Diskurs 152 – Der Chofetz Chaim über Aliyah – Leben wir in der Endzeit?




Der Chofetz Chaim über Aliyah – Leben wir in der Endzeit? / von tzvi fishman, 02-08-2020

Die damalige historische Zeit.

Der Pere Adam.

Die Zerstörung Jerusalems durch Titus.

Die Eroberung Jerusalems in der Endzeit.


(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)


Chofetz Chaim

Der Chofetz Chaim (1838–1933)
über Aliyah

von tzvi fishman | Aug 2, 2020

Mehrmals im Jahr werde ich eingeladen, vor Gruppen von Jeschiwa-Studenten aus der Diaspora zu sprechen, die in Israel studieren. Eine der Fragen, die mir häufig gestellt wird, lautet: "Ist es eine Mizwa (religiöse Pflicht), in einer Zeit der Gefahr in Israel zu leben?" Manchmal nimmt die Frage unterschiedliche Formen an. "Ist es zulässig, in Siedlungen in Israel zu leben, in denen eine klare Gefahr besteht, zum Beispiel in Hebron?" Oder: "Wenn meine Eltern oder mein Reb sich meinem Wunsch, in Israel zu leben, widersetzen, muss ich dann auf sie hören?"

Hinter diesen Fragen stehen mehrere Halachot -Prinzipien. Darf sich beispielsweise ein Jude in eine gefährliche Situation begeben, um eine Mizwa zu vollziehen? Ist es ein Tora-Gebot, in Israel zu leben? Was gilt als Gefahr? Muss jemand auf seine Eltern oder seinen Rabbi hören, wenn sie versuchen, ihn von der Durchführung einer Mizwa abzuhalten?

Hier erzählen wir lediglich eine Geschichte über den Chofetz Chaim, die Licht auf das Thema wirft.

Der Chofetz Chaim, Rabbi Yisrael Meir HaCohen aus Radin, war sicherlich einer der größten Thora-Gelehrten der Neuzeit. Sein beispielloses halachisches Werk, die "Mishna Berura", gilt als das maßgebliche Kompendium des jüdischen Rechts. Darüber hinaus zeigen seine Schriften über gute Taten und Gütigkeit, "Ahavat Chesed", und seine Abhandlungen über die Übel der Lashon Hara, dem "Chofetz Chaim" und "Shmirat HaLashon", seine große Frömmigkeit und Heiligkeit. Er ist bekannt dafür, dass er nie ungerecht über jemanden gesprochen hat.

Die folgende Geschichte wird vom verehrten Rabbi Dichovsky seligen Angedenkens in seinem Buch "Neot Desha" über das Schlussfolgern aus einem Talmud-Traktat überliefert. In der Einleitung erzählt er von seinem Besuch beim Chofetz Chaim, um ihm genau dieselbe Frage über den Umzug nach Israel in einer Zeit der Gefahr zu stellen. Wir zitieren:

"Ich hielt es für angebracht, eine Aussage niederzuschreiben, die mir der frömmste aller Kohanim, der Rabbiner von ganz Israel, der Ruhm der Generation, der Heilige von ganz Israel, möge er im Angedenken gesegnet sein, über die Aliyah gemacht hat (die Rückkehr von Juden als Einzelne oder Gruppen ins Land Israel). Ich habe ihm diese Frage gestellt, und im Folgenden finden Sie die Einzelheiten unserer Begegnung.

"Es war Anfang des Jahres 1933. Es gab eine Gruppe von Tora-Gelehrten, die sich organisiert hatten, um gemeinsam nach Israel zu gehen, um die Tora zu lernen. Ich war auch unter ihnen, aber ich hatte viele Zweifel, weil ich wusste, dass viele der großen Gedolim (Tora-Gelehrte) Israels dagegen waren. Die Vorsteher meiner Jeschiwa waren besonders gegen die Idee, dass Jeschiwa-Studenten nach Eretz Israel gehen würden, sogar wenn es für das Studium der Tora war. Sie sagten, dass noch nicht die richtigen Bedingungen geschaffen worden seien, um das Tora-Studium mit der gebotenen Sorgfalt im Heiligen Land in dem Maße zu ermöglichen, wie wir die Tora in der Diaspora in den Jeschiwot (Pl. von Jeschiwa) studieren können. Deshalb sagte ich in meinem Herzen, dass ich meine Rabbiner in dieser Angelegenheit nicht fragen sollte, denn die Antwort würde offensichtlich "Nein" lauten.

"Wie Rabbi Zera, der vor seinem Lehrer Reb Yehuda davonlief, als er Aliyah nach Israel machen wollte (Traktat Ketubot, 110B), beschloss ich, den Rat des gerechten Mannes unserer Generation, unseres verehrten Rabbis, einzuholen, und seinen Segen zu empfangen, bevor ich aufbrach. Deshalb reiste ich kurz vor dem Versöhnungstag zur Jeschiwa des Chofetz Chaim in der Stadt Radin, wo ich im Schatten dieses großen, rechtschaffenen Menschen blieb. Dies war bekanntlich der letzte Jom Kippur dieses besonderen Zaddik, denn am Ende des Jahres, im Monat Elul, wurde er zur Jeschiwa Oben gebracht, möge sein Verdienst ein Schild für uns und ganz Israel sein.

"Trotz seiner großen körperlichen Schwäche war eine himmlische Vorsehung mit mir, und ich hatte es verdient, ihn am Tag nach Jom Kippur zu sehen. Ich erzählte ihm von meiner Situation und dass ich als Tora-Schüler eine gute Gelegenheit auf eine Aliyah nach Israel hätte, nur hatte ich immer noch Zweifel, ob ich die Tora mit derselben Sorgfalt lernen würde, mit der ich jetzt lernte. Sofort antwortete er in seiner berühmten sanften Sprache, dass für meine Besorgnis überhaupt kein Platz sei. Warum um alles in der Welt sollte ich dort nicht mit absolutem Fleiß die Tora lernen können? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, denn das Land Israel wäre ohne Frage der beständigen Versenkung in die Tora dienlicher. Er zitierte den Vers "Das Gold des Landes ist gut" (Bereshit, 2:12) [1Mo 2,12;], zu dem es im Midrasch heißt: "Dies (das Gold des Landes ist gut) sind die Worte der Thora." denn es gibt keine Tora wie die Tora von Eretz Israel; und es gibt keine Weisheit wie die Weisheit von Eretz Yisrael.’ (Berechtig Raba, 16:7) [1Mo 16,7; "pere adam"]

"Bevor ich den Rest meiner Zweifel äußern konnte, die ich hegte – insbesondere die Furcht vor der Gefahr in Israel wegen der Kinder Ismaels, welche gewalttätig gegen die Juden marodierten - denn nur einige wenige Jahre waren seit dem  Massaker von Hebron im Jahr 1929 vergangen, welches jedem die wilde, bestialische Natur der Ismaeliten klar machte, die mit Wildheit und ungebändigter Brutalität Jeschiwa-Studenten massakrierten und nicht einmal gegenüber Frauen und Kindern Erbarmen zeigten – bevor ich also alle meine Bedenken bekennen konnte, beantwortete der Rabbi die Frage selbst.


"Mit den folgenden Worten der Thora sagte er: ‚Die heilige Thora sagt uns über Ismael, dass er ein ‚Pere Adam‘ ist, ein wildes Tier von einem Menschen. Es ist bekannt, dass unsere Tora ewig ist, und wenn sie über Ismael sagt, dass er ein wildes Tier von einem Menschen ist, dann wird Ismael für immer ein wildes Tier von einem Menschen bleiben. Selbst wenn alle kultivierten Nationen der Welt zusammenkommen und versuchen würden, Ismael zu erziehen und ihn in ein kultiviertes Individuum zu verwandeln, so dass er nicht länger ein wildes Tier von einem Menschen sein wird, wird dies offensichtlich in keinerlei Hinsicht möglich sein . Sie werden dies mit keinerlei Mitteln erreichen können, weil er nicht in der Lage ist, ein kultivierter Mensch zu sein, denn siehe, die Thora bezeugte über ihn, dass er ein wildes Tier von einem Menschen sei. Das bedeutet, dass Ismael für immer, für alle Ewigkeit per Definition ein wildes Tier von einem Menschen ist. Selbst wenn Ishmael intellektuellen Bestrebungen nachgeht, etwa als Anwalt oder einem ähnlichen Beruf, wird er ein bestialischer Anwalt sein. Wenn er fleißig studiert, um Professor zu werden, dann wird er ein bestialischer Professor sein. Das bedeutet, dass die Bestialität Ismaels niemals aufhören wird.’’

"Dann stieß der Chofetz Chaim einen langen, schmerzhaften Seufzer aus und sagte: ‚Wer weiß, was dieses wilde Tier von einem Menschen am Ende der Tage gegen das jüdische Volk anrichten kann?‘‘

"Am Ende seiner Worte an mich sagte er: ‚Aber fürchte dich nicht – es gibt keinen Grund, dich daran zu hindern, Aliyah in das Land Israel zu leisten.‘‘

"Dann segnete er mich und sagte: ‚Gehe in Frieden, und der Herr wird deinen Weg segnen.‘‘

"So verließ ich ihn und reiste in Frieden in das Heilige Land."





Die damalige historische Zeit.

Diese Episode ereignete sich "Anfang des Jahres 1933", wie Rabbi Dichovsky oben schreibt. – Es war die Zeit eines unheilvollen Anfangs. Eben zu dieser Zeit, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Damit war die politische Partei NSDAP Regierungspartei und die Nazis begannen ihren grauenvollen Aufstieg.

Doch neben dem historisch-politischen Hintergrund geht es in diesen obigen Zeilen vor allem um eine jüdisch-religiöse Frage. Rabbi  Dichovsky – der junge Mann in dieser Geschichte – wollte "Aliyah machen", d.h. er wollte nach Israel einreisen. Er wollte dort sein Tora-Studium durchführen, nachdem es jedoch eine Zeit der Gefahr war, tat ein mosaisch gläubiger Jude gut daran, seinen Rabbi zu konsultieren, der immer weiß, was richtig ist. Und so fuhr Dichovsky zu dem "Heiligen von ganz Israel", zu dem Chofetz Chaim, um ihn um Rat zu bitten.

Nun hatten sich die Juden zur damaligen Zeit in den meisten europäischen Staaten mehr oder weniger gut integriert, dennoch war der Judenhass in manchen Ländern nicht auszumerzen und flammte da oder dort in Form von Verfolgungen und Pogromen immer wieder auf. Mit der Machtergreifung der Nazis in Deutschland und dem Aufruf der Zionisten, nach Palästina einzuwandern, verstärkte sich die Fluchtbewegung der Juden aus Europa.

Aber auch in Palästina hatten die jüdischen Siedler kein sicheres Leben. Im Laufe der britischen Mandatsherrschaft über Palästina verschärften sich die jüdisch-palästinensischen Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Lande immer mehr. Mehrere Einwanderungswellen ließen seit Ende des 19. Jahrhunderts den jüdischen Bevölkerungsanteil in Palästina bis 1945 auf rund 30 Prozent anwachsen. Die Briten bekamen den Konflikt nicht mehr unter Kontrolle. So kündigten sie unter dem Druck der Ereignisse an, das Mandat für Palästina an die Vereinten Nationen zurückzugeben.

Die Juden hatten damals die Wahl zwischen Pest und Cholera: in Europa der damalige Judenhass mit den Judenverfolgungen und andererseits in Palästina die Palästinenser, welche die neuen jüdischen Siedler immer wieder überfallen und geplündert haben. Es war also durchaus verständlich, wenn der junge Dichovsky, dem offensichtlich auch seine Eltern abgeraten hatten nach Israel zum Torastudium zu gehen, eine "zweite Meinung" vom Rabbi Chofetz, den "Rabbi von ganz Israel" hören und dessen Segen erbitten wollte.

Und als dann der junge Dichovsky dem Chofetz Chaim gegenüber seine Bedenken zum Ausdruck brachte, indem er auf das Hebron-Massaker der Ismaeliten (d.s. die Araber, die Nachkommen Ismaels, des ersten Sohnes Abrahams), also der Palästinenser, einige Jahre zuvor, im Jahre 1929 hinwies, wo diese gewalttätig gegen die Tora Studenten plünderten und in "grenzenloser Grausamkeit Jeschiwa-Studenten massakrierten und selbst den Frauen und Kindern keine Gnade zeigten", fühlt man sich in die Gegenwart des 7. Oktobers 2023 und den Angriff der Hamas auf das Kibbuz Kfar Aza versetzt.


Der Pere Adam.

In der darauffolgenden Antwort des Chofetz Chaim finden wir eine erstaunliche Charakteranalyse der Ismaeliten (Araber), welche uns vielleicht auch in unserer heutigen Zeit, bei unseren heutigen Problemen mit diesem Volk, helfen kann. Der Chofetz Chaim sagte damals dem späteren Rabbi Dichovsky:


"Die heilige Thora sagt uns über Ismael, dass er ein (hebräisch: ‚Pere Adam‘ = Wildesel-Mensch / 1Mo 16,12;) ist, ein wildes Tier von einem Menschen. Es ist bekannt, dass unsere Tora ewig ist, und wenn über Ismael gesagt wird, dass er ein wildes Tier von einem Menschen ist, dann wird Ismael für immer ein wildes Tier von einem Menschen bleiben. Selbst wenn alle kultivierten Nationen der Welt zusammenkommen und versuchen würden, Ismael zu erziehen und ihn in ein kultiviertes Individuum zu verwandeln, so dass er nicht länger ein wildes Tier von einem Menschen sein wird, wird dies offensichtlich in jeder Hinsicht unmöglich sein . Sie werden dies mit keinerlei Mitteln erreichen können, weil er nicht in der Lage ist, ein kultivierter Mensch zu sein, denn siehe, die Thora bezeugte über ihn, dass er ein wildes Tier von einem Menschen sei. Das bedeutet, dass Ismael für immer, für alle Ewigkeit per Definition ein wildes Tier von einem Menschen ist. Selbst wenn Ismael intellektuellen Bestrebungen nachgeht, etwa als Anwalt oder einem ähnlichen Beruf, wird er ein abscheulicher Anwalt sein. Wenn er fleißig studiert, um Professor zu werden, dann wird er ein abscheulicher Professor sein. Das bedeutet, dass die Bestialität Ismaels niemals aufhören wird."

"Dann stieß der Chofetz Chaim einen langen, schmerzhaften Seufzer aus und sagte: ‚Wer weiß, was dieses wilde Tier von einem Mann am Ende der Tage gegen das jüdische Volk anrichten kann?'"



Am Beginn seiner obigen Bemerkungen weist der Chofetz Chaim darauf hin, dass die Thora ewig ist und sich ihre Prophezeiungen erfüllen werden. Eine Aussage, der man als biblischer Christ nur zustimmen kann. Doch das gilt natürlich nicht nur für Prophezeiungen über Ismael, den Araber, sondern auch für jene Prophezeiungen, welche auf seinen Bruder Isaak, den Juden, bezogen sind. Und gerade in Bezug auf Isaak bzw. dessen Sohn Jakob, der von Gott dann den Namen "Israel" bekam, seinen Charakter und seine Zukunft, macht die Bibel konkrete Aussagen, welche sich demnach ebenfalls erfüllen müssen.

Denn ich will das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und will sie bauen wie im Anfang:

Jer 33,7 Denn ich will das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und will sie bauen wie im Anfang 33,8 und will sie reinigen von aller Missetat, womit sie wider mich gesündigt haben; und will ihnen vergeben alle Missetaten, womit sie wider mich gesündigt und gefrevelt haben. 33,9 Und das soll mein Ruhm und meine Wonne, mein Preis und meine Ehre sein unter allen Völkern auf Erden, wenn sie all das Gute hören, das ich Jerusalem tue. Und sie werden sich verwundern und entsetzen über all das Gute und über all das Heil, das ich der Stadt geben will. Jer 33,7-9;


Die Juden selbst stellen bei der Auslegung dieses Textes natürlich den für sie positiven Teil in den Vordergrund, nämlich, wenn Gott das Geschick Israels wenden und sie von aller Sünde reinigen wird, werden sie wieder heilig sein, wie am Anfang. Doch das heißt ja, dass Israel bis jetzt, wo sie noch nicht gereinigt sind, schwer mit Sünde beladen ist, mit "Missetat und Frevel".

Denn was immer wieder – speziell von jüdischen "Schriftgelehrten" – übersehen wird, ist die biblische Tatsache, dass alle Juden seit zweitausend Jahren und noch weiter in die Zukunft, bis zum Millennium, dem tausendjährigen Friedensreich des Sohnes Gottes auf Erden, dass alle diese jüdischen Menschen keine Vergebung ihrer Sünden haben, wenn sie sich nicht zu Jesus Christus bekehrt haben. Sie werden nach ihrer Auferstehung im Letzten Gericht von jenem Jesus von Nazareth, ihrem Messias, den ihre Väter einst zum Tod am Kreuz verurteilt haben und wovon sie sich nicht distanziert haben, in die ewige Verdammnis geschickt werden.

Daher sagte ich euch, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,23 Und er sprach zu ihnen (den jüdischen Schriftgelehrten): Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,23-24; (Und wer ohne Vergebung in seinen Sünden stirbt, fährt in die Hölle)


Jene Israeliten, denen Gott in diesen Prophezeiungen ihre Sünden an einem Tag vergeben wird, sind die Israeliten in der Zukunft, im Millennium, die Übriggebliebenen aus der größten Katastrophe aller Zeiten, der durch Gott erfolgten Umgestaltung von Himmel und Erde, als Vorbereitung für ein friedvolles, fruchtbares und gedeihliches Leben der Menschheit im Tausendjährigen Friedensreich seines Sohnes auf Erden.

Bis dahin jedoch werden alle Juden – übrigens ebenso, wie alle anderen Menschen auch -, welche sich nicht zu Lebzeiten zu Jesus Christus bekehrt haben, in die Hölle fahren. Also auch alle heutigen Juden, die Jesus Christus ablehnen und ihn verhöhnen, werden gemeinsam mit den gottlosen nichtjüdischen Völkern, die Ewigkeit in der Hölle verbringen. Das nur zur Information für alle jene heutigen Juden, die meinen, durch diese obige Verheißung der Vergebung ihrer Sünden im Millennium, ihrer Strafe entgangen zu sein.

Der reale Hintergrund dieser schwerwiegenden Aussagen, ist die Gründung des Staates Israel in unserer Zeit. Die Juden – und unter ihnen im Besonderen die Zionisten – behaupten ja, diese "Sammlung der Juden in ihr Land zurück" (Aliyah) sei die von Gott verheißene Rückführung aller Juden nach Israel und fordern daher alle Juden weltweit auf "Aliyah zu machen" – also nach Israel wieder einzuwandern.

Doch sehen wir uns diese Prophezeiungen zur Sammlung Israels aus der Diaspora in ihr Land Israel einmal näher an:

Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von dem äußersten Ende der Erde

Jer 31,7 Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzt über das Haupt der Nationen (Weltmacht) Verkündet, lobsingt und sprecht: Gerettet hat der HERR sein Volk, den, lobsingt und sprecht: Gerettet hat der HERR sein Volk, den Überrest Israels! 31,8 Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von dem äußersten Ende der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende, sie alle zusammen; als eine große Volksversammlung kehren sie hierher zurück. 31,9 Mit Weinen kommen sie, und unter Flehen führe ich sie. Ich bringe sie zu Wasserbächen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht stürzen. Denn ich bin Israel wieder zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener. Jer 31, 7- 9;

Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln.

Jes 43,3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner Statt, 43,4 weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe. Ich gebe Menschen an deiner Statt und Völker für dein Leben. 43,5 So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, 43,6 ich will sagen zum Norden: Gib her! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, 43,7 alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe. Jes 43, 3- 7;

 Ich will euch aus den Völkern bringen und aus den Ländern sammeln werde, in die ihr zerstreut worden seid.

Hes 20,40 Denn so spricht Gott der HERR: Auf meinem heiligen Berg, auf dem hohen Berge Israels, da wird mir das ganze Haus Israel dienen, alle, die im Lande sind. Da werde ich sie gnädig annehmen, und da will ich eure Opfer und eure Erstlingsgaben fordern und alle eure heiligen Gaben. 20,41 Ich will euch gnädig annehmen beim lieblichen Geruch der Opfer, wenn ich euch aus den Völkern bringen und aus den Ländern sammeln werde, in die ihr zerstreut worden seid, und ich werde mich an euch als der Heilige erweisen vor den Augen der Heiden. 20,42 Und ihr werdet erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich euch ins Land Israels bringe, in das Land, über das ich meine Hand erhob zu dem Schwur, es euren Vätern zu geben. 20,43 Dort werdet ihr gedenken an eure Wege und alle eure Taten, mit denen ihr euch unrein gemacht habt, und werdet vor euch selbst Abscheu haben wegen all der bösen Taten, die ihr getan habt. 20,44 Und ihr werdet erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und verderblichen Taten, du Haus Israel, spricht Gott der HERR. Hes 20,40-44;

Denn ich will sie in ihr Land pflanzen, dass sie nicht mehr aus ihrem Land ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe

Amos 9,14 Denn ich will die Gefangenschaft meines Volks Israel wenden, dass sie die verwüsteten Städte (Titus hat nur Jerusalem zerstört!) wieder aufbauen und bewohnen sollen, dass sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte daraus essen. 9,15 Denn ich will sie in ihr Land pflanzen, dass sie nicht mehr aus ihrem Land ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott. Amos 9,14-15;


Es sind fast alle Propheten Israels, welche ihrem Volk diese "Rückführung", diese Sammlung nach Israel prophezeit haben, – es ist also biblische Realität. Aber alle diese Prophezeiungen haben eines gemeinsam: Es ist Gott, der da spricht und er sagt immer "ICH bringe sie herbei", "ICH werde sie sammeln". Es ist also Gott selbst, der die Israeliten aus den Ländern, in die er sie zerstreut hat, wieder sammeln und in ihr Land Israel bringen wird.

Hier steht also kein Wort davon, dass die Juden sich selbst sammeln sollen. Wenn das nun aber so ist, dass Gott sie aus der Zerstreuung wieder sammeln wird und die Juden aber jetzt bereits selbst in ihr Land zurückgekehrt sind, was ist daraus zu folgern? Draus ist zu folgern – so schwerwiegend das auch klingen mag -, dass die Israeliten – und vor allem ihre Kinder und Kindeskinder -, welche seit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 in ihr Land zurückgekehrt sind, wieder in alle Welt zerstreut werden müssen, damit sie Gott dann tatsächlich "von dem äußersten Ende der Erde" wieder einsammeln kann.

Und nachdem die Juden natürlich nicht freiwillig ihr Land wieder verlassen und in die Diaspora gehen werden, werden sie auch dieses Mal von ihren Feinden bekriegt, besiegt und aus ihrem Land vertrieben werden. Und auch dafür gibt es zahlreiche Prophezeiungen, welche allerdings von den "Schriftgelehrten" unter den Juden in die Vergangenheit datiert werden.


Die Zerstörung Jerusalems durch Titus.

So z.B. diese untere Prophezeiung, in Lk 19:41-44, welche aber nun tatsächlich der Vergangenheit zuzurechnen, es ist die totale Zerstörung Jerusalems mitsamt dem Tempel und dem Brandopferaltar im Jahre 70 n.Chr. durch die Legionen des Titus’. Nach Flavius Josephus, dem ehemaligen jüdischen Militärkommandeur von Galiläa, der Titus begleitete, kamen bei der Eroberung ca. 1,1 Millionen Menschen ums Leben, der größte Teil von ihnen waren Juden.

Sie werden dich dem Erdboden gleichmachen, keinen Stein auf dem andern lassen.

Lk 19,41 Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte über sie 19,42 und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist es vor deinen Augen verborgen. 19,43 Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen, 19,44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist. Lk 19,41-44;


Diese Prophezeiung des Herrn, dass die Legionen des Titus’ vom Tempel "keinen Stein auf dem anderen lassen" werden, hat sich dann also, etwa 40 Jahre später, wortwörtlich erfüllt. (Josephus, Bell, 6,254-259). Dabei ist die völlige Zerstörung des Brandopferaltars im Vorhof des Tempels der Grund dafür, dass die Juden seit damals – wenn sie sich nicht zu Jesus Christus bekehrt haben und durch ihn Sündenvergebung erlangt haben – "in ihren Sünden sterben" und keine Vergebung haben. Denn im mosaischen Glauben kann eine Vergebung der Sünden nur durch ein Sündopfer auf eben diesem einen Brandopferaltar – und sonst nirgendwo! – erreicht werden.

Wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben.

Jh 8,21 Er sprach nun wieder zu ihnen: Ich gehe hin, und ihr werdet mich suchen und werdet in eurer Sünde sterben; wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen. 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen? 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,24 Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin (der Messias), so werdet ihr in euren Sünden sterben. Jh 8,21-24;


Diese Vernichtung Jerusalems durch Titus, im Jahre 70 n.Chr. war der erste Teil der Strafe Gottes dafür, dass die Juden den Sohn Gottes, unseren Herrn und Gott Jesus Christus, zum Tod verurteilt und den Römern zur Kreuzigung ausgeliefert hatten. Etwa 60 Jahre später, im dritten jüdisch-römischen Krieg (Bar Kochba-Aufstand), eroberten die Römer dann auch das restliche Judäa und haben alle Juden aus Judäa in die weltweite Diaspora vertrieben.

Die Eroberung Jerusalems in der Endzeit.

Auch wenn seither fast zweitausend Jahre vergangen sind und Jerusalem bis vor kurzem in relativem Frieden und Ruhe gelebt hat, sagt uns die Schrift, dass in der Endzeit über diese Stadt noch eine weitere derartige Katastrophe kommen wird. Diese Vermutung lässt sich mit weiteren Schriftstellen belegen:



Sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.


Lk 21,20 Wenn ihr aber sehen werdet, dass Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist. 21,21 Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe ins Gebirge, und wer in der Stadt ist, gehe hinaus, und wer auf dem Lande ist, komme nicht herein. 21,22 Denn das sind die Tage der Vergeltung, dass erfüllt werde alles, was geschrieben ist. 21,23 Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen, 21,24 und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind. Lk 21,20-24;


Abgesehen von dem eigenartigen Umstand, dass es unter den Synoptikern nur bei Lukas – wie wir oben sehen – zwei Prophezeiungen für den Untergang Jerusalems gibt – in Kap. 19 und 21 -, sind die inhaltlichen Aussagen beider Texte derart unterschiedlich, dass man zwangsläufig auf zwei verschiedene Ereignisse schließen muss. In Lk 19,43-44 (Titus, 70 n.Chr. – siehe oben) wird davon gesprochen, dass die Feinde einen Wall aufrichten werden und dann Jerusalem dem Erdboden gleich machen samt seinen Kindern – also allen Bewohnern. In Lk 21,22-24 hingegen wird darauf hingewiesen, dass dies die Tage der Vergeltung sind und große Not auf Erden und Zorn über dieses Volk sein wird (eine Situation, welche sich in unserer heutigen Realität gerade zu entwickeln scheint).

Der Versuch, Lk 21,20-24 auch auf die Eroberung durch Titus im Jahre 70 zu deuten birgt einige Probleme. Wenn man auch den "Zorn über dieses Volk" zu Titus’ Zeiten noch einigermaßen erklären könnte (aber auch nur bei den Römern, wogegen hier in Lk 21,22 die Annahme naheliegend ist, dass dieser Zorn über das Volk Israel weltweit zu verstehen ist), ist ein so globales Ereignis wie eine "große Not auf Erden" in der damaligen Zeit weder geschichtlich überliefert noch aus der damaligen Situation erklärbar. Doch wenn wir diesen Text auf die Endzeit beziehen, werden diese Aussagen schon viel verständlicher. Und erst recht, wenn wir ihn auf die Gegenwart beziehen (Krisen, Kriege, Hungersnöte, Erdbeben)!

Die "große Not auf Erden" geht konform mit anderen Aussagen des Neuen Testamentes über die Endzeit, mit Kriegen, Hungersnot, Seuchen und Erdbeben in Mt 24,6-7; Mk 13,7-8, ganz besonders aber in Off 6,3-8. Der Judenhass ließe sich damit erklären, dass es die zwei Zeugen Gottes in Jerusalem sind, welche durch ihre Macht über die Natur diese Katastrophen ausgelöst und damit den Zorn der Welt über das ganze Volk Israel herbeigeführt haben. Wenn wir uns jedoch die gegenwärtige Situation ansehen, wo Israel in der Welt immer mehr Gegner bekommt, wegen seines rücksichtslosen Vorgehens gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen und die Begleitumstände auch in Betracht zieht, erhebt sich ein anderer, viel gefährlicherer Verdacht!

Und wenn dem tatsächlich so ist, dann werden es wohl die arabischen Länder sein, die rundum Israel angesiedelt sind, welche diese neuerliche Vertreibung des Volkes Israel in die ganze Welt in eine neuerliche Diaspora auslösen werden – wie es in Lk 21,24 heißt: "und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind".

Und dann würde sich die obige letzte Aussage des Chofetz Chaim über den "Pere Adam" als Prophezeiung erweisen, als er sagte:


"Wer weiß, was dieses wilde Tier von einem Mann am Ende der Tage gegen das jüdische Volk anrichten kann?"