Kapitel 08 - Die Umgestaltung von Himmel und Erde.



Eine Katastrophe wie die Sintflut.

Die Auswirkungen auf den Planeten.

Die Auswirkungen auf die Menschen.

Die Auswirkungen auf Israel.

Schlussbemerkung.


Die zeitliche Einordnung.

Das Strafgericht Gottes mit der Umgestaltung von Himmel und Erde ist das letzte Ereignis in der Zeitperiode "Tag des Herrn". Es schließt zeitlich unmittelbar an die Schlacht von Harmagedon an und wird seinerseits gefolgt durch den Beginn des "Millenniums", mit der Ersten Auferstehung der Märtyrer und der Heimkehr der Erlösten ins Land Israel.

(Siehe auch Kapitel 05: „Der Tag des Herrn”.)

Eine Katastrophe wie die Sintflut.

In der Zeit unmittelbar vor dem Tag des Herrn, in der Großen Trübsal, ist in der antichristlichen Herrschaft eine so große Bedrängnis über die Welt und speziell über die Gläubigen gekommen, wie sie seit Anbeginn nicht gewesen ist. Nun, am Tag des Zorns und des Strafgerichts Gottes, bringt der Herr über alle Gottlosen und Un bußfertigen die größte Katastrophe, welche die Welt je erlebt hat.

Diese Katastrophe ist vergleichbar mit den Auswirkungen der Sintflut, mit dem Unterschied, dass diesmal - gemäß der Verheißung Gottes (1Mo 9,15) - keine Flut mehr kommt, die alles Leben vernichtet. Diesmal wird Gott durch die Umgestaltung des Bestehenden, aus der vom Menschen verwüstete Welt einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.

Diese Umgestaltung darf nicht verwechselt werden mit der Neuen Schöpfung am Ende der Tage. Während es dort, bei der "Zweiten Schöpfung" - ähnlich wie es bei der Erschaffung unserer heutigen Welt war - eine "creatio ex nihilo", also eine Schaffung aus dem Nichts sein wird, ist es hier eine "Verwandlung" des Vorhandenen, aber - ähnlich wie nach der Sintflut - aus der Sicht des Menschen ebenfalls eine "neue Welt".

Die Notwendigkeit dieser Umgestaltung ergibt sich aus dem Umstand, dass der Mensch seiner, ihm von Gott zugedachten Aufgabe als Verwalter und Hüter dieser Schöpfung nicht gerecht geworden ist. Durch rücksichtslose Ausbeutung wird der Mensch diesen Planeten, seinen Boden, seine Pflanzen, seine Tiere, ja sogar seine Atmosphäre derart schädigen, dass eine Weiterexistenz nicht möglich sein wird.

Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie brechen den ewigen Bund.

Jes 24,3 Die Erde wird leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet. 24,4 Das Land verdorrt und verwelkt, der Erdkreis verschmachtet und verwelkt, die Höchsten des Volks auf Erden verschmachten. 24,5 Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund. 24,6 Darum frißt der Fluch die Erde, und büßen müssen es, die darauf wohnen. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab, so dass wenig Leute übrigbleiben. Jes 24, 3- 6;

Der obige Text aus Jes 24,5-6 lässt aber noch mehr vermuten. Die Erde ist nicht nur entweiht von ihren Bewohnern, sondern sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote. Aus dem Zusammenhang wird deutlich, dass es sich hier nicht um irgendwelche Schriftgesetze oder Opfergebote handelt. Hier geht es um die grundlegenden Gesetzte der Schöpfung und das Gebot sie nicht zu verändern.

Es scheint, als stünden wir heute, mit der atomaren Kernspaltung, der Genmanipulation und dem Klonen von Lebensformen, am Anfang einer Entwicklung, welche letztlich dazu führt, dass dieser „ewige Bund” der Schöpfung mit ihrem Gott gebrochen wird.

Die Voraussetzung für das Millennium.

Auch wenn bis zu diesem kritischen Zeitpunkt noch Jahrhunderte vergehen mögen - oder gerade deshalb - ist es heute bereits absehbar, dass die unstillbare Profitgier des Menschen allen Versuchen der Vernunft, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, widerstehen wird.

Wenn daher ein Überrest dieser Menschheit, wie es die Schrift verheißt, in einem tausendjährigen paradiesischen Friedensreich einen Fortbestand finden soll, muss diese Erde, muss dieser Himmel umgestaltet und „recycled” werden. Es muss sozusagen das Unterste zu oberst gekehrt werden und mit weltweiten Erdbeben die kontaminierte Oberfläche durch neuen, unverseuchten Boden ersetzt werden.

Siehe, der HERR entleert die Erde und verheert sie und kehrt ihre Oberfläche um und zerstreut ihre Bewohner.

Jes 24,1 Siehe, der HERR entleert die Erde und verheert sie und kehrt ihre Oberfläche um und zerstreut ihre Bewohner. 24,2 Und wie dem Volk, so ergeht es dem Priester; wie dem Knecht, so seinem Herrn; wie der Magd, so ihrer Gebieterin; wie dem Käufer, so dem Verkäufer; wie dem Verleiher, so dem Borger; wie dem Schuldner, so seinem Gläubiger. 24,3 Völlig ausgeleert wird die Erde und geplündert, denn der HERR hat dieses Wort geredet. Jes 24, 1- 3;

Die siebente Zornesschale.

Ein großes Erdbeben, wie es noch nie gewesen ist, seit Menschen auf Erden sind.

Off 16,17 Und der siebente Engel goss aus seine Schale in die Luft; und es kam eine große Stimme aus dem Tempel vom Thron, die sprach: Es ist geschehen! 16,18 Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner, und es geschah ein großes Erdbeben, wie es noch nicht gewesen ist, seit Menschen auf Erden sind - ein solches Erdbeben, so groß. Off 16,17-18;

Und aus der großen Stadt wurden drei Teile und die Städte der Heiden stürzten ein.

Off 16,19 Und aus der großen Stadt wurden drei Teile, und die Städte der Heiden stürzten ein. Und Babylon, der großen, wurde gedacht vor Gott, dass ihr gegeben werde der Kelch mit dem Wein seines grimmigen Zorns. Off 16,19;

Alle Inseln verschwanden und die Berge wurden nicht mehr gefunden.

Off 16,20 Und alle Inseln verschwanden, und die Berge wurden nicht mehr gefunden. 16,21 Und ein großer Hagel wie Zentnergewichte fiel vom Himmel auf die Menschen; und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels; denn diese Plage ist sehr groß. Off 16,20-21;

Der Herr wird den Himmel bewegen, die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen.

Jes 13,13 Darum will ich den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen durch den Grimm des HERRN Zebaoth, am Tage seines Zorns. 13,14 Und sie sollen sein wie ein verscheuchtes Reh und wie eine Herde ohne Hirten, dass sich ein jeder zu seinem Volk kehren und ein jeder in sein Land fliehen wird. Jes 13,13-14;

Himmel und Erde werden erschüttert, damit sie verwandelt werden.

Hbr 12,26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.« 12,27 Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann. Hbr 12,26-27;

Himmel und Erde werden verwandelt und gewechselt wie ein Kleid.

Ps 102,26 Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. 102,27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Gewand; wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden. Ps 102,26-27;

Die Auswirkungen auf den Planeten.

Eine Achsenverschiebung?

Die Auslöser aber auch die Folgen dieses Vorgangs der Umgestaltung sollen in der Folge anhand von Schriftstellen näher beleuchtet werden.

Die Erde taumelt und fällt, dass sie nicht wieder aufstehen kann.

Jes 24,19 Es wird die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen. 24,20 Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie eine schwankende Hütte; denn ihre Missetat drückt sie, dass sie fallen muss und nicht wieder aufstehen kann. Jes 24,19-20;


Die Beschreibung oben, in Jes 24,19-20, ist zwar bildhaft, da hier vom Taumeln eines Trunkenen und vom Schwanken einer Hütte gesprochen wird, allerdings sind dies keine „symbolischen Metaphern” wie man meinen könnte, sondern es ist schlicht und einfach der Versuch, uns Menschen diese gewaltige Naturkatastrophe verständlich zu machen und etwas anschaulicher darzustellen.

Es ist dies die Schilderung eines Ereignisses, bei dem die Welt das Gleichgewicht verliert und ihr Mechanismus aus den Fugen zu geraten scheint. Ein Geschehen in ähnlicher Form könnte bereits bei der Sintflut stattgefunden haben. Auch damals wurde diese globale Katastrophe möglicherweise durch einen Polsprung bzw. eine Achsenverschiebung hervorgerufen. Wie dem auch sei, auslösender Moment ist da wie dort der Zorn Gottes über die gottlose Menschheit. Die Schrift zeigt uns immer wieder, dass Gott in seiner Schöpfung immer durch seine Schöpfung wirkt. Ein einfacher Beweis dafür ist die Speisung der Fünftausend. Der Herr hätte einfach „verfügen” können, dass alle diese Menschen in den nächsten 2 Tagen keinen Hunger mehr haben sollten. Er hat aber den anderen, umständlicheren, aber auch schöpfungskonformeren Weg gewählt, und soviel Brot und Fisch zur Verfügung gestellt, dass alle davon satt wurden.

Um sich nun aber hier die globalen Zusammenhänge zu veranschaulichen ist es hilfreich, einen gedachten Beobachtungspunkt im Weltraum einzunehmen. Und zwar derart, dass wir die Erde in etwa in der Größe einer Hütte, mit dem Nordpol „nach oben” sehen können.

Wir können uns dann vorstellen, dass der Globus - wie es Jesaja beschreibt - zuerst taumelt wie ein Betrunkener und schwankt wie eine Hütte. Im Urtext heißt es hier eigentlich „wie ein Nachtdach” - also eine provisorische Abdeckung, welche sich die Feldhüter z. B. im Gurkenfeld (Jes 1,8) bereitet hatten, um die Nachtwache auf dem Acker zu verbringen. Das war eine äußerst instabile Behelfskonstruktion, welche schon bei geringstem Wind zu schwanken begann.

Auch die Aussage „dass sie fallen muss” ist dann nicht nur symbolisch, etwa als „Sündenfall” zu nehmen, obwohl auch dieser Gedanke darin enthalten sein könnte. Es ist aber vielmehr eine Beschreibung, welche uns mit einfachen aber treffenden Worten eine Achsenverschiebung schildert. Der Nordpol unseres Planeten, also das „Dach” der Hütte, wird fallen, d. h. er wird sich um 90 Grad verschieben und in die „Horizontale” gehen. Damit wäre die Erdachse in einer Ebene mit ihrer Umlaufbahn um die Sonne (Eklyptik), wie wir das auch beim Planeten Uranus feststellen können.

Und damit auch die Frage geklärt ist, ob im Zuge der Schwankungen die Erde nicht wieder in ihre alte Lage zurücktaumeln könnte, ergänzt Jesaja: „dass sie nicht wieder aufstehen kann”. Gleichzeitig ist damit auch zum Ausdruck gebracht, dass die Erde nicht verschwindet bzw. aufhört zu existieren. Wie wir es hier unten, in Off 20,11 lesen, haben wir dies erst beim tatsächlichen Ende der ersten Schöpfung – etwa tausend Jahre nach dem hier behandelten Ereignis - zu erwarten.

Erde und Himmel flohen, und es wurde keine Stätte für sie gefunden.

Off 20,11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. Off 20,11;


Der Planet bleibt also auch diesmal noch bestehen, doch es ändert sich einiges im Zusammenspiel der kosmischen und globalen Einflussfaktoren.

Ein Wassermantel rund um die Erde wie vor der Sintflut?

Nun ist die Interpretation dieser Vorgänge deshalb wichtig, weil sie uns beim Verständnis der geologischen und klimatischen Situation im Millennium, dem, an diese Katastrophe anschließenden, tausendjährigen Friedensreich auf dieser Erde, sehr hilfreich sein können. Wenn sich der Nordpol um 90 Grad neigt, so sind in Konsequenz die beiden Polregionen ab diesem Zeitpunkt in der Äquatorlinie der Erde. Das hätte zur Folge, dass beide Polkappen abschmelzen und eine unvorstellbare Menge an Wasser frei werden würde.

Eine ähnliche Katastrophe hat es, den Aussagen in 1Mo 7 zufolge, schon einmal gegeben.

Ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte.

1Mo 7,5 Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. 7,6 Er war aber sechshundert Jahre alt, als die Sintflut auf Erden kam. 7,7 Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. 7,8 Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden 7,9 gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte. 7,10 Und als die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der Sintflut auf Erden. 7,11 In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf 7,12 und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. 1Mo 7, 5-12;

Alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel wurden bedeckt.

1Mo 7,17 Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben die Arche auf und trugen sie empor über die Erde. 7,18 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen sehr auf Erden, und die Arche fuhr auf den Wassern. 7,19 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. 7,20 Fünfzehn Ellen hoch gingen die Wasser über die Berge, so dass sie ganz bedeckt wurden. 1Mo 7,17-20;


Die Glaubwürdigkeit dieses biblischen Berichtes wird von vielen angezweifelt, allerdings ohne Text und Kontext einer genaueren Analyse zu unterziehen. So wird immer wieder die Frage aufgeworfen, wo denn diese unvorstellbaren Mengen an Wasser hergekommen sein sollen.

Dafür finden wir nun in 1Mo 1,6-8 u. par. eine durchaus plausible Erklärung.

Und Gott schied das Wasser unter dem Himmel von dem Wasser über dem Himmel.

1Mo 1,6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 1,7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 1,8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. 1Mo 1, 6- 8;

Dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus dem Wasser und inmitten Wasser Bestand hatte.

2Ptr 3,5 Denn sie wollen nichts davon wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus dem Wasser und inmitten Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort; 3,6 dennoch wurde damals die Welt dadurch in der Sintflut vernichtet. 2Ptr 3, 5- 6;


Am Anbeginn der Schöpfung war die Erde bis über die höchsten Erhebungen komplett mit Wasser bedeckt. Im anschließenden Text erfahren wir dann, dass Gott innerhalb dieses Wassers eine „Feste” schuf, indem er diese Wasser rund um den Globus vom Erdboden schied, so dass ein wasserfreier Raum zwischen den restlichen Wassern am Boden und dem großen Teil der Wassermassen über diesem Raum – den wir heute Atmosphäre nennen - entstand.

(Siehe auch den Exkurs 12: „Die Schöpfung”.)

Dieses „Scheiden” der Wasser kann man sich nun verschiedentlich vorstellen. Es wäre denkbar, dass dieses „Emporheben” des Wassers bis in eine Höhe von etwa 400 km erfolgte. In diesem Abschnitt unserer Atmosphäre (Ionosphäre/Exospähre) kreisen heute die meisten Satelliten um die Erde. Die Konsequenz wäre, dass dieses Wasser aufgrund der niederen Temperaturen zu Eis erstarrt wäre und dort in seiner Umlaufbahn - durch die geringe Erdanziehungskraft in dieser Höhe – den Planeten als eine Art „Schutzschild” - ähnlich wie beim Saturnmond "Enceladus" - umgeben hätte.

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Kannst du gleich ihm die Wolkendecke ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel?

Hiob 37,16 Erkennst du das Schweben der Wolke, die Wunderwerke dessen, der an Erkenntnis vollkommen ist? 37,17 Du, dessen Kleider heiß werden, wenn das Land wegen des Südwindes träge ruht, 37,18 kannst du gleich ihm die Wolkendecke ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel? Hiob 37,16-18;



Allerdings lehrt uns die Schrift, dass Gott in seiner Schöpfung immer auch durch die Gesetzmäßigkeiten dieser Schöpfung wirkt. Und daher wäre der Gedanke naheliegend, dass diese Wasser ganz einfach durch besonders starke Wärmeeinwirkung außerirdischer Herkunft verdampft sind und sich so ein Wolkenmantel um die Erde gelegt hat. Diese Variante hat allerdings den Nachteil, dass eine derartige Wolkendecke – auch wenn man von einer Höhe bis in 400 oder 500 km ausgeht - nicht genügend Wasser fassen könnte, um das Phänomen der Sintflut zu erklären.

Egal in welchem Aggregatzustand sich dieses Wasser nun befunden haben mag – flüssig, fest oder gasförmig - dieser Wasser-, Eis- oder Wolkenmantel, das sind nun jene Wasser, welche - nach biblischer Zählung etwa 1650 Jahre später - bei der Sintflut, in Form von anhaltendem Regen über vierzig Tage und vierzig Nächte wieder auf die Erde niederfielen. Und folgerichtig heißt es dann auch im Bericht über die Sintflut, oben, in 1Mo 7,19: „Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden”. Die Erde war also wieder ganz von Wasser bedeckt, wie zu Beginn der Schöpfung.

Wie wir unten, in 1Mo 8,3 lesen, haben in den folgenden einhundertundfünfzig Tagen wahrscheinlich – großteils unter Wasser – die größten tektonischen Bewegungen und isostatischen Angleichungen stattgefunden. Der immense Druck der Wassermassen auf die doch relativ dünne Erdkruste, hat neue, riesige Ozeanbecken gebildet, ganze Kontinente gehoben und tektonische Platten verschoben, bis die Erde jene Form erreicht hat, in welcher sie sich uns heute im Wesentlichen darstellt. In dieser Zeit hat möglicherweise auch die Teilung eines, an der nord- bzw. südatlantischen Schwelle gelegenen Zentralkontinents, in einen afro-europäischen und einen nord- südamerikanischen Teil stattgefunden.

Es ist daher auch anzunehmen, dass vor der Flut die Landoberfläche im Verhältnis zur Meeresoberfläche viel größer war als heute und dass ein Großteil des Wassers in unseren heutigen Meeren zur Zeit der Flut in diese Meere floss und die Ozeanbecken in dieser kurzen Zeit „aufgerissen” wurden. (Eine wissenschaftliche Behandlung des Themas findet sich im Buch „Die Sintflut” von Prof. Dr. J. C. Whitcomb und Prof. Dr. H. M. Morris Im TELOS – Verlag, Wissenschaftliche Reihe).

Wie wir dann in 1Mo 8,3-4 erfahren, nahmen die Wasser der Sintflut nach einhundertundfünfzig Tagen wieder ab, und die Arche strandete auf dem Berg Ararat.

Nach 150 Tagen ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat.

1Mo 8,3 Da verliefen sich die Wasser von der Erde und nahmen ab nach hundertundfünfzig Tagen. 8,4 Am siebzehnten Tag des siebenten Monats ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat. 1Mo 8, 3- 4;


Nachdem eine grundsätzliche Leugnung des Sintflutberichtes heute kaum mehr möglich ist, da wir gleichartige Berichte von den Sumerern, von den Babyloniern (Gilgamesch-Epos), u. a. m. kennen, konzentriert sich die Kritik auf die verschiedenen Begleitumstände dieses Ereignisses. So wird u. a. auch die globale Dimension der Flut bestritten. Man will hier bestenfalls ein lokal begrenztes meteorologisches Phänomen sehen. Nun wäre dies dann denkbar, wenn dieses Gebiet in einem riesigen, von Bergen eingeschlossenen Kessel liegen würde, so dass die „lokalen” Regenfälle nicht hätten abfließen können.

Durch die Erwähnung des Berges „Ararat”, in 1Mo 8,3, wissen wir jedoch auch heute noch, wo sich die Arche zu diese Zeitpunkt befunden hat. Dieser Berg ist ein Teil des Gebirgsrückens im Armenischen Hochland, welches heute in seinem westlichen Teil zur Türkei gehört. Während sich das Hochplateau in einer Höhe von 1500 bis 2000 m befindet, erhebt sich der Berg Ararat selbst in eine Höhe von 5165 m. Es ist daher eine physikalische Gesetzmäßigkeit und vom geologischen Standpunkt aus evident, dass, wenn sich der Wasserspiegel – wie es 1Mo 7,19 beschreibt – über diesen Bergspitzen befunden hat, das Wasser auch jeden andern gleich hohen Punkt des Planeten überflutet haben muss und man daher von einer globalen Flut auszugehen hat.

Auch die Existenz der Arche selbst, die in den anderen Flutberichten nicht aufscheint, wurde in der Vergangenheit oft bestritten. Allerdings gibt es eine Meldung eines Aufklärungsflugzeuges aus dem zweiten Weltkrieg, welches auf seiner Route dieses Hochplateau überflog und im oberen Teil des Ararat ein rechteckiges dunkles Gebilde gesichtet hat, welches aufgrund seiner geradlinigen Begrenzung aus der umgebenden Eisdecke hervorstach. Dieser Kasten lag sichtlich schief und ragte auf einer Seite aus dem Eis heraus. Er hatte ein sichtbares Ausmaß von etwa 100 m Länge und 20 m Breite, wobei das eine Ende noch geschätzte 50 m vom Eis bedeckt war. Der Pilot überflog diese Stelle mehrmals und konnte auch Aufnahmen machen.

Nach dem Krieg hat es einige Versuche gegeben, dieses Objekt wieder zu entdecken. Doch wie es scheint, dürfte damals, aufgrund einer besonders warmen Wetterperiode, das Eis tiefer als sonst geschmolzen sein und hat daher den Blick auf die Arche freigegeben. Inzwischen ist die Eisschicht wieder so angewachsen, dass sie alles abdeckt und es konnte vom Flugzeug aus nichts mehr festgestellt werden.

Vergleicht man die Maßangaben mit jenen der Arche in der Bibel, kommt man zur Überzeugung, dass es sich bei dieser Sichtung um die Arche handeln musste. Nach 1Mo 6,15 bekam Noah den Auftrag einen Kasten aus Tannenholz zu machen. Die Dimensionen sollten sein: 300 Ellen die Länge, 50 Ellen die Breite und 30 Ellen die Höhe. Nimmt man die Länge der Elle mit etwa 50 cm an (Hes 40,5) so kommt man auf die Maße 150m Länge, 25 m Breite und 15 m Höhe, was in etwa den Angaben des Piloten aus dem zweiten Weltkrieg entsprechen würde.

Doch um nun wieder zu unserem eigentlichen Thema zurückzukehren, müssen wir uns fragen, ob die Auswirkungen der Abschmelzung der Pole durch die oben erwähnte Möglichkeit einer Achsverschiebung der Erde wieder derartige Ausmaße wie bei der Flut annehmen könnten und wir daher eine neue Sintflut zu erwarten haben.

Doch davor bewahrt uns das Wort des Herrn in 1Mo 9,14-15, in welchem er mit Noah und seinen Nachkommen – also bis auf unsere Zeit und auch weiterhin - einen Bund schloss.

Es soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verdirbt.

1Mo 9,9 Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen 9,10 und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren des Feldes bei euch, von allem, was aus der Arche gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden. 9,11 Und ich richte meinen Bund so mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe. 1Mo 9, 9-11;

Der Bogen in den Wolken ist das Zeichen des Bundes Gottes mit allen Geschöpfen.

1Mo 9,12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 9,13 Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 9,14 Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.

9,15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe. 9,16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist.

9,17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden. 1Mo 9,12-17;


Dieser „Bogen in den Wolken” ist natürlich der Regenbogen und auch hier ergibt sich ein interessanter Zusammenhang mit der oben dargestellten Auffassung von einem Wassermantel in der Atmosphäre vor der Flut.

Aus dem Text von 1Mo 9,12-14 ist erkenntlich, dass dieser „Bogen” für Noah und seine Familie etwas ganz Neues war. Sie hatten so etwas vorher noch nie gesehen. Daraus lässt sich aber der Schluss ableiten, dass es vor der Flut auf der Erde auch keinen Regenbogen gegeben hat.

Wenn wir nun die physikalischen Voraussetzungen für diese atmosphärisch-optische Erscheinung betrachten, erkennen wir, dass ein Regenbogen immer dann gesehen werden kann, wenn die im Rücken des Beobachters stehende Sonne eine vor ihm befindliche Regenwolke oder -wand bescheint. Durch die Brechung der Sonnenstrahlen in den Regentropfen wird das weiße Sonnenlicht in die Spektralfarben zerlegt und die Reflexion lenkt die Strahlen in das Auge des Beobachters.

Die Grundvoraussetzung für die Entstehung eines Regenbogens sind somit die direkt einfallenden Sonnenstrahlen. Geht man nun von der Annahme eines weltweit geschlossenen Wasser-/Eismantels vor der Flut aus, dann hat es auf der Erde damals zwar durchscheinendes Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung gegeben. Und daher konnte es auch nicht zur Entstehung eines Regenbogens kommen.

Im übrigen würde dieser „Schutzschild” rund um den Planeten vor der Flut auch eine Antwort auf eine andere Frage geben können. Die Angaben der Naturwissenschaften über das Alter der Menschheit stehen im krassen Gegensatz zu jenen der Bibel. Während die Bibel den Schluss zulässt, dass der Mensch (nicht das Universum!) vor etwa 5800 Jahren erschaffen wurde, rechnen Geologen mit 1 – 5 Millionen von Jahren. Arthur E. Wilder-Smith beschreibt in seinem Buch „Herkunft und Zukunft des Menschen” (S 119ff) den Fund (mit Photographie) eines klar erhaltenen Fußtritts eines Brontosaurus im Flussbett des Paluxy River (Texas, USA) aus der Kreidezeit (vor etwa 140 Millionen Jahren). Einige Meter davon entfernt befinden sich menschliche Fußabdrücke in der selben Formation, welche also zur gleichen Zeit entstanden sein mussten. Damit werden aber die 1 – 5 Millionen Jahre der Geologen offensichtlich widerlegt. Entweder der Mensch müsste also schon vor 140 Millionen Jahren mit den Sauriern gelebt haben oder die Saurier erst vor 1 – 5 Millionen Jahren mit dem Menschen.

Wenn man sich nun die naturwissenschaftlichen Meßmethoden ansieht, so erkennt man, dass z.B. die „C14 - Datierungsmethode” - eine sogenannte „Kurzzeituhr” für die Messung der letzten zehn- bis zwölftausend Jahre -, welche für die Altersbestimmung von menschlichen Knochenfunden verwendet wird und die somit die Grundlage für die wissenschaftlichen Theorien über das Alter des heutigen Menschen bildet, davon ausgeht, dass alle lebenden Wesen mit der Luft auch radioaktiven Kohlenstoff (C14) absorbieren – also mit ihrem Körper aufnehmen - und damit im Gleichgewicht mit dem C14–Gehalt in der Luft stehen solange sie leben.

Beim Tod des Lebewesens hört der Stoffwechsel zwischen dem toten Körper und der Luft auf und das im Körper verbliebene radioaktive C14 beginnt seine Zersetzung. Der Fortschritt dieser Zersetzung wird nun gemessen. Ist noch eine große Menge C14 in den Knochen vorhanden, ist der Körper erst kurze Zeit tot. Wenn die Restmenge gering ist, ist der Zersetzungsprozess schon lange im Gange und der Körper ist daher schon lange tot. Also viel C14 – niedriges Alter, wenig C14 – hohes Alter.

Nun muss man allerdings erwähnen, dass das C14 hoch oben in der Stratosphäre durch Bombardierung der Luft mit kosmischen Strahlen entsteht. Diese Strahlen reagieren mit atmosphärischem Stickstoff und bilden radioaktiven Kohlenstoff – eben C14 - , welcher dann in den unteren Schichten der Atmosphäre von allen Lebewesen mit der Luft eingeatmet bzw. von Pflanzen absorbiert wird.

Geht man nun von der Annahme aus, dass die Erde bis zur Sintflut einen Wasser-/Eismantel hatte, welcher die kosmische Einstrahlung natürlich erheblich gefiltert, wenn nicht gar verhindert hätte, ist die Zuverlässigkeit der obigen Datierungsmethode stark in Zweifel zu ziehen bzw. überhaupt nicht mehr gegeben.

Alle Knochenfunde von Lebewesen, welche vor oder bei der Sintflut gestorben sind – so z. B. auch Saurier – würden, aufgrund der Filterwirkung des Mantels, während ihrer Lebenszeit keinen radioaktiven Kohlenstoff aufgenommen haben, somit einen C14-Gehalt von nahezu Null aufweisen und daher nach dieser Methode ein Alter von Millionen von Jahren zugewiesen erhalten, obwohl sie möglicherweise erst vor vier- oder fünftausend Jahren umgekommen sind. Dies sollte uns zumindest zum Nachdenken veranlassen. Und eben diese Filterwirkung des Wasser-/Eismantels als Schutz vor der radioaktiven Strahlung könnte auch der Grund für das erstaunlich hohe Alter gewesen sein – bis zu 969 Jahre -, welches jene Menschen, die vor der Flut geboren wurden, erreicht haben.

(Siehe auch die Tabelle 01: „Zeittafel von Adam bis Jakob”.)

Wir fragen uns aber immer noch, wie bei einer angenommenen Abschmelzung des Polareises, die Wassermassen kanalisiert werden könnten, ohne dass – wie oben ausgeführt – eine neuerliche Sintflut entstehen würde.

Obwohl es natürlich viele Möglichkeiten für den Herrn gibt, diese Wassermassen ohne Schaden für die Menschen zu „entsorgen”, bietet sich besonders ein Gedanke - auch im Hinblick auf das paradiesische Klima im zukünftigen Millennium („sie werden gleichzeitig säen und ernten”) an. Es wäre denkbar, dass der Herr diese Wassermassen dorthin befördert, wo sie vor der Sintflut waren, nämlich als Wasser-/Eismantel in die obere Atmosphäre.

Wenn man bedenkt, dass wir bereits jetzt in unserer Ozonschicht Löcher in der Größe von ganzen Kontinenten verursacht haben, kann man - in Kenntnis der menschliche Profitgier und der, trotz aller Warnungen ungebrochenen Rücksichtslosigkeit - davon ausgehen, dass unmittelbar vor dem Millennium die irdische Atmosphäre derart beeinträchtigt sein wird, dass ein Leben auf dieser Erde immer weniger möglich sein wird. Dürrekatastrophen, Hungersnot und Krankheiten wie Hautkrebs (Geschwüre) werden wahrscheinlich an der Tagesordnung sein.

Ein solcher Wassermantel würde nicht nur die radioaktive Strahlung aus dem Weltraum und die Hitzestrahlung der Sonne durch unsere, dann ungeschützte Atmosphäre abhalten, er würde auch wieder jenes subtropische Klima auf der gesamten Erde bewirken, welches für die klimatischen Bedingungen, die uns für das Millennium prophezeit werden, erforderlich ist. Und nicht zuletzt wäre dann auch hier das hohe Alter zu erklären – wieder etwa 900 Jahre -, welches die Menschen im tausendjährigen Friedensreich unseres Herrn auf dieser Erde gemäß Jes 65,22 wieder erreichen sollen.

(Siehe auch Kapitel 10: „Das Millennium”.)

Die folgenden Prophezeiungen, in welchen der alte Himmel der Erde - also die alte Atmosphäre - wie ein Rauch vergehen und wie eine Schriftrolle zusammengerollt wird bevor „der neue Himmel ausgebreitet” wird, passen recht gut in dieses Bild.

Der HERR ist zornig über alle Nationen und ergrimmt über alle ihre Scharen.

Jes 34,2 Denn der HERR ist zornig über alle Nationen und ergrimmt über alle ihre Scharen. Er wird an ihnen den Bann vollstrecken und sie zur Schlachtung dahingeben. 34,3 Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, dass der Gestank von ihren Leichnamen aufsteigen wird und die Berge von ihrem Blut fließen. 34,4 Und alles Heer des Himmels wird dahinschwinden, und der Himmel wird zusammengerollt werden wie eine Buchrolle, und all sein Heer wird hinwelken, wie ein Blatt verwelkt am Weinstock und wie ein dürres Blatt am Feigenbaum. Jes 34, 2- 4;

Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird.

Off 6,14 Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort. 6,15 Und die Könige auf Erden und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge 6,16 und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! 6,17 Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen? Off 6,14-17;

Der Himmel vergeht wie ein Rauch, die Erde zerfällt wie ein Kleid.

Jes 51,6 Hebt eure Augen auf gen Himmel und schaut unten auf die Erde! Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen. 51,7 Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist! Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen! 51,8 Denn die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Würmer werden sie fressen wie ein wollenes Tuch. Aber meine Gerechtigkeit bleibt ewiglich und mein Heil für und für. Jes 51, 6- 8;

Auf dass ich den Himmel von neuem ausbreite und die Erde gründe.

Jes 51,15 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wellen wüten - sein Name heißt HERR Zebaoth -; 51,16 ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk. Jes 51,15-16;

Ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.

Jes 65,17 Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. 65,18 Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude, 65,19 und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. 65,20 Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. 65,21 Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. 65,22 Sie werden nicht bauen und ein anderer bewohnt, sie werden nicht pflanzen, und ein anderer ißt. Denn wie die Lebenszeit des Baumes wird die Lebenszeit meines Volkes sein, und meine Auserwählten werden das Werk ihrer Hände genießen. Jes 65,17-22;


Der Versuch mancher Schriftausleger, diese obige Jesajastelle auf die zweite, die Neue Schöpfung (Off 21,1-2 ff) zu beziehen, scheitert an der ganz konkreten Aussage in Jes 65,20: „...als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.” Im neuen, himmlischen Jerusalem der Neuen Schöpfung wird es den Tod nicht mehr geben, noch weniger werden Verfluchte in dieser Stadt sein.

(Siehe auch Kapitel 14: „Die Neue Schöpfung”.)

Der neue Himmel und die neue Erde, von welchen der Herr hier in Jes 65,17 sagt, dass er sie schaffen will, sodass man der vorigen nicht mehr gedenken wird, ist also nicht die zweite, die Neue Schöpfung am Ende der Tage, sondern die Umgestaltung der ersten Schöpfung hier, am Tag des Herrn, vor dem Millennium.

Alle Berge und Hügel werden erniedrigt und das Land in eine Ebene verwandelt.

Alle Inseln verschwanden und die Berge wurden nicht mehr gefunden.

Off 16,20 Und alle Inseln verschwanden, und die Berge wurden nicht mehr gefunden. 16,21 Und ein großer Hagel wie Zentnergewichte fiel vom Himmel auf die Menschen; und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels; denn diese Plage ist sehr groß. Off 16,20-21;


Im obigen Text, in Off 16,20 können wir dann ein weiteres Detail erkennen. Alle Berge und Inseln verschwanden und wurden nicht mehr gefunden. Was heißt das nun? In den folgenden Schriftstellen erhalten wir Antwort darauf.

Die Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn.

Ps 97,5 Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher der ganzen Erde. Ps 97, 5;

Alle Täler sollen erhöht und alle Berge und Hügel erniedrigt werden.

Jes 40,3 Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! 40,4 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; 40,5 denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat es geredet. Jes 40, 3- 5;

Gott will alle hohen Berge und Hügel niedrig machen und die Täler auffüllen.

Bar 5,7 Denn Gott will alle hohen Berge und die ewigen Hügel niedrig machen und die Täler auffüllen, damit das Land eben wird und Israel sicher heimziehen kann unter Gottes Herrlichkeit. Bar 5, 7;

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen.

Jes 54,10 Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer. Jes 54,10;

Ich will alle meine Berge zum ebenen Wege machen.

Jes 49,11 Ich will alle meine Berge zum ebenen Wege machen, und meine Pfade sollen gebahnt sein. 49,12 Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene vom Norden und diese vom Meer und jene vom Lande Sinim. Jes 49,11-12;

Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden.

Lk 3,3 Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, 3,4 wie geschrieben steht im Buch der Reden des Propheten Jesaja (Jesaja 40,3-5): »Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben! 3,5 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden. 3,6 Und alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen.« Lk 3, 3- 6;


Es sollen also alle Täler erhöht und alle Berge und Hügel erniedrigt werden, damit das Land eben wird. Auch bleibt diese „Erniedrigung” nicht auf Berge und Hügel beschränkt. Nicht nur alle Berge, auch alle Inseln - diese sind ja nichts anderes als Berge unter der Wasseroberfläche - werden wegbewegt von ihrem Ort. Die ganze Erdoberfläche wird also eben und flach sein.

Und das ganze Land wird verwandelt werden in eine Ebene.

Sach 14,10, Und das ganze Land wird verwandelt werden in eine Ebene von Geba bis nach Rimmon im Süden. Aber Jerusalem wird hoch liegen und an seiner Stätte bleiben, vom Tor Benjamin bis an die Stelle des ersten Tors, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananel bis an des Königs Kelter. Sach 14,10;

Gott will alle Berge niedrig machen und die Täler auffüllen, damit das Land eben wird.

Bar 5,7 Denn Gott will alle hohen Berge und die ewigen Hügel niedrig machen und die Täler auffüllen, damit das Land eben wird und Israel sicher heimziehen kann unter Gottes Herrlichkeit. Bar 5, 7;

Jerusalem im fernen Norden?

Dieser Polsprung bzw. diese Achsenverschiebung erklärt aber auch andere, sonst nur schwer verständliche Zusammenhänge. So lesen wir z. B. in den Psalmen

Schön ragt empor der Berg Zion, der Gottesberg fern im Norden.

Ps 48,3 Schön ragt empor der Berg Zion, daran sich freut die ganze Welt, der Gottesberg fern im Norden, die Stadt des großen Königs. 48,4 Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz. Ps 48, 3- 4;


Nun wissen wir, dass mit Zion Jerusalem gemeint ist. Allerdings ist die Aussage „im Norden” und „fern” nicht verständlich, wenn man von der gegenwärtigen geographischen Lage Israels und Jerusalems ausgeht. Die Alternative wäre, dass der Betrachter tief im Süden stehen und somit Jerusalem „fern im Norden” sehen würde. Allerdings ist dies unwahrscheinlich, weil die südliche Halbkugel in der Schrift nie Erwähnung findet und der Standpunkt des Betrachters, wie fast immer in der Schrift, auch in Israel anzunehmen ist. Auch die Möglichkeit einer „Verlegung” des Berges Zion allein in den fernen Norden, ist durch die Aussage der obigen Schriftstelle Sach 14,10 „Aber Jerusalem wird hoch liegen und an seiner Stätte bleiben” ebenfalls auszuschließen.

Berücksichtigt man jedoch eine Achsenverschiebung entlang des Längengrades auf dem Israel liegt, würde Israel – mehr oder weniger - in der Nähe jener Stelle zu liegen kommen, an der jetzt der Nordpol liegt, also hoch oben im Norden. Es würde dann also Jerusalem an seiner „Stätte” bleiben und dennoch fern im Norden liegen. Durch die isolierende Wirkung eines Wasser-/Eismantels würde ja weltweit - und daher auch fern im Norden - ein subtropisches Klima herrschen.

Die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen.

Wir haben es aber, wie es scheint, nicht nur mit einer Achsenverschiebung zu tun, sondern zusätzlich auch noch mit einer Änderung der Erdekliptik, also einer Veränderung der Umlaufbahn des Planeten um die Sonne.

Ich will den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen.

Jes 13,13 Darum will ich den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen durch den Grimm des HERRN Zebaoth, am Tage seines Zorns. Jes 13,13;


Die Erde wird also auch von ihrer „Stätte” weichen. Diese Korrektur der Umlaufbahn um die Sonne könnte erforderlich sein, um z. B. bei einer kleineren, also zur Sonne näheren Umlaufbahn, die Wärmeeinwirkung zu erhöhen oder vice versa. Im ersteren Fall würde damit in der Übergangsphase die Verdunstung der Wassermassen beschleunigt und ein größerer Anstieg des Meeresspiegels verhindert.

Die Aktualität dieser Annahme beweist eine konkrete Studie deutscher Forscher (1999), welche berichten, die Ursache für die Entstehung der Sahara entdeckt zu haben. Demnach ist eine Änderung der Erdumlaufbahn vor etwa 5000 Jahren für die Wüstenbildung verantwortlich. Und hier denkt der bibelkundige Christ natürlich an die Sintflut im Jahre 2103 v. Chr., wobei offen bleibt, ob diese Entwicklung eine Voraussetzung oder die Folge der Sintflut gewesen sein könnte oder beides.

In der obigen Schriftstelle Jes 13,13 erkennen wir aber auch die eigentliche Ursache für diese globalen Veränderungen. Der Herr will „den Himmel bewegen und die Erde soll beben”. Hinweise auf dieses weltweite Erdbeben finden wir in der gesamten Schrift.

Noch einmal werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Festland erschüttern.

Hag 2,6 Denn so spricht der HERR Zebaoth: Noch einmal (Buber /Anm.) - nur kurze Zeit wird es dauern - werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Festland erschüttern. Hag 2, 6;

Das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, soll verwandelt werden.

Hbr 12,26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.« 12,27 Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann. Hbr 12,26-27;

Die Auswirkungen auf die Menschen.

Alles Hohe und Hoffärtige wird erniedrigt, doch in Zion werden Gerettete sein.

Auch die Auswirkungen dieser Katastrophen auf die Menschen lassen sich in einigen Schriftstellen erkennen. Alles Hohe und Hoffärtige (Jes 2,12), also Bauwerke, Wolkenkratzer, Mauern, hohe Bäume, Zedern, Eichen, aber auch Menschen in hohen Positionen (Jes 2,11), seien diese nun politisch oder wirtschaftlich, und speziell natürlich alle Diktatoren und Gewaltherrscher, werden erniedrigt. Es ist für uns sehr erhellend zu erkennen, dass für Gott alles Hohe und Hoffärtige gleichermaßen verwerflich ist. Und es macht keinen Unterschied, ob es sich hier um Berge, Bäume, Bauwerke oder Menschen handelt. Seit dem Turmbau von Babel hat der Mensch versucht Gott gleich zu sein. Fast alles was die Menschheit „geschaffen” hat, hat sie ohne Gott, ja sogar in vielen Fällen gegen Gott getan. Doch jetzt, am Tag des Herrn, wird es sich zeigen, dass alle diese Menschenwerke dem allmächtigen Gott nicht standhalten können. Und jeder Überlebende wird froh und glücklich sein, dass er mit dem nackten Leben davongekommen ist.

Der Tag des Herrn kommt über alles Hoffärtige und Hohe, dass es erniedrigt werde.

Jes 2,10 Geh in die Felsen und verbirg dich in der Erde vor dem Schrecken des HERRN und vor seiner herrlichen Majestät! 2,11 Denn alle hoffärtigen Augen werden erniedrigt werden, und, die stolze Männer sind, werden sich beugen müssen; der HERR aber wird allein hoch sein an jenem Tage.

2,12 Denn der Tag des HERRN Zebaoth wird kommen über alles Hoffärtige und Hohe und über alles Erhabene, dass es erniedrigt werde: 2,13 über alle hohen und erhabenen Zedern auf dem Libanon und über alle Eichen in Baschan, 2,14 über alle hohen Berge und über alle erhabenen Hügel, Jes 2,10-14;

Ich will Himmel und Erde erschüttern und die Königreiche der Heiden vertilgen.

Hag 2,21 Sage Serubbabel, dem Statthalter von Juda: Ich will Himmel und Erde erschüttern 2,22 und will die Throne der Königreiche umstürzen und die mächtigen Königreiche der Heiden vertilgen und will umwerfen die Wagen und die darauf fahren; Ross und Reiter sollen fallen, ein jeder durch des andern Schwert. Hag 2,21-22 ;

Über euch, Bewohner der Erde, kommt Schrecken und Grube und Netz.

Jes 24,17 Über euch, Bewohner der Erde, kommt Schrecken und Grube und Netz. 24,18 Und wer entflieht vor dem Geschrei des Schreckens, der fällt in die Grube; und wer entkommt aus der Grube, der wird im Netz gefangen. Denn die Fenster in der Höhe sind aufgetan, und die Grundfesten der Erde beben. Jes 24,17-18;

Die auf der Erde wohnen, werden wie Mücken dahinsterben.

Jes 51,6 Hebt eure Augen auf gen Himmel und schaut unten auf die Erde! Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen. Jes 51, 6;

Die Geretteten unter den Menschen.

In den beiden unteren Prophezeiungen, Ps 102,29 und Ob 1,17, erkennen wir auch ein weiteres Detail. Während Himmel und Erde verwandelt und gewechselt werden wie ein Kleid, die Gottlosen und Unbußfertigen dahinsterben wie die Mücken (Jes 51,6) werden die Söhne der Knechte Gottes - also deren Nachkommen - wohnen bleiben und daher auch nicht umkommen. Und auf dem Berge Zion werden Gerettete sein.

Himmel und Erde wirst du wechseln wie ein Kleid, und sie werden verwandelt werden.

Ps 102,26 Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. 102,27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Gewand; wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden. Ps 102,26-27;

Aber die Söhne deiner Knechte bleiben wohnen, und ihr Geschlecht wird gedeihen.

Ps 102,28 Du aber bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. 102,29 Die Söhne deiner Knechte bleiben wohnen, und ihr Geschlecht wird vor dir gedeihen. Ps 102,28-29;

Auf dem Berge Zion werden Gerettete sein, und er soll heilig sein.

Ob 1,15 Denn der Tag des HERRN ist nahe über alle Heiden. Wie du getan hast, soll dir wieder geschehen, und wie du verdient hast, so soll es auf deinen Kopf kommen. 1,16 Denn wie ihr auf meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle Heiden täglich trinken; ja, sie sollen es saufen und ausschlürfen und sollen sein, als wären sie nie gewesen. 1,17 Aber auf dem Berge Zion werden Gerettete sein, und er soll heilig sein, und das Haus Jakob soll seine Besitzer besitzen. Ob 1,15-17;

Aber seinem Volk wird der HERR eine Zuflucht sein und eine Burg den Israeliten.

Joel 4,14 Es werden Scharen über Scharen von Menschen sein im Tal der Entscheidung; denn des HERRN Tag ist nahe im Tal der Entscheidung. 4,15 Sonne und Mond werden sich verfinstern, und die Sterne halten ihren Schein zurück. 4,16 Und der HERR wird aus Zion brüllen und aus Jerusalem seine Stimme hören lassen, dass Himmel und Erde erbeben werden. Aber seinem Volk wird der HERR eine Zuflucht sein und eine Burg den Israeliten. Joel 4,14-16;

Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden.

Joel 3,4 Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. 3,5 Und es soll geschehen: wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden. Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR verheißen hat, und bei den Entronnenen, die der HERR berufen wird. Joel 3, 4- 5;


Aber auch jenen, welche nicht zu den „Söhnen seiner Knechte” gehören, gibt der Herr noch eine letzte Gelegenheit umzukehren und aus dieser Katastrophe gerettet zu werden. „Wer des Herrn Namen anrufen wird, der soll errettet werden”.

Gibt es etwas Einfacheres, als in dieser großen Gefahr den Namen des Herrn anzurufen? Demnach könnte man annehmen, dass sehr viele Menschen den Tag des Zornes Gottes – diese Zeit der Katastrophen - überleben werden. Aber unterschätzen wir nicht die Bosheit, Sturheit und Überheblichkeit des Menschen. Die Einstellung: „Und jetzt erst recht” und auch die Selbstüberschätzung: „Wir kommen da schon durch”, „Es wird schon nicht so arg werden”.

Letztendlich hat dieses Anrufen des Herrn ja auch die Konsequenz, ihm die Ehre zu geben. Auch nach der Katastrophe. Und einzugestehen, dass man nicht nur nicht imstande war, sich selbst zu retten, sondern dass man auch Zeit seines Lebens die falsche Einstellung und die falschen „Götter” gehabt hat.

Die Auswirkungen auf Israel.

Jerusalem bleibt an seiner Stätte und liegt auf dem Gottesberg fern im Norden.

Dieses globale Erdbeben bewirkt aber noch einige andere geologische Veränderungen auf unserem Planeten. So erfahren wir aus Sach 14,10 nicht nur, dass das ganze Land in eine Ebene verwandelt wird (hier ist speziell Israel gemeint), sondern auch - wie bereits weiter oben ausgeführt - dass Jerusalem hoch (auf einem hohen Berg) zu liegen kommen wird und an seiner Stätte in Israel bleiben wird. Und das ganze Land dann - möglicherweise durch die Verschiebung des Planeten - im obersten Norden zu lokalisieren wäre.

Der Berg Zion wird fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben.

Jes 2,2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, Jes 2, 2;

Mi 4,1 In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über die Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, Mi 4, 1;

Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg.

Jes 40,9 Zion, du Freudenbotin , steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; Jes 40, 9;

Schön ragt empor der Berg Zion, der Gottesberg fern im Norden.

Ps 48,3 Schön ragt empor der Berg Zion, daran sich freut die ganze Welt, der Gottesberg fern im Norden, die Stadt des großen Königs. 48,4 Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz. Ps 48, 3- 4;


Das heißt, die Stadt Jerusalem - also Zion - wird bei dieser Katastrophe durch das Erdbeben auf einen hohen Berg, dem höchsten und möglicherweise einzigen der neuen, umgestalteten Welt gehoben.

Die Erlösten werden heimkehren und nach Zion kommen.

Berechtigterweise kann man sich nun fragen: wenn die Gottlosen sterben müssen, die Nachkommen der Knechte Gottes in Jerusalem sicher wohnen und in Zion Errettung ist, was geschieht mit den vielen anderen Gläubigen? Ob Juden oder Christen ist dann nicht mehr relevant, sie werden in und nach dieser Katastrophe alle den einen und einzigen Gott und seinen Sohn, Jesus Christus, den Messias anbeten. Was geschieht also mit jenen Gläubigen, welche sich in diesen zukünftigen Tagen nicht in Zion befinden?

Auch hier gibt uns die Schrift eine klare Antwort. Und zwar wieder in Jesaja Kapitel 51, aus dem wir bereits weiter oben erfahren haben, dass Himmel und Erde vergehen werden (Jes 51,6) und der Herr den Himmel von neuem ausbreiten und die Erde gründen wird (Jes 51,16).

So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen.

Jes 51,9 Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? 51,10 Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchgingen?

51,11 So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.

51,12 Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen gefürchtet hast, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, 51,13 und hast des HERRN vergessen, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und hast dich ständig gefürchtet den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, als er sich vornahm, dich zu verderben? Wo ist nun der Grimm des Bedrängers?

51,14 Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde und dass er keinen Mangel an Brot habe. Jes 51, 9-14;


Der Vers Jes 51,10 bezieht sich auf den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und die Durchquerung des Meeres auf trockenem Fuße. So wie Gott damals seinem Volk einen Weg durchs Wasser gebahnt hat, so werden auch diesmal die Erlösten nach Zion kommen.

Der Herr gibt seinen Kindern also „freies Geleit”. Das beweisen auch die folgenden Schriftstellen.

Der Herr hat die Erde nicht bereitet, dass sie leer sei, sondern man darauf wohne.

Jes 45,17 Israel aber wird erlöst durch den HERRN mit einer ewigen Erlösung und wird nicht zuschanden noch zu Spott immer und ewiglich. 45,18 Denn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat - er ist Gott; der die Erde bereitet und gemacht hat - er hat sie gegründet; er hat sie nicht geschaffen, dass sie leer sein soll, sondern sie bereitet, dass man auf ihr wohnen solle: Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr. 45,19 Ich habe nicht im Verborgenen geredet an einem finstern Ort der Erde; ich habe nicht zu den Söhnen Jakobs gesagt: »Sucht mich vergeblich!« Denn ich bin der HERR, der von Gerechtigkeit redet und verkündigt, was recht ist. Jes 45,17-19;

Wie ein Hirte seine Schafe sucht, so will ich meine Schafe suchen und sie erretten.

Hes 34,11 Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen. 34,12 Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind , so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war. 34,13 Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.

34,14 Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels. 34,15 Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR. Hes 34,11-15;

Die Herde des Herrn: alle Christusgläubigen.

Nun dürfen wir unter der „Herde des Herrn” nicht mehr nur das Volk Israel sehen. Es sind alle Christusgläubigen, welche der Herr als seine Erlösten heimholen wird. Wenn man heute auch - aufgrund der geschichtlichen Entwicklung - bei der „Sammlung und Rückführung” primär an die Juden denkt, wird es dann zwischen gläubigen Juden und Christen keinen Unterschied mehr geben. Sie werden alle ein Volk von Christus- bzw. Messiasgläubigen sein.

Und - so eigenartig es klingt - es wird dann auf die Christen das zutreffen, was wir heute eher von den Juden kennen: die Christusgläubigen werden in der „Diaspora”, in der Zerstreuung sein. Sie werden auf dieser ganzen umgestalteten Welt - je nachdem wo ihre alte Heimat war - verteilt sein, und nach all den Katastrophen sehnsüchtig darauf warten, dass sie ihr Herr „heimholt” in sein Land, in seine Stadt, in ihre neue Heimat nach Jerusalem.

Diesen Zusammenhang bekommen wir auch vom Herrn selbst in Jh 10,14-16 bestätigt.

Ich habe noch andere Schafe, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

Jh 10,14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, 10,15 wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. 10,16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Jh 10,14-16;


Wir erfahren aber nicht nur, dass der Herr die Erlösten nach Zion führen wird, wir erfahren auch wie das geschehen soll.

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr.

Jes 45,20 Versammelt euch und kommt miteinander herzu, ihr Entronnenen der Heiden. Keine Erkenntnis haben, die sich abschleppen mit den Klötzen ihrer Götzen und zu einem Gott flehen, der nicht helfen kann. 45,21 Tut es kund, bringt es vor, beratet miteinander: Wer hat dies hören lassen von alters her und vorzeiten verkündigt? Hab ich es nicht getan, der HERR? Es ist sonst kein Gott außer mir, ein gerechter Gott und Heiland, und es ist keiner außer mir. 45,22 Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr. Jes 45,20-22;

Viele Völker sollen sich zum Herrn wenden und sollen sein Volk sein.

Sach 2,14 Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR. 2,15 Und es sollen zu der Zeit viele Völker sich zum HERRN wenden und sollen mein Volk sein, und ich will bei dir wohnen. - Und du sollst erkennen, dass mich der HERR Zebaoth zu dir gesandt hat. Sach 2,14-15;

Ich will sie heimbringen, dass sie in Jerusalem wohnen, und ich will ihr Gott sein.

Sach 8,7 So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne 8,8 und will sie heimbringen, dass sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit. Sach 8, 7- 8;

Und wenn sie in Angst durchs Meer gehen, so wird er die Wellen im Meer schlagen.

Sach 10,11 Und wenn sie in Angst durchs Meer gehen, so wird er die Wellen im Meer schlagen, dass alle Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Da soll dann zu Boden sinken die Pracht Assyriens, und das Zepter Ägyptens soll weichen. 10,12 Ich will sie stärken in dem HERRN, dass sie wandeln sollen in seinem Namen, spricht der HERR. Sach 10,11-12;

Die Erlösten des Herrn kehren auf ebenen Wegen heim nach Israel.

Und schließlich erkennen wir auch in den folgenden Texten einen der Gründe, warum der Herr das Land zu einer Ebene gemacht hat. Es wird nach den weltweiten Katastrophen keine Fahrzeuge mehr geben. Und sollte dennoch irgendwo ein Auto heil geblieben sein, wird man keinen Treibstoff zum Betrieb haben. Auch die unterirdischen Erdöllager werden bei den riesigen Erdbeben explodiert sein und es wird daher keine anderen Möglichkeiten geben, als sich zu Fuß oder bestenfalls mittels Reittieren oder mit Fuhrwerken fortzubewegen.

Daher verspricht der Herr, dass für die Erlösten des Herrn alle Anstöße aus dem Wege geräumt werden sollen wenn sie heimkehren nach Israel. Mit diesem Ereignis der Rückkehr der Erlösten nach Israel sind wir bereits am Beginn des Millenniums, des tausendjährigen Friedensreiches Jesu Christi.

Der Herr führt sie auf ebenem Weg, dass sie nicht zu Fall kommen.

Jer 31,9 Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, dass sie nicht zu Fall kommen; denn ich bin Israels Vater, und Ephraim ist mein erstgeborener Sohn. Jer 31, 9;

Bereitet dem Volk den Weg, machet Bahn für die Erlösten des Herrn.

Jes 62,10 Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!

62,11 Siehe, der HERR lässt es hören bis an die Enden der Erde: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her! 62,12 Man wird sie nennen »Heiliges Volk«, »Erlöste des HERRN«, und dich wird man nennen »Gesuchte« und »Nicht mehr verlassene Stadt«. Jes 62,10-12;

Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg.

Jes 57,14 Und er spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks! 57,15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. Jes 57,14-15;

Der heilige Weg ist die Straße der Erlösten.

Und es wird dort eine Bahn sein, die der heilige Weg heißen wird.

Jes 35,3 Stärket die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! 35,4 Saget den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.« 35,5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. 35,6 Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. 35,7 Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. 35,8 Und es wird dort eine Bahn sein, die der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner kann auf ihm gehen; nur sie werden auf ihm gehen. Und Gott geht ihnen den Weg voran, dass selbst Toren sich nicht verlaufen. 35,9 Es wird da kein Löwe sein und kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen. 35,10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Jes 35, 3-10;

Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks.

Jes 57,14 Und er spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks!. Jes 57,14;

Man wird sie nennen »Heiliges Volk«, »Erlöste des HERRN«.

Jes 62,10 Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker! 62,11 Siehe, der HERR lässt es hören bis an die Enden der Erde: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her! 62,12 Man wird sie nennen »Heiliges Volk«, »Erlöste des HERRN«, und dich wird man nennen »Gesuchte« und »Nicht mehr verlassene Stadt«. Jes 62,10-12;


Wenn sie in Angst durchs Meer gehen, so wird der Herr die Wellen im Meer schlagen, dass alle Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Und es wird dort eine „Bahn” sein, eine große, weite und lange Ebene, welche „der heilige Weg” heißen wird. Es wird die sicherste Straße der Welt sein. Nur die Erlösten dürfen darauf gehen. Keine Unreinen und keine wilden Tiere. So werden die Erlösten nach Zion kommen mit Jauchzen. Und Freude und Wonne wird sie ergreifen. Das ist nun der Moment, wo das Millennium, das tausendjährige Reich des Herrn Jesus seinen Anfang nimmt.

(Siehe auch Diskurs 63: „Die Lebensbedingungen im Millennium / Tausendjährigen Reich.”.)


Und nun erkennen wir auch, was der Apostel Petrus in Apg 3,17-23 den Israeliten im Heiligen Geist verkündet hat: Unser Herr Jesus Christus ist nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren und wird erst nach der Wiederherstellung aller Dinge auf diesem Planeten diese Erde wieder betreten.

Den muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge.

Apg 3,17 Und jetzt, Brüder, ich weiß, daß ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten. 3,18 Gott aber hat so erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten vorher verkündigt hat, daß sein Christus leiden sollte. 3,19 So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn 3,20 und er den euch vorausbestimmten Jesus Christus sende! 3,21 Den muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat. 3,22 Mose hat schon gesagt: «Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken, gleich mir. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird! 3,23 Es wird aber geschehen: jede Seele, die auf jenen Propheten nicht hören wird, soll aus dem Volk ausgerottet werden.» Apg 3,17-23;


Wichtig in dieser Aussage des Petrus ist auch seine Prophezeiung im letzten oben zitierten Vers: „jede Seele, die auf jenen Propheten (Jesus Christus) nicht hören wird, soll aus dem Volk ausgerottet werden”. Alle Israeliten - aber auch alle anderen Menschen dieser Welt - welche nicht auf den Sohn Gottes hören, werden aus ihrem Volk ausgerottet. Das heißt, sie haben keine Vergebung ihrer Sünden und fallen der ewigen Verdammnis anheim.

Und auch der Herr selbst hat den Israeliten verheißen, dass ihnen ihr "Haus" öde gelassen wird. Der Tempel und der Opferaltar, der ihnen für das tägliche Opfer zur Vergebung ihrer Sünden gegeben war, wurde ihnen durch die römischen Truppen des Titus' 40 Jahre später zerstört und das Volk in der Diaspora zerstreut. Seit dieser Zeit werden sie ihren Messias nicht mehr sehen, bis sie am Beginn des Millenniums sprechen: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn”.

Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Mt 23,38 Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen; 23,39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!» Mt 23,38-39;


Gerade diese Prophezeiungen sind aber auch wichtige Hinweise für Israel und die christliche Gemeinde, dass jeder "Christus", der vor diesen globalen Umwälzungen hier auf Erden erscheint und verkündet, er sei der Messias, ein falscher Christus, nämlich der Antichrist ist.

Schließlich erklären diese Prophezeiungen auch die eigenartige Aussage, die uns Paulus als ein "Wort des Herrn" berichtet (1The 4,15), dass der Herr, wenn er zur Entrückung der Seinen kommt, nicht die Erde betreten wird, sondern vom Himmel kommend in "der Luft" auf die auferweckten Toten Gläubigen und alle in diesen Katastrophen der Wiederherstellung von Himmel und Erde noch übriggebliebenen Lebenden aus der Gemeinde der Endzeit warten wird: es müssen diese Prophezeiungen erfüllt werden.

Danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft;

1The 4,15 Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn, daß wir, die Lebenden, die übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. 4,16 Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; 4,17 danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 1The 4,15-17;


Schlussbemerkung

Das in diesem Kapitel dargestellte Szenario mag etwas ungewöhnlich erscheinen, doch ähnliche globale Geschehen sind auch schon in der Vergangenheit nachzuweisen. So ist es ein Faktum, dass die Landmassen von Europa und Afrika einerseits und Nord- und Südamerika andererseits ursprünglich einen einzigen Kontinent gebildet hatten und erst später rd. 6000 km auseinander gedriftet sind. Der Riss dieser beiden tektonischen Platten bildet heute noch den mittelatlantischen Rücken (Nord – bzw. Südatlantische Schwelle).

Auf der Halbinsel Yukatan befindet sich der Krater eines Asteroideneinschlags mit einem Durchmesser von 500 Kilometer. Man geht davon aus, dass dieses Ereignis ausschlaggebend für den Eintritt der letzten Eiszeit und das Verschwinden der Dinosaurier war. Es ist ebenso wissenschaftlich nachgewiesen, dass die meisten Asteroiden in unserem Sonnensystem - es gibt deren insgesamt etwa 75.000 - einen Durchmesser von 40 - 80 Kilometer haben. Ein Einschlag eines dieser Himmelskörper auf der Erdoberfläche mit einer Geschwindigkeit zwischen 50.000 und 200.000 Stundenkilometer wäre für unseren Planeten eine ungeheure Gefahr. Die mildesten Konsequenzen wären weltweite Erdbeben, Vulkanausbrüche und eine globale Klimakatastrophe. Die gefährlichsten Auswirkungen könnten die Erdachse verschieben, unseren Planeten aus seiner Umlaufbahn werfen oder die Erde überhaupt in Stücke reißen.

Nach dem Prinzip der konkreten Auslegung dürfen wir daher nicht Gottes Wort drehen und wenden, bis es in unsere gegenwärtige beschränkte Erfahrung passt. Wir müssen vielmehr versuchen, bei der Auslegung schwieriger Schriftstellen über unseren eigenen zeitgeschichtlichen Horizont hinauszusehen.

Eine mögliche Hilfe kann uns dabei sein, wenn wir alle uns zugänglichen Inhalte wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung und auch ihre Projektion in die Zukunft für eine mögliche Erklärung heranziehen. In manchen Fällen gelingt es dann, die Realität hinter diesen Prophezeiungen zu erkennen. Unbedingte Voraussetzung für diese Vorgangsweise ist jedoch, die Grenzen der wissenschaftlich gesicherten Erkenntnis nicht zu überschreiten und "science fiction" oder "Schwarmgeist" hintan zuhalten. Schlussendlich soll aber damit keine bestimmte Art der Erfüllung postuliert werden, sondern ganz einfach der Beweis geführt werden, dass auch schwierige – wie manche meinen unsinnige – Prophezeiungen der Schrift einen Sinn und eine mögliche Realisierung finden könnten.