Kapitel 13 - Das Weltgericht.




Der Tag des Gerichts.

Das Gericht.

Die Auferstehung der Gläubigen am Jüngsten / Letzten Tag.

Die Urteilsfindung.

Himmel und Erde zergehen.

Klage über Zion

Die ewige Existenz jedes Menschen.

Tabelle: Abfolge und Dauer der Endzeitereignisse.

Das Weltgericht: Wer sind "die geringsten meiner Brüder" in Mt 25,40? / Diskurs 99


Die zeitliche Einordnung.

Das Weltgericht ist das letzte Ereignis in der Periode „Ende der Welt”. Vor dem Weltgericht ereignen sich die Allgemeine Auferstehung und das Vergehen von Himmel und Erde als letzte Ereignisse dieser ersten Schöpfung. Die Auferstandenen werden dann beim Weltgericht schon im Himmel, vor dem großen, weißen Thron gerichtet und in das ewige Leben oder die ewige Verdammnis eingehen. Nach dem Weltgericht gehen die Gerechten ein in die „Neue Schöpfung” Gottes in der Ewigkeit, mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde.

(Siehe auch Kapitel 11: „Das Ende der Welt”.)



Der Tag des Gerichts.

Der Tag des Gerichts, wie das Weltgericht in der Schrift auch genannt wird, ist sozusagen der „Schluss-Strich” unter der ersten Schöpfung. Für die Menschen ist es jener Moment, in dem sich entscheidet, ob sie durch die enge Pforte ins Leben oder durch den breiten Weg in die Verdammnis gehen.

Eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt; wenige finden ihn!

Mt 7,13 Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen. 7,14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden! Mt 7,13-14;



Die Entscheidung für den einen oder den anderen Weg hat jeder einzelne Mensch allerdings bereits zu Lebzeiten getroffen und sie kann nun nicht mehr verändert werden. Es ist nur mehr ein „klar machen” wie es Paulus unten, in 1Kor 3,13 auch nennt. Es ist das Feuer des Gerichts, welches alle Dinge prüfen wird. Und es ist natürlich das Verhalten der Menschen in ihrem Leben, welches hier auf dem Prüfstand steht.

Der Tag des Gerichts wird es klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren.

1Kor 3,11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 3,12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 3,13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 1Kor 3,11-13;


Wohlgemerkt: es geht hier nicht allein um Taten. Es geht tatsächlich um das lebenslange Verhalten des Einzelnen. Was er gedacht, was er geglaubt, was er gewünscht, was er verurteilt, was er gehofft, was er gewollt, was er geliebt und was er verdammt hat. Alle diese immateriellen Geisteshaltungen werden mit den „materialisierten” - also in Taten verwandelten - Anteilen, durch das Feuer geprüft. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.

Doch wie uns Paulus sagt, gibt es einen „Grund”, besser: ein Fundament, welches „feuerfest” ist. Es ist jenes Fundament, welches auch Paulus bei seinen Jüngern gelegt hat: Jesus Christus.

Was will das nun besagen? Es bedeutet, dass alles menschliche Denken und Handeln, welches seinen Ursprung im Glauben an Jesus Christus, in der Liebe zu unserem Herrn hat, vor diesem Gericht bestehen wird. Alles das, was wir in unserem Leben im Glauben an unseren Herrn und um seinetwillen gedacht und getan haben, hat dieses Fundament. Und das ist auch der Grund, warum dieses Gericht dem Sohn übergeben ist. Er war selbst Mensch, er kennt unsere Gedanken und kann daher auch gerecht urteilen.

Das Gericht ist dem Sohn übergeben.

Nun ist es allerdings nicht so, dass Gott, der Vater, nicht recht richten könnte. Doch er hat das Gericht dem Sohn übergeben. Der, der für alle Menschen am Kreuz gestorben ist, der den Menschen die Rettung gebracht hat, er soll nun auch diese Menschen danach richten, ob sie diese Rettung angenommen haben oder nicht.

Gott hat einen Tag festgelegt, an dem er den Erdkreis richten will durch seinen Sohn.

Apg 17,30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber, gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. 17,31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. Apg 17,30-31;

Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben.

Jh 5,19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

5,20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, so dass ihr euch verwundern werdet. 5,21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.

5,22 Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 5,23 damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

5,25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. 5,26 Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; 5,27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 5,28 Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, 5,29 und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. 5,30 Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Jh 5,19-30;


Wir haben im obigen Schrifttext, Jh 5,19-30, mehrere signifikante Aussagen.

1. Der Herr Jesus tut nichts von sich aus, sondern nur was ihm vom Vater gegeben ist zu tun, das tut er. Das heißt, wenn wir das anzweifeln, was der Herr Jesus tut, zweifeln wir am Tun Gottes und an Gott selbst.

2. Eines der Dinge, die der Vater dem Sohn gegeben hat zu tun, ist, jene lebendig zu machen, welche er will. Gleichwie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, macht auch der Sohn lebendig, welche er will.

3. Das Gericht ist vom Vater dem Sohn überantwortet worden. Der Vater richtet niemand. Alles Gericht wurde dem Sohn übergeben. Er hat durch sein Opfer am Kreuz den Freispruch für alle Menschen erkauft. Und er wird auch im Gericht feststellen, wer diesen Freispruch angenommen und damit das ewige Leben hat, und wer nicht.

4. Es kommt die Stunde, in welcher die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören werden, die werden leben. Diese „Stunde” in Jh 5,25 meint die Auferweckung und Entrückung vor dem Millennium. Es ist jene Stunde, in der die Stimme des Sohnes Gottes im Totenreich erschallen wird. Es ist der Ruf zur Auferweckung. Aber wie es heißt: nur „die sie hören werden, werden leben”. Es werden also zu dieser „Stunde” nicht alle Toten den Ruf des Herrn hören. Nur die „in Christo” (1The 4,16) wird er mit diesem Ruf erreichen und sie lebendig machen. Die anderen Toten – Gerechte und Ungerechte – werden weiter im Totenreich bleiben bis zur Allgemeinen Auferstehung. Es ist also dies hier oben, in Jh 5,25, die Stunde der Auferweckung und Entrückung bei der Wiederkunft des Herrn, zum Unterschied von Jh 5,28, wo eben diese Allgemeine Auferstehung am Ende der Welt gemeint ist.


Als Erstling Christus, danach die, die Christus angehören; danach das Ende.

1Kor 15,20 Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 15,21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 15,22 Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. 15,23 Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; 15,24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. 1Kor 15,20-24;

Zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.

1The 4,15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. 4,16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. 1The 4,15-16;

(Siehe auch Kapitel 06: „Die Wiederkunft des Herrn”.)


Die Spezifizierung „und ist schon jetzt” am Beginn der Aussage von Jh 5,25, mag auf den ersten Blick unverständlich erscheinen. Findet doch die Auferweckung und Entrückung erst in der Zukunft, vor dem tausendjährigen Reich statt. Mit „jetzt” müsste aber die Zeit dieser Aussage, die Zeit Jesu und auch eine Auferstehung in dieser Zeit gemeint sein. Wenn wir allerdings die Schrift genau prüfen, erkennen wir, dass dieser Zusatz „und ist schon jetzt”, eine weitere, dritte Auferstehung meint. Ein derartiges Ereignis finden wir auch in der Schrift. Es ist zwar allgemein wenig beachtet, unbeschadet dessen aber biblische Realität: Die Auferweckung vieler Heiliger nach der Auferweckung des Herrn.

Die Grüfte öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt.

Mt 27,50 Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. 27,51 Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, 27,52 und die Grüfte öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt; 27,53 und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. 27,54 Als aber der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und das, was geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn! Mt 27,50-54;


Ihre Fortsetzung findet diese erste „Stunde” - wie bereits oben dargelegt - in der Auferweckung und Entrückung bei der Wiederkunft des Herrn. Dann werden die Toten „in Christo” die Stimme ihres Herrn hören und auferstehen. Der Rest der Toten wird diese Stimme nicht hören und erst in der zweiten „Stunde”, bei der Allgemeinen Auferstehung nach den tausend Jahren, lebendig werden.

5. Die zweite „Stunde”, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden. Also nicht wie bei der ersten „Stunde”, wo nur einige, nämlich das Eigentumsvolk, die Stimme ihres Herrn hören konnten, sondern wirklich   a l l e,   die in den Gräbern sind, werden diesmal seine Stimme hören und auferstehen. Das Totenreich wird keine einzige Seele mehr zurückhalten können. Diese zweite „Stunde” ist also die Allgemeine Auferstehung am Ende der Welt. Und hier werden sowohl Gute als auch Böse auferstehen. Die Gutes getan haben werden das ewige Leben ererben, die aber Böses getan haben, werden vor das Strafgericht kommen.

6. Dieses Gericht am Ende der Welt wird absolut gerecht sein. Der Richter selbst verbürgt sich dafür. Der Herr sagt selbst: „Ich kann nichts von mir aus tun”. Also auch wenn er wollte - obschon wir wissen, dass der, der für uns Menschen gestorben ist, dies ganz einfach nicht wollen kann - aber auch wenn er es wollte, er kann nichts von sich aus tun. Er sagt: „wie ich höre, so richte ich”. Was hört der Herr Jesus da? Er „hört” unser Leben. Unsere Taten. Aber auch unsere Gedanken. Die guten und die bösen. Er hört, dass wir oberflächlich und leichtfertig mit seiner Gnade umgegangen sind. Er hört aber auch unser Weinen und unser Flehen, als wir unsere Unfähigkeit und Lieblosigkeit ihm gegenüber erkannt haben. Und danach wird er uns richten. Doch auch dies nicht nach seinem Willen, sondern nach dem Willen des Vaters.


Der Text aus Jh 5,29 sagt uns also, dass bei der Allgemeinen Auferstehung „hervorgehen werden, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts”

Die Auferstehung der Gläubigen am Jüngsten / Letzten Tag.

Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben und wird auferweckt am Letzten Tage.

Jh 6,39 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am Jüngsten (Letzten /Anm.) Tage. 6,40 Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. Jh 6,39-40;


Es gibt in der Schrift ein große Anzahl von Aussagen darüber, was der Mensch tun muss, um gerettet zu werden. Manche sind vom Inhalt her komplizierter, manche einfacher. Manche dieser Texte erstrecken sich über mehrere Verse, andere sind kürzer.

Hier, in Jh 6,40, haben wir einen der einfachsten und der kürzesten Texte über die Rettung des Menschen. Nach diesem Text hat das ewige Leben

wer den Sohn sieht und glaubt an ihn”.

Und es wird uns bestätigt: „das ist der Wille des Vaters”.

Wer zu mir kommt, den werde ich auferwecken am Letzten Tag.

Jh 6,44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. Jh 6,44;


Auch diese Schriftstelle, Jh 6,44, verrät uns ein Geheimnis. Neben der obigen Aussage, dass der Herr Jesus den, der an ihn glaubt, am jüngsten Tag zum ewigen Leben auferwecken wird, erfahren wir, dass wir uns dieses, unseres Glaubens nicht zu rühmen brauchen. Es sind nicht wir, die zum Glauben „gekommen” sind. Es ist der Vater, der uns zum Sohn „gezogen” hat.

Die Tatsache, dass wir gläubig wurden, verdanken wir ganz alleine unserem himmlischen Vater. Und wenn schon gerühmt werden soll, dann sollten wir uns der Liebe rühmen, die der Vater uns gezeigt hat, indem er uns aus unserer Verlorenheit herausgezogen und zu seinem Sohn hingeführt hat.

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, den werde ich auferwecken am Letzten Tag.

Jh 6,54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Jh 6,54;

Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.

Jh 11,23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. 11,24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird - bei der Auferstehung am Jüngsten Tage. 11,25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; 11,26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? Jh 11,23-26;


Wenn in den obigen Schriftstellen immer vom „Jüngsten Tag” gesprochen wird, ist damit die Allgemeine Auferstehung am Ende der Welt gemeint. Luther hat das griechische „letzter Tag” missverständlich mit „jüngster Tag” übersetzt.

(Siehe auch Diskurs 95: „Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben!”.)


Die Auferstehung der Ungläubigen.

Wie bereits an anderen Orten erwähnt, werden in dieser Allgemeine Auferstehung tatsächlich alle bis dahin verstorbenen Menschen - also auch die Gottlosen und Unbußfertigen - lebendig und stehen vor dem Gericht.

Und werden hervorgehen, die Böses getan haben zur Auferstehung des Gerichts.

Jh 5,28 Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, 5,29 und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Jh 5,28-29;

Wer mich verachtet, den wird das Wort, das ich geredet habe richten am Letzten Tag.

Jh 12,44 Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. 12,45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. 12,46 Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. 12,47 Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette.

12,48 Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Letzten Tage. 12,49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. 12,50 Und ich weiß: sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat. Jh 12,44-50;

Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe.

Mt 25,45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. 25,46 Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben. Mt 25,45-46;

Alle die da Unrecht tun werden sie in den Feuerofen werfen.

Mt 13,41 Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, 13,42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. 13,43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre! Mt 13,41-43;


Wir haben eingangs festgestellt, dass der Herr nicht von sich aus richtet. Obwohl das Gericht dem Sohn übergeben ist, richtet er „wie er hört”, und sein Gericht ist gerecht.

Die Grundlage für dieses Urteil hat er selbst gelegt, als er auf Erden war. Damals ist er nicht als Richter gekommen, sondern als Retter. Er hat uns den Weg unserer Rettung gezeigt. Es kann keiner mehr sagen, er hätte nichts gewusst. Das Angebot der Rettung ist in die ganze Welt hinausgegangen. Unsere Antwort auf dieses Angebot wird am letzten Tag entscheiden. Haben wir angenommen, sind wir gerettet. Haben wir abgelehnt, wird uns diese Ablehnung zur Verurteilung. Daher ist bei diesem letzten Gericht das Urteil eigentlich auch schon lange gefällt. Es werden nur mehr die Fakten noch einmal rekapituliert und aufgeführt. Darum sagt der Herr auch: „wie ich höre so richte ich”.

Dazu werden die Bücher aufgetan. Es sind, wie wir weiter unten, in Off 20,11-15 sehen werden, zweierlei Bücher. Zum einen die „Werksbücher”, in welchen die Werke der Menschen verzeichnet sind. Zum andern das „Buch des Lebens”. In diesem „Buch des Lammes” wie es auch genannt wird, sind alle jene eingetragen, die in ihrem Leben das Angebot Gottes, den Glauben an seinen Sohn Jesus Christus angenommen haben. Und wer nicht in jenem Buch des Lebens eingetragen ist, ist verurteilt, auch wenn er riesige Berge von Werken aufzuweisen hätte.

(Siehe auch Kapitel 12: „Die Auferstehung”.)


Das Gericht.

Christus ist der Richter.

Ebenso wie oben, in Mt 13,41, wo der Herr von „seinem Reich”, dem Tausendjährigen Reich spricht und somit bestätigt, dass er König und Herrscher in diesem Reich sein wird, spricht er auch hier unten, in Mt 25,34.40, von sich als vom „König” der den Gerechten antwortet. Und nachdem es im Millennium nur ein Gericht gibt, nämlich am Ende dieser Zeitperiode, muss es sich hier um das Weltgericht handeln.

Diese Feststellungen sind deshalb nicht ganz unwichtig, weil diese Schriftstellen (Mt 25,32 u.a.) immer wieder fälschlich als „Völkergericht” unter den lebenden Menschen vor dem Tausendjährigen Reich ausgelegt werden. Dagegen sprechen aber auch noch weitere triftige Gründe. So können wir anhand des Textes von Mt 25,32, wo vom „Scheiden” der Bösen von den Guten gesprochen wird, eine eindeutige Parallele zu Mt 13,49 ziehen, wo ebenfalls die Bösen von den Gerechten geschieden werden. Und hier, in Mt 13,49, weist der Herr ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei um „das Ende der Welt” handelt. Der gleiche Zusammenhang lässt sich in Mt 25,41 und Mt 13,40 erkennen.

(Siehe auch die Tabelle 13: „Das Gericht über die auferstandenen Völker ”.)


Es wird also vor dem Millennium – außer den, vor der Entrückung auferweckten Gläubigen - kein Mensch, weder in das ewige Leben, noch in die ewige Strafe gehen. Dies geschieht erst nach der Allgemeinen Auferstehung und dem Weltgericht, hier am Ende der Welt.

Im Übrigen kann man davon ausgehen, dass überall dort wo von „ewigem Feuer”, „Feuersee” etc. gesprochen wird, das große Gericht über alle Menschen am Ende des Tausendjährigen Reiches und der Welt gemeint ist.

(Siehe auch den Exkurs 04: „Gibt es ein Völkergericht?”.)


Der große weiße Thron der Herrlichkeit des Menschensohns.

Er sitzt auf dem Thron seiner Herrlichkeit und richtet die versammelten Völker.

Mt 25,31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, 25,32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 25,33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.

25,34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 25,35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. 25,36 Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.

25,37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 25,38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? oder nackt und haben dich gekleidet? 25,39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 25,40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Mt 25,31-40;

Bei der Wiedergeburt wird der Menschensohn sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit.

Mt 19,28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. Mt 19,28;

Der Menschensohn kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln.

Mt 16,27 Denn es wird geschehen, dass der Menschensohn kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. Mt 16,27;

Vor dem großen weißen Thron werden die Toten gerichtet.

Off 20,11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 20,12 Und ich sah die Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. Off 20,11-12;


Wie wir den obigen Schriftstellen entnehmen können, ist der „Thron der Herrlichkeit” des Menschensohns und der „Große weiße Thron” aus Off 20,11 ident. Es ist der Thron des Weltgerichts und der Herr Jesus wird darauf sitzen, die auferstandenen Toten richten und jedem vergelten nach seinem Tun.

Gott, der Vater, hat dieses Gericht dem Sohn übergeben, weil er der „Menschensohn” ist. Das heißt, weil er selbst Mensch geworden ist und Mensch war und als Mensch auch gestorben ist. Er hat alle Leiden erlitten, welche auch ein Mensch erleiden könnte. Kein Mensch könnte ihm sagen: „Du weißt nicht was ich durchgemacht habe”. Er ist der rechte Richter und er wird gerecht richten.

(Siehe auch die Tabelle 07: „Die beiden Kommen des Herrn”.)


Wir werden alle vor dem Richtstuhl Christi gestellt werden.

Röm 14,8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. 14,9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. 14,10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Christi gestellt werden.

14,11 Denn es steht geschrieben (Jesaja 45,23):»So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.« 14,12 So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Röm 14, 8-12;

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richtstuhl Christi.

2Kor 5,8 Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn. 5,9 Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, dass wir ihm wohlgefallen.

5,10 Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse. 2Kor 5, 8-10;

Der Herr kommt, Vergeltung zu üben, dass er verherrlicht werde bei seinen Heiligen.

2The 1,6 Denn es ist gerecht bei Gott, mit Bedrängnis zu vergelten denen, die euch bedrängen, 1,7 euch aber, die ihr Bedrängnis leidet, Ruhe zu geben mit uns, wenn der Herr Jesus sich offenbaren wird vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht 1,8 in Feuerflammen, Vergeltung zu üben an denen, die Gott nicht kennen und die nicht gehorsam sind dem Evangelium unseres Herrn Jesus. 1,9 Die werden Strafe erleiden, das ewige Verderben, vom Angesicht des Herrn her und von seiner herrlichen Macht, 1,10 wenn er kommen wird, dass er verherrlicht werde bei seinen Heiligen und wunderbar erscheine bei allen Gläubigen, an jenem Tage; denn was wir euch bezeugt haben, das habt ihr geglaubt. 2The 1, 6-10;

Sie werden Rechenschaft geben müssen dem, der richtet die Lebenden und die Toten.

1Ptr 4,4 Das befremdet sie, dass ihr euch nicht mehr mit ihnen stürzt in dasselbe wüste, unordentliche Treiben, und sie lästern; 4,5 aber sie werden Rechenschaft geben müssen dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten.

4,6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist. 1Ptr 4, 4- 6;

Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten.

2Tim 4,1 So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich:

4,2 Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. 2Tim 4, 1- 2;


Die biblische Dreieinigkeit.

Es gibt nur den einen und einzigen Gott in seinen drei Instanzen: Gott Vater als gesetzgebende Instanz, vergleichbar mit der Legislative in der menschlichen Gesellschaft, der Geist Gottes als Vollzugsinstanz, ähnlich der Exekutive und der Sohn Gottes als richterliche Instanz, ähnlich der Justiz. Gott hat den Menschen das Gesetz (die Gebote) gegeben (2Mo 24,12), der Heilige Geist registriert deren Einhaltung durch die Menschen, schreitet aber nur ein, wenn menschliche Aktionen den Plan Gottes beeinträchtigen könnten (2The 2,7) und der Sohn Gottes wird im Letzten Gericht/Weltgericht jeden einzelnen Menschen richten (Jh 5,22).

Die eigenständige geistliche Persönlichkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist und deren gleichzeitige Präsenz (Jh 14,10-11) im Geist des einen Gottes (Jh 4,24), kann im Zeitalter der Quantenverschränkung - der "spukhaften Fernwirkung" wie das Einstein nannte - und der vielen Beispiele in der Bibel von Manifestationen im Geist von Menschen (Mk 1,23-25; 5,6-8; Lk 11,24; aber auch Jh 14,23; 17,26!), nur für völlig uninformierte Zeitgenossen eine Frage sein.

Die Methode, derartige Zusammenhänge mit den alten Weisheiten der Kirchenväter erklären zu wollen (Konzil von Nicäa etc.), war schon bei deren Behauptung, die Erde wäre der Mittelpunkt des Universums ein Fehler (Die Schöpfung) und käme heute dem Versuch gleich, die Quantenmechanik mit den Gesetzen der klassischen Physik zu erklären.

Der eigentliche Grund, warum die Unitarier die Dreieinigkeit ablehnen (Es gibt keine Errettung außerhalb der Dreieinigkeit / CH. Spurgeon), ist einerseits der Umstand, dass man sich weigert, die Göttlichkeit des Sohnes Gottes, unseres Herrn Jesus Christus zu akzeptieren. Jesus Christus als Gott (Ps 45,7-8; Jh 20,28; Phil 2,5-8; 2Ptr 1,1; 1Jh 5,20) und sowohl seine Präexistenz (1Mo 1,26; 11,7) als auch seine Postexistenz bei Gott (Jh 14,23; 17,26!), würde ihr ganzes falsches Glaubensgebäude vom "Menschen Jesus" als "Glaubenskämpfer", "Kumpel" oder "Leidensvorbild" in Frage stellen und ad absurdum führen.

Andererseits aber, wurde die Dreieinigkeit - die "Trinität" - von der katholischen Kirche seit Jahrhunderten nach dem Gutdünken und dem "Gefühl" der alten Kirchenväter (Konzil von Nicäa etc.) und nicht nach den Aussagen der Bibel interpretiert. Dadurch war es den Vertretern des "Eingottglaubens" - den Unitariern - leicht möglich, diese Interpretation anhand der Bibel in Frage zu stellen.

Leider hat man aber dabei nicht die Gelegenheit genutzt, um die Bibel eingehend zu studieren und die tatsächlichen Aussagen über die Wesenheit Gottes, seines Sohnes und des Heiligen Geistes festzustellen, sondern hat die oberflächlichen Argumente nur benutzt, um dieses - ebenfalls falsche - Trinitätsdogma der katholischen Kirche anzugreifen.



Die Heiligen werden mitrichten.

Wie wir hier unten, in 1Kor 6,2-3 sehen, richtet der Herr nicht alleine. So wie der Vater ihm das Gericht übergeben hat, gibt auch er einen Teil des Gerichts weiter. Es sind die Heiligen, die mit ihm richten werden. Jene Menschen, welche zu ihren Lebzeiten von ihren Mitmenschen wegen ihres Glaubens belächelt, verspottet, gepeinigt und getötet wurden. Diese Heiligen werden nun die Auferstandenen beurteilen und über sie Recht sprechen.

Es scheint, dass jeder der Heiligen sein eigenes Volk richten wird. Das erkennen wir auch daran, dass der Herr den Aposteln - die ja Juden waren - sagt, dass sie ihr Volk, die Israeliten, beurteilen werden. Sie werden, ebenso wie der Herr auf seinem Thron sitzt, auch auf Thronen sitzen. Sie werden auf zwölf Thronen sitzen und werden die Auferstandenen der zwölf Stämme Israels richten.

Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden?

1Kor 6,2 Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet werden soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? 6,3 Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden? Wie viel mehr über Dinge des täglichen Lebens. 1Kor 6, 2- 3;

Die Apostel sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Mt 19,28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. 19,29 Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird es hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. 19,30 Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein. Mt 19,28-30;

In meinem Reich sollt ihr sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Lk 22,28 Ihr aber seid es, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. 22,29 Und ich will euch das Reich zueignen, wie mir es mein Vater zugeeignet hat, 22,30 dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. Lk 22,28-30;

Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen.

Off 3,21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. Off 3,21;

Der Herr kommt mit seinen Heiligen, Gericht zu halten und zu strafen alle Sünder.

Jud 1,14 Es hat aber auch von diesen geweissagt Henoch, der siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, 1,15 Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Menschen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind, und für all das Freche, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben. Jud 1,14-15;


1The 3,12 Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander und zu jedermann, wie auch wir sie zu euch haben, 3,13 damit eure Herzen gestärkt werden und untadelig seien in Heiligkeit vor Gott, unserm Vater, wenn unser Herr Jesus kommt mit allen seinen Heiligen. Amen. 1The 3,12-13;

Die Leute von Ninive werden dieses Geschlecht beim Jüngsten Gericht verdammen.

Mt 12,41 Die Leute von Ninive werden auftreten beim Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona.

12,42 Die Königin vom Süden wird auftreten beim Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, um Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo. Mt 12,41-42;


(Siehe auch den Diskurs 72: „Wer sind die 24 Ältesten in der Offenbarung des Johannes?”.)


Die Urteilsfindung.

Die Werksbücher.

Es ist also nach Off 20,11 der „Große weiße Thron”, der „Thron der Herrlichkeit” des Menschensohns, vor dem die Toten gerichtet werden. Der, welcher auf diesem Thron sitzt, ist der Herr Jesus, wie wir in den obigen Schriftstellen unzweifelhaft feststellen konnten.

Und es heißt hier weiter, in Off 20,12, dass „Bücher” aufgetan wurden. Diese Bücher werden auch von manchen (z. B. Zeugen Jehovas) als „neue Gebote Gottes” interpretiert. Man meint, dass die Menschen darin neue „Weisungen” empfangen werden. Diese Auslegung ist deshalb verwunderlich, weil unmittelbar anschließend, im Vers Off 20,13, sofort eine Erklärung kommt, was in diesen „Büchern” steht. Es sind die „Werksbücher”.

Sie wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern stand, nach ihren Werken.

Off 20,11 Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. 20,12 Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. 20,13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Off 20,11-13;


Und nun werden die Toten vorerst einmal nach dem gerichtet, was in diesen Werksbüchern steht. Aber das ist - wie wir mittlerweile wissen - noch nicht das abschließende Urteil. Es ist hier noch keine Rede vom Feuersee oder vom zweiten Tod. Hier mögen vielleicht viele der Auferstandenen auf ihre „Werksberge” stolz sein.

Auch wenn dazwischen der Hinweis kommt, dass das Buch des Lebens ebenfalls aufgetan wurde, wissen wir doch aus anderen Schriftstellen, dass das Buch des Lebens oder Buch des Lammes, wie es auch heißt, nur Namen enthält. Es sind darin alle jene „eingeschrieben”, welche das „Fundament” haben, welches Jesus Christus ist. Es sind also die Namen aller jener darin aufgezeichnet, welche zu Lebzeiten den Glauben an Jesus als den Sohn Gottes und den Erlöser der Menschen angenommen haben.

Diese Schriftstelle ist auch deshalb besonders interessant, weil sie die Systematik dieses Gerichts ein wenig erkennen lässt. Obwohl es scheinbar einfacher wäre, sofort aus dem Buch des Lebens die Namen aufzurufen und damit die Geretteten zu nennen und die anderen in das ewige Feuer zu schicken, werden, um der Gerechtigkeit willen, zuerst die Werksbücher aufgetan und aufgrund der dortigen Einträge einmal eine Bewertung der Auferstandenen vorgenommen.

Der Herr kommt mit seinem Lohn, einem jeden zu geben nach seinen Werken.

Off 22,12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind. Off 22,12;

Dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun.

Mt 16,27 Denn es wird geschehen, dass der Menschensohn kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. Mt 16,27;

Am Tag des gerechten Gerichtes Gottes, wird er jedem geben nach seinen Werken.

Röm 2,5 Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, 2,6 der einem jeden geben wird nach seinen Werken: 2,7 ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; 2,8 Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit; 2,9 Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun, zuerst der Juden und ebenso der Griechen; 2,10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die Gutes tun, zuerst den Juden und ebenso den Griechen. Röm 2, 5-10;

Dann wird einem jeden von Gott sein Lob zuteil werden.

1Kor 4,5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen. Dann wird einem jeden von Gott sein Lob zuteil werden. 1Kor 4, 5;

Gott bringt alle Werke vor Gericht, alles was verborgen ist, es sei gut oder böse.

Pred 12,13 Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen. 12,14 Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse. Pred 12,13-14;


Die Beurteilung dieser Werke unterliegt allerdings keinen quantitativen Kriterien. Ausschlaggebend ist nicht wie viel getan wurde, sondern aus welchen Beweggründen dieses Tun erfolgte. Doch wie sollte so etwas gemessen werden? Uns Menschen gelingt es ja oft nicht einmal die Beweggründe unserer eigenen Handlungen klar zu erkennen.

In der geistlichen Dimension Gottes ist dies jedoch kein Problem. Jede einzelne Handlung jedes einzelnen Menschen wird am Tag des Gerichts mit ihrem geistigen Inhalt – also dem ursächlichen Beweggrund für ihre Durchführung - vor ihm erscheinen. Dann wird ein geistiges Feuer über alle diese Taten hinwegfegen und wird Werke, welche nicht den Glauben an den Herrn Jesus zur Grundlage hatten, verbrennen.

Aber auch jene Werke, welche auf dem Fundament des Glaubens an den Herrn beruhen, werden nicht alle diesem Feuer standhalten können. Paulus erklärt uns dies in 1Kor 3,11-15:

Der Tag des Gerichts wird`s klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren.

1Kor 3,11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 3,12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 3,13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.

3,14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 3,15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 1Kor 3,11-15;


Wenn wir die Aussagen weiter oben, in Off 20,11-13 betrachten, so scheint es, dass zu diesem Zeitpunkt sichtlich noch keine Trennung der Ungerechten von den Gerechten erfolgt ist. Es werden also die Werke aller Auferstandenen - unabhängig davon ob sie gläubig waren oder nicht - zuerst einer Prüfung unterzogen und ihnen zugeordnet. Wie wir dann hier, in 1Kor 3,14 erfahren, kann es dabei zu eigenartigen Situationen kommen.

Paulus schreibt ja hier an die Gemeinde in Korinth, also an Gläubige. Und er weist auch 3 Verse zuvor darauf hin, dass er zu jenen spricht, welche den „Grund” haben, der gelegt ist - nämlich „gelegt” durch ihn, Paulus. Und dieser Grund ist Jesus Christus. Er meint also die Gläubigen oder, um mit Off 20,12 zu sprechen, jene, die im Buch des Lebens eingetragen sind. Es sind also Menschen, die auf jeden Fall gerettet sind und in das ewige Leben eingehen werden. Und nun schreibt Paulus, dass unter diesen Gläubigen solche sein werden, deren Werke alle verbrennen. Ihre Werke waren aus Holz, Heu oder Stroh und sind daher in Flammen aufgegangen. Sie stehen nun mit leeren Händen da.

Und es ist auch anzunehmen, dass diese Situation ihr Gegenstück bei den Ungläubigen hat. Auch ihre Werke werden ja zuerst geprüft. Und wenn man den Ansatz des Paulus weiterverfolgt, dann können umgekehrt auch hier Menschen sein, welche Berge an Werken aufzuweisen haben. Sie waren zu Lebzeiten uneigennützig und haben mit ihrer ganzen Kraft anderen geholfen und sie unterstützt. Allerdings nicht um Jesu willen, sondern weil sie sozial eingestellt waren oder weil sie sich als Wohltäter einen Namen machen wollten. Ja sie haben möglicherweise ihr ganzes Vermögen geopfert und ihr ganzes Leben damit verbracht, Armen und Bedürftigen zu helfen. Aber an Jesus haben sie dabei nicht gedacht. Der Glaube an ihn hat ihnen gefehlt.

Wer vor den Menschen Almosen gibt, hat keinen Lohn beim Vater im Himmel.

Mt 6,1 Habt acht auf eure Gerechtigkeit, dass ihr sie nicht vor den Menschen übt, um von ihnen gesehen zu werden! Sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist. 6,2 Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Menschen geehrt werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. 6,3 Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut; 6,4 damit dein Almosen im Verborgenen sei, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. Mt 6, 1- 4;

Das Buch des Lebens.

Dann heißt es jedoch: „und ein anderes Buch wurde aufgetan”. Es ist dies das Buch des Lebens, auch das Buch des Lammes genannt. Und jetzt wird geprüft, wer in diesem Buch des Lebens eingetragen ist. Wessen Name gefunden wird, der darf in das ewige Leben, zum Vater und zum Sohn eingehen. Und obwohl es kaum Gläubige geben wird, welche nicht bereits in den Werksbüchern mit ihren Taten gestanden haben, wird es – wie wir oben gesehen haben – doch einzelne geben, welche außer ihrem Glauben nichts vorzuweisen haben werden.

Doch bei der Prüfung im Buch des Lebens zeigt sich, dass die Namen dieser Menschen im Buch eingeschrieben sind. Und obwohl alle ihre Werke verbrannt sind, obwohl sie also in ihrem Leben kein einziges Werk vollbracht haben, welches seinen Ursprung in ihrem Glauben hatte, haben sie doch eines geschafft: sie haben an den Sohn Gottes, an Jesus Christus als ihren Retter und Heiland geglaubt. Sie werden also - wie Paulus sagt - „Schaden leiden”, aber dennoch „gerettet werden, so wie durchs Feuer hindurch”.
Hier erkennen wir deutlich die zwei Kriterien, nach welchen wir beim Gericht beurteilt werden:

1. Ob wir zu Lebzeiten den Glauben an Jesus Christus als unserer Erlöser angenommen haben und

2. ob unsere Handlungen – unsere Werke – auf diesem, unserem Glauben basieren.


Und wenn wir uns nun prüfen, wie viele und welche unserer täglichen Handlung im Gedenken an unseren Herrn geschehen, wird es wahrscheinlich nicht viele geben, welche mit dem Ergebnis zufrieden sein können.

Die anderen Auferstandenen jedoch, deren Namen nicht im Buche stehen, denen wird dann keine Gnade mehr zuteil. Die Gnadenzeit ist vorbei. Sie hatten zu ihren Lebzeiten ungezählte Möglichkeiten, diese Gnade anzunehmen. Sie hatten immer etwas „besseres” zu tun. Es war ihr freier Wille, auf dieses Gnadenangebot zu verzichten. Sie werden die ewige Verdammnis leiden, getrennt von Gott und seiner Liebe.

Wer nicht im Buch des Lebens stand, wurde in den feurigen Pfuhl geworfen.

Off 20,13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 20,14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 20,15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. Off 20,13-15;


Obwohl nun diese Konsequenz bei oberflächlicher Betrachtung sehr hart scheinen mag, erkennen wir sehr schnell die unverzeihliche Oberflächlichkeit, Dummheit oder auch Bosheit dieser Menschen, wenn wir vergleichen, welche Voraussetzung notwendig gewesen wäre, um die ewige Verdammnis zu vermeiden.

Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben.

Jh 3,34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß. 3,35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. 3,36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Jh 3,34-36;

Es ist also keine unverständliche Forderung, kein unvertretbarer Aufwand, kein unbilliges Verlangen, welches diesen Menschen hier zugemutet worden wäre. Es ist einzig und allein der „Glaube an den Sohn”, welcher als Voraussetzung für das ewige Leben genannt wird. Hierzu bedarf es nicht des Reichtums, der Intelligenz, keiner spezieller Gaben des Geistes oder der Fertigkeit. Es ist auch keine besondere Abstammung, Bildung oder Position erforderlich. Es bedarf nur der Herzenseinfalt, das zu glauben, was uns der Herr hinterlassen hat.

Wer den Menschensohn bekennt, den wird auch er bekennen vor seinem Vater.

Wer mich bekennt, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.

Mt 10,32 Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. 10,33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Mt 10,32-33;

Wer sich aber meiner schämt dessen wird sich auch der Menschensohn schämen.

Mk 8,38 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. Mk 8,38;

Der Tag der Ernte.

Wir befinden uns hier am „Tag der Ernte”. Während die Ernte des Weizens (der Gerechten) unten, in Off 14,14-16, vom Menschensohn selbst mit einer Sichel vorgenommen wird, ist es der Engel mit der Macht über das Feuer, welcher befiehlt, die Trauben (die Gottlosen) mit einer scharfen Sichel vom Weinstock der Erde zu schneiden und in den Kelter des Zornes Gottes zu werfen. Und wenn vor dem Millennium zuerst die Auserwählten eingesammelt und die verbliebenen Gottlosen dann den Katastrophen am Tag des Herrn überlassen wurden, so werden hier, nach der Ernte (der Auferstehung aller Menschen). in umgekehrter Weise die Engel zuerst das Unkraut (die Bösen) vom Weizen (von den Gerechten) scheiden und in den Feuerofen werfen. Die Gerechten werden dann eingehen in das ewige Reich des Vaters, ins himmlische Jerusalem .

Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne.

Mt 13,24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 13,25 Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. 13,26 Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. 13,27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 13,28 Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, dass wir hingehen und es ausjäten?

13,29 Er sprach: Nein! damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet.

13,30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune. Mt 13,24-30;

Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.

Mt 13,36 Da ließ Jesus das Volk gehen und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. 13,37 Er antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist es, der den guten Samen sät.

13,38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. 13,39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. 13,40 Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird es auch am Ende der Welt gehen.

13,41 Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, 13,42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. 13,43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre! Mt 13,36-43;

Am Ende der Welt werden die Engel die Bösen von den Gerechten scheiden.

Mt 13,47 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt. 13,48 Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten werfen sie weg.

13,49 So wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden 13,50 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. 13,51 Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja. 13,52 Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt. Mt 13,47-52;

Die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden.

Off 14,14 Und ich sah: und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich einem Menschensohn, der auf seinem Haupt einen goldenen Siegeskranz und in seiner Hand eine scharfe Sichel hatte. 14,15 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel hervor und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: Schicke deine Sichel und ernte! Denn die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden. 14,16 Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.

14,17 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel hervor, und auch er hatte eine scharfe Sichel. 14,18 Und ein anderer Engel, der Macht über das Feuer hatte, kam aus dem Altar hervor, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit lauter Stimme zu und sprach: Schicke deine scharfe Sichel und lies die Trauben des Weinstocks der Erde! Denn seine Beeren sind reif geworden. 14,19 Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und las den Weinstock der Erde ab und warf die Trauben in die große Kelter des Grimmes Gottes. 14,20 Und die Kelter wurde außerhalb der Stadt getreten, und Blut ging aus der Kelter hervor bis an die Zügel der Pferde, 1600 Stadien weit. Off 14,14-20;


Die obigen Texte zeigen sehr deutlich was viele nicht sehen wollen, nämlich dass dieses Ereignis am Ende des Millenniums – also am Ende der Welt - stattfindet und nicht vor dem Tausendjährigen Reich. Oben, in Mt 13,39 heißt es ausdrücklich: „Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.”

(Siehe auch die Tabelle 12: „Das irdische und das himmlische Jerusalem.”)


Weiters heißt es in

Mt 13,41 Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich, alles was zum Abfall verführt. Mt 13,41;


Dieses Reich ist das Tausendjährige Reich und der Herrscher in diesem Reich wird der Herr Jesus sein. Darum sagt der Herr hier „aus seinem Reich”, während zwei Verse später, wenn er von den übriggebliebenen Gerechten spricht, welche dann in das ewige Reich in der Neuen Schöpfung, ins himmlische Jerusalem eingehen, von „ihres Vaters Reich” spricht:

Mt 13,43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre! Mt 13,43;


Und um nun auch jenes Argument zu entkräften, welches meint, bei der Erstauferstehung, am Beginn des Millenniums, würden nicht nur die Märtyrer, sondern alle Gerechten auferstehen, und am Ende der Welt, bei der Allgemeinen Auferstehung nur mehr die Ungerechten, haben wir in Mt 13,49 die eindeutige Aussage: „So wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden”. Wie der Text schon sagt, sind wir hier am Ende der Welt, beim Weltgericht. Und wenn es zu diesem Zeitpunkt keine Gerechten mehr geben würde, bräuchte auch keine „Scheidung” mehr vorgenommen zu werden.

(Siehe auch Diskurs 02:„Irdisches und himmlisches Jerusalem.”)


Die Ungerechten gehen hin zur ewigen Strafe.

Sie werden hingehen, diese zur ewigen Strafe, die Gerechten in das ewige Leben.

Mt 25,41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 25,42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 25,43 Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht.

25,44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 25,45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 25,46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben. Mt 25,41-46;

Die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht ererben.

1Kor 6,9 Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, 6,10 Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben. 1Kor 6, 9-10;

Die Gottlosen bestehen nicht im Gericht.

Ps 1,1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 1,2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! 1,3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.

1,4 Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut.

1,5 Darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. 1,6 Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergeht. Ps 1, 1- 6;

Wer den Sohn verachtet, dessen Wort wird ihn richten am Jüngsten Tag.

Jh 12,48 Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter : Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage. 12,49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. 12,50 Und ich weiß: sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat. Jh 12,48-50;

Wer dem Sohn nicht gehorsam ist, über dem wird der Zorn Gottes bleiben.

Jh 3,34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß. 3,35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. 3,36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Jh 3,34-36;

Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

1Jh 5,11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 5,12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. 1Jh 5,11-12;

Wer nicht im Buch des Lebens steht, wird in den feurigen Pfuhl geworfen.

Off 20,15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. Off 20,15;

Die Ungläubigen, Götzendiener und alle Lügner werden in den feurigen Pfuhl geworfen.

Off 21,7 Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. Off 21, 7- 8;

Die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis.

Auch die „Kinder des Reichs”, also die Israeliten, welchen ursprünglich das Reich verheißen war, die aber den Messias bei seinem Kommen in diese Welt abgelehnt haben und auch bis heute noch ablehnen, haben damit ihre Verheißung zunichte gemacht und werden nicht in das ewige Leben eingehen. Ausgenommen davon ist jener „Überrest”, welcher sich bei der Wiederkunft des Herrn bekehren und das neue Israel im Millennium bilden wird.

Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem andren Volk gegeben werden.

Mt 21,42 Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift (Psalm 118,22.23): »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen«?

21,43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt. 21,44 Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen aber er fällt, den wird er zermalmen. Mt 21,42-44;

Die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis.

Mt 8,11 Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; 8,12 aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern. Mt 8,11-12;

Es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und Erste, die werden die Letzten sein.

Lk 13,25 Wenn der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat, und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf!, dann wird er antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her? 13,26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unsern Straßen hast du gelehrt. 13,27 Und er wird zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her? Weicht alle von mir, ihr Übeltäter!

13,28 Da wird Heulen und Zähneklappern sein, wenn ihr sehen werdet Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoßen. 13,29 Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. 13,30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein. Lk 13,25-30;

Mt 19,29 Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird es hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. 19,30 Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein. Mt 19,29-30;




Klage über Zion


KLAGE ÜBER ZION.

Zion, du Freude und Braut Gottes (Jes 62,5), was hast du aus dir gemacht? Du hast deinen Mann (Hos 2,18-22) verraten, seinen Sohn, den er zu deiner Rettung gesandt hatte, töten lassen (Mt 26,63-68) und damit seinen Bund gebrochen (Jer 31,31-33). Nun hat Gott den Bund mit dir aufgelöst und dich dahingegeben in deinen Sünden. Der Tempel ist vernichtet, der Opferaltar zerstört. Dort wo du jeden Tag die Vergebung und die Gnade deines Gottes erwirkt hast (Ex 29,38-39), blieb kein Stein auf dem anderen (Mt 24,1-2). Seither sterben deine Söhne und Töchter alle in ihren Sünden (Jh 8,24) und gehen in die Verdammnis.
Was hast du aus dir gemacht Tochter Zion?

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Man hat deine Kinder gerufen, doch sie antworten nicht. Sie wollen nicht erkennen, dass sie verlassen (Mt 23,37) und Gott-los sind (1Jh 2,23; Jh 15,23). Sie wollen nicht umkehren (Hos 3,4-5; Mt 23,37-38) und Buße tun, damit ihr Gott sich ihrer erbarmt und ihnen in seiner Gnade vergibt (Gal 5,4), wenn sie dem Sohn zurufen: „Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn” (Mt 23,38-39). Anstatt dessen haben sie sich neue Gebote nach ihren eigenen Wünschen gemacht (Jer 8,7-8; 1Kö 9,6-8) und meinen damit Gott dienen zu können. Doch ihr Gott hört sie nicht mehr (Jes 1,15).
Was hast du aus dir gemacht Tochter Zion?

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Wer hat so etwas je gehört: Israel, das von Gott auserwählte Volk hat seinen Gott verworfen (Hes 5,5-8). Sie hören nicht mehr auf seine Worte, sondern setzen auf ihre eigene Kraft und Einsicht. Sie wollten nicht warten, bis ihr Gott sie wieder aus aller Welt in ihr Land bringt und haben sich selbst gesammelt. Sie haben das Land mit Krieg und Mord in Besitz genommen - jenes Land welches ihnen ihr Gott ohne Krieg, ohne Bogen und Schwert wieder anvertrauen wollte (Hos 1,7; Mi 2,12-13). Sie haben sich damit wieder ein goldenes Kalb gemacht und tanzen drum herum wie in alten Zeiten am Berg Horeb.
Was hast du aus dir gemacht Tochter Zion?

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Und es wird noch schlimmer kommen. Den Sohn, der im Namen ihres Gottes, seines Vaters gekommen ist, haben sie nicht aufgenommen. Einen Anderen, der in seinem eigenen Namen kommen wird, den werden sie dann aufnehmen (Jh 5,41-43). Der wird ihnen Macht und Einfluss bringen und sie vollends von ihrem Gott weg und in die Irre führen. Dieser Verführer wird den Tempel wieder aufbauen und sich hineinsetzen (2Thes 2,3-4). Er wird sich als Gott ausgeben und sie werden ihn als ihren Messias anbeten (Off 2,9; Mt 23,34; Christenverfolgung).
Das hat ihnen schon Mose prophezeit:
Deut 31,29 „Denn ich habe erkannt, dass ihr nach meinem Tod ganz und gar zu eurem Verderben handeln und von dem Weg abweichen werdet, den ich euch befohlen habe. Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände.” Deut 31,29.

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Und so musst du am Ende wieder zerstreut werden und es wird geschehen, wie geschrieben steht:

Deut 28,62 Als ein geringes Häuflein werdet ihr übrigbleiben, statt dass ihr wie die Sterne des Himmels an Menge geworden wärt, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast. - 28,63 Und es wird geschehen: wie der HERR sich über euch freute, euch Gutes zu tun und euch zahlreich werden zu lassen, so wird der HERR sich über euch freuen, euch zugrunde zu richten und euch zu vernichten. Und ihr werdet aus dem Land herausgerissen werden, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.

28,64 Und der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Und du wirst dort andern Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, weder du noch deine Väter - Göttern aus Holz und Stein. 28,65 Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen, und deine Fußsohle wird keinen Rastplatz finden. Und der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele. 28,66 Und dein Leben wird in Gefahr schweben, du wirst dich Nacht und Tag fürchten und deines Lebens nicht sicher sein. 28,67 am Morgen wirst du sagen: Wäre es doch Abend! und am Abend wirst du sagen: Wäre es doch Morgen! - wegen des Zitterns deines Herzens, mit dem du zitterst, und wegen des Anblicks dessen, was deine Augen erblicken müssen.

28,68 Und der HERR wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückkehren lassen, auf dem Weg, von dem ich dir gesagt habe: Du sollst ihn nie mehr wiedersehen! Und ihr werdet euch dort euren Feinden als Sklaven und als Sklavinnen zum Kauf anbieten, aber es wird kein Käufer da sein. Deut 28,62-68; *)

Was hast du nur aus dir gemacht Tochter Zion?


*) Unglaubwürdig?? Ebenso wie heute die Syrer aus ihrem zerstörten Land nach Deutschland fliehen, um dort Arbeit zu suchen, werden in der Endzeit die Israelis aus dem verwüsteten Israel (Jes 49,19) nach Ägypten flüchten, um sich dort zur Arbeit anzubieten.



 


Israel im Lichte der Bibel.


Nach dem Alten Testament

Gott hat sein Erbarmen vom Haus Israel völlig weggenommen (Hos 1,6). Sie sind nicht mehr sein Volk (Hos 1,9). Nur das Haus Juda wird der Herr retten. Doch nicht durch Krieg, sondern durch seinen Geist (Hos 1,7). Erst im Millennium, wenn der Sohn Gottes seine tausendjährige Herrschaft auf Erden angetreten hat, (Hos 2,1.20; Hes 34,25; Jes 2,4) wird sie der Herr wieder als sein Volk annehmen (Hos 2,25; Jer 31,27-28).

Nach dem Neuen Testament

Es ist Gottes Wille, dass wir auf seinen Sohn hören (Mt 17,5). Dieser Sohn Gottes hat uns gesagt, dass jeder, der ihn verwirft, auch Gott verwirft (1Jh 2,23; Lk 10,16; Jh 5,22-23.15,23). Das heutige Volk Israel leugnet den Sohn Gottes und beschimpft ihn als Betrüger und Gotteslästerer. Durch diese Leugnung des Sohnes hat Israel auch den Vater verworfen und ist somit ein Gott-loses Volk. (Jh 8,24)


Die "Israelfreunde" in den christlichen Gemeinden verkaufen daher ihr Erstgeburtsrecht als Jünger Christi gegen das Linsengericht eines Erfüllungsgehilfen von gottlosen Betrügern. - Es gibt für Israel keine geistliche Umkehr zu ihrem Gott und keine gottgewollte Rückkehr in ihr Land, es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus!! (Mt 23,38-39; Gal 5,4) - (Siehe auch Diskurs 111)


(Siehe auch Diskurs 96: „Warum glauben?”.)


Die Gerechten werden eingehen in das ewige Leben.

Wer den Vater und den Sohn erkennt, der hat das ewige Leben.

Jh 17,1 So redete Jesus, und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche; 17,2 denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. 17,3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Jh 17, 1- 3;

Wer um Jesu willen verzichtet, hat in der zukünftigen Welt das ewige Leben.

Mk 10,29 Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um meinetwillen und um des Evangeliums willen, 10,30 der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen - und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Mk 10,29-30;

Wer um des Reiches Gottes willen verzichtet, der hat das ewige Leben.

Lk 18,28 Da sprach Petrus: Siehe, wir haben, was wir hatten, verlassen und sind dir nachgefolgt. 18,29 Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen, 18,30 der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Lk 18,28-30;

Liebe Gott und deinen Nächsten, so gehst du ein in das ewige Leben.

Lk 10,25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 10,26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 10,27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18). 10,28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. Lk 10,25-28;

Besser verkrüppelt zum Leben eingehen, als heil ins ewige Feuer.

Mt 18,7 Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verführt!

18,8 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass du lahm oder verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das ewige Feuer geworfen.

18,9 Und wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, dass du einäugig zum Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in das höllische Feuer geworfen. Mt 18, 7- 9;

Die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

Röm 6,22 Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben. 6,23 Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn. Röm 6,22-23;

Wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.

Jud 1,20 Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben, und betet im heiligen Geist, 1,21 und erhaltet euch in der Liebe Gottes, und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. Jud 1,20-21;

Das Feuer des Gerichts.

Die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.

Mt 3,10 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 3,11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. 3,12 Er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. Mt 3,10-12;

Die Engel werden die Bösen von den Gerechten scheiden und ins Feuer werfen.

Mt 13,47 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt. 13,48 Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten werfen sie weg.

13,49 So wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden 13,50 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. Mt 13,47-50;

Ein Tag, der brennt, an dem alle Verächter und Gottlosen wie Stroh sein werden.

Mal 3,19 Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. Mal 3,19;

Der Herr kommt im Grimme seines Zorns und richtet durch Feuer die ganze Erde.

Jes 66,15 Denn siehe, der HERR wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, dass er vergelte im Grimm seines Zorns und mit Schelten in Feuerflammen. 66,16 Denn der HERR wird durch Feuer die ganze Erde richten und durch sein Schwert alles Fleisch, und der vom HERRN Getöteten werden viele sein. Jes 66,15-16;

Der Tag des Gerichts wird es klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren.

1Kor 3,11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 3,12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 3,13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.

3,14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 3,15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 1Kor 3,11-15;


Paulus spricht hier vom „Grund der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus”, d.h. er spricht hier jene an, welche diesen „Grund” haben, also alle gläubigen Christen.

Und hier kommt das Gerichtsprinzip sehr klar hervor: Zuerst muss der Grund vorhanden sein, die Basis - der Glaube an den Sohn Gottes als unseren persönlichen Retter. Wenn dieses Fundament nicht gelegt wurde, sind die größten und besten Werke völlig wertlos.

In diesem Zusammenhang fällt mir immer wieder der Theologe, Kulturphilosoph, und als „Urwalddoktor” bekannte Arzt Albert Schweitzer ein. Dieser Mann hat in Afrika schier Unglaubliches geleistet. Er hat Tausenden Menschen das Leben gerettet. Und um sein Krankenhaus zu finanzieren, kam er nach Europa und gab Orgelkonzerte. Das damit verdiente Geld ging bis zum letzten Groschen in seinem Lebenswerk auf. Dieser Mensch hat wahrlich einen riesigen Berg an guten Werken angehäuft. Umso trauriger stimmt es, dass er nach eigenen Aussagen an die Gottessohnschaft Jesu nicht glauben konnte. Und sollte er nicht doch noch zum Glauben gekommen sein, war all seine Mühe vergebens.


Der größte Irrtum aller Zeiten.

So wie das der bekannte US‒amerikanische Schauspieler und Filmproduzent John Malkovich unlängst in einem Interview formulierte, sehen das viele Menschen: "… das Leben geht zu Ende und dann ist es aus." – Doch diese Leute werden sich wundern, wenn sie nach diesem "Aus" plötzlich wieder lebendig dastehen.

Der Mensch ist für eine ewige Existenz geschaffen und nach dem Tod werden alle Menschen in der "Wiedergeburt", der Auferstehung, wieder lebendig werden. Doch ihre anfängliche Freude wird sich bald in Schrecken verwandeln, wenn viele erkennen werden, dass sie zu ihren Lebzeiten diese Situation überhaupt nicht bedacht haben.

Das ist der größte Irrtum aller Zeiten: dass viele Menschen in ihrem Dasein alles Mögliche zu erreichen versuchen, nur nicht die größte Erkenntnis ihres Lebens:

sie werden ewig leben und es gibt einen Gott.
(Off 21,1-3.5)

Unter diesem Aspekt hat schon der bekannte Evangelist und Prediger Wilhelm Busch seinen Zuhörern gesagt: "Sie brauchen die Botschaft, die ich Ihnen sage, nicht anzunehmen. Sie können’s lassen, sich zu Jesus zu bekehren. Aber machen Sie sich klar, dass Sie damit die Hölle wählen! Sie haben die völlige Freiheit!" (Diskurs 55




Himmel und Erde zergehen.

Auch Petrus spricht von diesem Feuer am Ende der Welt, am Tag des Gerichts, durch welches die Werke geprüft werden:

Die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden.

2Ptr 3,7 So werden auch der Himmel, der jetzt ist, und die Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen. 3,8 Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.

3,9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. 3,10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden. 2Ptr 3, 7-10;


Das Gericht über die gefallenen Engel.

Aber nicht nur Menschen erhalten hier ihr Urteil. Auch die Engel, die in den Zeiten vor der Sintflut ihren Stand nicht bewahrten und seither im Abgrund, im Gefängnis gebunden waren, kommen nun vor dieses Gericht.

Die Engel, die gesündigt haben, sind mit Ketten für das Gericht festgehalten.

2Ptr 2,4 Denn Gott hat selbst die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis in die Hölle gestoßen und übergeben, damit sie für das Gericht festgehalten werden; 2Ptr 2, 4;

Auch die Engel sind für das Gericht des großen Tages festgehalten in der Finsternis.

Jud 1,5 Ich will euch aber erinnern, obwohl ihr dies alles schon wisst, dass der Herr, nachdem er dem Volk das eine Mal aus Ägypten geholfen hatte, das andere Mal die umbrachte, die nicht glaubten. 1,6 Auch die Engel, die ihren himmlischen Rang nicht bewahrten, sondern ihre Behausung verließen, hat er für das Gericht des großen Tages festgehalten mit ewigen Banden in der Finsternis. 1,7 So sind auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem Fleisch nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und leiden die Pein des ewigen Feuers. Jud 1, 5- 7;


Im obigen Text aus Jud 1,7 erfahren wir auch warum diese Engel mit Ketten im Gefängnis liegen. Ebenso, wie die Leute von Sodom und Gomorra „anderem Fleisch nachgegangen sind”, also Sodomie (geschlechtlicher Verkehr mit Tieren) betrieben haben, sind auch diese Engel vor der Sintflut anderem Fleisch nachgegangen. Wie uns unten, 1Mo 6,4 sagt, sind sie zu den Töchtern der Menschen eingegangen und haben mit ihnen Kinder gezeugt, aus welchen dann das Geschlecht der Riesen – Enaks Söhne – herangewachsen ist (4Mo 13,33), aus dem dann später auch der Riese Goliath kam, der von David getötet wurde.

Die Gottessöhne sind einst zu den Töchtern der Menschen eingegangen.

1Mo 6,1 Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, 6,2 da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten.

6,3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn auch der Mensch ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertundzwanzig Jahre.

6,4 Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die hochberühmten. 1Mo 6, 1- 4;

Auch den Geistern im Gefängnis hat der Herr die Rettung angeboten.

1Ptr 3,18 Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. 3,19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, 3,20 die einst ungehorsam waren, als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute, in der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch. 1Ptr 3,18-20;


Aber auch diesen Engeln hat der Herr Jesus, als er nach seinem Tod das Evangelium den Toten im Totenreich verkündet hat, das Angebot der Gnade gemacht. Und jeder von ihnen, der den Glauben an Jesus Christus angenommen hat, wird dann hier, am Ende der Welt, beim Letzten Gericht „so wie durchs Feuer” gerettet sein.

So wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.

Mt 12,39 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona. 12,40 Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. 12,41 Die Leute von Ninive werden auftreten beim Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona. Mt 12,39-41;

Es ist auch den Toten das Evangelium verkündigt.

1Ptr 4,6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist. 1Ptr 4, 6;


Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.

Nachdem alle Geschöpfe – Menschen und Engeln – gerichtet sind, wird auch der letzte Feind, der Tod, vernichtet. Und dann übergibt der Sohn die Herrschaft dem Vater, damit in der zweiten, der Neuen Schöpfung „Gott sei alles in allem”.

(Siehe auch den Exkurs 08: „Der erste und der zweite Tod”.)

(Siehe auch Kapitel 14: „Die Neue Schöpfung”.)


Wenn alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn dem Vater untertan sein.

1Kor 15,25 Denn er (der Menschensohn /Anm.) muss herrschen, bis Gott ihm »alle Feinde unter seine Füße legt« (Ps 110,1). 15,26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.

15,27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Ps 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.

15,28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem. 1Kor 15,25-28;




Die ewige Existenz jedes Menschen


Die ewige Existenz jedes Menschen.

Jeder einzelne Mensch, der bei seiner körperlichen Geburt die Fruchtblase seiner Mutter lebend verlässt - der also "aus Wasser (Fruchtwasser, amniotische Flüssigkeit) geboren" ist (Jh 3,5) - erhält von Gott (Jh 4,24) einen menschlichen Geist (1Kor 2,11) mit ewiger Existenz (Mt 25,46). Im ersten, zeitlich-irdischen Teil seiner Existenz - in seinem Leben, hat der Mensch die Möglichkeit, sich völlig frei und ohne Zwang mit dem ihm von Gott gegebenen Geist zu entscheiden, ob er diesem Gott, dem Schöpfer allen Lebens, sein ganzes Vertrauen und seine ganze Liebe schenken will.

Nach dem Tod des Menschen wird sein Körper wieder zu Staub, aus dem er geschaffen wurde (1Mo 2,7), sein Geist jedoch fährt ins Totenreich (Dan 12,2; 1Ptr 3,18-19; 1Kor 15,23-24), wo er die Zeit bis zu seiner Auferstehung in einem schlafähnlichen Zustand verbringt (1The 4,15-16).

Bei der Auferstehung (Röm 6,4-5), der "Wiedergeburt aus dem Geist" (1Ptr 3,18; Mt 19,28; Jh 3,7), erhält der Mensch wieder einen Körper (1Kor 15,43-44; Mt 22,30; Jh 3,8; Röm 8,10-11), ähnlich wie jener des Sohnes Gottes nach dessen Auferstehung (Jh 20,26-27).

Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib.

1Kor 15,42 So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 15,43 Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. 15,44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. 15,45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele« (1. Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. 1Kor 15,42-45;

Mit diesem Körper steht der Mensch dann beim Weltgericht vor dem Sohn Gottes, der im Auftrag Gottes (Jh 5,22.26-27) jeden Menschen nach dessen irdischen Taten und nach seiner Entscheidung in seinem Leben für oder gegen Gott, richten wird (Röm 2,16).

Jeder, der sich in seinem Leben für Gott und zum Glauben an seinen Sohn Jesus Christus entschieden hat (Jh 17,3), hat die Möglichkeit, vor diesem Gericht den sühnenden Tod des Sohnes Gottes stellvertretend für die Sünden aller Menschen auch für die Tilgung seiner eigenen Sünden - die Vergehen gegen die Gebote Gottes - in Anspruch zu nehmen (Jh 3,16) und wird daher begnadigt (Jh 5,24). Jenen Menschen, die diesen Glauben nicht angenommen haben, können ihre Sünden nicht vergeben werden und werden daher verurteilt (Jh 3,36).

Nach dem Weltgericht werden diese verurteilten Menschen ihre ewige Existenz in der Finsternis (Mt 22,13) der Verdammnis des ewigen Feuers (Mt 18,8) verbringen, mit Heulen und Zähneknirschen (Mt 13,49-50) darüber, weil sie es zu Lebzeiten abgelehnt haben zum Glauben zu kommen und der nunmehrigen Erkenntnis, dass sie dies nun nie mehr nachholen können und ihr Zustand nie mehr geändert werden kann.

Die Begnadigten hingegen werden ihr ewiges Leben (Mt 25,46) in der Neuen Schöpfung, im Licht Gottes auf einer neue Erde (Off 20,11) und unter einem neuen Himmel, die Gott geschaffen hat (Off 21,1-3.5), verbringen.

Unter diesem Aspekt hat schon der bekannte Evangelist und Prediger Wilhelm Busch seinen Zuhörern gesagt: "Sie brauchen die Botschaft, die ich Ihnen sage, nicht anzunehmen. Sie können’s lassen, sich zu Jesus zu bekehren. Aber machen Sie sich klar, dass Sie damit die Hölle wählen! Sie haben die völlige Fiheit!" (Direskurs 55)

(Siehe auch Diskurs 22; „Gibt es die Unsterblichkeit der Seele?”)