Kapitel 07 - Die Schlacht von Harmagedon.




Die Überschneidung der Großen Trübsal mit dem Tag des Herrn.

Die Sammlung zur Schlacht.

Die Schlacht.

Das Geschick Israels wird gewendet.

Das messianische Friedensreich.


Die zeitliche Einordnung.

Die Schlacht von Harmagedon ist nach der Wiederkunft des Herrn mit den Posaunengerichten und der Auferweckung und Entrückung, im ersten Teil der Periode des „Tag des Herrn”, ein Ereignis im zweiten Teil, dem „Tag des Zornes Gottes”. Nach den Schalengerichten 1 – 6 und dem Untergang Babylons – der Vernichtung der großen Stadt durch die antichristlichen Heere – treffen diese ihrerseits in Harmagedon auf den Herrn und sein himmlisches Heer.

An die Schlacht von Harmagedon schließt die 7. Zornesschale an. Dabei wird im Strafgericht Gottes über Himmel und Erde durch weltweite Erdbeben und andere Katastrophen eine Umgestaltung von Himmel und Erde als Vorbereitung für das „Millennium”, die nächste endzeitliche Periode, herbeigeführt.

(Siehe auch Kapitel 05: „Der Tag des Herrn”.)


Nachträglicher Hinweis:

Diese alte Interpretation aus dem Jahre 1995 basiert noch auf der bis heute von fast allen Exegeten vertretenen konventionellen Auslegung, dass die siebzigste Jahrwoche ein zeitlich zusammenhängendes Ereignis ist und es nur einen einzigen Antichristen gibt. Diese Annahmen basieren im Grunde einerseits auf der Prophezeiung in Dan 9,27, wonach in der Hälfte der siebzigsten Jahrwoche der Verwüster kommt und andererseits auf der Aussage des Paulus in 1Kor 15,52, wonach die Wiederkunft des Herrn und die Entrückung bei der letzten Posaune erfolgen wird, was dann auf die letzte, die siebte Posaune der Posaunengerichte bezogen wird (Off 10,7).

Neuere Studien haben jedoch zur Erkenntnis geführt, dass es zwischen Mt 24 und Off 6 und 7 eine Parallelität der Ereignisse gibt, welche Wiederkunft und Entrückung zwangsläufig nach Off 6,12-17 (6. Siegel) verlagern  und daher die siebzigste Jahrwoche dort unterbrechen.

(Siehe auch Diskurs 05: „Die Parallelität der Ereignisse von Mt 24 und Off 6 und 7”)


In diesem Zusammenhang wurde u.a. auch aufgrund von 2The 2,1-4 und Off 13,1-11 erkannt, dass es nicht nur ein Antichrist sein kann, der die Endzeit beherrschen wird, sondern zwei Antichristen: ein menschlicher Gewaltherrscher (Reiter auf dem weißen Pferd, Off 6,1-2) in der Großen Trübsal (Off 6,1-8; Mt 24,1-25) und ein dämonisches Geistwesen (Tier aus dem Meer, Off 13) am Tag des Zornes Gottes.

(Siehe auch Diskurs 86: „Der erste und der zweite Antichrist”)


Nachdem sich durch diese geänderte Sichtweise jedoch im Prinzip nur Verschiebungen in der zeitlichen Abfolge der Ereignisse ergeben und die Inhalte bis auf wenige Ausnahmen im Wesentlichen gleich bleiben, haben die Dokumente der alten Interpretation - unter Berücksichtigung dieser Hinweise hier - durchaus ihre Berechtigung und werden so beibehalten. Eine Zusammenfassung der Änderungen findet sich im Diskurs 48.

(Siehe Diskurs 48: „Eine alternative Sicht im Ablauf der Endzeitereignisse”)




Die Überschneidung der Großen Trübsal mit dem Tag des Herrn.

Wiewohl die Schlacht selbst ein Ereignis am „Tag des Herrn” ist, scheint die Sammlung der antichristlichen Heere noch in der Zeitperiode davor, der „Großen Trübsal” zu erfolgen. Diese Zusammenballung der weltlichen Macht ist ja der Anlass für das Erscheinen des Herrn Jesus am Tag des Herrn, der mit dem himmlischen Heer und seinen Heiligen gegen diese teuflische Macht antreten und sie vernichten wird.

Das Ereignis, welches diese beiden Zeitperioden, die „Große Trübsal” und den „Tag des Herrn” verbindet, ist die große Finsternis. Hier unten, in Joel 4,14-21, erkennen wir, dass die antichristlichen Heere bereits im „Tal der Entscheidung” versammelt sind und die Verfinsterung der Gestirne, also die große Finsternis, nahe bevorsteht.

(Siehe auch Kapitel 04: „Die große Finsternis”.)

Der Tag des Herrn ist nahe im Tal der Entscheidung.

Joel 4,14 Es werden Scharen über Scharen von Menschen sein im Tal der Entscheidung; denn des HERRN Tag ist nahe im Tal der Entscheidung. 4,15 Sonne und Mond werden sich verfinstern, und die Sterne halten ihren Schein zurück. 4,16 Und der HERR wird aus Zion brüllen und aus Jerusalem seine Stimme hören lassen, dass Himmel und Erde erbeben werden. Aber seinem Volk wird der HERR eine Zuflucht sein und eine Burg den Israeliten. Joel 4,14-16;

Wenn dies anfängt zu geschehen, erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Lk 21,25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, 21,26 und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.

21,27 Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. 21,28 Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Lk 21,25-28;

Sie werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels.

Mt 24,29 Sogleich aber nach der Trübsal jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 24,30 Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. 24,31 Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Mt 24,29-31;


Und auch aus dem obigen Text in Lk 21,25-28 und Mt 24,29-31 erkennen wir, dass nach der Trübsal jener Zeit und vor dem Erscheinen des Zeichens des Menschensohns am Himmel, sich die Gestirne verfinstern werden.

Die große Finsternis ist das letzte Ereignis in der Periode der „Großen Trübsal”, welche jedoch naturgemäß bis weit in die Zeit des Tag des Herrn hineinreicht. Die Verfinsterung der Gestirne ist einerseits das Zeichen für das Kommen des Herrn und, wie uns Lk 21,28 sagt, auch jenes für die baldige Erlösung der Auserwählten.

Sodann erfahren wir, dass der Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen wird und seine Engel werden die Auserwählten sammeln. Es sind u. a. diese Auserwählten, welche wir - nach ihrer Auferweckung und Entrückung - bei Johannes in der Offenbarung, im himmlischen Heer antreffen, welche mit dem Lamm gegen die Könige des Antichrists kämpfen werden.

(Siehe auch Kapitel 06: „Die Wiederkunft des Herrn – 1. Teil: Die Wiederkunft und die Entrückung.”.)

Diese Könige geben ihre Kraft und Macht dem Tier und kämpfen gegen das Lamm.

Off 17,12 Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie für eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier. 17,13 Diese sind eines Sinnes und geben ihre Kraft und Macht dem Tier. 17,14 Die werden gegen das Lamm kämpfen, und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige, und die mit ihm sind, sind die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen. Off 17,12-14;

Die Sammlung zur Schlacht.

Obwohl daher die Sammlung der antichristlichen Heere zur Schlacht bereits vor dem Tag des Herrn und der großen Finsternis erfolgen dürfte, sollen hier, der Vollständigkeit halber, die wesentlichen Schriftaussagen in Bezug auf dieses Ereignis wiederholt werden.

(Siehe auch Kapitel 01: „Die siebzigste Jahrwoche”.)


Die Heere der Heiden versammelt.

Aus dem nachfolgenden Text in Off 16,13-16 geht hervor, dass das Dreigespann Satan, Antichrist und falscher Prophet in einer zeichenhaften Art und Weise „Botschaften” zu den Königen der Heiden aussenden wird, um sie und ihre Heere zur großen Schlacht gegen Gott zu versammeln.

Auch wenn es hier den Anschein hat, als würde die teuflische Dreiheit selbst agieren und die Initiative in ihrer Hand haben, erfahren wir weiter unten in Hes 39,2-3, dass es in Wirklichkeit Gott ist, der den Satan, den „Gog”, mit seinem ganzen Anhang „herbeilockt” und auf die Berge Israels - nach Harmagedon - „herumlenkt”.

Und so sammeln Satan und der Antichrist ein riesiges Heer und bringen es nach Harmagedon. Dieser Name ist eine direkte Übertragung von hebr. Har= Berg und Megiddo = der Name einer Stadt in der Ebene Jesreel. Die Stadt Megiddo (Jos 17,11; Sach 12,11 u.a.) lag strategisch günstig in der Ebene Esdrelom oder Jesreel, an der Via Maris, der Straße die von Ägypten nach Damaskus und weiter nach Mesopotamien führte.

Diese Ebene gehört seit den ältesten Zeiten bis hin zur Zeit Napoleons zu den größten Kampfplätzen der Welt. Hier besiegte Barak und Debora Sisera und seine Streitwagen (Ri 5,19-29); hier starb Ahasja, der König von Juda, den die Pfeile Jehus getroffen hatten (2Kg 9,27); dort kam der gute Josia im Kampf gegen den Pharao Necho um (2Chr 35,22; 2Kg 23,29-30).

Was die Vorsilbe „Har” – also Berg – betrifft, so muss man die topographischen Gegebenheiten in Israel berücksichtigen. Das Land ist relativ flach und wirklich hohe Berge gibt es kaum. Was dort als „Berg” bezeichnet wird ist bei uns in Mitteleuropa bestenfalls ein Hügel. Wir finden hier eine Bestätigung in den Ereignissen in Israel in unserer Zeit, wo am Rande von Jerusalem, in Harhoma, also am „Berg” Homa, jüdische Siedlungshäuser gebaut werden sollen, obwohl dies palästinensisches Gebiet ist. Betrachtet man dieses Gebiet näher, erkennt man, dass es sich dabei eindeutig um einen Hügel handelt. Und auf genau so einem Hügel soll auch die Stadt Megiddo gelegen sein.

Dennoch ist „Harmagedon” wohl eher ein symbolischer Name. Wie wir weiter unten in Joel 4,1-3 sehen können, ist auch das Tal „Joschafat” ein Symbol für diese letzte Schlacht vor dem Tausendjährigen Reich.

Die Könige der Heiden werden versammelt zum Kampf am großen Tag Gottes.

Off 16,13 Und ich sah aus dem Rachen des Drachen und aus dem Rachen des Tieres und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister kommen, gleich Fröschen; 16,14 es sind Geister von Teufeln, die tun Zeichen und gehen aus zu den Königen der ganzen Welt, sie zu versammeln zum Kampf am großen Tag Gottes, des Allmächtigen.

16,15 Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt gehe und man seine Blöße sehe. - 16,16 Und er versammelte sie an einen Ort, der heißt auf hebräisch Harmagedon. Off 16,13-16;

Ich will alle Heiden zusammenbringen und will sie ins Tal Joschafat hinabführen.

Joel 4,1 Denn siehe, in jenen Tagen und zur selben Zeit, da ich das Geschick Judas und Jerusalems wenden werde, 4,2 will ich alle Heiden zusammenbringen und will sie ins Tal Joschafat hinabführen und will dort mit ihnen rechten wegen meines Volks und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und sich in mein Land geteilt haben; 4,3 sie haben das Los um mein Volk geworfen und haben Knaben für eine Hure hingegeben und Mädchen für Wein verkauft und vertrunken. Joel 4, 1- 3;


Hier oben, in Joel 4,1-3, haben wir auch die Begründung, warum Gott diese Heiden zusammentreibt und sie in der Schlacht vernichten wird. Er wird mit ihnen rechten wegen seines Volkes und seines Erbteils Israel. Weil sie das Land besetzt haben und sein Volk in die ganze Welt verkauft und weit zerstreut haben.

Es ist dies somit die Vergeltung für die Eroberung und Zerstreuung Jerusalems durch den Antichrist in der Zeit der Großen Trübsal, welche in Sach 14,1-2 beschrieben wird. Zu jener Zeit hat der Herr auch die Heiden gesammelt, und zwar zum Kampf gegen Jerusalem. Und Jerusalem wurde dann auch – zum Unterschied von dieser Situation hier, im Tal Joschafat - in ihre Hand gegeben.

Denn ich werde alle Heiden sammeln zum Kampf gegen Jerusalem.

Sach 14,1 Siehe, es kommt für den HERRN die Zeit, dass man in deiner Mitte unter sich verteilen wird, was man dir geraubt hat. 14,2 Denn ich werde alle Heiden sammeln zum Kampf gegen Jerusalem. Und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden. Und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt werden, aber das übrige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden. Sach 14, 1- 2;

Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.

Lk 21,20 Wenn ihr aber sehen werdet, dass Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist. 21,21 Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe ins Gebirge, und wer in der Stadt ist, gehe hinaus, und wer auf dem Lande ist, komme nicht herein. 21,22 Denn das sind die Tage der Vergeltung, dass erfüllt werde alles, was geschrieben ist. 21,23 Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen, 21,24 und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind. Lk 21,20-24;

(Siehe auch Kapitel 02: „Die Eroberung und Zerstreuung Jerusalems”.)


Dies aber ist nun der Tag der Rache und der Vergeltung des Herrn. Es ist die Zeit gekommen, sein Volk zu erlösen Es sind auch und insbesondere die Aussagen aus Jesaja, Kap. 51-56, welche diese Zeit hier beschreiben. Das Joch wird endlich von der Schulter des Volkes Israel genommen. Bald wird der Herr König in Zion sein und sein Volk heimkehren lassen.

Ich nehme den Taumelkelch aus deiner Hand. Du sollst ihn nicht mehr trinken.

Jes 51,22 So spricht dein Herrscher, der HERR, und dein Gott, der die Sache seines Volks führt: Siehe, ich nehme den Taumelkelch aus deiner Hand, den Becher meines Grimmes. Du sollst ihn nicht mehr trinken, 51,23 sondern ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben, die zu dir sprachen: Wirf dich nieder, dass wir darüberhin gehen! Und du machtest deinen Rücken dem Erdboden gleich und wie eine Gasse, dass man darüberhin laufe. Jes 51,22-23;

Ich hatte einen Tag der Vergeltung mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen.

Jes 63,1 Wer ist der, der von Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra, der so geschmückt ist in seinen Kleidern und einherschreitet in seiner großen Kraft? »Ich bin es, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.« 63,2 Warum ist denn dein Gewand so rotfarben und dein Kleid wie das eines Keltertreters? 63,3 »Ich trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe mein ganzes Gewand besudelt. 63,4 Denn ich hatte einen Tag der Vergeltung mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen, war gekommen.

63,5 Und ich sah mich um, aber da war kein Helfer, und ich verwunderte mich, dass niemand mir beistand. Da musste mein Arm mir helfen, und mein Zorn stand mir bei. 63,6 Und ich habe die Völker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde geschüttet.« Jes 63, 1- 6;

Rufet dies aus unter den Heiden! Bereitet euch zum heiligen Krieg!

Joel 4,9 Rufet dies aus unter den Heiden! Bereitet euch zum heiligen Krieg! Bietet die Starken auf! Lasst herzukommen und hinaufziehen alle Kriegsleute! 4,10 Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße! Der Schwache spreche: Ich bin stark!

4,11 Auf, alle Heiden ringsum, kommt und versammelt euch! - Dahin führe du hinab, HERR, deine Starken! - 4,12 Die Heiden sollen sich aufmachen und heraufkommen zum Tal Joschafat; denn dort will ich sitzen und richten alle Heiden ringsum. Joel 4, 9-12;

Es werden Scharen über Scharen von Menschen sein im Tal der Entscheidung.

Joel 4,13 Greift zur Sichel, denn die Ernte ist reif! Kommt und tretet, denn die Kelter ist voll, die Kufen laufen über, denn ihre Bosheit ist groß! 4,14 Es werden Scharen über Scharen von Menschen sein im Tal der Entscheidung; denn des HERRN Tag ist nahe im Tal der Entscheidung. Joel 4,13-14;

Sonne und Mond werden sich verfinstern, und die Sterne halten ihren Schein zurück.

Joel 4,15 Sonne und Mond werden sich verfinstern, und die Sterne halten ihren Schein zurück. 4,16 Und der HERR wird aus Zion brüllen und aus Jerusalem seine Stimme hören lassen, dass Himmel und Erde erbeben werden. Aber seinem Volk wird der HERR eine Zuflucht sein und eine Burg den Israeliten. Joel 4,15-16;


Es ist daher auch der Ausgang dieser Schlacht seit Jahrtausenden entschieden (Off 17,14). Es ist in der Auslegung nie ganz zu klären, ob die satanischen Mächte den Plan Gottes nicht kennen oder nicht kennen wollen. Nach den Gesetzen der Logik müsste es eigentlich das Letztere sein.

Denn auch wenn Satan nicht im Stande sein sollte den Willen Gottes direkt zu erkennen, müsste man zumindest davon ausgehen, dass er die Bibel lesen kann. Und hier könnte er, wenn er nur wollte, den Ausgang jedes einzelnen seiner Schritte erfahren. Aber er will es scheinbar nicht wahrhaben. Er glaubt bis zur letzten Sekunde, dass es ihm gelingen wird, die Macht an sich zu reißen.

Der Herr kommt mit seinem himmlischen Heer.

Nach diesem Rückblick auf die Sammlung der weltlichen, antichristlichen Heere, kommen wir nun wieder zur Periode des „Tag des Herrn” und zur Schlacht von Harmagedon. Auch der Herr Jesus hat nun, nach seinem Erscheinen und der Auferweckung der Toten in Christus und ihrer Entrückung mit den lebenden Gläubigen, sein Heer versammelt. Er kommt mit allen seinen Heiligen vom Himmel herab und kämpft gegen die Heere der Völker, die mit dem Antichrist sind.

Und siehe, ein weißes Pferd und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig.

Off 19,11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit. 19,12 Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst. 9,13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes. Off 19,11-13;

Der HERR Zebaoth rüstet ein Heer zum Kampf.

Jes 13,2 Auf hohem Berge erhebt das Banner, ruft laut ihnen zu, winkt mit der Hand, dass sie einziehen durch die Tore der Fürsten. 13,3 Ich habe meine Geheiligten entboten zu meinem Zorngericht und meine Starken gerufen, die da jauchzen über meine Herrlichkeit.

13,4 Es ist Geschrei und Lärm auf den Bergen wie von einem großen Volk, Geschrei und Getümmel von den versammelten Königreichen der Völker. Der HERR Zebaoth rüstet ein Heer zum Kampf. 13,5 Sie kommen aus fernen Landen, vom Ende des Himmels, ja, der HERR selbst samt den Werkzeugen seines Zorns, um zu verderben die ganze Erde. 13,6 Heulet, denn des HERRN Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. 13,7 Darum werden alle Hände schlaff, und aller Menschen Herz wird feige sein.

13,8 Schrecken, Angst und Schmerzen wird sie ankommen, es wird ihnen bange sein wie einer Gebärenden. Einer wird sich vor dem andern entsetzen, feuerrot werden ihre Angesichter sein.

13,9 Denn siehe, des HERRN Tag kommt grausam, zornig, grimmig, die Erde zu verwüsten und die Sünder von ihr zu vertilgen.

13,10 Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht hell, die Sonne geht finster auf und der Mond gibt keinen Schein. Jes 13, 2-10;

Und der HERR wird ausziehen und kämpfen gegen diese Heiden.

Sach 14,3 Und der HERR wird ausziehen und kämpfen gegen diese Heiden, wie er zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht.

14,4 Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberg, der vor Jerusalem liegt nach Osten hin. Und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten, vom Osten bis zum Westen, sehr weit auseinander, so dass die eine Hälfte des Berges nach Norden und die andere nach Süden weichen wird.

14,5 Und das Tal Hinnom wird verstopft werden, denn das Tal wird an die Flanke des Berges stoßen. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vorzeiten geflohen seid vor dem Erdbeben zur Zeit Usijas, des Königs von Juda. Da wird dann kommen der HERR, mein Gott, und alle Heiligen mit ihm. 14,6 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird kein Licht sein, die prächtigen Gestirne ziehen sich zusammen.

14,7 Und es wird ein einziger Tag sein - er ist dem HERRN bekannt! -, es wird nicht Tag und Nacht sein, und auch um den Abend wird es licht sein. Sach 14, 3- 7;

Und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes.

Off 19,14 Und ihm folgt das Heer des Himmels auf weißen Pferden, angetan mit weißem, reinem Leinen. 19,15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, 19,16 und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren. Off 19,14-16;

Kommt und tretet, denn die Kelter ist voll und die Kufen laufen über.

Joel 4,13 Greift zur Sichel, denn die Ernte ist reif! Kommt und tretet, denn die Kelter ist voll, die Kufen laufen über, denn ihre Bosheit ist groß! 4,14 Es werden Scharen über Scharen von Menschen sein im Tal der Entscheidung; denn des HERRN Tag ist nahe im Tal der Entscheidung. Joel 4,13-14;

Die Schlacht.

Wie wir oben gelesen haben, ist diese Schlacht von Harmagedon und die Vernichtung des antichristlichen Heeres in erster Linie eine Vergeltung für die Eroberung und Schändung Jerusalems und die Ermordung der zwei Zeugen Gottes zu Beginn der zweiten antichristlichen Herrschaft. Gleichzeitig aber ist es der so lange erwartete Zeitpunkt der Wende im Geschick Israels. Ab nun wird das Volk Israel nach und nach den Platz einnehmen, der ihm seit Tausenden von Jahren prophezeit wurde, den es aber immer wieder aus eigenem Verschulden verfehlt hat.

(Siehe auch Diskurs 86: „Der erste und der zweite Antichrist”.)

Die zehn Könige kämpfen gegen das Lamm, und das Lamm wird sie überwinden.

Off 17,12 Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie für eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier. 17,13 Diese sind eines Sinnes und geben ihre Kraft und Macht dem Tier. 17,14 Die werden gegen das Lamm kämpfen, und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige, und die mit ihm sind, sind die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen. Off 17,12-14;

Das Tier und die Könige führen Krieg mit dem, der auf dem Pferd saß.

Off 19,19 Und ich sah das Tier und die Könige auf Erden und ihre Heere versammelt, Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer. Off 19,19;

Und ich habe die Völker zertreten in meinem Zorn und ihr Blut auf die Erde geschüttet.

Jes 63,1 Wer ist der, der von Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra, der so geschmückt ist in seinen Kleidern und einherschreitet in seiner großen Kraft? »Ich bin es, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.« 63,2 Warum ist denn dein Gewand so rotfarben und dein Kleid wie das eines Keltertreters? 63,3 »Ich trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe mein ganzes Gewand besudelt. 63,4 Denn ich hatte einen Tag der Vergeltung mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen, war gekommen.

63,5 Und ich sah mich um, aber da war kein Helfer, und ich verwunderte mich, dass niemand mir beistand. Da musste mein Arm mir helfen, und mein Zorn stand mir bei.

63,6 Und ich habe die Völker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde geschüttet.«. Jes 63, 1- 6;


Neben den atl. Texten aus Jesaja, Joel und Sacharja, haben wir auch in Hes 39 ein ganzes Kapitel, welches sich mit diesem Ereignis befasst. Ebenso wie das Kapitel Hes 38 den Letzten Kampf am Ende der Welt schildert, ist in Hes 39 die Schlacht von Harmagedon prophetisch dargestellt. Es ist da wie dort „Gog”, der Fürst von Rosch, Meschech und Tubal - eine Bezeichnung für den Satan - welcher nach Israel kommt, um gegen Gott zu kämpfen. Und er wird da wie dort seinen Kampf verlieren.

(Siehe auch Kapitel 11: „Das Ende der Welt - der letzte Kampf.”)

Ich will dich herumlenken und herbeilocken aus dem äußersten Norden.

Hes 39,1 Und du, Menschenkind, weissage gegen Gog und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der Fürst bist von Rosch, Meschech und Tubal.

39,2 Siehe, ich will dich herumlenken und herbeilocken aus dem äußersten Norden und auf die Berge Israels bringen 39,3 und will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und die Pfeile aus deiner rechten Hand. Hes 39, 1- 3;

Ich will dich herumlenken und dir einen Haken ins Maul legen.

Hes 38,1 Und des HERRN Wort geschah zu mir: 38,2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht auf Gog, der im Lande Magog ist und der Fürst von Rosch, Meschech und Tubal, und weissage gegen ihn 38,3 und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der Fürst bist von Rosch, Meschech und Tubal! 38,4 Siehe, ich will dich herumlenken und dir einen Haken ins Maul legen und will dich ausziehen lassen mit deinem ganzen Heer, mit Ross und Mann, die alle voll gerüstet sind; und sie sind ein großer Heerhaufe, die alle kleine und große Schilde und Schwerter tragen. Hes 38, 1- 4;


Wie wir sehen, sind beide Prophezeiungen gegen Gog, den Fürst von Rosch (oder Oberfürst von) Meschech und Tubal gerichtet. Es ist also beide Male derselbe Adressat, nämlich Satan, welcher sowohl in Harmagedon, vor dem Millennium (Hes 39), als auch beim letzten Kampf, nach den tausend Jahren (Hes 38), mit seinen Heeren gegen Israel ziehen wird, um gegen Gott zu kämpfen.

Aber schon die anschließenden Verse von Hes 38 zeigen ganz klar, dass es sich hier um eine Schlacht am „Ende der Zeiten”, am Ende der Welt, nach dem Millennium handelt.

Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; am Ende der Zeiten.

Hes 38,5 Du führst mit dir Perser, Kuschiter und Libyer, die alle Schild und Helm tragen, 38,6 dazu Gomer und sein ganzes Heer, die vom Hause Togarma, die im Norden wohnen, mit ihrem ganzen Heer; ja, du führst viele Völker mit dir. 38,7 Wohlan, rüste dich gut, du und alle deine Heerhaufen, die bei dir sind, und sei du ihr Heerführer! 38,8 Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; am Ende der Zeiten sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist, und zu dem Volk, das aus vielen Völkern gesammelt ist, nämlich auf die Berge Israels, die lange Zeit verwüstet gewesen sind, und nun ist es herausgeführt aus den Völkern, und sie alle wohnen sicher. Hes 38, 5- 8;


Dies bestätigt auch die Aussage „ein Land, das dem Schwert entrissen ist”. Israel war, ist und wird auch bis zum Millennium – und sogar bis hinein in die Anfänge dieses tausendjährigen Reiches - nicht „dem Schwert entrissen” sein. Dieses Land wird erst im Friedensreich des Herrn Jesus seine Ruhe und seinen Frieden finden. Erst dann, wenn Israel mit dem Geist Gottes gesegnet und Haupt über die Völker ist, wird man in diesem Land ohne Angst leben und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen.

Jes 2,2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, 2,3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.

2,4 Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

2,5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN! Jes 2, 2- 5;

(Siehe auch Kapitel 11: „Das Ende der Welt”.)


Dies alles aber, wie bereits erwähnt, erst im Millennium und nicht hier, bei der Wiederkunft des Herrn vor dem Millennium. Damit wäre klargestellt, dass wir Hes 38 hier, bei der Schlacht von Harmagedon, nicht zu berücksichtigen haben und wir können uns auf Hes 39 konzentrieren.

Gleich im nächsten Vers, Hes 39,4, wird ein Thema angezogen und dann in den Versen Hes 39,17-.20 weiter ausgeführt, welches eine eindeutige Parallele zur Schilderung dieser Schlacht in Off 19,17-18 bildet.

Ich will dich den Raubvögeln, allem was fliegt zum Fraß geben.

Hes 39,4 Auf den Bergen Israels sollst du fallen, du mit deinem ganzen Heer und mit den Völkern, die bei dir sind. Ich will dich den Raubvögeln, allem was fliegt, und den Tieren auf dem Felde zum Fraß geben. Hes 39, 4;

Sage den Vögeln: findet euch zusammen zu meinem Schlachtopfer.

Hes 39,17 Du Menschenkind, so spricht Gott der HERR: Sage den Vögeln, allem was fliegt, und allen Tieren auf dem Felde: Sammelt euch und kommt herbei, findet euch zusammen von überall her zu meinem Schlachtopfer, das ich euch schlachte, einem großen Schlachtopfer auf den Bergen Israels, und fresst Fleisch und sauft Blut!

39,18 Fleisch der Starken sollt ihr fressen, und Blut der Fürsten auf Erden sollt ihr saufen, der Widder und Lämmer, der Böcke und Stiere, all des Mastviehs aus Baschan.

39,19 Und ihr sollt Fett fressen, bis ihr satt werdet, und Blut saufen, bis ihr trunken seid von dem Schlachtopfer, das ich euch schlachte. 39,20 Sättigt euch von Rossen und Reitern, von Starken und all den Kriegsleuten an meinem Tisch, spricht Gott der HERR.

39,21 Und ich will meine Herrlichkeit unter die Heiden bringen, dass alle Heiden mein Gericht sehen sollen, das ich gehalten habe, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe. Hes 39,17-21;

Er rief allen Vögeln zu: Kommt, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes.

Off 19,17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit großer Stimme allen Vögeln zu, die hoch am Himmel fliegen: Kommt, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes 19,18 und esst das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Sklaven, der Kleinen und der Großen! Off 19,17-18;


Auch die Aufforderung in beiden Texten: „das Fleisch der Starken und der Könige (Fürsten) sollt ihr fressen” ist in beiden Schriftstellen identisch und bestätigt wieder die Zugehörigkeit von Hes 39 zur Schlacht von Harmagedon.

In Hes 39,5 finden wir dann eine Aussage, welche im direkten Gegensatz zu Hes 38 steht. Ebenso wie wir dort aus der Aussage „ein Land, das dem Schwert entrissen ist” die Situation Israels im Millennium erkennen konnten, finden wir hier, in der Aussage von Hes 39,5: „…die Bewohner der Inseln, die so sicher wohnen…” einen Hinweis auf die Situation der Völker zu dieser Zeit hier, vor dem Millennium. Mit „Inseln” ist im AT die Völkerwelt ohne Israel gemeint. Und es sind diese Völker und Nationen der ganzen Welt, welche zu der Zeit sichtlich im Gegensatz zu Israel - sicher wohnen werden.

Ich will Feuer werfen auf Magog und die Bewohner der Inseln, die so sicher wohnen.

Hes 39,5 Du sollst auf freiem Felde fallen; denn ich habe es gesagt, spricht Gott der HERR. 39,6 Und ich will Feuer werfen auf Magog und auf die Bewohner der Inseln, die so sicher wohnen, und sie sollen erfahren, dass ich der HERR bin. 39,7 Und ich will meinen heiligen Namen kundmachen unter meinem Volk Israel und will meinen heiligen Namen nicht länger schänden lassen, sondern die Heiden sollen erfahren, dass ich der HERR bin, der Heilige in Israel.

39,8 Siehe, es kommt und geschieht, spricht Gott der HERR; das ist der Tag, von dem ich geredet habe.

39,9 Und die Bürger in den Städten Israels werden herausgehen und Feuer anzünden und die Waffen verbrennen, kleine und große Schilde, Bogen und Pfeile, Keulen und Spieße. Und sie werden sieben Jahre lang Feuer damit machen; 39,10 sie brauchen kein Holz auf dem Felde zu holen oder im Walde zu schlagen, sondern von den Waffen werden sie Feuer machen und werden die berauben, von denen sie beraubt sind, und plündern, von denen sie geplündert sind, spricht Gott der HERR.

39,11 Und zu der Zeit soll es geschehen, da will ich Gog einen Ort geben zum Begräbnis in Israel, nämlich das Tal der Wanderer östlich vom Meer, und das wird den Wanderern den Weg versperren. Dort wird man Gog mit seinem ganzen Heerhaufen begraben; und es soll heißen »Tal der Heerhaufen des Gog«.

39,12 Und das Haus Israel wird sie sieben Monate lang begraben, damit das Land gereinigt werde. 39,13 Ja, alles Volk des Landes wird an ihnen zu begraben haben; und sie werden Ruhm davon haben an dem Tage, an dem ich meine Herrlichkeit erweise, spricht Gott der HERR.

39,14 Und sie werden Leute aussondern, die ständig im Lande umhergehen, die Leichen zu begraben, die noch auf dem Lande liegen, damit es gereinigt werde. Nach sieben Monaten sollen sie beginnen nachzuforschen. 39,15 Und wenn sie im Lande umhergehen und Menschengebeine sehen, sollen sie ein Zeichen aufrichten, bis die Totengräber sie auch im »Tal der Heerhaufen des Gog« begraben.

39,16 Auch soll eine Stadt »Stadt der Heerhaufen« heißen. So werden sie das Land reinigen. Hes 39, 5-16;


Ein weiterer Unterschied zum letzten Kampf am Ende der Welt ergibt sich aus dem Text in Vers Hes 39,9. Dort heißt es, dass die Israeliten mit dem Kriegsgerät der Gog’schen Heere sieben Jahre lang Feuer machen werden. Wenn dieses Ereignis den letzten Kampf betreffen sollte, würden keine sieben Jahre Zeit mehr bleiben, denn dort werden die heidnischen Heere unter der Führung Satans in kürzester Zeit mit Feuer vom Himmel vernichtet und dann werden Himmel und Erde vergehen.

Wie wir oben gesehen haben, beschreibt auch Sacharja in Kapitel 14 diese Schlacht. Während er zu Beginn – Sach 14,1-2 – den Überfall des Antichrists auf Jerusalem prophezeit, schildert er in der weiteren Folge die Schlacht von Harmagedon und weist in Sach 14,12 (ähnlich wie Joel 4,2) auch ausdrücklich darauf hin, dass diese Schlacht die Vergeltung dafür ist, dass diese Völker gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind.

Die Plage für die Völker, die gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind.

Sach 14,12 Und dies wird die Plage sein, mit der der HERR alle Völker schlagen wird, die gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind: ihr Fleisch wird verwesen, während sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre Augen werden in ihren Höhlen verwesen und ihre Zungen im Mund.

14,13 Zu der Zeit wird der HERR eine große Verwirrung unter ihnen anrichten, so dass einer den andern bei der Hand packen und seine Hand wider des andern Hand erheben wird; 14,14 und auch Juda wird in Jerusalem kämpfen. Und man wird zusammenbringen die Güter aller Heiden ringsumher: Gold, Silber und Kleider über die Maßen viel.

14,15 Und so wird dann diese Plage auch kommen über Rosse, Maultiere, Kamele, Esel und alle Tiere, die in diesem Heer sind; sie werden von ihr geschlagen gleichwie jene. Sach 14,12-15;

Der Ausgang der Schlacht.

In dieser Schlacht wird das gesamte Heer des Antichrists durch das himmlische Heer unter der Führung des Sohnes Gottes vernichtet. Der Antichrist selbst und sein falscher Prophet werden lebendig in den Feuersee geworfen und Satan für tausend Jahre im Abgrund gebunden. Somit sind Antichrist und falscher Prophet die ersten Geschöpfe, welche der Verdammnis anheimfallen, während Satan erst nach den tausend Jahren seinen Kampf verlieren und den beiden in den Feuersee nachfolgen wird.

Das Tier und der falsche Prophet wurden lebendig in den feurigen Pfuhl geworfen.

Off 19,20 Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der vor seinen Augen die Zeichen getan hatte, durch welche er die verführte, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Bild des Tieres angebetet hatten. Lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. 19,21 Und die andern wurden erschlagen mit dem Schwert, das aus dem Munde dessen ging, der auf dem Pferd saß. Und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch. Off 19,20-21;

Und er ergriff den Drachen und warf ihn in den Abgrund.

Off 20,1 Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. 20,2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn für tausend Jahre, 20,3 und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine kleine Zeit. Off 20, 1- 3;


Aber diese Schlacht ist auch der Auftakt zu einem weltweiten Strafgericht, bei dem auch jene Menschen, welche nicht an der Schlacht teilgenommen haben – also die Zivilbevölkerung - von globalen Katastrophen heimgesucht wird. Es ist die Umgestaltung von Himmel und Erde, als Vorbereitung auf das Millennium, welche durch riesige, globale Erdbeben die gesamte Erdoberfläche verändern wird.

Israel in eine Ebene verwandelt. Jerusalem liegt hoch, bleibt jedoch an seiner Stätte.

Sach 14,10 Und das ganze Land wird verwandelt werden in eine Ebene, von Geba bis nach Rimmon im Süden. Aber Jerusalem wird hoch liegen und an seiner Stätte bleiben, vom Tor Benjamin bis an die Stelle des ersten Tors, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananel bis an des Königs Kelter. 14,11 Und man wird darin wohnen; es wird keinen Bann mehr geben, denn Jerusalem wird ganz sicher wohnen. Sach 14,10-11;

(Siehe auch Kapitel 08: „Die Umgestaltung von Himmel und Erde”.)


Das Geschick Israels wird gewendet.

In Hes 39,22-29 können wir dann auch erkennen, dass nach diesen Ereignissen das Geschick Israels gewendet wird. Bisher hat der Herr die Israeliten in die Hände ihrer Widersacher übergeben, dass sie durchs Schwert fallen mussten. Nun aber, wird er das Geschick Israels wenden und sich ihrer erbarmen.

Der Herr wird das Geschick Jakobs wenden und sie aus den Völkern zurückbringen.

Hes 39,22 Und das Haus Israel soll erfahren, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, von dem Tage an und fernerhin, 39,23 und die Heiden sollen erkennen, dass das Haus Israel um seiner Missetat willen weggeführt worden ist. Weil sie sich an mir versündigt hatten, darum habe ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und habe sie übergeben in die Hände ihrer Widersacher, dass sie allesamt durchs Schwert fallen mussten. 39,24 Ich habe ihnen getan, was sie mit ihrer Unreinheit und ihren Übertretungen verdient haben, und habe mein Angesicht vor ihnen verborgen.

39,25 Darum - so spricht Gott der HERR: Nun will ich das Geschick Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und um meinen heiligen Namen eifern.

39,26 Sie aber sollen ihre Schmach und alle ihre Sünde, mit der sie sich an mir versündigt haben, vergessen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen und niemand sie schreckt 39,27 und ich sie aus den Völkern zurückgebracht und aus den Ländern ihrer Feinde gesammelt und an ihnen vor den Augen vieler Heiden gezeigt habe, dass ich heilig bin.

39,28 Dann werden sie erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie unter die Heiden weggeführt habe und wieder in ihr Land sammle und nicht einen von ihnen dort zurücklasse.

39,29 Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR. Hes 39,22-29;


Und nun ist auch die Zeit gekommen, wo der Herr das Volk Israel wieder aus allen Nationen sammelt. Sie werden in ihr Land gesammelt und Gott wird seinen Geist über das Haus Israel ausgießen. Und damit sind wir auch schon im Millennium, im Tausendjährigen Reich, wo Israel Haupt unter den Völkern sein wird.

Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern.

Jer 31,7 Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: Der HERR hat seinem Volk geholfen, dem Rest Israels! 31,8 Siehe, ich will sie aus dem Lande des Nordens bringen und will sie sammeln von den Enden der Erde, auch Blinde und Lahme, Schwangere und junge Mütter, dass sie als große Gemeinde wieder hierher kommen sollen. Jer 31, 7- 8;

(Siehe auch Kapitel 09: „Die Heimkehr der Übriggebliebenen aus Israel und den Nationen”.)


Der Text oben, in Hes 39,25-29, ist überdies eine der vielen Schriftstellen, welche die Behauptung der Zionisten, dass die Zeit der Sammlung Israels schon seit Gründung des jetzigen Staates Israel im Jahre 1948 angebrochen wäre, Lügen straft. Es ist heute weder die Herrlichkeit des Herrn unter die Heiden gebracht, auch kein Gericht über die Heiden ergangen, die Israeliten wohnen - wie man weiß - nicht sicher in ihrem Lande, und dass der Geist Gottes über dieses heutige Volk Israel ausgegossen wäre, werden wohl nicht einmal die Juden selbst behaupten wollen. Das heutige Volk Israel unterscheidet sich kaum von den Heidenvölkern. Von diesen Juden sagt der Herr Jesus:

Die sagen, sie seien Juden, und sind es nicht, sondern lügen.

Off 3.9 Siehe, ich werde schicken einige aus der Synagoge des Satans, die sagen, sie seien Juden, und sind es nicht, sondern lügen; siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen sollen und zu deinen Füßen niederfallen und erkennen, dass ich dich geliebt habe. Off 3, 9;


Im übrigen sind sich die Ultraorthodoxen in Israel dieses Umstandes wohl bewusst und lehnen daher selbst den heutigen Staat Israel ab, weil er nicht durch das Kommen des Messias zustande gekommen ist.

Die „Sammlung” der Israeliten seit dem Jahre 1948 ist demnach nicht jene Sammlung, welche von den Propheten des AT vorhergesagt wird. Das Geschick Jakobs ist – leider – noch nicht gewendet. Die Israeliten müssen noch einmal, ein letztes Mal, zerstreut werden. Und erst dann wird sich ein Überrest bekehren zu seinem Gott und er wird ihr Gott und sie werden dann sein Volk sein.

Das messianische Friedensreich.

Nachdem der Herr Himmel und Erde umgestaltet hat, tritt er seine Königsherrschaft über die ganze Welt an. Er wird in Jerusalem, auf seinem heiligen Berg wohnen und Jerusalem wird heilig sein.

(Aufgrund des Umfanges wurde diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet [Kapitel 10: "Das Millennium."]. Hier sind nur die wichtigsten Punkte zusammengefasst.)

Der Herr ist König.

Der Herr ist König über alle Lande.

Sach 14,9 Und der HERR wird König sein über alle Lande. Zu der Zeit wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige. Sach 14, 9;

Der Herr wird auf seinem heiligen Berg wohnen.

Joel 4,17 Und ihr sollt es erfahren, dass ich, der HERR, euer Gott, zu Zion auf meinem heiligen Berge wohne. Dann wird Jerusalem heilig sein, und kein Fremder wird mehr hindurchziehen. Joel 4,17;

Der Strom lebendigen Wassers.

Und vom Tempel wird eine Quelle ausgehen. Diese Quelle „lebendigen Wassers” aus Jerusalem wird zur Hälfte ins Meer im Westen, dem Mittelmeer und die andere Hälfte wird ins „östliche Gebiet”, also ins Kidrontal fließen, dann weiter ins Jordantal und schließlich ins „Meer im Osten”, also in das Tote Meer münden. Wie in Hes 47,8-9 beschrieben, werden dadurch die Wasser des Toten Meeres „gesund” werden und, wohin der Strom kommt, soll Leben in der dürren Wüste erblühen.

Es wird eine Quelle ausgehen vom Hause des HERRN.

Joel 4,18 Zur selben Zeit werden die Berge von süßem Wein triefen und die Hügel von Milch fließen, und alle Bäche in Juda werden voll Wasser sein. Und es wird eine Quelle ausgehen vom Hause des HERRN, die wird das Tal Schittim bewässern. 4,19 Aber Ägypten soll wüst werden und Edom eine Einöde um des Frevels willen an den Leuten von Juda, weil sie unschuldiges Blut in ihrem Lande vergossen haben. 4,20 Aber Juda soll für immer bewohnt werden und Jerusalem für und für. 4,21 Und ich will ihr Blut nicht ungesühnt lassen. Und der HERR wird wohnen zu Zion. Joel 4,18-21;

Lebendige Wasser werden aus Jerusalem fließen.

Sach 14,8 Zu der Zeit werden lebendige Wasser aus Jerusalem fließen, die eine Hälfte zum Meer im Osten und die andere Hälfte zum Meer im Westen, und so wird es sein im Sommer und im Winter. Sach 14, 8;

Der Strom lebendigen Wassers aus dem Heiligtum.

Hes 47,1 Und er führte mich wieder zu der Tür des Tempels. Und siehe, da floss ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten; denn die vordere Seite des Tempels lag gegen Osten. Und das Wasser lief unten an der südlichen Seitenwand des Tempels hinab, südlich am Altar vorbei.

47,2 Und er führte mich hinaus durch das Tor im Norden und brachte mich außen herum zum äußeren Tor im Osten; und siehe, das Wasser sprang heraus aus seiner südlichen Seitenwand. 47,3 Und der Mann ging heraus nach Osten und hatte eine Messschnur in der Hand, und er maß tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen; da ging es mir bis an die Knöchel.

47,4 Und er maß abermals tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Knie; und er maß noch tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Lenden.

47,5 Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, dass man schwimmen musste und nicht hindurchgehen konnte. 47,6 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, hast du das gesehen? Und er führte mich zurück am Ufer des Flusses entlang.

47,7 Und als ich zurückkam, siehe, da standen sehr viele Bäume am Ufer auf beiden Seiten. 47,8 Und er sprach zu mir: Dies Wasser fließt hinaus in das östliche Gebiet und weiter hinab zum Jordantal und mündet ins Tote Meer. Und wenn es ins Meer fließt, soll dessen Wasser gesund werden, 47,9 und alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt, das soll leben. Und es soll sehr viele Fische dort geben, wenn dieses Wasser dorthin kommt; und alles soll gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt.

47,10 Und es werden an ihm die Fischer stehen. Von En-Gedi bis nach En-Eglajim wird man die Fischgarne aufspannen; denn es wird dort sehr viele Fische von aller Art geben wie im großen Meer. 47,11 Aber die Teiche und Lachen daneben werden nicht gesund werden, sondern man soll daraus Salz gewinnen.

47,12 Und an dem Strom werden an seinem Ufer auf beiden Seiten allerlei fruchtbare Bäume wachsen; und ihre Blätter werden nicht verwelken, und mit ihren Früchten hat es kein Ende. Sie werden alle Monate neue Früchte bringen; denn ihr Wasser fließt aus dem Heiligtum. Ihre Früchte werden zur Speise dienen und ihre Blätter zur Arznei. Hes 47, 1-12;


Hier, in Hes 47,1-12 ist übrigens sehr deutlich zu erkennen, dass das tausendjährige Friedensreich des Herrn Jesus eine Vorerfüllung des ewigen Gottesreiches ist, wie es uns in Off 22,1-2 geschildert wird.

(Siehe auch die Tabelle 12: „Das irdische und das himmlische Jerusalem”.)


Die Heiden kommen nach Jerusalem um anzubeten.

Und schließlich werden auch die Übriggebliebenen jener Heiden, welche einst gegen Jerusalem gezogen sind und das darauffolgende Strafgericht überlebt haben, jährlich heraufkommen zum Tempel um den Herrn anzubeten und um mit dem Volk Gottes das Laubhüttenfest zu feiern.

Alle Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden den Herrn anbeten.

Sach 14,16 Und alle, die übriggeblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten. 14,17 Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht heraufziehen wird nach Jerusalem, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, über das wird es nicht regnen.

14,18 Und wenn das Geschlecht der Ägypter nicht heraufzöge und käme, so wird auch über sie die Plage kommen, mit der der HERR alle Heiden schlagen wird, wenn sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten. 14,19 Darin besteht die Sünde der Ägypter und aller Heiden, dass sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten.

14,20 Zu der Zeit wird auf den Schellen der Rosse stehen »Heilig dem HERRN«. Und die Töpfe im Hause des HERRN werden dem Becken vor dem Altar gleichgestellt sein. 14,21 Und es werden alle Töpfe in Jerusalem und Juda dem HERRN Zebaoth heilig sein, so dass alle, die da opfern wollen, kommen werden und sie nehmen und darin kochen werden. Und es wird keinen Händler mehr geben im Hause des HERRN Zebaoth zu der Zeit. Sach 14,16-21;

(Siehe auch Kapitel 10: „Das Millennium”.)


Wir können also auch hier eine gewisse zeitliche Abfolge erkennen:



-  Der Herr kommt zur Sammlung der Auserwählten. (Mt 24,30-31.43-44; Off 16,15; 1The 5,1-4;)

-  Das ist gleichzeitig der Beginn des „Tag des Herrn”. (1The 5,2.4; 2Ptr 3,10;)

-  Der Antichrist versammelt seine Heere in Harmagedon. (Off 16,13-14.16;)

-  Der Herr kommt mit dem Heer des Himmels um gegen den Antichristen zu kämpfen. (Off 19,11-16;)

-  Die Schlacht von Harmagedon. (Off 17,12-14;)

-  Das Heer des Antichristen wird besiegt. (Off 19,17-18.21; Off 17,14;)

-  Der Antichrist und der falsche Prophet werden in den Feuersee geworfen. (Off 19,20;)

-  Der Satan wird im Abgrund für tausend Jahre gebunden. (Off 20,1-3;)

-  Das Strafgericht: die Umgestaltung von Himmel und Erde. (Lk 21,25-26;)

-  Das Tausendjährige Reich. (Off 20,4-6; Hes 39,25-29; Sach 14,16-21;)