Diskurs 59 - Was sagt die Bibel wirklich über die Stellung der Frau in der Kirche/Gemeinde?




Hat die katholische Moraltheologie doch Recht? / Replik Benedikt Kromlechner 00, 2003-10-13

Kann eine Frau in der katholischen Kirche niemals Priester werden? / Replik Benedikt Kromlechner 01, 2003-11-06

Das biblische Anforderungsprofil für einen Priester und die Realität in den Kirchen.

Lauryn Hill bringt Vatikan in Aufruhr. / Aussendung APA, 2003-12-14.

Die Situation in den evangelischen Kirchen.

Die Situation in der katholischen Kirche.

Die Situation in den Gemeinden.

Die Frauen in den Amtskirchen.

Die Frauen als die wahren Träger der Kirche/Gemeinde.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Hat die katholische Moraltheologie doch Recht? / Replik BK00, 2003-10-13)

Ich bin ja mit Ihrer Argumentation in Bezug auf die katholische Kirche im Wesentlichen einverstanden. Jedoch mit Ihrer Unterstützung der Empfängnisverhütung verspielen Sie aber dann wieder die ganze Sympathie.

Sie haben nicht bedacht, dass zumindest die „Pille” - obwohl ein „nicht-invasiver Eingriff”, wie Sie meinen - bestimmte Körperfunktionen der Frau auf chemischem Wege beeinflusst und daher ebenso „invasiv” - und wie die katholische Moraltheologie richtig sagt - vom religiösen Standpunkt abzulehnen ist.

Benedikt Kromlechner B.Kromlechner@aol.com



Auf den ersten Seiten des Diskurses 55: „Warum lässt Gott das Leid zu?”, habe ich die Ansicht geäußert, dass das Verbot der Empfängnisverhütung durch Kondome oder die „Pille” für die katholischen Gläubigen u. a. deshalb nicht verständlich ist, weil die katholische Moraltheologie die „Knaus-Ogino-Methode” akzeptiert und daher für andere nicht-invasive Methoden, wie eben Kondom und die „Pille”, die Argumente fehlen.

Dennoch erklärt der österreichische Weihbischof für Salzburg, Prof. Dr. Andreas Laun, Moraltheologe der katholischen Kirche, zum Thema Kondome und anderer Verhütungsmittel:

„Auch für gute Ziele wie eine vernünftige, von der Kirche für gut und richtig gehaltene Empfängnisregelung um der Familie oder um der Bevölkerungsentwicklung willen soll man keine schlechten Mittel wie Kondome oder andere Verhütungsmittel einsetzen. Übrigens hat sich gezeigt, dass gerade für Entwicklungsländer die natürliche Empfängnisregelung (z.B. Knaus-Ogino / Anm.) besonders günstig ist, gerade auch für die Anerkennung der Frauen. Denn dabei ist der Mann gefordert, sich dem weiblichen Rhythmus unterzuordnen!”


Gerade in unserer heutigen Zeit, wo in weiten Teilen der Welt - insbesondere aber in Afrika - jeden Tag Hunderte Kinder sterben müssen, weil Katholiken (und Moslems) aus religiösen Gründen keine Kondome benützen und diese Kinder bei der Geburt durch ihre Mutter mit AIDS infiziert wurden, kommt aber diesem Thema nicht mehr nur bevölkerungspolitisch, sondern immer mehr auch gesundheitlich präventive Bedeutung zu.

Als Antwort auf den obigen Besucherkommentar habe ich dann weiter ausgeführt:

Wie der Autor des obigen Kommentars nun völlig richtig schreibt, werden durch die Einnahme der „Pille” bestimmte Körperfunktionen im weiblichen Körper beeinflusst:

Nach dem Eisprung (Ovulation) am Beginn der fruchtbaren Tage, wird in den Eierstöcken Progesteron hergestellt, ein Hormon, welches durch seine Anwesenheit die Heranreifung weiterer Eizellen (Doppelbefruchtung/zweieiige Zwillinge) und einen neuen Eisprung verhindert. Wurde das Ei nicht befruchtet, wird es nach etwa 28 Zyklustagen zusammen mit der Gebärmutterschleimhaut bei der Menstruationsblutung ausgeschieden. Das in der „Pille” enthaltene Gestagen - ein besser verträgliches, künstlich hergestelltes Ersatzhormon für dieses körpereigene Progesteron – wirkt genau wie dieses, verhindert jedoch durch seine Anwesenheit gleich den allerersten Eisprung. Da nun kein reifes Ei vorhanden und auch kein weiterer Eisprung möglich ist, kann also keine Befruchtung stattfinden.

Man kann daher bei dieser Methode keinesfalls von einem „invasiven Eingriff” sprechen, da dies nur auf chirurgische oder andere (minimal-invasive) Behandlungen - wie z. B. Akupunktur - zutrifft. Die daraus abgeleitete Ablehnung dieser Methode der Empfängnisverhütung müsste daher konsequenterweise auch jede andere Form der Behandlung mit Pharmaka, wie bei Kopfschmerz, Magenübersäuerung, etc. aus religiösen Gründen verwerfen.

Es stellt sich daher die umgekehrte Frage, ob die katholische Moraltheologie diese Zusammenhänge richtig bedacht oder aber, ähnlich wie beim Zölibat für Priester oder der Verweigerung des Weins für das Kirchenvolk beim Abendmahl, hier autoritäre und weltfremde Entscheidungen am grünen Tisch, ohne jede Kenntnis und Bezug zur Realität getroffen hat.

Auch und gerade als bibelgläubiger Christ kann man die Aussage des Kölner Kardinals Meissner:

„Eine Frauenordination ist ein ebensolcher Unsinn, wie der Wunsch von Männern, Kinder gebären zu können”


nur mit Verwunderung und Unverständnis zur Kenntnis nehmen. Wo es doch von unserem Herrn Jesus Christus in Jh 12,1-3 heißt:

Da nahm Maria ein Pfund Salböl und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren.

Jh 12,1 Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passa nach Betanien, wo Lazarus war, den Jesus aus den Toten auferweckt hatte. 12,2 Sie machten ihm nun dort ein Abendessen, und Marta diente; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch lagen. 12,3 Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt. Jh 12, 1- 3;


Wenn also unser Herr und Gott sich von einer Frau die Füße salben und anschließend mit ihren Haaren abtrocknen ließ, hat selbst der Papst in Rom - geschweige denn der Kardinal in Köln - den Dienst der Frauen an unserem Herrn und seinem Gottesvolk nicht in Frage zu stellen.



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Kann eine Frau in der katholischen Kirche niemals Priester werden? / Replik BK01, 2003-10-13)

In der Katholischen Kirche bedeutet „Ordination” die Priesterweihe. Und die Priester als Diener Gottes, versehen auch ihren Dienst als Hirten des Gottesvolkes. Und in dieser Eigenschaft sind sie auch und insbesondere Lehrer für das Kirchenvolk.

Und wie Sie als Bibelkenner sicherlich wissen werden, gebietet Paulus in 1. Tim 2,12: „Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren”. Es ist also auch vom biblischen Standpunkt aus einer Frau verboten zu lehren und daher kann eine Frau in der katholischen Kirche niemals Priester werden. Genau diesen Standpunkt vertritt die Katholische Kirche und auch Kardinal Meissner. Dies im Gegensatz zu den evangelischen Kirchen, welche trotz der oftmals beteuerten Bibelnähe diese Aussage des Paulus wie es scheint vollkommen übergehen und Frauen nicht nur zum Priester- sondern sogar auch zum Bischofsamt zulassen.

Benedikt Kromlechner B.Kromlechner@aol.com



Diese Replik von B. Kromlechner hat mich nun veranlasst, diese gesamte Problematik in diesem eigenen Diskurs zu behandeln. Zuerst wollen wir uns jene Schriftstelle ansehen, welche der Kommentator zitiert und einige weitere, welche diese Auffassung bestätigen.

Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen.

1Tim 2,11 Eine Frau lerne in der Stille in aller Unterordnung. 2,12 Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen, sondern ich will, daß sie sich in der Stille halte, 2,13 denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva; 2,14 und Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung. 2,15 Sie wird aber durch das Kindergebären hindurch gerettet werden, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit mit Sittsamkeit. 1Tim 2,11-15;


Die Frauen sollen in den Gemeinden schweigen, sie sollen daheim ihre eigenen Männer fragen.

1Kor 14,33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Wie es in allen Gemeinden der Heiligen ist, 14,34 sollen die Frauen in den Gemeinden schweigen, denn es wird ihnen nicht erlaubt, zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. 14,35 Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für eine Frau, in der Gemeinde zu reden. 1Kor 14,33-35;


Das biblische Anforderungsprofil für einen Priester und die Realität in den Kirchen.

Hier gibt es scheinbar deutliche Aussagen des Paulus in Bezug auf die Rolle der Frau in der Gemeinde. Bevor wir uns aber gerade mit diesem Thema befassen, wollen wir einmal die Rolle des Mannes beleuchten. Und zwar jenes Mannes, welchen Paulus im Zusammenhang mit derartigen Weisungen im Auge hatte.

Der Aufseher muß untadelig sein als Gottes Verwalter, der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält.

Tit 1,5 Deswegen ließ ich dich in Kreta zurück, damit du, was noch mangelte, in Ordnung bringen und in jeder Stadt Älteste einsetzen solltest, wie ich dir geboten hatte, 1,6 wenn jemand untadelig ist, Mann einer Frau, gläubige Kinder hat, die nicht eines ausschweifenden Lebens beschuldigt oder aufsässig sind. 1,7 Denn der Aufseher muß untadelig sein als Gottes Verwalter, nicht eigenmächtig, nicht jähzornig, nicht dem Wein ergeben, nicht ein Schläger, nicht schändlichem Gewinn nachgehend, 1,8 sondern gastfrei, das Gute liebend, besonnen, gerecht, heilig, enthaltsam, 1,9 der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen. Tit 1, 5- 9;


Die hier von Paulus genannten „Ältesten” sind gleichzusetzen mit den Priestern unserer Zeit, also mit Pfarrern und Pastoren von katholischen bzw. evangelischen Kirchen. Somit ist der Text aus Tit 1,5-9 ein gerafftes Anforderungsprofil für jene Leute, welche mit dieser Aufgabe betraut werden sollten.

Und hier haben wir einmal die Forderung, dass der Älteste, also der Priester, „Mann einer Frau” sein sollte. Dies ist aber nun zumindest bei den katholischen Priestern infolge des Zölibatsgebotes gar nicht möglich. Die Argumentation der katholischen Seite, dass dies ja nur eine Kann-Bestimmung sei, entbehrt jeder Logik. Denn gerade ein Ältester, ein Priester, muss in der Lage sein, die Probleme der ihm anvertrauten Geschwister zu verstehen und ihnen auch mit Rat aus seiner eigenen Lebenserfahrung beizustehen. Nachdem die katholischen Priester aber gerade diese Erfahrung in ihrem Leben nicht gemacht haben, sind sie per se unfähig, diese Aufgabe zu erfüllen.

Wie in vielen anderen Zusammenhängen auch, hat die katholische Kirche hier in ihrer Überheblichkeit aus eigenem, menschlichen Gutdünken für ihren Klerus Regeln aufgestellt, welche nicht nur von diesen Menschen gar nicht erfüllt werden können, sondern auch von der Bibel gar nicht gefordert werden. Im Gegenteil, in seinem ersten Brief an Timotheus warnt uns Paulus davor, dass Lügner kommen werden, welche verbieten zu heiraten.

Die Heuchelei von Lügenrednern, die verbieten, zu heiraten.

1Tim 4,1 Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen achten, 4,2 durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind, 4,3 die verbieten, zu heiraten, und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat zur Annahme mit Danksagung für die, welche glauben und die Wahrheit erkennen. 4,4 Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird; 1Tim 4, 1- 4;


Vom Priester/Ältesten, wie ihn Paulus fordert heißt es dann weiter, oben in Tit 1,9, er muss jemand sein, „der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen”. Und nun höre man sich doch die „Lehre”, also die Predigten in den katholischen und evangelischen Kirchen an. Man hört eine ganze Menge aus Geschichte, Psychologie, Sozial- und Gesellschaftspolitik, aber von Jesus Christus und seinem stellvertretenden Opfer hört man meist nichts. Ein katholischer Priester, der seinen Dienst bereits über 30 Jahre versieht, hat vor einiger Zeit geschrieben:

„Jesus ist nicht Mensch geworden und am Kreuz gestorben, um uns mit Gott zu versöhnen (...) das ist mittelalterliche Theologie, die so heute nicht mehr gesehen und verkündet wird. (...) Der Kreuzestod Jesu hat nichts mit einer blutigen Genugtuungsforderung eines juridisch ‘gerechten’ Gottes zu tun, im Gegenteil! Das Kreuz zeigt auf, wie der Mensch ist und wie Gott ist. (...) Jesus ist Mensch geworden, um uns Davongelaufene zu Gott zurückzuführen, um Wegweiser zu Gott zu sein. (...) Weil die Menschen diesen Weg nicht gehen wollten, haben   s i e   ihn ans Kreuz geschlagen.”


Und er meint damit, dass es der Weg des Menschen wäre, am Kreuz zu sterben, wie Jesus Christus, damit er gerecht und Gott wohlgefällig sein könnte. Und weil die Menschen diesen „Weg” nicht gehen wollten, haben sie aus Neid und Hass Jesus Christus ans Kreuz geschlagen. Diese Erkenntnis hat er auch aus dem Buch des katholischen Kardinals Joseph Ratzinger, „Einführung in das Christentum” (sic!), gewonnen, welches er dann mit der Aussage zitiert: „(...) dass ein wirklich gerechter Mensch ein Leidender und Verfolgter sein muss.”

(Siehe auch den Diskurs 30:„Warum musste Jesus am Kreuz sterben?”.)

So sieht also die „gesunde Lehre” aus, mit welcher heute Priester und besonders oberste kirchliche Würdenträger, wie der Vorsitzende der katholischen Glaubenskongregation und Dogmatiker Kardinal Joseph Ratzinger die katholischen Gläubigen „ermahnen”. Dabei muss uns bewusst sein, dass dies ein - wenn auch nicht glaubensmäßig, so doch intellektuell - eher hochstehender Vortrag war, gegenüber dem Gelaber, das man sonst bei Predigten in den diversen Amtskirchen zu hören bekommt.

Aber es es ja nicht erstaunlich, dass diese Auffassung gerade von Ratzinger vertreten wird. Genau dies ist ja der Unterschied zwischen Katholizismus und Christentum. Im Katholizismus versucht man durch Werke und eigenes, absichtliches Leiden ein „Konto” im Himmel anzulegen, womit man dann meint vor Gott das Recht auf Rettung erworben zu haben. Doch so lehrt das die Schrift nicht. Die Rettung in Jesus Christus erfolgt nicht durch irgendwelche Leistungen - welcher Natur auch immer - sondern aus Gnade durch die Annahme des Loskaufopfers unseres Herrn am Kreuz. Und das ist für uns umsonst, völlig kostenlos. Wir müssen es nur persönlich und bewusst annehmen, das ist alles. Haben wir es jedoch einmal angenommen, dann brennt unser Herz, um uns dafür zu bedanken. Wir haben Acht auf jede Gelegenheit, welche uns Gott schickt, um ihm dienen zu können. Wir bemühen uns das weiterzugeben, was wir selbst erhalten haben. Und zwar ebenfalls umsonst und kostenlos! Das ist der wahre Glaube, das ist die wahre Liebe zu unserem Herrn.

Doch gehen wir weiter in der schriftbasierten Beurteilung der heutigen „Hirten” des Volkes Gottes. In seinem ersten Brief an Timotheus kommt Paulus auch auf die „Gesetzeslehrer” zu sprechen:

Sie wollen Gesetzeslehrer sein und verstehen nichts, weder was sie sagen noch was sie fest behaupten.

1Tim 1,7 Sie wollen Gesetzeslehrer sein und verstehen nichts, weder was sie sagen noch was sie fest behaupten. 1,8 Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht, 1,9 indem er dies weiß, daß für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für Heillose und Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Mörder, 1,10 Unzüchtige, Knabenschänder, Menschenhändler, Lügner, Meineidige, und wenn etwas anderes der gesunden Lehre entgegensteht, 1,11 nach dem Evangelium der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut worden ist. 1Tim 1, 7-11;


Hier oben, in 1Tim 1,7-11, schreibt Paulus über jene Dinge und Personen, welche „der gesunden Lehre entgegenstehen” und nennt unter anderem „Knabenschänder”. Es versteht sich von selbst, dass Paulus hier nicht nur jene Personen verurteilt, welche derartige Abartigkeiten praktizieren, sondern natürlich auch jene Ältesten in den Gemeinden, welche das dulden. Und er sagt von solchen Gesetzeslehrern, dass sie nichts verstehen, weder was sie sagen, noch was sie fest behaupten. Auf die hier oben, in 1Tim 1,10 angesprochenen Knabenschänder geht Paulus dann auch in seinem ersten Schreiben an die Korinther näher ein:

Oder wißt ihr nicht, daß Knabenschänder das Reich Gottes nicht erben werden?

1Kor 6,9 Oder wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lustknaben, noch Knabenschänder, 6,10 noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. 1Kor 6, 9-10;

Solche „Knabenschänder” werden also nach Paulus das Reich Gottes nicht erben. Und nun muss man wissen, dass es in den vergangenen Jahren in Österreich einen (bereits verstorbenen) Kardinal gegeben hat, Kardinal Groer, welcher eindeutig von seinen - nunmehr schon erwachsenen - Opfern des sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt wurde. Er hat sich zu diesem Vorwurf nie geäußert und die katholische Kirche hat es nie für notwendig erachtet, diesen Mann vor Gericht zu stellen. Im Gegenteil, er wurde nach diesen Vorfällen vom Bischof zum Kardinal befördert.

In den USA wurde erst in diesen Tagen ein katholischer Priester rechtskräftig verurteilt, dem weit über 100 Kindesmissbräuche nachgewiesen werden konnten. Sein vorgesetzter Bischof wusste jahrelang davon, hat geschwiegen und den Mann immer nur in eine andere Pfarrei versetzt, anstatt ihn hinauszuwerfen und anzuzeigen. Erst jetzt hat eine Sammelklage aller Eltern der von diesem katholischen Pfarrer missbrauchten Kinder den Mann für schuldig befunden und über die katholischen Kirche der USA eine Geldstrafe in der Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages in Dollar verhängt.

Dabei kann man davon ausgehen, dass diese zwei Fälle nur die Spitze des Eisbergs sind. Solche Praktiken gibt es in der katholischen Kirche und in ihren Klöstern und Klosterschulen aller Wahrscheinlichkeit nach schon seit Jahrhunderten, ohne dass sich die missbrauchten Kinder und ihre Eltern gegen diese „heiligen” Männer vorzugehen wagten. Das sind also die „Lehrer” der katholischen Gläubigen: Sie werden zwar nach der Schrift das Reich Gottes nicht erben, aber sie lehren und predigen und segnen und feiern Messen. Unglaublich!

Es ist daher auch äußerst bewundernswert, dass es eine Frau war - die 28-jährige bekennende Katholikin und amerikanische Sängerin Lauryn Hill - welche in diesen Tagen den Mut aufbrachte, dieser Männerclique im Vatikan die Leviten zu lesen:


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Lauryn Hill bringt Vatikan in Aufruhr / Appell gegen Pädophilie bei Weihnachtskonzert in Rom, 13. 12. 2003+))

Rom - Die amerikanische Hiphop-Sängerin Lauryn Hill hat den Vatikan mit einem Appell gegen Pädophilie geschockt, den sie am Samstagabend bei dem traditionellen Weihnachtskonzert in dem Saal Paul VI verlesen hat. Vor ihrem Auftritt vor 7.500 Zuschauern, darunter mehrere Kardinäle und Bischöfe, verlas die mehrfache Grammy-Gewinnerin einen selbst geschriebenen Text gegen die Plage der pädophilen Priester in der katholischen Kirche, der die Anwesenden zutiefst entrüstete.

„Ich bin nicht hier, um wie Sie die Geburt Christi zu feiern, sondern um Sie zu fragen, warum Sie an diesem Platz nicht seinen Tod betrauern. Der Heilige Gott war Zeuge der Verderbtheit in ihren Führungsreihen, der Ausbeutung und der Missbräuche, die noch das Geringste sind, welches man dem Klerus nachsagen kann. Es gibt keinen erklärbaren Grund, warum man die Kirche entschuldigen sollte”

sagte die 28-jährige Künstlerin mit bebender Stimme.

„Meine Worte werden einige von Ihnen verletzen. Was soll man aber von jenen Familien sagen, die von den Menschen verraten wurden, an die sie glaubten? Was kann man über jene Kinder sagen, welche im Körper und im Geist missbraucht wurden?”

fragte die Künstlerin vor dem versteinerten Publikum.

„Es ist ein Fehler, Menschen zu verehren, wenn wir zu Gott beten sollten. Ich glaube nicht an die Vertreter Gottes auf Erden. Ich glaube nur an Gott. Die Menschen sündigen und sie sind verantwortlich für Verdorbenheit”


betonte die Sängerin. Ihre Worte lösten entrüstete Reaktionen aus. Einige Kardinäle verließen aus Protest den Saal. Cristina Parodi, Moderatorin des Abends, der vom privaten TV-Kanal Canale 5 hätte übertragen werden sollen, entschuldigte sich bei den Anwesenden. Canale 5, im Besitz des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi, wird sehr wahrscheinlich bei der Übertragung des Konzerts Hills Appell auslassen.

Dabei hatte der Vatikan keine Zweifel gehabt, die bekennende Katholikin Hill zum Weihnachtskonzert einzuladen. Im Leben des US-Stars, die mit Bob Marleys Sohn Rohan Marley verheiratet ist, spielt der Glaube an Gott eine wichtige Rolle. „Ich ehre und liebe Gott. Er ist mit allem verbunden, was ich tue”, sagte Hill kürzlich. Für ihr erstes Solo-Album „The Miseducation of Lauryn Hill” erhielt sie fünf Grammys, so viele wie keine Frau vor ihr. Als Sängerin wurde Lauryn Hill 1993 mit der Rap-Band Fugees bekannt.

+)Dieser Artikel ist eine Aussendung der Austria Presse Agentur (APA) vom 14. 12. 2003.


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http://www.laurynhill.com



Und die Reaktion des Vatikan? Reue? Schuldbekenntnis? Vielleicht gar eine Entschuldigung? - Keine Spur!

Bischof Rino Fisichella, der das Konzert organisiert hatte, beschuldigte die Sängerin, den Zuschauern die Weihnachtsstimmung ruiniert zu haben. Er meinte:

„Hills Verhalten war einfach verwerflich. Statt zu singen, hat sie eine Rede gehalten. Sie hat das Vertrauen der Personen verraten, die sie eingeladen hatten. Ihre Ungezogenheit ist offensichtlich”.


Das Vertrauen der vielen, vielen katholischen Eltern und Kinder, welche die Kinderschänder innerhalb des katholischen Klerus' verraten haben und deren Verhalten nicht nur verwerflich, sondern ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, hat der Bischof nicht erwähnt. Auch nicht die Tatsache, dass gerade wegen derartiger Ausschweifungen der Amtskirchen, der christliche Glaube von den Menschen gelästert wird.

Die falschen Lehrer, um deren Ausschweifungen willen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird.

2Ptr 2,1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die verderbenbringende Parteiungen heimlich einführen werden, indem sie auch den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen. Die ziehen sich selbst schnelles Verderben zu. 2,2 Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, um derentwillen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird. 2,3 Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten kaufen; denen das Gericht seit langem schon nicht zögert, und ihr Verderben schlummert nicht. 2Ptr 2, 1- 3;


Die Situation in den evangelischen Kirchen.

Nun könnte man meinen, dass hier die evangelischen Kirchen besser seien - doch weit gefehlt. Nicht nur, dass man europaweit in fast allen protestantischen Denominationen die „Heirat” von homosexuellen Paaren zugelassen hat, wurde erst kürzlich ein bekennender Homosexueller in den USA zum Bischof geweiht. In der Anglikanischen Kirche wurde der 56-jährige Gene Robinson im US-Bundesstaat New Hampshire von der Episkopal-Kirche in Amt und Würden erhoben. Dieser Mann war mehr als zehn Jahre mit einer Frau verheiratet, von der er sich vor einigen Jahren getrennt hat und hat eine erwachsene Tochter. Solche Männer, welche den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen haben und in ihrer Wollust zueinander entbrannt sind, indem sie Männer mit Männern Schande getrieben haben, beschreibt auch Paulus im Römerbrief:

Sie sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie Männer mit Männern Schande trieben.

Röm 1,22 Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden 1,23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren. 1,24 Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, 1,25 sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen. 1,26 Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt, 1,27 und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst. Röm 1,22-27;


Bezeichnenderweise schreibt Paulus von diesen Leuten auch

Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden (...) sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt haben.


Und nun befiehlt aber Paulus den Frauen, sich den Männern in allem unterzuordnen:

Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem.

Eph 5,21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, 5,22 die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn! 5,23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, er als der Heiland des Leibes. 5,24 Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem. 5,25 Ihr Männer, liebt eure Frauen! wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat. Eph 5,21-25;


Wenn sich daher die Frau des oben erwähnten Bischofs ihrem homosexuellen Mann in allem - also z. B. auch in Lehrfragen - unterordnen würde, wäre sie zumindest ebenso zu verurteilen wie ihr Mann. Und hier wird nun klar: dies hat Paulus ganz gewiss nicht gewollt. Ebenso, wie sich alle rechtgläubigen Männer von solchen „Lehrern” distanzieren und ihre Vorgehensweise verurteilen müssen, muss dies natürlich auch jede rechtgläubige Frau tun. Jeder aber, der hier verlangt, dass sich Frauen derartigen Männern (Kinderschändern, Homosexuellen) unterordnen müssen, führt den Vergleich des Paulus oben, in Eph 5,22: „Wie die Gemeinde sich Christus unterordnet” ad absurdum und pervertiert damit die Schrift.

Und die Aufforderung des Paulus oben, in Eph 5,25: „Ihr Männer, liebt eure Frauen!” ist daher nach der obigen Argumentation auch in vierfacher Hinsicht zu interpretieren:

1. Ihr Männer liebt eure Frauen! Also nehmt euch Frauen und liebt sie, und versucht nicht auf abartige Weise ohne Frauen zu leben. Das ist wider dem Willen Gottes und rächt sich am Ende.

2. Ihr Männer liebt eure Frauen! Also behandelt sie nach dem Verfliegen der ersten Begeisterung und beim Auftreten der Alltagsprobleme nicht als lästigen Ballast.

3. Ihr Männer liebt eure Frauen! Also nicht andere Frauen und noch weniger die Frauen anderer Männer, sondern eure eigenen Frauen, zu welchen ihr euch einmal bekannt habt.

4. Ihr Männer liebt eure Frauen! Und nicht irgendwelche Männer.


Wie wir nun weiter oben, in Tit 1,5-9 gesehen haben, sind für Paulus gläubige Brüder dann befähigt, das Amt eines Ältesten und Lehrers - also eines Priesters - auszuüben, wenn sie folgende Eigenschaften mitbringen:

„Deswegen ließ ich dich in Kreta zurück, damit du, was noch mangelte, in Ordnung bringen und in jeder Stadt Älteste einsetzen solltest, wie ich dir geboten hatte,

-  wenn jemand untadelig ist,
-  Mann einer Frau,
-  gläubige Kinder hat, die nicht eines ausschweifenden Lebens beschuldigt oder aufsässig sind.
-  Denn der Aufseher muss untadelig sein als Gottes Verwalter,
-  nicht eigenmächtig,
-  nicht jähzornig,
-  nicht dem Wein ergeben,
-  nicht ein Schläger,
-  nicht schändlichem Gewinn nachgehend,
-  sondern gastfrei,
-  das Gute liebend,
-  besonnen,
-  gerecht,
-  heilig,
-  enthaltsam,
-  der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden    Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen.”


Auch Petrus führt in seinem ersten Brief einige Eigenschaften auf, welche die Ältesten der Gemeinde aufweisen müssen:

Hütet die Herde Gottes, die bei euch ist, indem ihr Vorbilder der Herde werdet!

1Ptr 5,1 Die Ältesten unter euch nun ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden des Christus und auch Teilhaber der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll: 5,2 Hütet die Herde Gottes, die bei euch ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, Gott gemäß, auch nicht aus schändlicher Gewinnsucht, sondern bereitwillig, 5,3 nicht als die, die über ihren Bereich herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet! 1Ptr 5, 1- 3;


Das sind also nach der Schrift die echten Lehrer des Evangeliums. Das sind die wahren Diener unseres Gottes. Jeder, der in unseren heutigen Kirchen und Gemeinden als Hirte, also als Priester oder Ältester, über die Herde gesetzt ist und ein Lehramt ausübt, muss diesen Kriterien entsprechen. Wer diese Vorgaben nicht erfüllt, hat kein Recht, von gläubigen Geschwistern - seien es nun Männer oder Frauen - zu verlangen, dass sie sich ihm unterordnen. Im Gegenteil, wenn so ein Mann nicht soviel Selbsterkenntnis hat, um sein Amt von sich aus zurück zu legen, sollte ihn die Gemeinde aufgrund von zwei oder drei Zeugen in einem ernsten Gespräch die Tür weisen.

Bei der tatsächlichen Umsetzung einer derartigen Vorgangsweise steht allerdings zu befürchten, dass - speziell in den Amtskirchen - ein Großteil der Priester ausgetauscht werden müsste. Es ist eine Schande und ein großer Schaden am Volk Gottes, dass wir heute in diesem heiligen Amt Personen haben, welche teilweise noch nicht einmal die Bibel kennen (siehe oben), geschweige denn den wahren Kern des Evangeliums verstanden haben.

Die Situation in der katholischen Kirche.

Zur Unfähigkeit der Priester kommt die falsche Lehre in den Amtskirchen. Speziell die katholische Kirche mit ihrer „Tradition” (die Überlieferung der Menschen) und der Irrlehre von der „Gottesmutter” und „Himmelskönigin” Maria. Die diversen Marienerscheinungen in Medjugorje verkündeten in einer Serie von öffentlichen Botschaften von 1981 bis in die 90er Jahre die bekannte Botschaft:

Ich bin die Mittlerin zwischen euch und Gott”.

(Aus: „Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria - Vollständige Dokumentation durch zwei Jahrtausende” von G. Hierzenberger und O. Nedomansky. Aschaffenburg: Pattloch/1993).

Nachdem unser Herr Jesus Christus von sich sagt:

Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6;


und Paulus bestätigt:

Einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus.

1Tim 2,5 Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, 2,6 der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. 1Tim 2, 5- 6;


und uns ausdrücklich davor warnt:

Seht zu, daß niemand euch einfange durch Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen.

Kol 2,8 Seht zu, daß niemand euch einfange durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß! 2,9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; 2,10 und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht. Kol 2, 8-10;


sind diese Behauptungen der katholischen Kirche und ihres Götzen „Maria” eindeutige Lügen und verfolgen ausschließlich den Zweck, die Gläubigen vom wahren Weg, von der Rettung durch ihren Heiland Jesus Christus abzuhalten.

(Siehe auch den Diskurs 52: „Kann das Wirken Marias die Prophezeiungen der Bibel auf die Endzeit abwenden?”.)


Bereits im Konzil von Ephesus (431) wurde in der katholischen Kirche die Anbetung der Maria als „Mittlerin”, und der Gebrauch des Ausdruckes „Mutter Gottes”, der auf sie angewandt wird, beschlossen. Diese Lehre wurde von Papst Pius XI. noch 1500 Jahre später, nämlich 1931, bestätigt! Das Dogma von der unbefleckten Empfängnis der Maria – das meint, dass Maria von ihrer Mutter (!!), der Anna, ohne Erbsünde empfangen wurde – wurde von Papst Pius IX. im Jahre 1854 zum Dogma erhoben. Diese herbeigeführte Ähnlichkeit mit der Geburt des Herrn Jesus wurde dann noch vervollständigt, als Papst Pius XII. im Jahre 1950 erklärte, dass auch Maria in den Himmel aufgefahren sei und diese Ansicht – sichtlich aufgrund seiner „Unfehlbarkeit” - zum Dogma erhob.

Ähnlich wie die Heilige Schrift ihres alleinigen Anspruchs als göttliche Offenbarung durch die menschliche „Tradition” der katholischen Kirche beraubt wurde, wurde auch hier der Anspruch des Sohnes Gottes als alleiniger Mittler zwischen Gott und den Menschen durch eine „Mittlerin” ersetzt.

Alle diese und manche andere Erfindungen der katholischen Kirche - Gebete zu „Heiligen” (=Totenkult!!), Abendmahl ohne Wein für die Gläubigen, Kindertaufe, Fegefeuer, Reliquienverehrung etc. - widersprechen ganz eindeutig der von Paulus, oben in Tit 1,9, geforderten Voraussetzung für die Tätigkeit eines Ältesten und Lehrers, von dem er fordert, dass er

„an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen”.


Nachdem Papst Pius IX. im Jahre 1870 das Dogma von der „Unfehlbarkeit” des Papstes verkündet hat, würden nun derartige Irrtümer der Kirche – ob vorher oder nachher – diesem Dogma widersprechen und dürfen daher nach katholischer Glaubenslehre nicht angezweifelt werden.

Und obwohl es in der Vergangenheit immer wieder Männer und Frauen gegeben hat, welche gegen diese falschen Lehren aufgestanden sind - und das oftmals mit dem Leben bezahlt haben (Inquisition, Gegenreformation) - wurde bis heute daran nichts geändert. Im Gegenteil, der oben zitierte Kardinal Ratzinger hat erst unlängst in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Katholischen Glaubenskongregation - eine Einrichtung, welche sich noch bis vor Kurzem „Heiliges Offizium” nannte und seinerzeit für die Tausenden von hingerichteten rechtgläubigen Christen im Zuge der katholischen Inquisition verantwortlich war - in der von ihm so genannten „Erklärung Dominus Jesus” die Behauptung aufgestellt:

Die katholische Kirche ist die einzige allein das Heil vermittelnde Kirche

und hat damit sämtlichen anderen christlichen Kirchen die Existenzberechtigung abgesprochen. Die Beteuerung vieler katholischer Gemeinschaften, dass sie „die Förderung der Einheit unter den Christen und die Erneuerung von Kirche und Gesellschaft” wollten, meint daher in Wahrheit eine Zwangsvereinigung (Ökumene) aller christlichen Denominationen unter der Herrschaft der katholischen Kirche und eine Erneuerung von Kirche und Gesellschaft mit dem Ziel, den katholischen Papst als Oberhaupt möglichst aller Religionen weltweit einzusetzen.

(Siehe auch den Diskurs 32: „Kommentar zur Erklärung 'Dominus Jesus' der katholischen Glaubenskongregation”.)


Wie aus der bisherigen Argumentation ersichtlich, haben die „Lehrer” der katholischen Kirche, diese im Laufe von fast 2000 Jahren zu einer götzendienerischen und machtgierigen Männersekte mit pädophiler Schlagseite ausgebaut. Damit sehen wir hier die Prophezeiungen des Petrus in seinem zweiten Brief erfüllt, wo er sagt:

Es werden aber unter euch falsche Lehrer sein, die Jesus Christus, der sie erkauft hat, verleugnen.

2Ptr 2,1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die verderbenbringende Parteiungen heimlich einführen werden, indem sie auch den Gebieter, der sie erkauft hat, verleugnen. Die ziehen sich selbst schnelles Verderben zu. 2,2 Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, um derentwillen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird. 2,3 Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten kaufen; denen das Gericht seit langem schon nicht zögert, und ihr Verderben schlummert nicht. 2Ptr 2, 1- 3;


Und wenn daher der Kölner Kardinal Meissner den Frauen seiner Kirche zuruft:

„Eine Frauenordination ist ein ebensolcher Unsinn, wie der Wunsch von Männern, Kinder gebären zu können”

und sich dabei auf das biblische Lehrverbot und das Gebot der Unterordnung der Frau unter dem Mann beruft, darf man sich nicht wundern, wenn ihm manche dieser Frauen antworten:

„Tatsächlich bekommt eher ein Kardinal ein Kind, als dass wir uns diesem katholischen Klerus unterordnen”.


Doch nur wenige Frauen in der katholischen Kirche haben tatsächlich den Mut, ihre Meinung auch offen zu vertreten. So hat die katholische Frauenbewegung in Österreich zwar in ihren Leitlinien die Aussage:

„6) Die kfb (katholische Frauen Bewegung/Anm.) unterstützt Frauen, die Vielfalt ihrer Begabungen und Interessen zu entdecken und weiterzuentwickeln, Frauen werden ermutigt, ihre Fähigkeiten in Familie, Wirtschaft, Politik und Kirche einzusetzen.”


Wenn es aber darum geht, den Klerus ihrer Kirche auf Fehler in Lehre und Praxis hinzuweisen, ist eher eine weit verbreitete Mutlosigkeit festzustellen.

Und das scheint nun auch der springende Punkt in der immer wieder aufgeworfenen Frage: „Sollen Frauen in das Lehramt der Kirche?” zu sein. Wenn Paulus in 1Tim 2,12 sagt:

„Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen, sondern ich will, daß sie sich in der Stille halte”

und in 1Kor 14,33-34:

„Wie es in allen Gemeinden der Heiligen ist, sollen die Frauen in den Gemeinden schweigen”

so geht er natürlich davon aus, dass in diesen Gemeinden die gesunde, zuverlässige, biblische Lehre von Männern gelehrt wird, die „an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhalten”. Von jenen allerdings, die von der gesunden Lehre abweichen und Irrlehren verbreiten sagt der Herr selbst:

Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm!

Lk 17,3 Habt acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm! 17,4 Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht: Ich bereue es, so sollst du ihm vergeben. Lk 7,. 3- 4;

Und auch Paulus schreibt in seinem ersten Brief an den Timotheus:

Die da sündigen, weise vor allen zurecht, damit auch die übrigen Furcht haben!

1Tim 5,19 Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer bei zwei oder drei Zeugen! 5,20 Die da sündigen, weise vor allen zurecht, damit auch die übrigen Furcht haben! 5,21 Ich bezeuge eindringlich vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln, daß du diese Dinge ohne Vorurteil befolgen und nichts nach Gunst tun sollst. 1Tim 5,19-21;


Doch wenn sich nun in der katholischen Kirche keine Männer finden, welche diese unverzichtbare Aufgabe wahrnehmen wollen, kann es - auch aus biblischer Sicht - keine Frage sein, dass natürlich auch Frauen diese Verantwortung wahrnehmen müssen, wie das dankenswerterweise die oben zitierte bekennende Katholikin Lauryn Hill am 13. 12. 2003 im Vatikan getan hat. Noch dazu, wo sich die Verpflichtung der Frauen zur Unterordnung in allen zitierten Texten ausschließlich auf die eigenen Männer bezieht. Ebenso, wie Paulus den Ephesern oben, in Eph 5,21-22, gebietet: „Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn!”, sagt er auch den Kolossern:

Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt!

Kol 3,18 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt! 3,19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie! 3,20 Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem! Denn dies ist wohlgefällig im Herrn. 3,21 Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, damit sie nicht mutlos werden! 3,22 Ihr Sklaven, gehorcht in allem euren irdischen Herren, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn fürchtend! 3,23 Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, 3,24 da ihr wißt, daß ihr vom Herrn als Vergeltung das Erbe empfangen werdet; ihr dient dem Herrn Christus. 3,25 Denn wer unrecht tut, wird das Unrecht empfangen, das er getan hat; und da ist kein Ansehen der Person. Kol 3,18-25;


Und auch Petrus fordert in seinem ersten Brief die Frauen auf, sich unterzuordnen:

Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter.

1Ptr 3,1 Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden, 3,2 indem sie euren in Furcht reinen Wandel angeschaut haben! 1Ptr 3, 1- 2;


Wie Paulus oben, gebietet also auch Petrus hier den Frauen, sich den eigenen Männern unterzuordnen. Doch wie wir wissen, hat nach der Zölibatsverpflichtung der katholischen Kirche, weder Kardinal Meissner noch irgend einer seiner Amtsbrüder eine eigene Frau, die sich ihnen unterordnen könnte.

Damit wird aber klar: mit dem strikten Verbot für ihren Klerus, sich eigene Frauen zu nehmen, hat die katholische Kirche automatisch und eindeutig das Recht – und naturgemäß auch die Befähigung – verloren, die biblisch begründete Unterordnung der Frau unter ihrem Mann für sich in Anspruch zu nehmen. Wer sich selbst - im Gegensatz zu den Geboten der Bibel - der Verpflichtung entledigt, seine Frau zu lieben, sie zu beschützen und für sie zu sorgen, hat im Gegenzug jedwede Berechtigung verloren, von irgendeiner Frau eine Unterordnung zu verlangen. Und gerade Paulus sagt ja auch in 1Kor 11,10-12:

Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau.

1Kor 11,10 Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen. 11,11 Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau. 11,12 Denn wie die Frau vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; alles aber von Gott. 1Kor 11,10-12;


Die Situation in den Gemeinden.

Doch dieses Gebot der Unterordnung wird ja nicht nur in der katholischen Kirche, sondern auch in anderen Kirchen und besonders auch in vielen evangelikalen und/oder freikirchlichen Gemeinden verlangt. Hier gibt es keinen Zölibat, hier kann jeder Mann seine eigene Frau haben und lieben. Das ist biblisch und durchaus wünschenswert. Was jedoch weniger wünschenswert ist, ist die Art und Weise, wie von manchen (leitenden) Brüdern dieses biblische Gebot der Unterordnung an die „Frau” gebracht wird.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es schon ein Zeichen der Schwäche der leitenden Brüderschaft (Ältesten) ist, wenn es über diese Frage zu einer unfreundlichen Auseinandersetzung mit einer Schwester in Christus kommen muss. Wenn eine derartige Situation nicht rechtzeitig erkannt wird, ist das ein Zeichen von mangelnder Führungsarbeit und unzureichender Offenheit gegenüber den Geschwistern. Hier gilt es dann zuallererst die Frage zu klären, inwieweit diese Mitschwester mit ihrer Kritik Recht hat. Ist dies der Fall, sollte umgehend ein Brüderrat mit der Lösung dieses Problems befasst werden. Ist die Kritik dieser Frau - auch nach Meinung von zwei oder drei Zeugen - unberechtigt, und sie hat einen Mann, der ebenfalls ein Mitglied der Gemeinde ist, muss zuallererst er im Gespräch von dieser Problematik informiert werden. Und in diesem Fall kann und muss es auch der eigene Mann sein, der diese Frage mit seiner Frau zu einer für alle befriedigenden Lösung bringt. Man kann ihm Ratschläge erteilen, sofern er das wünscht, aber die letztgültige Verantwortung für das Verhalten seiner Frau in der Gemeinde kann immer nur ihr gläubiger Mann haben.

Hat diese Schwester im Herrn - und nur von solchen ist hier die Rede - keinen Mann oder ist dieser nicht gläubig, sollte eine der älteren und glaubensmäßig gefestigten Frauen der Gemeinde, welche auch Lehrerinnen für jüngere Frauen, Mädchen und Kinder in der Gemeinde sind - aber nicht ein Ältester oder Bruder!!! - sich ihrer annehmen und ihr im Gespräch unter vier Augen und auch in Folgegesprächen wenn erforderlich, den biblischen Hintergrund dieses Gebots nahe bringen. Dabei sollte darauf hingewiesen werden, dass nach dem Willen Gottes, Gott selbst das Haupt unseres Herrn Jesus Christus ist, Christus aber ist das „Haupt” des Mannes. Das heißt, Christus führt und beschützt ihn. Der Mann wieder ist das „Haupt” der Frau und seine Aufgabe ist es, sie zu führen und zu beschützen. Die Frau aber ist das „Haupt” ihrer Kinder, welche sie wieder führt und beschützt.

Die alten Frauen seien Lehrerinnen des Guten, damit sie die jungen Frauen unterweisen.

Tit 2,1 Du aber rede, was der gesunden Lehre ziemt: 2,2 daß die alten Männer nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren; 2,3 ebenso die alten Frauen in ihrer Haltung dem Heiligen angemessen, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein, Lehrerinnen des Guten; 2,4 damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, 2,5 besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt gütig zu sein, den eigenen Männern sich unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde! Tit 2, 1- 5;


Was nun eine intelligente, kreative und gläubige Frau aufgrund dieses Gebots in der Gemeinde nicht ausleben kann, kann und soll sie in ihre eigene Familie investieren. Sie ist der eigentliche Motor der Familie. Wenn das „Unternehmen” Familie floriert und mit Gottes Hilfe gedeiht, so steht da mit Sicherheit eine tüchtige Frau dahinter, welche mit Hirn, Herz und Gebet diese Erfolge ermöglicht hat. Und nicht zuletzt haben die Frauen dadurch auch bessere Möglichkeiten, in ihrer täglichen „Besprechung” mit unserem Herrn, wo es um die Lösung von familiären Problemen, aber auch um die Entwicklung und Festigung ihrer Familie geht, ein ganz enges und persönliches Verhältnis zu ihrem Heiland aufzubauen.

Die Frauen in den Amtskirchen.

Natürlich gibt es da auch noch die anderen Frauen in den Kirchen. Zum Beispiel jene in der katholischen Kirche, welche sich von einem willigen Bischof zu Priesterinnen weihen lassen. Manche von diesen Frauen haben ihr Wissen ausschließlich aus dem Katechismus und haben noch nie in ihrem Leben richtig in der Bibel gelesen. Aber sie argumentieren eben damit, dass auch viele der männlichen katholischen Priester diesbezüglich kein großes Vorbild sind. Und im Übrigen lässt sich - siehe oben - anhand der Bibel eindeutig nachweisen, dass die Männer im katholischen Klerus seit Jahrhunderten ohne Bedenken gegen die Grundsätze der biblischen Lehre verstoßen haben. Nur beim Lehrverbot und der Unterordnung der Frauen würden sie sich nun plötzlich auf die Bibel berufen. Eine allzu durchsichtige Vorgangsweise.

In den evangelischen Kirchen dürfen Pfarrer heiraten. Frauen haben dort auch das Recht zum Priester geweiht zu werden. Trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb? - haben sich einige dieser Kirchen in den letzten Jahren zur „Standesvertretung” der Homosexuellen entwickelt. Nicht nur, dass dort homosexuelle Paare „getraut” werden, jetzt hat man - siehe oben - in den USA auch einen Schwulen zum Bischof geweiht. Dieser Mann geht dann am Sonntagmorgen nach dem Analverkehr mit seinem Freund in die Kirche und hält als „Hirte” seinen „Schafen” eine Moralpredigt, weil sie sonntags nicht regelmäßig die Kirche besuchen. Und das alles mit Zustimmung der leitenden Männer dieser Kirche! - Es tut mir Leid, wenn ich hier manche Leserinnen - wie übrigens auch meine Frau - schockiert habe, aber es ist m. E. unbedingt erforderlich, jenen Leuten, welche diesen Bischof „durchaus OK” finden, den perversen Hintergrund dieser ihrer Einschätzung drastisch vor Augen zu führen und ich hoffe mich damit auch unterhalb der „Bushgrenze” (IQ 90) verständlich gemacht zu haben.

(Siehe auch den Denksporttest: „Testen Sie Ihre logische Intelligenz.”.)

Jene Frauen schließlich, welche als feministische Theologinnen eine „Frau” Gott erfunden haben und sich selbst der Christlichen Religion zuordnen, beweisen damit, dass sie die Grundlage des Christentums - nämlich die Bibel - weder von ihrer Aussage, noch vom Inhalt her verstanden haben. Gott ist weder männlich noch weiblich! Die Darstellung Gottes in der Bibel als „Mann” und später im NT als „Vater” ist nicht menschlich-physisch, sondern geistlich zu verstehen. Nachdem die Menschheit - zumindest bis zum heutigen Tage - den Mann, und die Familie den Vater als Führungspersönlichkeit kennt, wurde auch Gott vom Heiligen Geist als Mann bzw. Vater dargestellt. Würden wir auf dieser Welt in Matriarchaten leben, wäre uns Gott als Frau bzw. Mutter erklärt worden. Es geht hier nicht um männlich oder weiblich, sondern darum, wie Gott, als allmächtiger Schöpfer des Universums, den diesbezüglich beschränkten geistigen Fähigkeiten des Menschen adäquat verständlich gemacht werden kann.


Die Frauen als die wahren Träger der Kirche/Gemeinde.

Abschließend muss man daher sagen, dass die Aussagen des Paulus' über das Lehr- und Redeverbot der Frauen in der Kirche/Gemeinde biblische Tatsachen sind und daher auch nicht geleugnet werden können. Wenn allerdings hier von vielen Männern - aller Denominationen! - ein Herrschaftsanspruch abgeleitet wird, so wird der andere Teil dieser Aussagen - nämlich die Verpflichtung in der rechten, biblischen Lehre zu bleiben - völlig ignoriert. Wohin diese Mentalität geführt hat, können wir am geistlichen Zustand vieler Kirchen/Gemeinden erkennen.

Wer tatsächlich in der Versammlung der Erste sein will, darf nicht herrschen, sondern muss den Geschwistern dienen, wie uns der Herr sagt:

Wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein.

Mt 20,25 Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wißt, daß die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben. 20,26 Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein, 20,27 und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein; 20,28 gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Mt 20,25-28;


Doch der Herr sagt nicht nur, dass wir dienen müssen, er sagt uns auch wie wir es tun sollen:

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.

Jh 4,23 Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Jh 4,23-24;

Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist!

Mt 6,5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
6,6 Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. 6,7 Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen erhört werden. 6,8 Seid ihnen nun nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Mt 6, 5- 8;


Und hier erkennen wir nun auch den Hintergrund der obigen paulinischen Aussagen: Es ist tatsächlich nicht der Wille Gottes, dass Frauen in Versammlungen lehren oder in öffentlichen Gottesdiensten predigen. Das ist aber auch nicht der Ort des Geschehens. Dort werden keine göttlichen Entscheidungen erwirkt! Lehren und Predigen ist gewiss erforderlich und unverzichtbar, dennoch ist es aber das gläubige Gebet im stillen Kämmerlein, welches den Arm Gottes in Bewegung setzt. Das ist der wahre Dienst an den Geschwistern. Jene, die diesen Dienst in der Abgeschiedenheit und im Glauben verrichten, sind daher nach der Verheißung des Herrn die wirklichen "Ersten".

Die Letzten werden Erste sein.

Mt 20,16 So werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein; denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte. Mt 20,16;


Und dies scheint nun nach dem Willen Gottes auch die Aufgabe der gläubigen Frau zu sein. Durch die einseitige Interpretation von Männern, ist in der Vergangenheit - und bis heute - am Volk Gottes viel Schaden angerichtet worden. Wie töricht von den Frauen, wenn sie sich nun mit den Männern um diese falsche „Herrschaft” streiten und konkurrieren wollen, anstatt jenen Platz einzunehmen, welchen ihnen ihr Gott zugedacht hat und wo sie tatsächlich etwas bewirken können. Der Umstand, dass auch in der Vergangenheit viel zuwenig Frauen diesen Dienst am Volk Gottes wahrgenommen haben, ist nicht zuletzt auch ein Grund der heutigen Situation.

Als bibelgläubige Christen müssen wir daher an alle Christus-gläubigen Frauen in allen christlichen Denominationen die herzliche geschwisterliche Bitte und dringende Einladung richten, sich auf diese, von den Männern sichtlich so sehr vernachlässigte Aufgabe zu besinnen und durch ihr gläubiges Gebet im Geist, in der Wahrheit und in der Stille, der eigenen Familie und den Geschwistern in der jeweils eigenen örtlichen Versammlung (Kirche/Gemeinde) zu mehr Erkenntnis, stärkerem Glauben und größerer Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus zu verhelfen. Unser Vater im Himmel wird sie hören und erhören. Damit würden falsche Lehre und Praxis an der Wurzel bekämpft und das unter Beweis gestellt, was man auch mit vielen Worten nicht glaubhaft vermitteln könnte: dass sie, gemeinsam mit den wenigen gleichgesinnten Männern, die wahren Träger der Kirche/Gemeinde sind.

So hat das auch Gottfried Daniel Pomacher, ein Erweckungsprediger aus dem Wuppertal gesehen, als er sagte:

Das Christentum besteht nicht in Worten sondern in der Kraft des Heiligen Geistes in den Gläubigen. Nicht jene sind die Säulen des Tempels, die sich öffentlich in Gebeten mit „Herr, Herr” die Bewunderung ihrer Zuhörer verschaffen, sondern jene, welche zuhause, in ihrem stillen Kämmerlein und ohne einen einzigen Zuhörer, ihre Gebete an den Herrn richten, sind die wahren Träger der Gemeinde.