Diskurs 145 – Der verschlungene Weg des Antichristen zur Weltherrschaft.




Vorwort.

Die Ausgangsbasis.

Der Alleinvertretungsanspruch des biblischen Christentums.

Die Ableitungen.

Der erste, menschliche Antichrist.

Tabelle – Die Weltreiche in der Bibel.

Der zweite, dämonische Antichrist.

Zusammenfassung.

Epilog

Anmerkungen.


Vorwort.

Um es vorweg zu nehmen: dieser Text eignet sich für Geschwister in Christus, welche die biblischen Aussagen über die Große Trübsal bereits kennen und hilfreicher Weise bereits eingehender studiert haben. Es würde zu viel Zeit und Platz in Anspruch nehmen, um hier diese Zusammenhänge grundlegend zu erklären.

Der zweite Hinweis betrifft den Titel dieses Dokumentes. Es ist schon schwierig genug, zu einer Interpretation der Ereignisse der Endzeit an sich zu gelangen, daher scheint eine Analyse deren Hintergründe, wie der verschlungene Weg des Antichristen zur Weltherrschaft, schon fast eine Unmöglichkeit zu sein. Doch überraschenderweise ist das – bei einiger Logik und annäherungsweise – doch möglich, wie ich in der Folge versuchen werde nachzuweisen.

Als beruflicher Analytiker weiß ich, dass jeder Hintergrundanalyse eine ausgeprägte Grundlagenforschung vorangehen muss. Man kann die Quelle, den Ursprung eines Flusses nicht nachweisen, wenn man sie vorher nicht gesucht und gefunden hat. Und so ist es auch bei den verschiedensten Projekten in Verwaltung, Wirtschaft und Informatik.

Doch wenn dieser Grundsatz auch im weltlichen Bereich gilt, bei der Bibelexegese ist es anders. Nicht zuletzt deswegen, weil hier die Zusammenhänge viel schwieriger zu interpretieren sind. Und daher ist auch eine vollständige und abschließende Beurteilung der Abläufe, mangels entsprechender genauerer Informationen, nie möglich.

Und genau das ist nun der Grund, weshalb wir bei biblischen Zusammenhängen gezwungen sind in umgekehrter Reihenfolge vorzugehen. Wir müssen versuchen, aus den spärlichen und oft versteckten Aussagen der Autoren der Bibelbücher, Hinweise zu finden, welche uns helfen, den Ursprüngen auf die Spur zu kommen.

Um beim obigen Beispiel zu bleiben, könnten wir z.B. das Flusswasser untersuchen, ob die Wasserinhaltsstoffe die typischen Salze einer, der in Frage kommenden Quellen enthält. Wie man sieht, ist das ein sehr mühsames und natürlich auch oft anzuzweifelndes Unterfangen. Und gleicherweise gilt das auch für die gegenständliche Analyse.

Was mich dennoch dazu bewog, den Versuch zu unternehmen, war eine Erkenntnis aus den Ursprüngen des Christentums. Wenn vor zweitausend Jahren die damaligen jüdischen Schriftgelehrten ihre Schriften besser studiert und – vielleicht auch mutiger – interpretiert hätten, hätten sie möglicherweise ihren Messias erkannt und ihn aufgenommen. Dann wäre der Lauf der Weltgeschichte ein anderer geworden. Doch anstatt dessen haben sie ihren Messias ermorden lassen und so die Welt in ein zweitausendjähriges Chaos gestürzt.



Die Ausgangsbasis.

Dass der Antichrist in der Großen Trübsal herrschen wird ist in christlichen Kreisen allgemein bekannt. Aber schon die Tatsache, dass der Antichrist nach der Schrift etwas mit dem Satan zu tun hat, überrascht manche Geschwister. Dennoch ist das der Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen.

Das Wort "Antichrist" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Gegenchristus". Aber genauso richtig kann man auch übersetzen mit "Anstattchristus". Und hier wird es nun interessant. Denn unser Herr Jesus Christus, hat seinerzeit, als es offenkundig war, dass die Juden ihn als ihren Messias nicht aufnehmen werden, zu den Juden gesagt:

Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.

Jh 5,39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; 5,40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 5,41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 5,42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 5,43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. Jh 5,39-43;


Der Herr sagt hier: "Ich bin gekommen im Namen meines Vaters, und ihr nehmt mich nicht auf". Er ist, wie wir wissen, gemäß den Prophezeiungen der Schrift als Messias (hebräisch=maschiach, aramäisch=meschicha, griechisch=Christos, lateinisch= Christus, was soviel heißt, wie "Gesalbter", (von Gott Gesalbter) nach Israel gekommen.

Nun ist es ja nicht so, dass die Juden nicht wissen konnten, dass er der Messias ist. In ihrem Tanach – unserem Alten Testament – gibt es einige Prophezeiungen auf den kommenden Messias. Hier z.B. eine Prophezeiung auf seine Geburt und sein späteres Wirken in der Kraft und Macht seines Gottes:

Und du, Bethlehem Efrata, (…) aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei.

Mi 5,1 Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. 5,2 Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel. 5,3 Er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Mi 5,1-3;


Doch auch im damaligen Geschehen gab es Hinweise auf seine Identität. So hat Gott selbst – der Vater – die Sohnschaft Jesu bestätigt.

Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; ihn hört.

Mt 17,1 Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit und führt sie für sich allein auf einen hohen Berg. 17,2 Und er wurde vor ihnen verwandelt; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht. 17,3 Und siehe, Mose und Elia erschienen ihnen und unterredeten sich mit ihm. 17,4 Petrus aber hob an und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten machen, dir eine und Mose eine und Elia eine. 17,5 Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme erging aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; ihn hört. 17,6 Und als die Jünger es hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. 17,7 Und Jesus trat herzu, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht. 17,8 Als sie aber ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Mt 17,1-8;


Mit ihm als Messias, sollte Israel "Haupt der Nationen", also Weltmacht werden. Gott würde sie aus der ganzen Welt sammeln, er würde ihnen ihren König David wieder auferwecken und der sollte wieder ihr König werden und all die Verheißung für das "Königreich" sollten Realität werden.

Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzt über das Haupt der Nationen!

Jer 31,7 Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzt über das Haupt der Nationen! Verkündet, lobsingt und sprecht: Gerettet hat der HERR sein Volk, den Überrest Israels! 31,8 Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von dem äußersten Ende der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende, sie alle zusammen; als eine große Volksversammlung kehren sie hierher zurück. 31,9 Mit Weinen kommen sie, und unter Flehen führe ich sie. Ich bringe sie zu Wasserbächen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht stürzen. Denn ich bin Israel wieder zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener. Jer 31,7-9;


Hätten die damaligen Schriftgelehrten in Israel also besser nachgeforscht, sie hätten zweifellos seine Identität bestätigt bekommen. Aber das taten (wollten??) sie nicht. Anstatt dessen haben sie ihn beschuldigt, ein Betrüger und Lästerer zu sein, weil er ihnen sagte, dass er der Sohn Gottes ist und haben ihn zum Tod verurteilt und an die Römer zur Kreuzigung ausgeliefert.

Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört - er ist des Todes schuldig.

Mt 26,59 Die Hohenpriester aber und das ganze Synedrium suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; 26,60 und sie fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten. Zuletzt aber traten zwei herzu 26,61 und sprachen: Dieser sagte: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und ihn in drei Tagen aufbauen. 26,62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Was bringen diese gegen dich vor? 26,63 Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester hob an und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes! 2664 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Sohn des Menschen zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.

26,65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. 26,66 Was meint ihr? Sie aber antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. 26,67 Dann spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten; einige aber schlugen ihn ins Gesicht 26,68 und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist es, der dich schlug? Mt 26,59-68;


Schließlich, gegen Ende seiner Lebenszeit, hat der Herr die Israeliten gewarnt und sie darauf hingewiesen, was sie erwartet, wenn sie nicht glauben werden, dass er der Messias ist. Sie werden in ihren Sünden sterben. Und wie wir im christlichen Glauben wissen, wird jeder Mensch, der ohne Vergebung seiner Sünden stirbt, in die Hölle fahren.

Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,21 Er sprach nun wieder zu ihnen: Ich gehe hin, und ihr werdet mich suchen und werdet in eurer Sünde sterben; wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen. 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen? 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,21-24;


Das Problem dabei ist, dass die Juden in ihrem mosaischen Glauben, durchaus eine Sündenvergebung durch die Sündopfer und Schuldopfer hatten. Schafe, Ziegen oder Rinder, welche am Brandopferaltar im Tempel in Jerusalem - und sonst nirgendwo (Mt 5Mo 12,13-14;) – dargebracht werden mussten und den Sünder von seinen Sünden befreiten.

Das wussten die Juden, sie hatten aber keine Ahnung davon, dass etwa vierzig Jahre danach, im Jahre 70 n.Chr., sowohl Tempel, als auch Brandopferaltar, ja ganz Jerusalem von den römischen Legionen unter Titus, dem Erdboden gleich gemacht werden würde (Flavius Josephus, Bell, 6,254-259). Und noch einmal 65 Jahre später, 135 n.Chr., wurden die Juden überhaupt aus Judäa in die ganze Welt vertrieben – in die Diaspora.

Sie haben also – bis heute – keine Möglichkeit, ihre Sünden vergeben zu bekommen, es sei denn, sie bekehren sich zu Jesus Christus und werden Christen. Diese Option haben aber in den letzten zweitausend Jahren nur ganz wenige der jüdischen Bevölkerung in Anspruch genommen.

Neben der Tatsache, dass der Herr den Juden hier vor Augen führte, dass er der Messias ist und dass sie in ihren Sünden sterben, also ohne Sündenvergebung in die Verdammnis fahren werden, wenn sie das nicht glauben, zeigt diese Passage auch die absolute Gottesferne des damaligen Volkes Israel.

In Vers Jh 8,44 sagt ihnen der Herr dann auch: "Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.". Ohne dies nun als Beweis dafür anzuführen, dass alle Israeliten damals vom Teufel besessen waren, ist es doch ein Hinweis darauf, dass der Satan zumindest seine Hand im Spiel hatte.

Eine weitere Folge dieses Gottesmordes ist der Umstand, dass die Juden seit dieser Zeit keinen Kontakt mehr zu ihrem Gott haben. Beim Tod seines Sohnes, hat Gott das Allerheiligste des Tempels, wo er bei den Israeliten wohnte, sowie den Tempel und das Volk Israel verlassen.

Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss von oben bis unten in zwei Stücke (Gott hat den Tempel verlassen).

Mt 27,50 Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss von oben bis unten in zwei Stücke; 27,51 und die Erde erbebte, und die Felsen rissen. Mt 27,50-51;


Durch die Ablehnung des Messias hat Israel den Bund mit seinem Gott gebrochen und Gott hat diesen Bund aufgelöst und 40 Jahre später den Tempel in Jerusalem samt Brandopferaltar zerstören lassen. Damit konnte nach mosaischem Ritus kein Sündopfer mehr erbracht werden und den Israeliten konnten ihre Sünden nicht mehr vergeben werden.

Der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, diesen meinen Bund, den sie gebrochen haben.

Jer 31,32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, diesen meinen Bund, den sie gebrochen haben; und doch hatte ich mich mit ihnen vermählt, spricht der HERR. Jer 31,32;

(Siehe auch Diskurs 140: "Die Zerstörung des Tempels.")


Waren sie vorher das "Volk Gottes", sind sie seither ein "Gott-loses Volk". Auch das ist eine biblische Tatsache, welche die Juden bis heute nicht zur Kenntnis genommen haben.

Seit der Ermordung des Sohnes Gottes, hat Gott alle Verheißungen für dieses Volk zurückgestellt. Sie sind zur Strafe aus ihrem Land vertrieben worden. Vor der Welt wollen sie das jedoch nicht eingestehen und haben versucht mit einer selbst organisierten Rückholaktion nach Israel, die Rückführung durch ihren und unseren Gott vorzutäuschen.

Die heutige Bevölkerung in Israel ist in der überwiegenden Mehrheit gottlos, wie auch die Menschen in den übrigen Nationen. Denn die Religionen dieser Welt sind alle von Menschen erfundene Götzenanbetungen. Sie beten die Schöpfung an, anstatt den Schöpfer. Es gibt nur einen einzigen lebendigen, dreieinigen Gott. Und der wird nicht in einer Religion angebetet, sondern in der Wahrheit und im Geist des Menschen.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.

Jh 4,23 Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Jh 4,23-24;

Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.

Mt 6,5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Versammlungen und an den Ecken der Straßen (oder an der "Klagemauer"! / FH) stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. 6,6 Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. 6,7 Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen erhört werden. 6,8 Seid ihnen nun nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Mt 6,5-8;


Das ist das wahre Christentum, das ist der wahre christliche Glaube: Wer an Jesus Christus glaubt, der ist gerettet. Die Frage, wo da denn der Glaube an Gott bleibt, hat unser Herr selbst beantwortet:

Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.

Jh 12,44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; 12,45 und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Jh 12,44-45;


Und wie man sieht, gibt es keine einzige Religion auf dieser Welt, welche das erkannt hat und lehrt. Die katholische Kirche hatte einst die Chance, eine wahre christliche Kirche zu werden. Doch dann konnten sie der Versuchung nicht widerstehen und haben sich von Macht, Reichtum und Einfluss vom rechten Weg abbringen lassen, Götzen erfunden (die "Maria", die verstorbenen "Heiligen" – alles Totenkult) und ihr Kirchenvolk betrogen. Seither ist auch der Katholizismus eine falsche und gotteslästerliche Religion wie alle anderen Götzenreligionen dieser Welt auch.

Der Mensch muss also nach christlichem Glauben für seine Sünden nicht mehr sterben (den zweiten Tod, die Hölle), denn der Sohn Gottes ist stellvertretend für ihn gestorben. Das muß der Mensch nur glauben. Um seinem Gott zu begegnen und mit ihm zu sprechen (zu beten), muss der Mensch nicht mehr in "Gotteshäuser" gehen, sich von "Gottesmännern" leiten lassen, um in Kirchen gedankenlos irgendwelche auswendig gelernte "Gebete" herunterzuleiern.

Gott ist bereit, zu jedem Menschen persönlich zu kommen. Wenn dieser Mensch aufrichtig darum bittet und bereit ist, nur die absolute Wahrheit in seinen Gedanken zuzulassen, kann er seinen Gott im Geist begegnen.

Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

Jh 14,18 Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch. 14,19 Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich: weil ich lebe, werdet auch ihr leben. 14,20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. 14,21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. 14,22 Judas, nicht der Iskariot, spricht zu ihm: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? 14,23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 14,24 Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Jh 14,18-24;


Der Alleinvertretungsanspruch des biblischen Christentums.


Der Alleinvertretungsanspruch des biblischen Christentums.


Gott ist für jeden einzelnen Menschen erreichbar, der das wünscht.
Allerdings nicht in verschiedenen Religionen, sondern in seinem Sohn Jesus Christus.
(Mt 28,18; Jh 14,6)

Jede Religion, die nicht Jesus Christus als den Sohn Gottes und einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen im Mittelpunkt ihres Glaubens hat, ist eine falsche Religion.
(Ps 118,22; Jes 28,16; Mt 11,27; Mk 12,10; Jh 3,35-36; Jh 5,22-23; Lk 20,17; 1Tim 2,5; 1Ptr 2,6-7)

-- o --

Jedes Gebet, welches nicht ausschließlich an Jesus Christus oder den Gott der Bibel gerichtet ist, richtet sich an Götzen und ist Gott ein Gräuel.
(Jer 10,2-5)

-- o --

Der biblisch-christliche Glaube,  mit der Bibel als alleiniger Glaubensgrundlage und ohne irgendwelche, von Menschen erfundenen Zusätze (Talmud, Katechismus, Koran etc.), ist daher die "enge Pforte", die einzige Möglichkeit in dieser Welt, welche die Menschen zum Glauben an das sühnende Kreuzesopfer des Sohnes Gottes führt und damit durch die Sündenvergebung den Zugang zu dem einen und einzigen Gott der Bibel ermöglicht.
(Mt 7,13)

Nachdem es nur diesen einen und einzigen, lebendigen Gott und seinen Sohn Jesus Christus gibt, ist jede Toleranz gegenüber anderen, erfundenen Göttern, ein Betrug an den aufrichtig ihren Schöpfer suchenden Geschöpfen und daher auf das Schärfste zu verurteilen.

Glauben Sie daher keinem dieser falschen Prediger, egal welcher Religion. Denn jene die tote Götzen anbeten, sind gottlos und die nur den Vater anbeten, glauben nicht an den Sohn. Doch wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht.
(1Jh 2,23)

Jene aber, die vorgeben christlich zu sein, beten entweder katholische Götzen an oder haben als Protestanten schwule Bischöfe. Sie sind alle faule Früchte von faulen Bäumen. Ihr Gott hört sie nicht, ihre Gebete gehen ins Leere und ihr Segen wird zum Fluch!
(Mt 7,16-18)






Die Ableitungen.

Wir gehen also bei der weiteren Interpretation von folgenden biblischen Tatsachen aus:

1.  Es gibt nur den einen und einzigen dreieinigen Gott.

2.  Alle Religionen dieser Welt sind menschliche Erfindungen und daher Götzenkult.

3.  Es gibt weltweit nur zwei Glaubensgemeinschaften, welche diesen einen Gott anbeten:

  die Juden im mosaischen Glauben und
  die biblischen Christen im christlichen Glauben.

4.  Die Juden haben durch ihren Deizid jeden Kontakt zu ihrem Gott verloren.

5.  Seither ist die biblisch-christliche Glaubensgemeinschaft die weltweit einzige Verbindung der Menschen zu ihrem Gott.


Der erste, menschliche Antichrist

Und - so unglaublich es auch scheinen mag - gerade diese letzte Ableitung führt uns zu einer ganz neuen Sicht der Beweggründe für das Agieren des Antichrists. Wenn man die, von den verschiedenen christlichen Denominationen geprägten Ansichten vergisst und sich auf die geistige Verbindung zu unserem Gott und seinem Sohn konzentriert, wird man auf bisher kaum beachtete Hinweise aufmerksam, welche das biblische Geschehen in einem etwas anderen Licht erscheinen lassen.

Eine eher wenig beachtete Aussage des Herrn, lässt in diesem Zusammenhang eine durchaus plausible aber auch sehr gefährliche Wahrscheinlichkeit erkennen.

Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.

Jh 5,39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; 5,40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 5,41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 5,42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 5,43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. Jh 5,39-43;


Dieser "Andere", den der Herr hier mit sich selbst – dem Christus oder Messias – vergleicht, kann also nur der Antichrist sein, der kommen wird und wie der Herr hier sagt, von den Juden aufgenommen werden wird. Das bedeutet aber, dass der Antichrist zuerst einmal ein Jude sein muss, denn ein Nichtjude würde von den Juden als Messias nie akzeptiert werden.

Und er wird auch nicht als "Gegenchristus", sondern – wie auch aus der obigen Aussage des Herrn erkenntlich ist – als "Anstattchristus" kommen. Er wird als der, von den Juden schon seit zweitausend Jahren erwartete Messias auftreten. Hier werden möglicherweise die "Messianischen Juden" eine wichtige Rolle spielen, da gerade sie sehr leicht vom christlichen Messias zum falschen Messias wechseln könnten.

Dieser erste Antichrist wird behaupten der echte Messias zu sein, dass Jesus von Nazareth ein Betrüger und Gotteslästerer war und dass die Prophezeiungen der Schrift jetzt von ihm erfüllt würden und er nun Weltherrscher und Israel Weltmacht werden wird (Jer 31,6-7).

Bei der Beschreibung des Antichristen in der Bibel, wo ihn Paulus im zweiten Brief an die Thessalonicher als "Gesetzloser" und "Böser", Johannes in der Offenbarung als das "Tier aus dem Meer" bezeichnen, erfahren wir mehr über ihn:

Der Gesetzlose aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern.

2The 2,8 Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus töten mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt. 2,9 Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern 2,10 und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden. 2The 2,8-10;

Ein Tier steigt aus dem Meer(politische Systeme) und der Drache gibt ihm Kraft, Macht und seinen Thron.

Off 13,1 Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen. 13,2 Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht.  13,3 Und ich sah eines seiner Häupter, als wäre es tödlich verwundet (das siebente und letzte Haupt - der erste Antichrist)  und seine tödliche Wunde wurde heil. Und die ganze Erde wunderte sich über das Tier, 13,4 und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kämpfen? Off 13,1-4;


In dieser ersten Hälfte seiner Herrschaft wird er sich als erster Antichrist an den mosaischen Glauben halten und Andersgläubige – insbesondere die Christen – verfolgen und auch töten lassen (Mt 10,17-23; Mt 24,9-10; Mk 13,9-13). Er wird die mosaische Religion als Staatsreligion einführen (Off 2,9; 3,9) und möglicherweise sogar das Neue Testament verbieten.

Den Tempel in Jerusalem wird er wieder aufbauen lassen und behaupten, dies sei die Erfüllung der Prophezeiungen in Sach 6,12-15. Im Laufe seiner "Kooperation" mit Israel wird er jedoch immer weniger den mosaischen Glauben vertreten, sondern immer mehr sich selbst als Objekt der Anbetung in den Vordergrund rücken.

Gegen Ende seiner Herrschaft wird er dann das tägliche Opfer abschaffen (Mt 24,15; Dan 9,27), sein eigenes Bild im Tempel aufstellen lassen und verlangen, dass nunmehr er als Gott der Israeliten angebetet wird. Hatten die Juden schon Probleme mit ihm, als er sukzessive vom mosaischen Glauben abgefallen war, werden sie nun den Bund mit ihm ganz lösen.

Wenn dann der Sohn Gottes zur Entrückung der toten und der noch lebenden Christen kommt (2The 2,8; Mt 24,29-31; Mk 13,24-27; Lk 17,24-37), wird er diesen ersten Antichristen töten, wie uns unten, in 2The 2,8 Paulus und oben, in Off 13,3, Johannes berichten. Das ist das Ende der Herrschaft des ersten menschlichen Antichristen.

Der Menschensohn wird kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Mt 24,29 Sogleich aber nach der Trübsal jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 24,30 Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. 24,31 Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Mt 24,29-31;

Der Gesetzlose, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes bei seiner Ankunft.

2The 2,7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist; 2,8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; 2,9 ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge 2,10 und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, daß sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Errettung nicht angenommen haben. 2The 2,7-10;


Dieser biblische Hinweis, dass beim Kommen des Herrn "die Sterne vom Himmel fallen", könnte auch darauf hinweisen, dass dies die gefallenen Engel des Satans sind – die Geister der Dämonen –, welche in der Endzeit ihren Warteplatz in den oberen Schichten der Atmosphäre verlassen dürfen und – ähnlich wie der Sohn Gottes bei seiner Herabkunft "wie der Blitz blitzend leuchtet" (Lk 17,24) – wie Kugelblitze auf die Erde fallen.

Der Heilige Geist, der nach der Himmelfahrt des Sohnes Gottes von diesem auf die Erde gesandt wurde (Jh 14,7) und seither diese Dämonen "zurückgehalten" hat, (oben, 2The 2,7) nun, bei der Wiederkunft des Herrn auf die Erde, "aus dem Weg ist", also wieder zum Vater in den Himmel auffährt (es scheint so, als ob immer einer der beiden - Sohn oder Heiliger Geist - beim Vater im Himmel sein muss).

Diese Dämonen waren ja bereits vor zweitausend Jahren, nach ihren Hinauswurf aus dem Himmel, hier auf Erden. Damals hatten sie, mit Satan als ihren Anführer, den Kampf im Himmel gegen die Engel Gottes unter der Führung des Erzengels Michael verloren, flüchteten auf die Erde und hatten im Geist von Menschen Zuflucht gesucht. Sie wurden aber dann von Jesus und seinen Jüngern ausgetrieben (Mt 10,1; Mk 1,27; 5,13; 6,7 etc.) und der "Sachwalter" (Jh 15,26), der Heilige Geist, den der Herr gesandt hat, hielt sie von der Erde ab.

(Siehe auch Diskurs 137: "Der biblisch-christliche Glaube – Der Kampf im Himmel.")


Die Weltreiche in der Bibel. (QUERFORMAT)






Ägyptisches
Reich



Assyrisches
Reich



Babylonisches
Reich



Medopersisches
Reich



Griechisches
Reich



Römisches
Reich



Antichristliches Reich
(Die Große Trübsal)

Millennium
(Friedensreich)



Letzter
Kampf



Off 17



9-11;
Thutmosis


9-11;
Assurnasirpal


9-11;
Nebukadnezar


9-11;
Kores (Cyrus)


9-11;
Alexander


9-11;
Augustus


9-11;
Tier


Off 20,4-7;
Jesus Christus


8-11;
Satan (Tier)








1.
Haupt / König
gefallen



2.
Haupt / König
gefallen



3.
Haupt / König
gefallen



4.
Haupt / König
gefallen



5.
Haupt / König
gefallen



6.
Haupt / König
ist da



    7.            
1. Antichrist   Haupt / König       2. Antichrist  
    Meer       wird kommen        Abgrund      
Off 13,1                Off 13,7; 11,7
Siegelgerichte           Tag des HERRN 

Erste Auferstehung:
die Märtyrer werden
lebendig und regieren
 mit Christus
1000 Jahre

8.
Haupt / König
war der 7.



Off 6





















2;

E
N
T











2The 2
Mt 24
Off 7





























1-8
29
14












Hes

Off
31,2-11;




















R
Ü

C
39,1-13;
Har-Magedon
16,16; 19,19-24;



38,1-13;


Jes 10

5-16;





K



Dan 2














32. 37-38;
Haupt
Gold


32. 39;
Brust, Arme
Silber


32. 39
Bauch Lenden
Kupfer


33. 40
Schenkel
Eisen


33. 41-43
Füße
Eisen, Ton

U
N
G


42. 44
Zehen Eisen Ton
zehn Könige


34-35. 44-45
Berg
ohne Zutun Stein







Dan 7
















4;
Löwe
Adlerflügel
|
|

5;
Bär
auf einer Seite
|
|

6;
Panther
vier Köpfe
|
|

7;
Ungeheuer
Eisenzähne
10 Hörner
|

8;
kleines Horn
Lästermaul
|
|

 

11;
dem Feuer
übergeben
|
|

13-14;
Menschensohn









Off
13




19
20















V
2;
Löwenrachen




V
2;
Bärenfüße




V
2;
Panthergestalt




V
1;
zehn Hörner




V
3;
zum Tod
geschlachtet
aber geheilt



V
4.14;
fals. Prophet
im Feuersee
20;







2-6;






7-10;



Der zweite, dämonische Antichrist.

Diesen verstorbenen ersten Antichristen wird der Satan wieder aus den Toten erwecken (Off 13,3) und den nunmehrigen Dämon mit all seiner – des Satans – Kraft und Macht ausstatten, ja ihm sogar seinen Thron geben (2The 2,9-10; Off 13,2).

Die Wiedererweckung durch Satan finden wir einmal in Off 13,3, wo Johannes davon schreibt, dass eines der Häupter des Tieres (das 7. und letzte Haupt) tödlich verwundet war "und seine tödliche Wunde wurde heil". Und dann finden wir die Wiedererweckung durch Satan auch in Off 11,7, wo es plötzlich heißt dass das Tier - offensichtlich das Tier aus dem Meer, aus Off 13, das nunmehr aus dem Abgrund=Totenreich (Hiob 26,6) aufsteigt - die zwei bis dahin unbezwingbaren Zeugen Gottes tötet.

Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen und wird sie überwinden und sie töten.

Off 11,3 Und ich werde meinen zwei Zeugen Kraft geben, und sie werden 1.260 Tage weissagen, mit Sacktuch bekleidet. 11,4 Dies sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. 11,5 Und wenn jemand sie beschädigen will, so kommt Feuer aus ihrem Mund hervor und verzehrt ihre Feinde; und wenn jemand sie beschädigen will, muss er so getötet werden. 11,6 Diese haben die Gewalt, den Himmel zu verschließen, damit während der Tage ihrer Weissagung kein Regen falle; und sie haben Gewalt über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln, und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, sooft sie nur wollen. 11,7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen und wird sie überwinden und sie töten. Off 11,3-7;


Der Umstand, dass diese zwei Zeugen Gottes unbezwingbar waren und dieses Tier aus dem Abgrund (Totenreich) sie dennoch töten konnte, spricht dafür, dass hier der Satan seine Hand im Spiel hat. Er gibt diesem wiedererweckten Menschen (Dämon) seine Kraft und Macht, indem er sich selbst im Geist dieses Tieres manifestiert.

Dieser zweite, dämonischer Antichrist wird ebenfalls behaupten, selbst Gott zu sein und wird sich und seinen "Schöpfer" – den Satan – von den Menschen anbeten lassen (Off 13,4).

Und hier sind wir nun beim Thema. Als erster Antichrist war er in Israel mit dem mosaischen Glauben als "Messias" zur Macht gelangt. Der Satan wollte mit ihm - wie das die Bibel vom echten Messias prophezeit - mit Israel als Weltmacht, Weltherrscher werden. Doch das hat der Sohn Gottes verhindert.

Mit dem auferweckten zweiten Antichristen wird das jedoch in jeder Beziehung anders sein. Er wird sich nicht mehr des Volkes Israel bedienen, sondern er wird sich selbst als "Sohn Gottes" und den Satan als "Gottvater" darstellen und beide von den Menschen der ganzen Welt anbeten lassen.

Jesus Christus ist als Sohn Gottes und als der wahre Messias, im Namen, in der Kraft und in der Macht Gottes, seines Vaters zu den Israeliten gekommen.

Er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes.

Mi 5,1 Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. 5,2 Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel. 5,3 Er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Mi 5,1-3;


Und genau das will nun auch der Satan imitieren. Er lässt seinen "Sohn", den dämonischen Antichristen, in seiner - des Satans - kraft und Macht auftreten und gibt ihm sogar seinen Thron.

Ihm wurde Macht gegeben über alle Stämme und Völker und Sprachen und Nationen.

Off 13,7 Und ihm wurde Macht gegeben, zu kämpfen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ihm wurde Macht gegeben über alle Stämme und Völker und Sprachen und Nationen. 13,8 Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht vom Anfang der Welt an geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist. Off 13,7-8;


Und der dämonische Antichrist wird jetzt nicht mehr als jüdischer Messias auftreten, sondern wird sich selbst – in einer neuen Religion – zum "Gott" erheben und anbeten lassen. Mit dem falschen Propheten – dem katholischen Papst – als Helfer und die katholische Kirche als "Basisorganisation" wird er in kurzer Zeit weltweit zu Macht und Ruhm kommen.

Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde (religiöse Systeme) aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm (christlich), und es redete wie ein Drache (teuflisch).

Off 13,11 Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm, und es redete wie ein Drache. 13,12 Und die ganze Macht des ersten Tieres übt es vor ihm aus, und es veranlaßt die Erde und die auf ihr wohnen, daß sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde (den zweiten Antichristen!!) . 13,13 Und es tut große Zeichen, daß es selbst Feuer vom Himmel vor den Menschen auf die Erde herabkommen läßt; 13,14 und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, wegen der Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben wurde, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dem Tier, das die Wunde des Schwertes hat und wieder lebendig geworden ist, ein Bild zu machen.

13,15 Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres Odem zu geben, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. 13,16 Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, daß man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt; 13,17 und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Off 13,11-17;

Jud 1,7
Papst
LUCIFER WORSHIPED IN VATICAN
(LUZIFER WIRD IM VATICAN ANGEBETET)
(Video)


Und das ist dann der Moment, wo der Antichrist mit dem Trick eines "Malzeichens", welches jeder Mensch bei sonstiger Todesstrafe aufweisen muss, um kaufen oder verkaufen zu können, die ganze Welt unterjochen wird. Darüber hinaus wird jeder Mensch auf dieser Welt, der das Bild des Antichristen nicht anbetet, im Geist kontrolliert und erkannt und sofort getötet.

Eine besondere Hilfe dabei wird ihm der falsche Prophet sein, der all diese Maßnahmen veranlassen wird, wie den Auftrag an "die Erde und die auf ihr wohnen", dem Antichrist ein Bild zu machen und dieses Bild anzubeten, sich ein Malzeichen an die Stirn oder die rechte Hand geben zu lassen, sodass "niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat".

Glücklicherweise wird die Herrschaft dieses Antichristen nicht sehr lange dauern. Aber trotzdem wird er in den wenigen Jahren seiner Tyrannis sehr viele Menschen, hauptsächlich Christen, welche sich diesen Geboten widersetzen, töten lassen. Am Ende seiner Herrschaft wird er sich dann völlig überschätzen und gegen den Sohn Gottes kämpfen.

Satan, der dämonische Antichrist und sein falscher Prophet werden Geister aussenden zu den Königen der ganzen Erde, um sie und ihre Heere in Harmagedon zum Kampf gegen den Sohn Gottes und dessen himmlisches Heer zu versammeln. Der Antichrist und sein falscher Prophet wurden lebendig in den Feuersee geworfen.

Der Rest des großen irdischen Heeres und ihre Könige wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Munde des Sohnes Gottes hervorging. Satan selbst wird für die tausend Jahre des Millenniums im Abgrund gebunden und dann noch einmal für kurze Zeit losgelassen.

Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Harmagedon heißt.

Off 16,13 Und ich sah aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten drei unreine Geister kommen, wie Frösche; 16,14 denn es sind Geister von Dämonen, die Zeichen tun, die ausziehen zu den Königen des ganzen Erdkreises, sie zu versammeln zu dem Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen. 16,15 (Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt einhergehe und man seine Schande sehe!) 16,16 Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Harmagedon heißt. Off 16,13-16;

Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet.

Off 19,19 Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer Krieg zu führen.19,20 Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet – der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild anbeteten – lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. 19,21 Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß; und alle Vögel wurden von ihrem Fleisch gesättigt. Off 19,19-21;


Der Satan wird dann, nach dem Millennium, noch ein letztes Mal losgelassen, um die Menschen zu verführen und alle, welche sich zu ihm bekennen, hinauf nach Jerusalem führen, um Gott den Allmächtigen zu besiegen und sich an seine Stelle zu setzen. Doch schon auf dem Weg nach Jerusalem wird Feuer vom Himmel fallen und alle Anhänger des Satans vernichten.

Dann wird auch der Satan endgültig in den Feuersee geworfen. "Wenn nun aber alles dem Sohn Gottes unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei." (1Kor 15,28)


Zusammenfassung.



Unter der Voraussetzung, dass die obigen Interpretationen im Ansatz stimmig sind, ergeben sich daraus folgende Schlussfolgerungen:

 Der erste Versuch Satans, mit den ersten, menschlichen Antichristen als Messias und dem Volk Israel zur Weltherrschaft zu gelangen, wurde durch den Sohn Gottes, bei dessen Wiederkunft zur Entrückung, mit der Tötung dieses ersten Antichristen vereitelt. Mit der Wiederkunft des Sohnes Gottes wird jedoch auch der Heilige Geist abberufen und die Engel des Satans, die seit 2000 Jahren im Orbit warten, können nun wieder auf die Erde (John Glenn: "Myriaden von Sternen").

 Nun wird mit dem zweiten, dämonischen Antichristen, das zum Programm, was am Ende der Herrschaft des ersten Antichristen bereits erkennbar war. Nämlich, dass es dem Satan gar nicht darum geht, die Prophezeiung zu erfüllen und Israel zur Weltmacht zu führen, sondern hauptsächlich darum, selbst Weltherrscher zu werden.

 Er kümmert sich auch nicht mehr um die mosaische Religion, sondern will selbst zur "Weltreligion" werden. Doch dafür fehlt ihm, in der Kürze der Zeit, die erforderliche Infrastruktur und die Logistik, welche ihm beide mit Israel – wenn auch in eingeschränktem Umfang – zur Verfügung gestanden wären. Doch wie er aus jahrtausendlanger Zusammenarbeit weiß, gibt es da einen Helfer in der Not.

 Der katholische Papst war schon immer ein williger und erfolgreicher Helfer, wenn es darum ging, dem Teufel in der Welt Gehör zu verschaffen. Und darüber hinaus, hat gerade die katholische Kirche die erforderliche Infrastruktur und Logistik in einem einzigartigen Umfang: ein Kirchenvolk von 1,3 Milliarden Katholiken, Götzenanbetung (die "Maria"), Totenkult (die verstorbenen "Heiligen") und nicht zuletzt zigtausende Kirchen in fast allen Ländern der Welt.

 Und so holt er sich den katholischen Papst (den letzten1)) ins Spiel. Und er gibt ihm, was sich Päpste schon immer gewünscht haben: neben mehr Macht und Einfluss, die Fähigkeit, Wunder zu wirken. Damit gewinnt er im Papst einen verlässlichen und ergebenen Diener für sich und den Antichristen (Off 13,11-17). Und so wird der Papst auch veranlassen, dass in allen Kirchen der Welt das Kreuz Christi gegen das Bild (TV-Bildschirm?) des Antichristen ausgetauscht und angebetet wird. Das ist dann die "Neue Weltordnung".

 Der Satan (Drache), der dämonische Antichrist und sein falscher Prophet, tyrannisieren dann die Menschheit einige Jahre und töten viele Menschen (Christen), weil diese sich weigern, das Bild des Antichristen anzubeten. Am Ende der antichristlichen Herrschaft werden diese drei die Könige der Erde mit ihren Heeren zum Kampf gegen den Sohn Gottes und sein himmlisches Heer in Harmagedon versammeln. Sie werden diese Schlacht verlieren und Antichrist und falscher Prophet in den Feuersee geworfen.

 Während des darauffolgenden Millenniums wird der Satan im Abgrund gebunden sein und erst wieder nach den tausend Jahren losgelassen, um dann die ihn hörigen Menschen nach Jerusalem zum Kampf gegen Gott zu führen. Auf dem Weg dorthin fällt Feuer von Himmel und vernichtet alle seine Anhänger. Der Satan wird dann endgültig auch in den Feuersee geworfen.



Epilog

Eingangs habe ich am Ende meines Vorworts geschrieben:

Wenn vor zweitausend Jahren die damaligen jüdischen Schriftgelehrten ihre Schriften besser studiert und – vielleicht auch mutiger – interpretiert hätten, hätten sie möglicherweise ihren Messias erkannt und ihn aufgenommen. Dann wäre der Lauf der Weltgeschichte ein anderer geworden. Doch anstatt dessen haben sie ihren Messias ermorden lassen und so die Welt in ein zweitausendjähriges Chaos gestürzt.


Wenn die obigen Schlussfolgerungen richtig sind, dann gehen wir in der Endzeit einer ähnlichen Katastrophe entgegen, wie sie sich in Israel vor zweitausend Jahren zugetragen hat. Nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Haben die jüdischen religiösen Führer damals den echten Messias für den falschen gehalten, ihn zum Tod verurteilt und ermorden lassen, werden sie in der Endzeit den falschen Messias für den echten halten und damit die Welt neuerlich für kurze Zeit ins Chaos stürzen.

Wie die Bibel prophezeit, wird das diesmal eine Katastrophe sein, wie sie die Welt noch nie erlebt hat und auch nie wieder erleben wird. Sie wird Milliarden Menschen das Leben kosten und den Planeten bis zur Unbewohnbarkeit zerstören. Es wird nur wenige Überlebende geben. Die Menschheit wird all ihrer technischen, wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften der letzten tausend Jahre beraubt werden. Die Überlebenden werden ihr täglich Brot wieder mit Ackerbau und Viehzucht verdienen und ihre Reisen im Pferdewagen unternehmen müssen.

Ähnlich, wie Gott das Volk Israel vor zweitausend Jahren für ihren Deizid bestraft hat, indem er vierzig Jahre später die Stadt Jerusalem samt dem Tempel und dem Brandopferaltar von den Legionen des Titus’ dem Erdboden gleich machen und die Juden aus ihrem Land in die weltweite Diaspora zerstreuen ließ, wird in der Endzeit die gesamte Menschheit erkennen müssen, dass es einen Gott gibt und dass seine Geduld nicht unendlich ist.

Diese größte Katastrophe aller Zeiten ist gleichzeitig eine Säuberungsaktion. Eine Säuberungsaktion für den gesamten Planeten und auch für die Menschheit. Es werden ganze Kontinente verschoben, alle Berge eingeebnet und alle Inseln werden verschwunden sein.

Und jede Insel entfloh, und Berge wurden nicht gefunden.

Off 16,19 Und die große Stadt wurde in drei Teile geteilt, und die Städte der Nationen fielen, und Babylon, die große, kam ins Gedächtnis vor Gott, dass ihr der Kelch des Weines des Grimmes seines Zornes gegeben werde. 16,20 Und jede Insel entfloh, und Berge wurden nicht gefunden. 16,21 Und große Hagelsteine, wie ein Talent schwer, fallen aus dem Himmel auf die Menschen herab; und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, denn seine Plage ist sehr groß. Off 16,19-21;

Der Herr wird den Himmel bewegen, die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen.

Jes 13,13 Darum will ich den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen durch den Grimm des HERRN Zebaoth, am Tage seines Zorns. 13,14 Und sie sollen sein wie ein verscheuchtes Reh und wie eine Herde ohne Hirten, dass sich ein jeder zu seinem Volk kehren und ein jeder in sein Land fliehen wird. Jes 13,13-14;

Himmel und Erde werden erschüttert, damit sie verwandelt werden.

Hbr 12,26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.« 12,27 Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann. Hbr 12,26-27;

Himmel und Erde werden verwandelt und gewechselt wie ein Kleid.

Ps 102,26 Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. 102,27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Gewand; wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden. Ps 102,26-27;

(Siehe auch Kapitel 08: "Die Umgestaltung von Himmel und Erde.")


Und damit wird auch alles von Menschenhand geschaffene "Hohe" niedergestürzt. Alle Wolkenkratzer, hohen Türme, und alle hohen Gebäude – mit einem Wort alles "Hohe" wird erniedrigt. Doch nicht nur bei den Bauwerken, sondern auch bei den Menschen. Alle "hohen" Personen, von den Milliardären, Konzernführern, Präsidenten, bis hin zu den religiösen Führern dieser Welt. Sie werden alle völlig mittel– und hilflos sein und – wenn sie überleben sollten – außer ihrer Kleidung keinen Besitz mehr haben.

Dies alles scheint natürlich unglaublich zu sein und wird gerade in unserer "modernen" Zeit als Absurdität abgetan. Doch es ist alles mit Bibelstellen belegbar. Und jenen, welche meinen, dass die Bibel ein Märchenbuch sei, sagt die Bibel – nicht ich – dass auch die Menschen vor der Großen Flut und vor dem Untergang von Sodom und Gomorrha so ähnlich gedacht haben.

Doch zum Unterschied von damals, wird dieser Untergang gleichzeitig ein Aufbruch in eine neue Zeit sein - in die Zeit des Millenniums. Dies alles ist nämlich auch eine Vorbereitung auf das tausendjährige Friedensreich des Sohnes Gottes auf dieser Erde. Es wird die letzte Periode der physischen Existenz der Menschheit auf diesem Planeten sein.

Unser Herr Jesus Christus wird die ganze Welt beherrschen. Gott, der Vater, wird wieder im Allerheiligsten des Tempels in Jerusalem bei den Menschen wohnen, wie er auch vor dem Tod seines Sohnes am Kreuz, im damaligen Jerusalem, bei den Israeliten gewohnt hatte. Das Lebensalter der Menschen im Millennium wird wieder tausend Jahre erreichen, wie schon vor der Großen Flut.

Nachdem sich die Menschen im Millennium auch weiterhin vermehren werden, wird die Weltbevölkerung in diesen tausend Jahren auf geschätzte neunzig bis hundert Milliarden Menschen anwachsen. Doch dadurch, dass der ganze Planet eine ebene Fläche sein wird, wird auch genug Ackerboden zur Verfügung sein, um diese große Anzahl an Menschen ernähren zu können.

Auch das Klima wird verändert werden. Und zwar so, dass die Menschen mehrere Ernten pro Jahr einfahren können – der Säende wird dem Erntenden begegnen. Alles Kriegsmaterial wird vernichtet sein und es wird keine Kriege mehr geben. Jene Völker, welche nicht jährlich nach Jerusalem kommen wollen, um Gott anzubeten, über deren Land wird es nicht regnen und sie werden langsam verhungern.

Auch in der Tierwelt wird es nichts Böses mehr geben. Der Löwe wird Gras fressen wie die Kuh und der Säugling wird neben der Giftschlange spielen. Viele jener Menschen, welche die ursprüngliche Katastrophe überlebt haben, werden sich zu Gott bekehren und nach Jerusalem gehen.

Obwohl nun während dieser tausend Jahre des Millenniums das Böse – der Satan – gebannt ist, wird es über diesen ganzen Zeitraum dennoch Menschen geben, welche diesen Gott in Jerusalem nicht anerkennen wollen. Für sie wird am Ende dieser tausend Jahre der Satan, der Gegner Gottes, wieder losgelassen. Und er sammelt um sich Menschen, wie Sand am Meer.

Unter der Führung dieses "Engels des Lichts", des Luzifers, marschieren dann Millionen von Menschen gegen Jerusalem, um die Stadt des allmächtigen Gottes zu erstürmen und den Satan als Herrscher einzusetzen. Doch bereits auf dem Weg dorthin kommt Feuer vom Himmel und vernichtet das ganze Heer. Der Teufel wird dann endgültig und auf ewige Zeiten in den Feuersee geworfen.

Nachdem dann alle Gottesfeinde vernichtet sind, erfolgt die Allgemeine Auferstehung. Alle verstorbenen Menschen werden mit einem Auferstehungsleib auferstehen und die noch Lebenden werden – wie bei der Entrückung auch – "überkleidet". Und so werden alle Menschen die je gelebt haben – außer jenen, welche schon beim Lohngericht ihren Lohn erhielten – beim Weltgericht vom Sohn Gottes ihr Urteil erhalten.

Und dann wird diese erste Schöpfung Gottes, die Erde, die Sonne und der ganze Kosmos, vergehen und Gott wird eine zweite Schöpfung erschaffen mit einer neuen Erde, die vermutlich tausend Mal so groß sein wird, wie unser heutiger Planet. Allerdings ohne ein Meer und ohne Sonne und Mond, denn die Herrlichkeit Gottes wird sie erleuchten, und ihre Lampe ist das Lamm.

Und auch dort wird Jerusalem – wie im Millennium – auf einem Berg liegen. Die Stadt und der Berg werden jedoch tausend Mal größer sein, als das Jerusalem im Millennium. Und es wird kein Tempel mehr in der Stadt sein, denn Gott und das Lamm sind ihr Tempel. Auch "der Tod wird nicht mehr sein noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen" (Off 21,4).

Die Aussage hier oben: "Gott und das Lamm sind ihr Tempel", ist jedoch etwas aufklärungsbedürftig. Ähnlich wie der Herr Jesus in Off 3,21 sagt:

Off 3,21 Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron. Off 3,21;


ist es uns Heutigen nicht erklärbar, wie Milliarden von "Überwindern", d.h. von gläubigen, christlichen, auferstandenen Menschen, mit ihrem Herrn auf einem einzigen Thron sitzen können. Doch hier muss man berücksichtigen, dass die Menschen nach Tod und Auferstehung keinen physischen Körper mehr besitzen, sondern – so wie Gott selbst und alle Himmelsbewohner auch – einen Geistkörper haben und sich gegenseitig integrieren können.

Wir haben dafür ein anschauliches Beispiel in Lk 8,26-33. Da treibt Jesus einen unreinen Geist aus einem Besessenen aus und fragt ihn zuvor: "Was ist dein Name? Er aber sprach: Legion; denn viele Dämonen waren in ihn gefahren". Und wenn man weiß, dass eine Legion beim römischen Militär damals aus 6000 Legionären bestand, weiß man, wie viele Geister von gefallenen Engeln sich im Geist dieses Menschen befanden.

(Siehe auch Diskurs 137: "Der biblisch-christliche Glaube - Der Kampf im Himmel.")


Und so, wie auch in der Dreieinigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist als Geist im Geist Gottes integriert ("eingebettet") sind, können sich auch die auferstandenen Menschen dann, in der neuen, zweiten Schöpfung, mit ihrem Geistkörper in dem Geist Gottes und des Sohnes integrieren. So wie sie z.B. in der ersten, physischen Schöpfung, in den Tempel gegangen sind.

Diese auferstandenen Menschen, in der raumzeitlosen Dimension Gottes, werden sich dann auch nicht mehr vermehren, da sie ja selbst ewig leben. Sie haben damit endlich jene geistliche Existenzform erreicht, für die sie von Gott am Beginn erschaffen wurden: das ewige Leben in Frieden, Freude und Gerechtigkeit bei Gott.

Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes.

Mk 12,18 Da traten die Sadduzäer zu ihm, die lehren, es gebe keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen: 12,19 Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: »Wenn jemand stirbt und hinterläßt eine Frau, aber keine Kinder, so soll sein Bruder sie zur Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« 12,20 Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau; der starb und hinterließ keine Kinder. 12,21 Und der zweite nahm sie und starb und hinterließ auch keine Kinder. Und der dritte ebenso. 12,22 Und alle sieben hinterließen keine Kinder. Zuletzt nach allen starb die Frau auch. 12,23 Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen: wessen Frau wird sie sein unter ihnen? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.

12,24 Da sprach Jesus zu ihnen: Ist’s nicht so? Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. 12,25 Wenn sie von den Toten auferstehen werden, so werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel. 12,26 Aber von den Toten, daß sie auferstehen: Habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose, bei dem Dornbusch, wie Gott zu ihm sagte und sprach: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? 12,27 Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr. Mk 12,18-27;





Anmerkungen:

1) Die Prophezeiung des Malachias: der 267. Papst ist der letzte Papst. (St. Malachy (1094-1148) war irischer Erzbischof von Armagh.)
Die katholische Kirche verehrt ihn als Heiligen. Sein Gedenktag ist der 3. November. Malachias sind in einer Vision alle zukünftigen Päpste erschienen. Demnach soll es 267 Päpste geben (Johannes Paul II. [16.10.1978 - 2.3.2005/FH] war der 265. Papst). Die Prophezeiung besagt, dass der 265. Papst außergewöhnlich lange im Amt bleiben wird (dies war auch der Fall). Zu Ratzinger [19.4.2005 - 28.2.2013/FH], den 266. Papst, prophezeit Malachias, dass er nur eine kurze Amtszeit haben wird.

Für den letzten Papst besagt die Prophezeiung, dass sich der letzte Papst Petrus nennen wird und in der Folge die Welt untergeht. Er wäre dann der letzte Papst und nach ihm steht das Ende des Papsttums, das Ende der katholischen Kirche oder sogar das Ende der Welt bevor.

(Maria Gress  / malachias-prophezeiung. 1.3.2013)