Diskurs 50 – Der Schöpfungsbericht in der Bibel.




Schöpfung oder Evolution. / Artikel Dieter Zimmer 00 2002-11-12

Die Schöpfungstage. / Artikel Dieter Zimmer 01 2002-11-12

Ist die Erde Mittelpunkt des Universums? / Kommentar Andre Aubert 00 2003-11-10

Die Interpretation der Bibel: ein gefährliches Feld? / Replik Christian Bollmeyer 00 2004-12-14

Hätte Gott das ganze Universum in einem Augenblick erschaffen können? / Replik Peter Buschauer 00 2005-01-26

Die Suche nach intelligentem Leben im Universum.



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Schöpfung oder Evolution / Dieter Zimmer, Artikel DZ 00, 2002-11-12+))

Bereits auf dem ersten Blatt der Bibel lesen wir; „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde” (1Mo 1,1). Wir haben es also mit Schöpfung und nicht mit Evolution zu tun. Das schließt jeglichen Zufall und eine Entwicklung ohne die Existenz eines Gottes aus. Am Anfang stand also nicht der Urknall, sondern der ewige Gott. Man fragt sich, was da geknallt haben soll. Wo nichts ist, knallt auch nichts. Von nichts kommt nichts. Das weiß jedes Schulkind. Und wenn sich alles Leben aus einem Einzeller entwickelt haben soll, dann fragen wir, wo denn der Einzeller herkam? Aus verschiedenen chemischen Elementen? Wo kamen denn die Elemente her? Von einem Urknall? Wer hat denn da geknallt? Der Zufall? Wer hat denn den Zufall herbeigeführt?

Wir können es drehen wie wir wollen: Ohne einen Urheber kann nichts gekommen sein.

+) Dieser Auszug, wie auch die folgenden Zitate sind dem Artikel „Schöpfung oder Evolution”, von Dieter Zimmer, in „Philadelphia Kreuz und Reich”, Nr. 6/2002 entnommen.

(Dieter Zimmer / http://www.philadelphia-verlag.com)



Die Grundlage für das Verständnis der folgenden Interpretation bildet der Exkurs 12: „Die Schöpfung”.

Um es vorweg zu nehmen: der obige Artikel bringt in sehr verständlicher Form die wesentlichen Schwachpunkte der Evolutionstheorie und der Autor zeigt auch sehr klar die Konsequenz evolutionistischen Denkens auf: ohne Gott keine Schöpfung und in der Folge auch keine Evolution - „von nichts kommt nichts”.

Und er weist auch auf das alte Spielchen der Evolutionisten hin, welche auf Fragen, woher sich denn die Dinge entwickelt (lat. evolutio = Entwicklung) haben sollten, immer ein vorangegangenes Stadium einer Entwicklung gemeinsam mit dem Zufall und langen Zeiträumen anführen. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaften funktioniert das jedoch bestenfalls bis zurück zum Urknall. Bei der Frage aber, was vor dem Urknall war und wer oder was denn den Urknall selbst verursacht hätte, gehen den Evolutionisten dann die Argumente aus.

Dabei ist es verblüffend, dass auch und gerade hochgelehrte Köpfe hier dem Zufall, der „Natur”, in Verbindung mit langen Zeiträumen eine Intelligenz und Kreativität einräumen, welche sie sonst nicht einmal Nobelpreisträgern zugestehen würden. Wenn man gegenüber diesen Leuten behaupten würde, dass ein Computer, ein PC beispielsweise, sich „entwickelt”, wenn man einen Haufen Kupferdrähte mit ein paar Kilo Plastik nur lange genug dem Zufall überlassen würde, so würden sie einen wahrscheinlich für geistig unzurechnungsfähig erklären. Genau das ist es aber, was sie selbst mit der Evolutionstheorie behaupten.

(Siehe auch den Diskurs 81: „Intelligent Design oder Evolution?”)

Doch dies betrifft ja alles erst einmal die Materie. Also beginnend beim Urknall, über Galaxien, Sterne, Planeten, bis hin zum pflanzlichen und tierischen Leben auf unserer Erde. Völlig im Dunkeln tappen aber Wissenschaftler und Evolutionisten bei der Frage, woher sich denn der Raum – also das Universum - „entwickelt” hat, in dem diese Materie ja erst existieren und expandieren konnte und weiterhin kann.

Für die Herkunft beider Phänomene – Raum und Materie – gibt die Bibel die richtige Antwort: es war Gott, der diese Dinge als „creatio ex nihilo” – als Schöpfung aus dem Nichts – ohne Vorstadien, ohne Zufall und ohne lange Zeiträume erschaffen hat. Und ähnlich, wie sich der Mensch der Planung bedient, um komplexe Projekte zu realisieren und nach der Fertigstellung ihre Bestandssicherheit zu gewährleisten, liegt auch der Schöpfung Gottes ein Plan zugrunde. Wir erkennen dies nicht nur in den Wundern des Makrokosmos, in den Milliarden von Galaxien, welche teilweise mit Lichtgeschwindigkeit durch den Weltraum fliegen. Die planerische Gestaltung der Schöpfung erkennen wir auch und insbesondere im Mikrokosmos, wie beispielsweise im menschlichen Körper und seinen unglaublich komplexen Funktionen, welche in vielen Bereichen – z. B. dem Gehirn - bis heute von der Wissenschaft nicht annähernd befriedigend erklärt werden können.

Während nun die eingangs zitierten Aussagen des Autors recht logisch waren und daher auch von Menschen mit anderen Weltanschauungen nicht leicht negiert werden können, ist die weitere Argumentation in mehreren Hinsichten zu hinterfragen.

So meint der Autor:

„Braucht Gott wirklich Millionen von Jahren, um etwas zustande zu bringen? Wenn wir das erste Blatt der Bibel aufschlagen – und wir halten daran fest, dass auch das dort Berichtete fehlerfreies, irrtumsloses Wort Gottes ist! -, dann erfahren wir, dass Gott die Welt in einem Sechstagewerk erschaffen hat. Dieser Umstand schließt Millionen von Jahren aus.”


Zum Einen postuliert er hier, dass die Bibel fehlerfreies, irrtumsloses Wort Gottes ist. Da muss man sogar als gläubiger Christ gewisse Bedenken anmelden.

(Siehe auch den Diskurs 40: „Gibt es Fehler in der Bibel?”)

Aber wenn ich es recht sehe, werden es kaum gläubige Christen sein, welche der Autor hier davon überzeugen will, dass die Evolutionstheorie falsch ist. Für den gläubigen Christen steht fest, dass Gott die Welt erschaffen hat. Er muss nicht erst überzeugt werden. Wer also mit dieser Argumentation angesprochen wird, sind jene Leute, welche meinen, dass die Evolution die richtigen Antworten hat. Also Menschen, welche eine Schöpfung - noch – ablehnen.

Und wer schon mit Evolutionisten diskutiert hat, weiß, wenn man diesen Leuten gegenüber mit der Bibel als irrtumsloses Wort Gottes argumentiert, werden sie sofort ihre Sicht der Dinge klarstellen, indem sie behaupten, dass die Erkenntnisse der Wissenschaft realer sind als jene der Bibel. Und damit ist die Diskussion an jenem Punkt angelangt, wo keiner mehr dem anderen zuhört.

So sehr nun der Autor in seiner Argumentation gegen eine Evolution des Lebens aus einem Einzeller zu bestätigen ist, muss man jedoch - um der intellektuellen Redlichkeit und biblischen Wahrheit willen - seine Aussagen im Hinblick auf die Erschaffung des Universums korrigieren. Er schreibt dort:



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Die Schöpfungstage. / Dieter Zimmer, Artikel DZ 01, 2002-11-12 +))

Nun gibt es einige sehr schlaue Leute, die uns sagen, dass das in 1.Mose 1 gebrauchte Wort für Tag nicht notwendigerweise einen Tag à 24 Stunden bedeuten muss. Es könne auch eine längere Zeitperiode bezeichnen. In diese Zeitperioden packen theistische Evolutionisten dann Millionen von Jahren.

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die 10 Gebote. Mit welcher Begründung hat Gott dort die Feiertagsheiligung eingesetzt? ‚Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebten Tag. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn’ (2Mo 20,11). Wie lange soll nun der Mensch arbeiten, sechs Tage oder sechs Zeitperioden? Wie lange soll er ruhen, einen Tag oder eine Zeitperiode lang? Bitte ..., wenn Gott an dieser Stelle Tage à 24 Stunden meint, dann meint er im Schöpfungsbericht auch Tage à 24 Stunden. Das gleiche Wort kann nicht an der einen Stelle dieses und an der anderen Stelle jenes bedeuten. Wer hier einen willkürlichen Unterschied in die Schrift hineinlegt, betreibt hemdsärmelige Bibelauslegung.

Tage kommen außerdem erst durch die Drehung der Erde zustande. Wie langsam muss sich die Erde am Anfang wohl um ihre eigene Achse gedreht haben, um nach Jahrmillionen endlich einen Tag hervorzubringen? Wie lange hätten unter solchen Bedingungen die Pflanzen auf der der Sonne abgewandten Seite ohne Sonnenlicht überlebt? Evolution? Gewiss nicht!

+) Dieser Auszug ist dem Artikel „Schöpfung oder Evolution”, von Dieter Zimmer, in „Philadelphia Kreuz und Reich”, Nr. 6/2002 entnommen.

(Dieter Zimmer / http://www.philadelphia-verlag.com)



Diese Argumentation erinnert an die Geschichte von dem Jungen, dessen Spielkameraden schon vor der Haustür auf ihn warteten, während ihm die Mutter befahl, noch die Suppe zu essen, welche auf dem Tisch stand. Er dachte nun ganz schlau zu sein und behauptete, dass ihm übel sei und er daher die Suppe nicht essen könne, in der Annahme, dass er dadurch früher zu seinen Freunden hinaus könnte. Aber zu seinem Schrecken nahm ihn seine Mutter, steckte ihn ins Bett und meinte: „Nachdem du krank bist, kannst du heute das Haus überhaupt nicht verlassen”.

Er war also vom Regen in die Traufe gekommen und ähnlich geht es dem Autor mit seiner Argumentation. Seine Behauptung, dass Gott die Schöpfung in Tagen à 24 Stunden erschaffen hat, ist der Regen, da dieser Umstand nicht zu beweisen, sondern nur zu glauben ist. Der Versuch dann, diesen Mangel auszugleichen, indem er erklärt, dass die Schöpfung deshalb in 24-Stunden-Tagen erfolgt sein muss, weil die Erde durch ihre Eigendrehung in 24 Stunden ihre gesamte Oberfläche einmal dem Sonnenlicht zuwendet und dadurch ein 24-Stunden-Tag entsteht, ist dann die Traufe.

Wenn wir uns nämlich die Bibel, 1Mo 1ff ansehen, lesen wir zwar am Ende jedes Schöpfungstages den Hinweis „Es wurde Abend und es wurde Morgen”:

Der erste Tag.

1Mo 1,5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag. 1Mo 1, 5;

Der zweite Tag.

1Mo 1,8 Und Gott nannte die Wölbung Himmel. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein zweiter Tag. 1Mo 1, 8;

Der dritte Tag.

1Mo 1,13 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein dritter Tag. 1Mo 1,13;


Es müssten also nach Ansicht des obigen Autors hier, in 1Mo 1,13, bisher 3 Tage à 24 Stunden vergangen sein. Und wie er richtig argumentiert, müsste sich die Erde in dieser Zeit drei Mal um ihre eigene Achse gedreht haben, sodass auf der der Sonne zugewandten Seite der Erde drei Mal Tag und auf der abgewandten Seite drei Mal Nacht war.

Nun ist es aber ganz erstaunlich, gleich in den nächsten Versen zu erfahren, dass es in diesen ersten drei Tagen gar keine Sonne gegeben hat. Erst am vierten Tag machte Gott die beiden großen Lichter: das größere Licht zur Beherrschung des Tages – also die Sonne - und das kleinere Licht – den Mond - zur Beherrschung der Nacht.

Der vierte Tag: Und Gott machte die beiden großen Lichter.

1Mo 1,14 Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren; 1,15 und sie sollen als Lichter an der Wölbung des Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten! Und es geschah so.

1,16 Und Gott machte die beiden großen Lichter: das größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht und die Sterne. 1,17 Und Gott setzte sie an die Wölbung des Himmels, über die Erde zu leuchten 1,18 und zu herrschen über den Tag und über die Nacht und zwischen dem Licht und der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, daß es gut war. 1,19 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein vierter Tag. 1Mo 1,14-19;


Und hier hat der Autor nun Erklärungsbedarf. Wie sollte ein 24-Stunden-Tag – oder überhaupt ein Tag – auf Erden stattfinden können, wenn Gott noch gar keine Sonne erschaffen hatte?

Man muss gewiss die Aussage weiter oben, nach der jeder, der den „Tag” aus 1Mo 1,1 und jenen aus 2Mo 20,11 unterschiedlich interpretiert, hier einen „willkürlichen Unterschied in die Schrift hineinlegt” und „hemdsärmelige Bibelauslegung” betreibt, dann akzeptieren, wenn die Identität dieser „Tage” auch durch die Schrift bestätigt werden kann. Wie aber der Nachweis oben zeigt, ist das nicht der Fall. Die „Tage” aus 1Mo 1,1-13 können keine normalen 24-Stunden-Tage gewesen sein, weil die Sonne noch nicht erschaffen war. Es müsste daher dieses Attribut der „hemdsärmeligen Bibelauslegung” dann auch auf jene zutreffen, welche einen 24-Stunden-Tag sehen wollen, wo nach der Schrift noch gar keiner sein kann, weil die Grundvoraussetzung überhaupt für einen Tag – geschweige denn für einen Tag à 24 Stunden – noch nicht erschaffen war: nämlich die Sonne.

Bei dem Versuch, nun hier die Erschaffung der Gestirne um drei Tage „vorzuverlegen”, würde man in die nächste „Traufe” tappen. Wir haben bei der Auslegung der Bibel immer nur den Freiraum, zu prüfen, was Übersetzer übersetzt und Exegeten interpretiert haben. Den Originaltext zu „verschieben” steht uns nicht zu – es sein denn, die Schrift gibt selbst einen eindeutigen Hinweis darauf. Nachdem dies aber hier nicht der Fall ist, muss natürlich auch hier gelten was die Schrift sagt. Ansonsten könnten uns die Evolutionisten mit Recht vorwerfen, dass wir einerseits, bei der Beurteilung der „Tage”, auf die Autorität der Schrift pochen, andererseits aber bei der Erschaffung der Gestirne, die eindeutigen Aussagen der Bibel ignorieren und sie so hin- und herschieben, wie es uns gerade passt.

Wie kurzsichtig übrigens diese Theorie eines 24-Stunden Schöpfungstages ist, zeigt sich auch daran, dass es ja auch heute noch durchaus nicht so ist, dass wir auf Erden generell und überall einen Tag von 24 Stunden hätten. Die Meteorologen, welche im Franz-Josefs-Land in der Arktis ihre Klimaforschungen betreiben, müssen sich an einen Tag gewöhnen, der ein halbes Jahr währt. Und ebenso lang ist die Nacht.

Man kann sich nun natürlich fragen, wieso in manchen christlichen Kreisen immer wieder die falsche Behauptung aufgestellt und vertreten wird, dass alle Schöpfungstage nach der Schrift 24-Stunde-Tage gewesen seien. Die Unfähigkeit, das Gelesene zu verstehen, ist hier als Begründung nicht denkbar, da jemand, der sich zu diesem Thema – noch dazu schriftlich – äußert, ein gewisses intellektuelles Niveau haben muss.

Aber auch die Möglichkeit, dass diese Leute 1Mo 1,1-13 gar nicht gelesen hätten, ist nicht plausibel, da man ja davon ausgehen muss, dass es gläubige Christen sind und sich daher ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen bewusst sind.

Bleibt schließlich nur jene Erklärung, welche auch bei vielen anderen Themenstellungen der Bibelexegese (die Braut des Lammes, die Frau am Himmel, der Zeitpunkt der Entrückung - um nur einige davon zu nennen) immer wieder anzutreffen ist: Man übernimmt mehr oder weniger ungeprüft jene Ansichten und Auslegungen, welche vor Jahren und Jahrzehnten – teilweise sogar vor Jahrhunderten - ohne eingehende Analyse in die Welt gesetzt und seither von oberflächlichen oder zu bequemen Interpreten immer wieder abgeschrieben wurden.

(Siehe auch den Diskurs 15: „Wer ist die ‚Braut des Lammes?”)

(Siehe auch den Diskurs 16: „Findet die Entrückung vor der Großen Drangsal statt?”)

(Siehe auch den Exkurs 10: „Die Frau am Himmel”.)


Schon zu Zeiten eines Kopernikus’, der erkannt hatte, dass die Erde um die Sonne kreist (heliozentrisches Weltbild), hat man die – angeblich biblische – gegenteilige Auffassung vertreten, dass die Erde im Mittelpunkt des Universums feststeht und sich das ganze Universum um die Erde dreht (geozentrisches Weltbild). Johannes Calvin (1509-1564), der schweizerische Reformator, hat damals behauptet, dass sich die Erde „gemäß der biblischen Lehre nicht bewegen könne”, und Martin Luther (1485-1546) sagte: „der Narr (Kopernikus) wird die ganze Lehre der Astronomie auf den Kopf stellen”. Und es waren gerade solche führende Geistliche, welche mit Berufung auf die biblische Lehre Kopernikus lange Zeit daran hinderten diese neuen Erkenntnisse - an welchen heute auch der obige Autor nicht zweifeln wird - zu veröffentlichen.

Wenn man nun den Schöpfungsbericht der Bibel ernsthaft analysiert, erkennt man, dass diese alten Auslegungen viel zu kurz gegriffen haben. Mit seinem Befehl: „Es werde Licht” 1Mo 1,3, hat Gott der Allmächtige nicht unsere kleine Sonne erschaffen, sondern genau dies war der Moment des Urknalls, bei dem das gesamte Universum in unvorstellbar helles Licht, wie von Milliarden und Abermilliarden von Sonnen getaucht wurde und damit überhaupt zum ersten Mal Licht existierte und die Finsternis des Weltraums erleuchtete.

Gott hat alles in einem souveränen Schöpfungsakt erschaffen, und was daher die Wissenschaft heute an seriösen Fakten über die Entstehung des Universums entdeckt (nicht über die Evolution des Menschen erfunden!) hat, ist nichts anderes als die „Handschrift” Gottes in seiner Schöpfung. Jene Theologen welche die Heilige Schrift – das Wort Gottes – im Widerspruch zu diesen neuen Erkenntnissen sehen wollen und meinen, sie gegen die Wissenschaft verteidigen zu müssen, verteidigen daher in Wahrheit nur ihre eigene geistige Trägheit und Unwilligkeit sich mit diesen Ergebnissen und ihrem Bezug zu den Aussagen der Schrift auseinander zu setzen. Wenn wir darauf vertrauen, dass die Schöpfung Gottes Werk und die Bibel Gottes Wort ist, müssen wir ernstzunehmende Resultate der wissenschaftlichen Forschung nicht fürchten. Was immer die Wissenschaft entdecken wird – es kann nichts anderes sein, als was Gott vorher erschaffen hat. Und dies kann daher auch nicht im Widerspruch zu den Aussagen der Bibel stehen.

(Siehe auch den Exkurs 12: „Die Schöpfung”.)



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(Ist die Erde Mittelpunkt des Universums? / Andre Aubert, Kommentar AA 00, 2003-11-10)

herzlichen dank für ihre wunderbare zusammenfassung des göttlichen planes und der tiefen ehrfurcht und dem klaren bekenntnis zu seinen worten. zur entwicklung der erde und der frage ob sie zentrum von gottes schöpfung ist oder nicht möchte ich folgendes einbringen; stephen hawkins sagt, dass sich alle sterne und materie im all gleichmässig ausdehnt aus dem impuls des urknalles. sucht man aber nun nach dem zentrum der ausdehnung, wo logischerweise der urknall stattfand, so kommt man zur ansicht dass diese erde das zentrum ist, da sich alle sterne gleichmässig von ihr wegbewegen. stephen sagt, dass diese ansicht natürlich schwer zu wiederlegenist, da wir von keinem anderen ort aus messungen durchführen können als von hier. gemäss seiner theorie sei aber anzunehmen, dass diese wahrnehmung überall im universum gleich sei. das zentrum ist also immer dort wo du gerade misst und somit bist. das entspräche auch der zusage vom vater an seinen sohn, der ja anfang und ende ist, siehe ich bin mit dir alle tage bis ans ende der erde. ebenso die aussage davids; und flöhe ich ans ende des himmels auch dort wärst du mit mir, und mit ihm natürlich auch der anfang und das ende. mit freude an gottes wahrheit.

Andre Aubert andreaubertjc@hotmail.com



Ihrer Aussage, dass sich das Universum bekanntermaßen ausdehnt (Dopplereffekt) und daher der Ausgangspunkt dieser Bewegung (Urknall) theoretisch überall gewesen sein könnte, stimme ich vollinhaltlich zu. Allerdings beschränkt sich dieses Phänomen m. W. auf die Galaxien, welche sich alle voneinander entfernen. Die Sternsysteme innerhalb einer Galaxis sind in ihrer relativen Position untereinander i.d.R. stabil. So hat auch unser Sonnensystem in unserer Galaxis, der Milchstraße, eine relativ fixe Position und bewegt sich (in der Ausdehnung) nur mit der Galaxis relativ zu anderen Galaxien.

Wenn man nun - wissenschaftlich betrachtet - den Ausgangspunkt der Expansion (Urknall) „bei uns” annehmen will, müsste man dies auf die gesamte Galaxis beziehen und könnte es nicht auf unseren Planeten einschränken, wie Sie das vorschlagen („...dass diese Erde das Zentrum ist”).

Allerdings gehe ich mit Ihnen insoweit konform, als auch für mich die Erschaffung der Erde unabhängig von und vor der Entwicklung unseres Sternensystems (Sonnensystem) erfolgt ist. Damit folge ich den Aussagen der Schrift in 1Mo 1,9-13 bzw.14-19, wo zuerst von der Erde und erst dann von der Erschaffung der Sonne – also des Sonnensystems - die Rede ist. Der Umstand, dass hierbei auch die Entstehung des Mondes erwähnt wir, legt den Schluss nahe, dass unser Sonnensystem mit der Sonne und ihren Planeten auf astrophysikalisch „natürliche” Weise, wie andere System auch, entstanden sind, wohingegen die Erde von Gott in einem singulären Schöpfungsakt erschaffen wurde.

(Siehe auch die Tabelle im Exkurs 12: „Die Schöpfung - Universum und Erde.”)

Daraus wäre dann auch abzuleiten, dass unser Sonnesystem, unsere Galaxis, ja sogar das gesamte Universum von Gott geschaffen wurde, um dann in diesem Universum, in dieser Galaxis, in diesem Sonnensystem, an diese ganz bestimmte Stelle, diesen Planeten Erde zu platzieren, damit dort – und nur dort im gesamten Universum - darauf und darum herum alle jene Bedingungen vorzufinden wären (Wasser, Luft, Sauerstoff, eingeschränkter Temperaturbereich etc. etc.), welche die Lebensbedingungen für den Menschen und seine Umwelt gewährleisten. 

Eine der größten Schwachstellen der Wissenschaft(en) ist ja gerade der Umstand, dass sich der Planet Erde in einer derart spezifischen Position befindet. Man versucht einerseits den Spieß umzudrehen, indem man behauptet, dass sich eben wegen der lebensfreundlichen Bedingungen auf der Erde hier Leben entwickelt hätte. Aber aufgrund der vielen „verschämten” und erfolglosen Versuche, auf anderen Planeten Menschen, Lebewesen, ja sogar nur organisches Leben, Einzeller und dann auch Wasser, Luft, Sauerstoff etc. zu finden, lässt sich die in wissenschaftlichen Kreisen immer mehr um sich greifende Hilflosigkeit in der Argumentation erkennen.



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(Die Interpretation der Bibel: ein gefährliches Feld? / Christian Bollmeyer, Replik ChB 00, 2004-12-14)

Nun, ich hatte mich dem Text (1Mo 1,1 / Anm.) mit juristischer Technik genähert und angenommen, 'Erde' sei auch Erde (im Sinne des Planeten), wie es sämtliche fünf mir zugänglichen Bibelübersetzungen übereinstimmend sagen (Buber habe ich leider nicht). Augenscheinlich sagt die 'wörtliche' Buber-Übersetzung etwas Weitergehendes und legt dabei mehr Details offen. Vor diesem Hintergrund ist die in Exkurs 12 beschriebene Sichtweise der Entstehung der Welt und der übrigen Himmelskörper auch deutlich plausibler. Dies zumindest dann, wenn man davon ausgeht, dass der Bericht in 1. Mo. nicht mit der Erde selbst, sondern vielmehr mit dem Universum als Ganzem beginnt. In meiner Bibel (Scofield, rev. Elberfelder) fand ich darauf textlich schlicht keinen Hinweis. Insofern auch meine offenbar vorschnelle Schlussfolgerung, ein 'Tag' sei ein 'Tag' im Sinne von 24 Stunden. Immerhin: ich bin von der verläßlichen Basis, dem Text der Bibel, ausgegangen und habe meine Folgerungen darauf gegründet. Es mag sein, dass mir dabei weitergehende Erkenntnis auf diese Weise verborgen bleibt, aber dies setzt Interpretation voraus, und das ist ein gefährliches Feld, weil man erfahrungsgemäß zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen gelangen kann. Insofern meine Vorsicht.

Christian Bollmeyer, Hamburg / bollmeyer@debitel.net



Die Interpretation der Bibel ist tatsächlich ein gefährliches Feld. Wie man oben sieht, muss man allein beim Wort „Erde” speziell darauf hinweisen, ob man nun den Planeten oder ganz einfach den Acker (Erdboden) meint, aus welchem Gott den Adam erschaffen hat - oder vielleicht überhaupt die Materie, aus welcher beide bestehen. Daher ist es gerade bei so wichtigen Stellen wie der Schöpfungsgeschichte ganz wichtig, möglichst nahe am Urtext zu bleiben. Und das machen Martin Buber und Franz Rosenzweig (leider noch während der Arbeiten verstorben) in ihrer Übersetzung aus dem Hebräischen in ganz besonderer Weise. Sie gehen sogar so weit, eigens neue deutsche Wörter zu kreieren, um die Bedeutung des hebräischen Urtextes so wahrheitsgetreu wie irgend möglich wiederzugeben.

So erkennen wir schon in den ersten Versen der Bibel den Unterschied zwischen den konventionellen und seit Jahrhunderten kaum erkenntnistheoretisch analysierten Übersetzungen und der Übersetzung Martin Bubers. Wenn unsere Bibelübersetzungen in 1Mo 1,2 mehr oder weniger übereinstimmend schreiben:

Und die Erde war wüst und leer

so wird das "tohuwabohu" in der Buberübersetzung mit

Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal

wiedergegeben. Jede oberflächliche Betrachtungsweise würde möglicherweise ohne besondere Bedachtnahme darüber hinwegsehen. Der aufmerksame Beobachter jedoch erkennt schnell, wenn die Erde tatsächlich „Irrsal” war, konnte sie kaum „wüst” sein und wenn sie „Wirrsal” war, konnte sie schon gar nicht „leer” gewesen sein.

Oder wenn es dann bei uns weiter heißt:

und Finsternis war über der Tiefe

lesen wir bei Buber:

Finsternis über Urwirbels Antlitz

Wenn uns die „Tiefe” noch durchaus vertraut erscheint, ist uns der Begriff „Urwirbels Antlitz” nicht geläufig und wir sind in der Exegese gezwungen, die Bedeutung und den Zusammenhang nicht nur dieses Ausdrucks, sondern des ganzen Verses, ja vielleicht sogar des ganzen Abschnitts neu zu überdenken.

Auch der bei uns seit Jahrhunderten gleiche Abschluss dieses Verses:

und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.

wird bei Buber mit neuen deutschen Ausdrücken versehen:

Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.


Bezeichnender Weise nennt daher Buber das Werk auch nicht Übersetzung sondern „Verdeutschung”. Die Problematik bisheriger Übersetzungen des AT spricht aber Martin Buber dann in seiner Einleitung an:

„Die ursprünglichen Schriftzüge, Sinn und Wort von erstmals, sind von einer geläufigen Begrifflichkeit, teils theologischer, teils literarischer Herkunft überzogen, und was der heutige Mensch gewöhnlich liest, wenn er ‚das Buch’ aufschlägt, ist jenem lauschenden Sprechen, das sich hier eingetragen hat, so unähnlich, dass wir allen Grund hätten, solcher Scheinaufnahme die achselzuckende Ablehnung vorzuziehen, die ‚mit diesem Zeug nichts mehr anzufangen weiß’. Das gilt nicht etwa bloß für das Lesen von Übersetzungen, sondern auch für das des Originals: die hebräischen Laute selber haben für einen Leser, der kein Hörer mehr ist, ihre Unmittelbarkeit eingebüßt, sie sind von der stimmlosen theologisch-literarischen Beredsamkeit durchsetzt und werden durch sie genötigt, statt des Geistes, der in ihnen Stimme gewann, einen Kompromiss der Geistigkeiten zweier Jahrtausende auszusagen; die hebräische Bibel selbst wird als Übersetzung gelesen, als schlechte Übersetzung, als Übersetzung in die Begriffssprache, ins angeblich Bekannte, in Wahrheit nur Geläufige. An die Stelle der ehrfürchtigen Vertrautheit mit ihrem Sinn und ihrer Sinnlichkeit ist ein Gemisch von erkenntnislosem Respekt und anschauungsloser Familiarität getreten.”


Dieser „erkenntnislose Respekt”, von welchem Buber hier spricht, ist dann auch eine große Gefahr für die Interpretation der Schrift. Die Bibel wird von manchen Theologen immer wieder als das „unfehlbare Wort Gottes” dargestellt. Hinterfragt man dann aber die Schriftkenntnis und das Schriftverständnis dieser Leute, ist oft erkennbar, dass sie sich selbst über die Inhalte der Schrift und deren wirkliche Bedeutung noch gar nicht soviel Gedanken gemacht haben, sondern in einer Art Pawlow'schen Reflex die Auslegungen einfach so übernommen haben, wie sie seit Jahrhunderten im Umlauf sind.

Genau diesen Problemkreis greift auch der bekannte Exeget Werner de Boor (Wuppertaler Studienbibel) in seiner Auslegung der Briefe des Paulus' an die Philipper und Kolosser auf:

„(... ist das Bibel-) ‚Lesen’ jene offene und selbstlose Hinwendung zu einem Text, mit dem ich treu und genau aufnehme, was der Text wirklich sagt und alle die eigenen, gewohnten und lieben Gedankengänge zurückstelle, die sich sofort in mein Erfassen des Textes eindrängen oder einschleichen wollen. Welche ernste Mühe, welch tapfrer Kampf gehört zu solchem echten ‚Lesen’! Wie selbstverständlich sehen ganze Kirchen und Gemeinschaften biblische Abschnitte sofort und ausschließlich im Licht ihrer gewohnten Dogmatik und merken überhaupt nicht mehr, dass die Schrift selbst hier etwas ganz anderes sagt und meint. Aber auch wir selbst bei unserem persönlichen Bibelstudium - wie schwer fällt uns das wirkliche ‚Lesen’! Wir sind in Anschauungen groß geworden, die so vertraut sind, dass wir sie fraglos für richtig und ‚biblisch’ halten. Wir haben bestimmte Lieblingsgedanken, vielleicht eng mit entscheidenden geistlichen Erfahrungen unseres Lebens verknüpft, die uns unvermerkt formen und beherrschen. Das alles lesen wir unwillkürlich in unseren Bibeltext hinein und merken nicht, dass wir gar nicht mehr wirklich ‚lesen’, sondern unsre eigenen Herzensmeinungen an biblische Worte anhängen. Wir rühmen die Heilige Schrift, wir erklären sie für die einzige Regel und Richtschnur, das untrügliche Wort Gottes; aber wenn es praktisch ans Bibellesen geht, sind wir mit schnellem Sprung vom Text weg bei unsern gewohnten und beliebten Vorstellungen und haben nicht genug Ehrfurcht vor dem Worte Gottes, um uns in mühsamer und aufmerksamer Arbeit zu vergewissern: Was steht denn da wirklich? Was sagt der Text selber? Mann kann in manchen lieben, gläubigen Kreisen die Bibel aufschlagen, wo man will: Was da tatsächlich geschrieben steht, interessiert gar nicht und wird gar nicht aufgenommen, sondern man redet rasch wieder von den immer gleichen Wahrheiten, die in diesem Kreise besondere Geltung haben. Dadurch bleiben wir arm und oft genug auch schief gewachsen und lassen uns die ganze Tiefe des Reichtums entgehen, den Gott in Seinem Wort für uns bereit hat.”


Daraus lässt sich nun vielleicht die Aussage in der obigen Replik: „Immerhin: ich bin von der verläßlichen Basis, dem Text der Bibel, ausgegangen und habe meine Folgerungen darauf gegründet” etwas relativieren. Mit der auch dort erwähnten Interpretation der „Tage” in 1Mo 1,1, möchte ich vielleicht wieder einmal auf den juristischen Hintergrund meines Freundes Christian Bollmeyer zurückgreifen: Wie zu Beginn dieses Diskurses und insbesondere im Exkurs 12 anhand der betreffenden Schriftstellen ausführlich dargelegt, hat Gott der Allmächtige die Sonne erst am vierten Tag erschaffen. In den ersten drei Schöpfungstagen hat es nach der Schrift wohl die Erde, nicht aber die Sonne gegeben. Nachdem aber gerade die Sonne die Grundlage für einen 24-Stunden-Tag ist, können die ersten drei Schöpfungstage keinesfalls solche gewesen sein. Es ist vergleichbar mit der juristischen Frage, ob jemand, der (noch) keinen Mord begangen hat, als Mörder bezeichnet werden kann?

Der abschließende Hinweis von Christian Bollmeyer: „... aber dies setzt Interpretation voraus, und das ist ein gefährliches Feld, weil man erfahrungsgemäß zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen gelangen kann. Insofern meine Vorsicht” lässt sich nun auch im Licht der obigen Aussagen von Werner de Boor erklären. Allein wenn wir die Bibel aufschlagen und zu lesen beginnen, befinden wir uns schon voll im Zustand der Interpretation. Man kann fast keine Zeile der Schrift lesen, ohne nicht gedanklich und großteils unbewusst in „unsere gewohnten und beliebten Vorstellungen” zu verfallen, welche uns dann oft nicht den tatsächlichen Hintergrund des gelesenen Textes erkennen lassen, sondern jene alten und geläufigen Anschauungen hervorrufen, „die so vertraut sind, dass wir sie fraglos für richtig und ‚biblisch’ halten”.

Das heißt aber, dass wir - bewusst oder unbewusst - die Schrift allein schon durch unser Lesen zwangsläufig immer interpretieren. Daher sollten wir uns nicht grundsätzlich vor einer Interpretation hüten, sondern wir sollten uns bemühen, offen, kritisch und genau zu sein, um die wirkliche Bedeutung des geschriebenen Textes zu erforschen und neue Zusammenhänge erkennen zu können. Damit werden wir natürlich auch in vielen gläubigen Kreisen Misstrauen bis hin zu Ablehnung und Ausgrenzung erleben. Aber schließlich geht es ja in der Bibelexegese nicht darum, irgendwelche Dogmen zu behüten und Irrtümer zu bewahren, sondern ganz im Gegenteil, alte, verkrustete und vor allem falsche Anschauungen, welche Jahrhunderte lang durch oberflächliche Betrachtungsweise und persönliche Ambitionen einzelner Bibelübersetzer bzw. Interpreten geprägt wurden, durch akribisch genaue und biblisch fundierte Analysen nachzuweisen und richtig zu stellen.

Schließlich noch zwei Überlegungen zu dem hier behandelten Thema des Schöpfungsberichts:

1. Wenn uns Gott im Bericht von 1Mo 1,1 jeden einzelnen Schritt der Schöpfung übermitteln lässt, von der Erschaffung der Erde, der Gestirne, der Pflanzen, der Tiere und bis hin zum Menschen, wieso sollte dann gerade die Erschaffung des Universums und vor allem der aller erste Akt dieser Schöpfung Gottes, die Erschaffung von Raum und Materie, in dieser Darstellung nicht enthalten sein?

2. Wenn man den ersten Schöpfungstag in 1Mo 1,1 nicht als den Bericht über die Erschaffung des Universums sehen will, gilt der Befehl Gottes in 1Mo 1,3: „Es werde Licht!” nicht dem allerersten Erscheinen des Lichts in seine Existenz im Universum und der Erfüllung des Raumes mit einem Leuchten wie von Milliarden und Abermilliarden von Sonnen, sondern es wäre das Licht unserer, im Verhältnis dazu winzigen Sonne, deren Erschaffung aber dann ohnehin ein zweites Mal in 1Mo 1,16 berichtet wird.


Gibt es Gott?

Unlängst sah ich eine Dokumentation von und mit Stephen Hawking, Kosmologe und theoretischer Physiker, über den "Ursprung des Universums aus wissenschaftlicher Sicht". Als Anschauungsbeispiel für seine Schlussfolgerung, dass es keinen Gott gibt, ließ er einen Arbeiter mit Schaufel durch die Steppe marschieren und dann ein mannsgroßes Loch ausheben.

Den Sandberg, den der Mann neben dem Loch angehäuft hatte, verglich Professor Hawking mit unserem Universum. Dieser Aushub sei die "positive Energie ". Das Loch daneben sei die "negative Energie". Und nachdem in der Mathematik Positiv plus Negativ gleich Null ergeben, sei für die Erschaffung des Universums kein Gott erforderlich gewesen.

Und hier musste ich schallend auflachen. Was Professor Hawking in seiner brillanten Schlussfolgerung offenbar übersehen hatte, war der Mann in der Grube, der das alles mit seiner Schaufel ausgehoben hatte. Er stand in diesem Anschauungsbeispiel für Gott, der das alles erschaffen hat. Und so wurde aus diesem Vergleich in meinen Augen eigentlich der beste Beweis dafür, dass es Gott gibt.

(Siehe Video von und mit Stephen Hawking Der Ursprung des Universums aus wissenschaftlicher Sicht)

Auch die Idee mancher Wissenschaftler, der Urknall sei durch die Kollision zweier anderer Universen erfolgt, verschiebt nur das Problem. Man kann so viele Universen nehmen, wie man will, es bleibt immer die Frage, wer hat das allererste erschaffen. Doch ich bin recht zuversichtlich, dass wir in den nächsten hundert Jahren die endgültige Antwort auf diese Frage bekommen werden, welche zeigen wird, dass es Gott gibt.

(Siehe auch Diskurs 122: „Noch 224 Jahre bis zum Millennium.”)





(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Hätte Gott das ganze Universum in einem Augenblick erschaffen können? / Peter Buschauer, Replik PB 00, 2005-01-26)

Wie bereits angekündigt, habe ich mir mal ein paar Gedanken über den Exkurs „Die Schöpfung” gemacht, ich hoffe, dass Sie verstehen, was ich damit ausdrücken möchte.

Wenn ich diesen Exkurs richtig begriffen habe, gehen Sie von dem Gedanken aus, dass Gott den Raum und die Urmaterie erschaffen hat und letztere dann zur Explosion brachte, und durch diesen so genannten Urknall die Evolution in Gang setzte, und dadurch im Laufe von Milliarden Jahren das Weltall schuf, das wir heute vorfinden.
Ich bin absolut kein Experte auf dem wissenschaftlichen Gebiet, vermute aber, dass die wissenschaftliche Theorie über die Entstehung des Universums die logische Schlussfolgerung von sehr ausführlichen Beobachtungen, Messungen und Berechnungen ist. (Vereinfacht ausgedrückt)
Einmal davon ausgehend, die wissenschaftliche Theorie über die Entstehung des Weltalls stimmt, so hätte Gott auch das ganze Universum samt Erde, so wie es heute ist, in einem Augenblick erschaffen können, ohne dass sich an den heutigen wissenschaftlichen Fakten etwas geändert hätte.
Genau so ist es auch möglich, dass Gott in diesen sechs Tagen der Schöpfung (wie lange sie auch immer gedauert haben) keine Milliarden Jahre brauchte, sondern einfach nur sprach, und es war da. (Ich glaube, wenn Gott spricht, dann hat das einfach zu geschehen, ohne dass es sich erst entwickeln muss.) Auch das würde nichts an den Beobachtungen, Messungen und Berechnungen, oder gar an den Ergebnissen der heutigen Wissenschaft ändern.
Was mich an der Wissenschaft stört, ist dass selbst bei so genannten Fakten, bei denen man erkennen muss, dass es einen Schöpfergott gibt, (Zb. Zündung der Urmaterie .. ) dieser dennoch geleugnet wird. Die Grundlage unserer heutigen Wissenschaft schließt Gott aus, und steht daher meiner Ansicht nach auf einem falschen Fundament.
Zu den wissenschaftlichen Fakten über die Entstehung des Universums (Evolution), stellt sich mir die Frage, was ist hier der Unterschied zu einer Theorie? Und da die Wissenschaft in ihrem Kern davon ausgeht, dass es keinen Schöpfergott, wie er in der Bibel vorgestellt wird, gibt, sondern eher dazu übergehen wird, oder zum Teil auch schon ist, dass es eine intelligente Kraft gibt, die nach bestimmten kosmischen Gesetzen handelt, und uns, wenn wir die richtigen Techniken anwenden, zur Vollkommenheit führen wird, (New Age - Gedankengut) kann ich mir schwer vorstellen, dass die Theorien der Wissenschaft mit dem biblischen Schöpfungsbericht in Einklang zu bringen sind. Die Bibel, Gottes Wort, ist das Einzige, auf das wir uns wirklich verlassen können, wenn es um die Wahrheit geht.
Würde die Wissenschaft die Fakten der Bibel genau so ernst nehmen wie ihre Beobachtungen und Messungen, und die biblischen Fakten in ihre Berechnungen und Erklärungsversuche mit einbeziehen, (was nicht nur für die Entstehung des Weltalls, sondern für alle Bereiche gilt) würde dieser Welt nichts anderes mehr übrig bleiben, als staunend unserem Schöpfer die Ehre zu geben, die Ihm gebührt.
Zum Thema „Licht”, fällt mir Offb 21,23 ein. Die Wissenschaftler dieser Welt halten genügend Fakten in der Hand, um Gott zu erkennen, doch nur ganz wenige ziehen die Konsequenz und entscheiden sich für ein Leben unter der Führung unseres Herrn Jesus Christus. Jesus Christus sagte: Keiner kommt zu mir, es sei denn, er wird vom Vater gezogen. Dann kommt mir auch noch der Vers in den Kopf: Das Wort vom Kreuz ist denen eine Torheit, die verloren gehen, uns aber ist es Gottes Kraft.

Ich würde mich über einen Kommentar freuen.

Peter Buschauer Buschauer Peter,Annette,Susanna / http://members.vol.at/buschauermusik/Index.html)



Um diesen Diskurs etwas interaktiver zu gestalten, werden die einzelnen Aussagen des Besuchers (im schwarzen Rahmen) getrennt kommentiert.


„Wenn ich diesen Exkurs richtig begriffen habe, gehen Sie von dem Gedanken aus, dass Gott den Raum und die Urmaterie erschaffen hat”


Das ist nicht nur mein Gedanke, sondern es ist ein Faktum, eine conditio sine qua non für die gesamte Schöpfung. Ohne Raum und Materie könnte es kein Universum, keine Sonne, keine Erde etc. geben. Es ist ungefähr so, wie wenn man sagen würde: "Sie gehen von dem Gedanken aus, dass Gott den Adam geschaffen hat". Keine Frage, oder?


„und letztere dann zur Explosion brachte, und durch diesen so genannten Urknall die Evolution in Gang setzte, und dadurch im Laufe von Milliarden Jahren das Weltall schuf, das wir heute vorfinden.

Ich bin absolut kein Experte auf dem wissenschaftlichen Gebiet, vermute aber, dass die wissenschaftliche Theorie über die Entstehung des Universums die logische Schlussfolgerung von sehr ausführlichen Beobachtungen, Messungen und Berechnungen ist. (Vereinfacht ausgedrückt)”


Das ist korrekt. Die Urknalltheorie wurde von George Gamov et all. entwickelt, der 1949 die Hintergrundstrahlung (die im Universum immer noch vorhandene Reststrahlung von dieser gewaltigen Explosion) vorhergesagt hat. Die zwei amerikanischen Radioastronomen Penzias und Wilson entdeckten diese kosmische Hintergrundstrahlung 1965 mehr oder weniger zufällig bei der Eichung einer Mikrowellenantenne, mit der sie nach astronomischen Quellen, die eine Radiointerferenz erzeugen könnten, Ausschau halten wollten. Für diese Entdeckung erhielten sie 1978 den Nobelpreis der Physik.

Siehe dazu auch den Bericht der Universität Karlsruhe „Die Grundlagen der Urknalltheorie”
(http://fam-pape.de/raw/ralph/studium/urknalltheorie/)


„Einmal davon ausgehend, die wissenschaftliche Theorie über die Entstehung des Weltalls stimmt, so hätte Gott auch das ganze Universum samt Erde, so wie es heute ist, in einem Augenblick erschaffen können, ohne dass sich an den heutigen wissenschaftlichen Fakten etwas geändert hätte.”


Natürlich! Hätte er mit Sicherheit. Aber hat er? Ich bringe Ihnen dazu ein kleines Gleichnis: Als der Herr Jesus die Speisung der 5000 vornahm (Mk 6,30-45), hätte er durch den Heiligen Geist veranlassen können, dass diese 5000 hungrigen Leute in einem Augenblick satt gewesen wären. Hat er das? Nein, hat er nicht. Sondern er nahm die vorhandenen fünf Brote und zwei Fische und teilte sie so lange unter den Menschen auf, bis alle satt waren und noch 12 Körbe mit Brot und Fischen übrig waren. Die Bibel zeigt uns, dass Gott in seiner Schöpfung immer auch mit seiner Schöpfung, mit dem was vorhanden ist, handelt! Auch den Adam hat Gott aus der bereits vorhandenen Erde des Ackers geschaffen.


„Genau so ist es auch möglich, dass Gott in diesen sechs Tagen der Schöpfung (wie lange sie auch immer gedauert haben) keine Milliarden Jahre brauchte, sondern einfach nur sprach, und es war da. (Ich glaube, wenn Gott spricht, dann hat das einfach zu geschehen, ohne dass es sich erst entwickeln muss.)”


Ja, sicher. Aber genau so ist es auch möglich, dass Gott Milliarden Jahre - was für Gottes Ewigkeit einem Augenblick gleichkommt - gewählt hat, um seine Schöpfung sich nach seinem Plan entwickeln zu lassen.

Gott hat auch den Adam geschaffen und er ward. Das heißt aber nicht, dass der Mensch seit damals keine Entwicklung durchgemacht hätte. Die Dinge werden dann geschehen, wenn Gott will, dass sie geschehen und nicht wenn wir denken, dass sie zu geschehen haben.


„Auch das würde nichts an den Beobachtungen, Messungen und Berechnungen, oder gar an den Ergebnissen der heutigen Wissenschaft ändern.”


Das ist völlig korrekt.


„Was mich an der Wissenschaft stört, ist dass selbst bei so genannten Fakten, bei denen man erkennen muss, dass es einen Schöpfergott gibt, (Zb. Zündung der Urmaterie ...) dieser dennoch geleugnet wird. Die Grundlage unserer heutigen Wissenschaft schließt Gott aus, und steht daher meiner Ansicht nach auf einem falschen Fundament.”


Auch hier gehe ich völlig mit Ihnen konform. Bitte verwechseln Sie meinen Standpunkt nicht mit einer Befürwortung der Wissenschaft! Ich teile vollkommen alle Ihre Bedenken (auch die hier unten) und vertrete die Auffassung, dass gerade die Wissenschaftler einen tiefen Einblick haben, um zu erkennen, dass es den Schöpfergott gibt. Aber ihre menschliche Überheblichkeit und geistliche Torheit hindert sie daran, Gott als Schöpfer zu erkennen.

Ich vertrete daher hier keinen wissenschaftlichen Standpunkt sondern einen biblischen Pragmatismus. Ein triviales Beispiel zum besseren Verständnis: Die Schrift sagt uns: „Und Gott schuf den Menschen” (1Mo 1,27) . Die Medizin hat erforscht, dass der Mensch ein Gehirn, eine Lunge, ein Herz etc. etc. hat. Das sind anerkannte Fakten und daher können wir daraus schließen, dass Gott den Menschen mit einem Gehirn, einer Lunge, einem Herzen (dem Organ) etc. etc. geschaffen hat, was wir aus der Schrift nicht wüssten. Genau das ist mein Ansatz - nichts sonst.


„Zu den wissenschaftlichen Fakten über die Entstehung des Universums (Evolution), stellt sich mir die Frage, was ist hier der Unterschied zu einer Theorie? Und da die Wissenschaft in ihrem Kern davon ausgeht, dass es keinen Schöpfergott, wie er in der Bibel vorgestellt wird, gibt, sondern eher dazu übergehen wird, oder zum Teil auch schon ist, dass es eine intelligente Kraft gibt, die nach bestimmten kosmischen Gesetzen handelt, und uns, wenn wir die richtigen Techniken anwenden, zur Vollkommenheit führen wird, (New Age - Gedankengut) kann ich mir schwer vorstellen, dass die Theorien der Wissenschaft mit dem biblischen Schöpfungsbericht in Einklang zu bringen sind.”


Das kann auch ich mir schwer vorstellen. Ich denke, dass die Wissenschaft schon viel zu weit von einer Gotteserkenntnis entfernt ist, als dass sie je darauf zurückkommen würden. Aber das ist gar nicht mein Thema. Ich will nicht die wissenschaftlichen Theorien mit dem Schöpfungsbericht in Einklang bringen, sondern den Schöpfungsbericht anhand der vorliegenden seriösen Ergebnisse nachvollziehen und erklären. Leider wird halt diese Forschung zum überwiegenden Teil von Gottesleugnern betrieben. Allerdings können gerade diese Leute die Realitäten nicht leugnen (sie denken dabei natürlich nicht an Gott) und damit können wir in ihren ernstzunehmenden Resultaten die „Handschrift” Gottes in der Schöpfung erkennen.

Ein weiteres kurzes Beispiel dafür, dass seriöse wissenschaftliche Ergebnisse die Bibel ganz einfach bestätigen müssen, ist das Höchstalter des Menschen, die so genannte „Hayflick-Grenze”. Die Sache hat etwas mit den Chromosomen und ihrer Vermehrung zu tun. Chromosomen sind lange, spindelförmige Gebilde aus DNA. Ihr Vermehrungsmechanismus bringt es mit sich, dass sie bei jeder Teilung ein Stück ihrer Enden, der sogenannten Telomeren, verlieren. Deren insgesamt verfügbare Länge bestimmt also das maximal mögliche Lebensalter des Menschen. Und diese biologische Obergrenze von 120 Jahren hat vor etwa 30 Jahren Leonard Hayflick, Professor für Anatomie an der Universität von Kalifornien in San Franzisko experimentell nachgewiesen und damit das herausgefunden, was Gott der Allmächtige in 1Mo 6,3 nach der Sintflut beschlossen hatte:

Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertundzwanzig Jahre.

1Mo 6,3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn auch der Mensch ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertundzwanzig Jahre. 1Mo 6, 3;


(Siehe auch den Exkurs 08: „Der erste und der zweite Tod.”)


„Die Bibel, Gottes Wort, ist das Einzige, auf das wir uns wirklich verlassen können, wenn es um die Wahrheit geht.”


Mein Schriftstudium habe ich vor 37 Jahren begonnen und Sie können mir glauben, dass ich die Schrift recht gut kenne. Doch wir müssen mit generalisierenden Aussagen vorsichtig sein. Die Schrift sagt uns z. B. nichts über Düsenflugzeuge. Heißt das, dass es Düsenflugzeuge nicht gibt? Sehen Sie, hier müssen wir die Realität in unser Schriftstudium mit einbeziehen und einen Konnex herstellen. Natürlich jetzt nicht unbedingt auf Düsenflugzeuge bezogen, sondern rein prinzipiell.


„Würde die Wissenschaft die Fakten der Bibel genau so ernst nehmen wie ihre Beobachtungen und Messungen, und die biblischen Fakten in ihre Berechnungen und Erklärungsversuche mit einbeziehen, (was nicht nur für die Entstehung des Weltalls, sondern für alle Bereiche gilt) würde dieser Welt nichts anderes mehr übrig bleiben, als staunend unserem Schöpfer die Ehre zu geben, die Ihm gebührt.”


Genau das denke ich auch. Aber wer hindert eigentlich uns daran, das zu nehmen, was die Wissenschaft in ihren Berechnungen und Erklärungen an seriösen Erkenntnissen erforscht und es mit den biblischen Fakten in Einklang zu bringen und für alle jene, die es verstehen und glauben wollen die Möglichkeit zu eröffnen, unserem Schöpfer die Ehre zu geben?


„Zum Thema ‚Licht’, fällt mir Offb 21,23 ein”


Off 21,23 Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm. Off 21,23;


Ja, Gott ist Licht und das Licht in diesem Universum ist - und kann ja nicht anders - am Anfang der Schöpfung von ihm ausgegangen. Mit seinem Befehl: „Es werde Licht” in 1Mo 1,3, hat Gott der Allmächtige nicht unsere kleine Sonne erschaffen, sondern genau dies war der Moment des Urknalls, bei dem das gesamte Universum in unvorstellbar helles Licht, wie von Milliarden und Abermilliarden von Sonnen getaucht wurde und damit überhaupt zum ersten Mal Licht existierte und die Finsternis des Weltraums erleuchtete.

Jedoch diese Schöpfung wird vergehen.

Vor dem Angesicht Gottes die entfloh Erde und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden.

Off 20,11 Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Off 20,11;


Und Gott wird eine neue Erde und einen neuen Himmel erschaffen (in einem neuen Universum?).

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.

Off 21,1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Off 21, 1;


Davor jedoch wird Gott - ähnlich wie bei der Sintflut - Himmel und Erde noch ein zweites Mal verändern, um die von den Menschen entweihte und verwüstete Erde für das Tausendjährige Friedensreich seines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus und des Messias’ der Juden vorzubereiten.

Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie brechen den ewigen Bund.

Jes 24,3 Die Erde wird leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet. 24,4 Das Land verdorrt und verwelkt, der Erdkreis verschmachtet und verwelkt, die Höchsten des Volks auf Erden verschmachten. 24,5 Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund. 24,6 Darum frißt der Fluch die Erde, und büßen müssen es, die darauf wohnen. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab, so dass wenig Leute übrigbleiben. Jes 24, 3- 6;

Himmel und Erde werden erschüttert, damit sie verwandelt werden.

Hbr 12,26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.« 12,27 Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann. Hbr 12,26-27;


(Siehe auch das Kapitel 08: „Die Umgestaltung von Himmel und Erde.”)


„Die Wissenschaftler dieser Welt halten genügend Fakten in der Hand, um Gott zu erkennen, doch nur ganz wenige ziehen die Konsequenz und entscheiden sich für ein Leben unter der Führung unseres Herrn Jesus Christus. Jesus Christus sagte: Keiner kommt zu mir, es sei denn, er wird vom Vater gezogen. Dann kommt mir auch noch der Vers in den Kopf: Das Wort vom Kreuz ist denen eine Torheit, die verloren gehen, uns aber ist es Gottes Kraft.”


Ja, genau so ist es!



Die Suche nach intelligentem Leben im Universum.


Die Suche nach intelligentem Leben im Universum.

Seit Jahrzehnten versucht die Menschheit mit enormen finanziellen, materiellen und wissenschaftlichen Aufwand den Kosmos nach intelligentem Leben zu durchsuchen. Für jeden rechtgläubigen Christen und Bibelkenner ist das jedoch hinausgeschmissenes Geld, mit welchem man besser den Armen dieser Welt helfen könnte. 

Nach der Bibel hat Gott in diesem raumzeitlichen Universum nur auf dem Planeten Erde eine einzige intelligente Rasse - den Menschen - erschaffen (1Mo 1,26-27;1Mo 2,7). Alle je geborenen Menschen haben eine ewige Existenz, in welcher sie nach ihrem physischen Tod und der Auferstehung bzw. Wiedergeburt ihres Geistes (Mt 19,28;Jh 3,6-8), mit ihrem Auferstehungsleib (1Kor 15,43-44; Mt 22,30; Jh 3,8) vor dem Gericht Gottes stehen und je nach ihrem Handeln zu Lebzeiten, entweder in das ewige Leben bei Gott oder in die ewige Existenz in der Verdammnis eingehen werden (Mt 25,46).

Im Unterschied dazu, wird jedoch dieser Planet und dieses Universum nicht weiterbestehen, sondern ein Ende haben (Off 20,11). Gott wird in einer neuen Schöpfung ein neues Universum und einen neuen Planeten Erde erschaffen (Off 21,1), wo die Menschen mit ihrem unsterblichen Auferstehungsleib in Ewigkeit leben werden. Es ist daher völlig müßig, nach anderen intelligenten Wesen auf irgendeinem Planeten in diesem Universum zu suchen.

Aber nicht so auf unserem eigenen Planeten, von dem uns die Bibel sagt, dass hier neben all dem tierischen Leben auch noch eine zweite intelligente Spezies existiert. Es sind dies jene "außerirdischen" Wesen, welche ursprünglich in der raumzeitlosen Dimension bei Gott mit allen anderen Vertretern ihrer Spezies gelebt haben (Mt 24,36).

Doch durch die Auflehnung Satans gegen Gott (Off 12,7-8), vor rund zweitausend Jahren, wurde er (Jes 14,12;Off 12,12 ) und alle die Engelwesen welche ihm nachgefolgt sind, bei dem Kampf im Himmel von den Engeln Gottes besiegt und auf die Erde verbannt (Jh 12,31;Lk 10,18;Off 12,3-4;Off 12,9).

Hier leben sie seither als Dämonen in der Atmosphäre (Eph 2,1-2). Diese ebenfalls unsterblichen Wesen sind jedoch auf unserem raumzeitlichen Planeten normalerweise unsichtbar (Lk 8,30). Dem Satan wurde damals von Gott die Herrschaft über die ganze Erde übergeben (Mt 4,8-9). Seither "bestellt" er alle Regierungen dieser Welt (Gal 1,4).

Die intelligente Schöpfung Gottes besteht daher in den Menschen auf Erden, den dämonischen Engeln in der Erdatmosphäre (Off 12,9) und jenem Zweidrittel der ursprünglichen Engelbevölkerung im Himmel, welche beim Aufstand Satans gegen ihn und seine Engel gekämpft und sie besiegt haben.

Das sind die biblischen Fakten. Und jeder, der darüber hinaus intelligentes Leben - wo auch immer - sucht, sucht vergeblich! Leser mit Zweifel an diesen Aussagen sollten die obigen Bibelreferenzen besser nicht anklicken. Sie könnten den Schock ihres Lebens und eine neue Sicht der Welt bekommen.