Diskurs 136 – Die Botschaft Gottes.





Die Analyse.

Die Praxis.

Der Thron Gottes.

Die vier lebendigen Wesen.



Die Analyse

Die Bibel ist ein "Brief" Gottes an uns Menschen. Ja, es ist tatsächlich so, dass uns Gott in den meisten Büchern der Bibel eine Botschaft übermitteln will. Nachdem aber Gott seine Botschaften durch den Geist von gläubigen Bibelautoren weitergibt, werden diese Gedanken Gottes sehr oft mit den Gedanken dieser Menschen vermengt.

Dies hat zur Folge, dass hier allzu oft auch Missverständnisse – sei es jetzt bewusster oder unbewusster Natur – vorliegen. Auch der Umstand, dass die Bibel in alten Sprachen, wie Aramäisch, Hebräisch und Griechisch geschrieben ist und in unsere modernen Sprachen übersetzt werden muss, ist eine weitere – und zwar weitaus größere – Fehlerquelle.

Andererseits sind viele Exegeten, Bibellehrer, Prediger und Gemeindeleiter der heutigen Zeit bestrebt, ihren Zuhörern und Lesern die Bibel "bücherweise" zur Kenntnis zu bringen. Da heißt es etwa in einer solchen evangelikalen Gemeinde: "Wir werden jeden Monat ein Buch der Bibel lesen, sodass wir am Ende die ganze Bibel durch haben."

Was man dabei übersieht, ist die oben erwähnte Tatsache, dass in der Bibel die Gedanken Gottes mit den Gedanken der Propheten und Buchautoren verwoben sind. Die Bibel ist nämlich nicht in ihrer Gänze "das Wort Gottes", sondern sie enthält das Wort Gottes. Doch zum Teil eben auch das "Wort" der Propheten und Buchautoren.

Und so ist es nun zu erklären, dass diese Geschwister in den Gemeinden – in der besten Absicht – nach 3‒4 Jahren wohl die ganze Bibel gelesen haben, jedoch von dem, was sie gelesen haben, wenig verstanden und von dem, was sie verstanden haben, noch weniger in Erinnerung behalten haben.

Aber nachdem jede positive Kritik auch immer einen Lösungsansatz aufzeigen sollte, wollen wir hier der Sache auf den Grund gehen und das Problem analysieren. Dazu beginnen wir mit einem Beispiel, anhand dessen der Fehlschluss in dieser – in christlichen Kreisen weltweit gebräuchlichen Vorgangsweise – aufgezeigt werden kann.

Und zwar betrachten wir dazu einmal die so genannten "Zeugen Jehovas". Ihre Methode, um zu einer Art "Bibelkompetenz" zu gelangen, ist das Auswendiglernen von Bibelreferenzen. Sie glänzen in jeder Bibelrunde darin, auf ein Stichwort hin, Bibelstellen aufzusagen, welche sich mit diesem Thema befassen.

Und das täuscht oft darüber hinweg, dass sie dabei über den Kontext dieser Bibelstellen wenig Ahnung haben. Sie wissen zwar, wo viele Aussagen in der Bibel zu finden sind, über die Bedeutung dieser Aussagen – sowohl im Einzelnen als auch im größeren Zusammenhang – sind sie jedoch eher weniger informiert.

Das eigentliche Problem bei dieser Vorgangsweise ist aber gar nicht die fälschlicherweise behauptete Bibelkenntnis dieser Geschwister, sondern die, aus dieser angeblichen Fähigkeit resultierende, falsche Auslegung vieler biblischer Texte. Und damit im Zusammenhang stehen nun aber auch viele falsche Lehren in den christlichen Gemeinden.


Die Praxis.

Hier nun aber ein Beispiel aus der Praxis, das aufzeigt, welche tiefen Geheimnisse bibelübergreifende, sorgfältige Exegese ans Licht bringen kann und wie oberflächliche, an schnellen Ergebnissen orientierte und im Text verkürzte Auslegung dies verfälschen und dadurch das eigentliche Verständnis dieser Botschaft verunmöglichen können.

Es geht dabei um die Interpretation der vier "lebendigen Wesen", welche sowohl Johannes in seiner Offenbarung (Off 4,2-8), als auch Hesekiel in zwei verschiedenen Visionen (Hes 1,2-11 und Hes 10,14-15) gesehen hat und welche einerseits die Authentizität der Aussagen, andererseits aber auch die absolute Realität der Ereignisse belegen.

Zum besseren Verständnis hier einmal diese Bibelstellen:

Ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer.

Off 4,2 Sogleich war ich im Geist: und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer. 4,3 Und der da saß, war von Ansehen gleich einem Jaspisstein und einem Sarder, und ein Regenbogen war rings um den Thron, von Ansehen gleich einem Smaragd. 4,4 Und rings um den Thron sah ich vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, bekleidet mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Siegeskränze. 4,5 Und aus dem Thron gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner; und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. Off 4, 2- 5;


Nachdem sich alle seriösen Ausleger darin einig sind, dass es sich bei dem der auf dem Thron saß um Gott den Allmächtigen handelt, können wir gleich weitergehen und uns mit dem Aussehen Gottes befassen. Und zwar nicht mit jenem Aussehen, welches Johannes oben, im Vers Off 4,3 beschreibt, sondern mit der Gestalt Gottes, welche diesem Text nur indirekt zu entnehmen ist.

Der Umstand, dass hier von einem Thron die Rede ist und dass jemand darauf saß, impliziert, dass dieser Jemand eine menschenähnliche Gestalt hatte, sonst würde er nicht die körperlichen Voraussetzungen für das Sitzen erfüllen können und Johannes hätte ihn dann kaum als "sitzend" beschrieben.

Dieser Thron und die Gestalt, welche darauf zu sehen war, hat auch der Prophet Hesekiel beschrieben. Er hatte seine Vision am Fluss Kebar, im Lande der Chaldäer.

Auf dem Thron eine Gestalt, dem Aussehen eines Menschen gleich.

Hes 1,22 Und über den Häuptern des lebenden Wesens war etwas wie ein festes Gewölbe, wie der Anblick eines furchteinflößenden Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern. 1,23 Und unter dem festen Gewölbe waren ihre Flügel gerade ausgebreitet, einer gegen den anderen; und jedes hatte zwei Flügel, die ihnen ihre Leiber bedeckten. 1,24 Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen großer Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, das Rauschen einer Volksmenge, wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken. 1,25 Und es kam eine Stimme von dem Raum oberhalb des festen Gewölbes, das über ihren Häuptern war. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken.

1,26 Und oberhalb des festen Gewölbes, das über ihren Häuptern war, befand sich - wie das Aussehen eines Saphirsteines - etwas wie ein Thron und auf dem, was wie ein Thron aussah, oben auf ihm eine Gestalt, dem Aussehen eines Menschen gleich. Hes 1,22-26;


Und im Gegensatz zu Johannes, spricht es Hesekiel in Hes 1,26 ganz klar aus: der auf dem Thron hatte das Aussehen eines Menschen. Und er bestätigt auch gleich im Anschluss, in Hes 1,28, dass dies "die Herrlichkeit des Herrn" war.

Das war das Aussehen des Abbildes der Herrlichkeit des HERRN.

Hes 1,27 Und ich sah: Wie der Anblick von glänzendem Metall, wie das Aussehen von Feuer, das ringsum ein Gehäuse hat, war es von dem Aussehen seiner Hüften an aufwärts; und von dem Aussehen seiner Hüften an abwärts sah ich etwas wie das Aussehen von Feuer; und ein Glanz war rings um ihn. 1,28 Wie das Aussehen des Bogens, der am Regentag in der Wolke ist, so war das Aussehen des Glanzes ringsum. Das war das Aussehen des Abbildes der Herrlichkeit des HERRN. - Und als ich es sah, fiel ich auf mein Gesicht nieder; und ich hörte die Stimme eines Redenden. Hes 1,27-28;


Gott hat also das Aussehen eines Menschen. Ist dies verwunderlich? – Eigentlich nicht, denn in 1Mo 1,26-27 lesen wir ausdrücklich, dass Gott den Menschen nach seinem - Gottes - Bilde schuf.

Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, nach unserem Aussehen!

1Mo 1,26 Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, nach unserem Aussehen! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! 1,27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 1Mo 1,26-27;


Und wenn der Mensch nach dem "Bilde", also nach der Gestalt Gottes geschaffen ist, dann muss im Umkehrschluss auch Gott eine menschenähnliche Gestalt haben. Auch wenn Gott nun in seiner Allmacht und Allwissenheit, d.h. in seinen geistigen Eigenschaften mit dem Menschen überhaupt nicht vergleichbar ist, so dürfen wir uns doch seine Gestalt ähnlich der unseren vorstellen.


Der Thron Gottes.

Das Haar seines Hauptes wie reine Wolle, sein Thron Feuerflammen, dessen Räder ein loderndes Feuer.

Dan 7,9 Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und einer, der alt war an Tagen, sich setzte. Sein Gewand war weiß wie Schnee und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle, sein Thron Feuerflammen, dessen Räder ein loderndes Feuer. 7,10 Ein Feuerstrom floß und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm, und zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich, und Bücher wurden geöffnet. Dan 7, 9-10;


Den Thron Gottes, welchen Daniel hier oben, in Dan 7,9 sieht und beschreibt, hat auch Johannes in einer Vision weiter oben, in Off 4,2-5 gesehen. Doch auch Hesekiel berichtet von diesem Thron, den er zwei Mal - einmal in Hes 1,1-28 am Fluss Kebar und dann in Hes 10,1-22 in Jerusalem - gesehen hat und beschreibt die vier Cherubim - die vier lebendigen Wesen -, welche den Thron, der sich über ihnen befand, beförderten und die vier Räder, welche ihnen zur Seite standen, wie folgt:

Und die lebenden Wesen liefen hin und her, so daß es aussah wie Blitze.

Hes 1,10 Und das war die Gestalt ihrer Gesichter: Das Gesicht eines Menschen und das Gesicht eines Löwen hatten die vier rechts, und das Gesicht eines Stieres hatten die vier links, und das Gesicht eines Adlers hatten die vier. 1,11 Und ihre Flügel waren nach oben ausgespannt; jedes hatte zwei, die sich einer mit dem anderen berührten, und zwei, die ihre Leiber bedeckten. 1,12 Und sie gingen ein jeder gerade vor sich hin; wohin der Geist gehen wollte, dahin gingen sie; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. 1,13 Und mitten zwischen den lebenden Wesen war ein Schein wie von brennenden Feuerkohlen; wie ein Schein von Fackeln war das, was zwischen den lebenden Wesen hin und herfuhr; und das Feuer hatte einen Glanz, und aus dem Feuer fuhren Blitze hervor. 1,14 Und die lebenden Wesen liefen hin und her, so daß es aussah wie Blitze.

1,15 Und als ich die lebenden Wesen sah, siehe, da war ein Rad auf der Erde neben den lebenden Wesen, bei ihren vier Vorderseiten. 1,16 Das Aussehen der Räder und ihre Verarbeitung war wie der Anblick von Türkis, und die vier hatten ein und dieselbe Gestalt; und ihr Aussehen und ihre Verarbeitung war, wie wenn ein Rad mitten im anderen Rad wäre. 1,17 Wenn sie gingen, dann gingen sie nach ihren vier Seiten hin; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Hes 1,10-17;


Wie dem Kontext zu entnehmen ist, hatten diese vier Cherubim vier Angesichter. Diese Angesichter beschreibt Hesekiel hier, in Hes 1,10, am Fluss Kebar, noch folgendermaßen: "Das Gesicht eines Menschen und das Gesicht eines Löwen hatten die vier rechts, und das Gesicht eines Stieres hatten die vier links, und das Gesicht eines Adlers hatten die vier". Bei seiner zweiten Begegnung in Jerusalem jedoch korrigiert er diese Beschreibung (Hes 10,14; 10,20; 10,22) und stellt fest, dass das dritte Angesicht nicht das eines Stieres, sondern jenes eines Cherubs war. Und an ihren Seiten je ein Rad.

(Siehe auch den Exkurs 11: "Der Thron Gottes.")

(Siehe auch die Tabelle: 15 "Der Thron Gottes und seine Umgebung.")

Interessant ist nun die Beschreibung der Räder, oben in Hes 1,16:

"wie wenn ein Rad mitten im anderen Rad wäre".

Für sich allein gesehen, könnte diese Beschreibung zu mancherlei Mutmaßungen führen und dies tut sie auch bei vielen Auslegungen. Auch der nächste Vers, in Hes 1,17:

"Wenn sie gingen, dann gingen sie nach ihren vier Seiten hin; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen"

ist für sich allein genommen eher rätselhaft. Erst wenn man beide Verse - und dann auch noch einen dritten Vers - gemeinsam betrachtet, ergibt sich eine durchaus sinnvolle Deutung. Wenn es heißt, dass diese vier Wesen "nach ihren vier Seiten hin gingen", dann bedeutet das, dass sie sich nur im rechten Winkel fortbewegten. Entweder geradeaus: vorwärts oder rückwärts oder seitlich: nach links oder rechts. Sie kennen nur eine geradlinige Fortbewegungsart und weder diagonale Strecken noch Kurven. Wenn ein bestimmtes Ziel nicht geradlinig nach vorne, nach rückwärts, rechts oder links zu erreichen ist, bewegen sie sich daher also im Zickzackkurs voran - ein Stück gerade nach vorne, dann wieder gerade zur Seite - bis sie das angestrebte Ziel erreicht haben.

Auf diese ungewöhnliche Art der Fortbewegung ist nun möglicherweise auch die eigenartige Konstruktion der Räder zurückzuführen. Ihr Aussehen wird in Hes 1,16 so beschrieben: "Das Aussehen der Räder (...) ihr Aussehen und ihre Verarbeitung war, wie wenn ein Rad mitten im anderen Rad wäre". Damit ist nicht gemeint, dass ein kleineres Rad parallel in einem größeren Rad eingefügt gewesen wäre, da ja im Vers Hes 1,18 von "hohen Felgen" die Rede ist, welche dieses zweite Rad überdecken und unkenntlich machen müssten. 

Die Beschreibung "ein Rad mitten im anderen Rad" meint sichtlich eine Art "Kreuzrad". Man kann sich das als zwei annähernd gleich große Räder oder Reifen vorstellen, welche rechtwinkelig ineinander verschränkt sind, wie wenn sie den Umfang einer gedachten Sphäre beschreiben würden. Mit diesen Rädern kann man sich immer nur in der verlängerten Richtung des jeweiligen Radreifens - entweder geradeaus oder seitwärts - bewegen und daher auch keine Kurven beschreiben.

Diese Räder waren "auf der Erde, neben den vier Wesen" und befinden sich daher nicht auf irgendeiner Achse, sondern sie stehen frei neben den vier lebenden Wesen und folgen diesen Cherubim, welche ihrerseits wieder vom Geist Gottes gesteuert werden. Man kann also insgesamt daraus schließen, dass es sich bei dem Thron Gottes nicht um eine materiell-mechanische Konstruktion, sondern um geistlich-biologische Lebewesen handelt, welche vom Geist Gottes gesteuert werden.

Mit dieser Interpretation im Kopf sehen wir uns nun einen Vers davor, Hes 1,14 an, welcher schon Generationen von Exegeten zu den wildesten Schlüssen verleitet hat. Dort heißt es:

"Und die lebenden Wesen liefen hin und her, so daß es aussah wie Blitze"

Hier gehen die Deutungen von einem angeblichen "außerirdischen" Raumschiff mit Raketenantrieb - bei zugegebenermaßen eher Hobbybibelauslegern wie Erich von Däniken und Shirley MacLaine - über die Erklärung:

"Bei jeder Bewegung leuchteten sie auf wie Blitze. Hesekiel hat gar nicht genug Worte, um die strahlende überirdisch-göttliche Welt zu beschreiben". (Gerhard Meier in "Der Prophet Hesekiel" - WStB).

bis hin zu völlig abstrakten und den Text verfälschenden Deutungen wie:

"Die glühenden Kohlen wurden von Feuer durchzuckt, das zwischen den Wesen hin und her fuhr. Dies scheint eine Vordeutung auf Hesekiels Botschaft des brennenden Gerichtes Gottes über Juda zu sein". (J. F. Walfoord in "Das Alte Testament - erklärt und ausgelegt"

Wenn wir uns nun an die von uns oben gefundene Interpretation der rechtwinkeligen Fortbewegung der Räder und der Cherubim erinnern und berücksichtigen, dass dieses Gefährt durch die Anwesenheit des Herrn in seiner leuchtenden Herrlichkeit im Thron oberhalb der Cherubim für Hesekiel, als er es in der Ebene am Fluss Kebar vom Norden kommen sah, wie "ein Sturmwind von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer, das hin- und her zuckte" (Hes 1,4) aussah, welches ihn an den "Anblick von glänzendem Metall, wie das Aussehen von Feuer, das ringsum ein Gehäuse hat" (Hes 1,27) erinnerte, dann lässt sich leicht nachvollziehen, dass es ganz einfach die Bewegungsart des Fahrzeugs - nämlich im Zickzack - war, welche bei ihm den Eindruck hinterließ: "Und die lebenden Wesen liefen hin und her, so dass es aussah wie Blitze" (Hes 1,14).

Nun wird sich natürlich der eine oder andere Leser die Frage stellen, wieso denn der Thron Gottes gerade diese komplizierte Art der Fortbewegung haben sollte. Wenn wir uns aber darauf besinnen, dass unser Gott ein gerechter Gott, ja ein absolut gerechter Gott ist, dann lässt sich durchaus eine Erklärung finden: Gott bewegt sich geistig und physisch auf gleiche Art und Weise. Er fährt so, wie er handelt: geradlinig.

Wenn wir uns bewusst machen, dass unser Gott die absolute Gerechtigkeit in Person ist, welche Ungerechtigkeiten und Abweichungen vom geraden, rechten Weg in keinster, auch nicht in geringfügigster Weise duldet, dann lässt sich dies auch mit der eigentümlichen, immer geraden Fortbewegungsart des Thrones Gottes in Einklang bringen:

Gott geht keine schrägen Wege und fährt keine krummen Touren.

Nicht einmal bei der Beförderung seiner eigenen Person.

Gebt Ehre unserm Gott! Vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht, gerecht und gerade ist er!

5Mo 32,3 Denn den Namen des HERRN rufe ich aus: Gebt Ehre unserm Gott! 32,4 Der Fels: vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er! 5Mo 32, 3- 4;

Gütig und gerade ist der HERR; darum unterweist er die Sünder in dem Weg.

Ps 25,8 Gütig und gerade ist der HERR; darum unterweist er die Sünder in dem Weg. 25,9 Er leitet die Sanftmütigen im Recht und lehrt die Sanftmütigen seinen Weg. 25,10 Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Treue denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren. Ps 25, 8-10;

Gewunden ist der Weg des schuldbeladenen Mannes; der Lautere aber, sein Tun ist gerade.

Spr 21,8 Gewunden ist der Weg des schuldbeladenen Mannes; der Lautere aber, sein Tun ist gerade. Spr 21, 8;

Der Pfad für den Gerechten ist Geradheit; gerade ist der Weg des Gerechten, den du bahnst.

Jes 26,7 Der Pfad für den Gerechten ist Geradheit; gerade ist der Weg des Gerechten, den du bahnst. Jes 26, 7;

Denn der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Taten, die er tut.

Dan 9,14 Und so war der HERR auf das Unglück bedacht und ließ es über uns kommen. Denn der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Taten, die er tut. Aber wir haben nicht auf seine Stimme gehört. Dan 9,14;

Denn die Wege des HERRN sind gerade.

Hos 14,10 Wer ist weise, daß er dies versteht? Wer ist verständig, daß er es erkennt? Denn die Wege des HERRN sind gerade. Die Gerechten werden darauf gehen, die Abtrünnigen aber werden darauf stürzen. Hos 14,10;

«Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!»

Mt 3,3 Denn dieser ist der, von dem durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: «Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!» Mt 3,3;

Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade, das Krumme wird zum geraden Weg.

Lk 3,4 Wie geschrieben steht im Buch der Worte Jesajas, des Propheten: «Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade! 3,5 Jedes Tal wird ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme wird zum geraden Weg und die holprigen zu ebenen Wegen werden; 3,6 und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.» Lk 3, 4- 6;

Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, o König der Nationen!

Off 15,3 Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sagen: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, Gott, Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, o König der Nationen! Off 15, 3;


Während nun Gott in seiner Allmacht und Allwissenheit von uns Menschen kaum erahnt werden kann, erkennen wir in seiner Gerechtigkeit einen Zipfel seines Wesens: In seinem Gericht gilt nur der rechte Weg. Ja ist Ja, Nein ist Nein. Jede Abweichung führt zur Verurteilung. Es ist dem Menschen daher unmöglich, durch eigene Leistungen vor Gott Gerechtigkeit zu erlangen. Wir haben der Gerechtigkeit Gottes nichts anderes als die Gnade Gottes in seinem Sohn Jesus Christus und dessen Loskaufopfer am Kreuz für uns Sünder entgegenzusetzen.

Auch erkennen wir hier die Fehleinschätzung aller falscher Religionen, wo man denkt, etwa durch den Bau eines Tempels, eines Doms, einer Kirche, einer Kapelle oder sonstiger mehr oder weniger kostbarer "Spenden" Gott gefällig sein zu können. Diese Welt ist der Fußschemel Gottes, was könnte der Mensch da entgegensetzen?

Das Einzige, womit wir bei Gott Gefallen finden können, ist der Glaube an seinen Sohn und das Einhalten seiner Gebote.



Die vier lebendigen Wesen.

Auch für die bei Daniel, Hesekiel und Johannes in der Offenbarung beschriebenen "vier lebendigen Wesen" gibt es unter den Auslegern die unterschiedlichsten Interpretationen. Doch wir wollen diese Texte zuerst einmal analysieren, um selbst zu erkennen, was mit diesen Aussagen gemeint ist.

Nachdem weiter oben der Text von Off 4,1-5 bereits analysiert wurde, setzt Johannes in Off 4,6-8 die Beschreibung seiner Vision mit den "vier lebendigen Wesen" fort.

Rings um den Thron vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten.

Off 4,6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall; und inmitten des Thrones und rings um den Thron vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten. 4,7 Und das erste lebendige Wesen war gleich einem Löwen und das zweite lebendige Wesen gleich einem jungen Stier, und das dritte lebendige Wesen hatte das Angesicht wie das eines Menschen, und das vierte lebendige Wesen war gleich einem fliegenden Adler.

4,8 Und die vier lebendigen Wesen hatten, eines wie das andere, je sechs Flügel und sind ringsum und inwendig voller Augen, und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der war und der ist und der kommt! Off 4, 6- 8;


Die konventionelle Auslegung interpretiert diese vier lebendigen Wesen seit Irenäus (170 n. Chr.) als Symbole für die Evangelisten des Neuen Testaments, also Matthäus = Mensch, Markus = Adler, Lukas = Stier und Johannes = Löwe. Dabei kann allerdings die Reihenfolge der Zuordnung von Ausleger zu Ausleger verschieden sein.

Andere Interpreten wieder sehen die vier Wesen als Symbole der Eigenschaften Gottes, wobei der Stier das "Opfer Gottes", der Adler der "Überblick Gottes", der Löwe die "Majestät Gottes" und der Mensch die "Niedrigkeit Gottes in seinem Sohn" darstellt. Jene Erklärer, welche in diesen Wesen die "gesamte beseelte Natur" sehen, deuten sie auf die "vier Klassen belebter Natur": den Menschen, zahme Tiere (Stier), wilde Tiere (Löwe) und Vögel (Adler).

Auch die völlige Abstraktion in die Symbolik fehlt bei der Auslegung dieses Textes nicht. So sehen manche das ganze Bild als Metapher für die seufzende Kreatur, die Flügel seien Ausdruck für das sehnsüchtige Streben der Gebundenen nach höherer Freiheit, das Rufen Tag und Nacht in Vers Off 4,8 sei gequälte Ruhelosigkeit. Aber es wird auch ernsthaft versucht, in diesem Bild Hinweise auf astrologische Tierkreiszeichen (Stier, Löwe…) zu sehen.

Man sieht also, es gibt mancherlei Versuche, diesen doch recht schwierigen Text zu erklären. Allerdings sollte gerade eine solch diffizile Schriftstelle nicht durch Eigeninterpretationen, sondern anhand von schriftgemäßen Argumenten und Analysen ausgelegt werden, da alle anderen Versuche zwangsläufig ins exegetische Nirwana führen würden.

Wenn wir nun einen Hinweis in der Schrift auf diese vier lebenden Wesen suchen, finden wir ihn in recht eindeutiger Weise wieder bei Hesekiel. Während allerdings Johannes oben nur die Angesichter dieser vier Wesen beschreibt, sagt uns Hesekiel auch hier etwas über ihre Gestalt: "die Gestalt eines Menschen hatten sie". Also sowohl Gott (Hes 1,26), als auch die vier Wesen hatten menschliche Gestalt.

Die Gestalt von vier lebenden Wesen.

Hes 1,2 Am Fünften des Monats - das ist das fünfte Jahr nach der Wegführung des Königs Jojahin - 1,3 geschah das Wort des HERRN ausdrücklich zu Hesekiel, dem Sohn des Busi, dem Priester, im Land der Chaldäer am Fluss Kebar; dort kam die Hand des HERRN über ihn. 1,4 Und ich sah: Und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer, das hin- und herzuckte, und Glanz war rings um sie her. Und aus seiner Mitte, aus der Mitte des Feuers, strahlte es wie der Anblick von glänzendem Metall. 1,5 Und aus seiner Mitte hervor erschien die Gestalt von vier lebenden Wesen; und dies war ihr Aussehen: die Gestalt eines Menschen hatten sie. 1,6 Und vier Gesichter hatte jedes, und vier Flügel hatte jedes von ihnen. 1,7 Und ihre Beine waren gerade Beine und ihre Fußsohlen wie die Fußsohle eines Kalbes; und sie funkelten wie der Anblick von blanker Bronze. Hes 1, 2- 7;


Bei der Beschreibung der Gesichter dieser vier Wesen unterscheiden sich allerdings diese zwei Berichte. Während Johannes bei jedem der vier Wesen ein einziges und jeweils verschiedenes Gesicht erkennt, beobachtet Hesekiel die gleichen vier Angesichter an jeder einzelnen dieser vier Gestalten.

Die Gestalt ihrer Gesichter.

Hes 1,8 Und Menschenhände waren unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten; und die vier hatten ihre Gesichter und ihre Flügel. 1,9 Ihre Flügel berührten sich, einer mit dem anderen; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen: sie gingen, ein jedes gerade vor sich hin. 1,10 Und das war die Gestalt ihrer Gesichter: Das Gesicht eines Menschen und das Gesicht eines Löwen hatten die vier rechts, und das Gesicht eines Stieres hatten die vier links, und das Gesicht eines Adlers hatten die vier. Das sind ihre Gesichter.

1,11 Ihre Flügel aber waren nach oben ausgespannt; jedes hatte zwei, die sich einer mit dem anderen berührten, und zwei, die ihre Leiber bedeckten. Hes 1, 8-11;


Dieser Beschreibung nach zu urteilen, sah Hesekiel diese vier Wesen in einer quadratischen Formation stehen, mit jeweils einer Gestalt an jeder Ecke des Quadrates. Jeder von ihnen hatte vier Flügel, je einen an ihren vier Körperseiten, wobei jeweils zwei der Flügel ausgestreckt waren und den Flügel der zwei benachbarten Wesen – hinten und seitwärts bzw. vorne und seitwärts - berührten und somit die Seiten des Quadrates bildeten. Die beiden anderen Flügel bedeckten die entsprechende Körperseite, wie auch in Hes 1,23 beschrieben.

Die Aussage von Hes 1,22: "Und über den Häuptern der lebenden Wesen war etwas wie ein festes Gewölbe, wie der Anblick eines Furcht einflößenden Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern", bringen manche Interpreten in Zusammenhang mit dem "Himmelgewölbe" und sehen in den vier lebendigen Wesen dann jene Kräfte, welche an den vier Enden der Erde dieses Himmelsgewölbe stützen.

Bei genauerer Betrachtung ist jedoch leicht zu erkennen, dass dieses "Gewölbe" nur eine Nachbildung des Himmelsgewölbes ist (so auch der Text wörtlich) und die Maße des, von den vier Wesen und ihren ausgebreiteten Flügeln gebildeten Quadrates betragen etwa 5 mal 5 Meter (1Kg 6,24-25).

Wie nun Hesekiel die Gesichter an den vier Kopfseiten jedes dieser Wesen beschreibt, muss er eine Position rechts vor dieser Formation eingenommen haben. Dann können wir davon ausgehen, dass das menschliche Antlitz aus seiner Sicht zwar rechts, aber von den vier Wesen gesehen nach vorne ausgerichtet war. Hesekiel sah daher von seinem Standort aus den Löwenkopf rechts davon, den Stierkopf diesem gegenüber, auf der linken Seite und den Adler auf der Rückseite.

Während nun bei Hesekiel jedes dieser vier Wesen diese vier Angesichter hatte, sieht Johannes zwar auch diese vier Wesen, allerdings hat jedes nur eines dieser Angesichter. Auch finden wir bei Johannes keinen Hinweis auf die Positionen der vier Wesen. Es ist aber wahrscheinlich nicht falsch auch hier davon auszugehen, dass – ähnlich wie bei Hesekiel - aus der Sicht des Betrachters vor dem Thron, das menschliche Antlitz vor dem Thron zu sehen war, während der Adlerkopf auf der Rückseite, der Stierkopf an der linken und der Löwenkopf an der rechten Seite des Thrones standen

Die Rekonstruktion der Positionierung dieser vier Wesen bei Johannes mag auf den ersten Blick relativ unwichtig erscheinen, wie wir aber gleich sehen werden, kann sie uns bei der Interpretation helfen. Obwohl die Angesichter der vier Wesen – abgesehen von der Viergesichtigkeit bei Hesekiel – bei beiden Propheten gleichartig beschrieben wird, ergibt sich bei der weiteren Analyse doch noch ein wesentlicher Unterschied.

Hesekiel hatte ja zwei derartige Visionen von diesen vier lebenden Wesen. Eine am Fluss Kebar, oben aus Hes 1,1-28 zitiert, und die andere in Jerusalem, welche in Hes 10,1-22 berichtet ist. Und auch in dieser Vision beschreibt er die vier Wesen und ihre Gesichter.

Das Gesicht des ersten war das Gesicht eines Cherubs.

Hes 10,14 Vier Gesichter hatte jedes. Das Gesicht des ersten war das Gesicht eines Cherubs, und das Gesicht des zweiten war das Gesicht eines Menschen und des dritten das Gesicht eines Löwen und des vierten das Gesicht eines Adlers. 10,15 Und die Cherubim hoben sich empor. Das war das lebende Wesen, das ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Hes 10,14-15;


Und hier fällt auf, dass die Beschreibung mit Hes 1,10 identisch ist, bis auf das Stierangesicht. Obwohl Hesekiel bestätigt, dass dies dasselbe Gefährt war – er nennt es das "lebende Wesen" –, welches er auch am Fluss Kebar gesehen hatte, ist hier das Stierangesicht durch das "Gesicht eines Cherubs" ersetzt. Nachdem wir bei dieser Stelle Übertragungs- oder Übersetzungsfehler ausschließen können, scheint es so, dass sich Hesekiel einmal geirrt hat.

Es wäre auch nicht verwunderlich, bei soviel unglaublichem Geschehen, kann es schon sein, dass er auf manche Einzelheiten nicht geachtet hat. Es fragt sich jetzt nur, welcher dieser beiden Berichte stimmt. Und hier kann uns eine weitere Aussage aus der Vision in Jerusalem helfen.

Und ich erkannte, dass es Cherubim waren.

Hes 10,20 Das war das lebende Wesen, das ich unter dem Gott Israels am Fluss Kebar gesehen hatte; und ich erkannte, dass es Cherubim waren. 10,21 Jeder hatte vier Gesichter, und jeder hatte vier Flügel, und etwas wie Menschenhände war unter ihren Flügeln. 10,22 Und die Gestalt ihrer Gesichter war die jener Gesichter, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte, ihr Aussehen und sie selbst. Sie gingen ein jeder gerade vor sich hin. Hes 10,20-22;


Auch hier bekräftigt Hesekiel, dass es sich um die gleiche Erscheinung handelte, wie er sie am Fluss Kebar hatte. Er bestätigt insbesondere, dass die "Gestalt ihrer Gesichter" identisch ist mit jenen der damaligen Vision. Das heißt, dass die Gesichter selbst nicht verändert waren, sondern der Prophet eben erkannt hat, dass er bei seiner Beschreibung der ersten Vision fälschlicherweise ein Stierangesicht, anstatt das eines Cherubs gesehen hatte und daher die Beschreibung aus der zweiten, der Vision in Jerusalem, die richtige ist.

Dass es sich so verhält, bestätigen auch noch andere Details der Jerusalem-Vision. Wie es oben, in Hes 10,20 heißt, hat Hesekiel auch erst dieses zweite Mal erkannt, dass es sich bei den vier lebenden Wesen selbst um Cherubim handelt. Und wie es scheint, basierte diese Erkenntnis nicht auf irgendwelchen äußeren Erkennungszeichen, sondern auf den einfachen Umstand, dass der Herr ihn in Hes 10,2 und 10,6 auffordert zu "der Stelle unterhalb des Cherubs" bzw. "der Stelle zwischen den Cherubim" zu gehen und damit diese Wesen als Cherubim identifiziert hat. Ab diesem Zeitpunkt wusste Hesekiel, dass es sich hier um Cherubim handelte.

Geh hinein zu der Stelle zwischen dem Räderwerk, unterhalb des Cherubs.

Hes 10,1 Und ich sah: Und siehe, auf dem festen Gewölbe, das über dem Haupt der Cherubim war, befand sich einem Saphirstein gleich etwas, das aussah wie ein Thron, der über ihnen sichtbar wurde. 10,2 Und er sprach zu dem mit Leinen bekleideten Mann, und er sagte: Geh hinein zu der Stelle zwischen dem Räderwerk, zu der Stelle unterhalb des Cherubs, und fülle deine Hände mit Feuerkohlen von der Stelle zwischen den Cherubim, und streue sie über die Stadt hin! Da ging er vor meinen Augen hinein.

10,3 Die Cherubim aber standen zur rechten Seite des Hauses, als der Mann hineinging; und die Wolke erfüllte den inneren Vorhof. 10,4 Da erhob sich die Herrlichkeit des HERRN von dem Cherub weg auf die Schwelle des Hauses; und das Haus wurde von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanz der Herrlichkeit des HERRN. 10,6 Und es geschah, als er dem mit Leinen bekleideten Mann befahl: Nimm Feuer von der Stelle zwischen dem Räderwerk, von der Stelle zwischen den Cherubim weg!, da ging er hinein und trat neben das Rad. 10,7 Und der Cherub streckte seine Hand aus zwischen den Cherubim hervor nach dem Feuer, das zwischen den Cherubim war, und hob es auf und gab es in die Hände dessen, der mit Leinen bekleidet war; der nahm es und ging hinaus. 10,8 Und es erschien an den Cherubim unter ihren Flügeln etwas wie eine Menschenhand. Hes 10, 1- 8;


Und während er in Hes 1,18 von den Rädern berichtet, dass sie "voller Augen waren rings herum", erweitert er diese Beschreibung in Hes 10,12 auch auf die vier Cherubim, von denen er schreibt, dass "ihr ganzer Leib und ihr Rücken und ihre Hände und ihre Flügel und die Räder waren voller Augen ringsum". Dies ist somit – nach den beiden Richtigstellungen "Wesen – Cherubim" und "Stierangesicht – Cherubangesicht" – die dritte Korrektur, welche Hesekiel aufgrund der zweiten Vision durchführt.

(Siehe auch die Tabelle 15: "Der Thron Gottes und seine Umgebung".)

In der für uns relevanten Frage können wir also davon ausgehen, dass das vierte Cherubangesicht kein Stierangesicht, sondern eben das Angesicht eines Cherubs war. Mit dieser Erkenntnis kehren wir nun zurück zur Offenbarung und versuchen anhand der diesbezüglichen Texte einen Überblick davon zu bekommen, welche Stellung bzw. welche Aufgabe diesen vier Wesen im Rahmen dieser Vision zukam.

Das Lamm und die vier lebendigen Wesen.

Off 6,1 Und ich sah, als das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete, und hörte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit einer Donnerstimme sagen: Komm! 6,2 Und ich sah: und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen.

6,3 Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm! 6,4 Und es zog aus ein anderes, ein feuerrotes Pferd; und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und die Menschen dahin zu bringen, dass sie einander schlachteten; und ihm wurde ein großes Schwert gegeben.

6,5 Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm! Und ich sah: und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. 6,6 Und ich hörte etwas wie eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sagte: Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar! Und dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu!

6,7 Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sagen: Komm! Off 6, 1- 7;

Die lebenden Wesen geben Ehre und Danksagung dem, der auf dem Thron sitzt.

Off 4,9 Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 4,10 so werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, und werden ihre Siegeskränze niederwerfen vor dem Thron und sagen: 4,11 Du bist würdig, unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden. Off 4, 9-11;

Sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an.

Off 7,11 Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebendigen Wesen, und sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an. Off 7,11;

Sie singen ein Lied vor dem Thron, den vier lebendigen Wesen und den Ältesten.

Off 14,3 Und sie singen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen als nur die 144000, die von der Erde erkauft waren. Off 14, 3;

Eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen.

Off 15,6 Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen aus dem Tempel hervor, bekleidet mit reinem, glänzendem Leinen und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln. 15,7 Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll des Grimmes Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Off 15, 6- 7;

Und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an.

Off 19,4 Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sagten: Amen, Halleluja! Off 19, 4;


Dieser Blick zurück in die Offenbarung zeigt uns einmal, dass auch Johannes sichtlich die gleichen Erkennungsprobleme hatte wie Hesekiel: Er konnte die vier Gestalten nicht als Cherubim identifizieren und nennt sie daher "lebendige Wesen", und er sieht beim vierten ein Stierangesicht.

Nachdem also auch Johannes hier ein Stierangesicht sieht, erhebt sich natürlich die Frage, inwieweit das Angesicht eines Cherubs nicht überhaupt eine Ähnlichkeit mit einem Stierangesicht hat, noch dazu mit dem eines jungen Stiers/Kalbes, wie Johannes in Off 4,7 spezifiziert – also ohne Hörner und mit noch wenig ausgeprägtem Gesichtsunterteil.

Andererseits ist jedoch auch hier diese Verwechslung nicht verwunderlich, sieht doch auch er dieses Bild zum ersten Mal. Im übrigen kommt der Stamm des Wortes "Cherub" aus dem Assyrischen und hat die Bedeutung "geflügelter Stier". Und was ganz wesentlich ist, in der ersten Vision des Hesekiels beschreibt er die Beine und Fußsohlen dieser vier lebendigen Wesen in Hes 1,7: "Und ihre Beine waren gerade Beine und ihre Fußsohlen wie die Fußsohle eines Kalbes".

Es scheint also, dass die Gestalt eines Cherubs - zumindest die Fußsohlen und das Angesicht - eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Kalb haben muss. Wir können daher – analog zu Hesekiel – auch hier bei Johannes die Beschreibung ergänzen, indem wir diese vier Wesen als Cherubim und das Angesicht des vierten Cherubs als Cherubangesicht interpretieren.

Die obigen Texte, speziell Off 19,4, zeigen uns aber auch, dass es sich bei den vier Wesen eindeutig um Diener Gottes handelt. Sie sind zwar, – nach dem Lamm und noch vor den vierundzwanzig Ältesten und den Engeln -, die nächsten am Thron, aber sie haben zweifelsfrei dienende Funktion. Und hier bietet sich nun unter der neuen Erkenntnis, dass die vierte Gestalt kein Stierangesicht sondern ein Cherubangesicht hatte, eine neue Deutung an.

Wir haben es bei den vier Wesen mit vier Cherubim zu tun, welche eine Kombination der vier unterschiedlichen Angesichter haben: ein Cherub, ein Mensch, ein Löwe und ein Adler. Bei näherer Betrachtung lässt sich daraus schließen, dass es sich hier tatsächlich um symbolische "Vertreter" aller Geschöpfe Gottes handeln könnte. Die Kriterien für die Auswahl gerade dieser vier Angesichter lassen sich in etwa folgendermaßen begründen:

Cherubim: sind die Repräsentanten der Engelwelt und somit Wesen der himmlischen Dimension. Sie sind unsterblich und bedürfen daher keiner Fortpflanzung, sind also geschlechtslos (Lk 20,34-36;).

Mensch: er gehört zu den biologischen Lebewesen dieser Erde. Mit den Engeln verbindet ihn die Fähigkeit Vernunft zu entwickeln. Mit den anderen irdischen Geschöpfen teilt er deren Sterblichkeit und die Notwendigkeit, sich zur Erhaltung seiner Art fortpflanzen zu müssen.

Löwe: die Säugetiere sind zwar nicht vernunftbegabt, nehmen aber dennoch unter den biologischen Geschöpfen deshalb eine bevorzugte Stellung ein, weil sie – gleich dem Menschen – ihre Nachzucht im allerersten Lebensabschnitt durch körpereigene Milchproduktion ernähren, also säugen können. Neben den Landsäugern zählen dazu u. a. auch Wale und Delphine.

Adler: zur großen Gruppe der eierablegenden Tiere zählen neben allen Vogelarten z. B. auch Reptilien, Fische, Insekten und Würmer.


In dieser, an den Kriterien der Geisteskapazität und der Arterhaltung orientierten Interpretation, würde also der Cherub die Engelwelt, der Mensch die Menschheit, der Löwe die Säugetiere und der Adler alle jene Tiere repräsentieren, welche ihre Fortpflanzung durch Eiablage bewerkstelligen und somit würde die ganze belebte Schöpfung in diesen vier Cherubim als allernächste Diener des Schöpfers vertreten sein.

Wenn diese Deutung korrekt ist, finden wir hier ein System der Lebewesen, wie es der Mensch erst Jahrtausende (seit Hesekiel!) später ,in seinem "Natürlichen System der Tiere" - und da auch nur unvollständig (nur für die irdischen Lebewesen) – erkannt hat. Die diesbezüglichen neuzeitlichen Gliederungen - die moderne zoologische Nomenklatur - gehen auf Carl von Linné (1707-1778, Systema Naturae) zurück und unterscheiden sechs Tierklassen: Säugetiere, Vögel, Amphibien (inkl. Reptilien), Fische, Insekten und Würmer. Es sind dies dieselben Kategorien, welche auch oben aufscheinen, wobei dort die Unterscheidungskriterien viel eindeutiger und daher auch umfassender zu sein scheinen.

Was nun die vielen Augen auf den Cherubim und den Rädern "ringsum" betrifft (Hes 1,18; 10,12; Off 4,6-8), muss man der Auffassung mancher Ausleger widersprechen, mit der Formulierung in Vers Off 4,8: "Und die vier lebendigen Wesen (…) sind ringsum und inwendig voller Augen…" sei die Außen- und Innenseite (unter der Haut) der Körper dieser vier Wesen gemeint.

Das "ringsum" ist von Vers Off 4,6 abgeleitet, wo "rings um den Thron" gemeint ist und damit die von außerhalb des Thrones sichtbare Seite dieser Körper bezeichnet wird, wogegen sich das "inwendig" auf die dem Thron und Gott zugewandte Seite der vier Wesen bezieht.

Für die Bedeutung dieser Augen gibt es ausreichend Schriftbeweise, so dass es hier keiner Interpretation bedarf. In der Einleitung der Offenbarung, in Off 1,4, grüßt Johannes die sieben Gemeinden mit: "Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind".

Der Umstand, dass diese "sieben Geister" in einem Zusammenhang mit Gott dem Herrn genannt werden und dass Gnade und Friede auch von ihnen erbeten wird, macht deutlich, dass es sich hier bei diesen sieben Geistern nur um den Geist Gottes, den Heiligen Geist handeln kann.

Gnade euch und Friede von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind.

Off 1,4 Johannes den sieben Gemeinden, die in Asien sind: Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, 1,5 und von Jesus Christus, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut 1,6 und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Off 1, 4- 6;


Während diese sieben Geister oben, in Off 1,4 nur erwähnt wurden, werden sie hier unten, in Off 4,5 auch körperlich vorgestellt. Es sind die sieben Feuerfackeln, welche vor dem Thron Gottes brennen.

Sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.

Off 4,5 Und aus dem Thron gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner; und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. Off 4, 5;


Vor dem Thron Gottes hat der Heilige Geist also die Gestalt von sieben brennenden Feuerfackeln. Der Prophet Sacharja berichtet in Sach 3,9 von einem Stein, in welchem der Herr sieben Augen eingraviert hatte als Zeichen dafür, dass er die Schuld Israels an einem Tag entfernen wird (Ausgießung des Heiligen Geistes über Israel).

(Siehe auch Kapitel 10: "Das Millennium".)

Auf einem Stein sieben Augen, ich will sie eingravieren, spricht der HERR.

Sach 3,9 Denn siehe, der Stein, den ich vor Joschua gelegt habe - auf einem Stein sieben Augen -, siehe, ich will seine Gravur eingravieren, spricht der HERR der Heerscharen, und will die Schuld dieses Landes entfernen an einem Tag. 3,10 An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, werdet ihr einer den anderen einladen unter den Weinstock und unter den Feigenbaum. Sach 3, 9-10;

Diese sieben Augen des HERRN schweifen auf der ganzen Erde umher.

Sach 4,10 Denn wer hat den Tag kleiner Dinge verachtet? Und sie werden sich freuen und den Stein des Senkbleis in der Hand Serubbabels sehen. Diese sieben sind die Augen des HERRN, sie schweifen auf der ganzen Erde umher. Sach 4,10;


Diese sieben sind die Augen des Herrn, die auf der ganzen Erde umherschweifen und damit ebenfalls eine Darstellung des Heiligen Geistes. Und so sieht auch Johannes, als er in Off 5,6 sah "das Lamm stehen wie geschlachtet", dieses Lamm, den Herrn Jesus Christus, mit sieben Hörnern und sieben Augen.

Die sieben Augen sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde.

Off 5,6 Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das sieben Hörner und sieben Augen hatte; die sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde. Off 5, 6;


Auch hier werden diese sieben Augen als "die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde" bezeichnet und sind damit zweifelsfrei als die Präsenz des Heiligen Geistes Gottes im Sohn zu verstehen. Aus all diesen Hinweisen lässt sich schließlich ableiten, dass die in Hes 1,18; 10,12 und Off 4,6-8 erwähnten Augen an den vier Cherubim ebenfalls als Manifestation des Heiligen Geistes anzusehen sind.

Die Frage schließlich, wieso diese vier Wesen bei Johannes nur jeweils ein Antlitz aufweisen, während sie bei Hesekiel deren vier haben, könnte mit ihrer jeweiligen Aufgabe zu tun haben. Bei Hesekiel ist ihre Aufgabe – als "Transportmittel" des Allmächtigen - eher dynamischer Natur und erfordert ein gemeinsames Vorgehen aller vier.

Was wäre da hilfreicher, als den Geist und das Wahrnehmungsvermögen jedes Einzelnen zu teilen und allen Vieren in gleichem Maße zuzuordnen. Damit wäre eine Koordination in nicht zu übertreffender Weise gegeben. Bei Johannes hingegen besteht ihr Dienst scheinbar in der Bewachung des Thrones und im Lobpreis Gottes. Für diese eher statische Aufgaben ist ein derartiger Aufwand womöglich nicht erforderlich.

Und nun, nach dem Versuch diese Texte sorgfältig und schriftgetreu zu interpretieren, hier ein kurzer Auszug aus einer Auslegung dieser Visionen auf der Internetplattform "Bibelwissen.ch".



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

2. Die lebendigen Wesen (V5-14) / Buch "Quer durch die Bibel" von Ewald Keck


Dabei handelt es sich um sog. Cherubim. Das sind himmlische Wesen, die in der Gegenwart Gottes leben und bei der Beschreibung von Gottes Herrlichkeit immer ein Rolle spielen. Die gleichen Wesen sah Johannes in seiner Offenbarung (Offb 4). Wie sehen sie aus?

▪    Sie haben die Gestalt eines Menschen, die genau beschrieben wird (V5b)

▪    Jedes Wesen hat vier Gesichter (V6)

▪     Jeder hatte vier Flügel, die nach oben ausgespannt waren und mit denen sie sich gegenseitig berührten (V6.9-11)

▪    Ihr Blick war geradeaus nach vorne gerichtet. Sie folgten der Führung des Geistes (V12)

▪    Sie liefen sehr schnell hin und her (V14)


Sehr interessant ist die Beschreibung ihrer Gesichter (V10):

▪    Nach vorne: Gesicht eines Menschen

▪    Nach links: Gesicht eines Stiers

▪    Nach hinten: Gesicht eines Adlers


Die Cherubim in Offb 4 haben die gleichen Gesichter, aber jeweils 6 Flügel und ringsherum Augen. Sie sind Tag und Nacht damit beschäftigt, Gott auf Seinem Thron anzubeten (V8-9). Im Judentum nach dem Exil sowie später in der christlichen Kirche sah man darin eine Beschreibung der Allgegenwart Gottes. In dieser Symbolik sehen viele die vier Offenbarungen der Person Jesu Christi wie sie sich in den vier Evangelien darstellt:


Gestalt
Evangelium
Bedeutung
Schwerpunkt
Löwe
Matthäus
Christus als König Israels Die Verwerfung des Königs
Stier
Markus
Christus als Knecht Gottes Der Arbeiter - viele Taten
Mensch
Lukas
Christus als Mensch
Biographische Details - Geburt
Adler
Johannes
Christus als Sohn Gottes Der vom Himmel gekommene


Jedes Evangelium betont einen Schwerpunkt der Person Christi. Deshalb sind die Berichte unterschiedlich und man sollte sie nicht harmonisieren. Wir müssen die Evangelien als Offenbarung der Herrlichkeit Jesu Christi lesen!

Das Buch Hesekiel / Ewald Keck




Wie man sieht, hält sich der obige Autor zwar an die veraltete Auslegung, indem er die "vier lebendigen Wesen" auf die vier Evangelisten bezieht, nur in der Reihenfolge ändert er seine Interpretation etwas ab, indem er anstatt:

Matthäus = Mensch,    Markus =  Adler,     Lukas = Stier     und Johannes = Löwe       (Auslegung von Irenaeus)

oder

Matthäus = Mensch,    Markus =  Löwe,     Lukas = Stier     und Johannes = Adler       (Auslegung von Hieronymus)

seine Interpretation

Matthäus = Löwe,       Markus = Stier,       Lukas = Mensch und Johannes = Adler       (Auslegung von Keck)


setzt. Ebenso wie seine Vorgänger in den letzten hundert Jahren, hat also auch dieser Autor Mühe gescheut, sich mit diesen Texten etwas ausführlicher zu befassen und jene Aussagen zu erkennen, die uns offenbaren, dass Gott in seinen Visionen, welche er den Menschen gibt, nicht auf irgendwelche Bibelautoren hinweisen will, sondern uns erkennen lässt, dass er der Schöpfer aller lebendigen Wesen ist und diese Schöpfung ihm untertan sein sollte.

Doch gerade in unserer heutigen Zeit ist der Glaube an den Gott der Bibel kaum mehr anzutreffen. Sei es jetzt im Atheismus oder in den Götzenreligionen, wo die Schöpfung an Stelle des Schöpfers angebetet wird und zu welchen ja auch die katholische Kirche zählt, wo Menschen (die "Maria" oder der Totenkult mit den verstorbenen "Heiligen") angebetet werden, die Menschheit hat sich in der großen Mehrheit von ihrem Erschaffer losgesagt.

Das führt uns nun zu einem weiterem Aspekt, welcher in den obigen Bibelstellen verborgen liegt. Unser Gott ist nicht nur der Gott des Anfangs, er ist auch der Gott des Endes. Und so erkennen wir im letzten Buch der Bibel - in der Offenbarung des Johannes - nicht nur Hinweise auf die Schöpfung, repräsentiert durch die "vier lebendigen Wesen" und den Thron Gottes, sondern auch auf die Folgen der Missachtung des Schöpfergottes durch seine Schöpfung.

Diese "vier lebendigen Wesen", welche oben vor Gott die gesamte Schöpfung vertreten, sind es nämlich auch, welche gleich bei ihrer Vorstellung, im Text oben in Off 4,2-8, zuerst einmal den Schöpfer aller Dinge Ehre und Dank sagen:

Denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.

Off 4,9 Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 4,10 dann werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und werden ihre Kronen niederwerfen vor dem Thron und sagen: 4,11 Du bist würdig, o unser Herr und unser Gott, zu empfangen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden. Off 4,9-11;


Dann aber, gleich anschließend im nächsten Kapitel, wird das berühmte Buch mit den sieben Siegeln in der Hand Gottes vorgestellt - und damit sind wir auch schon in der Zeit des Endes. - Wohlgemerkt nicht am Ende der Welt, da ist dann noch das Millennium, die tausend Jahre der Herrschaft unseres Herrn Jesus Christus auf Erden dazwischen.

Hier jedoch handelt es sich um die Zeit des Endes der menschlichen Weltherrschaft. Denn dieses Buch, welches Gott in seiner rechten Hand hält, enthält jene weithin bekannten Prophezeiungen über die vier apokalyptischen Reiter, welche den ersten Teil der Endzeit beherrschen werden. Es ist dies die Zeit der Großen Trübsal, welche dann vom zweiten Teil, dem "Tag des Herrn" gefolgt wird.

Doch vorerst geht es in dieser Vision des Johannes (Off 5,1-5). um die Frage, wer denn dieses Buch mit den verderbenbringenden endzeitlichen Offenbarungen öffnen und damit den Gang der Geschehnisse einleiten darf. Nach dem Bericht des Johannes fand sich in der gesamten Schöpfung - Himmel, Erde und sogar unter der Erde (Totenreich?) - niemand, der diese Qualifikation gehabt hätte.

Und in der Folge erkennen wir dann zwei wichtige Aussagen - vielleicht die zwei wichtigsten Botschaften der ganzen Bibel. Die erste Aussage ist die Antwort auf diese obige Frage. Es gibt nur einen, welcher würdig ist, das Buch zu öffnen und damit Gericht zu sprechen über die gesamte Menschheit: jener Mensch, der sein Leben dafür gab, um sie zu retten (Off 5,8-10): Jesus Christus.

Man könnte hier natürlich einwenden, dass dies ein einziges Leben ist, während unter der gesamten Menschheit Milliarden von Menschen aufgrund ihres Unglaubens verloren sind und die Ewigkeit in der Hölle verbringen werden. Doch Jesus Christus ist nicht einfach "ein Mensch". Er ist der Sohn Gottes und nur er konnte mit seinem freiwilligen Tod für uns Menschen vor Gott Sühne erreichen.

Aber, was viel wichtiger ist, es gibt keinen einzigen Menschen auf Erden - und auch nicht im Totenreich (jenen Menschen, welche vor dem Tod Jesu gestorben sind, hat Jesus nach seinem Tod, im Totenreich das Evangelium verkündet 1Ptr 3,18-19) -, welchem die Sünden (bis auf eine) nicht hätten vergeben werden können und welcher sich damit hätte vor der Verdammnis retten können.

Es wäre hier jedoch falsch, der Argumentation der Juden Glauben zu schenken, welche ihre Schuld am Tod ihres Messias damit begründen, dass sie ja damit "die Welt gerettet" hätten. Das würde bedeuten, die Täter zu Opfern zu erklären. Jene Juden, welche zum Glauben an Jesus Christus kommen, werden - wie alle anderen Jesusgläubigen auch - durch die Vergebung ihrer Sünden gerettet werden.

Jene Juden, welche nicht an Jesus glauben - und das ist die überwiegende Mehrheit seit zweitausend Jahren - werden, wie alle Gottlosen und Götzendiener, beim Weltgericht zur Verdammnis verurteilt. Die Juden können nämlich in ihrer mosaischen Religion für die Vergebung ihrer Sünden kein Opfer mehr bringen, weil der Altar im Tempel in Jerusalem, wo allein ein solches Opfer von Gott angenommen werden würde, zerstört wurde, sie aber andererseits das Angebot Gottes, die Sündenvergabe durch den Glauben an seinen Sohn zu erhalten, ablehnen (Jh 8,24).

Die zweite Erkenntnis, welche wir aus diesen Texten gewinnen können, ist die biblische Tatsache, dass sich vor zweitausend Jahren auf Erden im Verhältnis des Menschen zu seinem Gott ein Paradigmenwechsel vollzogen hat:

o  Nach dem Tod seines Sohnes durch die Juden, will Gott keine Opfer mehr, auch keine Tieropfer. Der Tod seines Sohnes war ein Opfer für alle.

o  Wenn jemand Sündenvergabe will, muss er an dieses stellvertretende Opfer des Sohnes Gottes auch für seine Sünden glauben und dies auch bekennen.

Damit einher geht aber auch ein Machtwechsel. Gott hat alle Gewalt im Himmel und auf Erden seinem Sohn übergeben.

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segnung.

Off 5,11 Und ich sah: Und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron her und um die lebendigen Wesen und die Ältesten; und ihre Zahl war Zehntausende mal Zehntausende und Tausende mal Tausende, 5,12 die mit lauter Stimme sprachen: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segnung. 5,13 Und jedes Geschöpf, das in dem Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm die Segnung und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! 5,14 Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an. Off 5,11-13;


Und Jesus bestätigt dies auch, nach seiner Auferstehung, als er den elf Jüngern erschienen ist:

Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde.

Mt 28,16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 28,17 Und als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 28,18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen und sprach: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde. 28,19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 28,20 und lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. Mt 28,16-20;


Und der Beginn des nächsten Kapitels in der Offenbarung, des Kapitels 6, ist dann auch der Beginn der Siegelgerichte. Der Sohn Gottes öffnet das erste Siegel und eines von den vier lebendigen Wesen, also ein Repräsentant der Schöpfung, ruft dem ersten apokalyptischen Reiter auf dem weißen Pferd zu: "Komm".

Was hier üblicherweise nicht erklärt wird, ist der Umstand, dass es gerade diese vier lebendigen Wesen sind, welche die Katastrophen der Siegelgerichte hervorrufen. Man hätte doch eher erwartet, dass Gott selbst diese Strafen über die Menschheit bringen würde. Doch für diese Vorgangsweise Gottes gibt es zwei Gründe. Erstens ist das ja noch nicht das Ende der Endzeit. Die Gerichte Gottes kommen schon noch, aber erst im zweiten Teil, am Tag des Herrn.

Der zweite Grund, weshalb hier diese "lebendigen Wesen" den Befehl geben, ist eben ihre Eigenschaft, vor Gott als Vertreter für die gesamte Schöpfung zu stehen. Ebenso, wie Gott die Ermächtigung zur Eröffnung der Siegel seinem Sohn erteilt hat, weil dieser selbst Mensch war, die Höhen und Tiefen im Leben eines Menschen kennengelernt hat und daher auch darüber urteilen kann, sind auch diese vier lebendigen Wesen identisch mit dieser Schöpfung und daher auch geeignet zu entscheiden, ob diese Schöpfung schuldig ist oder nicht. Und sie entscheiden für schuldig.

So weit einige Erklärungen über diese vier lebendigen Wesen, ihre Stellung und ihre Handlungen. Zum Überblick und zum besseren Verständnis hier unten nun noch eine Tabelle über sämtliche Ereignisse, welche in der Offenbarung des Johannes erwähnt werden. Speziell die Unterscheidung zwischen der Gro0en Trübsal mit der Entrückung danach und dem "Tag des Herrn" oder dem "Tag des Zornes Gottes", wie dieser Zeitraum auch genannt wird, lässt sich hier sehr gut erkennen.



Die siebzigste Jahrwoche - Siegel 1: Der Antichrist / 2, 3: Der Anfang der Wehen / 4, 5: Die große Trübsal / 6: Die Entrückung

Beginn Tag des Herrn
< 1. Siegel >
(6,1-2;)

Weißes Pferd: Reiter hat
einen Bogen. Er bekam
Krone, er zog aus sieg-
reich und um zu siegen
< 2. Siegel >
(6,3-4;)

Feuerrotes Pferd: Nimmt
den Frieden von der Erde
ihm ward ein großes
Schwert gegeben
< 3. Siegel >
(6,5-6;)

Schwarzes Pferd: Waage
in der Hand. Weizen und
Gerste teuer aber Öl und
Wein nicht antasten
< 4. Siegel >
(6,7-8;)

Fahles Pferd: Tod, und
Hölle folgte. Macht über
1/4 der Erde d. Schwert,
Hunger Tod wilde Tiere
< 5. Siegel >
(6,9-11;)

Seelen der Märtyrer am
Altar: Richte sie. Bekamen
weißes Kleid, ruhen kleine
Zeit bis Mitknechte getötet
< 6. Siegel >
(6,12-17;)

Großes Erdbeben. Sonne
finster, Mond Blut, Sterne
fallen, Himmel Buchrolle
Berge, Inseln bewegt
6a
Sie

< 7. Siegel >
(8,1-6;)

Himmel: Stille1/2 Stunde
Räucherwerk am Altar
7 Engel mit 7 Posaunen
Donner, Stimmen, Blitze
Die zwei Zeugen Gottes weissagen 1260 Tage mit Sacktuch bekleidet (?)


< 1. Posaune >
(8,7;)

Hagel, Feuer, Blut
1/3 der Erde verbrannte
1/3 der Bäume verbrannte
alles Gras verbrannte
< 2. Posaune >
(8,8-9;)

Feuerberg ins Meer
1/3 des Meeres Blut
1/3 des Meereslebens tot
1/3 der Schiffe sank
< 3. Posaune >
(8,10-11;)

Fackelstern vom Himmel
1/3 der Flüsse Wermut
1/3 der Brunnen Wermut
viele Menschen starben
< 4. Posaune >
(8,12-13;)

Sonne, Mond, Sterne
ihr 3. Teil verfinstert
1/3 Tag kein Licht
1/3 Nacht desgleichen
< 5. Posaune / 1. Wehe>
(9,1-12;)

Abgrundstern vom Himmel
Rauch verfinstert Sonne
Heuschrecken schaden
Menschen ohne Siegel 5 M
< 6. Posaune / 2. Wehe>
(9,13-21;)

Die Engel vom Euphrat
Feuer, Rauch, Schwefel
1/3 der Menschen getötet
der Rest tat nicht Buße
6a
Pos

< 7. Posaune / 3. Wehe>
(11,15-19;)

Reiche der Welt Gottes
Gottes Zorn gekommen
Zeit zu richten die Toten
Donner, Stimmen, Blitze
Der Tag des Zornes Gottes - Die 42 Monate des dämonischen Antichrist: Sein Wiedererstehen / Tod der 2 Zeugen / die Nationen zertreten Jerusalem

<7a Pos>
< 1. Schale >
(16,1-2;)

auf die Erde:
ein böses Geschwür
an den Tieranbetern mit
dem Zeichen des Tieres
< 2. Schale >
(16,3;)

ins Meer:
Blut wie eines Toten
und alle lebendigen
Wesen im Meer starben
< 3. Schale >
(16,4-7;)

in Flüsse und Brunnen:
Wasser ward Blut
Prophetenblut vergossen
Blut zu trinken gegeben
< 4. Schale >
(16,8-9;)

in die Sonne:
Menschen versengt
Menschen lästern Gott
aber taten nicht Buße
< 5. Schale>
(16,10-11;)

auf den Thron des Tieres:
Reich finster, Menschen
haben Schmerzen, lästern
Gott aber taten nicht Buße
< 6. Schale>
(16,12;)

auf den Strom Euphrat:
sein Wasser vertrocknete
damit bereitet ist der Weg
den Königen vom Osten
6a
Sch

< 7. Schale>
(16,17-21;)

in die Luft:
Blitze, Stimmen, Donner
großes Erdbeben wie nie
Inseln, Berge nicht mehr

==================================================================================================================

===
<7a Sch>
===================


Der wiedergekehrte Antichrist: Tod der zwei Zeugen



6a Sie
Nach 6. Siegel
(7,1-17;)
Kein Schaden an Erde,
Meer, Bäumen bis Israels
144000 versiegelt sind an
ihren Stirnen. Die aus
der Trübsal haben weiße
Kleider vorm Thron. Das
Lamm leitet sie zu leben-
digen Wassern. Gott
wischt ihre Tränen ab.
6a Pos
Nach 6. Posaune
(10,1-11; 11,1-14;)
Starker Engel mit Wolke:
Mit 7. Posaune ist das
Geheimnis Gottes
vollendet; es wird keine
Wartezeit mehr sein.
Johannes isst Büchlein.
Die zwei Zeugen werden
vom Tier getötet werden.
Erdbeben in Jerusalem
7a Pos
Nach 7. Posaune
(12,1-18; 13.1-18; 14,1-20; 15,1-8;)
Das Weib und der Drache, der Sturz Satans und seiner Engel.
Das Tier aus dem Meer überwindet die Heiligen.
Antichrist und falscher Prophet: die Herrschaft der beiden Tiere.
Das Lamm und seine 144.000 stehen auf dem Berg Zion.
Drei Engel: Evangelium, Gericht, Fall Babylon, Tote im Herrn sterben.
Beginn des Gerichts: der Menschensohn erntet die Erde.
Die Sieger über das Tier sein Bild und seinen Namen singen im Himmel ein Lied.
Die 7 Engel mit den 7 Schalen des Zornes Gottes.
Niemand kann in den Tempel gehen, bis die 7 Plagen vollendet sind.
6a Sch
Nach 6. Schale
(16,13-16;)
Satan, Antichrist
und falscher Prophet
senden Teufelsgeister
aus zu den Königen der
ganzen Welt um Zeichen
zu tun. Satan und
Antichrist sammeln die
Völker zum Streit am Tag
Gottes in Harmagedon

7a Sch
Nach 7. Schale
(17,1-18; 18,1-24;)
Der Untergang Babylons
(19,1-21; 20,1-15;)
Schlacht v. Harmagedon
Antichrist, Prophet im Pfuhl
Gericht Erstauferstehung
Satan im Abgrund
Letzter Kampf Weltgericht
(21,1-27; 22,1-21;)
Die Neue Schöpfung