Diskurs 53 - Der Krieg im Irak - Ist Babylon gefallen?




Das Schicksal des Irak. / Buch Roger Liebi, Seite 60f

Israel im Spannungsfeld von Segen und Fluch. / Buch Roger Liebi, Seite 77ff

Hat das Kriegsgeschehen in Syrien prophetische Hintergründe? /    1. Teil, Diskurs 113

Sagt die Bibel für die Endzeit das Bürgerkriegschaos in Syrien voraus? /    2. Teil, Diskurs 1132

Die Große Trübsal - Gottes dritte und letzte Vernichtungswelle. /    3. Teil, Diskurs 1133


Roger Liebi (1958), schweizerischer Autor, der neben seiner Vortragstätigkeit in Europa, Afrika und dem Nahen Osten sowie zahlreichen Veröffentlichungen als Sprachwissenschaftler auch Hebräisch unterrichtet, hat am 25. 4. 2003 in München einen Vortrag über das Thema „Das Schicksal des Irak” gehalten. Er stützte sich dabei im wesentlichen auf sein Buch „Israel und das Schicksal des Irak”, in welchem er anhand der Aussagen über Babylon  in Jesaja, Kapitel 13 und 14 sowie Jeremia, Kapitel 50 und 51 den Zusammenhang zwischen diesen biblischen Prophezeiungen und dem Golfkrieg von 1991 gegen den Irak - das ehemalige Babylonien - nachzuweisen versucht.

Nachfolgend nun einige teilweise sehr interessante Aussagen des Autors sowohl aus diesem Buch als auch aus dem Vortrag mit anschließender Prüfung auf Plausibilität anhand der Bibel.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Das Schicksal des Irak / Buch RL00, Seite 60f)

Am 28. Februar 1991, am Tag als Kuweit City befreit wurde,  konnte die Welt sehen, was Jesaja schon längst in seiner Vision erblickt hatte: Als die Streitkräfte der Alliierten nach Kuweit City, in die Stadt des Emir Jaber es-Sabah zur Befreiung heranrückten, wurden sie durch die Kuweitis unter lautem Zurufen begrüsst. sie winkten ihnen zu, und überall sah man amerikanische und kuweitische Fahnen als Zeichen der Siegesfeier.

Die Befreier werden von Jesaja in den folgenden Versen (Jes 13,3-5) eindrücklich beschrieben. Gott selbst spricht:

„Ich, ich habe meine Geweihten entboten, ja, ich habe meine Helden gerufen zu meinem Zorngericht, meine stolz Frohlockenden.

Horch! Ein Lärm auf den Bergen wie von einem großen Volk!

Horch! Ein Kriegslärm von Königreichen versammelter Nationen!

Der HERR der Heerscharen mustert ein Kriegsheer, aus fernem Land kommen sie, vom Ende des Himmels - der HERR und die Werkzeuge seines Grimmes, um das ganze Land zugrunde zu richten.”


Wie zutreffend sind doch die Worte des Propheten Jesaja!

Wer die Golfkriegsbilder vom 28. Februar 1991 gesehen hat, weiss, wie „stolz frohlockend” die Alliierten in Kuweit City einmarschiert sind.

Aus über 30 Nationen hatten sich Soldaten zusammengetan, um gegen den Irak anzutreten. Der Kriegslärm dieser versammelten Nationen liess die ganze Welt aufhorchen.

Der Löwenanteil der Anti-Irak-Koalition kam aus den USA. Vom Irak aus gesehen, kamen sie tatsächlich „vom Ende des Himmels her”. Diese für die klassische hebräische Sprache typische Redewendung „vom Ende des Himmels her” (= von einem geographisch extrem weit entlegenen Gebiet), lässt sich auch auf viele weitere Armeekontingente aus dieser Koalition anwenden.

Die Verwüstungen, die die Alliierten im Irak angerichtet haben, lassen sich kaum beschreiben. Das ganze Land wurde buchstäblich zugrunde gerichtet. (...)

Die Verse 1-5 haben sich auf dramatische Weise im Golfkrieg von 1991 erfüllt. Dies war die erste Phase des Gerichts über Babylonien.

+) Der Auszug ist dem Buch „Israel und das Schicksal des Irak” von Roger Liebi, erschienen 1993 im Schwengler Verlag, CH 9442 Berneck (ISBN Nr. 3-85666-141-7) entnommen.



Vorerst einmal muss man dem Autor vorbehaltlos zustimmen: es ist äußerst bemerkenswert, wie genau diese Prophezeiungen des Jesaja aus dem Jahre 740 v. Chr. mit den tatsächlichen Ereignissen 2730 Jahre später - im Golfkrieg von 1991 zur Befreiung Kuwaits - übereinstimmen.

Nach 1991 wurde in den diesbezüglichen Diskussionen immer wieder darauf hingewiesen, dass man bei dieser Übereinstimmung der Ereignisse natürlich von Zufall sprechen kann oder davon, dass der Nahe Osten eben schon seit Tausenden von Jahren ein Unruheherd sei. Aber seitdem der Irak heuer - im Jahre 2003 - ein weiteres Mal von einem alliierten Heer angegriffen und besiegt wurde, hat diese Argumentationsrichtung einen gewissen Beweisnotstand.

Als objektiver Betrachter muss man sich nämlich fragen, wieso ausgerechnet dieses relativ kleine und - wenn man einmal von den Ölvorkommen absieht, welche es ja auch anderswo (Saudi Arabien) gibt, ohne dass deswegen gleich das Land bekriegt wird - also wieso dieses heute auch relativ unbedeutende Land immer wieder derartige internationale Reaktionen hervorruft.

Der von der jetzigen Anti-Irak-Koalition vorgebrachte Kriegsgrund - nämlich die angeblichen Massenvernichtungswaffen - konnte bis heute nicht lokalisiert werden. Die Nutzung der Ölvorkommen im Irak durch die USA und Großbritannien müssen - wenn überhaupt - unter der Kontrolle von UNO und OPEC erfolgen. Kalkuliert man die Kosten der Wiederinstandsetzung der irakischen Förderanlagen (etwa 2 Milliarden Dollar), welche im Krieg beschädigt oder zerstört wurden, wird sich hier für die Besatzer auch nicht das Geschäft entwickeln, welche die horrenden Kosten eines derartigen Krieges (1 Milliarde Dollar pro Kriegstag!) rechtfertigen würde. Und dann stellt sich natürlich auch die berechtigte Frage: wenn es hier um Massenvernichtungswaffen geht, wieso wurde nicht Nordkorea das Ziel einer solchen Aktion, wo es ja eingestandenermaßen derartige Aktivitäten gibt?

Bei der Beantwortung dieser Fragen könnte die Tatsache hilfreich sein, dass es beide Male die Amerikaner waren, welche die Initiative ergriffen haben und den „Löwenanteil”, wie es oben R. Liebi formuliert, des Kriegsheeres stellten. Nun weiß man aber, dass die Militärlobby - unterstützt von der Kriegsindustrie - seit jeher in der US-Administration ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Doch auch dieser Einfluss dürfte in Zeiten wie diesen, wo Amerika wieder ein Budgetdefizit in dreistelliger Milliardenhöhe hat, an absoluter Wertigkeit verloren haben.

Daraus ist aber auch schon erkennbar, welche Gruppen hier tatsächlich eine realistische Möglichkeit haben, auf die US-amerikanische Nahostpolitik wesentlichen Einfluss zu nehmen: es ist die Finanzwelt. Es sind u. a. auch die Rothschilds und ihre Entourage, welche nicht nur in allen internationalen Bankzentren ihre Bankhäuser haben, sondern auch als graue Eminenzen und oberste Hüter der FED (Federal Reserve Banks / Zentralbank, Notenbank) in der USA die finanziellen Spielräume für derartige Aktionen garantieren können.

In der Vergangenheit hat diese Bankengruppe von der Eastcoast durch ihre gewaltigen finanziellen Unterstützungen den Aufbau und die Organisation des Staates Israel vom Beginn des vorigen Jahrhunderts bis zur Staatengründung im Jahre 1948 unterstützt und ermöglicht. Neben Theodor Herzl, dem damalige Führer der zionistischen Bewegung, wird es heute auch diesen amerikanisch-jüdischen Financiers zugeschrieben, dass Israel entstehen konnte und weiterhin durch deren politischen Einfluss in den USA in jeder Hinsicht - mit u. a. jährlich etwa 3 Milliarden Dollars - unterstützt wird.

Ebenso wie nun David Ben Gurion, der damalige Staatspräsident Israels, 1948 die Gründung des Staates Israel als die von Gott verheißene und von den Propheten vorhergesagte Sammlung des Volkes Israel in sein Land gesehen und öffentlich verkündet hat, wäre es nun auch möglich, dass die Juden die Prophezeiungen ihrer Propheten auf den Untergang Babylons - zurecht - auf den Nachfolger Irak projizieren. Und wenn nun die Rothschilds auch ihre „Bücher der Kündung” (die Bücher der Propheten des Alten Testaments) gelesen haben, könnten sie ein Interesse daran haben, das nach fast 2000 Jahren wieder aufgebaute Israel von einer Vernichtung durch den „König von Babylon”, den Herrscher im Irak, den Feind aus dem Norden (Jer 4,5-6; 6,1-30) zu bewahren. Und das möglichst nicht erst, wenn dieser seinen Angriff gestartet hat, sondern sozusagen prophylaktisch, als Präventivkrieg, damit dieser gar nicht erst aufkommen kann.

Das könnte 1991 im ersten Krieg gegen den Irak - dem Golfkrieg - so gewesen sein und das könnte auch einer der Gründe sein, warum jetzt, 2003, ausgerechnet der Irak noch einmal - völkerrechtswidrig - angegriffen wurde.

Wenn man sich allerdings die Situation heute - 2 Monate nach der Erklärung von Präsident Bush am 1. Mai 2003, dass der Krieg nun beendet sei - ansieht, bekommt man doch ein etwas anderes Bild. Nicht nur, dass der Irak auch nach diesem zweiten Krieg nicht „zugrundegerichtet” wurde - wer die Situation in Bagdad kennt, weiß, dass die Verwüstungen in der Stadt durch die Plünderungen der irakischen Bevölkerung größer sind, als der Schaden, den der Krieg angerichtet hat! Es ist aber auch keinesfalls so, dass die „Babylonier” vernichtet worden wären. Im Gegenteil, die Besatzer haben immer mehr Mühe, die Wut und den Zorn der irakischen Bevölkerung im Zaum zu halten und sich vor Überfällen, Hinterhalten und Partisanenangriffen zu schützen. Derzeit sterben im Irak täglich neben etwa 15 Irakern auch 1-2 Amerikaner.

(Siehe auch das Interview mit Vidal Gore, Cousin von Al Gore, ehemaliger Vizepräsident der USA: „Die Amerikaner wollen keine Kriege”.)


Und dies ist nun der Punkt, wo sowohl vorschnelle christliche Bibelausleger als auch jüdisch-amerikanische Politstrategen einer Fehleinschätzung unterliegen könnten. Wenn wir schon die Propheten zitieren, dann sollten wir sie in vollem Wortlaut zitieren. Und hier sagt uns sowohl Jesaja als auch Jeremia, dass Babylon - also der Irak - noch das mächtigste Land der Welt werden wird. Und zweifelsohne sind diese Worte des Propheten Jesaja genauso zutreffend, wie der oben von R. Liebi zitierte Text. Im selben Kapitel heißt es nämlich:

Babel, der Zierde der Königreiche, der stolzen Pracht der Chaldäer

Jes 13,17 Siehe, ich erwecke gegen sie die Meder, die Silber nicht achten und an Gold kein Gefallen haben. 13,18 Ihre Bogen werden junge Männer niederstrecken, und über die Leibesfrucht werden sie sich nicht erbarmen, und der Kinder wegen werden sie nicht betrübt sein. 13,19 So wird es Babel, der Zierde der Königreiche, der stolzen Pracht der Chaldäer, ergehen wie nach der Umkehrung von Sodom und Gomorra durch Gott.

13,20 Nie mehr wird es bewohnt sein, und es bleibt unbesiedelt von Generation zu Generation. Und der Araber wird dort nicht zelten, und Hirten werden ihre Herden dort nicht lagern lassen. 13,21 Aber Wüstentiere werden dort lagern, und voller Eulen werden ihre Häuser sein. Strauße werden dort wohnen und Bocks-Dämonen dort tanzen. Jes 13,17-21;


Hier erkennen wir einmal, dass jenes Babel (Babylon), dessen Vernichtung hier prophezeit wird keinesfalls der Irak unserer Zeit sein kann. Der Irak war nicht „die Zierde der Königreiche” und nach dem Präventivkrieg der Alliierten wurde das Land nicht so verheert, dass dort keine Besiedlung mehr möglich wäre.

Der eingangs zitierte Autor erkennt diese Zusammenhänge recht genau, wenn er über den ersten Teil der Prophezeiung in Jes 13,3-5 schreibt:

„Dies war die erste Phase des Gerichts über Babylonien.”


Und auch er zitiert Jes 13,19-20 (siehe hier oben) und meint:

„Die Schlussphase des Gerichts über Babylonien wird zu einer totalen und endgültigen Verwüstung führen, die zur Folge haben wird, dass dieses Gebiet nicht mehr bewohnt sein wird.”


Dann heißt es jedoch: (S 61)

„Wie bereits im vorigen Kapitel ausgeführt, gibt es zwischen diesen zwei Phasen lediglich einen relativ kleinen zeitlichen Abstand. Es wird allerdings nirgends eine genaue Angabe über die zeitliche Differenz dieser beiden Phasen gemacht, dessen muss man sich sehr wohl bewusst sein.”


Und diese Einfügung ist nun sehr weise. Denn wenn wir bedenken, dass sich diese Interpretation ja auf den ersten Irak-Krieg, im Jahre 1991 bezieht, seitdem zwölf Jahre ins Land gezogen sind und nunmehr sogar noch ein weiterer Krieg im Irak stattgefunden hat, ohne dass man davon sagen könnte, dass dies nun diese zweite „Schlussphase” gewesen wäre, dann ist die Einschätzung eines „relativ kleinen zeitlichen Abstandes” doch etwas strapaziert.

Aber so ist es nun einmal mit den Prophezeiungen der Bibel: Sie treffen dann ein, wenn Gott es für richtig hält und nicht wie wir Menschen uns das so vorstellen. Man kann allerdings solchen Fehlern vorbeugen, indem man den gesamten Text analysiert und daraus realistische Schlussfolgerungen ableitet.

Wenn wir hier den Kontext genau betrachten, erkennen wir, dass es hier bei weitem nicht mit einem „relativ kleinen zeitlichen Abstand” getan sein wird. Wir müssen uns vor Augen halten, dass der Irak, die Wiege der Zivilisation der Welt (Sumerer), erst einmal „Zierde der Königreiche”, also so etwas wie schönster (mächtigster?) Staat auf Erden sein muss, damit allein die Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Prophezeiung gegeben sind. Wenn wir uns nun aber den Zustand des Landes heute ansehen, so müssen wir erkennen, dass jeder Krieg der gegen den Irak geführt wird, diese Zeitspanne - und damit letztlich auch die endzeitlichen Ereignisse für die ganze Welt - immer weiter hinausschiebt. Allerdings ist eines sicher: was immer Menschen unternehmen, die Erfüllung der göttlichen Prophezeiungen können hinausgeschoben jedoch nicht abgewendet werden.

Ähnlich ist es ja mit der Staatengründung Israels im Jahre 1948 gewesen. Theodor Herzl und die Rothschilds und auch Ben Gurion dachten, dass dies die von Gott verheißene Sammlung des Volkes Israel in sein Land sei. Sie hatten sich allerdings nicht die Mühe gemacht die Schriften ihrer Propheten im vollen Wortlaut zu lesen, sonst hätten sie erkannt, dass auch dort die Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Prophezeiung zu dieser Zeit nicht gegeben waren.

(Siehe auch den Diskurs 08: „Die Sammlung Israels: bereits seit 1948 oder erst in der Endzeit?”.)

Im Gegensatz zu seinem Vortrag, wo R. Liebi nur wenige Worte über Israel verloren hatte, widmet er diesem Thema in seinem Buch viel mehr Platz. So weist er ausdrücklich auf die schwere Zeit hin, welche Israel nach den Prophezeiungen des AT noch bevorsteht.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Israel im Spannungsfeld von Segen und Fluch / Buch Roger Liebi, Seite 77 +))

Auch die Zukunft des Volkes Israel entscheidet sich an seinem Verhältnis zum Messias Jesus.

Israel wird noch durch eine beispiellos schwierige und schreckliche Zeit gehen. Jeremia nannte diese Zeit „eine Zeit der Drangsal für Jakob” (Jeremia 30,7). Israel wird durch die arabische Welt noch in massivste militärische Bedrängnis gebracht werden. 2/3 der jüdischen Bevölkerung in Israel werden dabei ums Leben kommen! Das übrigbleibende Drittel wird aber durch die Wiederkunft des Messias Jesus vor der Totalvernichtung gerettet werden. (...)

Jerusalem ein Laststein.
Sacharja prophezeite, dass Jerusalem in der Zukunft im Mittelpunkt einer schrecklichen kriegerischen Eskalation stehen wird. In Sacharja 12,2 spricht Gott:

„Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Schale, die alle Völker ringsum betrunken macht.”


Der Zankapfel Jerusalem wird den arabischen Völkern, die um Israel herum leben, jegliches objektive Denken nehmen und sie aller nüchternen Überlegung berauben. In blindem Fanatismus werden sie auf Israel losstürzen.

+) Der Auszug ist dem Buch „Israel und das Schicksal des Irak” von Roger Liebi, erschienen 1993 im Schwengler Verlag, CH 9442 Berneck (ISBN Nr. 3-85666-141-7) entnommen.



Hier kann man dem Autor nur voll und ganz zustimmen. Und obwohl sich seine Argumentation ausschließlich auf das AT bezieht, haben wir auch im NT sowohl bezüglich Babylon (Off Kapitel 17 und 18), aber auch und insbesondere hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung in Israel und Jerusalem zumindest genau so konkrete Aussagen (Lk 21,20-24, Off 11,1-2). Israel wird - nicht zuletzt wegen seiner verfrühten Rückkehr zur Unzeit, im Jahre 1948 - nach der Schrift leider noch eine - die letzte - Vertreibung aus seinem Land und die Zerstreuung in der Welt durchmachen müssen.

(Siehe auch das Kapitel 02: „Die Eroberung und Zerstreuung Jerusalems”.)




Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man daher sagen, dass die zeitliche Komponente - sowohl im Vortrag, als auch im Buch - überbewertet wird. Der Beleg dafür ist der soeben von den Amerikanern als beendet erklärte zweite Krieg im Irak, welcher keineswegs jenes endgültige Ergebnis gebracht hat, welches der Autor für die „zweite Phase” prognostiziert hat.

Vom Inhaltlichen her jedoch sind seine Aussagen durchwegs bibelkonform und leisten - nach den unzähligen und eher unglaubwürdigen Versuchen, Babylon auf die katholische Kirche zu deuten - einen wohltuend realistischen Beitrag zum besseren Verständnis des großen und komplexen Themas „Babylon” in der Bibelexegese.