käme heute dem Versuch gleich, die Quantenmechanik mit den Gesetzen der klassischen Physik zu erklären.

Der eigentliche Grund, warum die Unitarier die Dreieinigkeit ablehnen (Es gibt keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit / CH. Spurgeon), ist einerseits der Umstand, dass man sich weigert, die Göttlichkeit des Sohnes Gottes, unseres Herrn Jesus Christus zu akzeptieren. Jesus Christus als Gott (Ps 45,7-8; Jh 20,28; Phil 2,5-8; 2Ptr 1,1; 1Jh 5,20) und sowohl seine Präexistenz (1Mo 1,26; 11,7) als auch seine Postexistenz bei Gott (Jh 14,23; 17,26!), würde ihr ganzes falsches Glaubensgebäude vom "Menschen Jesus" als "Glaubenskämpfer", "Kumpel" oder "Leidensvorbild" in Frage stellen und ad absurdum führen.

Andererseits aber, wurde die Dreieinigkeit - die "Trinität" - von der katholischen Kirche seit Jahrhunderten nach dem Gutdünken und dem "Gefühl" der alten Kirchenväter (Konzil von Nicäa etc.) und nicht nach den Aussagen der Bibel interpretiert. Dadurch war es den Vertretern des "Eingottglaubens" - den Unitariern - leicht möglich, diese Interpretation anhand der Bibel in Frage zu stellen.

Leider hat man aber dabei nicht die Gelegenheit genutzt, um die Bibel eingehend zu studieren und die tatsächlichen Aussagen über die Wesenheit Gottes, seines Sohnes und des Heiligen Geistes festzustellen, sondern hat die oberflächlichen Argumente nur benutzt, um dieses - ebenfalls falsche - Trinitätsdogma der katholischen Kirche anzugreifen.




Replik Anonym 00/02    2002-06-13     2. Teil, Diskurs 262

Replik Wolfgang Schneider 02ff    2002-06-18    3. Teil, Diskurs 263