Diskurs 462 - Palästina: Land ohne Menschen für Menschen ohne Land?



Ist Nethanjahu ein "chickenshit" (Hosenscheißer)? / Christlich-orthodoxer Bruder Nathanael Kapner, USA 2014-11-02



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DIE ENTZAUBERUNG VON JOE FARAHS JÜDISCHEN FABELN

Von Pastor Ted Pike
1. Nov. 2012

Anmerkung des Verfassers:
Golda Meir hat die Lüge erfunden, dass vor der Ankunft der Zionisten in Palästina praktisch keine Araber existiert hätten, dass Palästina eine Sandwüste war, welche das jüdische landwirtschaftliche Genie und harte Arbeit "wie eine Rose erblühen ließ".

Vorige Woche hat Pam Geller diese Lüge ihrer evangelikalen Anhängerschaft (überwiegend von WorldNetDayly) laut verkündet. Die zionistische Propaganda behauptet, dass die Araber nur nach Palästina gekommen wären, um vom israelischen Wohlstand zu profitieren. Es heißt, dass 1948 800.000 geflohen sind (trotz der israelischen Aufforderung zu bleiben), sodass bei einer Rückkehr arabische Legionen die Juden vernichten und Palästina einnehmen könnten. 

Weil die Zionisten Geller mögen und der WND-Eigentümer Joseph Farah fortfährt, diese Lügen an Millionen von leichtgläubigen Evangelikalen weiterzugeben, ist es notwendig, diesen Artikel zumindest einmal jährlich zu veröffentlichen.

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   Pamela Geller    Joseph Farah



Die Bibel warnt Christen, nicht auf "jüdische Fabeln" (Tit 1,14) zu achten. 1948 hat Israel die Hälfte der arabischen Bevölkerung aus Palästina vertrieben und ihr Land gestohlen, in welchem sie Tausende Jahre gelebt und Ackerbau betrieben haben. Um die Welt von dieser Gewalttat abzulenken, schuf Israel einen kunstvoll gearbeiteten Wandteppich von Fabeln, welcher Generationen von Evangelikalen und große Teile der Welt getäuscht hat.

Die kühnste Behauptung derartiger Propaganda ist, dass die Palästinenser nicht ihres Landes beraubt wurden, weil sie nie als Volk mit Landbesitz existiert haben. Sie haben Palästina nie in signifikanter Anzahl bewohnt und kamen im 20. Jahrhundert als Siedler (ohne Rechtstitel) ins Land, wo sie von der Gastfreundschaft und dem Wohlstand Israels profitierten. Die zionistische Mythologie lehrt auch, dass die Zahl der jüdischen Einwohner in großen Teilen Palästinas, insbesondere in Jerusalem, jene der Araber immer überstiegen hat, was das Recht Israels bestärkt, die dominierenden Bewohner zu bleiben.

Die Encyclopedia of the Palestine Problem [Enzyklopädie des palästinensischen Problems] erklärt die Strategie Israels::

„Um eine vermeintliche Rechtfertigung für das begangene Verbrechen des Genozids an den palästinensischen Arabern zu schaffen, haben die Zionisten versucht, die Welt davon zu überzeugen, dass Palästina praktisch unbewohnt war, "Ein Land ohne Menschen für Menschen ohne Land". Sie erfanden und verbreiteten die Mythen, dass die palästinensischen Araber Nomaden oder Halbnomaden ohne Kultur und Zivilisation wären, dass sie weder eine nationale Identität noch Existenz hätten, dass es den Palästinensern an ökonomischen Strukturen und Verwurzelung im Land fehle.” [1]

Zu jenen, welche diese Lügen akzeptieren, gehört auch Joseph Farah, Eigentümer und Chefredakteur von "WorldNetDaily". In seinem letzten Artikel "The Phony Mideast Debate" [die falsche Mittelost Debatte] sagt er: „Milliarden Menschen in der ganzen Welt glauben heute, dass die ‘Palästinenser’ auf der Suche nach einer Heimat sind, die sie nie gekannt haben, eine Heimat, die nie existierte, eine Heimat, die genauso erfunden ist, wie ihre neugeschriebene historische Geschichte.

Farah behauptet, dass Palästina auch nach dem Zweiten Weltkrieg "noch weitgehend unbevölkert, unzivilisiert und unentwickelt" war, in welchem die meisten Einwohner Jerusalems und der angrenzenden Regionen jüdisch waren. Wie er sagt, waren die meisten Araber erst nach dem ökonomischen Aufbau durch die Zionisten und dem landwirtschaftlichen Erfolg daran interessiert in dieses wüstenähnliche Land zu kommen. Als Migranten strömten sie dann aus Jordanien und anderen Ländern des Mittleren Ostens herein und "trafen zusammen mit der jüdischen Einwanderung und dem Bevölkerungswachstum"

Die zionistische Propaganda behauptet auch, dass die große eingeborene Bevölkerung von etwa 800.000, welche keine Loyalität zu diesem Land besaß, 1948, als der Krieg zwischen Israeli und Arabern drohte, in sicherere Länder floh. Nach dem Krieg sagt Israel, haben sie dann grotesker Weise behauptet, dass sie aus ihrer "Heimat", vertrieben wurden, einem Land, welches ihnen nie gehörte. Wie Farah sagt, wurde Israel "in der öffentlichen Meinung fälschlich als Goliath uminterpretiert", der die ausgestoßenen Palästinenser verfolgt und ihr angestammtes Eigentum besetzt.

"Das ist keine Besetzung, wie die Welt vermutet." bestätigt Farah, "das ist ein Volk, welches seine einzige Heimat gegen die boshaftesten und ungerechtfertigsten Angriffe, welche man sich nur vorstellen kann, verteidigt.".


Von Farah zu den Fakten


Im Jahr 1882 belief sich die jüdische Bevölkerung in Palästina auf etwa 24.000. 1914 wurde die Gesamtbevölkerung Palästinas auf 634.133 Muslime und christliche Araber und 55.413 Juden geschätzt. Nach dem britischen Mandat, 1920, hat die offizielle Zählung die arabische Bevölkerung, sowohl Muslime als auch Christen, mit 600.000 ausgewiesen, womit sie die gezählten Juden von 66.574 bei weitem überstiegen. Bis 1948 hat die arabische Bevölkerung weiterhin die jüdische im Verhältnis von etwa 2:1 überstiegen. [2]

Farah sagt, die Juden hätten die Region Jahrhunderte dominiert, "der Großteil der Bevölkerung von Jerusalem und Umgebung waren Juden.". Doch die letzte offizielle britische Volkszählung 1931 zeigt, dass in Jerusalem die Araber die Juden im Verhältnis von 2:1 überwogen und mit den umliegenden Gebieten ungefähr 98% Araber waren. Das Ad Hoc Komitee über die Palästinafrage in den Vereinten Nationen hat 1948 festgestellt, dass - abgesehen von Haifa - "haben die Araber die klare Mehrheit über die Juden". [3]

So weit zur Behauptung von Israel/Farah, dass die Zahl der Juden in Jerusalem und Umgebung Jahrhunderte lang eine kleine arabische Bevölkerung überstiegen hätte.

Im 1. Weltkrieg haben die Araber mit den Alliierten gegen die Türken gekämpft, in der Hoffnung, sie würden nationale Unabhängigkeit erhalten. Nach der Balfour Deklaration, 1917, wurde das Volk von Palästina von der Liga der Nationen als "provisorisch unabhängige Nation" sehr nahe der Souveränität eingestuft. Bis 1947  spielten die palästinensischen Araber eine vorherrschende Rolle in der Regierung unter den Briten. "Die gesamte Anzahl der Regierungsbeamten war 44.688 Personen, von denen 4.314 Briten, 30.178 Araber, 9.276 Juden und 920 Andere waren. [4] Auch in den Gemeinderäten und als Bürgermeister von hunderten mehrheitlich arabischen Städten haben Araber die Juden weit übertroffen.

Das palästinensische Land war eine Kornkammer der langwirtschaftlichen Fülle, welche zurück reichte bis zu den Ureinwohnern, die Kanaaniter und später die Philister (nach welchen Palästina benannt ist). Mit einem Klima ähnlich freundlich wie Kalifornien, hat es das Alte Testament als "Land. wo Milch und Honig fließt" beschrieben. Es ist richtig, dass ein großer Teil Palästinas in  den vergangenen Jahrhunderten überweidet wurde, insbesondere im bergigen Hügelland von Judäa rund um Jerusalem. Diese Unfruchtbarkeit war der Grund für die Beschreibung Mark Twains bei seinem Besuch als "unfruchtbar und kaum ein Araber zu sehen". Doch fast zur gleichen Zeit schrieb "Lawrence Oliphant, der Palästina 1887 besuchte, Palästinas Tal Esdralon war 'ein riesiger grüner See von wogendem Weizen mit wie Inseln herausragenden häusergekrönten Hügeln; und es zeigt eines der eindrucksvollsten Bilder von üppiger Fruchtbarkeit welche man sich nur vorstellen kann'". [5] Zahlteiche Darstellungen aus der Zeit vor dem 20. Jahrhundert, welche in der Encyclopedia of the Palestine Problem wiedergegeben werden, beschreiben es als ein Füllhorn jedweder Art von landwirtschaftlicher Produkten, welche von den Palästinensern im Übermaß gerade in die europäischen Nationen exportiert wurde.

Das bestätigt die Enzyklopädie vor 1948

„diese arabischen Städte und Dörfer waren nicht bloß Ortsnamen auf einer Landkarte. Sie waren entwickelte Gemeinden mit Farmen, Werkstätten, Geschäften und Schulen, einer Infrastruktur mit Ärzten, Anwälten. Lehrern, Ingenieuren, Händlern, Mechanikern, Industriellen, Arbeitern und Bauern, welche den Neid eines jeden heutigen Entwicklungslandes erwecken würden... Vor 1948 bewohnten sie 12 Großstädte, 8 Städte und 830 Kleinstädte und Ortschaften. Die arabischen Wohnheime in den Großstädten waren entweder luxuriöse Steinvillen mit schönen Gärten oder Wohnungen mit 2-5 Schlafzimmern. Diese Residenzen waren mit modernem Mobiliar und Haushaltsgütern gut ausgestattet. Kein arabisches Wohnheim der mittleren und oberen Klasse hatte weniger als acht wertvolle Perserteppiche. Alle diese Wohnheime und ihr Mobiliar hat sich Israel widerrechtlich angeeignet.” [6]

General Moshe Dayan sagt die Wahrheit:

„Wir kamen in dieses Land, welches schon von Arabern bewohnt war und wir errichteten hier einen hebräischen, also einen jüdischen Staat. Jüdische Dörfer wurden an Stelle der arabischen Dörfer gebaut. Du weißt eben nicht die Namen dieser Dörfer und ich tadle dich nicht, weil es diese Geographiebücher nicht mehr gibt. Nicht nur die Bücher existieren nicht mehr, auch die Dörfer sind nicht mehr dort. Nahalal entstand an der Stelle von Mahalul, Gevat anstelle von Jibta, Sarid anstelle von Haneifa und Kefar Yehoshua anstelle von Tellshaman. Es gibt keinen einzigen gebauten Platz in diesem Land, welcher nicht eine frühere arabische Bevölkerung hatte.” [7]

Nach 1948 übernahm Israel 12 Großstädte und Städte sowie 526 Kleinstädte und Ortschaften. Sie zerstörten die Städte und Ortschaften mit Bulldozern und bauten neue Städte mit jüdischen Namen. [8]

Die Enzyklopädie dokumentiert ausführlich aus britischen Berichten, dass nicht nur die Palästinenser nicht vom jüdischen Wohlstand abhängig waren, sondern dass die Zionisten, in der Folge eines eventuellen Fehlschlags des "Kibbutz" Experiments, mit marxistisch/kollektivistischen Werten durchdrungen waren. Völlig neu für eine Landwirtschaft des Mittleren Ostens waren sie weitgehend ineffizient und abhängig von regelmäßigen massiven Infusionen des westlichen jüdischen Kapitals. [9] Trotz der allgemeinen israelischen Politik des Boykots von palästinensischen Produkten und Dienstleistungen, haben sich die Palästinenser mit einer schnellwachsenden Bevölkerung von 1,444.274 im Jahr 1948 damals sowohl politisch, sozial als auch ökonomisch in Richtung einer von der UN geförderten nationalen Selbstständigkeit entwickelt.


Der zionistische Terror beendet die palästinensischen Träume


Dieser Wohlstand kam zu einem plötzlichen, entsetzlichen Ende als die zionistischer "Irgun" Terroristen am 9.-10. April 1948 das Deir Yassin Massaker durchführten und durch viele darauffolgende jüdische Gewalttaten und Grausamkeiten, welche 800.000 Palästinenser panikartig in die Flucht trieben. „1948 beschlagnahmten die Zionisten sowohl 90% der im arabischen Eigentum befindlichen Zitrushaine, Verpackungs- und Lagerungsmöglichkeiten, als auch die ganze Jahresernte. Sie plünderten die wohlhabenden arabischen Zitrusbauern aus und machten sie zu mittellosen Flüchtlingen.” Dasselbe gilt für alle Arten der arabischen Industrie, einschließlich Olivenöl, Webereien, Bekleidung, Tabak, Leder, Molkereien, Weizen, Fische und Baugewerbe. In Wirklichkeit war die Beschlagnahme der palästinensischen Ressourcen das "Wunder" des plötzlichen Reichtums der israelischen Landwirtschaft, mit dem sich der neue Staat bald nach der Vertreibung der Palästinenser gebrüstet hat. 

Die entzückten Evangelikalen in der ganzen Welt sahen das als tolle Erfüllung der biblischen Prophezeiungen, welche "die Wüste aufblühen ließen wie eine Rose". In Wahrheit besaß Israel nun tausende Hektar Zitrus, Oliven, Weizen etc., durch Enteignung der früheren Bauern des Mittleren Ostens: palästinensische Obstbauern und Landwirte. Die Enzyklopädie: „Die ökonomischen Leistungen des heutigen Israel sind in vollem Umfang auf der Kapitalbasis von Land, Wohlstand und Besitzungen aufgebaut, welche sich Israel von den palästinensischen Arabern widerrechtlich angeeignet hat.” [10]

Ist Israels umfangreich dokumentierter Diebstahl von Land, wie auch die palästinensische Forderung nach Entschädigung tatsächlich ein "gefälschtes Argument", wie Farah behauptet? Um seines ewigen Seelenheils willen hoffe ich aufrichtig, dass er in Unwissenheit dessen gesprochen hat, was 1948 wirklich geschah und sich naiver Weise zum Sprachrohr von zionistischen Lügen gemacht hat. Dennoch ist es schwer zu glauben, dass Farah, der selbst aus Syrien/Libanon stammt, nicht zumindest etwas von dem enormen Umfang der Ungerechtigkeit gegen die Palästinenser weiß. Wenn er es doch weiß und fortfährt Israels Propaganda nachzuplappern (vielleicht um den Evangelikalen und den Juden zu gefallen), gibt es keinen Zweifel, wo die wahre Fälschung ist: in Farah selbst.




Fußnoten:

    [1] The Encyclopedia of the Palestine Problem [Die Enzyklopädie des palästinensischen Problems}, herausgegeben von Dr. Issa Nakhleh, Continental Books, P.O. Box 756, Grand Central Station, New York, NY 10163-0756, p. 33. Das zweibändige Werk im Umfang von 1.800 Seiten von diesem christlich palästinensischen Rechtsanwalt und Diplomaten ist in den meisten universitären Bibliotheken erhältlich sowie onlins bei
www.palestine-encyclopedia.com.
[2] ebd., S. 25.
[3] ebd., S. 26.
[4] ebd., S. 28.
[5] ebd., S. 33.
[6] ebd., S. 34.
[7] ebd., S. 34.
[8] ebd., S. 347.
[9] ebd., S. 49.
[10] ebd., S. 34.

In diesem Artikel unterstützt Farah auch die zionistische Häresie, dass eine Nation von Juden, die Christus zurückweisen, gesetzestreu das Heilige Land bewohnen kann. Als Gott dem Abraham das Land wegen seines Glaubens und seines fortgesetzten Gehorsams verheißen hatte, sagte Er auch den Hebräern, dass sie nur durch eine derartige Gehorsamkeit den selben Bund genießen könnten. Gott sagte ihnen „weil [Hervorhebung durch mich] ihr diesen Rechtsbestimmungen gehorcht, sie bewahrt und sie tut, wird der HERR, dein Gott, dir den Bund und die Güte bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat.” (5Mo 7,12) In Dutzenden von ganz klaren Schriftaussagen betont Gott nachdrücklich, dass die Hebräer nur durch Gehorsamkeit das Recht haben, Kanaan als Volk zu besetzen. Wenn sie ungehorsam sind, werden sie vertrieben werden. Eines Tages wird ein gläubiger Überrest der Juden Christus diesen Gehorsam entgegenbringen. Doch in der Gegenwart bleibt einem gottlosen Israel, das die Christen verfolgt, nur eine gefälschte Rückkehr. Es ist Babylon die Große, die große Hure aus Off 17, welche nicht Jesus Christus, sondern den Aufstieg des Antichrist fördert.


(See, 'Babylon the Great' is Israel)

Einige Schriftstellen, welche die Bedingungen Gottes für eine Besetzung nachweisen: 3Mo 18,28; 26,27-46; 4Mo 14,23; 5Mo 4,26-27; 6,18; 7,12; 28,21, 25, 37, 41, 56-64; 29,28; 30,17-18 Hes 13,9; Jer 7,15; Jer 29,13-14. (Der Originalartikel wurde am 12. Juli  2010 geschrieben)


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Pastor Ted Pike ist Direktor des National Prayer Network [Nationales Gebets Netzwerk], eine amerikanische  christlich/konservative Watch Dog Organisation.

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Rev. Ted Pike
National Director

NATIONAL PRAYER NETWORK, P.O. Box 828, Clackamas, OR 97015
www.truthtellers.org



Neturei Karta verurteilt Israels Attacke auf die Humanitäre Flotte. /   1. Teil, Diskurs 46

Ist Nethanjahu ein "chickenshit" (Hosenscheißer)? / Christlich-orthodoxer Bruder Nathanael Kapner, USA 2014-11-02