Diskurs 82 - Ist der Glaube an die Dreieinigkeit heilsnotwendig?




Ist die Dreieinigkeit eine unbiblische Terminologie? / Kommentar Dr. Monika von Sury 00 2005-11-05

Ist der Glaube an die Dreieinigkeit heilsnotwendig? / Kommentar Dr. Monika von Sury 01 2005-11-05

Es gibt keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit. / Buch Ch. H. Spurgeon 00, Seite 77

Die geleugnete, die falsche katholische und die echte biblische Dreieinigkeit.    -    Diskurs 107

Ist die Dreieinigkeit nur ein Handeln Gottes in drei Personen?   -   Diskurs 1072 - Teil 2


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Ist die Dreieinigkeit eine unbiblische Terminologie? Kommentar MvS 00, 2005-04-11)

Ich bin in einer protestantischen Familie aufgewachsen und war lange Zeit blosse Namenschristin. Als ich mich bekehrte, nahm ich mir vor, die Bibel von einem Buchdeckel zum andern gründlich zu studieren. Dabei wurde mir sonnenklar, dass Jesus Christus Gott ist, bezw. als Sohn Gottes in Fleisch gekommen ist. Dazu gibt es unzählige Bibelstellen - Jesaiah 9:5, 1 Johannes 5:20 - um bloss zwei zu nennen, die mich damals besonders beeindruckten. Es fiel mir aber auch auf, dass das Wort Dreieinigkeit nirgends vorkommt und so begann ich nach dem Ursprung dieser Lehre zu forschen. Das im Jahr 325 festgelegte (und 381 revidierte) Credo hat jedoch zu meinem Gottesverständnis nichts Weiteres beigetragen. So beschloss ich auch, diese unbiblische Terminologie nicht zu gebrauchen, zumal sie seit dem 4. Jahrhundert zu vielen hässigen Streitgesprächen geführt hat - genau so wie auch dieser Diskurs. (Diskurs 263: „Die Dreieinigkeit: ein unbiblisches Denkmodell?” Anm.)

Dr. Monika von Sury - Royal Line info@royalline.ch / http://www.royalline.ch/d/traduction.asp



Ja, wie Sie sicherlich gelesen haben, habe auch ich 1Jh 5,20 am Ende von Diskurs 263 als Argument eingebracht. Ihr obiges Bekenntnis: „dass Jesus Christus Gott ist, bezw. als Sohn Gottes in Fleisch gekommen ist”, weist Sie als rechtgläubige Christin aus. Allerdings werden Ihnen die Antitrinitarier oder Christadelphian dann im Zusammenhang mit dieser Aussage sofort vorwerfen, dass Sie damit an zwei Götter glauben. Man wird Sie mit dem Hinweis auf 5Mo 4,35 des Polytheismus', also des Vielgötterglaubens beschuldigen und Ihren Glauben für unbiblisch erklären.

5Mo 4,35 Du hast es zu sehen bekommen, damit du erkennst, daß der HERR der alleinige Gott ist. Außer ihm gibt es sonst keinen. 5Mo 4,35;


Manche Gläubige lassen sich dadurch beeinflussen und schenken diesen Sekten Gehör. Man muss daher den Geschwistern eine Möglichkeit bieten, diesen Anschuldigungen zu begegnen. Und hier ist die Dreieinigkeit, wie sie uns die Bibel aufzeigt, die richtige Antwort. Zum Unterschied von der Dreieinigkeitslehre der katholischen Kirche lässt sich jedoch die Dreieinigkeit der Bibel nur wieder in der Bibel und nicht in irgendeinem weltlichen Credo nachvollziehen. Ich habe mich im Diskurs 26 bemüht, den schriftgebundenen Nachweis der Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist zu führen, nehme aber an, dass Sie keine Zeit hatten, um diesen Diskurs zu lesen.

(Siehe auch den Diskurs 107: „Die geleugnete, die falsche katholische und die echte biblische Dreieinigkeit”)

(Siehe auch den Diskurs 26: „Die Dreieinigkeit: ein unbiblisches Denkmodell?”)

Sie haben aber bestimmt im Diskurs 263 (3. Teil von Diskurs 26) gelesen, mit welch haarsträubenden Wortverdrehungen die Gegner einer Dreieinigkeit ihre Sicht vertreten. Dabei schlagen sie aber den Sack und meinen den Esel. Es ist nicht die Trinität, welche ihnen ein Dorn im Auge ist! Wie man ja auch in den ersten beiden Teilen (Diskurse 26 und 262) lesen kann, ist es einzig und allein die Göttlichkeit Jesu Christi, welche die Antitrinitarier als störend empfinden.

(Siehe auch den Diskurs 263: „Die Dreieinigkeit: ein unbiblisches Denkmodell? - 3. Teil”)



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Ist der Glaube an die Dreieinigkeit heilsnotwendig? Kommentar MvS 01, 2005-04-11)

Beim Lesen von Diskurs 263 (Diskurs 263: „Die Dreieinigkeit: ein unbiblisches Denkmodell?” Anm.) hat man manchmal den Eindruck, dass der Glaube an die Trinität gar heilsnotwendig sei, wo es doch in keinem andern Heil gibt als in Jesus Christus und es auch keinen andern Namen gibt, durch den wir gerettet werden können als der Name Jesu (Ap 4:12). Sicher ist es nicht einfach - was auch immer der Ansatz - die Struktur Gottes zu erklären. In einem Gespräch über die Trinität sagte einmal eine liebenswerte Schwester lachend: „Ja nu, im Himmel werden wir dann sehen, ob uns Einer, Zwei oder Drei entgegenkommen!” Ich glaube, es gäbe weniger gehässige Diskussionen wenn wir das Pauluswort zu Herzen nehmen würden: „Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin” (1 Kor 13:12)

Dr. Monika von Sury - Royal Line info@royalline.ch / http://www.royalline.ch/d/traduction.asp



Nun, ich sehe in diesem Diskurs eigentlich keine Gehässigkeit, sondern eher einen engagierten Disput - ähnlich wie ich ihn mit John Waterfield im Diskurs 78 über die katholische Lehre geführt habe. Dabei versuche ich auch immer, mich der Diktion meines Diskussionspartners anzupassen. Aber eine derartige Einschätzung ist natürlich immer auch eine Frage der Erfahrung in diesem Bereich. Jeder sieht das halt anders. Andererseits muss man sagen, dass es sicher auch weniger blauäugige Kommentare zu diesem Thema gäbe, wenn sich die Leute klar wären, was mit der Leugnung der Trinität eigentlich bezweckt werden soll.

(Siehe auch den Diskurs 78: „Die katholische Lehre und die Bibel - eine Disputation.”)

Wenn man nämlich den Diskurs 263 aufmerksam liest, wird man feststellen, dass dort von den Antitrinitariern mit der Ablehnung der Trinität auch die Göttlichkeit Jesu Christi geleugnet wird. Und da können wir noch so sehr die Göttlichkeit des Herrn bezeugen: bei den Un-, Fehlgläubigen und Nichtchristen - wie Antitrinitarier, Christadelphian, Juden, Muslimen etc. - ist der Verzicht auf die Dreieinigkeit die Bestätigung ihrer Auffassung, dass es (keinen oder) nur einen Gott gibt und Jesus Christus daher nicht Gott ist. Es geht hier daher nicht darum, die „Struktur Gottes zu erklären”. Es geht darum, die Versuche mancher Gruppen, Jesus Christus als „Religionsstifter” und zwar auserwählten, aber sonst ganz normalen Menschen darzustellen, anhand der Schrift zu widerlegen. Die zentrale Aussage der Lehre der Antitrinitarier und Christadelphian bringen diese in einem Satz sehr klar zum Ausdruck:



„Jesus Christus wurde gezeugt durch den Geist Gottes (Hbr 1,5; Lk 1,35) und war Mensch (1Tim 2,5).

Vorstellungen, welche darüber hinausgehen, sind unbiblisch.”

(Der Auszug ist dem Artikel „Der Gott der Bibel” von Anonym auf der Website von Urchristen - Christadelphian entnommen.) (http://www.christadelphian.de/)



Und nun ist es wichtig zu erkennen, dass diese Vermenschlichung des Sohnes Gottes vermutlich auch die erfolgreiche Taktik des Antichrists nach 2The 2,3-4 sein wird. Er wird behaupten Jesus Christus sei nur Mensch gewesen und er selbst sei der wahre Sohn Gottes.

Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen

Jh 5,43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. Jh 5,43;

Falsche Christusse, die Zeichen und Wunder tun, so dass sie die Auserwählten verführen würden.

Mk 13,22 Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, so dass sie die Auserwählten verführen würden, wenn es möglich wäre. 13,23 Ihr aber seht euch vor! Ich habe euch alles zuvor gesagt! Mk 13,22-23;


Und er wird auch nach Off 13,3-4 den Satan und sich selbst als Gott anbeten lassen und selbst die Auferstehung Christi mit einer „Wiederbelebung” nach dem Tod eines seiner Häupter nachäffen.

Der Sohn des Verderbens, der sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei.

2The 2,3 Daß niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; 2,4 der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei. 2The 2, 3- 4;

Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und sie beteten das Tier an.

Off 13,3 Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tod geschlachtet. Und seine Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde staunte hinter dem Tier her. 13,4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich? Und wer kann mit ihm kämpfen? Off 13, 3- 4;


(Siehe auch Kapitel01: „Die siebzigste Jahrwoche.”)

Den nun von Ihnen zitierten Ausspruch: „Ja nu, im Himmel werden wir dann sehen, ob uns Einer, Zwei oder Drei entgegenkommen!” habe ich vor Jahren auch schon einmal gelesen. Diese Sicht der Dinge widerspiegelt jenen Heils-Egoismus, welchen man besonders bei älteren Geschwistern manchmal feststellen kann. Was für sie zählt, ist, dass sie selbst „in den Himmel kommen”. Welche Probleme andere Geschwister damit haben, die von falschen Lehrern auf Irrwege geführt werden, tangiert sie weniger. Auch die Terminologie: „ob uns Einer, Zwei oder Drei entgegenkommen!” geht sichtlich von einem völlig abwegigen Gottesbild aus, welches man eher bei den Namenschristen der katholischen Kirche findet. Dort wird der Allmächtige als „Herrgott” mit weißem Bart, Petrus als Türhüter vor dem Himmelstor und seit neuestem Jesus Christus als Kumpan oder Kumpel gesehen.

Leider wird dann auch der Hinweis des Paulus in 1Kor 13,12: „Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin” sehr oft als Argument verwendet. Mit diesem falsch interpretierten Pauluswort kann man ganz elegant jede Art von Bibelarbeit torpedieren und damit verhindern, dass die Gläubigen ihre Erkenntnis durch die Schrift erweitern und so zu einem fundierten, lebendigeren Glauben kommen.

Wer sich nun anhand der Schrift über jene Situation informieren will, welche wir im Himmel tatsächlich zu erwarten haben wenn wir hinkommen, erkennt daher auch ein ganz anderes Szenario.

Die vierundzwanzig Ältesten werden niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und anbeten.

Off 4,9 Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 4,10 so werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, und werden ihre Siegeskränze niederwerfen vor dem Thron und sagen: 4,11 Du bist würdig, unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden. Off 4, 9-11;

Sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an.

Off 7,11 Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebendigen Wesen, und sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an. Off 7,11;

Und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an.

Off 19,4 Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sagten: Amen, Halleluja! Off 19, 4;


Wie man sieht, werden uns hier nicht „Einer, Zwei oder Drei entgegenkommen”, sondern ganz im Gegenteil werden wir, wenn wir in den Thronsaal Gottes kommen, auf unsere Angesichter fallen und Gott anbeten.

Wenn wir nun aber hier schon einmal am Ort des Geschehens sind, vielleicht gelingt es uns im Text der Offenbarung auch einige Aussagen über die beiden anderen Personen der Trinität, den Sohn Gottes und den Heiligen Geist zu erkennen. Am Beginn des Buches haben wir die Grüße des Johannes an die sieben Gemeinden, an welche die dann folgenden Briefe ergingen. Und bereits hier segnet Johannes die Gemeinden mit Gnade und Friede von Gott, den sieben Geistern vor seinem Thron und von Jesus Christus.

Gnade euch und Friede von Gott, von den sieben Geistern und von Jesus Christus.

Off 1,4 Johannes den sieben Gemeinden, die in Asien sind: Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, 1,5 und von Jesus Christus, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut 1,6 und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Off 1, 4- 6;


Diese sieben Geister vor dem Thron Gottes werden dann hier unten, in Off 4,5, von Johannes als Feuerfackeln gesehen und als die sieben Geister Gottes identifiziert. Daraus kann man nun ohne Zweifel ableiten, dass es sich hierbei um den Heiligen Geist Gottes handelt, der sich in Gestalt von sieben Feuerfackeln vor dem Thron Gottes befindet, wobei die Zahl sieben eine Symbolik für die allumfassende Gegenwart des Heiligen Geistes steht.

Sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.

Off 4,5 Und aus dem Thron gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner; und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. Off 4, 5;


Diese allgegenwärtige Präsenz des Heiligen Geistes auf der Erde vermittelt auch Off 5,6, wo nun der Heilige Geist als die sieben Augen des geschlachteten Lammes erscheint. Dieses geschlachtete Lamm steht natürlich für den gekreuzigten Sohn Gottes und das Lamm steht inmitten des Thrones und der vier lebenden Wesen. Hier erkennen wir, dass der Heilige Geist von Gott auch auf den Sohn übertragen wurde.

Die sieben Augen sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde.

Off 5,6 Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das sieben Hörner und sieben Augen hatte; die sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde. Off 5, 6;


Und das ist dann auch der Grund, warum der Herr in Jh 15,26 sagen konnte, dass er uns den Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, vom Vater senden wird.

Der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht.

Jh 15,26 Wenn der Beistand gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen. Jh 15,26;


Johannes sieht also hier Gott auf seinem Thron und inmitten des Thrones Jesus Christus und den Heiligen Geist inkorporiert als die sieben Augen des Lammes. Eine bessere Beweisführung anhand der Schrift für die Einheit der drei göttlichen Personen, also für die Trinität, kann es wohl kaum geben.

Schließlich muss man jenen Geschwistern, welche die Trinität leugnen und damit - ob sie das nun beabsichtigen oder nicht - die Göttlichkeit Jesu Christi relativieren, die Frage stellen, was sie denn denken was der Herr wohl gemeint hat, als er immer wieder darauf hinwies: „Wer an mich glaubt”:

-  Wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten (Jh 6,35)

-  Wer an mich glaubt, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen (Jh 7,38)

-  Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist (Jh 11,25)

-  Wer an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit (Jh 11,26)

-  Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat (Jh 12,44)

-  Wer an mich glaubt, wird nicht in der Finsternis bleiben (Jh 12,46)

-  Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue (Jh 14,12)


Dieser Glaube an unseren Herrn ist nicht nur der Glaube an seine Wunder, seine Verheißungen, seinen Opfertod am Kreuz, seine Auferstehung und seine Auffahrt zum Vater in den Himmel. Alles das würde jedes Gewicht verlieren, wenn Jesus Christus nicht Gott gewesen wäre. Wenn es nicht der Vater in ihm gewesen wäre, der zu uns Menschen gekommen ist und uns errettet hat.

Glauben an Jesus Christus heißt daher daran zu glauben, dass er vom Vater ausgegangen, also von Gott gekommen und zu Gott zurückgekehrt und demnach selbst auch GOTT ist.

Weil ihr geglaubt habt, daß ich von Gott ausgegangen bin.

Jh 16,26 An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten werde; 16,27 denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, daß ich von Gott ausgegangen bin. Jh 16,26-27;


Und hier erkennen wir den fundamentalen Unterschied zur Auffassung der Antitrinitarier. Wie W. Schneider im Diskurs 263 bestätigt, glauben die Antitrinitarier nicht daran, dass Jesus Christus Gott ist:

„Ich z.B. leugne überhaupt nicht, dass Jesus Gottes eingeborener Sohn ist, dass er von Gott ausgegangen ist, dass er allezeit Gottes Willen tat und ohne Sünde war und ohne Sünde blieb, dass er sein Leben als Sühneopfer für uns gab, von Gott wieder von den Toten auferweckt wurde, usw … Aber ich leugne die von sogenannten „christlichen” Konzilen auferlegten Dreieinigkeitsbekenntnisse und dass Jesus selbst Gott ist.”


Die Antitrinitarier glauben also an alles, nur nicht daran, dass Jesus Christus Gott ist. Dies ist ähnlich, wie wenn jemand einem Vertrag vollinhaltlich zustimmt, aber dann die Unterschrift verweigert. Damit ist dann der ganze Vertrag hinfällig und kommt nicht zur Realisierung. Während die Antitrinitarier uns rechtgläubigen Christen vorwerfen, dass unsere Ansichten unbiblisch wären, sind sie selbst es, die biblische Aussagen verdrängen und verkehren. So leugnen sie, dass Jesus Christus Gott ist, obwohl dies von der Bibel im Evangelium des Johannes ausdrücklich und ohne Zweifel bestätigt wird und viele Schriftstellen die Präexistenz Jesu Christi bei Gott und als Gott, durch den alles geschaffen wurde, bezeugen.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Jh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 1,2 Dieses war im Anfang bei Gott. 1,3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. 1,4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Jh 1, 1- 5;

Ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig und sein Name heißt: Das Wort Gottes.

Off 19,11 Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. 19,12 Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst; 19,13 und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Off 19,11-13;

Die Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

Jh 17,5 Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war! Jh 17, 5;

Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden.

Kol 1,15 Er [Jesus Christus] ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. 1,16 Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; 1,17 und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Kol 1,15-17;

Der Sohn, durch den er auch die Welten gemacht hat.

Hbr 1,1 Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, 1,2 hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; Hbr 1, 1- 2;


Auch durch den Umstand, dass der Apostel Thomas den Herrn „mein Gott” nannte und dann vom Sohn Gottes keinesfalls korrigiert, sondern im Gegenteil bestätigt wurde, indem er sagte: „Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt” haben wir auch das Zeugnis des Herrn selbst, dass er tatsächlich Gott ist.

Mein Herr und mein Gott!

Jh 20,28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 20,29 Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben! Jh 20,28-29;


Die Dreieinigkeit als Terminus steht nun tatsächlich so nicht in der Bibel. Aber sie ergibt sich sowohl aus den hier zitierten Texten der Schrift, nach welchen sowohl der Sohn im Vater als auch der Vater im Sohn ist. Wenn nun Vater und Sohn eins sind und der Sohn nur Mensch wäre, dann müsste auch der Vater Mensch sein. Wenn aber der Vater Gott ist - woran kein Zweifel bestehen kann - dann ist auch der Sohn Teil Gottes und somit Gott:

-  Wer mich sieht, sieht den Vater (Jh 12,45)

-  Ich und der Vater sind eins (Jh 10,30)

-  Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht (Jh 5,23)

-  Die Werke selbst, die ich tue, zeugen von mir, daß der Vater mich gesandt hat. (Jh 5,36)


Und wenn der Heilige Geist in Gestalt der sieben Augen des Lammes - also des Sohnes Gottes - als inkorporierter Bestandteil des Herrn Jesus auftritt, dann sind diese Augen integrierter Bestandteil des göttlichen Lammes und damit der Heilige Geist Bestandteil des Sohnes Gottes, der Gott ist. Womit auch der Heilige Geist als Teil Gottes zu identifizieren ist.

-  Der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen (Jh 14,26)

-  Wenn der Beistand gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde (Jh 15,26)

-  Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen (Gal 4,6)

-  Wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten (Lk 11,13)


Schließlich erkennen wir auch in der Verheißung des Heiligen Geistes durch den Herrn, die Realität der Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist.

Der Vater wird euch den Geist der Wahrheit senden.

Jh 14,16 Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, daß er bei euch sei in Ewigkeit, 14,17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Jh 14,16-17;

Und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

Jh 14,23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 14,24 Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. 14,25 Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch weile. 14,26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Jh 14,23-26;


Nach Jh 14,16.26 wird uns der Vater den Heiligen Geist im Namen des Sohnes senden. Und dieser Beistand wird in unserem Geist in uns sein und uns alles lehren. In derselben Aussage wird uns aber auch verheißen, dass gemeinsam mit dem Heiligen Geist auch Vater und Sohn zu uns kommen und in uns Wohnung machen werden. Damit haben wir den Nachweis, dass immer dort, wo der Geist Gottes wirkt, mit ihm auch die Dreieinigkeit in der Person von Vater Sohn und Heiligem Geist anwesend ist.

Nun gibt es aber, wie bereits eingangs erwähnt, nach der Schrift sowohl des Alten als auch des Neuen Testaments nur einen alleinigen Gott.

Damit du erkennst, daß der HERR der alleinige Gott ist.

5Mo 4,35 Du hast es zu sehen bekommen, damit du erkennst, daß der HERR der alleinige Gott ist. Außer ihm gibt es sonst keinen. 5Mo 4,35;

Daß der HERR der alleinige Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst!

5Mo 4,39 So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, daß der HERR der alleinige Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst! 5Mo 4,39;

Der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.

Mk 12,29 Jesus antwortete ihm: Das erste ist: «Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr; Mk 12,29;

Daß kein Gott ist als nur einer.

1Kor 8,4 Was nun das Essen von Götzenopferfleisch betrifft, so wissen wir, daß es keinen Götzen in der Welt gibt und daß kein Gott ist als nur einer. 1Kor 8, 4;


Dieses unverrückbare Faktum wird auch vom Herrn Jesus immer wieder hervorgehoben und er bestätigt nicht nur, dass der Vater größer ist als alle, sondern er sagt auch, dass der Vater größer ist als er selbst:

Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle.

Jh 10,29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. 10,30 Ich und der Vater sind eins. Jh 10,29-30;

Denn der Vater ist größer als ich.

Jh 14,28 Ihr habt gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich. Jh 14,28;


Nachdem nun beide, der Sohn und der Heilige Geist ein Teil Gottes und damit Gott sind, es aber nach der Schrift nur einen einzigen Gott geben kann, ergibt sich daraus die „Dreiheit in der Einheit und die Einheit in der Dreiheit”, wie das auch der Herr Jesus im Taufbefehl in Mt 28,19 andeutet:

Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf
den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.


Die obigen Schriftaussagen

-  Der Vater der mich gesandt hat

-  Der Heilige Geist, den der Vater senden wird

und die biblische Tatsache, dass sowohl der Sohn Gottes als auch der Heilige Geist eigenständig agierende Teile Gottes sind, lassen nur zwei Möglichkeiten zu: entweder drei Götter oder eine Dreieinigkeit. Nachdem es nach der Schrift nur einen einzigen Gott gibt, bleibt daher nur die Trinität.

Damit ihr erkennt und versteht, daß der Vater in mir ist und ich in dem Vater!

Jh 10,36 Sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn? 10,37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht! 10,38 Wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und versteht, daß der Vater in mir ist und ich in dem Vater! Jh 10,36-38;


Wer an Jesus Christus aber nicht an die Dreieinigkeit glaubt, glaubt daher entweder an zumindest zwei Götter, was gegen die Gebote Gottes in 5Mo 4,35 und 4,39 verstößt, oder er muss die Göttlichkeit Jesu Christi leugnen, was beides falsch wäre. Und nachdem all die Verheißungen des Herrn weiter oben, insbesondere auch die Verheißung: „Wer an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit” nur für jene in Erfüllung gehen werden, die an ihn glauben - die also glauben, dass Jesus Christus Gottes Sohn, von Gott gekommen und zu Gott zurückgekehrt und damit Gott ist - können alle, welche die Trinität und damit die Göttlichkeit des Herrn leugnen, nicht gerettet werden, da damit ihrem Glauben die Basis entzogen wurde.

Die Aussage jener Schriftstelle aus Apg 4,12, welche Frau Dr. von Sury in ihrem Kommentar zitiert :

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.

ist natürlich vollkommen richtig. Wesentlich ist jedoch, dass dieser Name - Jesus Christus - nicht der Name eines Menschen ist, sondern der Name des Sohnes Gottes, der selbst Gott ist. Wer wie die Antitrinitarier glaubt, dass er von einem Menschen gerettet werden könnte, dessen Hoffnung geht spätestens mit seinem Tod verloren.



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Es gibt keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit. / Buch Charles H. Spurgeon 00, Seite 77)


Jh 16,14 Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. 16,15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, daß er von dem Meinen nimmt und euch verkündigen wird. Jh 16,14-15;

Jesus spricht hier von der Dreifaltigkeit und besonders von der Rolle des Heiligen Geistes in unsrem Leben. Es ist weise, sich immer die Dreieinigkeit deutlich vor Augen zu halten. Bedenkt, dass ihr nicht einmal recht beten könnt ohne die Dreieinigkeit. Wenn schon für das Gesamtwerk der Errettung die Dreieinigkeit notwendig ist, so erst recht für jeden Atemzug. Ihr könnt nicht zum Vater kommen, außer durch den Sohn und mittels des Heiligen Geistes. (…) Wir dürfen nie unterschätzen, dass es keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit gibt.


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Auszug aus dem Buch „Mit Wind und mit Feuer” (S 77) mit Predigten von Charles Haddon Spurgeon - ASAPH-Verlag, Lüdenscheid. (Originatitel: What the Holy Spirit does in a believer's live - Emerald Books, USA)



Die biblische Dreieinigkeit.

Es gibt nur den einen und einzigen Gott in seinen drei Instanzen: Gott Vater als gesetzgebende Instanz, vergleichbar mit der Legislative in der menschlichen Gesellschaft, der Geist Gottes als Vollzugsinstanz, ähnlich der Exekutive und der Sohn Gottes als richterliche Instanz, ähnlich der Justiz. Gott hat den Menschen das Gesetz (die Gebote) gegeben (2Mo 24,12), der Heilige Geist registriert deren Einhaltung durch die Menschen, schreitet aber nur ein, wenn menschliche Aktionen den Plan Gottes beeinträchtigen könnten (2The 2,7) und der Sohn Gottes wird im Letzten Gericht/Weltgericht jeden einzelnen Menschen richten (Jh 5,22).

Die eigenständige geistliche Persönlichkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist und deren gleichzeitige Präsenz (Jh 14,10-11) im Geist des einen Gottes (Jh 4,24), kann im Zeitalter der Quantenverschränkung - der "spukhaften Fernwirkung" wie das Einstein nannte - und der vielen Beispiele in der Bibel von Manifestationen im Geist von Menschen (Mk 1,23-25; 5,6-8; Lk 11,24; aber auch Jh 14,23; 17,26!), nur für völlig uninformierte Zeitgenossen eine Frage sein.

Die Methode, derartige Zusammenhänge mit den alten Weisheiten der Kirchenväter erklären zu wollen (Konzil von Nicäa etc.), war schon bei deren Behauptung, die Erde wäre der Mittelpunkt des Universums ein Fehler (Die Schöpfung) und käme heute dem Versuch gleich, die Quantenmechanik mit den Gesetzen der klassischen Physik zu erklären.

Der eigentliche Grund, warum die Unitarier die Dreieinigkeit ablehnen (Es gibt keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit / CH. Spurgeon), ist einerseits der Umstand, dass man sich weigert, die Göttlichkeit des Sohnes Gottes, unseres Herrn Jesus Christus zu akzeptieren. Jesus Christus als Gott (Ps 45,7-8; Jh 20,28; Phil 2,5-8; 2Ptr 1,1; 1Jh 5,20) und sowohl seine Präexistenz (1Mo 1,26; 11,7) als auch seine Postexistenz bei Gott (Jh 14,23; 17,26!), würde ihr ganzes falsches Glaubensgebäude vom "Menschen Jesus" als "Glaubenskämpfer", "Kumpel" oder "Leidensvorbild" in Frage stellen und ad absurdum führen.

Andererseits aber, wurde die Dreieinigkeit - die "Trinität" - von der katholischen Kirche seit Jahrhunderten nach dem Gutdünken und dem "Gefühl" der alten Kirchenväter (Konzil von Nicäa etc.) und nicht nach den Aussagen der Bibel interpretiert. Dadurch war es den Vertretern des "Eingottglaubens" - den Unitariern - leicht möglich, diese Interpretation anhand der Bibel in Frage zu stellen.

Leider hat man aber dabei nicht die Gelegenheit genutzt, um die Bibel eingehend zu studieren und die tatsächlichen Aussagen über die Wesenheit Gottes, seines Sohnes und des Heiligen Geistes festzustellen, sondern hat die oberflächlichen Argumente nur benutzt, um dieses - ebenfalls falsche - Trinitätsdogma der katholischen Kirche anzugreifen.