Diskurs 48 – Eine alternative Sicht in der Abfolge der Endzeitereignisse.




Der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte. / Kommentar T. Tschirner 00, 2002-07-30

Der erste und der zweite Antichrist.

Die Zahl 666: Ein Hinweis auf einen menschlichen und einen dämonischen Antichristen. / Replik B. Blankenship 00, 2005-09-12.

Bußfertige Menschen während des Zornes Gottes? / Kommentar MF 00, 2013-10-29.  NEU

Gegenüberstellung alte und neue Interpretation.

Tabelle: Abfolge und Dauer der Endzeitereignisse.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte. / Kommentar TT00, 2002-07-30)

Erst einmal möchte ich mich für das Erstellen dieser Seite bedanken. Ich habe bis jetzt keine weitere Seite gefunden, die sich so eng an die Bibel hält und dazu eine so umfangreiche Erläuterung der Prophezeiungen abliefert.

Trotzdem bleiben natürlich Fragen offen (lässt sich ja leider nicht vermeiden). Mich würde interessieren, wie sie mit ihrer Sicht von der zeitlichen Abfolge der prophetischen Ereignisse die Tatsache, dass das abscheuliche Ding das Verwüstung verursacht nach Matthäus 24:15,21 zeitlich vor der Großen Drangsal an heiliger Stätte erscheinen muss, in Einklang bringen. Ich würde mich wirklich sehr über eine Antwort freuen!

(Thorsten Tschirner tschirner_t@web.de)



Für den obigen Hinweis von T. Tschirner bin ich sehr dankbar. Er weist auf einen Fehler hin, welcher sich im Zuge der Interpretation der Großen Trübsal ergeben hat und bisher nicht entdeckt wurde. Hier diese Passage zur Orientierung:

Wenn der Greuel der Verwüstung, an heiliger Stätte steht, dann wird eine große Bedrängnis sein, wie sie nie gewesen ist.

Mt 24,15 Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht - wer es liest, der merke auf! -, 24,16 dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen; 24,17 wer auf dem Dach ist, soll nicht hinabsteigen, um die Sachen aus seinem Haus zu holen; 24,18 und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren, um seinen Mantel zu holen. 24,19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden n jenen Tagen! 24,20 Betet aber, daß eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat! 24,21 Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. 24,22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. Mt 24,15-22;


Im Kapitel 03, „Die Große Trübsal”, wurde am Beginn der Arbeiten zu diesem Buch diese Zeitperiode auf die sieben Schalengerichte gedeutet. Erst später, nachdem eine Parallelität vom Mt 24 und Off 6 offensichtlich war, habe ich aufgrund der Aussagen von Mt 24,6-7/Off 6,4 sowie Mt 24,12/Off 6,7-8 und Mt 24,29/Off 6,12-14, speziell aber aufgrund des konkreten Hinweises in Off 7,14 - welcher diesen Siegelgerichten nachfolgt – den „Anfang der Wehen” den Siegelgerichten 2 und 3 und die Große Trübsal dem 4. Siegel zugeordnet. Dabei wurde allerdings übersehen, die sehr wichtige Passage aus Mt 24,15-21 mit zu transferieren.

(Siehe auch Kapitel 03: „Die Große Trübsal”.)

Aufgrund der hier vertretenen Sicht der Großen Trübsal als das 4. Siegelgericht, ist dieser Text aus Mt 24,15-21 aufgrund seiner Aussage, wie wir weiter unten sehen werden, unmittelbar vor dem 4. Siegel, also vor Off 6,7 einzufügen.

(Siehe auch Diskurs 09: „Die Große Trübsal: Bedrängnis für die Gläubigen oder für die ganze Welt?”.)


Der zusätzliche Effekt, welcher sich durch diese Korrektur ergibt, ist die Tatsache, dass dadurch erstmals ein schriftbasierter Hinweis auf die Identität des Reiters auf dem weißen Pferd (Off 6,1-2) gegeben scheint. Was bisher nur durch Vermutungen erklärt werden konnte und wo die Auffassungen der Ausleger zwischen Antichrist (das ist auch die Sicht hier, bei Immanuel.at) und Jesus Christus auseinander gingen, ist nunmehr durch den Hinweis auf den „Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte” ein ziemlich eindeutiger Bezug zum Antichrist (erste 3 ½ Jahre) gegeben.

Und ich sah: und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen;

Off 6,1 Und ich sah, als das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete, und hörte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit einer Donnerstimme sagen: Komm! 6,2 Und ich sah: und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen. Off 6, 1- 2;

(Siehe auch die Tabelle 14: „Die Offenbarung – nach Ereignissen gegliedert”.)


Obwohl die Interpretation auf Jesus Christus durch den Umstand, dass der Herr nicht gleichzeitig das erste Siegel öffnen und als Reiter auf dem weißen Pferd in Erscheinung treten kann, ebenso fragwürdig war, wie durch die Unmöglichkeit, dass ein Engel dem Sohn Gottes ein befehlendes „Komm” (eigentlich „Marsch”) zurufen könnte, wurde sie dennoch immer wieder aufgrund der Ähnlichkeit des Aussage mit Off 19,11 vorgebracht.

Der erste und der zweite Antichrist.

Die Einfügung von Mt 24,15-21 gerade an dieser Stelle - vor dem 4. Siegel - bei der Auslegung der Offenbarung, basiert auf der Annahme einer Parallelität zwischen Mt 24 und Off 6 und 7 und setzt eine Unterbrechung der siebzigsten Jahrwoche nach etwa dreieinhalb Jahren, aufgrund der Aussagen von Off 13,3.12.14 und Dan 12,11-12, voraus.

Und seine Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde staunte hinter dem Tier her.

Off 13,1 Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. 13,2 Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie die eines Bären und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht.

13,3 Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tod geschlachtet. Und seine Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde staunte hinter dem Tier her. 13,4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich? Und wer kann mit ihm kämpfen? Off 13, 1- 4;

Wenn sie sich auf dem Grund des Meeres verstecken, werde ich von dort der Schlange befehlen, sie zu beißen.

Amos 9,3 Und wenn sie sich auf dem Gipfel des Karmel verbergen, werde ich sie von dort hervorsuchen und holen. Und wenn sie sich auf dem Grund des Meeres vor meinen Augen verstecken, werde ich von dort der Schlange befehlen, sie zu beißen. Amos 9,3;

Das Tier, das die Wunde des Schwertes hat und wieder lebendig geworden ist.

Off 13,12 Und die ganze Macht des ersten Tieres übt es vor ihm aus, und es veranlaßt die Erde und die auf ihr wohnen, daß sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde. 13,13 Und es tut große Zeichen, daß es selbst Feuer vom Himmel vor den Menschen auf die Erde herabkommen läßt; 13,14 und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, wegen der Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben wurde, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dem Tier, das die Wunde des Schwertes hat und wieder lebendig geworden ist, ein Bild zu machen. Off 13,12-14;


Oben, in Off 13,3.12 haben wir den Hinweis, dass der Antichrist – das erste Tier (aus dem Meer) – eine Todeswunde erhalten hatte - er also tot gewesen ist. Und nun ist er durch die Wunderkraft des Satans „aus dem Meer” wiedererstanden. Es handelt sich hier sichtlich um eine Nachahmung der Auferstehung Christi in der Person des Antichristen durch den Teufel, der schon von Luther als der „Affe Gottes” (der Gott nachäfft) bezeichnet wurde.

Doch aus der Aussage oben, in Off 13,3: „Und seine Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde staunte hinter dem Tier her” lässt sich ein weiterer wichtiger Schluss ziehen: Die Person, welche dieses „Tier” verkörpert, muss den zu diesem Zeitpunkt lebenden Menschen der ganzen Welt wohl bekannt gewesen sein. Sonst könnte es nicht heißen, dass „die ganze Erde” über seine Wiedererweckung staunen wird. Wenn ihn die Menschen vorher nicht gekannt und gewusst hätten, dass er getötet wurde, wären sie nachher nicht erstaunt, dass er wiedererweckt war.

Und die Bewunderung der Menschen im anschließenden Vers, Off 13,4: „Wer ist dem Tier gleich? Und wer kann mit ihm kämpfen”, weist sogar darauf hin, dass alle wussten, dass hier vorher ein Kampf stattgefunden hatte, bei dem er getötet wurde, doch dadurch, dass er nun wieder lebendig ist, scheint er ihnen nun unbesiegbar zu sein.

Dieser ganze Zusammenhang wird uns auch in Off 17,8 bestätigt:

Das Tier war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und geht ins Verderben.

Off 17,8 Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und geht ins Verderben; und die Bewohner der Erde, deren Namen nicht im Buch des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich wundern, wenn sie das Tier sehen, daß es war und nicht ist und da sein wird. Off 17, 8;


Damit ist aber auch allen jenen Interpretationen, welche in diesem Tier aus dem Meer, also dem Antichristen, den „Nero redivivus”, den wiedererstandenen Napoleon oder gar eine Auferstehung Hitlers sehen wollen, der logische Boden entzogen. Abgesehen davon, dass sich die Masse der Menschen in der Endzeit an diese Figuren kaum erinnern wird, hat ja das Tier vor seiner Wiedererweckung gelebt und ist durch ein Schwert getötet worden. Wenn das also jemand gewesen wäre, der schon vor Jahrhunderten einmal gelebt hatte, müsste diese Wiedererweckung nun sein drittes Leben sein. Und das ist biblisch unmöglich.

Der Umstand nun, dass der Antichrist vorher tot war, führt dann aber auch zu der Frage, wie er gestorben ist. Nachdem er als „Reiter auf dem weißen Pferd”, in Off 6,2, quasi als unbesiegbar dargestellt wurde, muss es eine überirdische Kraft gewesen sein, welche seiner ersten Existenzperiode ein Ende bereitet hat. Und hier finden wir bei Paulus, in 2The 2,7-11, einen ganz konkreten Hinweis, der diesen Hintergrund erhellen kann.

Der Gesetzlose wird durch den Herrn Jesus durch die Erscheinung seiner Ankunft vernichtet.

2The 2,7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist; 2,8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; 2,9 ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge 2,10 und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, daß sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Errettung nicht angenommen haben.

2,11 Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, daß sie der Lüge glauben, 2,12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit. 2The 2, 7-12;


Wer nun die Schriftaussagen über die Endzeit kennt, wird möglicherweise einwenden, dass die Heere des Antichristen in der Schlacht von Harmagedon vom Herrn und dem Heer des Himmels vernichtet und der Antichrist lebendig in den Feuersee geworfen wird. Und dies ist vollkommen richtig. Allerdings müssen wir unterscheiden zwischen den beiden Wirksamkeitsperioden des Antichrists.

In der ersten Hälfte zieht er zwar aus „siegend und um zu siegen” (Off 6,2), doch ist er hier als Mensch zu sehen, der zwar ungeheure Erfolge hat – etwa wie einst Alexander der Große -, der aber dennoch allen menschlichen Beschränkungen unterliegt und damit auch dem Tod. Er wird auch von Paulus in 2The 2,3-4 ausdrücklich als „Mensch der Bosheit/Gesetzlosigkeit” und „Sohn des Verderbens” bezeichnet.

Dieser Tag kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist.

2The 2,1 Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, 2,2 daß ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern, auch nicht erschrecken laßt, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre.

2,3 Daß niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; 2,4 der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei. 2The 2, 1- 4;


In der zweiten Hälfte seiner Existenz, steigt er als „Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen” (Off 13,1) aus dem Meer/Abgrund empor. Und wie es scheint, ist es Satan, der hier die Auferstehung Jesu Christi kopiert und diesen verstorbenen Menschen wieder ins Leben zurückholt und ihn der Welt als falschen Messias präsentiert. Er gibt ihm dann auch „seine Kraft und seinen Thron und große Macht.” (Off 13,2).

Und gerade diese letzte Aussage lässt eine Vermutung aufkommen: Nachdem es nicht anzunehmen ist, dass Satan all seine Macht und Kraft, ja sogar seinen Thron einem anderen Wesen anvertrauen würde, da er ja dann selbst Gefahr liefe von diesem eliminiert zu werden, liegt der Schluss nahe, dass diese „Übergabe” eher eine „Übernahme” ist. Das heißt, Satan besetzt als Geistwesen diesen wieder ins Leben gerufenen Menschen und hat so wieder alles unter Kontrolle.

Aber wie auch immer, in dieser zweiten Phase ist der Antichrist auf jeden Fall nicht mehr rein menschlich. Das beweisen auch die Zeichen und Wunder welche er wirkt und schließlich der Umstand, dass er dann in der Schlacht von Harmagedon nicht getötet wird, sondern mit dem falschen Propheten lebendig in den Feuersee geworfen wird (Off 19,20), wie dann am Ende der Welt auch der Satan (Off 20,10).

Nachdem diese Interpretation wahrscheinlich weltweit der erste Versuch ist, die antichristliche Herrschaft in zwei zeitlich voneinander getrennte Phasen zu definieren, soll hier noch ein biblisch fundierter Nachweis für die hohe Wahrscheinlichkeit dieser Auffassung angeführt werden. Gerade die Aussage von Off 19,20, dass der Antichrist lebendig in den Feuersee geworfen wird, führt zu einer ganzen Kette von logischen Folgerungen, welche geradezu beweisen, dass wir es hier mit zwei verschiedenen Existenzformen des Antichrists und demnach auch zwei Phasen der antichristlichen Herrschaft zu tun haben.

Wir haben in Off 20,14 ebenfalls eine Aussage über den Feuersee:

Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.

Off 20,13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 20,14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. 20,15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen. Off 20,13-15;


Wir befinden uns hier bei der Allgemeinen Auferstehung und dem Weltgericht am Ende der Welt. Alle Toten werden auferstehen und im Gericht beurteilt. Wer nicht im Buch des Lebens geschrieben gefunden wird, wird in den Feuersee geworfen. Und dann heißt es in Off 20,14: „das ist der zweite Tod”. Daraus ist nun abzuleiten, dass nur wiederauferstandene Menschen (und Geistwesen wie Satan und Antichrist) diesem zweiten Tod, dem Feuersee, anheimfallen können. Der normale Mensch kann nur den „ersten” Tod sterben.

(Siehe auch das Kapitel 12: „Die Auferstehung.”)


Das bedeutet aber, wenn der Antichrist in Off 19,20 in den Feuersee geworfen wird, kann es sich auch bei ihm nur um einen von den Toten wiederauferstandenen Menschen handeln, der hier den zweiten Tod erleidet. Dass dies auch durch die Schrift bestätigt wird, konnte weiter oben, durch die Aussagen von Off 13,3.12.14 nachgewiesen werden

Nach diesen Texten hat also dieses Tier, der Antichrist, durch ein Schwert eine tödlichen Wunde erlitten, ist jedoch vom Satan wieder von den Toten auferweckt und von seiner Todeswunde geheilt worden. Daraus lässt sich aber eben folgern, dass dieser Antichrist schon vorher gelebt haben muss. Und zwar als normaler Mensch. Und dass er als solcher von einem Schwert getötet worden ist.

Und genau diesen Zusammenhang haben wir ja auch weiter oben, in 2The 2,8 festgestellt wo Paulus davon schreibt: „und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft”.

(Siehe auch Diskurs 86 - Tod und Auferstehung des Antichristen: „Der erste und der zweite Antichrist.”.)

Und schließlich hat auch ein anderer Besucher von Immanuel.at - diesmal aus den USA - einen, für dieses Thema interessanten Hinweis gefunden. Er ist auch der Autor des Artikels „Ein Geheimnis - Babylon die Große”, welcher als Gastbeitrag bei Immanuel.at im Diskurs 77 erschienen ist und er machte mich vor kurzem auf folgenden interessanten Zusammenhang aufmerksam:



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Die Zahl 666: Ein Hinweis auf einen menschlichen und einen dämonischen Antichristen. / Re BBl00, 2005-09-12)

Nachdem ich mich weiterhin damit beschäftige, die Griechischen Schriften/Lexika analytisch durchzuarbeiten, habe ich etwas gefunden, das Sie möglicher Weise interessieren könnte. Damit möchte ich Ihre erprobte Bibelkenntnis und Ihre Aufmerksamkeit auf die folgende Frage lenken: Kann Offenbarung 13,18 wie folgt übersetzt werden?

Griechischer Text mit Strong-Nummern:
wde <5602> h <3588> sofia <4678> estin <2076> (5748). o <3588> ecwn <2192> (5723) ton <3588> noun <3563> yhfisatw <5585> (5657) ton <3588> ariqmon <706> tou <3588> qhriou <2342> ariqmoV <706> gar <1063> anqrwpou <444> estin <2076> (5748); kai <2532> o <3588> ariqmoV <706> autou <846> cxV <5516>.




Vorgeschlagene Übersetzung:
„Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn (nämlich - weil) es ist (sie besteht aus) eines Menschen Zahl; und seine (des Tieres) Zahl ist 666.”

„Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Weil sie besteht aus der Zahl eines Menschen; und seine (des Tieres) Zahl ist 666.” (...)



Außerdem verwendet Lk 12,15 das selbe Wort in seiner übertragenen Bedeutung ‘besteht’ für das griechische Wort und seine Zeitform - estin:

„Er sprach aber zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habsucht! Denn auch wenn jemand Überfluss hat, besteht sein Leben nicht aus seiner Habe.”

Deshalb ist es naheliegend, dass einer der Gründe für das Zählen (Berechnen) der Zahl des Tieres der Umstand ist, dass sie - als einen Bestandteil und in ihr eingegliedert - die Zahl eines Menschen beinhaltet. Daher schließt das ‘berechnete Gesamtergebnis der Zahl 666’ des Tieres sowohl die Zahl des Tieres, als auch die Zahl des menschlichen Antichrists mit ein - und die zwei werden eins.

Erwägen Sie das und lassen Sie mich wissen, was Sie davon halten.


Barney Blankenship word@shalach.org / www.shalach.org




Vielen Dank Barney für Ihre ausgezeichnete Analyse. Zum besseren Verständnis hier einmal diese Schriftstelle mit ihrem Kontext:

Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666.

Off 13,16 Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, daß man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt; 13,17 und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. 13,18 Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666. Off 13,16-18;


Diese Zahl 666 wird oben, in Off 13,17, als „die Zahl seines (des Tieres) Namens” bezeichnet und der Bibelleser wird dann aufgefordert, diese Zahl zu berechnen. Dieses „Berechnen” (psäphizein) war zu dieser Zeit ein terminus technicus für die Umrechnung eines Namens oder eines Begriffes in seinen Zahlenwert oder auch umgekehrt, eines angegebenen Zahlenwertes in einen Begriff oder Namen. In den alten Sprachen, wie Hebräisch, Griechisch oder Lateinisch dienten die Buchstaben ja gleichzeitig auch als Zahlzeichen. Ein Name aus beispielweise sieben Buchstaben, konnte auch als eine Zahl mit sieben Ziffern aufgefasst werden. Die Quersumme dieser sieben Ziffern wäre dann der Zahlenwert dieses Namens. Bei der großen Rätselfreudigkeit des Altertums blühte dann auch diese Art der Verschlüsselung, welche „Gematrie” genannt wurde, und blieb jahrhundertelang in Mode.

Wer nun aber lediglich eine Quersumme wusste, ohne die Anzahl der Buchstaben oder ein anderes Detail zu kennen, ob er z.B. das hebräische, griechische oder lateinische Alphabet zu Grunde zu legen hatte, war von vorne herein chancenlos. Zu einem sinnvollen gematrischen Rätsel gehörte daher unbedingt auch ein zusätzlicher Anhaltspunkt. Nur jene Personen, welche diesen Anhaltspunkt kannten, waren imstande nach wenigen Versuchen diese Zahl zu „berechnen” (entschlüsseln) und den in ihr verborgenen Namen oder Begriff herauszufinden. Ein Herumraten mit der Zahl an sich, ohne einen konkreten weiteren Anhaltspunkt wäre völlig zwecklos.

Einen Teil eines derartigen Anhaltspunktes liefert uns aber der obige Text in Off 13,18 mit der Aussage: die Zahl des Namens des Tieres „ist eines Menschen Zahl”. Daraus lassen sich gleich zwei Schlüsse ziehen:

1. Dieses Tier ist offensichtlich kein Mensch, sonst hätte es dieser besonderen Unterscheidung nicht bedurft. Die Bestätigung dafür, dass dieses Tier kein normaler Mensch, sondern ein Dämon, ein Geistwesen ist, lässt sich ja auch daran erkennen, dass Satan ihm seine Macht, seine Kraft und seinen Thron gibt und es aus dem Abgrund hat auferstehen lassen.

2. Zum Anderen aber wird durch diesen Hinweis, dass dieser Name und seine Zahl auch „eines Menschen Zahl” ist, der Nachweis erbracht, dass es einen Menschen gibt oder gab, der ebenfalls diesen selben Namen mit der selben gematrischen Zahl hatte.


Wie man sieht, hat also Barney Blankenship hier mit seiner Entdeckung zum besseren Verständnis von gleich zwei biblischen Texten beigetragen. Wenn wir die weiter oben geführte Argumentation über die zwei Herrschaftsperioden des Antichrists, mit vorerst dem menschlichen und nach einer Unterbrechung dann dem dämonischen Antichrist berücksichtigen, hat B. Blankenship einmal aufgezeigt, dass die Zahl des Tieres, welches Satan in Off 13 als Dämon aus dem Abgrund auferstehen lässt, gleichzeitig auch jene Zahl ist, welche dieser Dämon als menschlicher Antichrist, vor seinem Tod durch den Herrn, hatte. Damit kann außerdem angenommen werden, dass beide Lebewesen, der Mensch und der Dämon, zwar auf unterschiedlichen Existenzebenen, aber doch im Ursprung identisch sind.

Gleichzeitig wird aber damit auch ein wenig das Geheimnis der Zahl 666 gelüftet. Berechnungen darüber finden ja schon seit Jahrhunderten statt (im Griechischen enthält z.B. „Lateinos” diese Zahl, im Hebräischen „Neron Kaisar”, oder die Worte Jos. 13,22 „Bileam, der Sohn Beor, der Zauberer” etc. etc.). Und dies ist auch durchaus nichts Verwerfliches, fordert uns ja der Text auf, sie zu berechnen. Hier, bei Immanuel.at, wurde aber in all den Jahren bisher deshalb nicht auf diese Frage eingegangen, weil es offensichtlich ist, dass wir bis heute noch zu wenig konkrete Anhaltspunkte haben, um eine plausible Lösung vorzuschlagen.

Durch den Hinweis von B. Blankenship kann nun aber geschlossen werden, dass diese Zahl des Namens des Tieres 666, bestehend aus 600, 60 und 6, welche durch drei Buchstaben des griechischen Alphabets ausgedrückt wird (chi, xi und zeta), den Namen des, in Off 6,2 (weißes Pferd) als Antichrist auftretenden Menschen kennzeichnet. Dieser Antichrist in Menschengestalt wird am Ende seiner Herrschaft durch den Herrn bei dessen Wiederkunft zur Entrückung (Mt 24,29-31; Off 6,12-14) getötet (2The 2,8; Off 13,3). Einige Jahre später wird er jedoch von Satan (Off 13) als Dämon aus dem Abgrund wiedererweckt und nach seiner Herrschaft auf Erden in der Schlacht von Harmagedon mit dem falschen Propheten lebendig in den Feuersee geworfen.

Daraus könnte man nun folgern, dass den dann lebenden Menschen die Bösartigkeit des ehemaligen menschlichen Antichrists, der die Große Trübsal mit dem Tod von einem Viertel der Menschheit - also zu diesem zukünftigen Zeitpunkt zumindest etwa 2 Milliarden Menschen - verursacht hat, durchaus noch in Erinnerung sein wird, wenn der Dämon Antichrist als angeblich „wahrer Christus” auftritt und seinen Herrn, den Satan, als wahren Gottvater verkünden und sich mit ihm anbeten lassen wird (Off 13,4). Den echten Sohn Gottes aus Nazareth wird er als Betrüger hinstellen (1Jh 2,22) und damit auch den einzigen und allmächtigen Gott, Vater des Herrn Jesus, leugnen.

Um nun auf die Gefährlichkeit dieses satanischen Wesens hinzuweisen, das nicht wie der menschliche Antichrist mit Gewalt und Brutalität herrschen, sondern mit Lügen und unglaublichen Zeichen und Wundern die Menschen verführen wird, und um bei den Eingeweihten keinen Zweifel darüber zu lassen, wer der Betreffende ist, wird die Zahl seines Namens in der Offenbarung als die Zahl seiner menschlichen Identität - also des Menschen Antichrist („eines Menschen Zahl”) - geoffenbart. - Wie aber nun leicht zu erkennen, ist es weder möglich noch nötig, diesen Namen in seiner konkreten Bedeutung im Voraus zu berechnen. Erst die Menschen der Endzeit werden mit dem in Off 13,18 gegebenen Hinweis die rechte Anwendung machen zu können.

Die Konsequenz dieser Aussage von Off 13,18: „... die Zahl des Tieres ... ist eines Menschen Zahl ...” und die Summe der oben zitierten Schriftstellen, kann nun mit folgender, zeitlich umgekehrten Reihenfolge der Ereignisse logisch nachvollzogen werden:

-  der Antichrist wird in den Feuersee geworfen (Off 19,20)

-  der Feuersee ist der zweite Tod (Off 20,14)

-  dem zweiten Tod können nur Wiederauferstandene übergeben werden (Off 20,13-14)

-  daher muss es sich bei diesem Antichristen um einen Wiederauferstandenen handeln (Off 19,20)

-  als Wiederauferstandener muss er vorher tot gewesen sein (Off 13,12)

-  wenn er tot war, muss er vorher getötet worden sein (Off 13,3; 2The 2,8)

-  und wenn er getötet worden ist, muss es davor als Mensch gelebt haben (2The 2,3).


Wie es scheint, wird also dem Antichristen in menschlicher Gestalt am Ende seiner ersten Wirkungsperiode, bei der Ankunft des Herrn zur Entrückung und durch den Hauch seines Mundes (Jes 49,2; Off 1,16; 19,15; 19,21) ein vorläufiges Ende bereitet und seine Herrschaft - und damit die 70. Jahrwoche - unterbrochen. Eine derartige Unterbrechung haben wir auch schon zwischen der 69. und der 70. Jahrwoche. Hier sind es - zumindest bis heute - fast zweitausend Jahre, welche diese beiden Jahrwochen trennen.

Nachdem der Antichrist am Ende der ersten Hälfte der 70. Jahrwoche getötet wurde, beginnt die zweite Hälfte dann nach den ersten sechs Posaunen und den 1260 Tagen, in welchen nach Off 11,3 die zwei Zeugen Gottes weissagen werden. Da wird dann der Antichrist als das Tier aus dem Meer, gemäß Off 13,1.3.12.14, als dämonische Gestalt wiedererweckt, tötet bei seinem Wiedererscheinen nach Off 11,7 und 13,7 die beiden Zeugen und tritt nun seine volle Herrschaft an. Auch der Umstand, dass diese zwei Zeugen bei dem Erscheinen des Tieres aus dem Meer getötet werden, scheint darauf hinzuweisen, dass der Antichrist davor, also in der Zeit ihrer Weissagung, nicht aktiv gewesen ist.

Nachdem diese geänderte Sicht einige weitere Korrekturen nach sich zieht, soll der neue Ansatz hier etwas detaillierter dargestellt werden.

Grundsätzlich müssen wir davon ausgehen, dass sowohl die Aussagen von Matthäus Kapitel 24, als auch jene in Offenbarung Kapitel 6 und 7, vom selben Autor,  nämlich unserem Herrn Jesus Christus stammen. Der Schriftbeweis dafür ergibt sich einerseits aus Mt 24,4: „Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen”, wo wir die Bestätigung bekommen, dass die dann nachfolgenden Aussagen von Jesus Christus selbst getätigt wurden und andererseits in Off 1,1: „Offenbarung Jesu Christi”, wonach der gesamte Inhalt des Buches der „Offenbarung des Johannes” vom Herrn stammt.

Bei der Auslegung der Offenbarung wird nun, aufgrund der tatsächlich sehr schwierigen Sachlage, immer wieder darauf hingewiesen, dass die darin geschilderten Ereignisse nicht als zeitlich aufeinanderfolgend zu sehen sind. Es wird in diesem Zusammenhang immer von „Textverschiebungen” gesprochen, ohne auch nur anzudeuten, in welche Richtung diese gehen sollten. Dies ist nicht zuletzt einer der Hauptgründe dafür, dass dieses letzte Buch der Bibel, welches unstreitig die umfassendste Information über die Geschehnisse in der Endzeit enthält, bis heute noch keine annähernd einheitliche Interpretation finden konnte. Tatsächlich scheint es aber so zu sein, dass es sowohl Passagen in zeitlicher Aufeinanderfolge, als auch Abschnitte gibt, welche sich auf vorangehende oder nachfolgende Ereignisse beziehen.

(Siehe auch die Tabelle 11: „Die Chronologie in der Johannes-Offenbarung”.)


Ganz anders ist das nun bei der Endzeitrede des Herrn, in Mt 24. Hier ist man sich weitgehend darüber einig, dass die Darstellung der Endzeitereignisse in chronologischer Reihenfolge zu sehen ist. Eine Parallelität zwischen diesen beiden Texten muss daher zwangsläufig auch zu einer gewissen Chronologie – zumindest in diesem Textabschnitt – der Offenbarung führen.

(Siehe auch Diskurs 05: „Die Parallelität der Ereignisse von Mt 24 und Off 6 und 7.”.)


Ausgangspunkt für den Nachweis einer solchen Parallelität sind die Schriftstellen Mt 24,29 und Off 6,12-14. Hier wird in beiden Texten die „große Finsternis”, mit der Verfinsterung von Sonne und Mond, dem Herabfallen der Sterne und der Erschütterung der Kräfte des Himmels gesprochen.

Die Sonne wird verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen.

Mt 24,29 Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Mt 24,29;

Die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde.

Off 6,12 Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete: und es geschah ein großes Erdbeben; und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, 6,13 und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum, geschüttelt von einem starken Wind, seine Feigen abwirft. 6,14 Und der Himmel schwand dahin wie ein Buch, das zusammengerollt wird, und jeder Berg und jede Insel wurden von ihren Stellen gerückt. Off 6,12-14;


Obwohl nun auch die Einzelheiten in der Formulierung etwas differieren – bei Matthäus wird die Sonne „verfinstert” werden und der Mond „den Schein nicht geben”, während in der Offenbarung die Sonne „schwarz wie ein härener Sack” und der Mond „wie Blut” wird, ist darin sicher kein Widerspruch zu sehen.

Wenn nun auch derartige Verfinsterungen von Sonne und Mond wiederholt im AT zu finden sind, ist jedoch das „Fallen der Sterne” einmalig. In beiden Texten haben wir die Aussage, dass die Sterne des Himmels (vom Himmel auf die Erde) fallen werden. Zu dem einzigartigen Umstand, dass ein so ungewöhnliches Ereignis nur an diesen beiden Stellen – und sonst nirgendwo in der Bibel - identisch beschrieben wird, kommen noch die Aussagen des Kontextes, welche sowohl vorher, als auch nachher (die „Stabilität” des Himmels wird erschüttert) eine unbestreitbare Übereinstimmung aufweisen.

Und nun haben wir am Beginn dieses Textes bei Matthäus – oben in Mt 24,29 - den konkreten Hinweis, dass sich diese große Finsternis „gleich nach der Bedrängnis jener Tage” ereignen wird. Hier wird sichtlich auf den vorhergehenden Text aus Mt 24,21-22 Bezug genommen, wo der Herr auch von einer Bedrängnis spricht – und zwar von der Großen Bedrängnis/Trübsal.

Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist.

Mt 24,21 Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. 24,22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. Mt 24,21-22;


Gleich nach dieser Großen Bedrängnis, wird sich also die Verfinsterung der Gestirne zeigen. Und hier ist auf dieses „gleich” erhöhtes Augenmerk zu lenken. Wenn wir in Off 6,12-14 eine Parallele zu Mt 24,29 haben, dann müssen wir auch in der Offenbarung diese Große Trübsal unmittelbar vor diesem Text in Off 6,12-14 – also Off 6,11 und davor – finden.

In Off 6,9-11 haben wir nun aber die Öffnung des 5. Siegels und mit den Seelen der Märtyrer am Altar einen „Blick” in den Himmel, welchen wir bei unserer Suche nach den irdischen Ereignissen der Großen Trübsal vorerst überspringen können.

Wenn wir dann im Kontext weiter nach vorne gehen, wird aber in Off 6,2-8 über die Öffnung der Siegel 2-4 und ihre jeweiligen Auswirkungen auf der Erde berichtet. Hier haben wir nun tatsächlich ein Katastropheszenario, wie es in der Schrift sonst nicht bekannt ist. Wichtig scheint zu beachten, dass wir es hier mit Prophezeiungen zu tun habe, welche sich tatsächlich auf die ganze Erde und nicht nur auf einzelne Teilgebiete beziehen.

Analysiert man diese drei Siegelgerichte genauer, erkennt man auch hier wieder eine Parallele mit Mt 24. In Mt 24,6-7 prophezeit der Herr für diese Zeit Kriege, in welchen sich Nation gegen Nation erheben wird. Beim zweiten Siegelgericht, in Off 6,3-4, finden wir analog die Aussage: „Der Frieden wird von der Erde genommen .. die Menschen schlachten einander”.

Kriege und Kriegsberichte.

Mt 24,6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Mt 24, 6;

Nation erhebt sich gegen Nation und Königreich gegen Königreich.

Mt 24,7 Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. Mt 24, 7;

Der Friede wird von der Erde genommen, die Menschen schlachten einander.

Off 6,3 Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm! 6,4 Und es zog aus ein anderes, ein feuerrotes Pferd; und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und die Menschen dahin zu bringen, daß sie einander schlachteten; und ihm wurde ein großes Schwert gegeben. Off 6, 3- 4;


In Mt 24,7 haben wir aber auch einen Hinweis auf „Hungersnöte”, welche wieder in Off 6,5-6, in dem Hinweis auf Lebensmittelknappheit ihre Entsprechung finden. Dabei könnte die Aussage, dass es an Weizen und Gerste mangelt (dadurch der hohe Preis), aber Öl und Wein verschont geblieben sind, ein Hinweis auf eine Dürrekatastrophe sein, bei der das Getreide durch Trockenheit erfahrungsgemäß sehr viel schneller geschädigt wird, als Olivenbäume und Rebstöcke.

Es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein.

Mt 24,7 Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. Mt 24, 7;

Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar! Und dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu!

Off 6,5 Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm! Und ich sah: und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. 6,6 Und ich hörte etwas wie eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sagte: Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar! Und dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu! Off 6, 5- 6;


Wie nun allerdings der Herr im nächsten Vers bei Matthäus erläutert, sind alle diese Katastrophen noch gar nicht diese große Bedrängnis, sondern erst der „Anfang der Wehen”.

Alles dies aber ist der Anfang der Wehen.

Mt 24,8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. Mt 24, 8;


Auch die nachfolgenden Verse sprechen von einer Bedrängnis für die Gläubigen, aber noch nicht von der Großen Bedrängnis/Trübsal.

Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen.

Mt 24,9 Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen. 24,10 Und dann werden viele verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen; 24,11 und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; 24,12 und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; 24,13 wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. 24,14 Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. Mt 24,9-14;


Erst mit dem „Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte”, in Mt 24,15, scheint der Moment gekommen zu sein, wo die seit Menschengedenken größte Katastrophe weltweit ihren Anfang nimmt.

Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht.

Mt 24,15 Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht - wer es liest, der merke auf! -, 24,16 dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen; 24,17 wer auf dem Dach ist, soll nicht hinabsteigen, um die Sachen aus seinem Haus zu holen; 24,18 und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren, um seinen Mantel zu holen. 24,19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! 24,20 Betet aber, daß eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat! Mt 24,15-20;


„Die in Judäa” - also das Gebiet ab Ramallah und südlich von Jerusalem im heutigen Israel – werden aufgefordert, unverzüglich und ohne Aufenthalt in die Berge zu fliehen. Und dann heißt es im Anschluss daran, in Mt 24,21-22:

Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist.

Mt 24,21 Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. 24,22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. Mt 24,21-22;


Hier haben wir also diese Große Bedrängnis/Trübsal bei Matthäus. In unserer Suche in der Offenbarung, sind wir nun oben bis zum 3. Siegel, in Off 6,6, gekommen. Wenn sich also die Parallelität zwischen diesen beiden Texten bestätigen soll, muss der folgende Text in der Offenbarung – also Off 6,7-8 - den gesuchten Hinweis auf die Große Trübsal in der Offenbarung beinhalten.

Und hier haben wir tatsächlich die Prophezeiung eines unglaublichen Ereignisses. Es ist die Ankündigung von weltweiten Kriegen, Hungersnöten und anderen lebensbedrohenden Gefahren, welche den Tod von fast zwei Milliarden Menschen – einem Viertel der geschätzten Weltbevölkerung im Jahre 2025 – bewirken werden.

Der vierte Teil der Erde getötet mit dem Schwert und mit Hunger und mit Tod.

Off 6,7 Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sagen: Komm! 6,8 Und ich sah: und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, dessen Name ist «Tod»; und der Hades folgte ihm. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Tod und durch die wilden Tiere der Erde. Off 6, 7- 8;


Dies ist also nun tatsächlich eine Katastrophe, welche sich in diesen Ausmaßen auf Erden noch nie ereignet hat und „von Anfang der Welt nicht gewesen ist”. Die Annahme, dass es sich dabei um die vom Herrn in Mt 24,21 vorhergesagte Große Trübsal handelt, ist daher relativ schlüssig. Doch wenn wir nun eine Parallelität von Mt 24 und Off 6 ab der Verfinsterung der Gestirne in Mt 24,29 bzw. Off 6,12-17 sozusagen „retrospektiv” nachweisen konnten, muss sich eine solche Identität der Ereignisse ja auch nach vorne erkennen lassen.

In der Offenbarung setzt sich der Text sodann im Kapitel 7 fort. Dort wird in Off 7,1-8 von der Versiegelung der 144.000 Israeliten – 12.000 aus jedem der zwölf Stämme – berichtet. Die Aussage am Beginn dieses Abschnitts, in Off 7,3: „Schadet nicht der Erde, noch dem Meer, noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben” bezieht sich offensichtlich auf die nachfolgenden Posaunengerichte 1 und 2 (Off 8,7-8), welche eben gerade Erde, Bäume und Meer schädigen. Und auch der Text aus Off 9,4, wo die Menschen ohne das Siegel erwähnt werden, zeigt – im Umkehrschluss –, dass dieses Ereignis hier chronologisch durchaus korrekt angeführt ist, allerdings in der Endzeitrede des Herrn in Mt 24 nicht erwähnt wird.

So kommen wir nun zu Off 7,9-17 und der großen Volksmenge im Himmel. Es ist dies eine unzählbare Schar „aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen”. Es sind also Menschen aus allen Teilen der Welt, welche sich hier im Himmel vor dem Thron Gottes befinden.

Eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen.

Off 7,9 Nach diesem sah ich: und siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen.

7,10 Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm! 7,11 Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebendigen Wesen, und sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an 7,12 und sagten: Amen! Den Lobpreis und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke unserem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Off 7, 9-12;


Sie sind mit weißen Gewändern bekleidet, das heißt es sind Gläubige, welche durch ihren Glauben an Jesus Christus ihre Sünden vergeben bekommen haben und nun rein vor dem Thron stehen. Und nun haben wir anschließend, in Off 7,14 eine Aussage, welche – diesmal in der Offenbarung – einen Hinweis auf die Große Trübsal/Bedrängnis gibt. Es heißt dort:

Diese sind es, die aus der großen Bedrängnis kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des Lammes.

Off 7,13 Und einer von den Ältesten begann und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Gewändern bekleidet sind - wer sind sie, und woher sind sie gekommen? 7,14 Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die aus der großen Bedrängnis kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des Lammes. 7,15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. Off 7,13-15;


Die Aussage: „Diese sind es, die aus der großen Bedrängnis kommen”, lässt nun – unter der Voraussetzung einer chronologischen Abfolge - zwei ganz konkrete Schlüsse zu.

1. Die Große Bedrängnis/Trübsal muss sich davor ereignet haben und zu diesem Zeitpunkt bereits zu Ende sein, sonst wäre die Schar derer, die daraus kommen, nicht vollzählig und

2. Auch die Entrückung muss schon stattgefunden haben, sonst könnten sie nicht alle schon im Himmel sein.


Diese Gläubigen aus allen Nationen der Welt, sind also aus der Großen Bedrängnis gekommen. Dies beweist einerseits einmal mehr, dass die Große Bedrängnis ein weltweites und kein lokales Ereignis sein wird. Und dies ist nun genau die hier dargestellte Interpretation, gemäß der die Große Bedrängnis die im 4. Siegel, in Off 6,7-8, prophezeiten weltweiten Ereignisse, mit Kriegen, Dürrekatastrophen, Lebensmittelknappheit usw. darstellt.

Auch die anschließenden Verse Off 7,16-17 fügen sich problemlos in dieses Bild ein.

Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen noch irgendeine Glut.

Off 7,16 Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen noch irgendeine Glut; 7,17 denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen. Off 7,16-17;


Wenn wir nun bei Matthäus an unseren Ausgangspunkt mit der Verfinsterung der Gestirne, in Mt 24,29, zurückkehren, so finden wir im Folgevers, Mt 24,30, das „Kommen des Menschensohns” – also die Wiederkunft des Herrn (aus der Sicht dieser Auslegung).

Sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit.

Mt 24,30 Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. Mt 24,30;


Dass wir es hier tatsächlich mit dem Ereignis der Wiederkunft – also der erstmaligen Erscheinung des Herrn nach seiner Himmelfahrt – zu tun haben, dürfte seine Aussage in Mt 26,64 bestätigen:

Ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels.

Mt 26,64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. Mt 26,64;


Hier kündigt der Herr für dieses Ereignis genau das an, was er auch oben den Jüngern prophezeite: Er wird bei seiner Wiederkunft „auf den Wolken des Himmels” kommen.

Der Beginn dieses obigen Verses Mt 24,30: „Und dann...” bestätigt, dass der Herr erst nach der Verfinsterung der Gestirne (Mt 24,29 / Off 6,12-14) kommen wird. Und wie der nächste Vers, Mt 24,31 besagt, wird er bei diesem Kommen seine Engel aussenden und seine Auserwählten „von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende” versammeln.

Und er wird seine Engel senden und sie werden seine Auserwählten versammeln, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende.

Mt 24,31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. Mt 24,31;


Die Interpretation dieses Textes ist unter den Auslegern umstritten. Während die Einen – und dazu zählt auch die gegenständliche Interpretation - die Ansicht vertreten, hier handle es sich um die Entrückung, wie sie uns Paulus unten, in 1The 4,15-17 und 1Kor 15,50-53 schildert, meinen die Anderen, dass es sich hier um eine andere „Sammlung” – eventuell jene der Israeliten – handeln muss.

Denn der Herr selbst herabkommen vom Himmel und wir werden entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft.

1The 4,15 Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn, daß wir, die Lebenden, die übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. 4,16 Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; 4,17 danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 1The 4,15-17;

Bei der letzten Posaune werden die Toten auferweckt werden, unvergänglich sein, und wir werden verwandelt werden.

1Kor 15,50 Dies aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch die Vergänglichkeit nicht die Unvergänglichkeit erbt. 15,51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 15,52 in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden, unvergänglich sein, und wir werden verwandelt werden. 1Kor 15,50-52;


Wenn wir die Texte vergleichen, haben wir sowohl in Mt 24,30, als auch in 1The 4,16 den Hinweis auf das Kommen des Herrn. Auch die Wolken sind in beiden Texten erwähnt: in Mt 24,30 kommt der Herr in den Wolken und in 1The 4,16 werden die Gläubigen in den Wolken zum Herrn hin entrückt.

Die „Sammlung” der Auserwählten aus Mt 24,31 hat allerdings kein explizites Pendant in den beiden Texten von Paulus, es ist jedoch eine logische Notwendigkeit, dass die Gläubigen – die ja in aller Welt verteilt sind – bei der Entrückung irgendwie gesammelt werden müssen, um dann gemeinsam zum Herrn, der, wie es heißt „in der Luft” wartet, kommen sollen (eine etwas konkretere Darstellung findet sich dann weiter unten). Wie es scheint, gibt es hier also vorerst keinen Grund, in Mt 24,30-31 nicht das Kommen des Herrn zur Entrückung zu sehen.

Für den Zeitraum zwischen der Aufstellung des Gräuels im Heiligtum und dem Kommen des Herrn, haben wir dann auch noch zwei Hinweise im AT:

Von der Zeit an, da der Gräuel der Verwüstung im Heiligtum steht, sind es 1290 bzw. 1335 Tage.

Dan 12,11 Und von der Zeit an, in der das regelmäßige Opfer abgeschafft wird, um den verwüstenden Greuel einzusetzen, sind es 1290 Tage. 12,12 Glücklich, wer ausharrt und 1335 Tage erreicht! 12,13 Du aber geh hin auf das Ende zu! Und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Los am Ende der Tage. Dan 12,11-13;


Nach der Aussage von Dan 12,11-12 sind es von dem Moment, wo der Gräuel im Heiligtum aufgestellt wird – also nach Mt 24,15.21 am Beginn der großen Bedrängnis - noch 1290 bzw. 1335 Tage. Damit könnte eben die Zeit bis zur Wiederkunft des Herrn und der Errettung der Gläubigen gemeint sein und damit hätten wir auch gleichzeitig die Dauer der Großen Trübsal.

Ein Problem, welches sich dabei jedoch schon seit Jahren zeigt, ist die Aussage in 1Kor 15,52, dass sich die Entrückung beim Schall der „letzten Posaune” ereignen wird. Nachdem es in der Offenbarung außer den sieben Posaunengerichten keine andere Anhäufung von Posaunenstößen gibt, wo man dem letzten davon dieses Ereignis zuordnen könnte, wurde die Entrückung meist – so bisher auch hier, bei Immanuel.at – der siebten Posaune in Off 11,15-19 zugeordnet.

Und hier wird nun das Problem deutlich: wenn das Kommen des Herrn, gemäß Mt 24,29-31, in der Offenbarung nach dem 6. Siegel (Off 6,12-17) erfolgen soll und die Entrückung, nach 1Kor 15,52, erst bei der siebten Posaune stattfindet, haben wir dazwischen die sechs Posaunengerichte und einen Zeitraum von schätzungsweise (nach Off 9,5.10) drei Jahren, was nicht sehr realistisch erscheint, weil nach 1The 4,16-17 beides – die Wiederkunft des Herrn und die Entrückung - unmittelbar aufeinanderfolgend dargestellt wird. Nachdem aber die Aussagen beider Texte korrekt sein müssen – sie wurden sowohl dem Paulus, als auch dem Johannes vom Herrn gegeben – kann es sich hier nur um einen Fehler in der Interpretation handeln.

Wenn wir nun nochmals Mt 24,31 betrachten, ist auch dort die Rede von „Posaunenschall”. Die Engel werden vom Herrn zur Sammlung der Auserwählten mit „starkem Posaunenschall” ausgesandt. Es wäre daher durchaus denkbar, dass es sich hier nicht nur um einen Posaunenstoß handelt, sondern dass es mehrere sind und eben beim letzten der Vorgang der Sammlung und Entrückung beendet ist.

Diese Entrückung selbst wird in Mt 24,31 relativ knapp geschildert. Es heißt dort:

Er wird seine Engel senden, und sie werden seine Auserwählten sammeln.

Mt 24,29 Sogleich aber nach der Trübsal jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 24,30 Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. 24,31 Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Mt 24,29-31;


Die Parallelstelle bei Lukas bringt einen zusätzlichen Hinweis, welcher auch ganz eindeutig die weiter oben gestellte Frage klärt, ob es sich bei diesen Auserwählten hier oben, in Mt 24,31, um Christen oder um Israeliten handelt.

Wenn diese Dinge anfangen zu geschehen, blickt auf und hebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.

Lk 21,25 Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer,  21,26 während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. 21,27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. 21,28 Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht. Lk 21,25-28;


Wenn diese Dinge anfangen zu geschehen, „so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht”. Hier wendet sich der Herr an die christlichen Gläubigen der Endzeit, und verheißt ihnen eine baldige Erlösung aus Trübsal und Verfolgung, wenn er nach diesen Ereignissen zur Entrückung kommen wird.

Der Herr wird also in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit kommen und alle Menschen werden ihn sehen. Dann wird er seine Engel senden und sie werden die noch lebenden Gläubigen auf der ganzen Welt sammeln und diese werden – gemeinsam mit den auferweckten toten Gläubigen - zum Herrn in die Luft entrückt werden.

(Siehe auch Kapitel 062: „Die Entrückung”.)


Während Matthäus über den weiteren Verlauf der Entrückung keine Aussagen macht, finden wir bei Lukas eine etwas detailliertere Schilderung dieses Ereignisses durch den Herrn.

Wer sein Leben zu retten sucht, wird es verlieren; und wer es verliert, wird es erhalten.

Lk 17,30 Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird. 17,31 An jenem Tag - wer auf dem Dach sein wird und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um es zu holen; und wer auf dem Feld ist, wende sich ebensowenig zurück. 17,32 Gedenkt an Lots Frau! 17,33 Wer sein Leben zu retten sucht, wird es verlieren; und wer es verliert, wird es erhalten. 17,34 Ich sage euch: In jener Nacht werden zwei auf einem Bett sein; einer wird genommen und der andere gelassen werden. 17,35 Zwei werden zusammen mahlen, die eine wird genommen, die andere gelassen werden. Lk 17,30-35;


Wiewohl dieser Text sehr an Mt 24,15-20 erinnert, wo die in Judäa aufgefordert werden in die Berge zu fliehen, wenn sie - unmittelbar vor der Großen Bedrängnis - den Gräuel der Verwüstung im Heiligtum sehen, beziehen sich diese beiden Schriftstellen auf völlig unterschiedliche Ereignisse.

(Siehe auch die Tabelle 05: „Synopse der Endzeitreden des Herrn”.)


Auch Lukas zitiert die Aufforderung zur Flucht im Rahmen der Endzeitrede des Herrn in Lk 21,20-23. Zusätzlich haben wir aber im Zusammenhang mit den Aussagen des Herrn über sein Kommen und die Entrückung der Gläubigen in Lk 17,20-37 diesen obigen Text aus Lk 17,30-35.

Und hier meint der Herr zweierlei: Zum Einen sollten die Gläubigen in diesen entscheidenden Minuten der Entrückung nicht zurückblicken – auch und gerade nicht gedanklich – oder gar versuchen noch schnell ihre Habseligkeiten zusammenzuraffen. Dort wo sie nun hingehen, werden sie irdische Güter nicht mitnehmen können und auch nicht mehr benötigen.

Zum Anderen sollten diese Gläubigen in diesem Moment genau dort verharren, wo sie sich gerade befinden. Ob auf dem Dach, im Haus, im Bett oder auf dem Feld. Dort wo sie gerade sind, werden sie die Engel des Herrn abholen, sie verwandeln, also „überkleiden”, wie es Paulus auch in 2Kor 5,4 formuliert, und mit sich fortnehmen, dem Herrn in den Wolken entgegen.

Dieses „Überkleiden” wird „in einem Nu, in einem Augenblick” geschehen und dabei wird „dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen”, schreibt Paulus weiter oben, in 1Kor 15,52-53. Das heißt aber, dass diese Gläubigen in diesem Moment physisch sterben werden. Sie werden wahrscheinlich nicht tot umfallen, aber sie werden diese Phase des biologischen Todes – zwar in einem Nu, aber doch – durchlaufen und sich anschließend mit einem unsterblichen Geistleib wiederfinden.

Wer nun allerdings vor diesem Sterben flieht, und versucht sein irdisches Leben zu retten, wird dennoch seinen biologischen Körper verlieren aber den Geistleib nicht erhalten können und daher tatsächlich physisch tot sein. Und genau davor warnt der Herr in Lk 17,33, wenn er sagt: „Wer sein Leben zu retten sucht, wird es verlieren; und wer es verliert, wird es erhalten”.

Wir sehen also, dass auch bei den Christen – ähnlich wie bei den Juden - eine Sammlung bei der Wiederkunft des Herrn stattfindet. Während der Überrest der Juden jedoch lebend gesammelt und nach Israel zum Leben in der tausendjährigen Herrschaft ihres Messias, unseres Herrn Jesus Christus, gesammelt werden, ist die Sammlung der Christen zum Leben beim Herrn im Himmel.

(Siehe auch den Diskurs 38: „Was erwartet Christen und Juden bei der Wiederkunft des Herrn?”.)


In der Offenbarung kommen wir dann in der Folge zum siebten Siegel und zu den sieben Engeln mit den sieben Posaunen. Und auch hier zeigt sich, dass die Abfolge der Ereignisse durchaus chronologisch zu sehen ist. Wir haben in den ersten beiden Posaunengerichten die bereits vorher, bei der Versiegelung der 144.000 in Off 7,3 angekündigte Schädigung an „Erde, Meer, und Bäumen” und beim 5. Posaunengericht, in Off 9,4, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur „Menschen, die nicht das Siegel Gottes an den Stirnen haben” Schaden zugefügt werden sollte. Dies heißt im Umkehrschluss, dass zu diesem Zeitpunkt die 144.000 Versiegelten noch auf Erden sind.

Aber hinter diesem Text verbirgt sich noch ein weiterer wichtiger Aspekt. Diese 5. Posaune in Off 9,3-6, bringt eine Plage, von welcher die Menschen zwar nicht getötet, aber doch so gequält werden, dass sie vergeblich den Tod suchen werden. Das ist die verdiente Strafe für die Unbußfertigen und Gotteslästerer (Off 9,21; 16,9.11), es ist aber undenkbar, dass der Herr auch die Gläubigen einer solchen Bestrafung aussetzen würde. Das hat aber wieder zur Konsequenz, dass zu diesem Zeitpunkt keine gläubigen Christen mehr auf Erden sein werden und dass die Entrückung bereits davor stattgefunden haben muss.

Bestätigt wird diese Auffassung auch von der Beschreibung der nächsten, der 6. Posaune, welche drei Plagen über die Welt bringen wird. In Off 9,18 lesen wir, dass von diesen drei Plagen der 6. Posaune der dritte Teil der Menschen getötet wurde. Das heißt also, ein Drittel der Weltbevölkerung wurde durch diese Katastrophen ausgerottet. Und in Vers Off 9,20 haben wir dann die Aussage: „die übrigen der Menschen die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten auch nicht Buße von den Werken ihrer Hände”.

Demnach wurde ein Drittel der Menschheit getötet und unter dem Rest befindet sich kein einziger gläubiger Mensch mehr, denn der hätte ja Buße getan. Und auch das zeigt uns, dass sich zu diesem Zeitpunkt keine gläubigen Christen mehr auf Erden befinden können und bestätigt damit die Auffassung, dass die Entrückung bereits lange davor, nämlich beim 6. Siegel, nach der Großen Trübsal (4. Siegel) erfolgt ist und mit dem 7. Siegel der Tag des Herrn, der Tag des Zornes Gottes begonnen hat.

Nach der 6. Posaune haben wir dann den Hinweis auf die zwei Zeugen Gottes. Aufgrund der Ähnlichkeit der Aussagen von Off 11,6: „und sie haben Gewalt über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln, und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, sooft sie nur wollen” und jenen der ersten beiden Posaunengerichte in Off 8,7-8, wurden in dieser Auslegung bisher die in Off 11,3 prophezeiten 1260 Tage des Wirkens dieser beiden Zeugen auf die Posaunengerichte 1 – 6 bezogen.

Bei genauerer Betrachtung des Textes zeigt sich jedoch, dass in Off 7,1 und 3 einmal wie bereits oben erwähnt ein Nachweis für die sequentielle Abfolge des Geschehens insofern gegeben ist, als hier bereits auf die dann ab Off 8,7 nachfolgenden Posaunengerichte über die Erde und das Meer Bezug genommen wird.

Die vier Engel, denen gegeben worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen.

Off 7,1 Nach diesem sah ich vier Engel auf den vier Ecken der Erde stehen; die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe auf der Erde, noch auf dem Meer, noch über irgendeinen Baum.

7,2 Und ich sah einen anderen Engel von Sonnenaufgang heraufsteigen, der das Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gegeben worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, 7,3 und sagte: Schadet nicht der Erde, noch dem Meer, noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben. Off 7, 1- 3;


Andererseits haben wir aber in Off 7,3 auch die Aussage, dass es die vier Engeln sind, „denen gegeben worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen”.

Daraus ergibt sich, dass die Posaunengerichte durch 4 Engel ausgelöst werden und daher können nicht die zwei Zeugen Gottes ihre Urheber sein. Damit ist aber auch die Periode der Weissagung dieser zwei Zeugen, welche mit einer 3 ½-jährigen weltweiten Trockenheit und verschiedenen Plagen einhergeht, ein eigenständiges Ereignis. Erst nach diesen 1260 Tagen wird das Tier aus dem Meer erscheinen, die zwei Zeugen töten und seine eigene Wirkungszeit von 42 Monaten – also ebenfalls 3 ½ Jahren – antreten.

Der Nachweis, dass diese Dürreperiode, welche die beiden Zeugen während der Zeit ihrer Weissagung dadurch verursachen werden, dass sie den Regen zurückhalten, tatsächlich weltweite Auswirkungen haben und nicht etwa auf Israel beschränkt sein wird, ergibt sich aus der Aussage von Off 11,9-10.

Denn diese zwei Propheten quälten die auf der Erde Wohnenden.

Off 11,9 Und viele aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen sehen ihren Leichnam drei Tage und einen halben und erlauben nicht, ihre Leichname ins Grab zu legen. 11,10 Und die auf der Erde wohnen, freuen sich über sie und frohlocken und werden einander Geschenke senden, denn diese zwei Propheten quälten die auf der Erde Wohnenden. Off 11, 9-10;


Hier heißt es einerseits, dass sich „viele aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen” – also alle Welt – über den Tod der beiden Propheten freuen werden – weil eben alle Welt darunter gelitten hat - und andererseits: „denn diese zwei Propheten quälten die auf der Erde Wohnenden”, womit auch wieder eindeutig ein weltweites Geschehen gemeint sein muss.

Wir müssen daher davon ausgehen, dass diese 1260 Tage der beiden Zeugen Gottes als eigenes Geschehen nach den 6 Posaunenengerichten anzusetzen sind.

Und dann kommt die siebte Posaune und mit ihr eine Wende in der Entwicklung. Es heißt dort:

Das Reich der Welt ist unseres Herrn und seines Christus geworden.

Off 11,15 Und der siebente Engel posaunte: und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Reich der Welt ist unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Off 11,15;


Der Allmächtige und unser Herr Jesus Christus haben also die Herrschaft angetreten. Und gleich danach wird das Gericht für die Toten angekündigt.

Dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, daß sie gerichtet werden und daß du den Lohn gibst deinen Knechten.

Off 11,18 Und die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, daß sie gerichtet werden und daß du den Lohn gibst deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die verdirbst, welche die Erde verderben. Off 11,18;


Der Zorn Gottes bricht also nun über die Menschen herein. Er wird jene verderben, die die Erde verderben. Und wenn wir die bisherigen Siegel- und Posaunengerichte näher betrachten, so zeigt sich, dass die Siegelgerichte mit ihren weltweiten Kriegen, den Klimakatastrophen mit Lebensmittelknappheit und Hungersnot usw. eher auf Plagen hindeuten, welche von den Menschen selbst verursacht worden sind – „die die Erde verderben”. Auch die Posaunengerichte könnten auf chemische, biologische und atomare Verseuchung der Erdoberfläche zurückzuführen sein. Wenn diese Interpretation stimmt, würde das zeigen, dass der Mensch nicht im Stande ist, die Erde völlig zu kontaminieren. Es ist immer nur ein Drittel der Erde, welches betroffen ist.

Ganz anders bei den folgenden Schalengerichten. Hier hat man den Eindruck, dass von außerhalb der menschlichen Einflusssphäre sukzessive und gezielt sämtliche Lebensgrundlagen der Menschen vernichtet werden. Bei der zweiten Schale sterben alle lebendigen Wesen im Meer, bei der dritten Schale werden alle Ströme und Wasserquellen zu Blut, usw.

Mit der Aussage oben, in Off 11,18: „es ist gekommen die Zeit der Toten, dass sie gerichtet werden und daß du den Lohn gibst deinen Knechten”, wird dann offensichtlich nicht das Letzte Gericht angesprochen, sondern das Gericht in Off 20,4, vor der Ersten Auferstehung, welches auch als „Lohngericht” bekannt ist. Es ist also auch dies nur eine Vorausschau auf ein in der Folge eintretendes Ereignis.

Das anschließende Kapitel 12 der Offenbarung handelt von der „Frau” und dem Drachen. Diese „Frau” hier steht für das Volk Israel, welches den Messias, den Sohn Gottes und unseren Herrn Jesus Christus gegen große Widerstände des Drachens, also des Satans, hervorgebracht hat. Nach der Sicht dieser Auslegung ist mit der Flucht der Frau in die Wüste, in Off 12,6, die Vertreibung Israels nach der Zerstörung Jerusalems durch Titus, im Jahre 70 gemeint. Die zweite Flucht der Frau, in Off 12,14, ist keine abermalige Schilderung dieses Ereignisses, sondern eine neuerliche Zerstreuung Israels in der Endzeit.

(Siehe auch den Exkurs 10: „Die Frau am Himmel”.)


Für diese Auffassung sprechen vor allem folgende Schriftstellen:

Jerusalem wird weggeführt unter alle Völker.

Lk 21,22 Denn dies sind Tage der Rache, daß alles erfüllt werde, was geschrieben steht. 21,23 Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen, 21,24 und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind. Lk 21,22-24;


Es ist dies ein Ausschnitt aus der Endzeitrede des Herrn bei Lukas und sie auf das Jahr 70 und die Zerstörung Jerusalems durch die Soldaten des Titus’ zu beziehen, wie es manche versuchen, scheitert am gesamten Kontext. Wenn man auch den „Zorn” zu Titus’ Zeiten noch einigermaßen erklären könnte (aber auch nur bei den Römern, wogegen hier in Lk 21,22 die Annahme naheliegend ist, dass dieser Zorn über das Volk Israel weltweit zu verstehen ist), ist ein so globales Ereignis wie eine „große Not auf Erden” in der damaligen Zeit weder geschichtlich überliefert noch aus der damaligen Situation erklärbar. Die Prophezeiung des Herrn, welche sich auf den Untergang Jerusalems im Jahre 70 bezieht, finden wir außerdem bei Lukas in Lk 19,41-44 sehr genau dokumentiert.

Den zweiten themenrelevanten Text finden wir hier in der Offenbarung.

Die Heiden werden die heilige Stadt zertreten.

Off 11,1 Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Messstab gleich, und mir wurde gesagt: Steh auf und miss den Tempel Gottes und den Altar und die dort anbeten. 11,2 Aber den äußeren Vorhof des Tempels lass weg und miss ihn nicht, denn er ist den Heiden gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang. Off 11, 1- 2;


Obwohl hier der Name Jerusalem nicht explizit erwähnt wird, bezieht sich diese Prophezeiung ganz gewiss auf Jerusalem. Das besagt die Bezeichnung „heilige Stadt”, der Umstand, dass der Tempel Gottes darinnen ist, und dass in Off 11,8 - wo übrigens die beiden Zeugen getötet werden - diese Stadt als jene bezeichnet wird, wo der Herr gekreuzigt wurde.

Sodann ist die Rede davon, dass die Heiden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate zertreten werden. Diese Zeitperiode kann mit einiger Sicherheit als die zweite Herrschaftsperiode des Antichrists interpretiert werden. Und der Ausdruck „zertreten von den Heiden” entspricht genau der Bezeichnung, welche wir auch weiter oben, in Lk 21,24 vorfinden.

(Siehe auch Kapitel 02: „Die Eroberung und Zerstreuung Jerusalems”.)


Im nächsten Kapitel 13 der Offenbarung wird sodann das Wiedererscheinen des Antichrists – das Tier aus dem Meer – prophezeit. Wie zu Beginn dieses Diskurses bereits ausgeführt wurde, wird in dieser Auslegung der Reiter auf dem weißen Pferd, aus dem ersten Siegel in Off 6,1-2, als der Antichrist interpretiert, welcher dort, in der ersten Hälfte der siebzigsten Jahrwoche, agieren wird. Hier nun zeichnet sich der Beginn der zweiten Hälfte und dieser 42 Monate der absoluten Herrschaft des Antichrists ab.

Dieser Zeitpunkt ist aber gleichzeitig auch das Ende der beiden Zeugen Gottes. Schon bei ihrer Ankündigung in Off 11,3-11 wurde darauf hingewiesen, dass sie am Ende ihres Zeugnisses vom Tier aus dem Abgrund getötet werden:

Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben werden, wird das Tier sie überwinden und sie töten.

Off 11,7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben werden, wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen und wird sie überwinden und sie töten. Off 11, 7;

Und auch hier, bei der Prophezeiung der Wiedererscheinung des Antichrists, wird auf diesen Umstand hingewiesen:

Und es wurde ihm gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden.

Off 13,7 Und es wurde ihm gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Macht gegeben über jeden Stamm und jedes Volk und jede Sprache und jede Nation. Off 13, 7;

Damit wären nun alle Punkte dieser neuen, alternativen Auslegung angeführt und begründet. Die weitere Abfolge der Ereignisse entspricht unverändert der alten Interpretation, wie der Gegenüberstellung weiter unten entnommen werden kann.

Wenn sich die Dinge tatsächlich so ereignen, dann bildet die 70. Jahrwoche – getrennt in zwei Mal 3 ½ Jahre – jeweils den Beginn und den Abschluss des endzeitlichen Geschehens. Und dies wäre auch eine plausible Erklärung dafür, dass hier die Zeitangaben in Halbwochen gegeben werden.

Es ist damit natürlich noch immer nicht eindeutig nachzuweisen, dass die Ereignisse der Endzeit, wie sie die Offenbarung des Johannes darstellt, zeitlich sequentiell – also nacheinander – abfolgen. Man könnte jedoch zumindest davon ausgehen, dass alle Ereignisse dieser Zeitperiode vor dem Millennium, sich en bloc, also ohne Unterbrechung durch irgendwelche andere Geschehen, stattfinden werden.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Bußfertige Menschen während des Zornes Gottes? / Kommentar MF 00, 2013-10-29)

Guten Tag Herr Horak

Sie deuten die Offenbarung mit Abstand am besten. Alles ist mit Bibelstellen untermauert. Vielen Dank für Ihre Arbeit!

Im Diskurs 48 schreiben Sie folgendes:

„Und in Vers Off 9,20 haben wir dann die Aussage: "die übrigen der Menschen die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten auch nicht Buße von den Werken ihrer Hände."

Demnach wurde ein Drittel der Menschheit getötet und unter dem Rest befindet sich kein einziger gläubiger Mensch mehr, denn der hätte ja Buße getan. Und auch das zeigt uns, dass sich zu diesem Zeitpunkt keine gläubigen Christen mehr auf Erden befinden können und bestätigt damit die Auffassung, dass die Entrückung bereits lange davor, nämlich beim 6. Siegel, nach der Großen Trübsal (4. Siegel) erfolgt ist und mit dem 7. Siegel der Tag des Herrn, der Tag des Zornes Gottes begonnen hat.”

Dies ist ja die Zeit des Zornes Gottes. Also nach der Entrückung. In dieser Zeit gibt es somit gem. Off 9,20 keine bußfertigen Menschen mehr. Dies ist ja auch die Zeit des geistlichen oder teuflischen Antichristen. In dieser Zeit muss jeder das Bild des Antichristen anbeten. Anscheinend gibt es dann auch solche Menschen, die das nicht tun werden und werden dann als Märtyrer sterben. Dies ist aber ein Widerspruch, da es ja keine bußfertigen Menschen mehr gibt.

Ich habe hier mit Sicherheit etwas falsch verstanden. Vielleicht muss der 1. Antichrist schon angebetet werden!?

Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz

(MF)



Danke für Ihren Besuch bei Immanuel.at und Ihre freundlichen Worte.

Ich habe den ersten Teil meiner Antwort hier unten - bis zur "Interpretation" - eigentlich nur zu meiner eigenen Orientierung eingefügt, um sozusagen den Faden wieder aufzunehmen und mich mit den Zusammenhängen wieder vertraut zu machen. Ich wollte diesen Teil dann löschen, wenn ich Ihnen eine kompakte Antwort geben kann.

Doch vielleicht kann es für Sie von Interesse sein, die Recherche nachzuverfolgen und sich selbst auch den Hintergrund etwas genauer anzusehen - die Tabelle 14 kann dabei ein gutes Hilfsmittel sein! Und so lasse ich das einmal so stehen.

(Siehe auch Tabelle 14: „Die Offenbarung - nach Ereignissen gegliedert.”.)


Der Gräuel der Verwüstung steht beim 4. Siegel im Tempel (Mt 24,15-18). Mit dem 4. Siegel beginnt die Große Trübsal mit dem ersten, menschlichen Antichristen als Gewaltherrscher (auch 5. Siegel). Beim 6. Siegel ist die Wiederkunft des Herrn und die Entrückung derer in Christus (der Toten und der noch Lebenden 1The 4,15-17). Bei dieser Wiederkunft des Herrn zur Entrückung, wird er diesen ersten Antichristen  töten (2The 2,1-8; Off 13,1-3 - jenem der Köpfe dieses zweiten Antichristen, welcher "wie zum Tode geschlachtet" war).

Nach dem 6. Siegel werden die 144.000 Israeliten aus allen 12 Stämmen Israels auf Erden versiegelt (Off 7,3-8) und zu diesem Zeitpunkt sind die christlichen Entrückten aus der Großen Trübsal bereits im Himmel vor dem Thron Gottes (Off 7,9-17).

(Siehe auch Diskurs 05: „Die Parallelität der Ereignisse von Mt 24 und Off 6 und 7t.”.)


Die Tätigkeit der zwei Zeugen Gottes wird sodann in Off 11,3-6 angekündigt. In Off 11,7 wird prophezeit, dass sie am Ende ihres Zeugnisses vom Tier aus dem Abgrund (Meer) - dem zweiten, dämonischen Antichristen, wie er bei Immanuel.at gesehen wird – getötet werden. Dies scheint sich dann in Off 13,7 zu erfüllen.

Dieser, von Satan wiedererweckte, dämonische Antichrist, das "Tier aus dem Meer", tritt nach der 7. Posaune in Off 13 erstmals auf. Gemeinsam mit dem Tier aus der Erde (falscher Prophet, das satanische Plagiat des biblischen Propheten Elia, Off 13,11) beherrscht dieser Dämon die Welt (Off 13,1-18). Siehe Warnung in Off 14,9-13!!

Nach der 7. Posaune (vor den Gerichtsschalen, also vor dem Gericht, das in Off 14,14-20 prophezeit wird) sind in Off 15,2 (-4) aber auch die Opfer der antichristlichen Herrschaft dieses zweiten, dämonischen Antichristen bereits im Himmel!

Demzufolge kann man also davon ausgehen, dass es erst nach den Posaunen, im Gericht mit den sieben Schalen des Zornes Gottes – also ab Off 16 - keine (potentiellen) Gläubigen mehr auf Erden geben wird.

Daher ist Ihre Argumentation, dass es ein Widerspruch wäre, wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Erden keine bußfertigen Menschen mehr wären und dann danach dennoch gläubige Menschen erwähnt werden, nicht ganz stimmig.

Wenn ich zu einem Zeitpunkt bevor Sie gläubig wurden, behauptet hätte, Sie seien ungläubig, wäre das korrekt gewesen. Erst jetzt, da Sie gläubig sind, wäre das ein Widerspruch. Und so scheint es auch in unserem Fall hier in der Offenbarung zu sein.

Sie berufen sich in Ihrer Argumentation zurecht auf Off 13,15:

Das Bild bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.

Off 13,15 Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres Odem zu geben, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. Off 13,15;


Obwohl die Folgerung daraus, dass alle Getöteten unbedingt gottesgläubige Menschen sein werden, durch den Text nicht direkt bestätigt wird, ist zumindest der Schluss zulässig, dass es - außer geistig Kranken, potentiellen Selbstmördern oder charakterlich krankhaft starrköpfigen Leuten - auch ein großer Teil von gottesfürchtigen Menschen sein wird, welche diese Aufforderung zur Götzenanbetung verweigern.  (Ich würde mir wünschen, dass alle Katholiken, die den katholischen Götzen "Maria" und die toten "Heiligen" [Totenkult] anbeten einmal diese Bibelstelle bedenken würden).

Das zweite gewichtige Argument ist die biblische Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt - in der Herrschaft des dämonischen Antichristen - auch keine rechtgläubigen Christen mehr auf Erden sein werden, denn sie wurden ja alle bei der Wiederkunft des Herrn entrückt.

Doch hier muss man an die Aussage unseres Herrn Jesus Christus erinnern, welcher in Jh 10,16 von zwei Herden spricht und damit die ursprüngliche „Herde” Israel (aus diesem Hof) und die andere Herde, die Gemeinde (nicht aus diesem Hof) meint.

Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese muß ich bringen.

Jh 10,14 Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, 10,15 wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. 10,16 Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte sein. Jh 10,14-16;


Wir müssen daher bei der Bibelexegese neben der Zukunft von uns Christen immer auch das Schicksal des Volkes Israel berücksichtigen. Und in diesem Zusammenhang gibt es zwischen dem Alten und Neuen Testament einen recht interessanten Konnex, der in unser Thema hier hineinspielen könnte. 

Der Prophet Maleachi hat dem Volk Israel prophezeit, dass Gott den Propheten Elia senden würde, bevor der furchtbare Tag des Herrn kommt:

Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare.

Mal 3,22 Haltet im Gedächtnis das Gesetz meines Knechtes Mose, dem ich am Horeb für ganz Israel Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe. 3,23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. 3,24 Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage. Mal 3,22-24;


Genau das hatten auch die Jünger den Herrn Jesus gefragt:

Was sagen denn die Schriftgelehrten, daß Elia zuerst kommen müsse?

Mt 17,10 Und die Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, daß Elia zuerst kommen müsse? 17,11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt zwar und wird alle Dinge wiederherstellen. 17,12 Ich sage euch aber, daß Elia schon gekommen ist, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern an ihm getan, was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden. 17,13 Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach. Mt 17,10-13;


Zacharias, dem Vater von Johannes dem Täufer, wurde für seinen Sohn gerade das prophezeit:

Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elia

Lk 1,16 Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. 1,17 Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elia, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und Ungehorsame zur Gesinnung von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten. Lk 1,16-17;

Und du, Kind, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden.

Lk 1,76 Und du, Kind, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden; denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten, 1,77 um seinem Volk Erkenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer Sünden, 1,78 durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, mit der uns der Aufgang aus der Höhe besuchen wird, 1,79 um denen zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, und unsere Füße zu richten auf den Weg des Friedens. - 1,80 Das Kind aber wuchs und erstarkte im Geist und war in der Einöde bis zum Tag seines Auftretens vor Israel. Lk 1,76-80;


Johannes der Täufer war also im Geist und in der Kraft des Elia gekommen und hätte durch sein Zeugnis  die Maleachi-Prophezeiung erfüllen und das Volk Israel bekehren sollen. Doch die Juden wollten ihn – ebenso wie auch den Herrn Jesus selbst – nicht annehmen.

Mt 11,14 Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist Elia, der kommen soll.


Unbeschadet dessen, muss sich jedoch unsere Aufmerksamkeit auf die Aussage des Herrn oben, in Mt 17,11, richten, wo er durchaus erkennen ließ, dass ihm dieses Verhalten der Juden bewusst war, als er sagte „Elia kommt zwar und wird alle Dinge wiederherstellen”.

Johannes der Täufer kam in der Kraft/Geist des Elia, nachdem er aber in Israel abgelehnt und sogar getötet wurde, konnte diese Prophezeiung durch ihn nicht zur Gänze realisiert werden und wartet daher noch auf ihre Erfüllung. Und genau das meinte auch der Herr, als er sagte: „Elia kommt zwar”. Was ungesagt blieb: aber es wird nicht mehr Johannes der Täufer sein.

Soweit die biblischen Fakten. Was nun hier unten kommt ist eine

Interpretation

Der Prophet Maleachi spricht in Mal 3,23: „Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare.”

Bei der Exegese der Offenbarung – ab Off 8 – befinden wir uns an diesem Tag des Herrn, der sich bis Off 20 (Schlacht von Harmagedon) erstreckt. Die Zeit des Zornes/Grimmes Gottes ist ein Teil des Tags des Herrn und beginnt mit den Schalengerichten (Off 16,1).

Und nun sind diese Schalengerichte wohl das Furchtbarste der ganzen Offenbarung. Die gottlose Menschheit wird dann vom dämonischen Antichristen beherrscht und Gott schickt gleichzeitig in seinem Zorn mit diesen "sieben Schalen des Grimmes Gottes", die furchtbarsten Gerichte über die Menschen.

(Siehe auch Kapitel 05: „Der Tag des Herrn.”.)


Doch Maleachi sagt ja „bevor” dieser furchtbare (Teil am) Tag des Herrn kommt. Und da würde die Zeit vor Off 13,7 - also dem Wirken der zwei Zeugen - durchaus passen. Einer der zwei Zeugen könnte daher Elia sein. Auch der Umstand, dass danach, in der Herrschaft des wiedererweckten dämonischen Antichristen, in der Zeit der zwei Zeugen Gottes und damit vor den Schalengerichten, noch Menschen – in dem Fall Juden - zum Glauben an den wahren Gott kommen und die Anbetung des Bildes des Antichristen verweigern werden, könnte damit erklärt werden.

Auch die bekannte Prophezeiung in Off 13,18 über die „Zahl des Tieres” wäre dann eine Warnung und eine Offenbarung rein für die Juden, damit sie sich dann, beim Erscheinen des wiedererweckten dämonischen Antichristen, daran erinnern, wer das in Wirklichkeit ist – nämlich der ehemalige Gewaltherrscher (Dan 11,31-45), der erste Antichrist, der sie noch als Mensch schon einmal betrogen hat.

Das und der Umstand, dass diese Juden durch das Zeugnis der zwei Zeugen zum Glauben an den wahren Gott gekommen sind, könnte der Grund sein, warum sie dann die Anbetung des Götzenbildes verweigern.

(Siehe auch Tabelle 04: „Die Offenbarung aus dem Buch der Wahrheit.”.)


Schließlich darf man nicht vergessen, dass der erste Antichrist nach der Bibel ein Jude sein wird (Jh 5,43). Er wird sich als der echte "Messias" ausgeben und behaupten, dass er Gott sei. Wie auch die Juden bis heute, wird er Jesus von Nazareth als einen Betrüger und Gotteslästerer bezeichnen. Und gerade die Juden – aber auch große Teile der pseudochristlichen Welt - werden ihn freudig als den so lange erwarteten „Messias” - bzw. den „wiedergekommenen Herrn” - annehmen.

So gesehen wäre die Prüfung der Christen die große Trübsal mit der Herrschaft des menschlichen Antichristen, des Menschen der Gesetzlosigkeit (2The 2,3-8), der durch unseren Herrn Jesus Christus bei seiner Ankunft zur Entrückung getötet wird,

Die Prüfung der Juden hingegen wäre dann in der Folge, am Tag des Herrn, die Herrschaft eben dieses getöteten Gesetzlosen als einen vom Satan wiedererweckten Dämon, der dann in der Schlacht von Harmagedon gemeinsam mit dem falschen Propheten besiegt wird und in die Verdammnis fährt.

Von dem Zorn Gottes aber, mit den sieben Schalen des Grimmes Gottes, welcher immer wieder zu einer Verwechslung mit der Großen Trübsal führt, wären sowohl Christen als auch Juden bewahrt (1The 5,9; 2Ptr 2,9; Off 3,10).

(Siehe auch Diskurs 61: „Ist die Große Trübsal identisch mit dem Tag des Herrn und des Zornes Gottes?”.)


Wie Sie sehen, ist eine Interpretation dieser Bibelstellen tatsächlich nicht ganz einfach und auch nicht ganz sicher.

Vor allem deshalb nicht ganz sicher, weil auch einiges dafür spricht, dass die beiden Zeugen und der wiederkehrende Prophet Elia nicht identisch sein könnten. Doch dann würden eben die zwei Zeugen Ihren Auftrag ausführen und Elia würde am Beginn des Millenniums, nach der Sammlung Israels durch seinen Gott, erscheinen. An der Kernaussage der obigen Interpretation würde sich dadurch aber nichts ändern.

Ihre Befürchtung am Ende Ihres Mails:

„Dies ist ja die Zeit des Zornes Gottes. Also nach der Entrückung. In dieser Zeit gibt es somit gem. Off 9,20 keine bußfertigen Menschen mehr. Dies ist ja auch die Zeit des geistlichen oder teuflischen Antichristen. In dieser Zeit muss jeder das Bild des Antichristen anbeten. Anscheinend gibt es dann auch solche Menschen, die das nicht tun werden und werden dann als Märtyrer sterben.

Dies ist aber ein Widerspruch, da es ja keine bußfertigen Menschen mehr gibt. Ich habe hier mit Sicherheit etwas falsch verstanden. Vielleicht muss der 1. Antichrist schon angebetet werden!?”


ist unbegründet. Sie haben nichts falsch verstanden, nur zeitlich falsch zugeordnet. In Off 9,20 ist noch keine Rede vom wiedererweckten, dämonischen Antichristen. Es ist die Zeit nach dem Tod des ersten, menschlichen Antichristen, also die Zeit nach der Entrückung, wie Sie richtig schreiben, und die Zeit der Plagen der Posaunengerichte - hier der sechsten Posaune. Zu dieser Zeit muss noch niemand ein Bild anbeten.

Es ist aber auch die Zeit der zwei Zeugen, die in Off 11,3-7 angekündigt werden, deren Tätigkeit der Weissagung und des Zeugnisgebens bis Off 13,7 währt, wo sie dann von dem auf der Bildfläche erscheinenden dämonischen Antichristen - trotz ihrer gewaltigen Fähigkeiten und Kräfte - getötet werden.

Diese zwei Zeugen Gottes haben mit ihrem Zeugnisgeben, und durch das große Erdbeben in Jerusalem bei ihrer Auferstehung, das Herz vieler - aber bei Weitem nicht aller (Off 11,10) - der dann lebender Israeliten zu ihrem Gott bekehren können.

Und diese, zu ihrem Gott bekehrten Israeliten (Off 11,13), sind es dann auch, welche in der nun (Off 13,7) beginnenden Herrschaft des zweiten, dämonischen Antichristen, die Anbetung seines Bildes verweigern und als Märtyrer sterben werden.

Ihre letzte Frage dann, ob vielleicht der 1. Antichrist schon angebetet werden muss, lässt sich auch aus der Logik der biblischen Aussagen beantworten. Der erste Antichrist ist nach der Schrift ein Jude (Jh 5,43), der sich gegenüber den Israelis und der Welt als der "Messias" präsentieren wird und der den wahren Messias, unseren Herrn Jesus Christus, als Betrüger und Gotteslästerer hinstellen wird. Er ist ein Gewaltherrscher, der Israel mit Krieg und Brutalität zur Weltherrschaft führt.

Und das ist genau jener Messias, den Israel seit etwa 2600 Jahren nach den Aussagen der Propheten erwartet: Einen Herrscher jüdischer Abstammung - einen Nichtjuden als Messias würde man in Israel nie akzeptieren -, der die mosaische Religion vertritt - er wird sie zur Staatsreligion machen - und der Israel endlich zur Weltmacht - zum "Haupt der Nationen" (Jer 31,7) - führen wird. 

Das war ja auch der Grund, warum die Juden Jesus von Nazareth abgelehnt haben, weil er keine Anstalten machte, Israel von den Römern zu befreien und dann selbst seiner eigenen Kreuzigung nichts entgegengesetzt hatte.

Was Israel damals - und bis heute - in seinem kriegslüsternen Charakter nicht wahrhaben wollte, ist die Tatsache, dass Gott - ebenfalls durch seine Propheten - verheißen hat, sein Volk nicht durch Krieg und Gewalt (Hos 1,7), sondern durch die Macht seines Heiligen Geistes zu sammeln und sie wieder in ihr Land zurückzuführen (Hes 20,40-44) und dann - erst dann! - zur Weltmacht zu erheben. Das alles aber - wie ebenfalls die Propheten bestätigen - erst im Millennium, dem Tausendjährigen Friedensreich des Sohnes Gottes auf Erden, wenn das Volk Israel durch Gott in sein Land gesammelt und bekehrt ist.

Und hier wird klar: Israel erwartet sich keinen Messias, den es anbeten müsste. Sie erwarten einen Herrscher, der die Völker mit Gewalt und Krieg unterdrückt und Israel an die Macht bringt.  Und wenn er am Ende in seinem Größenwahn das tamid, das tägliche Opfer im Tempel abschafft (Dan 11,31-32) und sich selbst in den Tempel setzt und vorgibt Gott zu sein (2The 2,3-4), werden wahrscheinlich die Israeliten selbst die Ersten sein, welche sich gegen ihn wenden werden.

Dieser menschliche Antichrist, der "Gesetzlose", wird dann vom Herrn Jesus bei dessen Erscheinen auf Erden (nicht auf der Erde, sondern in der Luft), zur Auferweckung und Entrückung derer in Christo, getötet. Doch etwas später wird er vom Satan aus dem Abgrund wieder erweckt und als Dämon auf Erden seine Herrschaft antreten.

In diesen Zusammenhang passt auch das Gleichnis des Herrn vom "Guten Hirten" (Jh 10,7-10): der Herr ist "die Tür der Schafe", er kommt vom Himmel, wohin die "Schafe" bei der Entrückung in die Freiheit gehen können. Satan ist der Dieb, er kommt aus dem Abgrund, "um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben".

Der zweite Antichrist ist also ein wiedererweckter Toter, ein Dämon (Geistwesen), und Satan gibt ihm alle seine Macht, Kraft und sogar seinen Thron (Off 13,1-3). Wie Satan, hat der dämonische Antichrist die Fähigkeit sogar in den Geist von willigen Menschen einzudringen und sie nach seinem Willen zu steuern. Wir sehen also, das ist eine ganz andere, eine geistige Dimension der Herrschaft über die Menschheit. 

(Siehe auch Tabelle 06: „Der Antichrist - die "Dame" im Schachspiel des Teufels.”.)


Eine detailliertere Erklärung der beiden Antichristen findet sich im Beitrag weiter oben Der erste und der zweite Antichrist. oder aber auch im Diskurs 86.

(Siehe auch Diskurs 86: „Der erste und der zweite Antichrist.”.)




Alte Interpretation

Die Große Trübsal

Der Anfang der Wehen /

Siegelgerichte 1-3

Tod und Hölle halten Ernte / Das 4. Siegel

Die Versiegelung der 144.000 /

Die toten Gläubigen aus der Großen Trübsal im
Himmel

Neue Interpretation

Die Große Trübsal

Das 1. Siegel: der Antichrist (erste 3 1/2 Jahre)

Der Anfang der Wehen – 2. und 3. Siegel

Der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte

Die Große Trübsal /

Das 4. Siegel: Tod und Hades halten Ernte

Die Märtyrer im Himmel / Das 5. Siegel

Die große Finsternis / Das 6. Siegel

Die Märtyrer im Himmel / Das 5. Siegel

Die große Finsternis / Das 6. Siegel


Das 7. Siegel: Stille im Himmel

Die zwei Zeugen Gottes /

Die Posaunengerichte 1-6

Die Tötung der zwei Zeugen Gottes durch den
Antichrist /

Der Fall Jerusalems

Die Herrschaft des Antichrists /

Der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte

Der Tag des Herrn

Das Kommen des Menschensohns

 

Die 7. Posaune /

Auferweckung der Toten in Christo und

Entrückung mit den Lebenden

 


Die Wiederkunft des Menschensohns

Die Entrückung: Auferweckung der Toten in

Christo und Entrückung mit den Lebenden

Die Versiegelung der 144.000 /

Die toten Gläubigen aus der Großen Trübsal im
Himmel

Das 7. Siegel: Stille im Himmel

 

Der Tag des Herrn

Die Posaunengerichte 1-6

Die zwei Zeugen Gottes

Die 7. Posaune

Tötung der zwei Zeugen Gottes durch den

wiedergekehrten Antichrist / Der Fall Jerusalems

Die Herrschaft des Antichrists (zweite 3 ½ Jahre)


Der Tag des Zornes Gottes /

Die Schalengerichte 1-6

Der Untergang Babylons

Das Lohngericht im Himmel /

Die Hochzeit des Lammes

Die Schlacht von Harmagedon

 

Das Strafgericht über Himmel und Erde /

Israel wohnt sicher zur Zeit des Strafgerichts

Die Umgestaltung von Himmel und Erde /

Die 7. Zornesschale


Der Tag des Zornes Gottes /

Die Schalengerichte 1-6

Der Untergang Babylons

Das Lohngericht im Himmel /

Die Hochzeit des Lammes

Die Schlacht von Harmagedon

Die Erste Auferstehung

Das Strafgericht über Himmel und Erde /

Israel wohnt sicher zur Zeit des Strafgerichts

Die Umgestaltung von Himmel und Erde /

Die 7. Zornesschale



Abfolge und Dauer der Endzeitereignisse



 

  Dauer

Ereignisablauf (Referenzen)


Referenz


Zeit



Der Anfang der Wehen (Mt 24,6-8)

1. Siegel: Der menschliche Antichrist I Off 6,1-2)
2. Siegel: Kriege (Off 6,3-4; Mt 24,6-7)
3. Siegel: Hungersnöte (Off 6,5-6; Mt 24,7)
Der Gräuel der Verwüstung im Tempel (Mitte der Woche)


Die Große Trübsal (Mt 24,15.21)

4. Siegel: ¼ der Erde getötet (Off 6,7-8);)
5.Siegel: Die Märtyrer im Himmel (Off 6,9-11)


Die große Finsternis (Mt 24,29)   (gleich nach der Trübsal)

6. Siegel: Sonne, Mond finster, Sterne fallen (Off 6,12-17)


Die Wiederkunft des Herrn (Mt 24,30-31)

Auferweckung und Entrückung (1The 4,16-17; Kol 3,4)


Die Posaunengerichte 1-4 (Off 8,7-13)

Das 1. Wehe – die 5. Posaune (Off 8,13; 9,12)

Die Menschen ohne Siegel werden gequält (Off 9,1-11)


Das 2. Wehe – die 6. Posaune (Off 8,13; 9,12; 11,14)

1/3 der Menschen getötet (Off 9,13-21)
Die zwei Zeugen Gottes (Off 11,1-13)


Das 3. Wehe – die 7. Posaune (Off 8,13; 9,12; 11,24)

Das Reich der Welt ist Gottes und seines Christus ((Off 11,15)
Der dämonische Antichrist II (Off 13,1-18; Dan 11,40-45; 12,1-7)

Die Schalengerichte 1-6 (Off 15,5-8; 16,1-21)


Der Untergang Babylons (Off 17,1-18; 18,1-24; 19,1-5)

Die Schlacht von Harmagedon (Off 16,13-16; 19,11-21)

Die Erste Auferstehung (Off 20,4-5)

Die Umgestaltung von Himmel und Erde/7. Schale (Off 16,17-21)

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Das Millennium (Off 20,6-7)

Der letzte Kampf  (nach den 1000 Jahren)

Das Weltgericht (Off 20,11-15)  (am Ende der Welt)

Die Neue Schöpfung (Off 21,22)

Dan 9,27



Dan 9,27

Dan 12,11



Dan 12,12



1Kor 15,52




Off 9,10



Off 11,3



Off 13,5

Off 11,1-2









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Off 20,6-7





Off 22,5

3 ½ Jahre



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1290 Tage

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45 Tage



im Nu

?


5 Monate


?
1260 Tage


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}               
}42 Monate
}               

--------

?

--------

?

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1000 Jahre

?

--------

ewig


(Siehe auch die Tabelle 14: „Die Offenbarung – nach Ereignissen gegliedert”.)