Kapitel 11 - Das Ende der Welt.



Der letzte Kampf - die Sammlung der weltlichen Heere.

Die Allgemeine Auferstehung.

Das Weltgericht.

Das Vergehen von Himmel und Erde.

Gesamtübersicht über Zeitperioden und Ereignisse der Endzeit.

Die Weltgeschichte: Eine Woche mit tausendjährigen Tagen.


Die zeitliche Einordnung.

Das „Ende der Welt” ist die letzte Zeitperiode der ersten Schöpfung. Die Periode davor ist das „Millennium”, die Periode danach ist die zweite, die „Neue Schöpfung”.

Das „Ende der Welt” beginnt mit dem letzten Kampf Satans und seiner irdischen Verbündeten gegen die himmlischen Mächte. In diesem Kampf wird Satan in Israel mit seinem ganzen Heer vernichtet. Unmittelbar darauf erfolgt, als letztes Ereignis auf dem Boden dieser Erde, die Allgemeine Auferstehung. Durch das Vergehen des ersten Himmels und der ersten Erde handelt das darauffolgende Weltgericht dann bereits vor dem großen weißen Thron und ist das letzte Ereignis dieser Zeitperiode.

Die anschließende Zeitperiode der „Neuen Schöpfung” sieht einen neuen Himmel und eine neue Erde mit der heiligen Stadt Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabkommen.

(Siehe auch Diskurs 1042: „Satan beherrscht seit zweitausend Jahren die Welt.”)


Der letzte Kampf - die Sammlung der weltlichen Heere.

Die Parallelen zur Schlacht von Harmagedon.

Ebenso, wie Hes 39 die Schlacht von Harmagedon mit dem Antichrist (vor dem Millennium) beschreibt, haben wir in Hes 38,1-23 eine Schilderung des Letzten Kampfes am Ende der Welt. Obwohl manche Ausleger beide Prophezeiungen als Darstellung eines einzigen Ereignisses sehen wollen, lassen sich Unterschiede und Zugehörigkeit doch recht leicht erkennen.

Dass hier in beiden Fällen Gog aus Magog, der Fürst von Rosch (oder Oberfürst von) Meschech und Tubal angesprochen ist, darf nicht wundern, ist es doch beide Male derselbe Widersacher, der gegen Israel auszieht, nämlich Satan. Das eine Mal (Hes 39), erkennen wir ihn in der Schlacht von Harmagedon, wobei hier Satan gemeinsam mit dem Antichrist und dem falschen Propheten die Könige zur Schlacht sammelt und dann sozusagen „im Geist” als ihr Anführer mit ihnen mitmarschiert, wie wir aus Off 16,13-14 erkennen.

(Siehe auch Kapitel 07: „Die Schlacht von Harmagedon”.)

Drei Geister aus dem Mund des Drachen, des Tieres und des falschen Propheten.

Off 16,13 Und ich sah aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten drei unreine Geister kommen, gleich Fröschen; 16,14 es sind Geister von Teufeln, die tun Zeichen und gehen aus zu den Königen der ganzen Welt, sie zu versammeln zum Kampf am großen Tag Gottes, des Allmächtigen. Off 16,13-14;


Nach dem Millennium wird Satan wieder los und versammelt die Völker zum Kampf.

Das andere Mal, hier am Ende der Welt, erfahren wir aus Off 20,7, dass er nach seiner Freilassung aus dem Abgrund die Völker der Welt verführen und sie zum letzten Kampf gegen Gott versammeln wird.

Nach den tausend Jahren, wird Satan los werden für eine kleine Zeit.

Off 20,1 Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand.

20,2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn für tausend Jahre, 20,3 und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine kleine Zeit. Off 20, 1- 3;

Er wird die Völker der Erde verführen und sie zum Kampf versammeln.

Off 20,7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis 20,8 und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. Off 20, 7- 8;

Der Herr wird ihn herumlenken und lässt Gog ausziehen mit seinem ganzen Heer.

Hes 38,1 Und des HERRN Wort geschah zu mir: 38,2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht auf Gog, der im Lande Magog ist und der Fürst von Rosch, Meschech und Tubal, und weissage gegen ihn 38,3 und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der Fürst bist von Rosch (Oberfürst von), Meschech und Tubal!

38,4 Siehe, ich will dich herumlenken und dir einen Haken ins Maul legen und will dich ausziehen lassen mit deinem ganzen Heer, mit Ross und Mann, die alle voll gerüstet sind; und sie sind ein großer Heerhaufe, die alle kleine und große Schilde und Schwerter tragen. Hes 38, 1- 4;


Im Vergleich dazu der Text aus Hes 39,1-3, welcher sich auf die Schlacht von Harmagedon bezieht:

Ich will dich herumlenken und herbeilocken aus dem äußersten Norden.

Hes 39,1 Und du, Menschenkind, weissage gegen Gog und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der Fürst bist von Rosch (Oberfürst von), Meschech und Tubal.

39,2 Siehe, ich will dich herumlenken und herbeilocken aus dem äußersten Norden und auf die Berge Israels bringen 39,3 und will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und die Pfeile aus deiner rechten Hand. Hes 39, 1- 3;


Es ist Gog, der Fürst von Rosch (wobei „Rosch” auch „Oberfürst” bedeuten kann), Meschech und Tubal. den der Herr also beide Male herumlenken wird.

So weit sind die Aussagen in beiden Kapiteln gleich.

Israel wohnt friedlich und ohne Mauern.

Hes 38,8 bringt uns dann den ersten gravierenden Unterschied. Es heiß dort: „Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden, am Ende der Zeiten…”. Dies ist ein eindeutiger Hinweis, dass es sich hier nicht um ein Ereignis irgendwann im Laufe der Geschichte, sondern tatsächlich am Ende der Zeiten, nach dem Millennium, am Ende der Welt handelt.

Der weitere Text in Hes 38,8: „…sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist, und zu einem Volk, das aus vielen Völkern gesammelt ist” bezeichnet das Volk Israel, welches nach seiner Sammlung und Rückkehr ins Land Israel (auch erwähnt im Hes 38,12), im Millennium friedlich lebt - man lernt nicht mehr kriegen - und dort sicher wohnt.

Am Ende der Zeiten sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist.

Hes 38,5 Du führst mit dir Perser, Kuschiter und Libyer, die alle Schild und Helm tragen, 38,6 dazu Gomer und sein ganzes Heer, die vom Hause Togarma, die im Norden wohnen, mit ihrem ganzen Heer; ja, du führst viele Völker mit dir. 38,7 Wohlan, rüste dich gut, du und alle deine Heerhaufen, die bei dir sind, und sei du ihr Heerführer! 38,8 Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; am Ende der Zeiten sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist, und zu dem Volk, das aus vielen Völkern gesammelt ist, nämlich auf die Berge Israels, die lange Zeit verwüstet gewesen sind, und nun ist es herausgeführt aus den Völkern, und sie alle wohnen sicher.

38,9 Du wirst heraufziehen und daherkommen wie ein Sturmwetter und wirst sein wie eine Wolke, die das Land bedeckt, du und dein ganzes Heer und die vielen Völker mit dir. Hes 38, 5- 9;


Hier wird oft bei Hes 38,4.15 moniert, dass dieser Kampf wohl nicht mit „Heer, mit Ross und Mann, die alle voll gerüstet sind; und sie sind ein großer Heerhaufe, die alle kleine und große Schilde und Schwerter tragen” ausgefochten werden wird. Dies sei eine symbolische Metapher und dieser Kampf wird natürlich mit Panzern, Flugzeugen und Atomwaffen geführt werden.

Diese Ausleger übersehen dabei zwei Dinge. Erstens wurden in der Zeit vor dem Millennium, am Tag des Herrn bei der Umgestaltung der Erde durch globale Erdbeben nicht nur alles Kriegsgerät vernichtet, es werden auch alle Erdöl- und Erdgasfelder explodiert sein und daher könnte man auch eventuell noch unversehrte Panzer oder Flugzeuge etc. aus Mangel an Treibstoff einfach nicht einsetzen. Und zweitens: im Millennium hat der Herr den Kriegen ein Ende bereitet. Es wurden auf der ganzen Erde „Schwerter zu Pflugscharen” (Jes 2,4; Mi 4,3;) gemacht und das Kriegen wurde nicht mehr gelehrt.

Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen.

Jes 2,2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, 2,3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.

2,4 Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

2,5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN! Jes 2, 2- 5;


Es bleibt dem Satan daher für seinen Kriegszug gegen Israel nichts anderes übrig, als auf Reiter und Rosse, Schilde und Schwerter zurückzugreifen. Und der Umstand, dass man auch in Israel seit langer Zeit nicht mehr „lernt Krieg zu führen”, ist natürlich ein verlockender Aspekt und geradezu prädestiniert für einen heimtückischen Überfall auf dieses Land.

Auch Hes 38,11 erwähnt ein Detail aus dem Leben Israels im Millennium: wegen der vielen Menschen werden die Städte ohne Mauern bewohnt werden und daher ungeschützt daliegen.

Und eben diese Umstände will sich Satan zu Nutze machen, um das Volk Gottes zu überfallen.

Und willst Hand an das Volk legen, das aus den Heiden gesammelt ist.

Hes 38,10 So spricht Gott der HERR: Zu jener Zeit werden dir Gedanken kommen, und du wirst auf Böses sinnen 38,11 und denken: »Ich will das Land überfallen, das offen daliegt, und über die kommen, die still und sicher leben, die alle ohne Mauern dasitzen und haben weder Riegel noch Tore«, 38,12 damit du rauben und plündern kannst und deine Hand an die zerstörten Orte legst, die wieder bewohnt sind, und an das Volk, das aus den Heiden gesammelt ist und sich Vieh und Güter erworben hat und in der Mitte der Erde wohnt. 38,13 Saba, Dedan und die Kaufleute von Tarsis und alle seine Gewaltigen werden zu dir sagen: Bist du gekommen, zu rauben, und hast du deine Heerhaufen versammelt, zu plündern, um Silber und Gold wegzunehmen und Vieh und Güter zu sammeln und große Beute zu machen? Hes 38,10-13;

Sie steigen herauf auf die Ebene der Erde und werden vernichtet.

Off 20,9 Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie. Off 20, 9;


Die eigenartige Beschreibung der geographischen Lage Israels im Millennium hier oben, in Hes 38,12: „in der Mitte der Erde” und in Off 20,9: „auf die Ebene der Erde” hat ihren Ursprung in der Veränderung der Erdoberfläche am Tag des Herrn vor dem Millennium. Dort werden „alle Täler erhöht werden, und alle Berge und Hügel erniedrigt werden” (Lk 3,5) und „das ganze Land wird verwandelt werden in eine Ebene, von Geba bis nach Rimmon im Süden” (Sach 14,10).

Berücksichtigt man diese geologischen Veränderungen, ist die Bezeichnung Israels als geographischen „Nabel der Welt” (Übersetzung Buber) - der geistliche Weltmittelpunkt ist ja Israel im Millennium auf jeden Fall - , aber auch die Formulierung: „… sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde …” verständlich.

(Siehe auch Kapitel 08: „Die Umgestaltung von Himmel und Erde”.)

Ebenso wie das Millennium (das Friedensreich) - zumindest im Lande Israel - eine irdische Vorschau der späteren Neuen Schöpfung (das Reich Gottes) in der Ewigkeit ist, ist die geographische Lage Jerusalems im Millennium eine irdische Vorschau des himmlischen Jerusalems, welches ja auch auf einem - allerdings sehr viel höheren - Berg vom Himmel herabkommen wird.

(Siehe auch die Tabelle 12: „Das irdische und das himmlische Jerusalem”.)

Hier nun unten, in Hes 38,14, erfahren wir, dass Israel seit Jahrhunderten sicher wohnt und - wie wir oben gelesen haben - nicht mehr Kriegen lernt und daher auf keinen Angriff vorbereitet ist.

Und genau dies ist der „Haken im Maul”, mit dem der Herr den aus dem Abgrund losgewordenen Satan lockt und „herumlenkt” und gegen das Volk Gottes in Israel ziehen lässt.

Satan kommt mit seinen Heeren wie eine Wolke über das Land.

Wenn Israel sicher wohnt wird Gog mit seinem Heerhaufen über das Land kommt.

Hes 38,14 Darum so weissage, du Menschenkind, und sprich zu Gog: So spricht Gott der HERR: Ist es nicht so? Wenn mein Volk Israel sicher wohnen wird, dann wirst du aufbrechen.

38,15 Und wirst kommen aus deinem Ort, vom äußersten Norden, du und viele Völker mit dir, alle zu Ross, ein großer Heerhaufe und eine gewaltige Macht, 38,16 du wirst heraufziehen gegen mein Volk Israel wie eine Wolke, die das Land bedeckt. Am Ende der Zeit wird das geschehen. Ich will dich aber dazu über mein Land kommen lassen, dass die Heiden mich erkennen, wenn ich an dir, Gog, vor ihren Augen zeige, dass ich heilig bin. Hes 38,14-16;


In Hes 38,16 haben wir nun die definitive Aussage: „am Ende der Zeiten”, es ist also am Ende der Welt, wenn Satan hier mit seinem riesigen Heer über Israel kommt. Auch der Text aus Off 20,8, welcher ja von diesem Kampf am Ende der Welt handelt, bestätigt diese Aussage:

Er wird die Völker zum Kampf versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer.

Off 20,7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis 20,8 und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. Off 20, 7- 8;


Für das Land Israel und seine Bewohner – welche ja dann, im Millennium, nicht mehr nur aus Israeliten, sondern als Volk Gottes aus Gläubigen aus allen Nationen bestehen wird - gibt es hier keine Möglichkeit der Selbstverteidigung. Sie haben keine Waffen, haben nicht gelernt Krieg zu führen. Ihre Städte liegen ungeschützt da und haben weder Mauern noch Gräben.

Das Heer Satans hingegen ist aus der ganzen Welt gesammelt. Es sind möglicherweise Millionen, die hier - wie eine Wolke, die das Land bedeckt - nach Israel ziehen. Doch genau das ist der Wille des Herrn. Auch hier soll noch einmal unter Beweis gestellt werden, dass der Gott Israels, der Allmächtige, der einzige Gott auf Erden ist, und dass diesem Gott weder Satan noch Millionen von Menschen widerstehen können.

Es ist der Beginn des Endes, und das Vergehen der ersten Schöpfung nimmt seinen Lauf.

Wenn Gog über das Land Israels kommt, wird mein Zorn in mir aufsteigen.

Hes 38,17 So spricht Gott der HERR: Du bist doch der, von dem ich vorzeiten geredet habe durch meine Diener, die Propheten in Israel, die in jener Zeit weissagten, dass ich dich über sie kommen lassen wollte? 38,18 Und es wird geschehen zu der Zeit, wenn Gog kommen wird über das Land Israels, spricht Gott der HERR, wird mein Zorn in mir aufsteigen Hes 38,17-18;

Alle Menschen auf Erden sollen erbeben und die Berge niedergerissen werden.

Hes 38,19 Und ich sage in meinem Eifer und im Feuer meines Zorns: Wahrlich, zu der Zeit wird ein großes Erdbeben sein im Lande Israels, 38,20 dass vor meinem Angesicht erbeben sollen die Fische im Meer, die Vögel unter dem Himmel, die Tiere auf dem Felde und alles, was sich regt und bewegt auf dem Lande. Und die Berge sollen niedergerissen werden und die Felswände und alle Mauern zu Boden fallen. Hes 38,19-20;


Wir haben hier, in Hes 38,19 ein „großes Erdbeben”, welches manche dazu verleitet, einen Zusammenhang mit dem siebenten Schalengericht in Off 16,17-18 zu sehen und damit das ganze Kapitel Hes 38 – gemeinsam mit dem Kapitel 39 - vor das Millennium, zur Schlacht von Harmagedon zu platzieren.

Neben den bereits weiter oben, in Hes 38,8 behandelten Kennzeichen, dass es sich hier um die Situation Israels am Ende des Millenniums handelt, wie

-  Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; am Ende der Zeiten (nach tausend Jahren)

-  sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist (keine Kriege mehr im Millennium)

-  und zu einem Volk (Israel), das aus vielen Völkern gesammelt ist

-  und nun ist es herausgeführt aus den Völkern und sie alle wohnen sicher (Israel wohnt sicher im Millennium).


- dies sind ja alles Aussagen, welche vor dem Millennium, vor der Schlacht von Harmagedon keinesfalls zutreffen können - gibt es auch für das Erdbeben in Hes 38,19 zwei stichhaltige Gründe, warum sie dem letzten Kampf, am Ende der Welt und nicht zur Schlacht vor dem Millennium zugeordnet werden müssen:

1. Während in Off 16,18, beim siebenten Schalengericht, ein weltweites Erdbeben geschildert wird: „und es geschah ein großes Erdbeben, wie es noch nicht gewesen ist, seit Menschen auf Erden sind - ein solches Erdbeben, so groß.”, handelt es sich hier, in Hes 38,19 um ein lokales Erdbeben in Israel: „ zu der Zeit wird ein großes Erdbeben sein im Lande Israels”.

2. Und wenn es in Hes 38,20 heißt: „dass vor meinem Angesicht erbeben sollen die Fische im Meer”, so ist auch dies beim siebenten Schalengericht, vor dem Millennium, nicht möglich, da bereits bei der Ausgießung der zweiten Schale, in Off 16,3 „alle lebendigen Wesen im Meer” getötet wurden und daher keine Fische zum „erbeben” mehr vorhanden sind.

Satan und seiner Heere durch Feuer vernichtet.

Zusätzlich zu diesem Erdbeben wird Satan und sein großes Heer mit sämtlichen Plagen überschüttet, die je auf Menschen gefallen sind. Eine große Verwirrung wird das satanische Heer befallen. Sie werden nicht mehr wissen, gegen wen sie kämpfen und werden sich gegenseitig umbringen. Der Rest wird durch Hagel und Feuer umkommen.

Ich will Feuer über ihn und über die vielen Völker kommen lassen, die mit ihm sind.

Hes 38,21 Und ich will über ihn das Schwert herbeirufen auf allen meinen Bergen, spricht Gott der HERR, dass jeder sein Schwert gegen den andern erhebt. 38,22 Und ich will ihn richten mit Pest und Blutvergießen und will Platzregen mit Hagel, Feuer und Schwefel über ihn und sein Heer und über die vielen Völker kommen lassen, die mit ihm sind.

38,23 So will ich mich herrlich und heilig erweisen und mich zu erkennen geben vor vielen Heiden, dass sie erfahren, dass ich der HERR bin. Hes 38,21-23;


Johannes fasst dies in Off 20,9 kurz in dem Satz zusammen „Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie”.

Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie.

Off 20,9 Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie. Off 20, 9;


Der Satan wird in den feurigen Pfuhl geworfen.

Nun ist es also vorbei. Es war der letzte Versuch Satans an die Macht zu kommen. Und er hat nun endgültig verloren. Was hat er in tausenden von Jahren nicht alles versucht! Weiter unten, in Hes 28,14-15, lesen wir, dass er in Eden, im Garten Gottes, ein „schirmender Cherub” war. Er war das Abbild der Vollkommenheit, voller Weisheit und über die Maßen schön. Und Gott der Herr sagt dort selbst: „Du warst ein glänzender, schirmender Cherub, und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest inmitten der feurigen Steine”.

Es scheint auf der einen Seite unfassbar, dass ein Geschöpf, in dieser Vollkommenheit geschaffen, sich erhebt, um gegen seinen Schöpfer zu kämpfen. Andererseits wissen wir nur zu gut aus unserer menschlichen Erfahrung, dass es immer wieder Menschen mit großem Charisma sind, welche sich zu Verführern, Betrügern, Despoten und Tyrannen entwickeln, in der Gier nach noch mehr Macht und Einfluss.

Aber damit ist es nun zu Ende. Alles Hoffärtige wurde erniedrigt und selbst Satan ist nun geschlagen.

Und der Teufel der sie verführte, wurde in den feurigen Pfuhl geworfen.

Off 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Off 20,10;

(Siehe auch den Exkurs 06: „Vom Angesicht Gottes in den Feuersee”.)


Der Satan wird nunmehr endgültig in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, in den Feuersee geworfen. Dieses „ewige Feuer” wie es auch genannt wird, ist nicht nur dem Teufel und seinen Engeln bereitet, wie wir unten, Mt 25,41 lesen, sondern auch allen Gottlosen und Verfluchten.

Geht weg von mir, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!

Mt 25,41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Mt 25,41;

Er ist plötzlich untergegangen und kann nicht mehr aufkommen.

Hes 28,11 Und des HERRN Wort geschah zu mir: 28,12 Du Menschenkind, stimm ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott der HERR: Du warst das Abbild der Vollkommenheit, voller Weisheit und über die Maßen schön.

28,13 In Eden warst du, im Garten Gottes, geschmückt mit Edelsteinen jeder Art, mit Sarder, Topas, Diamant, Türkis, Onyx, Jaspis, Saphir, Malachit, Smaragd. Von Gold war die Arbeit deiner Ohrringe und des Perlenschmucks, den du trugst; am Tag, als du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet. 28,14 Du warst ein glänzender, schirmender Cherub, und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest inmitten der feurigen Steine.

28,15 Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde. 28,16 Durch deinen großen Handel wurdest du voll Frevels und hast dich versündigt. Da verstieß ich dich vom Berge Gottes und tilgte dich, du schirmender Cherub, hinweg aus der Mitte der feurigen Steine. 28,17 Weil sich dein Herz erhob, dass du so schön warst, und du deine Weisheit verdorben hast in all deinem Glanz, darum habe ich dich zu Boden gestürzt und ein Schauspiel aus dir gemacht vor den Königen.

28,18 Weil du mit deiner großen Missetat durch unrechten Handel dein Heiligtum entweiht hast, darum habe ich ein Feuer aus dir hervorbrechen lassen, das dich verzehrte und zu Asche gemacht hat auf der Erde vor aller Augen. 28,19 Alle, die dich kannten unter den Völkern, haben sich über dich entsetzt, dass du so plötzlich untergegangen bist und nicht mehr aufkommen kannst. Hes 28,11-19;


Die Allgemeine Auferstehung.

Schon in den Evangelien wird uns in Lk 20,27-36 überliefert, dass es auch zur Zeit Jesu schon religiöse Gruppen - hier die Sadduzäer - gegeben hat, welche nicht an eine Auferstehung geglaubt haben.

Und sie kamen sich besonders pfiffig vor, als sie den Herrn mit dem folgenden gestellten Problem in Verlegenheit bringen wollten:

Nun in der Auferstehung: wessen Frau wird sie sein unter ihnen? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.

Lk 20,27 Da traten zu ihm einige der Sadduzäer, die lehren, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn und sprachen: 20,28 Meister, Mose hat uns vorgeschrieben (5. Mose 25,5.6): »Wenn jemand stirbt, der eine Frau hat, aber keine Kinder, so soll sein Bruder sie zur Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.«

20,29 Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos. 20,30 Und der zweite nahm sie, 20,31 und der dritte; desgleichen alle sieben, sie hinterließen keine Kinder und starben. 20,32 Zuletzt starb auch die Frau. 20,33 Nun in der Auferstehung: wessen Frau wird sie sein unter ihnen? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.

20,34 Und Jesus sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten; 20,35 welche aber gewürdigt werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen. 20,36 Denn sie können hinfort auch nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, weil sie Kinder der Auferstehung sind.

20,37 Dass aber die Toten auferstehen, darauf hat auch Mose gedeutet beim Dornbusch, wo er den Herrn nennt Gott Abrahams und Gott Isaaks und Gott Jakobs (2. Mose 3,6). 20,38 Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden; denn ihm leben sie alle. 20,39 Da antworteten einige der Schriftgelehrten und sprachen: Meister, du hast recht geredet.

20,40 Und sie wagten nicht mehr, ihn etwas zu fragen. Lk 20,27-40;


Auf die Antwort, welche ihnen der Herr dann gegeben hat, kommen wir gleich zurück. Vorher wollen wir uns jedoch kurz fragen, wieso diese Männer, die ja immerhin Schriftgelehrte waren und daher die Schrift kennen mussten, sich derartig blamieren konnten, dass sie am Ende coram publico eingestehen mussten: „Meister, du hast recht geredet”?

Wenn wir es genau betrachten, erkennen wir, dass sie eigentlich gar nichts über die Auferstehung vom Herrn wissen wollten. Im Gegenteil, sie dachten, dass sie schon alles über die Auferstehung wissen würden und wollten ihm beweisen, dass er im Unrecht und sie selbst im Recht waren. Dass es eben keine Auferstehung gibt, ja gar keine geben kann, weil sich ansonsten diese, von ihnen aufgezeigten Probleme, ergeben würden.

Und auch heute noch begegnen wir bei vielen „religiösen” aber auch bei gläubigen Menschen diese Geisteshaltung. Sie wollen eigentlich aus der Schrift keine Erkenntnisse, schon gar keine neuen Erkenntnisse, sondern sie wollen ihre alte, eingefahrene Meinung beibehalten und sind bereit, dafür Vergewaltigungen an Schrift und Geist in Kauf zu nehmen.

Auch der Hinweis des Herrn auf 2Mo 3,6 in seiner Antwort oben in Lk 20,37-38, ist interessant.

Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

2Mo 3,5 Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land! 3,6 Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. 2Mo 3, 5- 6;


Hier spricht Gott selbst zu Mose und er sagt: „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs”. Und der Herr Jesus macht den Schriftgelehrten klar, dass sie die Schrift nicht richtig kennen, dass sie das darin Gesagte nicht genau genug gelesen haben, sonst wüssten sie, dass es eine Auferstehung gibt.

Dieser Hinweis ist insofern erstaunlich, als er sich doch nur auf das eine Wort „bin” gründet. Gott sagt „Ich bin …” und wenn wir diese Aussage genau betrachten, kommen wir wirklich zu dem Schluss, dass Abraham, Isaak und Jakob für Gott lebendig sein müssen. Sie sind ihm nicht gestorben, sonst müsste er ja sagen „Ich war (…) auch deiner Väter Gott.”

Und weil Gott nun von den Toten so spricht wie von Lebenden, diese aber tatsächlich nicht mehr - oder besser noch nicht - unter den Lebenden weilen, ist der logische Schluss nahe, dass es eine Auferstehung all dieser Toten geben muss, wo sie wieder zu „lebendigen Seelen” werden.

Doch wir heutigen Christen dürfen den Schriftgelehrten der Zeit Jesu, die so vieles nicht erkannten was er selbst sagte und was die Propheten auf ihn geweissagt haben, wir dürfen also diese Menschen dann nicht verurteilen, wenn wir nicht selbst bereit sind, die Schrift mit einem ähnlich scharfen Blick zu lesen und für die Interpretation die Bedeutung jedes einzelnen Wortes zu prüfen.

Und wenn der Herr in der Bergpredigt den Jüngern sagt:

Bis Himmel und Erde vergehen soll auch nicht ein Jota von dem Gesetz vergehen.

Mt 5,17 Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. 5,18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Mt 5,17-18;


so meint dies einerseits, dass die Prophezeiungen des Alten Testaments auf Israel und die Welt noch ihre Erfüllung finden werden, und dass Himmel und Erde schließlich vergehen werden und einer Neuen Schöpfung weichen müssen.

(Siehe auch Kapitel 14: „Die Neue Schöpfung”.)


Doch nun wieder zurück zur Allgemeinen Auferstehung. Paulus schildert uns in seinem ersten Brief an die Korinther die „Ordnung” in der Auferstehung und kommt natürlich auch auf die Allgemeine Auferstehung zu sprechen.

Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.

1Kor 15,20 Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 15,21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 15,22 Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. 15,23 Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; 15,24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. 1Kor 15,20-24;

(Siehe auch Kapitel 12: „Die Auferstehung”.)


Nachdem das gesamte Thema der Auferstehung wegen seines Umfanges in einem eigenen Kapitel behandelt wird, soll hier nur noch ein Umstand näher betrachtet werden, der in der Folge in diesem Kapitel noch weiter ausgeführt werden wird.

Die Auferstehung der Toten kommt durch einen Menschen, unserem Herrn Jesus Christus. Und diese Auferstehung der Toten ist eine Auferstehung aller Menschen, die in den Gräbern liegen. Kein einziger ist ausgenommen.

„Wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht”. Alle Menschen werden daher - oder müssen sogar - durch die Auferstehung lebendig gemacht werden. Die Auferstehung ist also eine „Wiederbelebung” der Toten, eine „Wiedergeburt”.

Dies wollen wir festhalten und im Nachfolgenden weiter analysieren.

Die Wiedergeburt zum ewigen Leben und der Wiedertod in das ewige Feuer.

Diese Annahme wird uns auch durch ein Wort des Herrn, in Mt 19,28 bestätigt.

Bei der Wiedergeburt werdet ihr sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Mt 19,28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. Mt 19,28;


Der Herr spricht hier davon, dass die Jünger die zwölf Stämme Israels richten werden. Er spricht also vom Weltgericht, da Israel erst nach dem Millennium, am Ende der Welt, gerichtet werden kann. Das Weltgericht kann jedoch nicht stattfinden, wenn nicht vorher die Toten auferstanden sind. Sein Hinweis „bei der Wiedergeburt” bezieht sich daher auf die Allgemeine Auferstehung am Ende der Tage.

Die Auferstehung ist also - wie bereits oben festgestellt - eine Wiedergeburt. Und zwar für alle Toten. Wie sie alle in Adam sterben werden sie in Christus alle auferstehen und wiedergeboren werden.

Dieser Vorgang der geistlichen Wiedergeburt bei der Auferstehung lässt sich auch vergleichen mit der biologischen Geburt des Menschen. Da wie dort werden Menschen „lebendig”. Da mit einem fleischlichen Körper, dort mit einem geistlichen Körper.

Es sei denn, dass jemand neu geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Jh 3,3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen 3,4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.

3,6 Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. 3,7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von oben geboren werden. Jh 3, 3- 7;


Auch der Herr vergleicht die geistliche mit der körperlichen - und wie er sagt: der Geburt aus Wasser. Und auch er sagt uns, dass wir von neuem (eigentlich heißt es wörtlich: „von oben”) geboren werden müssen. Wir müssen nach unserer biologischen Geburt - jener aus Wasser (Fruchtwasser) - auch noch geistlich wiedergeboren werden, um in das Reich Gottes, in das ewigen Leben zu kommen.

(Siehe auch Diskurs 85: „Die echte und die falsche Wiedergeburt.”.)

Und schließlich lässt uns der Herr hier unten, in Lk 20,34-36, auch wissen, dass - ebenso wie die „Kinder dieser Welt” bei ihrer biologischen Geburt das Licht dieser Welt erblicken - auch wir bei der Wiedergeburt, als „Kinder der Auferstehung”, das Licht „jener Welt” erblicken werden.

Sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, weil sie Kinder der Auferstehung sind.

Lk 20,34 Und Jesus sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten; 20,35 welche aber gewürdigt werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen. 20,36 Denn sie können hinfort auch nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, weil sie Kinder der Auferstehung sind. Lk 20,34-36;


Sie sind also Kinder der Auferstehung. Allerdings dürfen wir hier nicht vergessen, dass es noch andere „Kinder” der Auferstehung gibt. Wie wir weiter oben bereits gesehen haben, werden ja alle Menschen in der Allgemeinen Auferstehung, am Ende der Welt auferstehen. Das bestätigt uns auch der Herr:

Die Auferstehung des Lebens und die Auferstehung des Gerichts.

Jh 5,26 Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; 5,27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.

5,28 Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, 5,29 und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Jh 5,26-29;


Es werden also hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Das heißt, wenn sie beim Ruf des Herrn alle aus ihren Gräbern kamen, müssen sie zwangsläufig auch alle auferstanden sein.

Die Auferstehung - und damit die Wiedergeburt - ist also (noch) keine Belohnung für die Gläubigen, sondern sie ist eine ganz „normale” Fortsetzung der menschlichen Existenz. Nachdem das biologische Leben mit dem biologischen Tod sein Ende findet, muss der dann immaterielle Geist des Menschen durch die Auferstehung wieder in einem Geistkörper - ähnlich dem des Herrn Jesus nach seiner Auferstehung - lebendig werden.

Aber dann - und erst dann - scheiden sich die „Geister”. Jene, die Gutes getan haben, werden ins ewige Leben eingehen. Jene die Böses getan haben, werden im Gericht die ewige Verdammnis ererben.

Halten wir also nochmals fest: Der Begriff „Wiedergeburt” ist nur eine andere Bezeichnung für die Auferstehung. Nachdem alle Menschen auferstehen werden, wie uns der obige Text sagt, werden auch alle Menschen wiedergeboren. Das meint auch die folgende Aussage des Herrn:

Bei der Wiedergeburt wird der Menschensohn auf seinem Thron sitzen und richten.

Mt 19,28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. Mt 19,28;

Und er wird sie voneinander scheiden, wie die Schafe von den Böcken.

Mt 25,31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, 25,32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 25,33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Mt 25,31-33;


Zu dieser Zeit wird der Herr alle Menschen richten, Gläubige ebenso wie Gottlose. Den Jüngern aber hat er erlaubt, auch mit ihm auf zwölf Thronen zu sitzen und ihr eigenes Volk, das Volk Israel zu richten.

Und auch die Jünger, wenn sie die zwölf Stämme Israels richten werden, werden nicht nur Gläubige zu richten haben. Wenn der Herr also hier von der „Wiedergeburt” spricht, so meint er nicht ein spezielles Ereignis für Christen, sondern das allgemeine Geschehen dieser Allgemeinen Auferstehung selbst.

Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.

Jh 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 3,6 Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. 3,7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Jh 3, 5- 7;


Und wenn der Herr hier oben, in Jh 3,5-7, sagt „Es sei denn dass jemand geboren werde …”, so ist auch dies kein Hinweis auf eine besondere Menschengruppe, sondern schlicht und einfach der Hinweis auf die allgemeine Notwendigkeit eines derartigen Vorganges. Schon auch, um in das Reich Gottes zu kommen. Aber nicht ausschließlich. Diese Aussage ist vergleichbar mit jener, die besagt: Wenn ein Mensch nicht (biologisch) geboren wird, kann er nicht zum Glauben an Gott kommen. Auch diese Feststellung meint ja nicht, dass jeder (biologisch) geborene Mensch zum Glauben kommt.

„Ihr müsst von neuem geboren werden” ist demnach nicht - wie es leider von manchen fälschlicherweise aufgefasst wird - eine Art Gebot um das ewige Leben zu ererben, sondern es ist eine systemimmanente Voraussetzung, um nach dem biologischen Tod überhaupt wieder das „Bewusstsein” zu erlangen. Ebenso wie die biologische, also die fleischliche Geburt, eine Voraussetzung dafür ist, dass ein Menschenkind das „Licht der Welt” erblickt und in der Folge ein Bewusstsein erlangt.

Auch in Jh 3,6 haben wir einen Hinweis darauf, dass eine geistliche Wiedergeburt zu Lebzeiten des Menschen - wie sie von manchen Geschwistern angenommen wird - gar nicht möglich ist: „Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist”. Unser irdischer, biologischer Körper ist verweslich. Erst jener Körper, welcher bei der Wiedergeburt „aus Geist” geboren wird, wird unverweslich sein.

Dies sagt uns auch Paulus:

Fleisch und Blut wird das Reich Gottes nicht ererben.

1Kor 15,50 Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. 1Kor 15,50;

(Siehe auch den Exkurs 07: „Der Auferstehungsleib”.)


Und diese Unverweslichkeit, diese ewige Existenz, werden sowohl die Gläubigen, als auch die Gottlosen durch die Auferstehung erhalten. Die Gläubigen werden diese Ewigkeit im Reich Gottes verbringen, die Gottlosen jedoch mit ihrer Unsterblichkeit im Feuersee ewiglich heulen und zähneknirschen. Diese letzte Konsequenz scheint zwar sehr hart zu sein und manche Gruppen versuchen denn auch diese ewige Verdammnis in eine zeitlich begrenzte umzuinterpretieren, indem sie behaupten, die Gottlosen würden irgendwann einmal aufhören zu existieren.

Bedenkt man jedoch, dass es ja kein unbilliges Ansinnen und schon gar keine unerreichbaren Forderungen irgendwelcher Art waren, sondern es nur einer Entscheidung dieser Menschen zu ihren Lebzeiten für Gott und das Opfer unseres Herrn Jesus Christus bedurft hätte um sie zu retten, erkennt man einerseits ihr sträfliches Desinteresse und andererseits beginnt man das „Zähneknirschen” besser zu verstehen.

Wir müssen daher diese Konsequenz ernst nehmen und uns an dem orientieren, was nach unserem Tod auf uns zu kommt. Wir sollten uns deshalb nicht auf jene Werte verlassen, welche uns hier auf Erden, in unserer irdischen, fleischlichen Existenz „reich” machen. Egal ob das nun ein Reichtum an Geld und Gütern, Macht und Einfluss oder Wissen und Können ist. Alles dies müssen wir ja bei unserem biologischen Tod zurücklassen.

Alles Mühen und Trachten, welches sich auf diese materielle Welt bezieht, hat nicht die Eigenschaft, in der anderen Welt, nach der Transformation der Auferstehung, zu existieren. Es ist dann fort, nicht mehr vorhanden, hat keinen Wert mehr. Das Einzige, was dann noch bewertet wird, ist der Geist des Menschen, will sagen: seine Beweggründe für alle seine Handlungen.

Es ist ungefähr so wie bei der Alkoholgewinnung, beim „Brennen”. Im Kessel befindet sich noch die Maische, diese enthält Schale, Fruchtfleisch und Fruchtsaft. Nach dem Vorgang des Destillierens, tropft aus dem Abgangsröhrchen nur mehr Alkohol. Den materiellen Bestandteilen, wie Schale und Fruchtfleisch ist es nicht möglich, diese „Transformation” mitzumachen. Sie bleiben zurück. Das Einzige, was bestehen kann, ist der „Geist”. Hier der Alkoholgeist - dort der menschliche Geist.

Wir müssen uns daher bemühen, jenen Reichtum zu erwerben und zu sammeln, welcher auch dann, nach unserer Auferstehung, seinen Wert behält, und uns in den Augen Gottes zu „reichen” Menschen macht.

Wer auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.

Gal 6,7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. 6,8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Gal 6, 7- 8;

Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht

Jh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Jh 5,24;

Das Meer und der Tod geben die Toten heraus.

In Off 20,13-14 erkennen wir, dass bei dieser Auferstehung wirklich alle Menschen wieder lebendig werden. Nicht nur der Tod und sein Reich geben die Toten heraus, die in ihnen sind, auch das Meer gibt die Toten heraus die darinnen sind.

Und das Meer und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren.

Off 20,13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 20,14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. Off 20,13-14;


Dass damit tatsächlich jene Toten gemeint sind, welche im Meer ihren Tod gefunden haben wie manche meinen, ist eher unwahrscheinlich, da sich alle Toten – egal ob sie in der Erde, im Meer oder im Feuer bestattet wurden – logischerweise im Totenreich befinden müssen. Es ist daher eher anzunehmen, dass das "Meer", (wie es Off 13,1; 11,7; 17,8 und auch der Umstand nahe legt, dass es in der Neuen Schöpfung kein Meer mehr gibt), das Gefängnis der abgefallenen Engel (Jud 1,6;) und somit ein „Abgrund” im Meer ist. Der Marianengraben im Pazifik hat z. B. auf der Höhe der Philippinen eine größte Tiefe von über 11 Kilometern (Vitiaztiefe)!.

Das Weltgericht.

Der große weiße Thron.

Auch das Weltgericht wird in einem eigenen Kapitel behandelt und soll daher hier nur in den wichtigsten Punkten wiedergegeben werden.

Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.

Off 20,11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 20,12 Und ich sah die Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. Off 20,11-12;


Es ist also, nach Off 20,11, der „Große weiße Thron”, vor dem die Toten gerichtet werden. Der, welcher auf diesem Thron sitzt, ist der Herr Jesus, wie wir in den nachfolgenden Schriftstellen unzweifelhaft feststellen können.

Und es heißt hier, dass „Bücher” aufgetan werden. Diese Bücher werden auch von manchen (z. B. Zeugen Jehovas) als „neue Gebote Gottes” interpretiert. Man meint, dass die Menschen darin neue „Weisungen” empfangen werden. Diese Auslegung ist deshalb verwunderlich, weil unmittelbar anschließend, im übernächsten Satz desselben Verses und auch im nächsten Vers, Off 20,13, sofort eine Erklärung kommt, was in diesen „Büchern” steht. Es sind die „Werksbücher”, und die Toten wurden gerichtet nach den Werken, welche in diesen Büchern geschrieben stehen.

Die Toten wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.

Off 20,13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Off 20,13;


Auch wenn dazwischen der Hinweis kommt, dass das Buch des Lebens ebenfalls aufgetan wurde, wissen wir doch aus anderen Schriftstellen, dass das Buch des Lebens oder Buch des Lammes, wie es auch heißt, nur Namen enthält. Es sind darin alle jene „eingeschrieben”, welche das „Fundament” haben, welches Jesus Christus ist. Es sind also die Namen aller jener darin aufgezeichnet, welche zu Lebzeiten an Jesus geglaubt haben.

Diese Schriftstelle ist auch deshalb besonders interessant, weil sie die Systematik dieses Gerichts ein wenig erkennen lässt. Obwohl es scheinbar einfacher wäre, sofort aus dem Buch des Lebens die Namen aufzurufen und damit die Geretteten zu nennen und die anderen in das ewige Feuer zu schicken, werden, um der Gerechtigkeit willen, zuerst die Werksbücher aufgetan und aufgrund der dortigen Einträge einmal eine Bewertung der Auferstandenen vorgenommen.

Welche Gewichtung diese Werke haben, sagt uns Paulus, in 1Kor 3,11.

Der Tag des Gerichts wird`s klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren.

1Kor 3,11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 3,12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 3,13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.

3,14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 3,15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 1Kor 3,11-15;


Die Werke werden sozusagen „wie durchs Feuer” geprüft. Alles was dieser Prüfung nicht standhält, wird verbrennen. Es ist hier zu beachten, dass zu diesem Zeitpunkt, nämlich Off 20,12-14, sichtlich noch keine Trennung der Ungerechten von den Gerechten erfolgt ist. Die Werke aller Auferstandenen - unabhängig davon ob sie gläubig waren oder nicht - werden zuerst einer Prüfung unterzogen und ihnen zugeordnet. Wie wir oben, aus 1Kor 3,14 erfahren, kann es dabei zu eigenartigen Situationen kommen.

Paulus schreibt ja hier an die Gemeinde in Korinth, also an Gläubige. Und er weist auch 3 Verse zuvor darauf hin, dass er zu jenen spricht, welche den „Grund” haben, der gelegt ist - nämlich „gelegt” durch ihn, Paulus. Und dieser Grund ist Jesus Christus. Er meint also die Gläubigen oder, um mit Off 20,12 zu sprechen, jene, die im Buch des Lebens eingetragen sind. Es sind also Menschen, die auf jeden Fall gerettet sind und in das ewige Leben eingehen werden. Und nun schreibt Paulus, dass unter diesen Gläubigen solche sein können, deren Werke alle verbrennen. Sie haben also keine „feuerfesten” Werke. Sie stehen mit leeren Händen da.

Doch dann wird im Buch des Lebens nachgesehen. Und hier steht ihr Name darinnen. Und obwohl alle ihre Werke verbrannt sind, obwohl sie also in ihrem Leben kein einziges Werk vollbracht haben, welches seinen Ursprung in ihrem Glauben hatte, haben sie doch eines geschafft: sie haben an den Sohn Gottes, an Jesus Christus als ihren Retter und Heiland geglaubt. Sie werden also - wie Paulus sagt - „Schaden leiden”, aber dennoch „gerettet werden, so wie durchs Feuer hindurch”.

Und diese Situation hat natürlich auch ihr Gegenstück bei den Ungläubigen. Auch ihre Werke werden ja zuerst geprüft. Und wenn man den Ansatz des Paulus weiterverfolgt, dann können umgekehrt auch hier Menschen sein, welche „goldene Berge” an Werken aufzuweisen haben. Sie waren zu Lebzeiten uneigennützig und haben mit ihrer ganzen Kraft anderen geholfen und ihnen gedient. Allerdings nicht um Jesu willen, sondern weil sie sozial eingestellt waren, weil ihnen diese Menschen wegen ihrer Armut und Hilflosigkeit leid taten. Ja sie haben möglicherweise ihr ganzes Vermögen geopfert und ihr ganzes Leben damit verbracht, Armen und Bedürftigen zu helfen. Aber an Jesus haben sie dabei nicht gedacht. Der Glaube an ihn hat ihnen gefehlt.

Wer Haus oder Familie um Jesu willen verlässt, hat in der zukünftigen Welt das ewige Leben.

Mk 10,29 Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um meinetwillen und um des Evangeliums willen, 10,30 der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen - und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Mk 10,29-30;

Wer Haus oder Familie um des Reiches Gottes willen verlässt, empfängt in der zukünftigen Welt das ewige Leben.

Lk 18,28 Da sprach Petrus: Siehe, wir haben, was wir hatten, verlassen und sind dir nachgefolgt. 18,29 Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen, 18,30 der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Lk 18,28-30;


Und nach der Feststellung und Beurteilung ihrer Werke, wird auch bei den Ungläubigen das Lebensbuch aufgeschlagen. Doch ihr Name wird darin vergeblich gesucht werden. Und sie werden in die ewige Verdammnis gehen, „da wird sein Heulen und Zähneknirschen”

Wer nicht im Buch des Lebens stand, wurde in den feurigen Pfuhl geworfen.

Off 20,13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 20,14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 20,15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. Off 20,13-15;

Wer an den Sohn nicht glaubt, über den bleibt der Zorn Gottes.

Jh 3,34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß. 3,35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. 3,36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Jh 3,34-36;


Alles Gericht ist dem Sohn übergeben.

Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis durch seinen Sohn richtet.

Apg 17,30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber, gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. 17,31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. Apg 17,30-31;

Der Vater richtet nicht, er hat alles Gericht dem Sohn übergeben.

Jh 5,19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

5,20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, so dass ihr euch verwundern werdet. 5,21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.

5,22 Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 5,23 damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Jh 5,19-23;

Christus ist der Richter.

Er sitzt auf dem Thron seiner Herrlichkeit und richtet die versammelten Völker.

Mt 25,31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, 25,32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 25,33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Mt 25,31-33;

(Siehe auch den Exkurs 04: „Gibt es ein Völkergericht?”.)


Auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch.

Hes 1,22 Aber über den Häuptern der Gestalten war es wie eine Himmelsfeste, wie ein Kristall, unheimlich anzusehen, oben über ihren Häuptern ausgebreitet, 1,23 dass unter der Feste ihre Flügel gerade ausgestreckt waren, einer an dem andern; und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib.

1,24 Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager. Wenn sie aber stillstanden, ließen sie die Flügel herabhängen, 1,25 und es donnerte im Himmel über ihnen. Wenn sie stillstanden, ließen sie die Flügel herabhängen. 1,26 Und über der Feste, die über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein Saphir, einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch.

1,27 Und ich sah, und es war wie blinkendes Kupfer aufwärts von dem, was aussah wie seine Hüften; und abwärts von dem, was wie seine Hüften aussah, erblickte ich etwas wie Feuer und Glanz ringsumher.

1,28 Wie der Regenbogen steht in den Wolken, wenn es geregnet hat, so glänzte es ringsumher. So war die Herrlichkeit des HERRN anzusehen. Und als ich sie gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hörte einen reden. Hes 1,22-28;


Die Heiligen werden mitrichten.

Die Heiligen werden die Welt richten.

1Kor 6,2 Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet werden soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? 6,3 Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden? Wie viel mehr über Dinge des täglichen Lebens. 1Kor 6, 2- 3;

Die Apostel sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Mt 19,28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. 19,29 Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird es hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. 19,30 Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein. Mt 19,28-30;

Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen.

Off 3,21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. Off 3,21;

Der Herr kommt mit seinen Heiligen, Gericht zu halten, und zu strafen alle Sünder.

Jud 1,14 Es hat aber auch von diesen geweissagt Henoch, der siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, 1,15 Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Menschen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind, und für all das Freche, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben. Jud 1,14-15;

Wer den Menschensohn bekennt, den wird auch er bekennen vor seinem Vater.

Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater

Mt 10,32 Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. 10,33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Mt 10,32-33;

Sie werden hingehen, diese zur ewigen Strafe, die Gerechten in das ewige Leben.

Mt 25,41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 25,42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 25,43 Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht.

25,44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 25,45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 25,46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben. Mt 25,41-46;


Wir befinden uns hier am „Tag der Ernte”. Während die Ernte des Weizens (der Gerechten) unten, in Off 14,14-16, vom Menschensohn selbst mit einer Sichel vorgenommen wird, ist es der Engel mit der Macht über das Feuer, welcher befiehlt die Trauben (die Gottlosen) mit einer scharfen Sichel vom Weinstock der Erde zu schneiden und in den Kelter des Zornes Gottes zu werfen. Und ebenso wie nach der Großen Trübsal vor dem Millennium zuerst die Auserwählten eingesammelt und die verbliebenen Gottlosen dann den Katastrophen am Tag des Herrn überlassen wurden, werden auch hier, nach der Ernte (der Auferstehung aller Menschen), die Engel zuerst das Unkraut (die Bösen) vom Weizen (von den Gerechten) scheiden und alle Ungerechten in den Feuerofen werfen. Die Gerechten werden dann eingehen in das ewige Reich des Vaters, ins himmlische Jerusalem.

Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.

Mt 13,36 Da ließ Jesus das Volk gehen und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. 13,37 Er antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist es, der den guten Samen sät.

13,38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. 13,39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. 13,40 Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird es auch am Ende der Welt gehen.

13,41 Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, 13,42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. 13,43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre! Mt 13,36-43;

Am Ende der Welt werden die Engel die Bösen von den Gerechten scheiden.

Mt 13,47 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt. 13,48 Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten werfen sie weg.

13,49 So wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden 13,50 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. 13,51 Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja. 13,52 Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt. Mt 13,47-52;

Die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden.

Off 14,14 Und ich sah: und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich einem Menschensohn, der auf seinem Haupt einen goldenen Siegeskranz und in seiner Hand eine scharfe Sichel hatte. 14,15 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel hervor und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: Schicke deine Sichel und ernte! Denn die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden. 14,16 Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.

14,17 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel hervor, und auch er hatte eine scharfe Sichel. 14,18 Und ein anderer Engel, der Macht über das Feuer hatte, kam aus dem Altar hervor, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit lauter Stimme zu und sprach: Schicke deine scharfe Sichel und lies die Trauben des Weinstocks der Erde! Denn seine Beeren sind reif geworden. 14,19 Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und las den Weinstock der Erde ab und warf die Trauben in die große Kelter des Grimmes Gottes. 14,20 Und die Kelter wurde außerhalb der Stadt getreten, und Blut ging aus der Kelter hervor bis an die Zügel der Pferde, 1600 Stadien weit. Off 14,14-20;

(Siehe auch die Tabelle 13: „Das Gericht über die auferstandenen Völker …”.)


Das Vergehen von Himmel und Erde.

Himmel und Erde fliehen vor dem Angesicht Gottes.

Wie wir aus Off 20,11-15 entnehmen können, erfolgt das Weltgericht nicht mehr auf dem Boden dieser jetzigen Erde, nicht mehr in dieser ersten Schöpfung. Die Toten werden auferstehen, wobei sowohl das Totenreich, als auch das Meer die Toten herausgeben, welche darinnen sind und dann werden Himmel und Erde vergehen. Die Auferstandenen stehen dann schon vor dem großen, weißen Thron Gottes und des Lammes, um gerichtet zu werden. Während die Ungerechten in den feurigen Pfuhl geworfen werden, gehen die Gerechten ein in die Neue Schöpfung Gottes in der Ewigkeit, mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde.

Auferstehung und Weltgericht vor dem großen, weißen Thron im Himmel.

Off 20,11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 20,12 Und ich sah die Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. 20,13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 20,14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 20,15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. Off 20,11-15;

Wenn der Sohn das Reich Gott, dem Vater übergeben wird, kommt das Ende.

1Kor 15,20 Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 15,21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 15,22 Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. 15,23 Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; 15,24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat.

15,25 Denn er muss herrschen, bis Gott ihm »alle Feinde unter seine Füße legt« (Psalm 110,1). 15,26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. 15,27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 15,28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem. 1Kor 15,20-28;

Der erste Himmel, die erste Erde sind vergangen.

Off 21,1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 21,2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

21,3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 21,4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Off 21, 1- 4;

(Siehe auch die Tabelle 09: „Der Heilsplan Gottes und seine Auswirkungen…”.)




Gesamtübersicht über Zeitperioden und Ereignisse der Endzeit.
Die große Trübsal
1. Siegel: der erste Antichrist (erste 3½ Jahre)
 
Der Anfang der Wehen:
 
2. Siegel: Nation gegen Nation, die Menschen schlachten einander ab
3. Siegel: Hungersnot und Erdbeben, Dürre und Lebensmittelknappheit
 
Der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte
 
Die Große Trübsal:
 
4. Siegel: Tod und Hades halten Ernte
 
5. Siegel: Die Märtyrer im Himmel
6. Siegel: Die große Finsternis
 
Die Wiederkunft des Menschensohns
Die Entrückung: Auferweckung der Toten in Christo und Entrückung mit den Lebenden
 
Die Versiegelung der 144.000
Die toten Gläubigen aus der Großen Trübsal im Himmel
7. Siegel: Stille im Himmel

 
Der Tag des Herrn
Die Posaunengerichte 1-6
Die zwei Zeugen Gottes
Die 7. Posaune
Tötung der zwei Zeugen Gottes durch den wiedererweckten Antichrist / Der Fall Jerusalems
Die Herrschaft des dämonischen Antichrists (zweite 3½ Jahre)
Der Tag des Zornes Gottes
 
Die Schalengerichte 1-6
Das Strafgericht über Himmel und Erde / Israel wohnt sicher zur Zeit des Strafgerichts
Die 7. Zornesschale: Die Umgestaltung von Himmel und Erde
Der Untergang Babylons
Die Schlacht von Harmagedon

 
Das Millennium
Das Lohngericht im Himmel / Die Erste Auferstehung
Die Heimkehr der Übriggebliebenen aus Israel und den Nationen
Dem Messias ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden
Gottes neuer, ewiger Bund mit Israel / Die Ausgießung des Geistes über Israel
Die Übriggebliebenen aus Jakob besiegen alle ihre Feinde
Der Wiederaufbau Israels / Der Einzug des Herrn in den Tempel

 
Das Ende der Welt
Satan sammelt die Völker / Der Letzte Kampf
Die Allgemeine Auferstehung / Das Weltgericht
Der Tod und sein Reich vernichtet
Das Vergehen von Himmel und Erde

 
Die Neue Schöpfung
Der neue Himmel und die neue Erde / Das Meer ist nicht mehr
Das himmlische Jerusalem / Die Hütte Gottes bei den Menschen
Die Stadt bedarf keiner Sonne oder des Mondes
Die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm / Es ist keine Nacht mehr
 

(Siehe auch Tabelle 14: „Die Offenbarung - nach Ereignissen gegliedert.)”




Die Weltgeschichte nach der Bibel: Eine Woche von tausendjährigen Tagen.

Mit der kurzen Darstellung der Wiederkunft des Herrn und der Entrückung in Diskurs 122 kennen wir zwar die Aufeinanderfolge dieser einzelnen Ereignisse, doch es fehlt – wie bisher immer bei solchen Interpretationen - die konkrete Zuordnung dieser Geschehnisse in unserer realen zeitlichen Dimension. Wir wissen, dass dies alles in der Zukunft geschehen wird, aber in welcher Zukunft? In tausend Jahren, in zehntausend Jahren oder gar in Hundert oder zehn Jahren?

Es war bisher in der biblischen Exegese nicht möglich, hier eine halbwegs konkrete – sprich realistische - Interpretation zu finden, welche auch und insbesondere anhand der Bibel zu überprüfen wäre. Das haben meist schon jene "Bibelforscher" zu verhindern gewusst, welche derartige Versuche mit dem Zitat aus Mt 24,36: "Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand" verteufeln.

Nunmehr ist es aber hier, bei Immanuel.at gelungen, einen derartigen Ansatz in der Schrift zu lokalisieren und in der Folge realitätsbezogen auszubauen. In der nachfolgenden Tabelle wird die Aussage des Petrus' in 2Ptr 3,8: "(…) dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag" als Basis genommen und mit der biblischen Jahreszählung - welche noch im jüdischen Kalender erhalten ist – verbunden. Dies wird dann mit der biblischen Tatsache ergänzt, dass das Millennium, das tausendjährige Friedensreich unseres Herrn Jesus Christus, die große "Ruhe" (Hbr 4,3-6), der Sabbat Gottes ist (Israel wohnt sicher Jer 23,6; 33,16; Hes 38,14; Micha 5,3; Sach 14,11, sie werden nicht mehr lernen Krieg zu führen Jes 2,4; Micha 4,3). Und schließlich fließt auch die Überlegung mit ein, dass auch die Siegel-, Posaunen- und Schalengerichte der Offenbarung nach diesem "Wochenschema" in jeweils 6+1 "Tage" unterteilt sind.

(Siehe auch Tabelle 14: „Die Offenbarung - nach Ereignissen gegliedert.”)

Wenn also die letzten tausend Jahre dieser Welt der "Sabbat Gottes" und tausend Jahre vor Gott wie ein Tag sind, dann entsprechen die sechstausend Jahre davor (nach biblisch-jüdischer Jahreszählung) den sechs Wochentagen. Und damit konnte nun die Zeit der Weltgeschichte aus biblischer Sicht in siebentausend Jahren dargestellt und relevante Ereignisse weltlicher und biblischer Natur in "Echtzeit" eingeordnet werden.


 
Wochentag
jüdisch
 
Jüd.
Zählung
Jahre
 lfd.
 
DIE JAHRTAUSENDWOCHE
Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.
2Ptr 3,8;
Christl.
Zählung
Jahre
v./ n. Chr.
 
Wochentag
christlich
 
 
 
 
Jom Rischon
 
 
0
200
400
600
930
1000
Erschaffung Adam und Eva
 
 
 
Tod Adam
 
-3760
-3560
-3360
-3160
-2830
-2760
 
 
 
Sonntag
 
 
 
 
 
Jom Scheni
 
 
1056
1200
1656
1755
1946
2000
Geburt Noah
 
Sintflut
Turmbau Babel, Sprachverwirrung
Geburt Abram
 
-2704
-2560
-2104
-2005
-1814
-1760
 
 
 
Montag
 
 
 
 
 
Jom Schlischi
 
 
2006
2121
2200
2400
2647
2767
Tod Noah
Tod Abraham
 
 
Geburt Mose
Tod Mose
-1754
-1639
-1560
-1360
-1113
-993
 
 
 
Dienstag
 
 
 
 
 
Jom Revi'i
 
 
3000
3174
3200
3400
3600
3760
 
Zerstörung des Salomonischen Tempels
 
 
 
Geburt Jesu Christi
-760
-586
-560
-360
-160
0
 
 
 
Mittwoch
 
 
 
 
 
Jom Chamischi
 
 
4000
4200
4236
4400
4600
4855
 
 
Ende des Weströmischen Reiches
 
 
Beginn der Kreuzzüge
240
440
476
640
840
1095
 
 
 
Donnerstag
 
 
 
 
 
Jom Schischi
 
 
5000
5252
5400
5600
5777
5800
 
Entdeckung Amerika
 
 
2016 n. Chr.
Die Große Trübsal
1240
1492
1640
1840
2016
2040
 
 
 
Freitag
 
 
 
 
 
Schabbat
 
 
6000
6200
6400
6600
6800
7000
Beginn Millennium
Friedensreich des Sohnes Gottes
(Hbr 4,9-10)
 
 
Ende der Welt / Auferstehung
2240
2440
2640
2840
3040
3240
 
 
 
Samstag
 
 

(Siehe auch Tabelle 20: „Die Weltgeschichte: Eine Woche von tausendjährigen Tagen.”)

(Siehe auch Tabelle 01: „Zeittabelle von Adam bis Jakob.”)