Diskurs 32 - Kommentar zur Erklärung "Dominus Jesus" der katholischen Glaubenskongregation.




Die Erklärung "Dominus Jesus" der katholischen Glaubenskongregation. / Schrift Dik. St. Bertagnolli OFM 00, 2001-04-24

Tabelle: Die zehn Gebote Gottes und jene der katholischen Kirche


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Die Erklärung "Dominus Jesus" der katholischen Glaubenskongregation. / Schrift SB00, Nr. 1/2001, 2001-04-24)

Die Aussagen der Erklärung der Glaubenskongregation Dominus Jesus.

Worauf will die Kirche damit hinaus? Sie kommt nicht etwa aus Eigennutz, sondern aus ihrer Sendung durch Jesus, den Herrn, weil er die von Gott geoffenbarte Wahrheit ist. Daraus folgt: Die katholische Kirche ist die einzige allein das Heil vermittelnde Kirche Christi. Im besonderen wollte und musste sie auf die zentrale Notwendigkeit hinweisen, durch wen sie gegründet wurde. Und der Grund ist, den Menschen wirklich Wahrheit, Sicherheit und Halt zu geben. Die katholische Kirche ist die einzige Kirche, die durch Jesus Christus auf Petrus und seine Nachfolger gegründet ist. Sie beruht daher auf göttlichem Auftrag und hat daher auch göttliche Vollmacht. Darauf hat das Vatikanische Konzil mit allem Nachdruck hingewiesen.

Auf wem beruht also die Vollmacht der katholischen Kirche?

Wer hat ihr den Auftrag gegeben, eigene Strukturen aufzubauen, zu lehren, Lehren zu Dogmen zu erheben, die Lehre Christi unverfälscht zu bewahren und weiter zu geben? Hat sie aus sich selbst diese Autorität? Niemals hätte sie das Recht, sich als einzige wahre Kirche Christi zu bezeichnen! Dann hätte sie keine göttliche Autorität, sie hätte nur eine Scheinautorität, die sie sich nach eigenem Gutdünken selbst zurecht gelegt hat. Die katholische Kirche geht wirklich durch Christus dem Herrn, auf den Felsen Petrus und seine rechtmäßigen Nachfolger zurück. Und diese frohe und heilbringende Tatsache hat göttliche Autorität und Gültigkeit bis an das Ende der Welt.

Die Aussage über Dominus Jesus.

Die Konturen der Kirche Gottes auf Erden und ihr Gründer müssen mit aller Liebe, Festigkeit und Deutlichkeit, sei es gelegen oder ungelegen, klar und für jedermann leicht erfassbar gezeigt werden. Die Glaubenskongregation hat am 20. August 2000 mit der Aussage „Dominus Jesus” nichts Neues gesagt, aber doch eine entscheidende Neubestätigung gemacht die heute notwendig erschien. Diese wichtige Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils ist dort klar formuliert worden.

(Der Auszug ist der katholischen Schrift „Im Land des Herrn”, Zeitschrift über das Heilige Land, Heft 1/2001 von General Kommissär des Heiligen Landes, Dik. St. Bertagnolli OFM, A-1010 Wien, Franziskanerplatz 4, entnommen.)



Neben dieser, mittlerweile in theologischen Kreisen weltweit Aufsehen erregenden, jüngsten Erklärung der katholischen Glaubenskongregation:

Die katholische Kirche ist die einzige allein das Heil vermittelnde Kirche Christi

behauptet der Autor der obigen Schriftenreihe – der General Kommissär des Heiligen Landes - dass die katholische Kirche „göttliche Vollmacht” besitzen würde. Er schreibt u. a.

„Die katholische Kirche ist göttlichen Ursprungs und daher mit göttlicher Vollmacht ausgestattet”.

Begründet wird diese Behauptung mit der Aussage von Mt 16,18:

Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen.

Mt 16,13 Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist? 16,14 Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten.

16,15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? 16,16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. 16,17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.

16,18 Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen. 16,19 Ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.

16,20 Dann gebot er den Jüngern, dass sie niemand sagten, dass er der Christus sei. Mt 16,13-20;


Daraus wird nun abgeleitet: „Die katholische Kirche, deren Gründung durch Christus auf den hl. Petrus und dessen rechtmäßigen Nachfolger zurück geht, ist von größter Bedeutung für die Wahrheit, weil sie göttlichen Ursprungs ist.”.

Die katholische Kirche ist also nach der Meinung dieses Autors „göttlichen Ursprungs” und hat daher auch „göttliche Autorität”.

Nachdem alle diese Aussagen ja nicht von irgend jemandem stammen, sondern hier sowohl die Römische Glaubenskongregation, als auch das Zweite Vatikanische Konzil vom General Kommissär des Heiligen Landes zitiert werden, kann man sie nicht als unbedeutend abtun. Es gibt daher nur zwei Möglichkeiten, diese behauptete elitäre Stellung der katholischen Kirche zu beurteilen:

-  entweder es handelt sich hier tatsächlich um die eine und einzige Kirche Gottes auf Erden

-  oder die katholische Kirche maßt sich hier eine Position an, welche ihr nach der Schrift nicht zukommt.


Bevor wir mit der Analyse der obigen Schriftstelle und den von der römisch katholischen Kirche reklamierten Auftrag des Herrn an Petrus beginnen, wollen wir uns einen anderen Auftrag des Herrn an Petrus ansehen, welcher in Konsequenz ebensolche Gültigkeit für die katholischen Kirche haben muss:

Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe!

Jh 21,15 Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! 21,16 Wieder spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Hüte meine Schafe! 21,17 Er spricht zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, dass er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alles; du erkennst, dass ich dich lieb habe. Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe! Jh 21,15-17;


Wie unschwer zu erkennen, handelt es sich hier um die Aufforderung des Herrn an Petrus, die Gläubigen – also die Gemeinde Jesu Christi oder die „ecclesia” – zu bewahren.

Weide meine Lämmer!

Der Herr hat hier Petrus beauftragt, die damals noch junge Gemeinde (Lämmer) mit geistlicher Nahrung zu versorgen, sie also das Wort Gottes zu lehren (weiden). Wenn nun die römisch katholische Kirche tatsächlich die „rechtmäßige Nachfolge” des Petrus angetreten hat, dann galt und gilt dieser Auftrag zweifelsohne auch für sie.

Doch diese Kirche hat eben dieses Wort Gottes, die Heilige Schrift, den Gläubigen (Laien) entzogen und sie im Jahre 1229 in das Verzeichnis der verbotenen Bücher aufgenommen. Desweiteren hat sie auf ihrem Konzil von Trient (1545-63) die Bibel als alleinige Quelle göttlicher Offenbarung verworfen und die katholische Tradition - d. i. die mündliche oder schriftliche Weitergabe von katholischen, menschlichen Lehrmitteilungen, u. a. auch die Dogmen – als Hauptquelle des Glaubens neben der Heiligen Schrift als gleichwertig und gleichberechtigt anerkannt.

Man könnte nun argumentieren, dass dies Irrtümer waren, welche in jeder Religion vorkommen und welche im Laufe der Jahrhunderte korrigiert werden. Doch hier ist die katholische Kirche in ihren eigenen Dogmen gefangen. Nachdem Papst Pius IX. im Jahre 1870 das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes verkündet hat, würden Irrtümer der Kirche – ob vorher oder nachher – diesem Dogma widersprechen und können daher nach katholischer Glaubenslehre nicht möglich sein.

Deshalb können auch die Schandtaten mancher Päpste, wie Raub, Mord, Plünderung, Hurerei, Betrug, usw. nicht als „Irrtümer” hingestellt werden. Wenn sie tatsächlich unfehlbar sind, dann müssen sie alle unfehlbar sein. Wie man jedoch sieht, waren und sind sie das nicht und deshalb ist dieses Dogma der Unfehlbarkeit der katholischen Kirche eine einzige Gotteslästerung. Nach der Schrift ist Gott alleine unfehlbar.

Hüte meine Schafe!

Damit hat der Sohn Gottes den Apostel Petrus angewiesen, die christliche Gemeinde (Schafe) zu beschützen und sie vor dem Dickicht der Irrlehren und den Anschlägen der falschen Religionen zu bewahren (hüten).

Aufgrund des Beschlusses im Konzil von Verona (Lucius III., 1184) über die Inquisition von „Ketzern”, hat die katholische Kirche jene Gläubigen, welche die Abweichungen dieser Kirche vom biblischen Glauben vor Gott und ihrem Gewissen nicht mehr verantworten konnten und dies auch bekannten, in der Inquisition verfolgt, gefangen geführt und sie mit den perversesten Torturen gemartert, um sie von ihrem biblischen Glauben abzubringen.

Die Inquisition der römisch katholischen Kirche währte über sechshundert Jahre – in Spanien wurde das letzte Todesurteil 1781 vollstreckt, die Inquisition allerdings erst 1834 endgültig aufgehoben. In diesem Zeitraum wurden Hunderttausende von gläubigen Menschen getötet oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt und damit auch unvorstellbares Leid über Millionen von rechtgläubigen Christen gebracht. Damit hat die katholische Kirche dem Auftrag des Herrn an Petrus „Hüte meine Schafe” genau entgegen gehandelt und sich als Wolf im Schafspelz entpuppt.

Jenes Organ der katholischen Kirche, welches als oberste katholische Behörde über all die Jahrhunderte die Inquisition leitete, war das „Heilige Offizium”. Und dies ist auch jene Organisation, welche nunmehr die hier kommentierte Erklärung „Dominus Jesus” herausgegeben hat. Das Heilige Offizium wurde nämlich 1965 – aus verständlichen Gründen - in „Glaubenskongregation” umbenannt.

Weide meine Schafe!

Mit diesem Auftrag des Herrn sollte die entwickelte, „erwachsene” Gemeinde (Schafe) in der anschließenden Zeit bis heute und bis zur Wiederkunft des Herrn, mit jener Erkenntnis und jenem Wissen über das Wort Gottes versorgt werden (weiden), welches ihnen den Glauben an den einen und einzigen Erlöser und Mittler zwischen Gott und den Menschen – Jesus Christus – stärken und die Festigkeit dieses Glaubens bewahren sollte.

Bereits im Konzil von Ephesus (431) wurde die Anbetung von Maria, der Mutter Jesu, als „Mittlerin”, und der Gebrauch des Ausdruckes „Mutter Gottes”, der auf sie angewandt wird, beschlossen. Diese Lehre wurde von Papst Pius XI. noch 1500 Jahre später, nämlich 1931, bestätigt! Das Dogma von der unbefleckten Empfängnis der Maria – das meint, dass Maria von ihrer Mutter (!!), der Anna, ohne Erbsünde empfangen wurde – wurde von Papst Pius IX. im Jahre 1854 zum Dogma erhoben. Diese herbeigeführte Ähnlichkeit mit der Geburt des Herrn Jesus wurde dann noch vervollständigt, als Papst Pius XII. im Jahre 1950 erklärte, dass auch Maria in den Himmel aufgefahren sei und diese Ansicht – sichtlich aufgrund seiner „Unfehlbarkeit” - zum Dogma erhob.

Ähnlich wie die Heilige Schrift ihres alleinigen Anspruchs als göttliche Offenbarung durch die menschliche „Tradition” der katholischen Kirche beraubt wurde, wurde auch hier der Anspruch des Sohnes Gottes als alleiniger Mittler zwischen Gott und den Menschen durch eine „Mittlerin” ersetzt.

Dies steht im krassen Widerspruch zu den eigenen Aussagen des Herrn in Jh 14,6:

Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6;


Hier mutet die Behauptung im eingangs zitierten Auszug, dass die katholische Kirche es als ihre Aufgabe sieht, „die Lehre Christi unverfälscht zu bewahren” eher wie Hohn an.

Damit steht also fest: die römisch katholische Kirche kann aufgrund des Schriftzeugnisses aus all den genannten Gründen nicht diese rechtmäßige Nachfolgerin des Petrus sein. Allerdings bleibt da noch der weiter oben erwähnte Auftrag des Herrn in Mt 16,13-20, auf welchen sich die Argumentation der katholischen Kirche im Wesentlichen stützt.

Obwohl hier die protestantische Forschung bezweifelt, dass es sich hierbei um ein Jesuswort handelt, gibt es in anderen Stellen, wie Mt 14,28-31; 17,4, ganz besonders aber im weiter oben zitierten Text aus Jh 21,15-17 weitere Hinweise auf eine derart bevorzugte Stellung des Petrus. Dieser Auftrag des Herrn an Petrus kann also nicht geleugnet werden.

Wenn wir uns nun aber anhand des NT die damalige Situation vergegenwärtigen, kann auch nicht geleugnet werden, dass dieser Auftrag faktisch nicht ausschließlich an den Petrus ergangen ist. Und zwar in zweierlei Hinsicht:

-  Einerseits beinhaltet dieser Text Aussagen des Herrn, welche sich unmöglich nur auf die relativ kurze Lebensspanne eines Menschen – eben des Petrus – beziehen konnten. Der Bau der Gemeinde war kein ausschließlicher Vorgang des ersten Jahrhunderts, sondern ist ein ständiger Prozess bis zum Kommen des Herrn, wo dann die Gemeinde, als Bewahrerin des Christusglaubens, ihren Auftrag erfüllt haben wird. Es musste also in dieser Aufgabe zwangsläufig Nachfolger für den Petrus geben.

-  Damit haben wir aber andererseits auch schon den Ansatzpunkt für das rechte Verständnis dieser Herrenworte. Wiewohl an eine einzige Person – Petrus - gerichtet, hat dieser Auftrag bereits in den allerersten Tagen seiner Geltung mehrere Ausführende gehabt. Darunter zählen natürlich die anderen Apostel, ganz besonders aber Paulus, welcher aus heutiger Sicht mehr als Petrus diesen Dienst wahrgenommen hat.


Dieser letzter Umstand hat seine Begründung sicherlich darin, dass auch Paulus – gemeinsam mit Barnabas – durch den Heiligen Geist für den Dienst unter den Heiden auserwählt wurde, wie uns Apg 13,1-3 überliefert:

Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!

Apg 13,1 Es waren aber in Antiochia, in der dortigen Gemeinde, Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene und Manaën, der mit Herodes, dem Vierfürsten, auferzogen worden war, und Saulus. 13,2 Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! 13,3 Da fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie. Apg 13, 1- 3;


In diesem Zusammenhang ist es aber auch interessant darauf hinzuweisen, dass nach der Schrift Petrus diese, ihm vom Herrn übertragene Verantwortung, im Zuge der Umstrukturierungen in den urchristlichen Gemeinden zum größeren Teil selbst abgegeben hat. Wie Paulus den Galatern schreibt, ist er mit Petrus überein gekommen, dass Petrus die Beschnittenen – also die Juden – evangelisieren sollte und er, Paulus, mit Barnabas die Nationen.

Damit wir unter die Nationen gingen, sie aber unter die Beschnittenen.

Gal 2,6 Von denen aber, die in Ansehen standen - was immer sie auch waren, das macht keinen Unterschied für mich, Gott sieht keines Menschen Person an - die Angesehenen haben mir nämlich nichts zusätzlich auferlegt, 2,7 sondern im Gegenteil, als sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut war ebenso wie Petrus das für die Beschnittenen 2,8 - denn der, der in Petrus zum Apostelamt für die Beschnittenen wirksam war, war auch in mir für die Nationen wirksam - 2,9 und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben worden ist, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas den Handschlag der Gemeinschaft, damit wir unter die Nationen gingen, sie aber unter die Beschnittenen. Gal 2, 6- 9;


Wenn also die katholische Kirche tatsächlich darauf besteht, die rechtmäßige Nachfolgerin des Petrus zu sein, dürfte sie daher nach dieser Schriftstelle ausschließlich die Juden missionieren und keinesfalls die anderen Nationen.

Wie es scheint, verhält es sich mit der „rechtmäßigen” Situation zwischen Petrus und Paulus ähnlich wie mit jener zwischen Esau und Jakob. Während Esau sein Erstgeburtsrecht an Jakob verkauft hatte und dieses vor Gott seine volle rechtskräftige Wirkung hatte, indem er Jakob und seine Nachkommen segnete, hat Petrus seinen allgemeinen Auftrag an Paulus abgegeben und wie wir aus dem NT wissen, hat Gott auch diese Entscheidung dadurch bekräftigt, dass er den Paulus zum Gründer und Segen der Gemeinden in den Nationen gemacht hat.

Es ist somit auch aus dieser Sicht eine exklusive rechtmäßige Nachfolge des Petrus in der Person eines Papstes – wie es die katholische Kirche sieht – nicht schriftkonform.

Der Bau der Gemeinde wurde und wird durch Verkünder des Evangeliums und Lehrer des Wortes Gottes durchgeführt. Und dies weltweit und ohne irgendwelche Machtansprüche dieser Geschwister.

Wenn wir nun eine annähernde Identifikation dieser „Bauleute” der Gemeinde versuchen wollen, die den Auftrag des Herrn an Petrus fortführen und damit tatsächlich die rechtmäßigen Nachfolger des Petrus – aber auch des Paulus - sind, sollten wir auf folgende Kriterien achten:

-  Außer der Liebe und Dankbarkeit ihrer Glaubensgeschwister haben diese Leute keine andere herausragende Stellung, keine Machtposition und keine direkte Führungsfunktion in einer einzelnen Gemeinde (siehe Paulus). Die Gemeindeleitung, welche ein wichtiger und notwendiger Bestandteil der Gemeinde ist, wird von jenen Geschwistern wahrgenommen, welche für diese Aufgabe ihr Talent vom Herrn erhalten haben.

-  Die Evangelisten und Lehrer haben ihre Gabe vom Herrn erhalten, um sie möglichst breit – wenn möglich weltweit – einzusetzen und möglichst viele Menschen damit zu erreichen (1Kor 9,19-21).

-  Als Verkünder des Wortes Gottes nehmen sie für ihre Tätigkeit keinen Lohn (1Kor 9.18;)! Wie Paulus auch, ernähren sie sich von ihrer eigenen Arbeit (Apg 18,3; 20,33-34) und geben ohne Bezahlung, was sie selbst kostenlos empfangen haben.


Wenn sich daher die katholische Kirche rühmt, die Lehre Christi unverfälscht zu bewahren und weiterzugeben, stellt sich die Frage, wieso sie die folgenden Abänderungen und Verfälschungen dieser Lehre vorgenommen hat:

-  Verbot für die Priester zu heiraten, obwohl dies nirgends in der Schrift steht und manche Apostel und selbst Petrus – als dessen Nachfolger sich die katholische Kirche sieht – verheiratet waren.

-  Verbot für die Gläubigen, am Freitag Fleisch zu essen, weil der Überlieferung nach der Vatikan am Fischgeschäft beteiligt war und so den Umsatz und damit den Gewinn erhöhen wollte.

-  Verpflichtung für die Gläubigen, den Tag des Herrn am Sonntag, den ersten Tag der Woche zu feiern, obwohl Gott im vierten der zehn Gebote ausdrücklich gebietet: „Du sollst den Samstag (Sabbat) heiligen” – also den letzten Tag der Woche.

-  Im zweiten der zehn Gebote heißt es: „Du sollst dir kein Götzenbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde (…) ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederknien und sie nicht anbeten”. Die katholische Kirche hat dieses Gebot unterschlagen (siehe Tabelle am Ende dieses Diskurses) und gebietet ihren Gläubigen, Götzen aus Holz und Stein, Silber und Gold ("Muttergottes", "Heilige") anzubeten.

-  Das sechste Gebot besagt: „Du sollst nicht töten”. Die katholische Kirche hat in der Inquisition über 600 Jahre lang Hunderttausende rechtgläubige Christen getötet, um ihre eigenen Verfehlungen zu verheimlichen.

-  Das siebente Gebot heißt: „Du sollst nicht ehebrechen”. Unter manchen Päpsten der katholischen Kirche waren Ehebruch und Hurerei an der Tagesordnung. Die daraus entstammenden Kinder wurden dann in hohen und gutdotierten kirchlichen Ämtern untergebracht.

-  Das achte Gebot lautet: „Du sollst nicht stehlen”. Einige Päpste der katholischen Kirche haben nicht nur gestohlen, sondern ganze Städte ausgeraubt und niederbrennen lassen.

-  Das neunte Gebot: „Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen (lügen)” und das zehnte Gebot: „Du sollst nicht begehren (…) irgend etwas, was deinem Nächsten gehört”. Unter den Päpsten der katholischen Kirche wurde nicht nur gelogen, sondern sie haben einander und ihre Umwelt betrogen und gegeneinander intrigiert. Der Neid und die Machtgier dieser Päpste ging sogar soweit, dass es viele Jahre zwei und von 1409-1415 sogar gleich drei unfehlbare! katholische Päpste in Rom, Avignon und Pisa zur selben Zeit gab, die sich gegenseitig bekämpften.

-  Der Herr Jesus hat zwei Sakramente eingesetzt: die Taufe und das Abendmahl. Die katholische Kirche hat nicht nur fünf zusätzliche Sakramente erfunden (1439), sie hat auch die zwei echten Sakramente völlig verfälscht. Anstatt der Taufe von Erwachsenen, welche diese Entscheidung bewusst und im Wissen um die Konsequenzen für sich selbst getroffen haben, werden in der katholischen Kirche bereits Kinder wenige Tage nach ihrer Geburt von Eltern zur Taufe gebracht, welche selbst oft noch nie eine Bibel in der Hand gehalten haben.
Beim Abendmahl hat der Herr geboten, dass wir zum Angedenken an seinen Opfertod das Brot brechen und den Kelch trinken. Die katholische Kirche verbietet ihren Gläubigen seit 1414 den Abendmahlskelch zu trinken. Zudem wird vorgegeben, dass der Priester durch geflüsterte Formeln das Brot in den tatsächlichen (!) Körper Christi verwandeln kann (Transsubstantiation: 1215). Ein Vorgang, welcher von den Katholiken selbst nicht ernst genommen wird, sonst müssten sie ja davon ausgehen, dass sie bei der Kommunion den tatsächlichen Leib Christi verspeisen und dürften somit am Freitag nicht zur Kommunion gehen. Diese „Wandlung”, welche der Herr nie geboten hat, ist daher auch eher dem Bereich des Okkulten zuzuordnen.

-  Obwohl der Herr Jesus gesagt hat: „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt”, ist die katholische Kirche eine der reichsten Organisationen der Welt. Einem kürzlich erschienenen Bericht zufolge, ist der Vatikan u. a. auch an Unternehmen der Waffenproduktion und der Pharmaindustrie (Pille!) beteiligt.


Es stellt sich daher abschließend die Frage, wieso diese katholische Kirche ihren Gläubigen einerseits Gebote auferlegt, welche nirgendwo in der Schrift aufscheinen und welche auch nicht von Gott verordnet wurden, während sie andererseits selbst nicht einmal jene echten Gebote hält, welche uns Gott gegeben hat.

Wenn man Abbildungen der Päpste der Vergangenheit betrachtet und sieht, wie diese Männer mit einer Krone aus Gold und Juwelen – die „Tiara”, als Dreifachkrone mindestens drei Mal so hoch wie die weltlichen Kaiserkronen –, in kostbaren Gewändern (Ornat) gekleidet und auf einem künstlichen „Himmel” thronend, von Lastträgern durch die Peterskirche getragen werden und vergleicht dieses Bild des „Stellvertreters Christi auf Erden” mit unsrem Herrn Jesus Christus am Kreuz, lässt sich auf einen Blick erkennen, wieso diese katholische Kirche nicht „durch Christus dem Herrn, auf den Felsen Petrus und seine rechtmäßigen Nachfolger zurück gehen” kann. Diese Kirche hat ein anderes Selbst- und ein anderes Gottesverständnis als die Kirche Jesu Christi. Sie kann nicht „die Lehre Christi unverfälscht bewahren”, da sie sie selbst dauernd verfälscht und für machtpolitische Ziele umgedeutet hat.

Die römisch katholische Kirche hat daher weder „göttliche Autorität” noch ist sie „die einzige wahre Kirche Christi”. Sie entfernt sich im Gegenteil immer mehr von der wahren, biblischen Lehre Christi. Die Behauptung „Die katholische Kirche ist die einzige allein das Heil vermittelnde Kirche Christi” ist nur ein weiterer Beweis für die machtpolitische Orientierung und den immer stärker zu Tage tretenden Glaubens- und Realitätsverlust dieser Kirche.

Wir können aber davon ausgehen, dass es niemandem – auch nicht der katholischen Kirche – gelingen wird, den Herrn daran zu hindern, sich von jenen Gläubigen in dieser Kirche, welche ihn in ihrem Herzen suchen, auch finden zu lassen.

Und so ist zwar die katholische Kirche wegen ihrer großen Fehler zu verurteilen, die Gläubigen in ihren Reihen jedoch können nicht von Menschen beurteilt werden. Jeder von ihnen der aufrichtig sucht, hat die Möglichkeit den rechten Weg zu finden, der da heißt Jesus Christus.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. 14,7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. 14,9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? 14,10 Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke. 14,11 Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen! 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. 14,13 Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. 14,14 Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. Jh 14, 6-14;


Anmerkung: Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass auf dieser Homepage ein „Privatkrieg” gegen die katholische Kirche geführt wird (von 32 Diskursen befassen sich bisher nur zwei mit diesem Thema). Obwohl die Fehler dieser Kirche unübersehbar sind, gilt auch hier die Mahnung des Paulus: Wer von uns ist ohne Fehler? Immer dann jedoch, wenn Vertreter dieser Kirche öffentlich auftreten und versuchen die Lehre Christi und damit die Lehre der Bibel in Frage zu stellen oder überhaupt zu bestreiten, ist es für jeden bibelgläubigen Christen Pflicht, die Dinge zurechtzurücken. Der Verfasser.



Tabelle: Die zehn Gebote.

Die Erklärung „Dominus Jesus” der Glaubenskongregation der katholischen Kirche postuliert:

„Die katholische Kirche ist die einzige allein das Heil vermittelnde Kirche.”



Wie im Anschluss nachgewiesen wird, hat jedoch gerade diese Kirche die zehn Gebote Gottes verfälscht, um das Kirchenvolk zu täuschen. Sie hat das zweite Gebot unterschlagen, um vor den Gläubigen den Umstand zu verheimlichen, dass die Anbetung von Götzen aus Stein und Holz (die „Heiligen”, die „Muttergottes”) im zweiten dieser zehn Gebote Gottes ausdrücklich verboten wird.

Da durch die Unterschlagung des zweiten Gebotes jedoch nur mehr neun Gebote übrig geblieben wären, hat die katholische Kirche dem Akt der Häresie auch noch einen weiteren Akt des Betruges hinzugefügt, indem sie das zehnte der von Gott gegebenen Gebote in zwei Gebote getrennt hat.


Die zehn Gebote
Gottes.*)


1. Ich bin der HERR, dein Gott, (…) du sollst keine andern Götter haben neben mir.

2. Du sollst dir kein Götzenbild machen, auch
keinerlei Abbild dessen, was oben im
Himmel oder was unten auf der Erde oder
was in den Wassern unter der Erde ist. Du
sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und
ihnen nicht dienen (…).

3. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen (…).

4. Denke an den Sabbattag (Samstag), um ihn heilig zu halten (…).

5. Ehre deinen Vater und deine Mutter (…).

6. Du sollst nicht töten.

7. Du sollst nicht ehebrechen.

8. Du sollst nicht stehlen.

9. Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen.

10. Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, (…) noch irgend etwas, was deinem Nächsten gehört.
 
 
 

*) Quelle: Heilige Schrift
2. Buch Mose, Kapitel 20, Verse 1–17

 
 
 


Die zehn Gebote
der katholischen Kirche**)


1. Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine fremden Götter verehren.


 
 
 
 
 
 

2. Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen, nicht fluchen.

3. Gedenke, dass du den Sabbat bzw. den Sonntag heiligst.

4. Du sollst Vater und Mutter ehren.

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht Ehe brechen.

7. Du sollst nicht stehlen.

8. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.

9. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten.

10. Du sollst nicht begehren, was deinem Nächsten gehört
 
 
 

**) Quelle: Katholische Schrift
des Generalkommissariats des Hl. Landes.
Für den Inhalt verantwortlich:
Dik. St. Bertagnolli OFM
Generalkommissär des Hl. Landes. 2004
 



Ist die katholische Kirche eine christliche Kirche?

Wenn die ungläubige Welt vom Christentum spricht, meint sie damit in neun von zehn Fällen die katholische Kirche. Die katholische Kirche ist in der Welt geradezu zum Synonym für Christentum geworden. - Ein großer Irrtum!

Die einzige und ausschließliche Basis des Christentums ist die Bibel - das Wort Gottes. Doch die katholische Kirche hat dieses Wort Gottes im Jahre 1229 ihren Gläubigen entzogen und die Bibel in das Verzeichnis der verbotenen Bücher (!!) aufgenommen.

Auch wurde auf dem Konzil von Trient (1545-63) die Bibel als alleinige Quelle göttlicher Offenbarung verworfen und die katholische Tradition - d. i. die mündliche oder schriftliche Weitergabe von katholischen, also menschlichen Lehrmitteilungen, wie u. a. auch die Dogmen - als Hauptquelle des Glaubens neben der Heiligen Schrift als gleichwertig und gleichberechtigt anerkannt.

Damit hat aber die katholische Kirche die Basis des Christentums verlassen. Durch die unbiblische Anbetung der katholischen "Maria" (Konzil von Ephesus 431) sowie der verstorbenen "Heiligen" hat die katholische Kirche die Götzenanbetung (2Mo 20,3-6; Jer 10,2-5) und den Totenkult (Jes 8,19; 3Mo 19,31) unter ihren Gläubigen eingeführt (1Tim 4,1-3).

Zur Verschleierung der biblischen Abwegigkeit dieser Irrlehren hat die katholische Kirche die Bibel verfälscht und unterschlägt ihren Gläubigen bis heute das zweite der zehn Gebote Gottes (5Mo 5,8-9) und hat dafür das zehnte Gebot (5Mo 5,21) in zwei Gebote getrennt, damit es wieder zehn Gebote sind (Die zehn Gebote Gottes und jene der katholischen Kirche).

Aus all diesen Gründen ist die katholische Kirche keine christliche Kirche mehr. Und auch die gläubigen Katholiken können sich nicht "praktizierende Christen" nennen, denn in der katholischen Kirche müssen sie sich bei sonstiger Exkommunikation den katholischen Dogmen und Lehren unterwerfen und sind damit tatsächlich nicht mehr Christen, sondern eben "praktizierende Katholiken", zu welchen der Herr sagen wird: "Ich kenne euch nicht" (Mt 25,12)

Vatikan und Luzifer-Kult (Video)

Jud 1,7
Papst
LUCIFER WORSHIPED IN VATICAN - LUZIFER WIRD IM VATICAN ANGEBETET (Video)


Papst Franziskus über die Schwulen: "Wer bin ich, sie zu verurteilen?"

Die Bibel über die Schwulen:

Röm 1,26 Deshalb hat Gott sie auch in schandbare Leidenschaften fallen lassen; denn ihre Frauen haben den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen vertauscht; 1,27 und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau aufgegeben und sind in ihrer wilden Gier zueinander entbrannt, so dass sie, Männer mit Männern, die Schamlosigkeit verübten, aber auch die gebührende Strafe für ihre Verirrung an sich selbst (= am eigenen Leibe) empfingen.