Diskurs 90 - Die Sintflut: Waren die 40 Tage und Nächte zu kurz für eine globale Flut?




Für eine globale Flut war die Zeit viel zu kurz. / Replik Gerhard Markwein 00 2007-09-07

Die Wasser der Sintflut.

Der Zeitraum von 40 Tagen.

Der Abfluss der Wassermassen.

Der Bogen in den Wolken.

Die Brunnen der großen Tiefe.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Für eine globale Flut war der Zeitraum von 40 Tagen viel zu kurz. / Replik Gerhard Markwein 00, 2007-09-07)

(...) In meinem Bekanntenkreis diskutieren wir derzeit über Ihre Darstellung einer globalen Sintflut (Kapitel 08: Die Umgestaltung von Himmel und Erde. Anm. FH). Ich selbst bin gläubiger Christ wie Sie, habe aber diesen biblischen Bericht immer als lokales Ereignis gesehen. Dafür gibt es drei Gründe:

1. Die Herkunft dieser großen Wassermassen bei einer globalen Flut.
Bisher habe ich keine Auslegung gelesen, welche diese Frage glaubhaft und dennoch bibelkonform beantworten konnte. Erst Ihre Idee, die "Teilung der Wasser" in 1. Mose 1,6-7 mit der Sintflut in Zusammenhang zu bringen, würde eine relativ vernünftige, wenn auch nicht eindeutige Grundlage bieten, um sich mit dieser Sicht des Problems zu befassen.

2. Der Zeitraum von 40 Tagen war für eine globale Flut viel zu kurz.
Wenn man bedenkt, dass nur 40 Tage zur Verfügung standen, um - wenn man Ihrer Sicht folgt - den ganzen Globus mit Wasser in einer Höhe von 5000 Metern (Höhe des Ararat) zu bedecken, wäre das kein Regen gewesen, sondern die Wasser müssten ähnlich einem Wasserfall vom Himmel gefallen sein. Und hier hätte die Arche schon ein U-Boot sein müssen, um nicht zu kentern und unterzugehen.

3. Und schließlich der Abfluss dieser Unmenge von Wasser.
Nach 1. Mose 8,3  haben sich die Wasser 150 Tage nach Beendigung der Regenfälle wieder von der Erde verlaufen. Wenn es eine lokale Flut war, stellt das kein Problem dar. Dann ist das Wasser eben in die benachbarten Gebiete abgeflossen. Bei einer globalen Flut haben Sie aber Schwierigkeiten. Wenn die ganze Erde bis zu 5000 Meter hoch mit Wasser bedeckt war, gibt es keinen Raum, wohin die Wasser hätten fließen können und die Erde wäre ab da ein "Wasserplanet" geblieben.

Diese beiden letzten Fragen sind daher nach wie vor ungelöst - und meiner Meinung nach auch nicht zu lösen.

Gerhard.Markwein@hotmail.com



Erst einmal schönen Dank für Ihren Kommentar und Ihre durchaus plausible Argumentation. Wenn ich es richtig sehe, ist die erste der von Ihnen angeführten drei Fragen bereits durch meine Darstellung im Kapitel 08 mehr oder weniger beantwortet.

(Siehe auch Kapitel 08: „Die Umgestaltung von Himmel nd Erde.”)


Nachdem die Sintflut im Kapitel 08 aber nur ein Unterthema ist, soll vor der Behandlung Ihrer zwei weiteren Fragen, dieser Ausschnitt zum besseren Überblick für jene Leser, welche diesen Text noch nicht gelesen haben, hier eingefügt werden.


Die Wasser der Sintflut.

Ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte.

1Mo 7,5 Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. 7,6 Er war aber sechshundert Jahre alt, als die Sintflut auf Erden kam. 7,7 Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. 7,8 Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden 7,9 gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte. 7,10 Und als die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der Sintflut auf Erden. 7,11 In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf 7,12 und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. 1Mo 7, 5-12;

Alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel wurden bedeckt.

1Mo 7,17 Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben die Arche auf und trugen sie empor über die Erde. 7,18 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen sehr auf Erden, und die Arche fuhr auf den Wassern. 7,19 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. 7,20 Fünfzehn Ellen hoch gingen die Wasser über die Berge, so dass sie ganz bedeckt wurden. 1Mo 7,17-20;


Die Glaubwürdigkeit dieses biblischen Berichtes wird von vielen angezweifelt, allerdings ohne Text und Kontext einer genaueren Analyse zu unterziehen. So wird immer wieder die Frage aufgeworfen, wo denn diese unvorstellbaren Mengen an Wasser hergekommen sein sollen.

Dafür finden wir nun in 1Mo 1,6-8 u. par. eine durchaus plausible Erklärung.

Und Gott schied das Wasser unter dem Himmel von dem Wasser über dem Himmel.

1Mo 1,6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 1,7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 1,8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. 1Mo 1, 6- 8;

Dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die zwischen Wasser bestand.

2Ptr 3,5 Denn sie wollen nichts davon wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und inmitten Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort; 3,6 dennoch wurde damals die Welt dadurch in der Sintflut vernichtet. 2Ptr 3, 5- 6;


Am Anbeginn der Schöpfung war die Erde bis über die höchsten Erhebungen komplett mit Wasser bedeckt. Im anschließenden Text erfahren wir dann, dass Gott innerhalb dieses Wassers eine „Feste” schuf, indem er diese Wasser rund um den Globus vom Erdboden schied, so dass ein wasserfreier Raum zwischen den restlichen Wassern am Boden und dem großen Teil der Wassermassen über diesem Raum – den wir heute Atmosphäre nennen - entstand.

(Siehe auch den Exkurs 12: „Die Schöpfung”.)

Dieses „Scheiden” der Wasser kann man sich nun verschiedentlich vorstellen. Es wäre denkbar, dass dieses „Emporheben” des Wassers bis in eine Höhe von etwa 400 km erfolgte. In diesem Abschnitt unserer Atmosphäre (Ionosphäre/Exospähre) kreisen heute die meisten Satelliten um die Erde. Die Konsequenz wäre, dass dieses Wasser aufgrund der niederen Temperaturen zu Eis erstarrt wäre und dort in seiner Umlaufbahn – durch die geringe Erdanziehungskraft in dieser Höhe – den Planeten als eine Art „Schutzschild” umgeben hätte.

Kannst du gleich ihm die Wolkendecke ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel?

Hiob 37,16 Erkennst du das Schweben der Wolke, die Wunderwerke dessen, der an Erkenntnis vollkommen ist? 37,17 Du, dessen Kleider heiß werden, wenn das Land wegen des Südwindes träge ruht, 37,18 kannst du gleich ihm die Wolkendecke ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel? Hiob 37,16-18;


Allerdings lehrt uns die Schrift, dass Gott in seiner Schöpfung immer auch durch die Gesetzmäßigkeiten dieser Schöpfung wirkt. Und daher wäre der Gedanke naheliegend, dass diese Wasser ganz einfach durch besonders starke Wärmeeinwirkung außerirdischer Herkunft (Sonne) verdampft sind und sich so ein Wolkenmantel um die Erde gelegt hat. Diese Variante hat allerdings den Nachteil, dass eine derartige Wolkendecke – auch wenn man von einer Höhe bis in 400 oder 500 km ausgeht – nicht genügend Wasser fassen könnte, um das Phänomen der Sintflut zu erklären.

Egal in welchem Aggregatzustand sich dieses Wasser nun befunden haben mag – flüssig, fest oder gasförmig – dieser Wasser-, Eis- oder Wolkenmantel, das sind nun jene Wasser, welche - nach biblischer Zählung etwa 1650 Jahre später - bei der Sintflut, in Form von anhaltendem Regen über vierzig Tage und vierzig Nächte wieder auf die Erde niederfielen. Und folgerichtig heißt es dann auch im Bericht über die Sintflut, oben, in 1Mo 7,19: „Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden”. Die Erde war also wieder ganz von Wasser bedeckt, wie zu Beginn der Schöpfung.

Wie wir dann unten, in 1Mo 8,3 lesen, haben in den folgenden einhundertundfünfzig Tagen wahrscheinlich – großteils unter Wasser – die größten tektonischen Bewegungen und isostatischen Angleichungen stattgefunden. Der immense Druck der Wassermassen auf die doch relativ dünne Erdkruste, hat neue, riesige Ozeanbecken gebildet, ganze Kontinente gehoben und tektonische Platten verschoben, bis die Erde jene Form erreicht hat, in welcher sie sich uns heute im Wesentlichen darstellt. In dieser Zeit hat möglicherweise auch die Teilung eines, an der nord- bzw. südatlantischen Schwelle gelegenen Zentralkontinents (Godwanaland), in einen afro-europäischen und einen nord- südamerikanischen Teil stattgefunden.

Es ist daher auch anzunehmen, dass vor der Flut die Landoberfläche im Verhältnis zur Meeresoberfläche viel größer war als heute und dass ein Großteil des Wassers in unseren heutigen Meeren zur Zeit der Flut in diese Meere floss und die Ozeanbecken in dieser kurzen Zeit „aufgerissen” wurden. (Eine wissenschaftliche Behandlung des Themas findet sich im Buch „Die Sintflut” von Prof. Dr. J. C. Whitcomb und Prof. Dr. H. M. Morris Im TELOS – Verlag, Wissenschaftliche Reihe).

Wie wir dann in 1Mo 8,3-4 erfahren, nahmen die Wasser der Sintflut nach einhundertundfünfzig Tagen wieder ab, und die Arche strandete auf dem Berg Ararat.

Nach 150 Tagen ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat.

1Mo 8,3 Da verliefen sich die Wasser von der Erde und nahmen ab nach hundertundfünfzig Tagen. 8,4 Am siebzehnten Tag des siebenten Monats ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat. 1Mo 8, 3- 4;


Nachdem eine grundsätzliche Leugnung des Sintflutberichtes heute kaum mehr möglich ist, da wir gleichartige Berichte von den Sumerern, von den Babyloniern (Gilgamesch-Epos), u. a. m. kennen, konzentriert sich die Kritik auf die verschiedenen Begleitumstände dieses Ereignisses. So wird u. a. auch die globale Dimension der Flut bestritten. Man will hier bestenfalls ein lokal begrenztes meteorologisches Phänomen sehen. Nun wäre dies dann denkbar, wenn dieses Gebiet in einem riesigen, von Bergen eingeschlossenen Kessel liegen würde, so dass die „lokalen” Regenfälle nicht hätten abfließen können.

Durch die Erwähnung des Berges „Ararat”, in 1Mo 8,3, wissen wir jedoch auch heute noch, wo sich die Arche zu diese Zeitpunkt befunden hat. Dieser Berg ist ein Teil des Gebirgsrückens im Armenischen Hochland, welches heute in seinem westlichen Teil zur Türkei gehört. Während sich das Hochplateau in einer Höhe von 1500 bis 2000 m befindet, erhebt sich der Berg Ararat selbst in eine Höhe von 5165 m. Es ist daher eine physikalische Gesetzmäßigkeit und vom geologischen Standpunkt aus evident, dass, wenn sich der Wasserspiegel – wie es 1Mo 7,19 beschreibt – über diesen Bergspitzen befunden hat, das Wasser auch jeden andern gleich hohen Punkt des Planeten überflutet haben muss und man daher von einer globalen Flut auszugehen hat.


Der Zeitraum von 40 Tagen.

Soweit also der Text aus dem Kapitel 08 über die Herkunft der Wassermassen bei der Sintflut. Und nun können wir uns der zweiten Frage von G. Markwein hinsichtlich des Zeitraums der 40 Tage und der Überlegung widmen, inwiefern es möglich wäre, dass der ganze Globus in so kurzer Zeit bis in eine Höhe von etwa 5000 Metern durch Regen überflutet werden könnte.

Zuerst jedoch noch eine grundsätzliche Feststellung, warum eine globale Flut - zumindest für bibelgläubige Christen - prinzipiell nicht von der Hand zu weisen ist. Wir haben in 1Mo 7,19-20 die Aussagen, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel mit Wasser bedeckt waren. Ja mehr noch: der Wasserspiegel stand 15 Ellen, d.s. etwa 3 Meter, über die Berge, so dass diese ganz bedeckt waren:

Alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel wurden bedeckt.

1Mo 7,17 Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben die Arche auf und trugen sie empor über die Erde. 7,18 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen sehr auf Erden, und die Arche fuhr auf den Wassern. 7,19 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. 7,20 Fünfzehn Ellen hoch gingen die Wasser über die Berge, so dass sie ganz bedeckt wurden. 1Mo 7,17-20;


Es gibt also aus biblischer Sicht keinen Zweifel daran, dass die Wasser tatsächlich den gesamten Globus bedeckt hatten und sogar noch 3 Meter über den höchsten Berggipfeln standen. Eine lokale Flut ist zwar die in der Wissenschaft bisher bevorzugte Theorie, allerdings werden dabei gerade diese recht konkreten Aussagen der Bibel oben, in 1Mo 7,17-20, völlig ignoriert und man spekuliert mit Gletscherabschmelzungen am Ende der letzten Eiszeit und Wassereinbrüchen ins Schwarze Meer, einer Eruption des Santorin und nachfolgendem Tsunami u.a.m.  Die Wasserhöhen, welche man auf diese Art erreicht, liegen bei lächerlichen 100 - 170 m

Jene Wissenschaftler, welche den Sintflutbericht der Bibel akzeptieren, aber dennoch eine lokale Flut vertreten, sind der Ansicht, dass die Wasser den Kessel rund um den Berg Ararat gefüllt hätten und somit die Arche hinauftrugen. Sie übersehen allerdings, dass der Ararat mit seinen 5165 m im gesamten Gebiet der höchste Berg ist (höchster Berg der Türkei) und die Wasser daher über alle Berge ringsumher „übergelaufen” wären und sich von da her erst wieder weltweit hätten verteilen müssen, ehe sie die Spitze des Ararat erreicht hätten. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass diese Leute für die Aussage von 1Mo 7,19, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel von Wasser bedeckt wurden, keine Erklärung haben.

Während also für bibelgläubige Christen der Hintergrund klar ist, gibt es aber offensichtlich auch bei diesen Geschwistern das Problem, die Art und Weise des Herabkommens dieser immensen Wassermassen vom Himmel innerhalb von nur 40 Tagen und Nächten zu erklären.

Wie nun im eingangs zitierten Kommentar von G. Markwein völlig richtig argumentiert wird, wäre das ja kein Problem an sich. Alles Leben auf Erden - außer Noah und seiner Familie -  war von Gott dem Tod geweiht. Und da war es völlig egal, ob die Menschen durch ertrinken oder durch Wasserschwälle vom Himmel, welche die Wucht von Felsbrocken haben mussten, getötet worden wären. Aber wir müssen in diesem Zusammenhang eben immer auch die Sicherheit der Arche auf diesen Wassern berücksichtigen und daher kann man nicht davon ausgehen, dass die Wasser hier in regelrechten Wasserfällen heruntergekommen wären. Es muss daher ein Regen gewesen sein. Zwar ein recht starker Regen, aber doch ein Regen der aber die Arche nicht in Gefahr brachte.

Wenn wir das nun als Ausgangspunkt unserer Betrachtungen nehmen, können wir uns einmal fragen, welche Niederschlagesmengen da denn eigentlich erforderlich waren. Wie G. Markwein oben richtig bemerkt, müsste das Wasser zumindest etwa 5000 Meter hoch gestanden sein, um den Ararat zu bedecken. Es bedurfte also eines Niederschlags von rd. 5000 m3 oder 5 Millionen Litern auf den Quadratmeter in 40 Tagen und Nächten. Wenn wir das nun auf Tag und Stunde umlegen, kommen wir auf eine Regenmenge von etwa 125.000 Liter pro Tag oder 5.208 Liter pro Stunde und Quadratmeter.

Obwohl wir nun gerade in einer Zeit von relativ hohen Niederschlagsmengen leben, sind derartige Quantitäten völlig undenkbar. Die höchsten Niederschlage der Welt gibt es in Indien, doch auch dort überschreiten sie nicht den Umfang von 60-70 l pro Stunde und Quadratmeter. Und das nur auf einem Zeitraum von wenigen Tagen. Bei den gegenwärtigen schweren Niederschlägen in Mitteleuropa gab es etwa 300 Liter pro Quadratmeter für nur 60 Stunden. Daher muss man sich wie G. Markwein die Frage stellen, ob denn eine Niederschlagsmenge von mehr als 5.000 Litern pro Stunde und Quadratmeter noch als Regen bezeichnet werden kann oder ob es sich dabei eher um Wasserfälle handelt, die vom Himmel kommen. 

Zur Beantwortung dieser Frage wollen wir nun ein gedankliches Experiment durchführen. Wenn es sehr stark regnet haben wir in vielen Sprachen auch den umgangssprachlichen Ausdruck: „es gießt”. Dies ist natürlich abgeleitet vom Gießen mit einer Gießkanne, welches also durchaus mit einem starken Regen vergleichbar ist und daher kann uns vielleicht eine solche Gießkanne als Messgerät für unser Experiment dienen. Wir nehmen also eine ganz normale Gießkanne mit einem üblichen Fassungsvermögen von zehn Litern. Die Rosette, mit ihren Löchern am Ausguss der Kanne, hat meistens einen Durchmesser von ca. 10 cm. Um es anschaulicher zu machen nehmen wir weiters ein Kunststoffrohr, unten geschlossen und ebenfalls mit einem Durchmesser von 10 cm (z.B. 100er Abflussrohr) in einer Länge von 1 m und damit ebenfalls einem Fassungsvermögen von ungefähr 10 Litern.

Nun füllen wir die Gießkanne voll mit Wasser und gießen das Wasser anschließend aus voller Rosette in das aufgestellte Kunststoffrohr. Die Zeit vom Beginn des Gießvorgangs bis zum Ende, wenn die Gießkanne leer ist, messen wir mit einer Stoppuhr. Dabei werden wir feststellen, dass wir - etwas unterschiedlich je nach Größe und Dichte der Löcher in der Rosette - für diesen Vorgang etwa 1/2 bis 2 Minuten benötigt haben. Wir haben hier also eine Niederschlagsmenge simuliert, welche 10 Litern auf annähernd (weil ja sowohl Rosette als auch Rohr rund und nicht quadratisch sind) 100 Quadratzentimetern entspricht.

Nachdem unter gleichen Voraussetzungen in gleichen Relationen auch auf beliebig großen Flächen immer das gleiche Ergebnis erzielt wird, hätten wir hier also auf den Quadratmeter umgerechnet eine Niederschlagsmenge von 1000 Litern in 2 Minuten. Wenn wir nun die Zeit mit 5 Minuten etwas großzügiger bemessen und damit die Stärke der Niederschläge etwas reduzieren, kommen wir auf 12.000 Liter pro m2 und Stunde oder eine theoretische Höhe von etwa 11.500 Meter in 40 Tagen und damit das mehr als Doppelte jener Regenmenge, welche wir oben für die Sintflut auf Basis der Höhe des Ararat errechnet haben (5208 Liter pro Stunde und Quadratmeter). 

Daraus ist zu erkennen, dass derartige Niederschläge für uns Heutige zwar unvorstellbar heftig sind, aber dessen ungeachtet sich dennoch als Regen manifestieren und keinesfalls als „Wasserfälle”. Die Gefahr für die Arche war also minimal. Was für die Menschen außerhalb der Arche tatsächlich tödlich war, war die Geschwindigkeit des Wasseranstiegs: mehrere Meter pro Stunde. Da waren an den tiefsten Punkten der Erde wahrscheinlich nach 1 - 2 Stunden auch die höchsten der damaligen Bauten unter Wasser und eine Rettung ausgeschlossen. Auch jene Menschen, welche auf die Berge flüchten konnten, wurden spätestens am Gipfel - wenn sie es überhaupt soweit schafften - von den Wassermassen eingeholt und ertränkt. Dies lässt auch das göttliche Ziel dieser Maßnahme erkennen: es sollte ja von dieser gottlosen Generation kein einziger Mensch am Leben bleiben.

Und wenn er die alte Welt nicht verschonte, als er die Flut über die Welt der Gottlosen brachte.

2Ptr 2,4 Denn wenn Gott Engel, die gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern sie in finsteren Höhlen des Abgrundes gehalten und zur Aufbewahrung für das Gericht überliefert hat; 2,5 und wenn er die alte Welt nicht verschonte, sondern nur Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, als achten neben sieben anderen bewahrte, als er die Flut über die Welt der Gottlosen brachte; 2Ptr 2, 4- 5;

Bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte.

Mt 24,37 Aber wie die Tage Noahs waren, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. 24,38 Denn wie sie in jenen Tagen vor der Flut waren: sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging 24,39 und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Mt 24,37-39;


Die Aussage am Ende des obigen Textes in Mt 24,39: „so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein” meint nun nicht, dass wir bei der Wiederkunft des Herrn abermals eine Sintflut zu erwarten hätten. Davor bewahrt uns die Verheißung Gottes hier weiter unten, in 1Mo 9,11. Der Herr will hier schlicht und einfach darauf hinweisen, dass ebenso, wie sie vor der Flut nicht auf ihren Lebenswandel und die Zeichen der Zeit - insbesondere die Tätigkeiten des Noah! - achteten, ihr Leben lebten, Gott einen guten Mann sein ließen und dann in der Flut ersäuft wurden, es auch vor seiner Ankunft in der Endzeit sein wird. Die meisten Menschen sind auch heute schon nicht mehr in der Lage, die Realität und entscheidende Wichtigkeit dieser Botschaft zu verstehen. Sie meinen, sich mit wichtigeren Dingen beschäftigen zu müssen und werden erst am Ende ihres Lebens erkennen, dass sie am wirklichen Leben vorbeigegangen sind. Doch dann wird es zu spät sein.

Um nun zu unserem Experiment zurückzukommen, könnte man meinen, dass bei den oben errechneten Wassermengen die Erde damals viel höher hätte überflutet sein müssen. Doch auch hier müssen wir den Text genau lesen. Es heißt in 1Mo 7,19, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel mit Wasser bedeckt waren. Es geht hier also nicht nur um den Ararat, sondern um alle hohen Berge weltweit. Es ist zwar ungewiss, ob es damals schon den Mount Everest mit seinen 8.850 Metern Höhe über dem Meer gegeben hat. Aber es hat wahrscheinlich auch Berge gegeben, welche wesentlich höher waren als der Ararat. Und da in diesen Höhen viel weniger Land. bzw. Bergmasse war, vergrößert sich das Wasservolumen, welches erforderlich war um auch diese Berge zu bedecken, ganz wesentlich.

Desweiteren müssen wir berücksichtigen, dass wir ja die Höhe eines Berges in Relation zum Meeresspiegel messen. Vor der Sintflut hat es wahrscheinlich viel weniger Wasser auf der Erde und in den Meeren - sofern überhaupt Meere vorhanden waren - gegeben, sodass auch die Meere viel tiefer lagen. Damit würde sich die heutige Höhenangabe eines Berges teilweise mehr als verdoppeln und somit auch das erforderliche Wasservolumen wesentlich vergrößern. Und so scheint es auch durchaus plausibel, dass die rd. 12.000 Liter pro Quadratmeter und Stunde jene Niederschlagsmenge sein könnte, welche die Arche auf den Ararat hob und die gesamte damalige Welt innerhalb von 40 Tagen und Nächten mehr als 3 Meter über die höchsten Bergspitzen mit Wasser bedeckte.

Auch die Existenz der Arche selbst, die in den anderen Flutberichten nicht aufscheint, wurde in der Vergangenheit oft bestritten. Allerdings gibt es eine Meldung eines Aufklärungsflugzeuges aus dem zweiten Weltkrieg, welches auf seiner Route dieses Hochplateau überflog und im oberen Teil des Ararat ein rechteckiges dunkles Gebilde gesichtet hat, welches aufgrund seiner geradlinigen Begrenzung aus der umgebenden Eisdecke hervorstach. Dieser Kasten lag sichtlich schief und ragte auf einer Seite aus dem Eis heraus. Er hatte ein sichtbares Ausmaß von etwa 100 m Länge und 20 m Breite, wobei das eine Ende noch geschätzte 50 m vom Eis bedeckt war. Der Pilot überflog diese Stelle mehrmals und konnte auch Aufnahmen machen.

Nach dem Krieg hat es einige Versuche gegeben, dieses Objekt wieder zu entdecken. Doch wie es scheint, dürfte damals, aufgrund einer besonders warmen Wetterperiode, das Eis tiefer als sonst geschmolzen sein und hat daher den Blick auf die Arche freigegeben. Inzwischen ist die Eisschicht wieder so angewachsen, dass sie alles abdeckt und es konnte vom Flugzeug aus nichts mehr festgestellt werden.

Vergleicht man die Maßangaben mit jenen der Arche in der Bibel, kommt man zur Überzeugung, dass es sich bei dieser Sichtung um die Arche handeln könnte. Nach 1Mo 6,15 bekam Noah von Gott den Auftrag einen Kasten aus Tannenholz zu machen. Die Dimensionen sollten sein: 300 Ellen die Länge, 50 Ellen die Breite und 30 Ellen die Höhe. Nimmt man die Länge der Elle mit etwa 50 cm an (Hes 40,5) so kommt man auf die Maße 150m Länge, 25 m Breite und 15 m Höhe, was in etwa den Angaben des Piloten aus dem zweiten Weltkrieg entsprechen würde.


Der Abfluss der Wassermassen.

Das diesbezügliche Argument in der eingangs zitierten Replik von G. Markwein ist durchaus stichhältig. Wenn der gesamte Globus bis 3 Meter über die höchsten Bergspitzen mit Wasser bedeckt war, gab es tatsächlich keinen Ort auf dieser Welt, wo dieses Wasser hätte abfließen können. Wenn wir daher diese Aussage der Bibel Ernst nehmen - und das sollten wir - muss sich in den 150 Tagen nach den Regenfällen irgendetwas mit der Oberflächenstruktur des Planeten ereignet haben. Nun spricht der Text von 1Mo 8,1 davon, dass Gott einen Wind über die Erde fahren ließ, und dann die Wasser sanken. Aber es heißt dort auch in 1Mo 8,3: „Und die Wasser verliefen sich von der Erde”.

Und die Wasser verliefen sich von der Erde, allmählich zurückgehend.

1Mo 8,1 Und Gott gedachte des Noah und aller Tiere und alles Viehs, das mit ihm in der Arche war; und Gott ließ einen Wind über die Erde fahren, da sanken die Wasser. 8,2 Und es schlossen sich die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels, und der Regen vom Himmel her wurde zurückgehalten. 8,3 Und die Wasser verliefen sich von der Erde, allmählich zurückgehend; und die Wasser nahmen ab nach Verlauf von 150 Tagen. 8,4 Und im siebten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, ließ sich die Arche auf dem Gebirge Ararat nieder. 1Mo 8, 1- 4;


Es ist daher davon auszugehen, dass es nicht allein der Wind war, welcher die Wasser auftrocknete, sondern dass diese Wassermassen doch einen Weg fanden, um sich auf der Erde zu „verlaufen”. Nun ist es ein physikalisches Gesetz, dass Wasser nur dort hinfließt, wo es einen freien Raum gibt. Und wie bereits weiter oben ausgeführt, muss daher in diesen 150 Tagen - und auch noch danach - eine Veränderung der Erdoberfläche stattgefunden haben, welche den vor der Flut vorhandenen Raum wesentlich vergrößert hat.

Und hier müssen wir nun noch eine andere physikalische Gesetzmäßigkeit beachten, welche bei einer globalen Flut mit Sicherheit aufgetreten ist. Diese immensen Wassermassen, welche sich auf die Erde ergossen, hatten ein enormes Gewicht. Da der Erdmantel in Relation zum Planeten recht dünn ist, musste an den am Wenigsten stabilen Stellen dieser Mantel eingebrochen sein und der Druck des Wassers musste das herausquellende Magma auseinandergedrückt, ganze Kontinente gehoben und tektonische Platten verschoben haben, bis die Erde jene Form erreicht hat, in welcher sie sich uns heute im Wesentlichen darstellt. Dabei haben sich aber auch riesige Gräben gebildet, welche durch die nachfließenden Wassermassen immer breiter und immer tiefer wurden. Diese Gräben sind nun unsere heutigen Meere, welche zum Teil größere Tiefen haben, als die Höhe der Berge auf der Erdoberfläche  So ist die Vitiaz-Tiefe im Marianengraben (westlicher Pazifik), mit einer Tiefe von 11.034 m heute der tiefste Punkt der Erde.

Und diese neuen Gräben waren nun jener Raum, den es vor der Flut nicht gegeben hat, in welchen sich die Wasser nach der Flut „verlaufen” konnten. Nach dieser Sichtweise sind also unsere heutigen Weltmeere nichts anderes, als die Wasser der Sintflut, welche durch ihren enormen Druck den Erdmantel aufgerissen und sich so im Magma ihr Bett gegraben haben.


Der Bogen in den Wolken.

Wie bereits weiter oben erwähnt, haben wir in der Schrift die Verheißung Gottes, dass es auf Erden keine derartige Sintflut mehr geben wird, welche alle Menschen vernichten würde.

Es soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verdirbt.

1Mo 9,9 Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen 9,10 und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren des Feldes bei euch, von allem, was aus der Arche gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden. 9,11 Und ich richte meinen Bund so mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe. 1Mo 9, 9-11;

Der Bogen in den Wolken ist das Zeichen des Bundes Gottes mit allen Geschöpfen.

1Mo 9,12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 9,13 Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 9,14 Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.

9,15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe. 9,16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist.

9,17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden. 1Mo 9,12-17;


Dieser „Bogen in den Wolken” ist natürlich der Regenbogen und auch hier ergibt sich ein interessanter Zusammenhang mit der eingangs dargestellten Auffassung von einem Wassermantel in der Atmosphäre vor der Flut.

Aus dem Text von 1Mo 9,12-14 ist erkenntlich, dass dieser „Bogen” für Noah und seine Familie etwas ganz Neues war. Sie hatten so etwas vorher noch nie gesehen. Daraus lässt sich aber der Schluss ableiten, dass es vor der Flut auf der Erde auch keinen Regenbogen gegeben hat.

Wenn wir nun die physikalischen Voraussetzungen für diese atmosphärisch-optische Erscheinung betrachten, erkennen wir, dass ein Regenbogen immer dann gesehen werden kann, wenn die im Rücken des Beobachters stehende Sonne eine vor ihm befindliche Regenwolke oder Regenwand bescheint. Durch die Brechung der Sonnenstrahlen in den Regentropfen wird das weiße Sonnenlicht in die Spektralfarben zerlegt und die Reflexion lenkt die Strahlen in das Auge des Beobachters.

Die Grundvoraussetzung für die Entstehung eines Regenbogens sind somit die direkt einfallenden Sonnenstrahlen. Geht man nun, wie eingangs dargelegt, von der Annahme eines weltweit geschlossenen Wasser-/Eismantels vor der Flut aus, dann hat es auf der Erde damals zwar durchscheinendes Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung gegeben. Und daher konnte es auch nicht zur Entstehung eines Regenbogens kommen.

Im übrigen würde dieser „Schutzschild” rund um den Planeten vor der Flut auch eine Antwort auf eine andere Frage geben können. Die Angaben der Naturwissenschaften über das Alter der Menschheit stehen im krassen Gegensatz zu jenen der Bibel. Während die Bibel den Schluss zulässt, dass der Mensch (nicht das Universum!) vor etwa 5800 Jahren erschaffen wurde, rechnen Geologen mit 1 – 5 Millionen von Jahren. Arthur E. Wilder-Smith beschreibt in seinem Buch „Herkunft und Zukunft des Menschen” (S 119ff) den Fund (mit Photographie) eines klar erhaltenen Fußtritts eines Brontosaurus im Flussbett des Paluxy River (Texas, USA) aus der Kreidezeit (vor etwa 140 Millionen Jahren). Einige Meter davon entfernt befinden sich menschliche Fußabdrücke in der selben Formation, welche also zur gleichen Zeit entstanden sein mussten. Damit werden aber die 1 – 5 Millionen Jahre der Geologen offensichtlich widerlegt. Entweder der Mensch müsste also schon vor 140 Millionen Jahren mit den Sauriern gelebt haben oder die Saurier erst vor 1 – 5 Millionen Jahren mit dem Menschen.

(Siehe auch Diskurs 81: „Intelligent Design oder Evolution?” Wilder-Smith - Die Naturwissenschaften kennen keine Evolution.)


Wenn man sich nun die naturwissenschaftlichen Meßmethoden ansieht, so erkennt man, dass z.B. die „C14 - Datierungsmethode” (Radiokarbonmethode) - eine sogenannte „Kurzzeituhr” für die Messung der letzten zehn- bis zwölftausend Jahre -, welche für die Altersbestimmung von menschlichen Knochenfunden verwendet wird und die somit die Grundlage für die wissenschaftlichen Theorien über das Alter des heutigen Menschen bildet, davon ausgeht, dass alle lebenden Wesen mit der Luft auch radioaktiven Kohlenstoff (14C) absorbieren – also mit ihrem Körper aufnehmen - und damit im Gleichgewicht mit dem C14–Gehalt in der Luft stehen solange sie leben.

Beim Tod des Lebewesens hört der Stoffwechsel zwischen dem toten Körper und der Luft auf und das im Körper verbliebene radioaktive C14 beginnt seine Zersetzung. Der Fortschritt dieser Zersetzung wird nun gemessen. Ist noch eine große Menge C14 in den Knochen vorhanden, ist der Körper erst kurze Zeit tot. Wenn die Restmenge gering ist, ist der Zersetzungsprozess schon lange im Gange und der Körper ist daher schon lange tot. Also viel C14 – niedriges Alter, wenig C14 – hohes Alter. Nun muss man allerdings erwähnen, dass das C14 hoch oben in der Stratosphäre durch Bombardierung der Luft mit kosmischen Strahlen entsteht. Diese Strahlen reagieren mit atmosphärischem Stickstoff und bilden radioaktiven Kohlenstoff – eben C14 – , welcher dann in den unteren Schichten der Atmosphäre von allen Lebewesen mit der Luft eingeatmet bzw. von Pflanzen absorbiert wird. Geht man nun von der Annahme aus, dass die Erde bis zur Sintflut einen Wasser-/Eismantel hatte, welcher die kosmische Einstrahlung natürlich erheblich gefiltert, wenn nicht gar verhindert hätte, ist die Zuverlässigkeit der obigen Datierungsmethode stark in Zweifel zu ziehen bzw. überhaupt nicht mehr gegeben.

Alle Knochenfunde von Lebewesen, welche vor oder bei der Sintflut gestorben sind – so z. B. auch Saurier – würden, aufgrund der Filterwirkung des Mantels, während ihrer Lebenszeit keinen radioaktiven Kohlenstoff aufgenommen haben, somit einen C14-Gehalt von nahezu Null aufweisen und daher nach dieser Methode ein Alter von Millionen von Jahren zugewiesen erhalten, obwohl sie möglicherweise erst vor vier- oder fünftausend Jahren umgekommen sind. Dies sollte uns zumindest zum Nachdenken veranlassen. Und eben diese Filterwirkung des Wasser-/Eismantels als Schutz vor der radioaktiven Strahlung könnte auch der Grund für das erstaunlich hohe Alter gewesen sein – bis zu 969 Jahre –, welches jene Menschen, die vor der Flut geboren wurden, erreicht haben.

(Siehe auch die Tabelle 01: „Zeittafel von Adam bis Jakob”.)



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

Die Brunnen der großen Tiefe.



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Dieses bekannte Diagramm zur Plattentektonik zeigt die Erdmantelzirkulation, die durch den mittelozeanischen Rücken stets neues Gestein in die Erdkruste liefert. Laut den neusten Erkenntnissen könnte auf ähnliche Weise auch Wasser aus dem Mantel in die irdischen Ozeane transportiert werden. | Copyright: Byrd Polar and Climate Research Center

Columbus (USA) - Zur Frage, woher das lebensspendende Wasser der irdischen Ozeane ursprünglich stammt haben US-Forscher eine neuen Theorie vorgelegt. Demnach waren es nicht allein Asteroiden und Kometen, die bislang als Hauptlieferant für das Erdenwasser galten. Auch unser Planet selbst habe durch geologische Prozesse das Wasser selbst erzeugt - Prozesse, wie sie heute noch wirksam sind.

Wie Professor Wendy Panero und Jeff Pigott von der Ohio State University aktuell auf dem Jahrestreffen der American Geophysical Union (AGU) berichteten, könne die gleiche Menge an Wasser, die heute unsere Ozeane füllt, auch tief im Innern unseres Planeten verborgen sein.

Es handele sich um einen bislang unbekannten geochemischen Prozess, durch den die Erde in ihrem Innern über Milliarden von Jahren hinweg Wasser absondert und bis heute noch in kleineren Mengen durch Prozesse wie Plattentektonik aus ihrem Inneren heraus in die Ozeane abgibt.

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Vorstellung von der ursprünglich jungen Erde als trockene und lebensfeindliche Umgebung, die erst durch eisige Kometen und Asteroiden mit Wasser beliefert wurde, verfolgten Panero und Pigott die Hypothese, wonach die Erde schon mitsamt der Wassermenge ganzer Ozeane im Planeteninnern entstand und dieses Wasser seither nach und nach an die Oberfläche abgegeben wurde.

Tatsächlich weiß die Wissenschaft schon lange, dass der Erdmantel selbst große Wassermengen beinhaltet. Wie viel Wasser jedoch genau, war bislang ein Rätsel. Auch der Mechanismus, durch den dieses Wasser an die Oberfläche bzw. in die Ozeane gelangte, galt bislang als rätselhaft. Zudem stellten sich Forscher angesichts eines solchen Szenarios die Frage, ob diese Wasserquelle nicht schon längst versiegt sein müsste.

Da es keinen Methode gibt, den tieferen Erdmantel selbst zu untersuchen, haben sich die Wissenschaftler der Frage mit Experimenten der Hochdruck-Physik und Computerberechnungen genähert.

"Wenn wir nach der Herkunft des Wassers auf unserer Erde fragen, so stellt sich die Frage, was unsere Erde im Vergleich zu den anderen Planeten im Sonnensystem so einzigartig macht", erläutert Panero. "Die Erde ist hier so einzigartig, weil sie der einzige Planet mit flüssigem Wasser auf der Planetenoberfläche und auch der einzige Planet mit aktiver Plattentektonik ist. Vielleicht ist also das Wasser im Erdmantel ein Schlüssel zum Verständnis der Plattentektonik und ein Teil dieser Prozesse ist genau das, was die Erde lebensfreundlich macht."

Die Grundlage der Hypothese der Forscher ist die Beobachtung, dass Gestein dem menschlichen Auge zunächst als sehr trocken erscheinen kann, aber dennoch Wasser in Form von Wasserstoffatomen enthalten kann. Da die Mineralien reich an Sauerstoff sind, kann es im Innern von Gestein zu bestimmten Reaktionen kommen, durch die Wasser entstehen kann.

Da der Erdmantel mehr als 80 Prozent des Planetenvolumens darstellt, könnte auf diese Weise in ihm gebundenes Wasser schlussendlich gewaltigen Mengen entsprechen.

Anhand entsprechender Hochdruck-Experimente mit verschiedenen im Erdmantel vorkommenden Mineralien stellen die Forscher nun fest, dass selbst heute noch etwa halb so viel Wasser im Erdmantel gebunden sein könnte, wie es derzeit die Oberflächenozeane füllt. Dieses Wasser zirkuliert demnach fortwährend durch den Prozess der Plattentektonik.

"Unsere Ergebnisse stützen die Vorstellung von einem komplexen Zusammenhang zwischen Plattentektonik und Oberflächenwasser", so Panero. "Wie es scheint, reguliert die Mantelkonvektion die Menge des Wassers in den Ozeanen." Dadurch verlängert sich zugleich die Zeitachse des irdischen Wasserzyklus'. "Sollte sich die Zirkulation des Wassers durch den Mantel als Teil des irdischen Wasserkreislaufs herausstellen, und dieser also nicht nur aus dem Kreislauf zwischen Oberflächengewässern und Atmosphäre bestehen, so würde dieser Kreislauf unseres Wassers mehrere Milliarden Jahre dauern", so die Forscher abschließend.

(Grenzwissenschaft-aktuell: „Erzeugt die Erde ihre Gewässer im Erdinnern selbst?”)




„Im Gegensatz zur weit verbreiteten Vorstellung von der ursprünglich jungen Erde als trockene und lebensfeindliche Umgebung, die erst durch eisige Kometen und Asteroiden mit Wasser beliefert wurde, verfolgten Panero und Pigott die Hypothese, wonach die Erde schon mitsamt der Wassermenge ganzer Ozeane im Planeteninnern entstand und dieses Wasser seither nach und nach an die Oberfläche abgegeben wurde.”

An diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf

1Mo 7,11 In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf 1Mo 7,11;


„Die Grundlage der Hypothese der Forscher ist die Beobachtung, dass Gestein dem menschlichen Auge zunächst als sehr trocken erscheinen kann, aber dennoch Wasser in Form von Wasserstoffatomen enthalten kann. Da die Mineralien reich an Sauerstoff sind, kann es im Innern von Gestein zu bestimmten Reaktionen kommen, durch die Wasser entstehen kann.”

Wenn sich das Wasser wie in einem Stein versteckt hält und die Fläche der Tiefe fest gefügt ist?

Hiob 38,29 Aus wessen Schoß kam das Eis hervor, und des Himmels Reif, wer hat ihn geboren, 38,30 wenn sich das Wasser wie in einem Stein versteckt hält und die Fläche der Tiefe fest gefügt ist? Hiob 38,29-30;


„Da der Erdmantel mehr als 80 Prozent des Planetenvolumens darstellt, könnte auf diese Weise in ihm gebundenes Wasser schlussendlich gewaltigen Mengen entsprechen. Anhand entsprechender Hochdruck-Experimente mit verschiedenen im Erdmantel vorkommenden Mineralien stellen die Forscher nun fest, dass selbst heute noch etwa halb so viel Wasser im Erdmantel gebunden sein könnte, wie es derzeit die Oberflächenozeane füllt. Dieses Wasser zirkuliert demnach fortwährend durch den Prozess der Plattentektonik.”

Eine Feste zwischen den Wassern.

1Mo 1,6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 1,7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 1,8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. 1Mo 1, 6- 8;



Bereits bisher erschien jedem realistisch denkenden Menschen, die von vielen Wissenschaftlern vertretene Theorie der Kometen und Asteroide als Quelle für den Wasserreichtum unseres Planeten, völlig absurd. Müssten doch Milliarden von Asteroiden und Kometen auf der Erde einschlagen, um mit ihrem bisschen Wasser jene Wassermassen zu liefern, welche in unseren Ozeanen zu 70% die Erdoberfläche bedecken.

Was jedoch an der obigen Argumentation und der Gegenüberstellung mit den Bibeltexten so interessant ist, ist die bisher noch selten so klar erkennbare "Diktion" der Bibel in Bezug auf kosmologische Zusammenhänge. Gerade weil die Menschen damals - und bis heute - diese Zusammenhänge in ihrem vollen Umfang nicht verstanden haben, sind sie in der Bibel ganz einfach aber in ihrem Kern richtig beschrieben.

Und zwar so einfach, dass Wissenschaftler - auch hier bis in unsere Zeit - diese Aussagen als "Blödsinn - Wasser in den Steinen" abgetan haben und meinten, sie würden das viel "wissenschaftlicher" sehen können. Doch nun erkennt man, dass das Wasser tatsächlich in der "großen Tiefe" der Erde - dem Erdmantel - gespeichert ist. Und zwar "versteckt in den Steinen" - als Wasserstoffatome im Gestein.

Heureka!? Hätten Wissenschaftler die Bibel gelesen, hätten sie das schon viel früher gewusst. Und sie hätten auch den Urknall viel früher erkennen können, welcher nach wenigen Millionstel Sekunden so hell war, wie Billionen und aber Billionen von Sonnen. Es war der Moment, als Gott sprach (Gen 1,3):

Es werde Licht!



(Siehe auch Exkurs 12: „Die Schöpfung”)