Immanuel.at - Diskussionsforum: Besucher-Informationen




Enteignung der Sparer: EU zwingt Staaten zu „Bail-in”-Gesetzen.. / INFO DIREKT Magazin für eine freie Welt 2015-06-15

Christenverfolgung in Deutschland: »Du Scheiß-Christ«. / Christine Rütlisberger, KOPP-exklusiv 02/14

EU: Deutschland ist jetzt das Weltsozialamt. / Udo Ulfkotte, KOPP-exklusiv 47/13

Deutsche Bundesbanker empfehlen Mitarbeitern Gold. / KOPP-exklusiv 45/13

Goldvotum: Die Nervosität der Finanzelite. / Michael Brückner, KOPP-exklusiv 45/14

Wenn der Staat zum Räuber wird: Zwangsenteignung und innere Unruhen. / Michael Brückner, KOPP-exklusiv 43/13

Gold zwischen Sparern und Spekulanten. / Nikolaus Jilch, Tageszeitung "Die Presse" 01, 2013-10-21

Die größte Goldverschwörung aller Zeiten: Wann platzt die Bombe? / Markus Gärtner, KOPP-exklusiv 20/14

Wie stark ist der Euro? - Eine Welt aus Papier. / Nikolas Jilch, Tageszeitung "Die Presse" 00, 2011-05-29

Inflation ist die einzige Lösung / "Presse"-Interview mit dem Kapitalmarktexperten Stefan Riße 00, 2011-05-13

Die nächste Finanzkrise kommt bestimmt. / Andreas Treichl, Chef der "ERSTE BANK", Wien 00, 2011-05-12



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Enteignung der Sparer: EU zwingt Staaten zu „Bail-in”-Gesetzen. / INFO DIREKT 2015-06-15

Die Europäische Kommission hat vor kurzem mehreren Mitgliedsstaaten eine zweimonatige Nachfrist gesetzt, um das neue EU-Regelwerk betreffend gescheiterte Banken in nationales Recht umzusetzen. Ansonsten werde es Strafmaßnahmen durch den Europäischen Gerichtshof geben. Zu den Ländern, die bisher noch keine Bail-in-Gesetze erlassen haben, gehören laut einer Reuters-Meldung Polen, die Niederlande, Frankreich, Italien, Luxembourg, Bulgarien, Tschechien, Litauen, Malta, Rumänien und Schweden. [1]

Das im Mai 2014 verabschiedete Regelwerk ist als „EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten” (kurz: „Abwicklungsrichtlinie”) bekannt, die vermeiden will, dass die Steuerzahler alleine die zur Banken-Rettung nötigen Zahlungsmittel aufzubringen haben, indem sie die Aktionäre und Gläubiger der Bank – das heißt also auch Anleger und Sparer! – zwingt, zu einem Prozess beizutragen, der „Bail-in” genannt wird. Im Klartext: die Anleger und Sparer werden kurzerhand enteignet, um die Bank zu retten. (Bei einem „Bail-out” hingegen werden marode Banken mit „Rettungspaketen” aus der Steuerkasse gerettet.)

Österreich wurde übrigens nicht abgemahnt, denn es hat bereits brav seine Hausaufgaben erfüllt. Immerhin muss ja hierzulande die HETA-Bank abgewickelt werden, was von Bloomberg als erster Anwendungsfall der EU-Abwicklungsrichtlinie angesehen wird. [2] – Siehe auch das Beitragsbild und das zugehörige YouTube-Video.  [3]

Plant EU schon für Krise?
Michael Snyder, der den Economy Collapse Blog [3] herausgibt, vermutet, dass die EU auf eine größere Krise vorbereitet sein will und mit einem „Ereignis im September oder danach” rechnet. Schließlich sei es höchst merkwürdig, dass in der EU, wo sonst die bürokratischen Mühlen sehr langsam mahlen, etwas plötzlich ganz schnell passieren muss. Rechnet die EU also mit einer Krise nach Anfang August? Wer weiß. Sicher ist in jedem Fall, dass erst im April ein Mann, der als Top-Insider gelten darf, vor einer neuen Finanzkrise warnte: Jamie Diman, der CEO von JP Morgan Chase, Amerikas größter Bank, schrieb in einem Brief an seine Anleger, „es wird eine neue Krise geben und der Finanzmarkt wird ihre Auswirkungen deutlich zu spüren bekommen.” [4]

Auffällig ist: In den letzten 24 Monaten haben auch außereuropäische Länder wie die USA, Kanada und Neuseeland Gesetzgebungen verabschiedet, die es diesen Ländern bei der nächsten Krise erlauben würden, die Bankeinlagen ihrer Bürger einzufrieren und anschließend zu beschlagnahmen. [5]

Diese Maßnahmen werden überall – so auch in der EU – der Öffentlichkeit so verkauft, als dienen sie dem „Gemeinwohl”. In Wahrheit sollen sie Menschen vor allem daran hindern, ihr Kapital in Bargeld umzuwandeln und in Sicherheit zu bringen. Getestet wurde das „Bail-in”-Verfahren bereits 2013 im Rahmen der Zypern-Krise. Sollte eine Finanzkrise also Banken in der EU ins Wanken bringen, wird es nach einem ähnlichen Schema ablaufen.

Zyperns Sparer wurden ohne Vorwarnung enteignet
Beim Bail-in auf Zypern verloren im März 2013 alle Sparer mit einem Guthaben über 100.000 Euro bei der Bank of Cyprus 40 Prozent ihres Geldes. Bei der Bank Laiki gingen ihnen sogar 60 Prozent verloren. Das ganze geschah ohne Vorwarnung und quasi über Nacht: An einem einzigen Wochenende schlossen die Banken, die Konten der Bürger wurden gesperrt und das Geld war weg. Man war nicht mehr in der Lage, sein Geld vom Konto abzuheben. Der Prozess fand nicht schrittweise statt, nein, der „Bail-in” erfolgte plötzlich und vollumfänglich. Vor dem Zusammenbruch hatten Politiker und Medien die Menschen in Sicherheit gewiegt – sprich, es wurde gelogen bis zum bitteren Ende.

Laut dem US-Finanzportal Zerohedge könnte es auch in Griechenland im Falle eines Staatsbankrotts zu einem Bail-in kommen, wodurch die Sparer um einen guten Teil ihrer Einlagen gebracht würden. [6]

„Bail-in ist ab jetzt die Regel” – so hatte es der irische Finanzminister Michael Noonan bereits im Juni 2013 verkündet. [7]


[1] ca.reuters.com/
[2] „Die Entscheidung Österreichs, die Finanzmittel für die HETA Asset Resolution AG zu beschneiden, welche die Abwicklung der Vermögenswerte der gescheiterten Hypo Alpe-Adria-Bank International AG vornehmen sollte, ist der erste Test der EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten, die ab nächstem Jahr im gesamten EU-Raum Anwendung finden soll. Das Regelwerk, das in Österreich früher als in den meisten EU-Mitgliedstaaten eingeführt worden ist, ermöglicht es den Regulierungsbehörden im Falle eines Bankzusammenbruchs, die Verluste sowohl den Aktionären der Bank als auch ihren Gläubigern aufzulasten.” www.bloomberg.com/
[3] theeconomiccollapseblog.com/

[4] www.thestreet.com/
[5] www.focus.de/, www.sparkonto.org/, www.sparkonto.org/
[6] www.zerohedge.com/
[7] www.goldcore.com/


Enteignung

Beitragsbild: Der Janssen Report über die Abwicklung der österreichischen HETA Asset Resolution AG, YouTube Screenshot, www.youtube.com/

INFO DIREKT - Das Magazin für eine freie Welt


(Siehe auch Diskurs 108: "Ihr Geld wird eingezogen - Stabley Fischer von der FED")



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Christenverfolgung in Deutschland: »Du Scheiß-Christ« / Christine Rütlisberger, KOPP-exklusiv 02/14

Oft und gerne sprechen politische Entscheidungsträger über den Islam als Religion des Friedens. Der Griff in die Steuerschatulle folgt dann meist nur kurze Zeit später, um der Integrations-, Sozial- und Bildungsindustrie zu neuen lukrativen Aufträgen zu verhelfen.

Vor allem Bildung tue not, Um der christlichen Bevölkerung endlich die angebliche Friedfertigkeit der muslimischen Religion näherzubringen. Konflikte lösten sich danach wie von selbst. Schließlich bedeute schon der Begriff »Islam« angeblich nichts anderes als »Frieden«. Doch leider ist nicht nur das schlichtweg falsch.

Mehr als hundert Kirchenschändungen
Weder linguistisch noch in der Lebenspraxis kann dem Islam Friedfertigkeit attestiert werden. Religiöse Gewalt nimmt weltweit zu. Sie richtet sich mehr und mehr gegen Christen und gegen deren Gotteshäuser. Etwa 100000 Christen werden nach Angaben des Vatikans in Asien und Afrika Jahr für Jahr aus religiösen Gründen getötet. Doch auch in Deutschland mehren sich die Angriffe gegen Christen. Besonders in der Weihnachtszeit. So wies der Berufsschulpfarrer Eberhard Kleina den Präses der EKD Dr. Nikolaus Schneider in seinem offenen Brief vom 14. Dezember 2013 deutlich auf die Brandanschläge gegen Kirchen in Hannover, Hameln und Braunschweig hin.

Mehr als einhundert Kirchenschändungen verzeichnet die christliche Gemeinde in Deutschland seit 2012. Doch der Präses schweigt bislang beharrlich. Während dieser sich bei ähnlichen Vergehen gegen Synagogen oder Moscheen wohl kaum in eisernes Schweigen gehüllt hätte, folgt er ganz dem islamfreundlichen Zeitgeist, wenn es gegen das Christentum in Deutschland geht. Doch was ist anderes zu erwarten von einer verweltlichten protestantischen Kirche, die sich mehr um die große Politik als um den Glauben kümmert? Wer solche Vertreter sein Eigen nennt, der muss offenkundig auf die Feinde der Christen nicht lange warten. Und somit erscheint die Liste der Kirchenschändungen auch im Jahr 2013 schier endlos. Ein kurzer Auszug:

•  Am 18. August 2013 berichtete das Polizeipräsidium Koblenz, dass die Pfarrkirche im nahegelegenen Niederelbert geschändet wurde, indem unter anderem in den Altarraum uriniert, menschliche Fäkalien hinterlassen und sakrale Gegenstände beschädigt wurden.

•  Am 8. September wurde die Kirche St. Chrysanthus und Daria im nordrhein­westfälischen Haan geschändet. Ein Kru­zifix wurde geköpft, eine Heiligenfigur beschädigt, der Sakralraum entweiht.

•  Am 6. November brachen Täter in die Waltroper Kirche St. Peter ein. Sie zerstörten die Tür der Sakristei, durchsuchten und verwüsteten die Räumlichkeiten. Den Opferstock in der Marienkapelle brachen sie mit Gewalt auf, fanden dort aber so wenig wie an anderer Stelle.

•  In der Nacht zum 8. November gab es Vandalismus und versuchte Brandlegung in der Kirche des Asthmazentrums Buchenhöhe in Berchtesgaden. Im Pfarrsaal der Kirche wurden an verschiedenen Stellen Tischdecken und Dekorationsmaterial in Brand gesetzt. Ein großes Kruzifix an der Wand beschädigten die Täter gewaltsam.

•  Holzkreuze einfach verbrannt
Anfang Dezember kam es zu einer langen Serie von Schändungen im Münsterland. Insgesamt zählte die Polizei 26 Straftaten. Unter anderem wurde ein Holzkreuz verbrannt unter einer Autobahnbrücke in Ibbenbüren gefunden.

•  Im gleichen Ort wurde auch eine Steinstatue des Heiligen Joseph geköpft und eine Statue der Heiligen Barbara zerschlagen. Im Nachbarort Saerbeck stahlen die Täter eine Herz-Jesu-Statue. Im Polizeibericht heißt es wie so oft bei solchen Fällen: »Die Polizei schließt einen religiösen Hintergrund der Serie nicht aus.«

•  In der Nacht zum 8. Dezember brach ein 23-jähriger Mann in die St.-Vinzentius-Kirche in Meppen/Groß Fullen ein. Dabei schlug er eine bleiverglaste Scheibe ein, zerstörte einen sakralen Gegenstand und entwendete den Tabernakel.

•  Am 9. Dezember wurde bei einem Einbruch im Untergeschoss der Versöhnungskirche im schwarzwäldisehen Loßburg Bargeld gestohlen.

•  Am gleichen Tag stahlen Täter bei einem Einbruch in die Pfarrkirche in Nettesheim nahe Köln neben Geld auch einen aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kelch. Weitere sakrale Gegenstände - zwei Monstranzen, drei Kelche und ein Reliquienkreuz - fehlen ebenfalls bis heute.

•  Über Schändungen am Nikolaustag 2013 berichteten die Westfälischen Nachrichten. So wurden Kapellen in Rheine-Rodde und Mettingen geschändet.

•  Und sieben Straftaten wurden in nur einer einzigen Nacht begangen. Bildstöcke, Statuen und Wege­kreuze wurden zerstört.

•  Am 15. Dezember brachen bislang unbekannte Täter in eine Bocholter Kirche ein. Am Altar zerstörten sie eine Scheibe und stahlen die Reliquie des Heiligen Norbert, die nach Polizeiangaben einen Wert von mehreren Tausend Euro hat.


»Der Wunsch, Blut zu vergießen«
In der Vorweihnachtszeit hielten Christen vor dem Kölner Dom und dem EKD-­Kirchenamt in Hannover Mahnwachen gegen die zunehmenden Angriffe auf Christen und ihre Gotteshäuser ab. Sie spüren, dass eine großangelegte Verfolgung der Christen längst begonnen hat. Auch in Deutschland. Und dabei nehmen die islamische Religion und ihre Anhänger eine wichtige Rolle ein. Der saudische Imam Muhammad Al­Arifi stellte in seiner Rede im ägyptischen Fernsehsender Al Rahma am 19. Juli 2010 unmissverständlich fest:

»Der Wunsch, Blut zu vergießen, Schädel einzuschlagen und Gliedmaßen abzuschlagen für die Sache Allahs und in Verteidigung seiner Religion, ist ohne Zweifel eine Ehre für den Gläubigen.«

Der Islam ist halt auch in seinem Kern nicht friedfertig. Das Wort »Islam« stammt ab vom arabischen »aslama«, das »unterwerfen« bedeutet. Leider erscheinen auch Gewalt, Schändung und Zerstörung legitime Mittel zu sein, um diese Unterwerfung der »Ungläubigen« herbeizuführen. Das ARD-Magazin Panorama berichtete schon 2010 über die Situation. Danach werden deutsche Schüler von muslimischen Jugendlichen in den Schulen gejagt und verprügelt - wenn sie sich als Christen outen. Zu hören bekommen sie dann: »Du Scheiß-Chrlst«.

Christenverfolgung in Deutschland - es gibt sie. Und es sind keineswegs nur Einzelfälle. Doch das alles scheint politisch korrekt und gewollt zu sein. Zumindest wird es von Politik und Medien geduldet. Denn man spricht nicht darüber. Und man solidarisiert sich so mit den Tätern. Die Opfer stimmten mit dem Möbelwagen ab. Sie ziehen dort weg, wo sie verfolgt und gedemütigt werden. Deutschland rückt so Tag für Tag einer neuen Teilung näher. Es ist eine Entwicklung, die niemand mehr aufhalten kann.

Goldmuenze1
 

KOPP-exklusiv 02/14 / www.kopp-exklusiv.de




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EU: Deutschland ist jetzt das Weltsozialamt / Udo Ulfkotte, KOPP-exklusiv 47/13

Es gibt viele neue Urteile in der Europäischen Union, die lassen einen Durchschnittsbürger fassungslos zurück. Nach dem jüngsten Urteil haben Studenten, die noch nie in Deutschland waren und auch nicht hier studieren wollen, Anspruch auf deutsche Geldleistungen.

In den letzten Monaten gab es Gerichtsurteile, die in Zeiten leerer Kassen aufhorchen lassen. Da urteilte etwa das nordrhein-westfälische Landessozialgericht, Ausländer hätten auch dann Anspruch auf deutsche Sozialleistungen, wenn sie keine Chance hätten, jemals in Deutschland zu arbeiten. Der Hintergrund: Eine rumänische Familie war nur deshalb nach Deutschland gekommen, um Sozialhilfe zu beziehen. Und die Richter segneten das ab. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) fürchtet als Folge des Urteils nun eine massenhafte Zuwanderung in das deutsche Sozialsystem. Auch die Kommunen warnen vor zusätzlichen Milliardenbelastungen.

Der große Ansturm ab Januar 2014
Und die Sorge ist groß, dass nach Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit am 1. Januar 2014, wenn die letzten Jobhürden für Rumänen und Bulgaren fallen, viele nur deshalb nach Deutschland kommen werden, um Sozialleistungen zu beziehen. Denn Anspruchsvoraussetzung ist, dass die Migranten sich nach »objektiv aussichtsloser Arbeitssuche im Bundesgebiet« aufhalten. Im Klartext: Wer als Ausländer nicht die geringste berufliche Qualifikation und somit keine Chance auf Arbeit in Deutschland hat, der darf einreisen und sofort Sozialhilfe beziehen. Bislang haben im Jahr 2013 etwa 70000 Bulgaren und Rumänen in Deutschland Anträge auf Sozialhilfe gestellt.

Noch fassungsloser macht ein Urteil des Nürnberger Sozialgerichts. Im Zuge der »Liechtensteinaffäre« war das Nürnberger Hauptzollamt in den Besitz von Datenträgern gelangt, aus denen sich Geldflüsse zwischen hier lebenden Ausländern und Banken in ihren Heimatländern ergaben. Ein Datenabgleich führte die Ermittler zu 73 »Stütze-Empfängern« in Mittelfranken, ge­gen die auch die Staatsanwaltschaft wegen Betruges ermittelt. Die meisten von ihnen waren Türken. Ein Beispiel: Sechs Jahre lang zahlte eine in Nürnberg wohnende Türkin, die von 1998 bis 2004 von Arbeitslosengeld und -hilfe lebte, 49000 Euro an ihre Verwandten in der Türkei. Als die Bundesagentur für Arbeit dahinterkam, verlangte die Behörde Teile des Geldes - 31000 Euro - von der früheren Grundig-Mitarbeiterin zurück.

Doch diese Rückforderung wollte die Mutter zweier Kinder nicht hinnehmen. Sie zog vor das Sozialgericht und bekam dort Recht. Andere Türken verschoben bis zu 160000 Euro, und zwar als Sozialhilfeempfänger. Das Gericht entschied: Das sei als »kulturelle Besonderheit« der Türken zu »respektieren« und voll in Ordnung. Sozialhilfebetrug richterlich abgesegnet - das gibt es nur in Deutschland. Deutschland wird inzwischen zu einer Art Weltsozialamt. Denn nun haben die höchsten EU-Richter befunden, dass Deutschland Studenten, die nie in Deutschland waren, ein Studium mit deutschen Bafög (Bundesausbildungsförderungsgesetz)-Leistungen finanzieren muss. Deutschland muss demnach Studenten Bafög zahlen, die vor Beginn ihrer Ausbildung niemals in Deutschland gewohnt haben und auch nicht in Deutschland studieren wollen. So jedenfalls lautet das Urteil des Europäischen Gerichtshofes mit dem Aktenzeichen C-220/12 vom 24. Oktober 2013.

Ein Wohnsitz könne nicht der Maßstab für die für Bafög nötige Verbundenheit mit der deutschen Gesellschaft sein, entschieden die EU-Richter. im vorliegenden Fall ging es um einen in Brasilien geborenen jungen Mann, der mit seinen Eltern in Istanbul wohnte und für ein Studium in den Niederlanden deutsches Bafög beantragte. Der Antrag wurde von den Behörden in Hannover abgelehnt, weil eine Förderung auch bei Deutschen ohne Wohnsitz in Deutschland nach den Gesetzen nicht möglich ist. Doch nun muss der deutsche Staat dem Mann sein Studium finanzieren. Auch dieses Urteil dürfte viele animieren, deutsche Sozialleistungen zu beantragen .

 
Goldmuenze1
 

KOPP-exklusiv 47/13 / www.kopp-exklusiv.de




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Deutsche Bundesbanker empfehlen Mitarbeitern Gold / KOPP-exklusiv 45/13

Für Goldanleger waren die vergangenen Monate auf den ersten Blick nicht sonderlich gut. Doch jene, die durchgehalten oder sogar zugekauft haben, können sich wohl freuen. Es gibt interessante Nachrichten.

Vor nunmehr genau zwei Jahren wurde über WikiLeaks ein bis dahin geheimes Dokument des Internationalen Währungs­fonds (IWF) veröffentlicht. Es bestätigte zum ersten Mal, dass und wie die großen Zentralbanken den Goldpreis manipulie­ren. Beim Durchlesen wurde schnell klar, warum das Dokument nicht für die Öffentlichkeit bestimmt (not for public use) war. Schließlich ging es um die geheimen Goldverleihgeschäfte der Zentralbanken und wie diese Banken im Hintergrund auf den Goldpreis einwirken, wenn es ihnen opportun erscheint. Wir erinnern in diesem Zusammenhang auch daran, dass frühere deutsche Bundeskanzler den Amerikanern stets in Geheimabkommen zusichern muss­ten, Gold der Bundesbank nicht über oder unter einem bestimmten Preis am Markt zu verkaufen.

Bekannt geworden ist etwa ein Brief von Arthur F. Burns, dem damaligen Vorsitzenden der US-Notenbank (FED) aus dem Jahr 1975, adressiert an den damaligen US-Präsidenten Gerald Ford. Und in diesem heißt es, die FED habe ein Geheimabkommen mit dem damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), dass die Deutsche Bundesbank in je­nem Jahr die Unze Gold nicht zum Preis von mehr als 42,22 Dollar (umgerechnet etwa 52,90 Euro) verkaufen werde. Sowohl der IWF als auch die Deutsche Bundesbank und die FED manipulieren also den Goldpreis. Und das ist nachweislich ganz sicher keine Verschwörungstheorie. In den vergangenen Monaten haben die Zentralbanken diesen Einfluss wieder einmal wahrgenommen und den Goldpreis deutlich gedrückt. Vor die­sem Hintergrund sind dann auch viele Spe­kulanten aus dem Edelmetall ausgestiegen. Nun aber gibt es interessante Nachrichten.

Goldmuenze

Auf 100 Käufer kommt ein Verkäufer
Wie erst jetzt bekannt wurde, haben füh­rende Bundesbanker ihren Mitarbeitern Ende Juli 2013 empfohlen, Ersparnisse künftig auch in Edelmetallen anzulegen. Ein Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden möchte, bestätigte das auf Anfra­ge und teilte mit: »Ein Goldbarren oder eine Goldmünze verschwindet bei einem Finanzcrash nicht einfach und sagt: Ich zahle nicht.« Ganz anders sei es mit allen Zah­lungsversprechen aus Papier. Die Finanzkri­se werde aus Sicht führender Mitarbeiter der Bundesbank jedenfalls verheerender als zuvor zurückkommen. Und deshalb de­cken sich die Mitarbeiter jetzt privat unter anderem mit Edelmetallen ein.

Bei Anlagemünzen dürfte das zusehends schwierig werden. Denn auf 100 Käufer kommt derzeit bei Goldmünzen nur noch ein Verkäufer. Die südafrikanische Goldanlagemünze Krüger Rand (eine Unze) ist fast überall ausverkauft und ohne hohe Aufschläge nicht mehr zu bekommen. Lieferengpässe gibt es auch bei der australischen Perth Mint für das Nugget. Und wer den amerikanischen Gold Eagle in den USA kaufen will, der muss der­zeit etwa vier Wochen warten. Die Royal Canadian Mint beschränkt die Lieferung des Maple Leaf pro Woche und Kunde, um die große Nachfrage zu regeln. Der auf dem Papier fallende Goldpreis und die konkrete Nachfrage bei Anlegern nach realem physi­schem Gold sind demnach derzeit zwei völlig verschiedene Dinge.

Vertrauensverlust beim Papiergeld
Aufhorchen lassen unterdessen neue Ge­rüchte, nach denen ein erheblicher Teil der deutschen Goldreserven in den USA gar nicht mehr physisch vorhanden ist. Zuletzt im Juli 2013 hatte William Kaye, ein bekann­ter US-Hedgefonds-Manager, behauptet, über die amerikanische Notenbank FED seien regelmäßig Goldreserven »verliehen« worden, um den Goldpreis zu drücken. Aber nicht amerikanische, sondern vor allem deutsche. Über Leasingverträge sei physisches deutsches Gold der Bundesbank zu US-Banken wie Goldman Sachs oder JP Morgan gelangt. Und diese hätten das Gold unter anderem an der Börse von Hongkong verkauft. Käufer des »deutschen Goldes« sollen auch die chinesische, indische und russische Zentralbank sein, die damit in den letzten Jahren ihre eigenen Goldreserven erheblich aufgestockt haben sollen.

Auch aus der Bundesbank gibt es nun Stimmen, die behaupten, dass das physische deutsche, in New York eingelagerte Gold nicht mehr komplett vorhanden sei. Für den klassischen Goldanleger, der sich trotz der fal­lenden Kurse nicht hat beirren lassen und entweder nichts von seinen Edelmetallen verkauft oder gar noch zu günstigen Preisen zugekauft hat, bedeutet das alles die Gewissheit, dass der Goldpreis ganz sicher nicht endlos weiter fallen wird, sondern im Gegensatz zum Papiergeld mittel- bis langfristig seinen inneren Wert behalten wird. Zeitgleich hebt die Deutsche Bundesbank in einem internen Papier vom 15. Oktober 2013 hervor, die langanhaltende Goldpreis­manipulation habe in Zusammenhang mit dem ungebremsten Drucken von Papiergeld zu »Fehlentwicklungen geführt«, weil zu niedrige Zinsen zu einer übermäßigen Ausweitung der Verschuldungsbereitschaft geführt hätten.

Zudem könne das von den Zentralbanken in großem Umfang verliehene und demnach derzeit oftmals physisch gar nicht mehr vorhandene Gold beim Anhalten der Krisensituation zu einem weiteren Vertrauensverlust jener Anleger führen, die dank des künstlich gedrückten Gold­kurses in festverzinsliche und vermeintlich sichere Geldanlagen investiert hätten. Die Bundesbank sieht derzeit - im Gegensatz zur EZB - das Hauptziel der europäischen Notenbankpolitik gefährdet: die Inflations­bekämpfung. Der längere Zeit sinkende Goldkurs habe bei Anlegern den irrigen Eindruck erweckt, dass es auf absehbare Zeit keine Preissteigerungen geben werde. Die Anleger hätten aus der Perspektive gehandelt, dass sie ihre Ersparnisse nicht vor der Inflation in Sicherheit bringen müssten, also auszugeben. Das würde die Preise treiben. Ein gedrückter Goldpreis bedeutet zwar geringe Inflation, aber auch die Bereit­schaft, sich immer weiter zu verschulden.

Wann kommt die Zwangsenteignung?
Die Deutsche Bundesbank will diesen Weg offenbar nicht weiter mittragen. Sie fürchtet langfristig offenkundig Enteignungen wie in Zypern. Schließlich haften die Deutschen nach Angaben von Politikern jetzt auch mit ihrem Privatvermögen für die Rettungsbe­mühungen um den Euro. Denn nach der Aufregung um die Enteignung von Sparern in Zypern hat nun auch in Deutschland Kurt Lauk, der Präsident des CDU-Wirtschafts­rats, klargemacht, dass auch »in Deutschland jeder Bürger vom Baby bis zum Greis für den Rettungsschirm ESM haftet«. Er sagte, die Bürger müssten sich auch hierzulande darauf einstellen, dass sie irgendwann zur Kasse gebeten werden. Gerade erst wurde die Summe der Zwangsenteignung von Sparguthaben in Zypern weiter erhöht. Von bislang 37,5 Prozent wurde die Enteignungssumme jetzt auf 47.5 Prozent angehoben, weitere 22,5 Prozent der Spar­guthaben wurden je Konto gesperrt, Damit können die Sparer jetzt nur noch über 30 Prozent ihrer Guthaben frei verfügen.

Unterdessen hat die russische Regierung ihre Staatsbürger jetzt offiziell davor gewarnt, Geld bei westlichen Banken zu belassen. Ministerpräsident Medwedew hat auch alle russischen Botschaften und Un­ternehmen dazu aufgefordert, ihr Vermögen von westlichen Banken abzuziehen. Auch die britische Regierung empfiehlt den Bürgern, keine Sparguthaben mehr im Euro-Raum zu belassen, weil man beim absehbaren Zusammenbruch des Euros einen Bank-Run befürchtet. Die russische Regierung geht sogar noch weiter: Seit dem 1. Juli 2013 dürfen russische Beamte und Mitarbeiter der Moskauer Regierung keine Auslandskonten mehr unterhalten, sonst werden sie entlassen.

Präsident Putin will so verhindern, dass russische Staatsbedienstete, die ihr Geld in Euro in der EU angelegt haben, vor dem Hintergrund der Euro-Krise enteignet werden. Diese Be­fürchtungen scheinen nicht unbegründet. Der vor zwei Jahren aus Protest gegen die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zurückgetretene EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark sieht jetzt schwere Zeiten auf die deutschen Steuerzahler zukommen. Er sagt, bei der EZB-Geldpolitik gebe es jetzt »keine rote Linie mehr«. Schon bald werde die Euro-Krise mit voller Wucht zurückkeh­ren.

Zum Schluss noch ein Sicherheitshin­weis für alle, welche derzeit Geld vor der Krise durch Überweisungen in Sicherheit bringen wollen: Wer im Internet (also online) Geld überweist oder Waren kauft, der achtet als Kontoinhaber immer öfter auf eine »sichere« Verbindung, damit Dritte die eigenen Daten nicht missbräuchlich ver­wenden können. Jetzt wurde in Zusammen­hang mit den NSA-Enthüllungen bekannt, dass Geheimdienste solche »sicheren« Ver­bindungen (etwa die SSL-Verbindung) nicht angreifen müssen, um die Daten abzugrei­fen. Sie verfügen über Generalschlüssel.

Goldmuenze1

KOPP-exklusiv 45/13 / www.kopp-exklusiv.de




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Goldvotum: Die Nervosität der Finanzelite / Michael Brückner, KOPP-exklusiv 45/14

Ende November 2014 werden die Schweizer über die sogenannte Gold­initiative abstimmen. Derzeit liegen die Befürworter knapp vorn. Ein Sieg könnte den Goldpreis in die Höhe treiben. Das versuchen einflussreiche Kräfte jetzt noch mit allen Mitteln zu hintertreiben.

Es sind nur ein paar nüchterne Zahlen, die in den vergangenen Tagen die Finanzelite innerhalb und außerhalb der Schweiz in Aufregung versetzten. Das demoskopische Forschungsinstitut GfS in Bern machte eine Mehrheit für die sogenannte Goldinitiative aus. Am 30. November werden die Schwei­zer darüber abstimmen, ob ihre National­bank (SNB) künftig 20 Prozent ihrer Bilanz in Gold halten muss. Derzeit sind es rund 7,5 Prozent. Außerdem fordert die Initiative ein Verkaufsverbot für Goldreserven bei Bi­lanzkürzung und die Lagerung der gesam­ten Goldbestände in der Schweiz.


Große Sympathien für den Goldplan.
Nach den jüngst veröffentlichten Zahlen ga­ben 25 Prozent der Schweizer an, sie seien »bestimmt« für die Goldinitiative, »bestimmt dagegen« sind zwar 26 Prozent, allerdings gibt es eine große Gruppe von Stimmbe­rechtigten, die tendenziell eher der Initia­tive zugeneigt sind (19 Prozent) sowie rund 17 Prozent Unentschlossene. Addiert man die Anteile jener, die entweder »bestimmt« oder »eher« für beziehungsweise gegen die Initiative sind und schlägt man die Unent­schiedenen jeweils zur Hälfte den beiden Lagern zu, so ergibt sich eine Mehrheit von rund 52 zu 47 Prozent für die Goldinitiative. Und die Neue Zürcher Zeitung (NZZ), die der Initiative höchst skeptisch gegenüber­steht, stellte dieser Tage »eine erstaunlich breite Grundsympathie« der Bürger für die­sen Vorstoß fest.

Misstrauensvotum gegen Papiergeld.
Kein Wunder, dass sich jüngst sogar die Bank of America mit der Frage beschäftig­te, was eine Annahme der Goldinitiative für die Märkte bedeuten würde. Sie kam zu bemerkenswerten Ergebnissen: Schon kurz- bis mittelfristig könnte der Goldpreis um 150 US-Dollar (119 Euro) pro Feinunze steigen. Längerfristig ist sogar von einem noch deutlicheren Plus auszugehen, denn ein aus Sicht der Goldbefürworter positi­ves Votum hätte Signalwirkung auch für andere Notenbanken. Es wäre ein klares Misstrauensvotum der Bürger gegen das Papiergeldsystem. Die Finanzelite dürfte in den verbleibenden drei Wochen daher alles unternehmen, um am Ende die Goldinitiati­ve scheitern zu lassen. Hinter vorgehaltener Hand wird auf das schottische Unabhängig­keitsreferendum verwiesen. Kurz vor der Abstimmung hatten Umfrageergebnisse auf eine knappe Mehrheit der Befürworter hingedeutet. Durch massive Propaganda­kampagnen, in die natürlich auch die Mainstreammedien eingebunden waren, wurde schließlich ein Austritt Schottlands aus dem Vereinigten Königreich (angeblich) mehrheitlich abgelehnt. Aber es gibt auch zahlreiche Beispiele, bei denen die Bevöl­kerung am Ende anders entschied als vom Meinungskartell aus Wirtschaft, Politik und Medien vorgegeben.

Kopp

Am Nikolaustag des Jahres 1992 sprachen sich die Schweizer etwa gegen einen Bei­tritt ihres Landes zum Europäischen Wirt­schaftsraum (EWR) aus, was letztlich eine Vorstufe zu einer EU-Vollmitgliedschaft ge­wesen wäre. Kaum noch bekannt ist, dass Bern damals schon offiziell die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Brüssel be­antragt hatte. So dürften in den nächsten Tagen alle Register gezogen werden, um die Abstimmung über die Goldinitiative schei­tern zu lassen. Bislang vertrauten die inte­ressierten Kreise darauf, dass die ebenfalls am 30. November stattfindenden Abstim­mungen über Ecopol (Obergrenze für die Zuwanderung) und die Pauschalbesteue­rung das Goldthema überlagern könnten. Doch dieses Kalkül scheint nicht aufzuge­hen. Deshalb geschehen nun sonderbare Dinge. Vor wenigen Tagen hieß es, das Paypal-Spendenkonto der Goldinitiative sei gesperrt worden. Und die NZZ kündigte für die nächsten Tage »eine offene Haltung der Nationalbank gegenüber Interviewanfragen und sonstigen Medienwünschen« an. Was unter »sonstigen Medienwünschen« zu ver­stehen ist, bleibt der Phantasie der Leser überlassen. Doch was würde eine Annahme oder eine Ablehnung der Goldinitiative für den weiteren Preis des gelben Edelmetalls letztlich bedeuten?

Schweizer müssten Tonnen Gold kaufen.
Wird die Initiative angenommen, muss die Schweizer Nationalbank, deren Bilanz ak­tuell 522 Milliarden Franken (432 Milliar­den Euro) umfasst, mindestens 1500 Ton­nen Gold kaufen. Das entspricht mehr als der Hälfte der jährlichen Minenproduktion (2800 bis 2900 Tonnen). Bei dem heutigen Preisniveau müsste die SNB etwa 65 Milli­arden Franken (53,8 Milliarden Euro) inves­tieren, um diese Goldreserven zu erwerben. Bei einer Bilanzkürzung fiele die in einem Zeitrahmen von fünf Jahren vorzunehmen­de Aufstockung der Goldreserven entspre­chend geringer aus. Doch davon ist kaum auszugehen. Schließlich hat der von der SNB festgelegte Mindestkurs von 1,20 Franken für einen Euro die Notenbankbilanz erst kräftig aufgebläht. Da die SNB aber fünf Jahre Zeit habe, das Gold zu beschaffen, werde sich die Preissteigerung in Grenzen halten, ist zu hören. Doch selbst we n der Goldpreis nur moderat stiege, kaufte die SNB in einem Markt mit steigenden Prei­sen. Hart treffen dürfte eine Annahme der Initiative zudem alle Spekulanten die am Terminmarkt »short« gegangen sind, mithin auf einen fallenden Goldpreis setzen. Das erklärt, weshalb einflussreiche und finanz­starke Kräfte kein Interesse an einem Erfolg der Schweizer Goldinitiative haben. Was passiert aber, wenn diese Kreise erfolgreich sind und die Goldinitiative knapp scheitern sollte? Kurzfristig könnte der Goldpreis dann noch einmal unter Druck geraten. Das müsste Goldinvestoren allerdings nicht beunruhigen. Denn ein solcher Sell-off bis unterhalb der Unterstützungslinie von 1180 US-Dollar (935 Euro) pro Feinunze könnte dann vielleicht die letzten unsicheren Ver­käufer aus dem Markt treiben - und güns­tige Einstiegskurse bieten, die nicht zuletzt China zur Aufstockung seiner Goldreserven dankbar nutzen dürfte. Außerdem: Selbst ein knappes Scheitern der Goldinitiative würde Zentralbankern, Politikern und Notenbankern deutlich machen, dass es nicht länger angeblich nur skurrile Verschwö­rungstheoretiker sind, die das Vertrauen in das Papiergeld in seiner derzeitigen Form verloren haben - es wäre in jedem Fall fast die Hälfte der Bevölkerung.

Kopp


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Wenn der Staat zum Räuber wird: Zwangsenteignung und innere Unruhen / Michael Brückner, KOPP-exklusiv 43/13

Für jeden offen einsehbar planen Politiker und Wirtschaftsfachleute die teilweise Enteignung der Bundesbürger. Und die Bundeswehr übt schon mal mit scharfer Munition die Niederschlagung schwerer Bevölkerungsunruhen. Die Medien haben bislang nicht darüber berichtet.

Der Dortmunder Wirtschaftsprofessor Walter Krämer behauptet, dass Medien die Bürger für dumm verkaufen. Er warnt die Deutschen jedenfalls in Hinblick auf die angebliche Euro-Rettung vor den Medien und sagt: »Die Leute werden systematisch für dumm verkauft. Von der Politik, aber auch durch Ihre Kollegen Journalisten. Was Spiegel, Süddeutsche Zeitung bis hin zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk für Unsinn in Sachen Euro-Rettung verbreiten, ist erschreckend. Dort wird einseitig über die angeblichen Vorteile der Gemeinschaftswährung berichtet. Ich glaube, den genannten Medien sind die Probleme zu komplex.«

3500 Soldaten im Einsatz
Die Wahrheit ist nun einmal mehr als unschön. Sie ist brutal und wird den Menschen da draußen noch immer verschwiegen. Dabei forderte gerade erst der Internationale Währungsfonds (IWF) eine Abgabe von zehn Prozent auf unser privates Vermögen. Und die Bundeswehr bereitet schon einmal angehende Generalstabsoffiziere auf die Niederschlagung von Bevölkerungsunruhen in Deutschland vor. In den deutschen Medien gab es bislang keine Nachricht dazu. Dabei ist es erst wenige Tage her, dass ein entsprechender »Informationslehrgang« für den militärischen Führungsnachwuchs zum »Kampf gegen Aufständische in städtischen Ballungsgebieten« mit 3500 Soldaten und mehr als 700 Land- und Luftfahrzeugen zu Ende gegangen ist. 

Trainiert wurde bis zum 10. Oktober 2013 auf den Truppenübungsplätzen Bergen und Munster in der Lüneburger Heide. Und zwar mit scharfer Munition. Schließlich wird erwartet, dass sich die Bürger da draußen nicht so einfach Teile ihrer Ersparnisse wegnehmen lassen werden. Getarnt wurde der erwähnte Lehrgang für Generalstabsoffiziere als Einmarsch in den fiktiven Staat »Obsidia«, bei dem die Kriegsführung »im urbanen Umfeld« im Vordergrund steht. Klar wurde dabei, dass die deutsche Militärpolizei schon jetzt über Spezialeinheiten zur Bekämpfung von inneren Unruhen verfügt (»Crowd and Riot Control«), die mit Schild, Schlagstock und Schutzanzügen ausgestattet sind und Greiftrupps und Hundeführer mit Diensthund umfassen. Diese sogenannten CRC-Kräfte haben auch schwere gepanzerte Wasserwerfer des Typs YAK, die neben der Wasserkanone auch mit einer Waffenstation ausgestattet sind. 

Das alles lässt nichts Gutes erahnen. Denn was beim Thema zwangsweise Enteignung erst unlängst in Zypern getestet wurde, das will man nun offenbar europaweit vollstrecken. Der schon erwähnte neue IWF-Report liest sich jedenfalls streckenweise wie ein Handbuch zur Ausplünderung der Bürger, um marode Banken und verschuldete Staaten zu retten. Dabei hat die Enteignung der Deutschen und Österreicher längst begonnen. Weil die Zinsen für Guthaben deutlich niedriger sind als die offiziellen Inflationsraten, verlieren die Sparer allein in der Bundesrepublik in diesem Jahr rund 14 Milliarden Euro.

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Die Zeche für die Euro-Rettung
Viele glaubten bisher, dies sei der Preis für die angeblich »alternativlose« Euro-Rettung. Dass es noch viel schlimmer kommen könnte, haben manche befürchtet, aber viele nicht für möglich gehalten, weil sie der politischen Propaganda glaubten. Die Enteignung zypriotischer Sparer im Frühjahr 2013 wurde noch als einmaliger Sonderfall dargestellt, obwohl Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem schon damals von einer »Blaupause« schwadronierte. 

Außerdem empfanden manche so etwas wie eine klammheimliche Freude, dass die angeblichen Profiteure der Steueroase für russische Milliardäre ordentlich zur Kasse gebeten wurden. Dass Ökonomen und Regierungsberater in den vergangenen Monaten ebenfalls über eine Sonderabgabe für Sparer und Anleger zur Rettung von Pleitestaaten und notleidenden Banken diskutierten, wurde eher als akademisches Gedankenspiel abgetan. An einen »Euro-Soli« wollten die meisten nicht glauben, auch wenn jedem hätte klar sein müssen, dass irgendjemand die milliardenschwere Zeche der vermeintlichen Euro-Rettung zahlen muss. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. 

Vor wenigen Tagen veröffentlichte der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington seinen Fiscal Monitor. Was ziemlich langweilig klingen mag, hat es in sich. Auf Seite 49 plädieren die IWF-Ökonomen ganz klar für eine Zwangsabgabe auf Vermögen (»capital levy«). Und vermögend ist jeder, der mindestens einen Euro hat. Es geht hier wohlgemerkt nicht etwa um Millionäre. Zur Rettung des maroden Papiergeldsystems und damit der Finanzelite schlagen die Washingtoner Abzocker eine Steuer »von etwa zehn Prozent für Haushalte mit einem positiven Vermögensstand« vor. Wer also zum Beispiel ein entschuldetes Häuschen im Verkehrswert von 300.000 Euro, Spareinlagen und Aktien in Höhe von 80.000 Euro und Ansprüche aus Lebensversicherungen von 120.000 Euro besitzt, würde dann mit 50.000 Euro zur Kasse gebeten. Außerdem könnte der Spitzensteuersatz in Deutschland nach Einschätzung der IWF-Abzocker bald auf bis zu 70 Prozent erhöht werden.

Zwangsabgaben auf Immobilien
Keiner soll sich der kriminellen Ausbeutung entziehen können. Und deshalb denken die IWF-Ökonomen darüber nach, Vermögen entsprechend seiner Mobilität zu versteuern. Relativ mobiles Vermögen (Spareinlagen, Aktien usw.) könnte demnach etwas moderater belastet werden, um den Anreiz zur Kapitalflucht zu verhindern. Immobiles Vermögen (Grund und Boden) würde entsprechend höher belastet. Sogar über Kapitalverkehrskontrollen denken die IWF-Strategen nach, um den Euro-Bürgern alle Fluchtwege abzuschneiden. 

Darüber hinaus ist zu befürchten, dass die »Schulden-Steuer« stichtagsbezogen festgesetzt wird. Und dieser Stichtag läge dann vermutlich in der Vergangenheit, also zum Beispiel der 1. Januar 2013. Damit wird den Sparern jede Möglichkeit genommen, jetzt noch schnell Vermögen umzuschichten. Außerdem wird der gläserne Sparer und Anleger längst so lückenlos ausgeschnüffelt, dass es sofort auffiele, wollte er seine Ersparnisse in Sicherheit bringen. 

Unversehens passt alles zusammen: Die Abschaffung der letzten Reste des ohnehin nie zuverlässigen Bankgeheimnisses in Deutschland durch die Einführung der automatisierten Kontenabfrage etwa. Oder die akribische Erfassung des deutschen Immobilienbestandes, zuletzt durch den sogenannten Zensus 2011. Auch das plötzlich äußerst rabiate Vorgehen gegen Steueroasen, die jahrelang geduldet wurden und wo sogar christdemokratische Funktionäre ihre Millionen bunkerten. Erst musste jedes Schlupfloch gestopft werden, bevor die große Abzocke beginnen kann.

So verdient die Finanzelite
Sogar die Kapriolen des Goldpreises machen aus Sicht der Finanzelite Sinn: Der physische (und nicht kontrollierbare) Besitz von Edelmetallen soll den Anlegern durch ständige manipulierte Preisstürze madig gemacht werden. Die Botschaft: Raus aus dem angeblich höchst volatilen Goldmarkt, rein in den boomenden Aktienmarkt. Das bringt der Finanzelite gleich einen doppelten Vorteil: Zum einen sind Wertpapierdepots absolut transparent, der Staat weiß also sehr genau, wie viel Geld die Bürger in Aktien gesteckt haben. Zum anderen sorgt eine anhaltende Nachfrage nach Aktien für weiter steigende Kurse. Die institutionellen Anleger brauchen nur noch abzuwarten, um zu einem günstigen Zeitpunkt in großem Umfang Kasse zu machen. Es kann nicht überraschen, dass der IWF gerade jetzt eine »Schulden-Steuer« fordert. Ganz offensichtlich sorgt sich diese Organisation, deren größter Anteilseigner die USA sind, um hohe dreistellige Milliardensummen, mit denen die europäischen Pleitestaaten über Wasser gehalten wurden.

Wer weiß, vielleicht braucht der IWF nun Geld, um in naher Zukunft den eben gerade noch einmal aufgeschobenen Staatsbankrott der USA zu verhindern? Der jetzt veröffentlichte IWF-Report beweist immerhin, dass die weltweite Staatsschuldenkrise längst noch nicht entschärft ist. Die durchschnittliche Staatsverschuldung in der Euro-Zone dürfte im Jahr 2014 sogar auf hohem Niveau noch einmal steigen und über 96 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen. Doch was ist das schon, verglichen mit 107,3 Prozent Schulden der USA und mehr als 242 (!) Prozent Staatsschulden, die Japan vor sich herschiebt? Europas Schuldenkönig wird nach der IWF-Prognose im nächsten Jahr Griechenland bleiben. Auf Europas Sparer und Anleger könnten also bald noch härtere Zeiten zukommen.

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Gold zwischen Sparern und Spekulanten / Nikolaus Jilch, Tageszeitung "Die Presse" 01

Wien. Es gibt einen Unterschied zwischen Spekulation und Sparen. Spekulation ist, wenn wir unser Geld in eine Anlage stecken - mit der Hoffnung auf einen (möglichst großen) Kursgewinn. Sparen ist, wenn wir unser Geld in Sicherheit bringen - vor dem Wetter, vor Dieben, aber eben auch vor Inflation und Geldentwertung. Spekulation ist die Hoffnung auf die Ausweitung der eigenen Kaufkraft - Sparen ist der Versuch ihrer Erhaltung.

Beim Gold sind die Grenzen zwischen Spekulation und Sparen zunehmend verschwommen - vor allem in den letzten Jahren des beeindruckenden Anstiegs des Goldpreises zwischen 2001 und 2011. Nach dem deutlichen Rückgang von rund 1900 Dollar pro Unze auf zuletzt rund 1300 ist die zwischenzeitliche Euphorie wieder verflogen. Und wer die Lage nüchtern beobachtet, der sieht: Die Spekulanten sind geflüchtet - während die Sparer in aller Ruhe nachlegen.

Asiatische Kleinsparer
Und man sieht auch: Der Kleinanleger-Münzmarkt hat offenbar keine Auswirkungen auf den Goldpreis. Umgekehrt aber schon: Wahrend der Monate des stärksten Rückgangs im Goldpreis ab April meldeten die wichtigen Prägestätten und Händler allesamt Rekordzahlen - und zwar weltweit. Dieser Markt wird längst von der wachsenden Mittelschicht in China und anderen asiatischen Ländern getrieben. In Europa und Amerika ist die Zahl der Goldfans prozentuell definitiv geringer - ihre (noch) höhere Kaufkraft kompensiert das bisher aber (noch).

Nun gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass die Nachfrage dieser Kleinanleger weltweit gesehen rasch abnehmen wird. Und dank der Unsicherheiten über die Zukunft der Zentralbank-Politik sind auch einige Spekulanten zuletzt wieder zurückgekehrt. Als die US-Notenbank kürzlich ankündigte, ihr Gelddruckprogramm Quantitative Easing doch nicht zurückzufahren, machte der Goldpreis einen Satz nach oben - binnen Minuten. Das waren die Spekulanten.

Goldpreis stagniert
Alle wichtigen Banken und Analysten sehen Gold trotzdem stagnieren oder fallen. Jetzt ist die Zeit gekommen, für sich selbst festzustellen, ob man eher Spekulant oder Sparer ist. Denn danach sollte sich die Strategie richten. Wer ein Investment sucht, dessen Wert weiter wachsen wird und dabei Zinsen und/oder Gewinne abwirft, wird von Gold wohl eher enttäuscht werden in den nächsten Jahren.

Vorausgesetzt, die Krise kehrt nicht zurück. Denn eines ist klar: Sollte es zu einer Wiederholung von 2008 kommen, gibt es für die Zentralbanken nur eine Antwort. Sie werden noch mehr Geld drucken. Sie haben gar keine andere Wahl. Aber wie 2008 werden auch dann wieder viele Spekulanten aus dem Metall flüchten und den Preis kurzfristig drücken - bevor er steigt. Ruhig bleiben kann auch dann nur der Sparer, der Gold aufgrund seiner einzigartigen währungsähnlichen Eigenschaften gekauft hat.

Gold ist das einzige "Geld" der Welt, das nicht von einer Zentralbank beliebig vermehrt werden kann. Daher kommt das Urvertrauen der Menschen in das Metall: Währungen kommen und gehen - Gold bleibt. Deswegen halten auch die Notenbanken selbst das Metall.

Im Fall der Fälle sind es nicht die Gesetze, sondern die Reserven, die einer Währung Vertrauen und Stabilität verleihen. Nicht nur die asiatische Bevölkerung, auch die dortigen Zentralbanken kaufen seit Jahren immer mehr Gold. Zum Schutz - aus denselben Gründen wie die Sparer.

Diese Zentralbanken und die wachsende asiatische Mittelschicht sind nicht auf kurzfristige Gewinne aus - sondern auf langfristige Stabilität. Wer das nachvollziehen kann, wird sich über die derzeitig "günstigen" Metallpreise freuen. Wer aber das schnelle Geld sucht, wird vom Gold erstmal die Finger lassen.


Österreichische Tageszeitung "Die Presse" vom 21. 10. 2013 (Nikolaus Jilch) http://www.diepresse.com/







Der Goldpreis wird derzeit in den Keller gefahren, um die Börse-Aktien wieder attraktiver zu machen!

Daher: vertrauen Sie nicht den Investmentbankern Ihrer Bank!! - Keiner Bank!! Diese Leute warnen vor Gold und wollen ihre Pakete mit den Badbank-Aktien an der Mann bringen. Doch

DIESE LEUTE MACHEN IHR VERMÖGEN KAPUTT!!
 DIESE LEUTE MACHEN IHRE ZUKUNFT KAPUTT!!
DIESE LEUTE MACHEN DEN EURO KAPUTT!



Auch wenn jetzt der Goldpreis stark gefallen ist - vertrauen Sie weiterhin auf Gold! Spätestens wenn der Euro runterfährt - und das wird wohl nicht mehr allzu lange dauern - wird der Goldpreis wieder hochfahren. Jedoch bedenken Sie: Gold ist kein Spekulationsobjekt, sondern eine Absicherung für schlechte Zeiten!!
(2013-07-02)



http://gold.bullionvault.de/Goldpreis-Grafik.do




Österreich zahlt jede Stunde(!) 1 Million Euro Zinsen an seine Gläubiger.

Den Politikern in Österreich (nicht nur aber auch) ist, wie es scheint, jedwedes Maß und  jede Orientierung im Hinblick auf die Entwicklung der Staatsschulden abhanden gekommen. Sie jonglieren mit den Milliarden herum und meinen, weil andere Länder Schulden in Billionenhöhe haben, könnten sie es sich leisten, Österreich mit hunderten Milliarden zu belasten.

Um hier den Realitätsbezug wieder kurz in Erinnerung zu rufen, sollte man sich die Tatsache vor Augen halten,  dass Österreich für seine Staatsschulden jede Stunde(!) eine Million Euro an seine Gläubiger an Zinsen zahlen muss. Und wie jeder weiß, ist damit noch kein einziger Cent vom Kapital zurückgezahlt.

Jede Stunde eine Million Euro, und das 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr!  Mit diesem Geld könnten die Probleme unseres Landes, von der Finanzierung der Bildung über das Gesundheitswesen bis hin zur Absicherung der Pensionen, elegant gelöst werden. Wenn sich die Politiker so verhalten hätten, wie sich jeder verantwortungsbewusste private Haushalt verhält, der weiß, dass man nicht mehr ausgeben sollte, als man einnimmt, weil am Ende der Bankrott droht. (2011-08-17)

Der Honigmann sagt...




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Die größte Goldverschwörung aller Zeiten: Wann platzt die Bombe? / Markus Gärtner KOPP-exklusiv 20/14

Seit vielen Monaten wurde der Goldpreis abgesprochen und künstlich gedrückt. Das ist keine Verschwörungstheorie mehr, sonder die Realität. Anleger, die durchgehalten haben, können sich freuen.


Selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat offenbar keine Zweifel mehr daran, dass der Goldpreis manipuliert wird. Un­längst machte sie mit der Schlagzeile auf: »Es gibt offenbar Anzeichen dafür, dass der Referenzpreis für Gold manipuliert wurde«. Das lässt aufhorchen. Seit der Goldpreis im Herbst 2011 seinen vorläufigen Höhepunkt bei 1900 Dollar (1366 Euro) je Feinunze markierte, drücken Notenbanken die Notie­rungen mit aller Macht nach unten. Ein zu hoher Goldpreis signalisiert Inflation und Unsicherheit. Das ist genau der Eindruck, den die Drucker-Kolonnen der Zentralban­ken vermeiden wollen. Jetzt ist diese Atta­cke gegen die Goldnotierungen nicht mehr allein anstrengend und teuer.


Das internationale Gold-Fixing-Kartell.
Seit Anfang Mai 2014 wird sie sogar rich­tig ungemütlich und droht, ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Mehrere Hedgefonds haben am 5. Mai 2014 in Manhattan vor einem US-Bezirksgericht Klage gegen jene fünf Banken eingereicht, die täglich zwei Mal in einer geheimen Konfe­renz den Goldkurs ausmauscheln. Neben Barelays, der HSBC, der Societe Generale und der Bank of Nova Scotia in Kanada ist das auch die Deutsche Bank. Das deutsche Geldhaus hat zwar zu Jahresbeginn angekündigt, aus dem Gold-Fixing-Kartell aus­zusteigen, doch die Klage ist auch an sie adressiert. Die klagenden Fonds machen »erhebliche finanzielle Verluste« als Folge des manipulierten Goldpreises geltend. Den Banken wird vorgeworfen, »in kons­pirativer Weise die Goldnotierungen mani­puliert« zu haben. Beim Verlesen der Klage war der Gerichtssaal so voll, dass die Hälfte der ersten Sitzung damit verging, dass sich die Anwälte vorstellten. Schon im März 2014 hatte der frühere Goldhändler Kevin Maher eine Klage gegen dieselben Banken eingereicht. »Viele Verschwörungstheorien haben sich später als Fakt herausgestellt,« sagt Maher. »Wir wissen, dass der Refe­renzzins zwischen den Banken (Libor) ma­nipuliert wurde und dass es auch am Devi­senmarkt zum Himmel stinkt.«

Sitzen Kriminelle in unseren Banken?
In Deutschland untersucht bereits die Bun­desanstalt für Finanzdienstleistungsauf­sicht (BaFin), ob der Goldpreis von den Ban­ken beeinflusst wurde. Die Deutsche Bank musste bei den Marktaufsehern Unterlagen einreichen. Auch in Großbritannien fahnden die Regulierer nach Beweisen für Manipu­lation am Gold- und Silbermarkt. Vermutet wird eine regelmäßige illegale Preismani­pulation beim Gold schon lange. Denn die Notierungen verhalten sich einfach nicht so, wie es die Lehrbücher der Ökonomen nahelegen. Trotz massiver Geldausweitung der Notenbanken, trotz aufgeblähter Ver­mögens- und Kreditblasen - und trotz der Krise in der Ukraine - steht der Goldpreis seit Monaten unter Druck. Die meisten Fak­toren am Markt scheinen sich für das gel­be Edelmetall verschworen zu haben und höhere Preise zu begünstigen. Doch die Marke von 1300 Dollar (945 Euro) je Fein­unze scheint derzeit nicht überwindbar. Wer also hängt die Bleigewichte an die Goldnotierungen? Und wie wird das gemacht? Hinweise auf Eingriffe in den Markt gibt es zuhauf. Hintergrund dessen, was verbor­gen vor der Öffentlichkeit geschieht, ist die massive Geldausweitung der Notenbanken. .

Die US-Notenbank (Fed) hat über Jahre hin­weg jährlich für eine Billion Dollar Anleihen gekauft und Liquidität in Umlauf gebracht. Als der Goldpreis im September 2011 die Marke von 1900 Dollar (1366 Euro) erreich­te, wurde es den Notenbankern jedoch zu mulmig. Sie gaben ihren Bullion-Banken - den als Goldhändlern lizenzierten Instituten - Aufträge, an der weltweit größten Future­Börse, der Comex in New York, »nackte Verkaufaufträge« zu geben. Das sind Wetten gegen den Goldpreis, ohne dass physisch existentes Gold dafür angeboten wird. Die­se Short-Aufträge schlagen meist zu Beginn eines Handelstages wie eine Bombe an der Comex ein und verderben für den gesamten Handelstag die Laune zu Lasten des Gol­des. Die Gold-Futures werden an der Comex ab 8.20 Uhr morgens New Yorker Zeit ge­handelt. Als Folge verkaufen verunsicherte Anleger ihre Gold-ETFs. Und viele Händler müssen verkaufen, weil Banken, die ihnen Kredite für ihre Deals gegeben haben, die Reißleine ziehen und zumindest einen Teil des ausgeliehenen Geldes zurückverlan­gen. Diese »Margin Calls« treiben die No­tierungen noch weiter nach unten, weil die Verkäufe zunehmen. Eine solche Kursbom­be schlug am 6. Januar 2014 an der Comex in New York ein.

Die großen Wetten gegen das Gold.
Über Nacht war der Goldpreis im asiati­schen Handel zunächst um 15 Dollar (10,7 Euro) gestiegen. Plötzlich sackte er aber um 10 Uhr morgens innerhalb von nur 60 Sekunden um satte 35 Dollar (25,17 Euro) ab. Ganz zufällig steht morgens um 10.30 Uhr immer die erste der beiden täglichen Kurs-Konferenzen der Banken zum Gold­preis an. In nur einer Minute waren 12000 Kontrakte - über ein Zehntel des Tagesvo­lumens - gegen das Gold gewettet worden. Das entsprach 1,2 Millionen Unzen Gold und war drei Mal mehr, als physisches Gold in den Kellern der Comex lagerte. Nach sol­chen Manövern greifen die Bullion-Banken in den Markt ein, kaufen sich die nun bil­ligeren ETFs - die zuvor entnervte Anleger abgestoßen haben - und fordern für diese das hinterlegte physische Gold in Form von Barren ein. Diese verkaufen sie dann am Londoner Goldmarkt, was den Druck nach unten auf die Goldpreise zusätzlich erhöht und die niedrigeren Preise, die zu­vor von den »nackten« Abwärtswetten an der Comex künstlich herbeigeführt wurden, bestätigt.

Dieses physische Gold geht in jüngster Zeit vor allem an asiatische Adres­sen, vornehmlich Notenbanken und Händ­ler oder Anleger in Indien und China. Beide Länder sind die größten Goldimporteure auf dem Planeten. Die argwöhnischen Asi­aten haben den Braten am manipulierten Goldmarkt längst gerochen und wollen sich mit so viel Gold wie möglich eindecken, bevor es zu einem Crash kommt. China will zudem riesige Goldvorräte anlegen, um den Aufstieg seiner Währung, des Renminbi, zu decken und sie solider zu machen. Der Ren­minbi hat Ende 2013 als Abrechnungswäh­rung für den Außenhandel bereits den Euro und den Yen überholt. Doch die Fed gerät mit dieser Verschwörung gegen das Gold in eine Falle. Das physische Gold, das verkauft wird, ist aus Goldvorräten, die Bankkunden wie Fonds oder Privatanlegern gehören. Sie sind nur ausgeliehen, per Leasingvertrag. Der Kampf gegen hohe Goldpreise zehrt die Vorräte an physischem Gold auf. Dass et­was nicht stimmt, sahen wir schon vor eini­ger Zeit, als Venezuela 2011 als erstes Land seine Goldvorräte aus weltweit verteilten Lagern zurücktransferieren wollte. Es dau­erte ganze vier Monate, bis die 160 Tonnen des Landes ausgeliefert wurden.

Die USA und das wertlose Papiergeld.
Wenig später forderten auch die Deutschen ihr Gold, um es in Deutschland sicher aufzu­bewahren. Doch die Fed ist lediglich bereit, binnen sieben Jahren 300 von 1500 Ton­nen auszuliefern. Seitdem mehren sich die Zweifel, ob das Gold überhaupt noch dort lagert, wo es vermutet wird. Das Problem, das hier entstanden ist, ist gewaltig: Sollte die Fed oder eine der am Handel beteiligten Banken, das von Anlegern eingeforderte physische Gold ganz offensichtlich nicht liefern können, weil es nicht vorhanden ist, dann würden die Goldnotierungen abheben wie eine Patriot-Rakete. Die Welt hätte er­kannt, dass die Nachfrage nach Gold das Angebot längst deutlich überschritten hat und nicht alle Anleger und Investoren ihr physisches Gold einfordern könnten. Ein Ansturm auf physisches Gold würde ein­setzen. Die Anleger würden sehen, dass sie wertlosen Papierversprechen aufgesessen sind. Die Fed hätte in diesem Szenario nur noch die Chance, sofort sämtliche Geldver­mehrung einzustellen. Ansonsten würde der Dollar kollabieren. Die USA hätten ihr Privileg verloren, die Schulden im Rest der Welt mit gedrucktem Geld zu bezahlen. Die Hegemonie des Greenbacks wäre beendet. Das Empire am Boden. Inzwischen verliert selbst die Comex ihre Geduld. Die Verunsi­cherung über Manipulationen am Goldpreis beginnt nunmehr, sich auf das Geschäft der Börse niederzuschlagen.

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Wie stark ist der Euro? - Eine Welt aus Papier / Nikolaus Jilch, Tageszeitung "Die Presse", 00

Kaum jemand sucht im Geldsystem den Grund für Finanzkrisen. Dabei ist die Beweislast erdrückend. Immerhin erschaffen Zentralbanken Euro, Dollar, Yen und Pfund soviel sie wollen.


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Die Finanzkrise war den Menschen eine Lehre. Im Nachhinein wissen viele Bescheid über die Gründe für das Fiasko. Dass Banken Kredite vergeben haben an Personen, die sie nie zurückzahlen können, weil sie über kein Vermögen und kaum Einkommen verfügen. Und dass sie diese Kredite in Pakete verpackt und sie als "sicheres" Investment weiterverkauft haben. Das Platzen dieser Kreditblase, so die allgemeine Meinung, hat die Krise ausgelöst. Aber kaum jemand fragt, was diese Kreditblase erst ermöglicht hat. Kaum jemand fragt nach dem Geldsystem

Man stelle sich vor, ein Beamter klopft eines Tages bei der fiktiven Familie Schmidt aus Graz an. Er hat ein unglaubliches Angebot für die Schmidts: Sie dürfen von nun an selbst Euro-Noten drucken. So viele wie sie wollen. Noch besser: Sie bekommen das Monopol auf die Euro-Herstellung. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen und nimmt ihre neue Notenpresse dankend entgegen. Wie werden die Grazer mit ihrem Privileg umgehen? Zuerst sehr behutsam. Sie werden ihre Schulden bezahlen und ein paar Dinge kaufen, die sie sich vorher nicht hätten leisten können. Aber bald wird das Privileg den Familienmitgliedern zu Kopf steigen, sie werden die Notenpresse immer öfter einsetzen, um auch ihre Verwandten und Freunde mit frisch gedruckten Euro-Noten zu versorgen. Irgendwann gibt es kein Halten mehr: dann wird jede Ausgabe - und sei sie noch so unnötig - mit neuem Geld bestritten, das die Familie Schmidt praktisch aus dem Nichts geschaffen hat. Bald würden sich für die Schmidt-Euros keine Abnehmer mehr finden, weil jeder weiß, dass die Schmidts so viel Papiergeld drucken können, wie sie wollen. Das Geld ist wertlos.

"Es werde Geld". Nun ist es weit hergeholt, dass die Regierung dieses gewaltige Privileg irgendeiner Familie einräumen sollte. Das Geld-Monopol hat der Staat schon vor langer Zeit vergeben: an sich selbst. Die Republik Österreich hat es inzwischen wieder abgetreten: an die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, die "Hüterin des Euro". Die EZB stellt den Banken Zentralbankgeld oder auch "Basisgeld" zur Verfügung. Das Bankensystem ist auf dieses Basisgeld zur Deckung des öffentlichen Bargeld- und Kreditbedarfs angewiesen.

Die EZB hat das Monopol zur Schaffung des Euro-Basisgeldes. Wie viel von diesem Geld erschaffen wird, entscheidet das Präsidium der EZB im Alleingang. Grenzen für diese Ausweitung der Geldmenge gibt es keine, die Zentralbank kann schaffen, so viel sie will. Willkommen in der Welt des ungedeckten Geldes, auch Fiatgeld genannt. "Fiat" ist lateinisch für "es werde" - wie bei "fiat lux": Es werde Licht.

Auf deutsch ist das Zwangsgeld. Die Bürger haben keine Wahl: „Was der Staat befiehlt, ist Geld. So ist das heute”, sagt Guido Hülsmann, Professor an der Universität Anger in Frankreich. Bis vor 40 Jahren war dieses globale Geldsystem zumindest über Umwege noch an Gold gebunden, seit Jahrhundertern das wahre Geld der Menschen. Warum Gold? Weil man es eben nicht einfach vermehren kann. Und weil es - bis heute - überall auf der Welt als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Aber 1971 haben die Vereinigten Staaten die Eintauschbarkeit des Dollars in Gold beendet, weil zu viel Geld aus dem Land geflossen ist. Seit dem gibt es nur noch Papiergeld. Ein einmaliger Zustand in der Geschichte. Euro, Dollar, Franken, Yen, Pfund: eine Welt aus Papier.

„Aber dieses Geld funktioniert nicht. Es ist kein stabiles System, das wir haben. Dieses ungedeckte Papiergeld ist wahrlich die Wurzel allen Übels. Aber das wird bisher von allen übersehen”, sagt Guido Hülsmann. Er ist Biograf von Ludwig von Mises, dem wichtigsten Geldtheoretiker der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, deren Professoren und Studenten seit mehr als hundert Jahren auf die Nachteile von ungedecktem Geld hinweisen.

Mises - ein einsamer Kämpfer. Mises kämpfte nach dem Ersten Weltkrieg persönlich als Regierungsbeamter gegen die Inflation in Österreich - am Ende vergeblich. Anfang der 20er Jahre endete das Kriegsschuldendebakel in einer Hyperinflation - die Menschen hatten das Vertrauen in die Währung verloren, weil die Zentralbank immer mehr davon druckte. „Auch damals konnten die Menschen sich gar nicht vorstellen, wie schnell Geld am Ende seinen Wert verlieren kann”, erzählt Hülsmann.

Die großen Finanzblasen der vergangenen 40 Jahre - und ihr unvermeidlich böses Ende - sind im Grunde auf das ungedeckte und unbegrenzt vermehrbare Papiergeld zurückzuführen. Nach einem Crash senken die Zentralbanken die Zinsen, das frische Geld wird billiger - und feuert die nächste Blase an. Fiatgeld hat aber noch andere Folgen, als nur Instabilität. Es ist eine der mächtigsten Umverteilungsmaschinen, die die Welt je gesehen hat. Denn dieses Geld wird von den Zentralbanken im Zusammenspiel mit den großen Geschäftsbanken und den Regierungen in die Welt gesetzt. Diese Aufblähung der Geldmenge ist Inflation, steigende Preise ein Symptom davon. „Dieses Geld kommt wenigen Leuten zu Gute, die das Geld zuerst bekommen”, sagt Hülsmann. „Also den Banken und Politikern.” Denn diese Menschen gehen mit dem frisch gedruckten Geld zuerst einkaufen (Investitionen Anm.) und bezahlen noch die "alten" Preise. Erst wenn sie das Geld ausgeben, steigen die Preise, weil mehr Geld hinter denselben Waren her ist. Dieser Mechanismus beraubt die Masse ihrer Kaufkraft, weil die Löhne erst nach den Preisen steigen. „Fiatgeld ist ein wesentlicher Faktor, warum die Vermögensspanne in den letzten 40 Jahren so weit auseinandergegangen ist. Und die Inflation ist nichts anderes als eine versteckte Steuer”, sagt Hülsmann.

Systeme wie das aktuelle wurden immer wieder versucht - und sie sind immer wieder gescheitert. Meistens ging dieses Scheitern für das Volk mit einem großen Vermögensverlust einher. Zu den berühmtesten Beispielen zählen die Assignaten. Ein Papiergeld, das der Engländer John Law in Frankreich der Revolution ausgab - weil er die Herrschenden davon überzeugen konnte, dass es alle Probleme Frankreichs lösen konnte. Das Experiment endete nach weniger als fünf Jahren in einer Hyperinflation. Law wurde aus dem Land gejagt. Ähnliches erlebten die Deutschen und Österreicher nach dem Ersten Weltkrieg. Der bleibende Eindruck der Hyperinflation in der Weimarer Republik ist der Grund, warum die D-Mark immer eine relativ harte Währung war. Die Bundesbank ließ sich kaum zur Finanzierung von staatlichen Defiziten durch die Druckerpresse verleiten.

Unübersehbare Risse. „Die Loslösung des Geldsystems vom Gold war sicher die folgenreichste Entscheidung”, sagt Philipp Bagus, Assistenzprofessor an der König-Juan-Carlos-Uni in Madrid und Autor des Buches "Die Tragödie des Euro", das im September auf Deutsch erscheinen wird. „Es gibt einfach keine Grenze des Geldmengenwachstums - wir sind völlig vom Willen der Regierenden abhängig”. Bagus, Hülsmann und viele andere Ökonomen der Österreichischen Schule warnen seit 2008 immer wieder, dass die "Rettungspakete" und "Bailouts", die in der westlichen Welt derzeit geschnürt werden, irgendwann in der Hyperinflation enden könnten - weil auch sie aus frisch gedrucktem Geld bestehen.

„Ein Großteil der Staatsschulden wird durch Gelddrucken finanziert - mit Umweg über das Bankensystem”, sagt Bagus. Vor allem eine neue Krise wäre gefährlich, weil sie die Zentralbanken veranlassen könnte, alle Hemmungen beim Gelddrucken fallen zu lassen. Der 1973 verstorbene Ludwig von Mises schrieb in seinem Hauptwerk "Human Action": „Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob die Krise durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems”. Von einer freiwilligen Aufgabe der Kreditexpansion ist Mitte 2011 nichts zu sehen. Im Gegenteil.

Die Risse im globalen Währungsspiel sind nicht zu übersehen. Die Dominanz des Dollars geht zu Ende und das US-Geld läuft Gefahr, seine Rolle als Weltwährung zu verlieren. China, Russland, Indien und Brasilien lassen kaum eine Gelegenheit aus, um ihren Unmut über die Gelddruckpolitik der Amerikaner kundzutun - und kaufen Gold für ihre Reserven.

Die Europäer haben dank der Euro-Krise ihre eigenen Probleme, als Dollar-Alternative ist der Euro im Moment abgemeldet. In der westlichen Welt gibt es nur einen bekannten Politiker, der die Zentralbanken abschaffen und den klassischen Goldstandard wieder einführen will: den republikanischen US-Abgeordneten Ron Paul. Er hat kürzlich angekündigt, 2012 gegen Präsident Barack Obama antreten zu wollen. Rückendeckung für Paul kommt ausgerechnet aus Zimbabwe, wo von 2004 bis 2009 die letzte Hyperinflation stattfand. Damals druckte die Zentralbank sogar Banknoten mit einem "Wert" von einer Milliarde Zimbabwe-Dollar.

Geholfen hat es nichts, auch diese Scheine waren schnell wertlos. Nun scheint die Zentralbank gelernt zu haben. Ihr Präsident Gideon Gono sagte Mitte Mai: „Wir müssen jetzt ernsthaft darüber nachdenken, den Goldstandard wieder einzuführen”. Begründung: die Tage des US-Dollar und des aktuellen Geldsystems seien gezählt.


Österreichische Tageszeitung "Die Presse" vom 29. 5. 2011 (Nikolaus Jilch) http://www.diepresse.com/


Es ist nur zu hoffen, dass die Zentralbankchefs der westlichen Welt nicht erst die Erfahrung einer derartigen Hyperinflation benötigen, um ebenfalls zu der Erkenntnis zu gelangen, dass der Goldstandard die einzige Rettung für das Weltwährungssystem ist - wenn ihnen dann die aufstrebenden BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) noch genug Gold auf dem Markt übrig gelassen haben. 

Die Konzentration der Medien auf Wechselkurse, lässt Dollar und Euro immer wieder besonders stark erscheinen. Dieser Eindruck ist allerdings irreführend, weil trotz Abschaffung des Goldstandards bleibt Gold die einzige echte Konstante im Währungsspiel.  - Gold ist Geld - eine eigene Währung. Seit 10 Jahren werten Dollar und Euro gegenüber Gold massiv ab. In diesem Zeitraum stieg der Goldpreis von 300 auf bis zu 1100 Euro. Anders ausgedrückt: Man muss heute um 800 Euro mehr für dieselbe Menge Gold bezahlen.



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Inflation ist die einzige Lösung / "Presse"-Interview mit dem Kapitalmarktexperten Stefan Riße, 00

Die Presse: Sie haben schon vor einem halben Jahr prognostiziert, dass nicht der deutsche Hartwährungsfan Axel Weber Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) wird. Sondern der moderatere Italiener Mario Draghi. Verabschiedet sich die EZB damit von ihrem Dogma der Preisstabilität?

Stefan Riße: Die EZB hat sich schon von diesem Dogma verabschiedet. Und zwar als sie anfing Staatsanleihen aufzukaufen (damit pumpte sie Geld in die Märkte Anm.) Zudem toleriert sie für die Eurozone gerade eine Inflation, die deutlich über der Zielmarke von zwei Prozent liegt.

Die EZB hat ihren Leitzins überraschend früh angehoben. Das ist ein Bekenntnis, die Inflation bekämpfen zu wollen.

Der Leitzins steht derzeit bei 1,25 Prozent, die Inflation in der Eurozone liegt aber bei 2,7 Prozent. Das heißt, wir sehen negative Realzinsen. Damit kann man der Inflation nicht entgegenwirken. Die EZB will doch nur den Schein wahren. In Wirklichkeit lässt sie Inflation zu. 

Warum tut sie das?

Die Notenbanker haben keine andere Wahl. Wir sehen eine massive Schuldenkrise einiger Euroländer. Wenn die Eurozone mit allen Ländern erhalten bleiben soll, gibt es nur eine Lösung: Inflation. Hebt die EZB dagegen die Zinsen auf Niveaus, mit denen man die Inflation effektiv bekämpft, würde das zu einer Konjunkturkrise führen. Nehmen wir das Beispiel Spanien: die Verschuldung der privaten Haushalte liegt bei 170 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Sollten die Zinsen stark ansteigen, gäbe es eine heftige Rezession. 

Wird unter Mario Draghi die Geldpolitik also noch lockerer als unter Jean-Claude Trichet gestaltet?

Das nicht. Aber mit Axel Weber als EZB-Chef gäbe es eine Geldpolitik, die wirklich auf Preisstabilität abzielt.  Wir würden dann niedrigere Inflationsraten sehen. Das hätte allerdings einen hohen Preis.

Und zwar welchen?

Staaten und private Haushalte würden pleitegehen. Damit wäre der soziale Friede gefährdet.

Demnach bleibt nur mehr die Inflation als Ausweg. Wann rollt die große Inflationswelle auf die Eurozone zu?

Dann, wenn die Gewerkschaften deutlich höhere Löhne verlangen. Das könnte in ein bis vier Jahren passieren. Wir werden dann etwa in Österreich Inflationsraten von fünf bis zehn Prozent haben.

Das klingt nicht gut.

Das ist kein großes Drama. Die Sparer sollten sich aber überlegen, wie sie ihr Geld schützen können. Mit klassischen Anlageprodukten wie Sparbüchern und Lebensversicherungen kommt man nicht weit.

Sie empfehlen Gold als Inflationsschutz. Gold hat aber einen Nachteil: Es wirft keine Zinsen ab. Derzeit steigen die Zinsen an. Gold ist daher ein wenig interessantes Investment.

Wichtig sind nicht die nominellen, sondern die realen Zinsen. Und die sind negativ (wie vorhin erwähnt Anm.) Gold ist daher nicht unattraktiver als andere Anlagen. Im Gegenteil, die Goldmenge ist überschaubar (alles vorhandene Gold der Erde passt in einen Würfel mit 20 m Kantenlänge Anm.). Die Geldmenge dagegen ist astronomisch hoch (und wird weltweit durch die Notenbanken - allen voran die FED der USA - durch das Nachdrucken von Papiergeld ständig inflationsfördernd vermehrt Anm.). Dieses Geld sucht Anlagemöglichkeiten und wird auch weiter teilweise in Gold fließen und damit den Goldspreis antreiben.

Die verschuldeten Staaten8) müssen sich immer stärker auf dem Anleihemarkt verschulden. Sehen wir da eine Blase?

Es wird keinen Crash geben. Das verhindern Notenbanken, indem sie Staatsanleihen aufkaufen um die Anleihenpreise zu stützen und die Zinsen niedrig zu halten.

Österreichische Tageszeitung "Die Presse" vom 13. 5. 2011 (A. Kerschbaumer) http://www.diepresse.com/


8) Der am meisten verschuldete Staat der Eurozone ist - derzeit - Griechenland. Was nicht verwundern sollte, gehen doch dort die Lokführer in den Streik, obwohl sie ein Monatsgehalt von 5.000,00 Euro  beziehen. Die Staatsbediensteten beziehen im Jahr 18(!) Gehälter. Der Arbeitstag eines griechischen Angestellten beginnt nicht, wenn er im Büro eintrifft, sondern wenn er die Fahrt ins Büro antritt. Außerdem gibt es für Händewaschen(!) und Kopieren extra Zulagen sowie eine Prämie von 310,00 Euro im Monat für Busfahrer, die rechtzeitig am Arbeitsplatz erscheinen.



Die Krise geht weiter.

Lassen Sie sich von Politikern und Bankmanagern mit der Behauptung: "Die Weltwirtschaftskrise ist endgültig überwunden" nicht für dumm verkaufen.

Die größte Wirtschaftsmacht der Welt, die USA, steht mit Schulden in der Höhe von 14 Billionen Dollar (10 Billionen Euro) kurz vor dem Bankrott und auch in der EU haben die Staaten in den letzten 20 Jahren Hunderte Milliarden an Krediten aufgenommen, welche sie nur rückzahlen können, wenn sie - ähnlich wie die USA - die Druckmaschinen anwerfen und riesige Mengen an Papiergeld produzieren und nachdem es weltweit keine Golddeckung mehr gibt, damit die Inflation anheizen. 

Da es jedoch den Staaten möglich ist, durch hohe Inflationsraten Schulden abzubauen, werden auch die Staaten Europas diese günstige Gelegenheit nutzen, um durch hohe Inflationsraten den Wert des Euros und damit die Höhe ihrer Schulden soweit wie möglich zu reduzieren - zum Schaden der Bürger, die sich dann vielleicht um ihren Monatsgehalt gerade mal ein Brötchen leisten können. (2011-04-12)

http://www.deutschland-debatte.de/2009/12/03/berichte-ueber-bevorstehende-hyperinflation/




Eine rühmliche Ausnahme unter den Bankmanagern ist der Chef der "ERSTE BANK", Wien, Andreas Treichl, welcher ähnlich wie am Beginn der vergangenen Wirtschaftskrise nun auch jetzt den Menschen reinen Wein einschenkt:



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

Die nächste Finanzkrise kommt bestimmt. / Andreas Treichl, Chef der "ERSTE BANK", Wien 00

Wien - Die nächste Krise kommt und sie wird noch ärger sein als die jetzige, sagte Erste-Chef Andreas Treichl laut ORF/Österreichischer Rundfunk bei einer ÖVP/Österreichische Volkspartei-Veranstaltung am Freitag in Salzburg. "Ich sehe jetzt eine riesige Gefahr dadurch, dass meine Branche relativ wenig aus der Krise gelernt hat. Denn die Chancen unfassbar schnell unfassbar viel Geld mit nicht traditionellem Geschäft zu verdienen, sind unheimlich hoch. Ich glaube, dass die nächste Krise nicht über die Immobilien, sondern über die Rohstoffe kommen wird", wird Treichl auf Salzburg.orf.at zitiert.

Treichl verteidigt zugleich das relativ konservative Geschäftsgebaren der Banken im mittelosteuropäischen Raum. Hier würden noch zum allergrößten Teil dem traditionellen Bankgeschäft entsprechend Spareinlagen hereingenommen und Kredite vergeben. "Wir haben eine Bilanzsumme von weit über 200 Milliarden Euro und spekulieren mit sieben. Eine Deutsche Bank hat eine Bilanzsumme von 2.000 Milliarden und spekuliert mit 1.500. Das sind völlig andere Dimensionen", argumentiert Treichl.

Die Politik habe zwar, zum Teil zu Recht, die Kreditvergabe in den letzten Jahren erschwert. Aber es habe sich niemand um die Sicherheit von Anleihen gekümmert. Kreditvergaben an vertrauenswürdige Firmen seien im Vergleich zu Ausleihungen an Staaten zu streng reglementiert. "Ein Beispiel: Eine Firma, die ich seit 100 Jahren kenne, die noch nie einen Verlust gemacht hat und 50 Prozent Eigenkapital hat, möchte jetzt einen Kredit von mir haben. Dann brauche ich als Bank heute zehn Mal so viel Eigenkapital, wie wenn ich eine Anleihe an Griechenland vergebe, wo ich jetzt schon weiß, dass die wenn dann nur über die Steuerzahler zurückgezahlt werden kann", so Treichl.

Treichl weiter: "Das ist eine Frechheit, das ist ein ganz grober Fehler. Unsere Politiker sind zu blöd und zu feig dazu und zu unverständig dafür, weil sie von der Wirtschaft keine Ahnung haben um dagegen zu wirken und das wird Österreich schaden und wir werden hinter andere Länder zurückfallen." Eine Demokratie, die solchen Auswüchsen nichts entgegen setzen könne, verliere ihre Legitimation und öffne politischen Scharlatanen Tür und Tor, so Treichl laut ORF

(APA - Austria Presse Agentur 2011-05-12)


Interessant sind die Reaktionen in ganz Österreich auf diese Aussagen von A. Treichl. Sie haben einen Effekt gezeitigt, wie einst das Flötenspiel des Rattenfängers von Hameln. Mit Treichls Einschätzung des österreichischen Politikercharakters hat er nicht nur die dadurch angesprochenen Politiker, sondern überhaupt alle in diese geistige Kategorie fallenden Bürger des Landes veranlasst sich zu outen. Insbesondere in den sozialen "Einrichtungen", wie Facebook, Twitter, etc., die ein Sammelbecken aller jener Zeitgenossen sind, welche zuerst ihre privatesten Daten und Photos ins Netz stellen und dann darüber baß erstaunt sind, dass diese ihnen gestohlen und weiterverbreitet werden. Sie alle sind voll der Empörung, weil hier der Chef eines erfolgreichen Wirtschaftsunternehmens das offen ausspricht, was sich viele Menschen in Österreich denken. 

Und wie nicht anders zu erwarten, sieht sich der Bundeskanzler dieses Landes als Speerspitze der Empörten und wirft den Bankern Abgehobenheit uns Undankbarkeit vor, nachdem ihnen die Politik in Krisenzeiten geholfen hat. Dabei vergisst er jedoch, dass nicht die Politik es war, welche diese Milliarden zur Verfügung gestellt hat, sondern es waren die Steuerzahler. Und diese hat Treichl in seiner treffenden Beurteilung ja gar nicht erwähnt. Daher sind die Politiker offensichtlich nicht in der Lage zu realisieren, dass das Geld nicht aus ihren eigenen Taschen fließt, sondern aus jenen der Steuerzahler. 

Es ist tatsächlich eine Bestätigung der geistigen Verfasstheit der Treichl-Kritiker, wenn sie sich über seine Einschätzung der politischen Intelligenz in Österreich alterieren, jedoch überhaupt nicht begriffen haben, dass uns dieser Mann in seinen Aussagen auch eine neue Finanzkrise prophezeit. Und zwar eine ärgere als jene, welche wir soeben erlebt haben und die er damals ebenfalls vorhergesagt hat. So ist also gerade dieses ganze Spektakel eine einzige Beweisführung über die Richtigkeit seiner Beurteilung.