Diskurs 91 - Die interreligiöse Ökumene: Sind die Religionen nur verschiedene Wege zum Heil?




Der Dialog der Religionen. / Das internationale „Waldzell Meeting 2007” im Benediktinerstift Melk.

Ist der Buddhismus eine tolerante und friedfertige Religion? / Perry Schmidt-Leukel, University of Glasgow.

Papst und König Abdullah von Saudi-Arabien einig über interreligiösen Dialog. / Info Giuseppe De Candia 2007-11-06

Kommentare der Katholischen und Evangelischen Kirche zum interreligiösen Dialog

Die Grenzen zwischen den Religionen sollen fallen. / Artikel Dr. Lothar Gassmann.

US-Evangelikale schätzen Allah und setzen Jesus mit Mohammed gleich. / Informationsdienst TOPIC, 2007/12



Der Dialog der Religionen.

Mit dem Argument, dass Jesus Christus heute in den Revolutionen und Fremdreligionen zum Heil der Welt handle, streben die Führer der Ökumene der (christlichen) Kirchen nunmehr auch eine Ökumene der Religionen an. Insbesondere die vier großen Weltreligionen: Buddhismus, Islam, Judentum und Christentum verstärken ihre Anstrengungen, eine gemeinsame Basis zu finden. Die dabei verfolgte ökumenische Leitidee ist eine „utopische Vision” einer mit vereinten menschlichen Kräften zu schaffenden Weltfriedensgemeinschaft aller Rassen, Religionen und Ideologien.

Beim „Waldzell Meeting 2007” im niederösterreichischen Stift Melk kamen nun Vertreter dieser vier Weltreligionen zusammen, um mit dem Dalai Lama als Ehrengast einen interreligiösen Dialog zu führen. Der tibetische Buddhist diskutierte mit Vertretern des Islam, des Judentums, der katholischen und der ukrainisch-orthodoxen Kirche. Hier anschließend nun eine kurze, sehr aussagekräftige Zusammenfassung dieser Veranstaltung von H. Rauscher (Tageszeitung Der Standard) und in der Folge einige prägnante Aussagen der Referenten, welche dann anhand der Bibel kommentiert werden.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Das internationale „Waldzell Meeting 2007” / Hans Rauscher, Tageszeitung DER STANDARD, 2007-09-19)


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http://www.waldzell.org/


Stift Melk - Seine Heiligkeit hatte die meisten Lacher. Wenn es einen religiösen Führer auf der Welt gibt, der auch als Stand-up-Comedian geeignet wäre, dann ist es der Dalai Lama. Diese - leicht gewöhnungsbedürftige - Eigenschaft zeigte sich auch wieder beim „Waldzell Dialog” in Stift Melk, wo der tibetische Buddhist mit Vertretern des Islam, des Judentums, der katholischen und der ukrainisch-orthodoxen Kirche diskutierte.

Das Publikum von „Waldzell” - Manager und Unternehmer mit Hang zur Esoterik - ist, wie so viele im Westen, überaus bereit, sich vom Dalai Lama beeindrucken zu lassen. Wenn er auf die Frage, wie man den Glauben zur Bewältigung der Alltagssorgen einsetzen könne, mit einem extra-trockenen „I don't know” antwortet, bebt der Kolomann-Saal des Barockstifts. Manchmal scheint es, als habe der Dalai Lama den Mystizismus satt, den diese sinnsuchenden Westler von ihm erwarten. Er hat andere Probleme. Die rasante Zurückdrängung der tibetischen Kultur durch die massenhaft einwandernden Chinesen zum Beispiel. Aber auch hier setzt er auf listige Pragmatik: In China selbst sei der Buddhismus wieder auf dem Vormarsch. Also: „Ich habe nichts dagegen, wenn gebildete chinesische Buddhisten nach Tibet kommen. Sie bringen uns gute Küche, wir ihnen geistige Nahrung”.

In Melk präsentierte sich der „lebende Buddha” erneut als toleranter, multikultureller Nicht-Fundamentalist. Die verschiedenen Religionen gebe es, jeder halte - wenn er glaubt - die seine für die einzig wahre, aber das mache nichts, solange jeder nur die grundlegenden menschlichen Werte lebe. Alle Religionen hätten dieselbe Botschaft von Liebe, Toleranz und Mitgefühl. „Die gesamte Welt verschmilzt zu einem Körper, ist aber multi-religiös”. Der Benediktinermönch David Steindl-Rast konnte der ganzheitlichen Sicht nur zustimmen.

Dennoch wurden spannende Strukturen sichtbar, als der Moderator die Frage stellte, ob die am Podium versammelten geistlichen Führer jemals - wie Mutter Teresa - an ihrem Glauben gezweifelt hätten. Dass der Islam doch subtil anders ist, merkte man an der Antwort von Ahmed Mohammad El-Tayyib, dem Rektor der Al-Azhar-Universität in Kairo, der bedeutendsten islamischen Bildungseinrichtung: Er habe keine Zweifel, weil der Islam unterschiedlich sei. Wenn die Angehörigen westlicher Religionen der Zweifel befalle, so suchten sie nach empirischen Beweisen, aber das wäre schon Wissen, nicht Glaube. Im Islam werde der Zweifel „stets vom Geist begleitet, der überprüft, ob das noch korrekt ist”. Wenn einen Muslim Zweifel befallen, so habe er seine Verhaltensregeln: „Wenn du Zweifel an Allah hast, musst du ihn anrufen, bis du wieder glaubst”.

Auf diese Aussage reagierte Rabbi David Rosen, Präsident des israelischen Instituts für die Kommunikation mit den anderen Religionen mit einem fulminanten Plädoyer für kritisches Hinterfragen: „Wer keine Zweifel hat, ist eine gefährliche Person.” Der Dalai Lama erklärte: „Buddha hat mir die Freiheit gegeben, die Dinge zu überprüfen.” Und der vom Patriarchat Moskau für die ukrainische Orthodoxie beauftragte Erzbischof Filip von Poltawa konstatierte: „Jeder zweifelt einmal an seinem Glauben. Wer nicht zweifelt, ist geistig tot.” Es war nicht „alle gegen den Islam”, aber der Bruch war spürbar: Elizabeth Lesser, Gründerin des „Omegainstitut”: „Ich habe eine Affinität zum Islam wegen meines Sufi-Lehrers, aber wie die Frauen behandelt werden, ist einfach lächerlich”.

(Hans Rauscher/Österreichische Tageszeitung DER STANDARD, Printausgabe, 19.9.2007 http://derstandard.at/?url=/?ressort=Dialog2 )



Die im obigen Artikel zitierte Frage eines Tagungsteilnehmers an den Dalai Lama, wie man den Glauben zur Bewältigung der Alltagssorgen einsetzen könne und dessen Antwort: „I don't know”, lässt das Forum in Waldzell in tosendes Gelächter ausbrechen. Es ist die übliche Art, wie das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten seine westlichen Zuhörer verblüfft. Nachdem sich die Tagungsteilnehmer aus Managern und Unternehmern zusammensetzten, muss man sich fragen, ob da der Vorstand eines Unternehmens, der auf die Frage wie man in einem Unternehmen Gewinn machen könne, mit der Aussage antwortet: „Ich weiß es nicht”, eine ähnliche Begeisterung hervorgerufen hätte.

Die „listige Pragmatik” des Dalai Lama zeigt sich eben nicht nur in seinen Aussagen zu den massenhaft in Tibet einwandernden Chinesen, sondern auch und insbesondere in der Art und Weise, wie er es versteht, den Westen durch vorsichtiges Taktieren für seine Sache zu gewinnen. Und dagegen wäre nun absolut nichts einzuwenden, wenn dieser tibetische Buddhist der Ministerpräsident seines Landes und diese Veranstaltung eine politische Konferenz wäre. Doch so ist dieses Meeting ein Dialog der Religionen und der Dalai Lama das geistliche Oberhaupt einer Religionsgemeinschaft, welche gerade über die Auswirkungen der Lebensweise von Menschen auf die Situation nach ihrem Tod sehr klare und konkrete Aussagen macht. Doch davon lässt der „lebende Buddha” in diesem Kreis wohlweislich nichts vernehmen. Und leider hat sich scheinbar auch niemand gefunden, der dies nachgefragt hätte.

Die ebenfalls im obigen Artikel zitierte Aussage der katholischen Nonne Agnes Gonxha Bojaxhiu, der „Mutter Teresa”, zu ihren Glaubenszweifeln, ist dem Buch mit ihren geheimen Aufzeichnungen entnommen, wo sie schreibt:

„Seit 49 oder 50 ist er da, dieser schreckliche Verlust, diese unerhörte Dunkelheit um mich. (...) Der Platz Gottes in meiner Seele ist leergefegt. (...) Da ist kein Gott in mir. (...) Das Schweigen und die Leere sind so groß, dass ich schaue und nicht sehe - lausche und nicht höre (...) Ich sehne mich nach Gott ... aber er ist nicht da (...) Manchmal höre ich mein eigenes Herz rufen: ,Mein Gott' und es kommt nichts.”

(Aus dem Buch „Komm, sei mein Licht. Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta” - Pattloch-Verlag.  [Come Be My Light - Doubleday Publishers])



Damit bekennt die „Heilige von Kalkutta” einerseits, dass sie die letzten dreißig Jahre ihres Lebens ohne Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist gelebt hat und andererseits hat sie offensichtlich an der falschen Stelle nach Gott gesucht. Gott ist nicht in der Seele zu finden. Die Seele ist nach der Schrift das Blut (3Mo 17,11.14; 5Mo 12,23) und das Blut ist bei Mensch und Tier der Sitz aller triebhaften Regungen. Gott aber ist Geist (Jh 4,24) und die ihn suchen und anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Gott ist daher nicht in unserer Seele, sondern in unserem Geist präsent.


Am Rande dieses hochkarätigen Dialogs von Vertretern der Weltreligionen, welcher für die Medien - offensichtlich außer dem „Standard” - nicht zugänglich war, hat auch der ORF (Österreichischer Rundfunk Fernsehen) einige Teilnehmer zu den Aussagen in ihren Vorträgen interviewt. Und hier appelliert der Dalai Lama einmal mehr, wie er sagt, an menschliche Werte. Immer mehr Menschen werde die Spiritualität hilfreich sein. Aber nicht nur für gläubige Menschen seien Mitgefühl und Barmherzigkeit wichtig.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

Der 14. Dalai Lama (Tenzin Gyatso), Oberhaupt des tibetischen Buddhismus:

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Es gibt in unseren Religionen viel Gemeinsames: praktizierte Liebe, Mitgefühl, Vergebung, Toleranz, Genügsamkeit, Einfachheit, Selbstdisziplin, wie etwa der Zölibat bei katholischen Nonnen und Mönchen. So gibt es viele Ähnlichkeiten, aber die Philosophie ist verschieden. Die Einen, die Christen zum Beispiel, glauben an einen Gott, die Anderen, etwa wir Buddhisten, tun das nicht. Aber der Zweck ist derselbe: den Enthusiasmus zu stärken, mit dem diese Werte gelebt werden.

(Waldzell Meeting 2007 - http://religion.orf.at/)



Es geht dem Dalai Lama also um den Enthusiasmus (leidenschaftliche Begeisterung) mit dem die Gemeinsamkeiten in den Religionen gelebt werden. Wenn wir nun die einzelnen Kriterien betrachten, welche hier angeführt werden,  bedarf es keiner umfangreichen theologischen Abhandlung, um den Unterschied - zumindest zur christlichen Religion - zu erkennen. Die Buddhisten praktizieren diese Verhaltensweisen deshalb, weil sie sich durch die  „Frucht einer guten Tat” eine bessere Ausgangsposition in der  „Wiedergeburt” erhoffen (der Buddhismus lehrt die Wiedergeburt jedes Menschen, je nach seinem Karma, als Mensch, Tier usw., bis er am Ende der Wiedergeburten ins Nirwana eingehen kann).

Natürlich haben Werte wie Liebe, Mitgefühl, Vergebung, etc. auch im Christentum einen hohen Stellenwert. Allerdings ist die Grundlage echten christlichen Handelns nicht das Sammeln von Gutpunkten auf irgendeinem „Konto” (Eigenleistung), sondern der Glaube an das stellvertretende Opfer Jesu Christi am Kreuz für unsere Sünden (Errettung aus Gnade). Damit unterscheidet sich das echte Christentum von Buddhismus (Frucht der guten Tat), Judentum (Gerechtigkeit), Islam (falsch gepredigter Kampf gegen die Ungläubigen) und Katholizismus (Ertragen von Leiden). Und wenn der Dalai Lama erklärt: „Buddha hat mir die Freiheit gegeben, die Dinge zu überprüfen”, so hat der eine und einzige Gott durch seinen Sohn Jesus Christus allen Menschen die Freiheit gegeben, dieses stellvertretende Loskaufopfer für ihre Sünden anzunehmen und dadurch auf ewig gerettet zu sein.

Und nun ist es recht interessant festzustellen, dass der Vertreter des Judentums in diesem Dialog der Religionen, der Präsident des International Jewish Committee for Interreligious Consultations, Rabbiner David Rosen, welcher den Glauben an diesen einen und einzigen Gott eigentlich mit den Christen teilen müsste, in seinem Vortrag ein Plädoyer für das kritische Hinterfragen hält und gesteht, dass seine Wahrheit nicht besser ist, als die der anderen Religionen.


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Rabbiner David Rosen, Präsident des Internationalen Jüdisches Komitees für interreligiöse Konsultationen:

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Ich glaube nicht, dass es nur einen Weg gibt. Wenn uns Gott in solcher Verschiedenheit anspricht, muss es verschiedene Wege geben. Ich glaube an meine Wahrheit aber ich könnte nicht sagen, dass sie besser ist, als die Wahrheit anderer.

(Waldzell Meeting 2007 - http://religion.orf.at/)



Wenn man nun bedenkt, dass nach jüdischem, aber auch nach christlichem Glauben, die anderen beiden hier vertretenen Religionen völlig unbiblisch sind, weil der Islam mit Allah einen falschen Gott und der Buddhismus überhaupt keinen Gott anbetet, ist die Behauptung, dass die Wahrheit dieser Religionen nicht besser ist, als die Wahrheit der Bibel, eine - gerade für einen jüdischen Geistlichen wie Rabbi Rosen - äußerst befremdende Feststellung.

Seht nun, daß ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist!

5Mo 32,39 Seht nun, daß ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist! Ich, ich töte und ich mache lebendig, ich zerschlage und ich, ich heile; und es gibt keinen, der aus meiner Hand rettet! 32,40 Denn ich erhebe meine Hand zum Himmel und spreche: So wahr ich ewig lebe! 5Mo 32,39-40;

Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein.

Jes 43,10 Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, daß ich es bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein. 43,11 Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter. 43,12 Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder Gott war unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR: ich bin Gott. Jes 43,10-12;

Gedenket des Früheren von der Urzeit her, daß ich Gott bin. Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir.

Jes 46,5 Mit wem wollt ihr mich vergleichen und gleichstellen und mich ähnlich machen, daß wir uns gleichen? 46,6 Sie, die Gold aus dem Beutel schütten und Silber auf der Waage abwiegen, dingen einen Goldschmied, daß er einen Gott daraus macht. Sie beugen sich, ja, sie werfen sich nieder. 46,7 Sie heben ihn auf die Schulter, tragen ihn umher und setzen ihn nieder an seine Stelle, und er steht da: von seinem Platz weicht er nicht. Auch schreit man zu ihm, aber er antwortet nicht, hilft ihm nicht aus seiner Not.
46,8 Denkt daran und ermahnt euch, nehmt es wieder zu Herzen, ihr Abtrünnigen! 46,9 Gedenket des Früheren von der Urzeit her, daß ich Gott bin. Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir. Jes 46, 5- 9;


Und wenn also nun sogar Rabbiner Rosen als Vertreter mit mosaischem Glaubensbekenntnis gesteht, dass seine jüdische Religion nur einer von „verschiedenen Wegen” und noch dazu nicht einmal der bessere ist, obwohl seine  Tora (die 5 Bücher Moses) und die jüdischen Schriften besagen, dass es keinen Gott neben dem Gott Israels gibt, ist es nicht verwunderlich, dass auch der Vertreter der katholischen Kirche, der  Benediktinermönch David Steindl-Rast, die Meinung vertritt, dass auch das Christentum, wie die anderen Religionen, nur „ein Tor ist, durch das wir auf das Letzte hingehen”


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Pater David Steindl-Rast, Benediktiner Österreich/USA:

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Solange wir unsere Religion für die einzig richtige halten und die anderen nur tolerieren, können wir uns letztlich nie verständigen. Da gibt es immer nur fromme Sprüche und Höflichkeiten. Wenn wir uns aber bewusst werden, dass unsere Religion so wie jede andere ein Tor ist, durch das wir auf das Letzte hingehen, das sich nicht mehr aussprechen lässt, das sich nicht mehr ausdrücken lässt, auf diese Möglichkeit, wo dann Worte und Formen versagen, dann können wir schön miteinander auskommen.

(Waldzell Meeting 2007 - http://religion.orf.at/)



In seinem Versuch, die Unterschiede zwischen den Religionen mit einer Art „Appeasement-Politik” zu verwischen, gibt der Benediktinermönch Steindl-Rast eher unbewusst den Hintergrund seines Standpunktes zu erkennen. Wenn er davon spricht, dass wir uns „letztlich nie verständigen” können, wenn „wir unsere Religion für die einzig richtige halten”, bestätigt er einmal, ebenso wie Rabbi Rosen weiter oben, dass für ihn seine eigene Religion nicht die einzig richtige ist. Andererseits lässt er damit auch klar erkennen, worum es ihm im Grunde geht: er will eine Verständigung zwischen den Religionen.

Nun ist eine Verständigung sicherlich etwas Gutes und dann erstrebenswert, wenn sie für alle Beteiligten Vorteile bringt. Um also im Unternehmermilieu zu bleiben, ist eine Verständigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer dann zu befürworten, wenn sie für die Ersteren mehr Gewinn und für die Letzteren eine adäquate Lohnerhöhung beinhaltet. Strikte abzulehnen ist jedoch der bekannte Versuch, die Gewerkschaften mit Geschenken zu motivieren, um eine ungleiche Verteilung der Vorteile zu vertuschen.

Etwas ganz Ähnliches wird aber hier praktiziert. Ähnlich wie diese Gewerkschafter nicht mehr die Arbeitnehmer vertreten, vertritt D. Steindl-Rast hier offensichtlich nicht die katholischen und schon gar nicht die christlichen Kirchen. Wie seiner Vitae zu entnehmen ist, sind seine eigentlichen Verdienste eher im Bereich des buddhistisch-christlichen Dialogs und des „Brückenschlags zwischen religiösen Traditionen” zu finden.

Nach zwölf Jahren klösterlicher Ausbildung und Studien der Philosophie und Theologie entsandte der Abt des Klosters Bruder David zur Teilnahme am buddhistisch-christlichen Dialog, für den er im Jahr 1967 die Genehmigung des Vatikans erhielt. Seine Zen-Lehrer waren Hakkuun Yasutani Roshi, Soen Nakagawa Roshi, Shunryu Suzuki Roshi und Eido Shimano Roshi. Er war 1968 Mitbegründer des Center for Spiritual Studies und erhielt 1975 für seine Verdienste um den Brückenschlag zwischen religiösen Traditionen den Martin-Buber-Preis. (http://www.waldzell.org/site?page=147)



Das ist dann auch der Grund, wieso der Benediktinermönch der „ganzheitlichen” Sicht des Dalai Lama: „Die gesamte Welt verschmilzt zu einem Körper, ist aber multi-religiös” nur zustimmen konnte. Gerade der Buddhismus, der seinen Gläubigen überhaupt nichts zu bieten hat - nicht einmal einen Gott - versucht dieses Defizit damit zu kompensieren, indem er sich mit den anderen Religionen auf eine Stufe stellt.

Und ebenso, wie man Rabbi Rosen weiter oben an die Aussagen seines Gottes (wenn er noch an ihn glaubt) in den Büchern Moses und der Propheten erinnern muss, kommt man nicht umhin, hier auch Pater Stendl-Rast auf die Aussagen seines Herrn Jesus Christus (wenn er an diesen noch glaubt) im Neuen Testament hinzuweisen.

Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe hineingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.

Jh 10,1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe hineingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. 10,2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist Hirte der Schafe. Jh 10, 1. 2;

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe.

Jh 10,7 Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. 10,8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. 10,9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10,10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluß haben. Jh 10, 7-10;

Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit Zeugnis gebe.

Jh 18,37 Da sprach Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, daß ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. Jh 18,37;

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6:


Nach diesen, für einen rechtgläubigen Christen bindenden Aussagen des Sohnes Gottes, gibt es keinen anderen Weg zu dem einen und einzigen Gott, als über Jesus Christus. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Jeder der aus der Wahrheit ist, erkennt seine Stimme. Wer nicht Jesus Christus als den einzigen Erlöser der Menschen verkündet, verkündet ein falsches Evangelium und ist nach Gal 1,9 verflucht (grie. anáthema Gal 1,8.9; 1Kor 16,22).

Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: er sei verflucht!

Gal 1,6 Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, abwendet zu einem anderen Evangelium, 1,7 wo es doch kein anderes gibt; einige verwirren euch nur und wollen das Evangelium des Christus umkehren. 1,8 Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! 1,9 Wie wir früher gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: er sei verflucht! Gal 1, 6- 9;

Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht!.

2Jh 1,9 Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 1,10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht! 1,11 Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken. 2Jh 1, 9-11;



Der Papst bestätigt den interreligiösen Dialog.

Diese Schriftstellen gelten nicht nur für Steindl-Rast, sondern für die katholische Kirche insgesamt, da gerade der Vatikan (siehe oben) solche unbiblischen Entwicklungen in ihren Reihen befürwortet. Und wie Giuseppe De Candia, ein häufiger Besucher von Immanuel.at informiert, hat sich der Papst nunmehr persönlich mit Vertretern des Islam über diesen interreligiösen Dialog geeinigt. Bruder De Candia schreibt:

„Die folgende aktuelle Nachricht ist im gleichen Tenor wie die obigen Aussagen. – Eigentlich erfreuliche Nachrichten, denn es bestätigt den Wahrheitsgehalt der Bibel über die Dinge der Endzeit.”


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(Papst und König Abdullah von Saudi-Arabien einig über interreligiösen Dialog. / Info G. De Candia 2007-11-06)


6. November 2007: Erstmals hat Papst Benedikt XVI am heutigen Dienstag den König von Saudi-Arabien Abdullah empfangen. Beide reichten sich zur Begrüßung die Hände und tauschten Geschenke aus. In einem anschließenden Gespräch über einen „interreligiösen Dialog” und über die Lage im nahen Osten waren sich der Papst und König Abdullah darüber einig, dass Christen, Muslime und Juden für „Frieden, Gerechtigkeit sowie spirituelle und moralische Werte” zusammenarbeiten müssten. Zudem sprachen sie sich für eine „gerechte Lösung” im Nahen Osten aus. Dabei wurde insbesondere der „israelisch-palästinensischen Konflikt” hervorgehoben.

http://www.die-topnews.de/koenig-abdullah-besucht-den-papst-3536



Und hier ist es bemerkenswert, dass sich bei diesem Dialog der Religionen beim „Waldzell Meeting 2007” unter den Referenten gleich zwei Vertreter des Katholizismus befanden - nämlich der Erzbischof Filip von Poltava und Kremenchug aus der Ukraine, als Vertreter der Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats und David Steindl-Rast aus Österreich/USA, Benediktiner Mönch und „spiritueller Führer”, als Vertreter des Römischen Katholizismus. Einen Vertreter der christlichen Kirchen hat man offenbar gar nicht erst eingeladen, denn dieser hätte - hoffentlich!! - diese verfrühte Vision von einer politisch korrekten Einheit der großen Weltreligionen wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt.

Einer der Referenten hat dies wohl versucht, wurde aber - erwartungsgemäß - in seinen Aussagen nicht wirklich Ernst genommen. Der Vertreter des Islam bei diesem Dialog, Ahmad Al-Tayyeb, Rektor der Al-Azhar Universität in Kairo, der ältesten Universität der Welt (gegründet 975), hat als Einziger auf die vorhandenen Unterschiede in den Religionen und Glaubensgrundsätzen hingewiesen-


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Großimam Ahmad Al-Tayyeb, Rektor der Al-Azhar Universität in Kairo und Mitglied des Obersten Rates für Islamische Angelegenheiten:

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Aus dieser von Gott gewollten Verschiedenheit folgt für die Menschen, dass sie sich in den Religionen und Glaubensgrundsätzen unterscheiden und sich weiter unterscheiden werden bis zum Jüngsten Tag. Die Verschiedenheit der Glaubensgrundsätze und ihr Fortbestehen ist eine koranische Wahrheit und zugleich eine Wahrheit der Schöpfung.

(Waldzell Meeting 2007 - http://www.waldzell.org/site?page=150)



Für einen rechtgläubigen Christen ist es nun beschämend, dass ein Vertreter eines falschen Glaubens mit einem falschen Gott und einer falschen Heilserwartung anscheinend als Einziger in dieser Runde diese scheinheiligen Versuche einer religiösen Gleichmacherei durchschaut hat. Wenn er dann allerdings sagt,

wenn die Angehörigen westlicher Religionen der Zweifel befalle, so suchten sie nach empirischen Beweisen, aber das wäre schon Wissen, nicht Glaube. Im Islam werde der Zweifel „stets vom Geist begleitet, der überprüft, ob das noch korrekt ist”. Wenn einen Muslim Zweifel befallen, so habe er seine Verhaltensregeln: „Wenn du Zweifel an Allah hast, musst du ihn anrufen, bis du wieder glaubst”.


ist zu erkennen, dass es nicht Weisheit war, welche ihm diese Erkenntnis ermöglichte, sondern schlicht und einfach der Mangel an Information. Ähnlich wie der Koranlehrer auf die Fragen seiner Schüler sagte: „Über den Koran dürft ihr keine Fragen stellen, ihr müsst ihn nur auswendig lernen”. Und eben diese Geisteshaltung dürfte auch für jene Probleme verantwortlich sein, welchen sich der Islam heute weltweit gegenüber sieht. Man will verhindern, dass die Gläubigen zu viele Fragen stellen, weil sie ja sonst „wissen” und nicht glauben würden, und erreicht damit aber gleichzeitig, dass andere, falsche Lehrer mit falschen Antworten die Wissbegier der Gläubigen befriedigen.

Ist der Buddhismus eine tolerante und friedfertige Religion?

Der Buddhismus wird von vielen im Westen als vorbildlich, tolerant und friedfertig wahrgenommen. Genau diese Wahrnehmung war ein Thema einer Buddhismusveranstaltung im Salzburger Bildungshaus St. Virgil. Der im christlich-buddhistischen Dialog engagierte Religionswissenschafter Perry Schmidt-Leukel, selbst anglikanischer Christ, war relativierender Tagungsteilnehmer.


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Perry Schmidt-Leukel, Professor für Systematische Theologie und Religionswissenschaft, University of Glasgow:

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Die Religionsgeschichte etwa der östlichen Religionen ist nicht einfach diese großartige, reine, friedfertige, tolerante Geschichte, als die es hier oft dargestellt wird. Sie finden ja Leute, die sagen Ihnen oft guten Gewissens subjektiv: im Namen des Buddhismus' ist nie ein Religionskrieg geführt worden. Und das ist historisch schlicht und ergreifend falsch. (...)

Es geht darum, aufgrund spezieller Kriterien der eigenen Religion, spezieller Maßstäbe der eigenen Religion, zu sagen: Müssen wir wirklich sagen, dass diese konkrete andere Religion weniger Wahrheit bezeugt, weniger Gutes bezeugt, weniger Heiliges bezeugt als meine? Oder müssen wir nicht viel eher sagen: Ja, sie ist in vielem anders, sie ist in vielem verschieden, aber letztlich gleichwertig. Und die theologische Vorstellung, die ein solches Modell erlauben würde, ist die - jetzt christlich gesprochen -, dass Gott sich allen Menschen geoffenbart hat. Dass es keinen Menschen gibt - seit es Menschen gibt - der ohne eine Verbindung zum Göttlichen lebt. Und dass sich diese Verbindung, die Gott mit jedem Menschen hat, natürlich auch manifestiert hat in den verschiedenen Kulturen und Religionen der Menschheit. (...)

(Buddhismusveranstaltung im Salzburger Bildungshaus St. Virgil. - http://religion.orf.at/)



Perry Schmidt-Leukel ist ein Vertreter der pluralistischen Religionstheologie. Diese bestreitet, dass das Christentum die allen anderen überlegene Religion ist und geht davon aus, dass zumindest einige Religionen im Hinblick auf ihre Erkenntnis göttlicher Wirklichkeit und ihre heilsvermittelnde Kraft einander gleichwertig sind.

Wenn wir nun die obigen Aussagen von P. Schmidt-Leukel  betrachten, wo er u. a. meint:

„Müssen wir wirklich sagen, dass diese konkrete andere Religion weniger Wahrheit bezeugt?”


so wird sofort die ganze Problematik dieser Denkrichtung klar: wenn der im christlich-buddhistischen Dialog engagierte Religionswissenschafter den Buddhismus mit dem Christentum vergleicht - einerseits eine Religion ohne Gott, ohne Schöpfer, die andere mit Gott, dem Schöpfer aller Dinge - und dann meint:

„Oder müssen wir nicht viel eher sagen: Ja, sie (die andere Religion) ist in vielem anders, sie ist in vielem verschieden, aber letztlich gleichwertig”


so erinnert das frappant an den sprichwörtlichen Vergleich des Droschkengauls mit dem Rennpferd. Aus der Warte des Droschkenkutschers. Bei all diesen Versuchen, die verschiedenen Religionen als gleich gültig darzustellen, werden deren Inhalte schließlich gleichgültig. Und dann kann man natürlich auch auf den Wahrheitsanspruch verzichten: Einheit auf Kosten der Wahrheit.

Gerade der Buddhismus wird bei uns im Westen - vielleicht auch ein wenig Dank der „listigen Pragmatik” des Dalai Lama - als Vorbild einer toleranten, pluralistischen Religion gesehen und der erste Teil des nachfolgenden Gleichnisses von P. Schmidt-Leukel scheint das auch zu bestätigen.


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Perry Schmidt-Leukel, Professor für Systematische Theologie und Religionswissenschaft, University of Glasgow:

Ein Gleichnis zum Nachdenken.

Blindgeborene, die keinen Elefanten kennen, berühren einen  Elefanten jeweils an verschiedenen Körperteilen. Der Eine berührt den Elefanten am Bein, der Andere am Schwanz, der Andere am Ohr, der Dritte am Rüssel usw. Und dann sind sie gefragt den Elefanten zu beschreiben, wie sieht ein Elefant aus? Und sie beschreiben ihn nach dem Körperteil das sie berühren. Wer das Bein berührt sagt: der Elefant ist wie ein Baumstamm oder der den Rüssel berührt sagt, der Elefant ist wie eine Liane und der den Schwanz berührt sagt, der Elefant ist wie ein Fliegenwedel, was in Indien verbreitet war, usw. Und dann streiten sie miteinander darüber, weil sie sagen der Andere sagt etwas ganz Falsches über den Elefanten. Und dieses Gleichnis wird häufig verwendet, um so eine pluralistische Interpretation der Religionen zu präsentieren, dass die Religionen verschiedene Aspekte der gemeinsamen Wirklichkeit wahrnehmen und statt ihre Komplementarität zu erkennen, geraten sie in Streit miteinander.

(Buddhismusveranstaltung im Salzburger Bildungshaus St. Virgil. -  http://religion.orf.at/)



Dieses Gleichnis ist tatsächlich ganz ausgezeichnet, weil es so anschaulich und daher leicht verständlich ist. Die Blindgeborenen stehen für die Religionsstifter der Weltreligionen, die - jeder für sich - glauben die Wahrheit zu besitzen, aber in Wirklichkeit nur einen mehr oder weniger großen Teil „begriffen” haben. Und auch der Streit über ihre verschiedenen Erkenntnisse lässt sich ganz exzellent mit der Realität vergleichen. Hier kann man nun sehr gut die These von P. Schmidt-Leukel verstehen, der sinngemäß meint, wenn sich diese Leute anstatt zu streiten, zusammensetzen und ihre jeweiligen Erkenntnisse austauschen würden, kämen sie der Wahrheit sehr schnell sehr viel näher.

Allerdings ist dies leider nur die „westliche Variante” dieses Gleichnisses, dessen nachfolgender zweiter Teil von den Befürwortern einer pluralistischen Einheitsreligion gern verschwiegen wird.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

Perry Schmidt-Leukel, Professor für Systematische Theologie und Religionswissenschaft, University of Glasgow:

So wurde das Gleichnis aber im Buddhismus nicht erzählt. Denn die Pointe im Buddhismus ist eine ganz andere. Da gibt es nämlich einen sehenden König, der die Blinden zu diesem Elefanten führen lässt. Und der König amüsiert sich am Schluss über den Streit der Blinden. Und der Kontext lässt keinen Zweifel darüber, dass der sehende König für den Buddha steht. Und die Blinden stehen für die rivalisierenden religiösen Lehrer und Meister zur Zeit des Buddha. Und der Kontext sagt sogar expressis verbis, dass die Teilansicht der Anderen nicht ausreicht, um die Erlösung zu erlangen, sondern nur die volle Sicht, die eben der sehende König, der eben kein Blinder ist, d. h. die der Buddha hat.

(Buddhismusveranstaltung im Salzburger Bildungshaus St. Virgil. -  http://religion.orf.at/)



Hier stehen wir nun wieder in der Realität dieser Welt. Aus ist's mit der Toleranz und Pluralität im Buddhismus. Im Gegenteil: der Buddha amüsiert sich am Schluss noch über den Streit der Blinden, weil nur er der Sehende ist, der die volle Sicht hat.

Aus christlicher Sicht wäre hier jedoch noch etwas hinzuzufügen:

Der Buddha hat sich zu früh gefreut! Mit seiner Einstellung der Schadenfreude und der Überheblichkeit liefert er den Beweis dafür, dass er selbst blind ist und der Erkenntnis mangelt. Tatsächlich geht es gar nicht darum, wer den Elefanten sieht oder nicht. Der Elefant steht hier für die Erkenntnis der Wahrheit und damit die Erkenntnis Gottes. Doch Gott ist Geist und wer ihn erkennen will, muss ihn in Geist und Wahrheit anbeten. Es geht also hier nicht um die körperliche Sehkraft, sondern um die geistliche.

Und nun stimmt es schon, dass wir Menschen in der Mehrzahl geistlich „Blindgeborene” sind. Doch im Gegensatz zum Verhalten des Buddha in diesem Gleichnis, der diese Blinden herumstreiten lässt und über sie lacht und damit den Buddhismus als Erlösungsreligion disqualifiziert, zeigt das Christentum den richtigen Weg auf: Christus lacht diese blinden Leute nicht aus, sondern er macht sie geistlich sehend. Und er zwingt sie auch nicht, sich zu ihm zu bekehren, sondern er stellt es ihnen frei sich für oder gegen ihn zu entscheiden.

Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe;

Jh 12,44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; 12,45 und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. 12,46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; Jh 12,44-46;

Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden.

Jh 9,39 Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden. 9,40 Einige von den Pharisäern, die bei ihm waren, hörten dies und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind? 9,41 Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde. Nun aber sagt ihr: Wir sehen. Daher bleibt eure Sünde. Jh 9,39-41;


Und dies ist nun tatsächlich die Handlungsweise eines liebenden Gottes. Buddha war ein „sehender König”, der geistlich blind war. Er war einer von jenen Religionsstiftern, die als Blinde um den Elefanten herumstehen und streiten, ohne zu wissen, dass sie nicht ihre Augen, sondern ihren Geist benötigen, um zur Erkenntnis Gottes zu gelangen.

Und hier erkennt man nun auch, warum sich die christliche Religion als einzige Erlösungsreligion sieht: Weil sie einen Erlöser hat und nicht wie die anderen Religionen auf irgendwelche Selbsterlösungstheorien angewiesen ist. Es ist Gott selbst, der sich allen Menschen in seinem Sohn offenbart. Doch Jesus Christus ist kein Dämon, der den Geist des Menschen ohne dessen Einwilligung besetzt. Allen Menschen steht es frei, entweder an den Sohn Gottes zu glauben oder ihn zurückzuweisen. Wer ihn annimmt ist erlöst und hat ewiges Leben, wer ihn ablehnt bleibt in seinen Sünden und ist schon gerichtet. Wer das - gerade als Theologe und Anglikaner - nicht verstanden hat, der hat das Christentum überhaupt noch nicht begriffen.

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat.

Jh 3,16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 3,17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. 3,18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Jh 3,16-18;

Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten

Jh 7,38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. 7,39 Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war. Jh 7,38-39;

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.

Jh 11,25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; 11,26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Jh 11,25-26;



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(Kommentare der Katholischen und Evangelischen Kirche zum interreligiösen Dialog.)


Katholische Kirche - Erzbistum Köln (http://www.erzbistum-koeln.de/seel )

Die großen Herausforderungen vor denen die Menschen unserer Zeit stehen, können nur durch das Zusammenwirken aller bewältigt werden. Der interreligiöse Dialog heute leistet einen Beitrag zur Verständigung und zu friedlichem Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Herkunft. Die Kirche gibt im interreligiösen Dialog ein Zeugnis ihres Glaubens und ihrer Hoffnung.

Der Ökumenische Rat der Kirchen: Der interreligiöse Dialog


Evangelische Kirche Deutschlands (www.ekd.de/ezw/42787_42920.php)

In einer Zeit, in der in Deutschland wie in den meisten Ländern der Welt religiöse Pluralität herrscht und nicht mehr von einer einheitlichen christlichen Kultur ausgegangen werden kann, ist Dialog auf allen möglichen Ebenen notwendig und ohne Alternative. (…)

Allgemein gilt für den interreligiösen Dialog, dass er im Geiste der Höflichkeit und des gegenseitigen Respekts zu führen ist. Wichtig ist die Fähigkeit und Bereitschaft, selbst auch den eigenen Glauben zu bezeugen, ohne dass damit die ausdrückliche Absicht verbunden sein muss, den Gesprächspartner für diesen Glauben zu gewinnen. Es geht im Dialog nicht um das gemeinsame Finden einer Kompromiss-Wahrheit oder einer Kompromiss-Theologie, sondern um das bessere Verstehen des anderen, und mitunter auf diesem Wege um das bessere Verstehen des eigenen Glaubens. (…)

Dieser Prozess schließt die Möglichkeit zur Veränderung mit ein, denn religiöse Traditionen sind keine betonierten Wesenheiten. Die Erfahrungen, die ihre Angehörigen im Laufe von Begegnungen und interreligiösen Dialogen durch die Geschichte hindurch machen, bleiben auf Dauer nicht ohne Folgen.


Wohin der ökumenische Irrweg führt, zeigt der nachstehende Text:

„Sei gepriesen Herr, du Gott Mohammeds. Du bist groß und erhaben. Du bist unbegreiflich und unnahbar. Du bist groß in deinen Propheten.
Sei gepriesen Herr, du Gott Buddhas. Du wohnst in den Tiefen der Welt. Du lebst in jedem Menschen. Du bist die Fülle des Schweigens.
Sei gepriesen Herr, du Gott Afrikas. Du bist das Leben in den Bäumen. Du bist die Kraft in Vater und Mutter. Du bist die Seele in der Welt.”

(Offizielles Material und Bekenntnis des päpstlichen Missionswerkes „Missio” aus Aachen zur Verteilung in katholischen Kirchengemeinden bestimmt).
Quelle: http://www.oekumene-live.de/content/view/39/44/



Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6:



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(Die Grenzen zwischen den Religionen sollen fallen. / Artikel Dr. Lothar Gassmann.)

Der Friede der Welt wird plötzlich so wichtig, dass der Friede mit Gott aus dem Blickfeld gerät. Das Vorletzte wird zum Letzten erklärt, doch dabei geht das Letzte verloren. Von Gott wird zwar noch geredet, jedoch kommt ihm kaum mehr als die Rolle des Zuschauers bei den menschlichen Friedensbemühungen zu. Das Friedensreich wird hier auf dieser alten Erde von einer vereinigten Menschheit selbst aufgebaut. Der Mensch soll durch seine „moralische Anstrengung” das vollbringen, was man von Gott nicht mehr erwartet. Die christliche Wahrheit wird verwässert.

Man will nichts mehr davon hören, dass Jesus Christus beansprucht, die Wahrheit in Person und der einzige Weg zu Gott dem Vater zu sein. Um des politischen Friedens willen ist man der Ansicht, die Einheit der Menschen der christlichen Wahrheit überordnen zu müssen. Die Grenzen zwischen den Religionen sollen fallen. Jesus soll nur noch als ein Religionsstifter unter vielen gelten, aber nicht als Gottes einziger Sohn und Erlöser. Sein Absolutheitsanspruch soll der erstrebten Vereinigung der Menschheit und dem daraus erhofften Weltfrieden nicht im Wege stehen. Der Friede mit Gott geht verloren. Frieden mit Gott schließt das Ernstnehmen seines Willens und seiner Gebote ein. (Jes. 48,18).

Wer das grundlegende erste Gebot übertritt, kann keinesfalls mit Gottes Frieden rechnen, auch nicht mit einem dauerhaften irdischen Frieden, höchstens mit einem kurzlebigen Scheinfrieden. In der gesamten biblischen Heilsgeschichte wird deutlich, dass das Volk Gottes den wahren Frieden mit seinem Herrn immer dann verloren hatte, wenn es meinte, mit Vertretern heidnischer Religionen paktieren zu müssen.

(Lothar Gassmann)





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(US-Evangelikale schätzen Allah und setzen Jesus mit Mohammed gleich. / Informationsdienst TOPIC, 2007/12

TOPIC hatte in seiner November-Ausgabe über einen Brief von 138 islamischen Gelehrten berichtet, der an zahlreiche christliche Führer geschickt wurde. Darin arbeiteten Muslime Parallelen zwischen dem Islam und dem Christentum heraus und ermuntern die Christen, auf Basis der Liebe zu Gott und dem Nächsten in einen Dialog mit dem Islam einzutreten.

Nun haben 138 christliche Führer - hauptsächlich aus den USA - den Muslimen geantwortet. In ihrem gemeinsam unterschriebenen Brief weisen sie darauf hin, dass sowohl der Gott der Bibel als auch Allah den Menschen gebieten zu lieben und sich deshalb Christen und Muslime auf dieser gemeinsamen Ebene der Liebe treffen könnten. Ganz selbstverständlich wird Allah dem Gott der Bibel gleichgestellt und Aussagen von Jesus werden kommentarlos neben die des islamischen Propheten Mohammed gestellt. Zu Anfang des Briefes bitten die Unterzeichner des Schreibens alle Muslime um Vergebung für die Kreuzzüge und für „Exzesse” von „Christen” im Krieg gegen den Terror. Am Ende des Schriftstückes fordern sie muslimische Führer auf, gemeinsam erste Schritte zu gehen, um die „Anforderung zu erfüllen Gott und uns gegenseitig zu lieben”.

Den Brief haben u.a. unterzeichnet:

Bill Hybels (Gründer von Willow Creek), Rick Warren (Gründer der Saddleback Community Church), Brian D. McLaren (einer der Vertreter der Emerging-Church), Robert Schuller (TV-Prediger), David Yonggi Cho (weltbekannter Charismatiker), Geoff Tunnicliffe (Vorsitzender der weltweiten Ev. Allianz), George Verwer und Peter Maiden (Operation Mobilisation/OM), sowie etliche Vertreter namhafter evangelikaler Ausbildungsstätten in den USA.

Bei der EV. Kirche Deutschlands (EKD) ist das Schreiben der 138 Islam-Gelehrten dagegen mit Vorsicht aufgenommen worden. Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, wies darauf hin, dass im Originaltext des Briefes das arabische Wort „Da'wa” stehe, das den „Ruf zum Islam” bezeichne. Das Dokument mache also keine Abstriche an der Vorstellung von der Endgültigkeit und Unüberbietbarkeit des Islam. Außerdem verstünden Christen das „Doppelgebot der Liebe” - Liebe zu Gott und zum Nächsten - anders als es die Islam-Gelehrten ausführen. Grundlage für Christen sei die Liebe Gottes, die sich in Christus und im Bund mit Israel zeige, so Huber.


Informationsdienst TOPIC / Herausgeber: Ulrich Skambraks (Kreuztal bei Siegen). Postfach 1544.0-57206 Kreuztal Tel. 02732/791859. Fax 02732/74677


 

Alle Religionen sind gleich?

Beim "Waldzell Meeting 2007" im niederösterreichischen Stift Melk kamen Vertreter der vier großen Weltreligionen zusammen, um mit dem Dalai Lama als Ehrengast einen interreligiösen Dialog zu führen. Der tibetische Buddhist diskutierte mit Vertretern des Islam, des Judentums, der katholischen und der ukrainisch-orthodoxen Kirche.

(Siehe auch Diskurs 91: „Die interreligiöse Ökumene: Sind die Religionen nur verschiedene Wege zum Heil?”)


Bei diesem interreligiösen Dialog haben die Vertreter der einzelnen Religionen die unten kurz zitierten Stellungnahmen abgegeben, welche – bis auf jene des Vertreters des Islam – den Eindruck erwecken, dass tatsächlich alle Religionen gleich sind und dass es völlig egal ist, welcher Religion man angehört, denn jede Religion ist „ein Tor, durch das wir auf das Letzte hingehen”, wie das der österreichische Vertreter des Katholizismus’ formuliert hat.

Dalai Lama


Der 14. Dalai Lama (Tenzin Gyatso), Oberhaupt des tibetischen Buddhismus: „Es gibt in unseren Religionen viel Gemeinsames: praktizierte Liebe, Mitgefühl, Vergebung, Toleranz, Genügsamkeit, Einfachheit, Selbstdisziplin, wie etwa der Zölibat bei katholischen Nonnen und Mönchen. So gibt es viele Ähnlichkeiten, aber die Philosophie ist verschieden. Die Einen, die Christen zum Beispiel, glauben an einen Gott, die Anderen, etwa wir Buddhisten, tun das nicht. Aber der Zweck ist derselbe: den Enthusiasmus zu stärken, mit dem diese Werte gelebt werden.”

David Rosen

Rabbiner David Rosen, Präsident des Internationalen jüdisches Komitees für interreligiöse Konsultationen: „Ich glaube nicht, dass es nur einen Weg gibt. Wenn uns Gott in solcher Verschiedenheit anspricht, muss es verschiedene Wege geben. Ich glaube an meine Wahrheit aber ich könnte nicht sagen, dass sie besser ist, als die Wahrheit anderer.”

David Steindl-Rast


Pater David Steindl-Rast, Benediktiner Österreich/USA: „Solange wir unsere Religion für die einzig richtige halten und die anderen nur tolerieren, können wir uns letztlich nie verständigen. Da gibt es immer nur fromme Sprüche und Höflichkeiten. Wenn wir uns aber bewusst werden, dass unsere Religion so wie jede andere ein Tor ist, durch das wir auf das Letzte hingehen, das sich nicht mehr aussprechen lässt, das sich nicht mehr ausdrücken lässt, auf diese Möglichkeit, wo dann Worte und Formen versagen, dann können wir schön miteinander auskommen.”

Ahmad Al-Tayyeb Großimmam Ahmad Al-Tayyeb, Rektor der Al-Azhar Universität in Kairo und Mitglied des Obersten Rates für Islamische Angelegenheiten: „Die Verschiedenheit der Glaubensgrundsätze und ihr Fortbestehen ist eine koranische Wahrheit und zugleich eine Wahrheit der Schöpfung.”



Soweit also die Aussagen der Teilnehmer an diesem religiösen Dialog. Nun ist aber für einen rechtgläubigen Christen klar, dass diese Religionen einerseits Götzen anbeten: der Islam den von Mohammed im Koran (610-630 n.Chr.) erfundenen "Allah", der Katholizismus die im Konzil von Ephesus (431 n.Chr.) erfundene katholische "Maria". Das Judentum und der Buddhismus andererseits haben keinen Gott. Die Juden, weil Gott sie vor zweitausend Jahren verlassen hat, als sie seinen Sohn ans Kreuz geliefert haben (Jh 8,24), die Buddhisten, weil der Buddhismus an sich keinen Gott kennt.

Ein Vertreter der biblisch-christlichen Religion – bei diesem Meeting leider nicht eingeladen – hätte all diesen Aussagen natürlich widersprochen und darauf hingewiesen, dass alle diese Religionen wohl ein "Tor" sein können, aber ein Tor in die Hölle .Es ist einzig und allein der Glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes, welcher den Menschen erretten kann (Jh 3,17-18). Deshalb heißt das Christentum Christentum. Und wenn der katholische Pater dies seinen Kollegen und der Welt verschweigt, wird auch der Sohn Gottes ihn verleugnen vor seinem himmlischen Vater (Mt 10,32-33).

Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. (Jh 3,35-36)

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Jh 14,6)

Doch gerade dieses Argument wird ja erfahrungsgemäß immer wieder deshalb als unzulässig erklärt, weil man dessen Stichhaltigkeit nicht in der Realität überprüfen kann. Ganz ähnlich, wie auch die neutestamentliche Verheißung Jesu, dass dort, wo die Menschen in seinem Namen beisammen sind, auch er mitten unter ihnen ist (Mt 18,20).

Und hier ist es nun interessant, dass im unteren Bild, welches die weltweite Zugriffsstatistik dieser Website über 10 Jahre (2000-2010) zusammenfasst, eine unleugbare Häufung der Zugriffe – zumindest für diesen Zeitraum – in Europa und  den USA dokumentiert wird. Nachdem bei Immanuel.at ein biblisch fundiertes Christentum vertreten wird, muss man davon ausgehen, dass auch dessen Besucher eine biblisch fundierte Exegese und somit "im Namen Jesu" gesucht haben.

Dass diese geografischen Bereiche gleichzeitig auch jene Weltgegenden sind, in welchen Wohlstand, Demokratie und Menschenrechte am weitesten entwickelt sind und in den anderen, überwiegend nichtchristlichen Ländern, in weiten Teilen Krieg, Korruption, Verbrechen und Unterdrückung herrschen, kann aus objektiver Sicht kein Zufall sein und stellt diese Verheißung des Sohnes Gottes in ein besonderes Licht.

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